Über GNIT

Was ist gestern-nacht-im-taxi.de? Ein Blog. Ein Blog, das von seinem Autor der Blog genannt wird, in dem man allerlei Kurioses, Unterhaltsames und Informatives aus dem Leben und Wirken eines Berliner Taxifahrers erfährt.

Ich, Sash, bin als alleiniger Autor dieser inzwischen halbwegs zahlreichen Artikel, erst 2007 nach Berlin gezogen. Als einer der vielen zugewanderten Schwaben habe ich sicher noch immer einen gelegentlichen Outsider-Blick auf die pulsierende Weltmetropole Berlin – wie es heute überall heisst.

Ich berichte nur selten von den großen Dingen in Berlin, von der Bundespolitik, von den vielen Problemen und der überwältigenden Geschichte. Ich greife die ganz ganz kleinen Schwingungen auf, die Gespräche mit meinen Fahrgästen im Auto, deren oder meine Verfehlungen und die Wirrungen eines eigentlich sehr interessanten Mikrokosmos mit dem Namen Taxigewerbe.

Als ich anfing, über meinen Job zu bloggen, ist mir nicht nur aufgefallen, wie viele alltägliche und dennoch interessante Erlebnisse es zu beschreiben gibt, nein mit der Zeit wurde mir auch klar, dass just das zweitälteste Gewerbe ein ebenso unverstandenes ist, wie das älteste. Obwohl Taxen auch in der Hauptstadt gerade nachts für viele der letzte Rettungsanker sind, um wohlbehalten nach Hause zu kommen, sind die meisten meiner Kunden schon überfragt, wenn es darum geht, was ein Taxameter eigentlich zählt: Weg oder Zeit?

Viele Menschen wissen so gut wie nichts über die Umstände derer, denen sie sich Nachts anvertrauen, um heimgebracht, getröstet oder unterhalten zu werden.
Die einen vermuten hinter dem Steuer Fahrroboter ohne Sprecherlaubnis, andere gleich Seelenverwandte oder gesellschaftliche Verlierer, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen.

Über all das schreibe ich hier. Über mich, meinen Job und all die Dinge, die dahinterstecken oder nebenbei passieren.
GNIT ist dabei keine pure Faktensammlung. So manche Geschichte ist hier und da zusammengefasst oder verallgemeinert – schon um die Anonymität der Kunden zu wahren. Im Großen und Ganzen bietet die Seite einen Einblick, wie ich als Taxifahrer die Welt und ihre Menschen sehe. Und nebenbei versuche ich mich daran, ein bisschen Aufklärung zu leisten bezüglich der geheimnisvollen Dienstleistung Taxi.

Ein paar aktuelle Zwischenrufe gibt es auch immer mal wieder auf Facebook und Twitter.

12 Kommentare bis “Über GNIT”

  1. woodstock sagt:

    Gleich im ersten Satz ein Rechtschreibfehler, der in den Augen brennt:

    „gestern-nacht-im-taxi.de ist ein Weblog, dass sich den Erlebnissen eines Taxifahrers, Sash, verschrieben hat.“

    Hier bitte reicht ein einfaches „das“.

    LG woody

  2. Sash sagt:

    @woodstock:
    Ui, gut aufgepasst! Das(s) kommt davon, wenn man sowas einfach mal kurz runtertippt. Peinlich. Aber Danke!

  3. Gleich im ersten Kommentar ein Fehler, der einem die Seele zu einem vertrocknetem Schwarzbrot zusammenschrumpfen lässt:

    Anführungszeichen beginnen in der deutschen Sprache selbstverständlich unten. Diese können mit der Tastenkombination Alt + 0132 und Alt + 0147 erzeugt werden; so viel Zeit muss sein.

  4. Sash sagt:

    @Räuber Spuddelbroffz:
    Der Vergleich war fies. Im Gegensatz zu meinem Fehler kann ich es verstehen, wenn jemand die englische Variante wählt. Angenehmer finde ich sie eigentlich auch. Ich nehme es bei manchen Dingen auch nicht zu genau. Aber das „das“ – das hat woodstock schon zu Recht angemerkt – hat weh getan 🙂

  5. ceco sagt:

    Mahlzeit.
    Ganz neu hier, aber es sei mir erlaubt: Ich finde diesen Kommentar wirklich komisch. Hab laut gelacht. Wenn auch fies, aber die Schwarzbrot-Nummer ist der Kopper.
    Und bei der Gelegenheit: angenehm, hier zu lesen.

  6. ceco sagt:

    … Klopper, muss es heißen.
    Da, die Fehlerquote muss hier irgendwie eingebaut sein.

  7. neklaf sagt:

    Moin Sash,

    ich möchte dich nur kurz darauf hinweisen, dass google ads gerade auf dieser seite vermehrt für die freiheit (.org) wirbt. Ich weiss nicht genau, ob das dein anliegen ist.

    grüße

  8. Sash sagt:

    @neklaf:
    Danke für den Hinweis. Hab das bisher nicht gesehen gehabt. Hab jetzt politische Werbung deaktiviert!

  9. elder taxidriver sagt:

    Fehlerquote einbauen ist gut !
    Ich hab einmal einen Fahrgast verbessert, der zur ‚Knobelsdorfferstraße‘ wollte. Ich, ganz brav:
    Heißt aber ‚Knobelsdorffstraße‘. Und er, ( der wohnte da) : ‚ Ick wollt ’n Fehler mit einbau’n‘.
    1: 0 Für den Fahrgast..

  10. Sash sagt:

    @elder taxidriver:
    Zumindest in Punkto Schlagfertigkeit 🙂

  11. helmut drexler sagt:

    Daß Taxifahrer selbstlos sind, ist doch klar. Das passende Motto dazu heißt:
    Alle denken an sich, nur ich denke an mich!

  12. Kay sagt:

    Also ich muss sagen, ich bin echt erstaunt wie viele Fahrten deine Kollegen so ablehnen können. Ich fahr selber nur am Wochenende und unser Chef würde uns erwürgen wenn rauskommt das wir ’ne Fahrt ablehnen.

    Hab selber eine Spezialkundin, die fährt mehrmals wöchentlich knapp 50m, da die schlecht zu Fuß ist.

    Bringt dem Fahrer immer so 3,50€. Je nachdem ob an der Ampel Grün ist.

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