Ansagen im Taxi

Ich wollte darauf hinweisen, dass der Taxiblogger heute einen kleinen Artikel über die liebe Mühe mit eindeutigen Kundenansagen geschrieben hat. Das hat mich dann daran erinnert, dass ich vor ein paar Tagen mal wieder eine Fahrt hatte, bei der die Kundschaft meine Frage, wo ich denn halten solle, mit dem Satz:

„Da vorne an der hellen Lampe!“

beantwortet hat. Mal im Ernst: Das ist irgendwo auf dem Land verständlich, aber in einer Straße, in der Café-Beleuchtungen, Straßenlaternen und Hauseingänge um die Wette funkeln, da kann auch des Taxifahrers Leuchtmitteleinschätzungsvermögen ein bisschen ungenau sein 😉

Und ewig lockt der Flughafen

Wie erwartet, wurde heute die neue Regelung am neuen Berliner Flughafen vorgestellt. Wie ich gestern bereits geschrieben habe, gillt nun der LDS-Tarif für alle Fahrten vom Airport aus. Die bisherige Quotierung am Halteplatz wird aufgegeben, d.h. Berliner und LDS-Taxifahrer reihen sich gleichberechtigt ein. Im Gegenzug darf ein begrenztes Kontingent an LDS-Taxen in Berlin Fahrgäste aufnehmen, wenn sie eine Ortskundeprüfung abgelegt haben. Soweit meine dürftigen Infos, die von taxi-heute stammen.

Nun ja.

Dieser Kompromiss ist allerdings noch keine Beilegung, wenn man den hiesigen Gewerbevertretungen glauben darf, werden sie sich damit nicht abfinden. Es geht also in die nächste Runde 🙁

Meine Meinung zum Kompromiss ist auch nicht wirklich die beste:

Dass alle Fahrgäste vom Flughafen den gleichen Preis zahlen müssen, ist sinnvoll. Ob es sinnig ist, einen für die meisten Fahrten teureren* Tarif zu wählen, wird sich zeigen. Die Anbindung an die Bahn wird beim neuen Flughafen besser sein, ob gestiegene Preise nicht noch mehr Fahrgäste abschrecken als ohnehin erwartet, wird sich wohl zeigen müssen. Negativ finde ich eindeutig, dass das bis jetzt so einfache Preismodell in Berlin durch einen weiteren Tarif verkompliziert wird. Es wird sicher einige unerlaubte Fahrten zum jeweils „besseren“ Tarif geben, da bin ich mir sicher… 🙁

Die Aufhebung der Quotierung ist sinnvoll. Sie hat immer für Streit gesorgt und ich fand es auch nicht sonderlich logisch, das zu trennen. Mir ist klar, dass die Brandenburger gerne in ihrem Gebiet ihre eigenen Regeln durchsetzen wollen, aber wenn man sich gemeinsam um den Flughafen kümmert, dann doch auch zu gleichen Bedingungen!

Das mit der Ladeerlaubnis von bis zu 400 LDS-Taxen in Berlin ist in meinen Augen ebenfalls problematisch. Da schon die Berliner Taxen kaum jemals auf irgendwas hin kontrolliert werden, kann man davon ausgehen, dass sich durchaus ein paar Brandenburger ohne Ortskundeprüfung für Berlin hier auf den Straßen tummeln werden, ohne dass das bemerkt wird. Abgesehen davon geht es auch insgesamt um die Anzahl: Ich blase ungern ins Horn der vielen „Wir haben zu viele Taxen!“-Rufer, aber sonderlich rosig sieht es derzeit ja wirklich nicht aus. Es wird ohnehin erwartet, dass der Flughafen wegen der Bahnanbindung weniger Fahrgäste hergibt, zusätzlich wird Tegel dichtgemacht. Es kommen also schon aus den eigenen Reihen eine Menge „neuer“ Fahrer im Stadtgebiet dazu. Inwiefern es einen Grund von Seiten des Berliner Gewerbes geben soll, auch noch LDS-Taxen zuzulassen, verschließt sich mir.
Natürlich wird der Flughafen in Brandenburg auch von uns bedient, was aber auch darauf zurückzuführen ist, dass die wenigen Taxen in LDS das alleine gar nicht bewältigen könnten. Ich bin allerdings auch hier der Meinung, dass man eher zusammen als gegeneinander arbeiten sollte und hoffe, dass wir vielleicht irgendwann mal einen gemeinschaftlichen Tarif und ein gemeinschaftliches Pflichtfahrgebiet haben werden.

