G-G-G-Gewinnspiel!

So, während ich hier faul zu Hause rumhänge und mir den Arsch an meinem Bett wundkuschel, bis mein Hals ausheilt, dürft ihr mal wieder was tun! Es ist Dezember, der lieblichste aller Monate, aus den Medien bekannt durch hohe Taxiumsätze, Weihnachten und Glatteis!

Und nächstes Jahr dann wahrscheinlich endlich auch wegen des GNIT-Gewinnspiels 😀

Ich möchte damit wie schon letztes Jahr ein kleines Dankeschön an euch alle richten, für ein schönes Jahr als Blogger, für die vielen Kommentare, Mails, Diskussionen, Verlinkungen, Geschenke, Ratschläge, Wünsche und und und…

Im Gegensatz zu vielen total ultrakomplizierten und/oder abzockorientierten Schweinereien im Netz gibt es hier einfach einen Sack voll Süßigkeiten zu gewinnen und alles, was man dafür tun muss, ist unter diesem jetztigen total momentanen Text einen Kommentar hinterlassen. Die Gewinner werden dann ganz einfach ohne notarielle Beglaubigung und doppelten Boden nach dem Zufallsprinzip gezogen. Wer Schokolade haben will, muss sich damit abfinden. Eine gültige Mailadresse setze ich zwar voraus (um die Gewinner zu kontaktieren), dafür verspreche ich aber, sie nur gegen hohe Gebote anonym weiterzuverkaufen 🙂

(Ist natürlich Quatsch! Ich mach außer den Benachrichtigungen NIX mit den Adressen!)

Zu gewinnen gibt es wie letztes Jahr 3 Hauptpreise mit einer vorsichtig geschätzten Mindest-Kilokalorienmenge von 5000, sowie 7 kleinere Trostpreise. Das heißt, dass es insgesamt 10 Gewinner geben wird!

Einsendeschluss ist der 6. Dezember 2011, also der Nikolaustag, um 23.59 Uhr.

(die Systemuhr hier bei WordPress geht falsch, was ich berücksichtigen werde. Da ich aber eine runde Woche für einen angemessenen Zeitraum halte, über die Abgabe eines Kommentars nachzudenken, werde ich nicht wegen 2 Minuten rumdiskutieren. Um 0 Uhr ist Sendepause und ich werde keinen Kommentar danach mehr berücksichtigen!)

Ganz ohne normal gedrucktes, aber klein gemeintes kommen wir allerdings dennoch nicht aus:

Um Chancengleichheit zu gewähren, bitte nur einen Kommentar pro Person! Sollte ich mitkriegen, dass irgendwer zwei Kommentare abgibt, dann werte ich das als Kriterium, ohne weitere Nachfrage die entsprechenden Kommentare aus der Verlosung zu entfernen.

Bedenkt dabei bitte auch, dass ich ein recht fleißiges Antispam-Tool habe, das eventuell eure Kommentare erstmal beiseite legt. Ich verspreche, dass ich alle zugänglichen Kommentare binnen 24 Stunden von Hand veröffentlichen werde! Also abwarten, nochmal nachsehen, dann erst nochmal posten!

Das aber ist noch nicht alles. Aro von berlinstreet.de hat mir angeboten, an mein Gewinnspiel noch ein Quiz anzuhängen, für welches er nicht nur die Fragen gestellt, sondern auch gleich 5 (!) unterschiedliche Bücher als Preise ausgelobt hat. Die werden in einer Extrarunde verlost, dazu wird es am kommenden Sonntag, dem 4. Dezember 2011 einen weiteren Eintrag mit den entsprechenden Formalitäten geben – es lohnt sich also, dann nochmal reinzusehen! Denn vielleicht hat ja einer richtig Glück und rüsselt sowohl Süßigkeiten, als auch ein Buch ab!

Die Auslosung der Gewinne findet in den Tagen nach dem 6. Dezember statt und ich werde die Gewinner via Mail informieren und alles weitere (also beispielsweise Lieferadressen und so) dann besprechen.

Ich wünsche euch allen viel Glück und eine winterliche erste Dezemberwoche!

Dass die Gewinne bis Weihnachten bei euch sind, kann ich garantieren. Um am 24. allerdings der Rute zu entgehen, empfehle ich dringend, anderen von diesem Gewinnspiel zu erzählen.

