MARZAHN !!!

Und natürlich schichtarbeit!!!

Es liegt mir zweifelsohne fern, Kollegen irgendwie zu nahe zu treten, aber sollte ein Stellenangebot wirklich wie folgt aussehen:

Suche mir neue kollege…

bin gerade alleinfahrer !!!
Gesucht wird NACHTFAHRER …
Bitte keine anrufe mit alleinfahre oder sonstiges…..

schichtarbeit, gewechselt wird im berlin – MARZAHN……

AUTO: VW T5, 8 sitzer….. ( grossraum )

Also mal abgesehen davon, dass ich mit meinen Chefs sehr zufrieden bin und nicht über einen Wechsel nachdenke: Das geht doch echt nicht. Und das ist keine Satire! Das ist original und sogar aktuell. Wie hab ich mir da wohl die Lohnabrechnungen vorzustellen…

Er kam HIER her!

Falls jemand nach der irrsten Taxigeschichte sucht, muss er heute bei Torsten im Taxi-Blog nachsehen. Ich vermute stark, dass das der abgefahrenste Beitrag über einen Kunden ist, den ich je gelesen hab. Ein bisschen hab ich noch die Befürchtung, Torsten hat das nur geträumt und im Schlaf geschrieben, aber wenn dem nicht so sein sollte, dann sei hiermit ein herzlicher Glückwunsch ausgerichtet!

taxi-blog.de – Du kommst WO her?

PS: Ja, ich hab mitgekriegt, dass es ein Gastbeitrag ist 😉

Taxifahrer und Abzocker

In letzter Zeit werden mir immer wieder Links zu irgendwelchen Zeitungen (leider meist Boulevardpresse, die ich ungerne prominent verlinke) geschickt, in denen vor betrügerischen Taxifahrern in Berlin – insbesondere am Flughafen Tegel – gewarnt wird. Diese widerlichen Aasgeier, die kein Kollege ernsthaft noch als Taxifahrer bezeichnen würde, verlangen absurde Fantasiepreise für Fahrten in die City von Berlin, teilweise im dreistelligen Bereich.

Dazu sollte man wissen, dass Fahrten in die City West beispielsweise selten über 20 € kosten können, Preise über 100 € sind schlicht für keinen einzigen Punkt innerhalb der Stadt machbar. Selbst wenn man die schnellste statt der kürzesten Route wählt, ist auf jeden Fall etwas faul. Auch ins entlegene Schmöckwitz sollte man für unter 60 € kommen. Mit Hilfe eines Routenplaners und eines Taxi-Tarifrechners (beispielsweise hier) kann man den ungefähren Fahrpreis auch im Vorfeld oder Nachhinein berechnen.

Da es scheinbar niemand in Berlin schafft, diesem Treiben vernünftig Einhalt zu gebieten, kann man nur immer wieder dazu raten, ein wenig vorsichtig zu sein. Damit meine ich nicht, dass man deswegen jeden Taxifahrer eines Betrugs bezichtigen sollte, wenn man sich nicht ganz sicher ist. Nach wie vor machen die meisten Fahrer einen guten Job und transportieren ihre Fahrgäste nach dem gesetzlich vorgeschriebenen Tarif.

Wenn man sich unsicher ist, sollte man sich auf jeden Fall eine Quittung geben lassen. Auf dieser Quittung muss – auch das ist gesetzlich vorgeschrieben! – nicht nur der Preis stehen, sondern (neben anderem) ebenso die Anschrift des Unternehmens und die Konzessionsnummer des Taxis. Letztere muss identisch sein mit der Nummer, die sich auf einem gelben Schild in der Heckscheibe des Fahrzeugs – von außen und innen lesbar! – befindet.

Auch wenn man Fälschungen nie sicher ausschließen kann, hat man mit einer Quittung etwas in der Hand, mit dem man sich dann ans LABO wenden kann, die Betrugsfällen im Taxigewerbe nachgehen.

Jeder Hinweis nach einer betrügerischen Fahrt ist wichtig und die ehrlichen Taxifahrer in Berlin sind dankbar dafür!

Für die Neulinge: Lesetipps

Warnung: Wer allen Links auf dieser Seite folgt, ist mehrere Stunden beschäftigt, hat am Ende mehrmals gelacht, sich mehrmals gewundert und ein anderes Bild von Taxifahrern!