*Der LDS-Tarif (hier als PDF zu bestaunen) ist auf den ersten Kilometern günstiger als der Berliner, da die meisten Fahrten vom Flughafen jedoch länger sind (z.B. nach Berlin-Mitte, 20 – 25 km), bleibt unterm Strich meist ein höherer Preis.

Chefsache

Ich hab ja hier und bei Facebook in letzter Zeit öfter mal rumgejammert, dass ich nicht viel Zeit hab. Und die meisten wissen ja auch, weswegen: Nach langem Hin und Her haben meine Chefs sich entschlossen, ihren Internetauftritt der Neuzeit anzupassen und aus Ermangelung noch unqualifizierterer Arbeitskräfte war ich am Ende derjenige, der die Seite erstellt hat.

Abgesehen von der Seite – und für mich selbst wichtiger – ist allerdings die Tatsache, dass ich bei ihnen auf der Seite jetzt auch ein wenig blogge, um die Firma nach außen hin ein bisschen nett zu präsentieren. Es mag vielleicht auf Anhieb etwas komisch wirken, wenn ein einzelner Fahrer gleich zwei Blogs übers Taxigewerbe führt, aber mir war es wichtig, die Dinge getrennt zu halten und GNIT nicht zu einem Firmenblog zu machen, für den ich im übrigen auch bezahlt werde.

Wenn ich euch jetzt also auf die Seite meiner Chefs einlade, damit ihr euch auch mal anschauen könnt, für wen ich arbeite – dann seid euch bewusst, dass da nicht viel Böses steht. Wobei sich das ändern könnte, die einzige Rüge aus der oberen Etage zum neuen Blog lautete, dass ich zu wenig frech bin 😉

Also mal sehen.

Wie dem auch sei, machen wir es kurz und schmerzlos:

Meine Chefs residieren online unter folgender Adresse: taxihaus-berlin.de

Den Blog der Seite findet man unter taxihaus-berlin.de/category/blog

Zu sagen bleibt noch: Ich mach den Quatsch nicht für ein paar Euro im Monat! Ich arbeite seit über drei Jahren in der Bude und ich finde es selbstverständlich, meinen Chefs behilflich zu sein. Ich reisse mich gerade wirklich nicht um noch mehr Arbeit, aber sie haben es verdient. Eine neue Seite zu starten, ist immer schwierig. Also geizt nicht mit Kommentaren oder Likes, wenn ihr drüben vorbeischaut. Wenn ihr den neuen Blog noch abonnieren würdet, wäre ich euch natürlich auch dankbar. Noch wichtiger aber ist: Wenn ihr irgendwen kennt, der vielleicht auf der Suche nach einem Job im Gewerbe ist, dann schickt ihn dorthin!

Also seid nett zu meinen Chefs, sie sind es auch zu mir.

G-G-G-Gewinnspiel!

So, während ich hier faul zu Hause rumhänge und mir den Arsch an meinem Bett wundkuschel, bis mein Hals ausheilt, dürft ihr mal wieder was tun! Es ist Dezember, der lieblichste aller Monate, aus den Medien bekannt durch hohe Taxiumsätze, Weihnachten und Glatteis!

Und nächstes Jahr dann wahrscheinlich endlich auch wegen des GNIT-Gewinnspiels 😀

Ich möchte damit wie schon letztes Jahr ein kleines Dankeschön an euch alle richten, für ein schönes Jahr als Blogger, für die vielen Kommentare, Mails, Diskussionen, Verlinkungen, Geschenke, Ratschläge, Wünsche und und und…

Im Gegensatz zu vielen total ultrakomplizierten und/oder abzockorientierten Schweinereien im Netz gibt es hier einfach einen Sack voll Süßigkeiten zu gewinnen und alles, was man dafür tun muss, ist unter diesem jetztigen total momentanen Text einen Kommentar hinterlassen. Die Gewinner werden dann ganz einfach ohne notarielle Beglaubigung und doppelten Boden nach dem Zufallsprinzip gezogen. Wer Schokolade haben will, muss sich damit abfinden. Eine gültige Mailadresse setze ich zwar voraus (um die Gewinner zu kontaktieren), dafür verspreche ich aber, sie nur gegen hohe Gebote anonym weiterzuverkaufen 🙂

(Ist natürlich Quatsch! Ich mach außer den Benachrichtigungen NIX mit den Adressen!)