 

Pausenclownereien

Wie die meisten vielleicht nebenher mitbekommen haben, hat es einen Grund, dass hier immer noch kein neuer Taxi-Artikel aufgetaucht ist. Ich bin zumindest formal immer noch krank. De facto äußert sich das durch zwei Dinge: Ich kann kaum sprechen und arbeite deswegen nicht. Für das Sprechen hab ich mit dem Blog eigentlich einen ganz guten Ausweg gefunden, ohne Arbeit kommen aber leider auch keine Taxi-Geschichten nach. Ganze zwei Arbeitstage hab ich im November zu vermelden. Ich hoffe, dass ich diesen Monat überhaupt Geld bekomme und nicht mein Chef sich welches überweisen lässt 😉

Für die Seite hier ist das natürlich noch trauriger. Insbesondere, da ich in den letzten Tagen von ein paar neuen Lesern nette Komplimente bekommen habe und jetzt keine neuen Artikel vorweisen kann. Ganz ehrlich: Obwohl ich für diesen Monat ja bereits mit einer gewissen Artikelarmut gerechnet habe, dass es mich auch noch krankheitsbedingt auf die Schnauze haut, konnte ich echt nicht ahnen.

Was also tun?

Nun, zum einen kann ich natürlich eine gewisse Entwarnung geben: Ich werde noch diese Woche, zumindest am Wochenende, wieder ins Taxi steigen – und meist sorgt das ja recht schnell für erzählenswerte Geschichten. Darüber hinaus habe ich auch dieses Jahr vor, wieder ein paar Süßigkeiten zu verlosen, was bedeutet, dass auch ein Gewinnspiel ansteht – und das war letztes Jahr wohl für alle Beteiligten super. Dieses Mal gibt es sogar noch ein kleines Extra, denn Aro von berlinstreet.de hat noch ein paar Fragen zu Berlin beigesteuert und Bücher als Gewinne ausgelobt. Also wenn es hier wieder weitergeht, lohnt es sich gleich richtig! 🙂

Zum anderen ist es ja gar nicht so, dass es nichts zu lesen gibt. Jede Menge Kollegen bloggen ebenso wie ich – und damit sei allen neuen Besuchern, die nicht ohnehin über die anderen bei meinem Blog gelandet sind, empfohlen, die Blogroll rechts an der Seite durchzustöbern und einen Blick auf die Erlebnisse in anderen Taxen zu werfen. Ich bin zwar zweifelsohne ein Töffel-Magnet während der Arbeitszeit, aber es ist ja nicht so, dass die Kollegen weniger witzige Dinge erleben würden.

Ja und sonst: Lest ein wenig zurück. Gerade wenn man krank ist, kann man zum Beispiel Trost darin finden, dass man immerhin noch nicht ganz so kaputt ist wie Donald. Oder meine erste Kotzerin. Wer will, könnte meinen Text über meine erste Schicht lesen. Oder den über die erste Schicht von anderen Kollegen. Manchmal gelangt man auch über die Suchfunktion zu ganz lustigen Einträgen. Sind ja auch schon deutlich über 1000 Stück hier. Ich freu mich ja ehrlich gesagt darüber, wenn auch die alten Sachen mal gelesen und / oder kommentiert werden.

Wollte mich nur mal melden und danke allen, dass ihr mich nicht vergessen habt! 🙂

Schwarzarbeit in Berliner Taxis

OK, laut Morgenpost will man bei uns in der Branche mal wieder was gegen Schwarzarbeit tun. Das ist etwas, was ich sehr begrüße. Das Taxigewerbe ist – nicht nur, aber durchaus ganz besonders hier in Berlin – auf einem beschissenen Kurs. Trotz aller Tariferhöhungen sind die Löhne der Fahrer ein schlechter Witz, wenn man nicht wie ich mit wenig Geld klarkommt. Ich vermute, dass kein Taxifahrer in Berlin regelmäßig 2000 € netto monatlich verdient, und das ist ein Betrag, bei dem ich Arbeitszeiten ansetzen würde, für die man jeden Arbeitgeber in den Knast bringen könnte.

Der Markt regelt nunmal nicht alles selbst, da kann eine Splitterpartei wie die FDP noch so lange das Gegenteil behaupten. Was das Taxigewerbe angeht, werden viele Fahrer nur noch auf 400€-Basis beschäftigt, etliche Unternehmer rechnen ihre Gewinne klein, wobei der Fairness wegen angemerkt werden muss, dass diese so oder so nicht üppig sind.

Dass das alles noch angeheizt wird durch zusätzliche Taxen mit Fahrern, die niemals einen P-Schein gemacht haben, ist eine Tatsache. Ob das letztlich viel ausmacht oder nur der Tropfen zum Überlaufen des berühmten Fasses ist, kann ich nicht sagen. Fakt ist weiterhin, dass Taxen hier so gut wie nicht kontrolliert werden. Meinen P-Schein hat noch niemand außer meinen Chefs gesehen und bis auf ein oder zwei große Kontrollen an den Flughäfen ist mir nichts bekannt von Gegenmaßnahmen. Wieso seit Jahren die geplanten Stellen beim LABO nicht besetzt werden, ist mir ein Rätsel. Besonders, weil davon ausgegangen wird, dass sie sich durch die Steuermehreinnahmen wieder refinanzieren würden, also nicht einmal Geld das Problem ist.