Inzwischen kommen ja einige Leute über die Seite der Deutsche Welle Blog Awards (wo man natürlich immer noch jeden Tag für mich abstimmen muss kann) hier auf gestern-nacht-im-taxi.de (hier meist liebevoll GNIT genannt). Nun ist mein Blog inzwischen ja recht umfangreich und es ist gar nicht so leicht, sich zurechtzufinden. Was schreibe ich hier so und warum zum Teufel ist dieses GNIT so beliebt? Letztes will ich selbst nicht beantworten, denn das würde mich zu schamloser Selbstbeweihräucherung verführen. Aber natürlich hat sich in den letzten Jahren einiges angesammelt, was irgendwie lesenswert und unterhaltsam ist.

Unterhaltsames

Ich hab natürlich während meiner Nachtschichten im Taxi einige sehr lustige Leute im Auto gehabt. Mir fällt es zwar langsam selbst schwer, die besten Geschichten zu benennen, aber ganz sicher gehören der Klassiker, die Heiratsgründe oder die Feierabendfahrt nach Lehrbuch dazu.

Fast immer unterhaltsam sind aber auch Fahrten mit Kindern – da finden sich in diesem Artikel beispielsweise einige Links.

Natürlich gibt es bei GNIT auch Kotzgeschichten, aber die verlinke ich jetzt nicht. Da müsst ihr die Suchfunktion bemühen und ein bisschen kreativ sein (Auswurf, kotzen etc.).

Wer es gerne eher ein bisschen prosaisch haben will, der interessiert sich vielleicht für die Nachtfahrt, den Zielgruppen-Fail oder auch den Anfang der Zombie-Tour.

Aber ich bin auch schon ganz fiktiv unterwegs gewesen, beispielsweise mit dem Papst oder dem letzten Bundespräsidenten.

Informatives

Natürlich geht es hier aber auch um Information. Taxifahren ist zwar nicht unbedingt eine hohe Kunst, aber Hand aufs Herz: Wer weiß schon genau, wieviel ein Taxifahrer verdient, wie der Taxitarif in Berlin derzeit genau ist und was zur Hölle Himbeeren mit dem Taxameter zu tun haben?

Die meisten dieser Fragen werden auch in der FAQ-Sammlung rund ums Taxifahren beantwortet.

und der Sash

Wer mehr über mich wissen will, der darf natürlich gerne meine Selbstbeschreibung lesen – oder noch viel besser: meinen privaten Blog! Ich nehme meine Leser auch gerne auf Facebook als Freunde an und selbst bei Twitter und Google+ bin ich zumindest gelegentlich mal unterwegs. Und wer mich total doof findet, darf sich mein Wohlwollen mit einem Geschenk bei Amazon erkaufen.

Und damit hätten wir den wohl linkreichsten Artikel ever bei GNIT. Ist auch so eine Art Meilenstein 🙂

Noch mehr?

Wem GNIT aber trotzdem zu doof ist, der kann sich auch andernorts ein bisschen übers Taxifahren informieren oder sich von Taxibloggern unterhalten lassen:

Aro zum Beispiel bietet neben Taxi-Artikeln einen wunderbar umfangreichen Einblick in die Berliner Geschichte und Gegenwart.

Klaus ist ein ebenfalls in der Hauptstadt verwurzelter Tagfahrer mit interessanten Artikeln.

Torsten hat mit seinem Taxi-Blog aus Paderborn den ersten seiner Art geschaffen und ist ein guter Freund.

Frank alias der Taxiblogger schreibt ebenfalls ewig schon aus gleich zwei deutschen Städten.

Reinhold aus München vermittelt tolle Einblicke ins bayrische Taxigeschäft und Leben.

Marco bloggt aus Hamburg über seinen Berufsalltag

und in meiner Seitenleiste gibt es noch ein paar Blogs mehr zu entdecken. Sorry an alle, die jetzt nicht namentlich erwähnt wurden!

Und wer in Berlin einen Job sucht, kann gerne bei meinen Chefs vorbeischauen – die sind mindestens die besten, ich verspreche es!

Wer alles durch hat, darf das in den Kommentaren kundtun und bekommt einen virtuellen Keks.

Doch kein Sash im Radio

🙁

Verdammt! Ich hab mich echt auf den Online-Talk bei DRadio Wissen gefreut. Und ich hab alles versucht. Die letzten 40 Stunden hab ich extra frei gemacht, meist geschlafen, kaum geraucht. Ich hab Heiserkeitsmittelchen unterschiedlichster Güte zu mir genommen, Halstuch getragen, inhaliert und ausschließlich Tee mit Honig getrunken.