Zu gewinnen gibt es wie letztes Jahr 3 Hauptpreise mit einer vorsichtig geschätzten Mindest-Kilokalorienmenge von 5000, sowie 7 kleinere Trostpreise. Das heißt, dass es insgesamt 10 Gewinner geben wird!

Einsendeschluss ist der 6. Dezember 2011, also der Nikolaustag, um 23.59 Uhr.

(die Systemuhr hier bei WordPress geht falsch, was ich berücksichtigen werde. Da ich aber eine runde Woche für einen angemessenen Zeitraum halte, über die Abgabe eines Kommentars nachzudenken, werde ich nicht wegen 2 Minuten rumdiskutieren. Um 0 Uhr ist Sendepause und ich werde keinen Kommentar danach mehr berücksichtigen!)

Ganz ohne normal gedrucktes, aber klein gemeintes kommen wir allerdings dennoch nicht aus:

Um Chancengleichheit zu gewähren, bitte nur einen Kommentar pro Person! Sollte ich mitkriegen, dass irgendwer zwei Kommentare abgibt, dann werte ich das als Kriterium, ohne weitere Nachfrage die entsprechenden Kommentare aus der Verlosung zu entfernen.

Bedenkt dabei bitte auch, dass ich ein recht fleißiges Antispam-Tool habe, das eventuell eure Kommentare erstmal beiseite legt. Ich verspreche, dass ich alle zugänglichen Kommentare binnen 24 Stunden von Hand veröffentlichen werde! Also abwarten, nochmal nachsehen, dann erst nochmal posten!

Das aber ist noch nicht alles. Aro von berlinstreet.de hat mir angeboten, an mein Gewinnspiel noch ein Quiz anzuhängen, für welches er nicht nur die Fragen gestellt, sondern auch gleich 5 (!) unterschiedliche Bücher als Preise ausgelobt hat. Die werden in einer Extrarunde verlost, dazu wird es am kommenden Sonntag, dem 4. Dezember 2011 einen weiteren Eintrag mit den entsprechenden Formalitäten geben – es lohnt sich also, dann nochmal reinzusehen! Denn vielleicht hat ja einer richtig Glück und rüsselt sowohl Süßigkeiten, als auch ein Buch ab!

Die Auslosung der Gewinne findet in den Tagen nach dem 6. Dezember statt und ich werde die Gewinner via Mail informieren und alles weitere (also beispielsweise Lieferadressen und so) dann besprechen.

Ich wünsche euch allen viel Glück und eine winterliche erste Dezemberwoche!

Dass die Gewinne bis Weihnachten bei euch sind, kann ich garantieren. Um am 24. allerdings der Rute zu entgehen, empfehle ich dringend, anderen von diesem Gewinnspiel zu erzählen.

 

Pausenclownereien

Wie die meisten vielleicht nebenher mitbekommen haben, hat es einen Grund, dass hier immer noch kein neuer Taxi-Artikel aufgetaucht ist. Ich bin zumindest formal immer noch krank. De facto äußert sich das durch zwei Dinge: Ich kann kaum sprechen und arbeite deswegen nicht. Für das Sprechen hab ich mit dem Blog eigentlich einen ganz guten Ausweg gefunden, ohne Arbeit kommen aber leider auch keine Taxi-Geschichten nach. Ganze zwei Arbeitstage hab ich im November zu vermelden. Ich hoffe, dass ich diesen Monat überhaupt Geld bekomme und nicht mein Chef sich welches überweisen lässt 😉

Für die Seite hier ist das natürlich noch trauriger. Insbesondere, da ich in den letzten Tagen von ein paar neuen Lesern nette Komplimente bekommen habe und jetzt keine neuen Artikel vorweisen kann. Ganz ehrlich: Obwohl ich für diesen Monat ja bereits mit einer gewissen Artikelarmut gerechnet habe, dass es mich auch noch krankheitsbedingt auf die Schnauze haut, konnte ich echt nicht ahnen.