Was mich allerdings nervt, ist, dass selbst bei diesem hehren Ansinnen seit mindestens einem Jahr mit Zahlen um sich geschmissen wird, die lächerlich sind.

50 Millionen!

50.000.000 € sollen dem Land jährlich durch die Lappen gehen wegen der Schwarzarbeit im Gewerbe. Das kann nicht einmal ein merkbefreiter Drittklässler ausgerechnet haben, aber diese Zahl wird ständig wiederholt. Deswegen mal eine kurze Rechnung:

50 Millionen € entgangene Steuern pro Jahr bedeuten in Berlin fast 7000 € pro Taxi. Da Taxifahrten mit nur 7% Mehrwertsteuer belastet sind, müssten das pro Wagen also etwa 100.000 € Umsatz sein, die am Fiskus vorbei eingefahren werden. Jährlich. Witzigerweise entspricht das meiner bescheidenen Annahme nach ziemlich genau dem Betrag, den ein richtig gut laufendes Taxi im Zweischichtbetrieb im Rahmen eben eines Jahres einfährt. Sprich: Dieser Betrag ist nur dann richtig, wenn alle Taxifahrer alle Fahrten illegal machen würden.

Sicher gibt es unbekannte Variablen: Ich hab keine Ahnung, wie viele illegale Taxen unterwegs sind. Ob das 10, 50 oder 500 sind. 7000 werden es aber niemals sein. Und weder kann ein Fahrer beim Chef, noch ein Unternehmer beim Finanzamt ernstlich angeben, dass das Auto zwar 100.000 km gefahren ist, aber leider 0,00 € Umsatz gemacht hat. Und ein paar von der Sorte wären für die Rechnung schon nötig, da es tatsächlich noch ehrliche Taxifahrer wie mich gibt, deren 100.00 € ja auch wer übernehmen müsste, wenn die 50 Millionen stimmen.

Ich sehe es schon kommen, dass am Ende mal wieder nichts getan wird, weil irgendwer feststellt, dass die Zahlen ja total unrealistisch sind und man erst mal neue Daten erheben muss. Für die richtige Sache sein ist ein guter Anfang – bringt aber nix, wenn man dämlich ist und damit alles in Miskredit bringt.

Wer immer sich diese Zahl hat einfallen lassen, sollte mal dringend an seinem Sachverstand arbeiten.

Reisen, Röcheln, Riesenkraken 5

Falls sich wer über den Titel des Eintrags wundert – oder gar den Zeitpunkt der Veröffentlichung: Das hier ist Teil einer kleinen Serie über meine Hochzeit. Überwiegend waren das natürlich keine Taxigeschichten, deswegen gibt es sie auch bei Sashs Blog. Und dort fangen sie genau hier an.

Als in Taxidingen immer knallharter Rechercheur und Besserwisser vom Dienst war ich natürlich auf meine erste Taxifahrt in Stuttgart nach langer Zeit sehr gespannt. Ich hab mich vorbereitet, um zwischen all meinen halblebigen Freunden als wirklich durchschnittlicher Fahrgast gelten zu können. Ich hab mindestens 7 Bier und 2 Wodka getrunken und gleich ohne Missverständnisse geklärt, dass ich garantiert nicht ins Auto kotze, weil ich selber Taxi fahre.

OK, ganz ehrlich: Keine Ahnung, was ich dem sehr geduldigen Kollegen erzählt habe. Über die Preise haben wir geredet, aber soweit ich das sehe, hat mich das Schlitzohr angelogen. Denn natürlich liegen die in Stuttgart meist über denen in Berlin. Der Startpreis nicht, und Kilometer 6 und 7 wohl auch nicht. Dennoch müssten 90% der Fahrten teurer sein dort unten. Aber vielleicht wollte er mich auch nur testen…

Er ist jedenfalls den perfekten Weg gefahren (der aus einmal wenden und dann nix mehr) bestanden hat, aber lobenswert ist es ja dennoch.  Also wenn er schon beim Preis lügt 😀

Nein, im Grunde war er ebenso nett wie der zweite Kollege, der uns dann vom Bahnhof zum Hostel genommen hat: Gute Fahrer, gute Autos, nette Gespräche, entsprechend gab es eben auch Trinkgeld.

Aber nach Details dürft ihr mich dieses Mal echt nicht fragen…

 

Liebeserklärung an Berlin

Im Grunde ist es ja noch nicht so lange her, dass ich nach Berlin gezogen bin. Sicher: Es war schon im letzten Jahrzehnt, aber gerade meiner Arbeit wegen fühle ich mich hier doch inzwischen durchaus auch in gewisser Weise zu Hause. Das ist in meinen Augen keine Selbstverständlichkeit, denn ich bin zwar kein ausgesprochener Lokalpatriot, aber ich brauche meine Homebase, meine Heimat, einen Ort, den ich Zuhause nennen kann. Natürlich wird Stuttgart das auch immer für mich bleiben, aber Berlin macht es einem nach dem ersten Durchfahren ja auch wirklich leicht. Zumindest, wenn man wirklich in dem Teil der Stadt landet, der einem zusagt.