Was also tun?

Nun, zum einen kann ich natürlich eine gewisse Entwarnung geben: Ich werde noch diese Woche, zumindest am Wochenende, wieder ins Taxi steigen – und meist sorgt das ja recht schnell für erzählenswerte Geschichten. Darüber hinaus habe ich auch dieses Jahr vor, wieder ein paar Süßigkeiten zu verlosen, was bedeutet, dass auch ein Gewinnspiel ansteht – und das war letztes Jahr wohl für alle Beteiligten super. Dieses Mal gibt es sogar noch ein kleines Extra, denn Aro von berlinstreet.de hat noch ein paar Fragen zu Berlin beigesteuert und Bücher als Gewinne ausgelobt. Also wenn es hier wieder weitergeht, lohnt es sich gleich richtig! 🙂

Zum anderen ist es ja gar nicht so, dass es nichts zu lesen gibt. Jede Menge Kollegen bloggen ebenso wie ich – und damit sei allen neuen Besuchern, die nicht ohnehin über die anderen bei meinem Blog gelandet sind, empfohlen, die Blogroll rechts an der Seite durchzustöbern und einen Blick auf die Erlebnisse in anderen Taxen zu werfen. Ich bin zwar zweifelsohne ein Töffel-Magnet während der Arbeitszeit, aber es ist ja nicht so, dass die Kollegen weniger witzige Dinge erleben würden.

Ja und sonst: Lest ein wenig zurück. Gerade wenn man krank ist, kann man zum Beispiel Trost darin finden, dass man immerhin noch nicht ganz so kaputt ist wie Donald. Oder meine erste Kotzerin. Wer will, könnte meinen Text über meine erste Schicht lesen. Oder den über die erste Schicht von anderen Kollegen. Manchmal gelangt man auch über die Suchfunktion zu ganz lustigen Einträgen. Sind ja auch schon deutlich über 1000 Stück hier. Ich freu mich ja ehrlich gesagt darüber, wenn auch die alten Sachen mal gelesen und / oder kommentiert werden.

Wollte mich nur mal melden und danke allen, dass ihr mich nicht vergessen habt! 🙂

Schwarzarbeit in Berliner Taxis

OK, laut Morgenpost will man bei uns in der Branche mal wieder was gegen Schwarzarbeit tun. Das ist etwas, was ich sehr begrüße. Das Taxigewerbe ist – nicht nur, aber durchaus ganz besonders hier in Berlin – auf einem beschissenen Kurs. Trotz aller Tariferhöhungen sind die Löhne der Fahrer ein schlechter Witz, wenn man nicht wie ich mit wenig Geld klarkommt. Ich vermute, dass kein Taxifahrer in Berlin regelmäßig 2000 € netto monatlich verdient, und das ist ein Betrag, bei dem ich Arbeitszeiten ansetzen würde, für die man jeden Arbeitgeber in den Knast bringen könnte.

Der Markt regelt nunmal nicht alles selbst, da kann eine Splitterpartei wie die FDP noch so lange das Gegenteil behaupten. Was das Taxigewerbe angeht, werden viele Fahrer nur noch auf 400€-Basis beschäftigt, etliche Unternehmer rechnen ihre Gewinne klein, wobei der Fairness wegen angemerkt werden muss, dass diese so oder so nicht üppig sind.

Dass das alles noch angeheizt wird durch zusätzliche Taxen mit Fahrern, die niemals einen P-Schein gemacht haben, ist eine Tatsache. Ob das letztlich viel ausmacht oder nur der Tropfen zum Überlaufen des berühmten Fasses ist, kann ich nicht sagen. Fakt ist weiterhin, dass Taxen hier so gut wie nicht kontrolliert werden. Meinen P-Schein hat noch niemand außer meinen Chefs gesehen und bis auf ein oder zwei große Kontrollen an den Flughäfen ist mir nichts bekannt von Gegenmaßnahmen. Wieso seit Jahren die geplanten Stellen beim LABO nicht besetzt werden, ist mir ein Rätsel. Besonders, weil davon ausgegangen wird, dass sie sich durch die Steuermehreinnahmen wieder refinanzieren würden, also nicht einmal Geld das Problem ist.

Was mich allerdings nervt, ist, dass selbst bei diesem hehren Ansinnen seit mindestens einem Jahr mit Zahlen um sich geschmissen wird, die lächerlich sind.

50 Millionen!

50.000.000 € sollen dem Land jährlich durch die Lappen gehen wegen der Schwarzarbeit im Gewerbe. Das kann nicht einmal ein merkbefreiter Drittklässler ausgerechnet haben, aber diese Zahl wird ständig wiederholt. Deswegen mal eine kurze Rechnung:

50 Millionen € entgangene Steuern pro Jahr bedeuten in Berlin fast 7000 € pro Taxi. Da Taxifahrten mit nur 7% Mehrwertsteuer belastet sind, müssten das pro Wagen also etwa 100.000 € Umsatz sein, die am Fiskus vorbei eingefahren werden. Jährlich. Witzigerweise entspricht das meiner bescheidenen Annahme nach ziemlich genau dem Betrag, den ein richtig gut laufendes Taxi im Zweischichtbetrieb im Rahmen eben eines Jahres einfährt. Sprich: Dieser Betrag ist nur dann richtig, wenn alle Taxifahrer alle Fahrten illegal machen würden.

Sicher gibt es unbekannte Variablen: Ich hab keine Ahnung, wie viele illegale Taxen unterwegs sind. Ob das 10, 50 oder 500 sind. 7000 werden es aber niemals sein. Und weder kann ein Fahrer beim Chef, noch ein Unternehmer beim Finanzamt ernstlich angeben, dass das Auto zwar 100.000 km gefahren ist, aber leider 0,00 € Umsatz gemacht hat. Und ein paar von der Sorte wären für die Rechnung schon nötig, da es tatsächlich noch ehrliche Taxifahrer wie mich gibt, deren 100.00 € ja auch wer übernehmen müsste, wenn die 50 Millionen stimmen.

Ich sehe es schon kommen, dass am Ende mal wieder nichts getan wird, weil irgendwer feststellt, dass die Zahlen ja total unrealistisch sind und man erst mal neue Daten erheben muss. Für die richtige Sache sein ist ein guter Anfang – bringt aber nix, wenn man dämlich ist und damit alles in Miskredit bringt.

Wer immer sich diese Zahl hat einfallen lassen, sollte mal dringend an seinem Sachverstand arbeiten.

Reisen, Röcheln, Riesenkraken 5

Falls sich wer über den Titel des Eintrags wundert – oder gar den Zeitpunkt der Veröffentlichung: Das hier ist Teil einer kleinen Serie über meine Hochzeit. Überwiegend waren das natürlich keine Taxigeschichten, deswegen gibt es sie auch bei Sashs Blog. Und dort fangen sie genau hier an.

Als in Taxidingen immer knallharter Rechercheur und Besserwisser vom Dienst war ich natürlich auf meine erste Taxifahrt in Stuttgart nach langer Zeit sehr gespannt. Ich hab mich vorbereitet, um zwischen all meinen halblebigen Freunden als wirklich durchschnittlicher Fahrgast gelten zu können. Ich hab mindestens 7 Bier und 2 Wodka getrunken und gleich ohne Missverständnisse geklärt, dass ich garantiert nicht ins Auto kotze, weil ich selber Taxi fahre.

OK, ganz ehrlich: Keine Ahnung, was ich dem sehr geduldigen Kollegen erzählt habe. Über die Preise haben wir geredet, aber soweit ich das sehe, hat mich das Schlitzohr angelogen. Denn natürlich liegen die in Stuttgart meist über denen in Berlin. Der Startpreis nicht, und Kilometer 6 und 7 wohl auch nicht. Dennoch müssten 90% der Fahrten teurer sein dort unten. Aber vielleicht wollte er mich auch nur testen…

Er ist jedenfalls den perfekten Weg gefahren (der aus einmal wenden und dann nix mehr) bestanden hat, aber lobenswert ist es ja dennoch.  Also wenn er schon beim Preis lügt 😀

Nein, im Grunde war er ebenso nett wie der zweite Kollege, der uns dann vom Bahnhof zum Hostel genommen hat: Gute Fahrer, gute Autos, nette Gespräche, entsprechend gab es eben auch Trinkgeld.

Aber nach Details dürft ihr mich dieses Mal echt nicht fragen…