Mein Fahrgast kam aus der tiefsten Provinz, war allerdings schon locker zwei weitere Jahrzehnte vor mir in der Hauptstadt gelandet. Ich hab ihn vom Bahnhof nach Altglienicke gefahren, auch dort eher in eine ruhige Ecke mit Einfamilienhäusern locker zwei oder drei Stufen über meiner Einkommensklasse.

Er erzählte, dass er in Frankfurt am Main arbeitet und darüber hinaus drehte sich unser Gespräch hauptsächlich darüber, dass die Bahn mal wieder 2 Stunden Verspätung hatte und er trotz schlechten Gewissens wohl wieder aufs Flugzeug umsteigen würde. Seit 10 Jahren würde er nun schon pendeln erklärte er mir, verbunden mit der Aussage, dass er seinen Wohnsitz in Berlin nie wieder aufzugeben gedenkt:

„Wissen sie, ich könnte ja ohne weiteres nach Frankfurt ziehen. Ich hab dort einen Job, und der ist verdammt gut honoriert. Ich könnte mir 10 Stunden Reiseweg jede Woche ersparen, aber ich werde es nicht tun. Ich hab noch 10 Jahre bis zur Rente, aber ich würde nicht auf die Idee kommen, deswegen hier wegzuziehen. Berlin ist eine fantastische Stadt, trotz aller Probleme und aller unschöner Seiten. Aber bevor ich mich in Frankfurt niederlasse, pendel ich lieber die 10 Jahre noch hin und her!“

Ein bisschen verstehen kann ich ihn ja 🙂

30

So, liebe Freunde der gepflegten Nachtunterhaltung. Der Schreiber dieses Blogs hat es mit dem heutigen Tag geschafft, exakt 30 Mal auf einem bewässerten Felsen um einen Gasball von 1 Mio. Kilometer Durchmesser geschleudert zu werden.

Diese 30 Jahre, wie man das auf dem bewässerten Felsen gerne nennt, waren alles andere als langweilig, meist lustig, nur selten traurig und bei einer Geschwindigkeit von rund 30 km/s auch meistens ein bisschen Huiii. Das Taxifahren hat bisher nur einen kleinen Teil dieses Lebens beeinflusst und dafür ist es doch recht beachtlich, was es an Erzählstoff geliefert hat.

Nein, heute erscheint hier kein Taxiartikel.

Die Tatsache, dass ich meinen Geburtstag zu gut 10 oder 11 Stunden im Taxi verbringen werde, reicht aus. Eine Art Recherche-Pause 🙂

Ihr findet heute schon auch mal anderswo Unterhaltung und auch mein GNIT-Archiv gibt ja inzwischen einiges her. Ich danke für all die Glückwünsche und Geschenke, die schon eingegangen sind und freue mich drauf, auch dieses Jahr wieder einiges zum Schreiben zu haben. Ich werde meinen Tag genießen. Irgendwie zwischendurch, nebenbei und immer wieder aufs Neue. Wenn ihr das auch hinkriegt, habt ihr mehr als die meisten anderen da draußen erreicht!

Also freut euch und gebt Trinkgeld.

Sash

Nachtrag: Ich werde heute keine Zeit im Taxi verbringen, da es mich erkältungsmäßig erwischt hat. Ich versuche jetzt einfach, wenigstens bis zu meiner Hochzeit wieder fit zu werden. Das Leben kann ein Arschloch sein. Aber inzwischen ist die Sonne aufgegangen, da erinnere ich mich doch einfach an die 30 km/s und denke mir: Huiiiii! 😉

Antwort der Innung

Die Innung des Berliner Taxigewerbes e.V. hat inzwischen tatsächlich auf den offenen Brief oder meinen Eintrag heute morgen geantwortet. In der 8-zeiligen E-Mail schreibt mir Herr Gawehn persönlich, dass er sich bedankt, sich der Tragweite einer Tariferhöhung bewusst ist und  er bittet um Verständnis, dass die Innung den Willen ihrer Mitglieder berücksichtigen muss.

Nicht enthalten hat diese Mail eine Antwort auf eine meiner Fragen und auch keine Aussage dazu, ob ich diese Mail zitieren oder gar veröffentlichen darf.

Ich empfehle der Innung mal eine Umfrage, ob man in ihren Empfangsräumen das Licht anmachen soll, wenn es dunkel ist. Mehr fällt mir dazu echt nicht ein…