Ich hab die Entscheidung für oder gegen die Sache rausgezögert bis jetzt, eine Stunde bevor ich das Haus hätte verlassen müssen, um zum Studio zu fahren. Dann habe ich mit Konstantin, seines Zeichens Moderator der Sendung, telefoniert. Damit konnte er sich auch ein Bild von meiner Stimme machen.

Wir sind dann überein gekommen, dass so eine Radiosendung nur Sinn ergibt, wenn die Hörer auch mitkriegen, was der Studiogast so erzählt – und verdammt: Ich hab die letzten 48 Stunden nicht einmal so gut gesprochen wie am Telefon!

Tut mir wirklich leid für all die, die sich darauf gefreut hätten – denn zu denen zähle ich mich selbst auch!

Es wird hoffentlich einen Ausweichtermin geben, ich gebe es natürlich bekannt, wenn sich da was finden lässt.

🙁

Sash im Radio

Ich hab es zu Monatsbeginn schon mal hier und da fallen lassen, morgen ist es dann soweit. Ich werde live im Online-Talk von DRadio Wissen gewissermaßen Rede und Antwort stehen. Themen werden natürlich das Taxifahren und das Bloggen sein, aber natürlich auch meine derzeitige Nominierung für die Deutsche Welle Blog Awards. (dabei könnte ich noch möglichst viele Stimmen gebrauchen, mein erster Platz wird gerade erobert…)

Da die Sendung aber eine glatte Stunde dauern wird, werden sicher auch andere Dinge zur Sprache kommen – ich muss mich da selbst ein wenig überraschen lassen.

Vor allem hoffe ich gerade, dass das auch gut läuft, was aber weniger mit dem Interview selbst, als mehr mit meiner Stimme zu tun hat. Ich Depp bin einfach mal spontan 2 Tage vor dem Radio-Interview heiser geworden, kämpfe aber im Augenblick, da ich diese Zeilen schreibe, mit Erkältungstee dagegen an. Sind wir mal guter Dinge! 🙂

Jetzt wollt ihr wahrscheinlich auch noch wissen, wann und wo, oder?

Samstag, 14. April 2012
DRadio Wissen
11 – 12 Uhr (live!)

DRadio Wissen ist nur digital zu empfangen, einen Live-Stream gibt es direkt auf der DRadio-Wissen-Seite. Später gibt es das Ganze wohl auch noch als Podcast, da werde ich den Link – sobald ich ihn habe – nachreichen.

Ich würde ja sagen, ich freue mich, von euch zu hören. Tatsächlich müsst ihr euch jetzt aber freuen, von mir zu hören. So ist das Leben 😀

Und nicht vergessen: Abstimmen bei den BOBs!

Update: Klappt leider wirklich nicht… 🙁

Taxitest in Wien

Mal sowas wie ein richtiger Test

„Die Presse“ in Wien berichtet über einen Test der Taxifahrer in der Österreichischen Hauptstadt. Am hier online verfügbaren Artikel ist einiges anders als bei den bisherigen Taxitests, dich ich so verfolgt habe. Vor allem aber eines:

Es ist nicht der Test irgendeines hibbeligen Lobbyverbandes wie des ADAC, sondern eine Überprüfung seitens der Taxiinnung selbst. Wahrscheinlich wegen der besseren Kenntnisse über das Gewerbe, sowie des doch (auf Wien) begrenzteren Operationsgebietes, wurden hier offenbar tatsächlich 300 (!) Fahrten in einer einzigen Stadt ausgewertet und 150 weitere harren noch ihrer Auswertung. Im Gegensatz zu den meisten „Tests“ geht das so langsam wirklich in die Richtung „repräsentativ“, was ich sehr löblich finde.

Ich bin ja alles andere als ein Kontrolljunkie, aber wir hier in Berlin merken ja sehr deutlich, wie es sich anfühlt, wenn von Überprüfungen lediglich gesprochen wird, nie aber gehandelt.

Wie (auch aus dem fernen Berlin) zu erwarten war, ergaben sich als Hauptprobleme die Ablehnung kurzer Fahrten, sowie Umwege.

Sehr schön finde ich beispielsweise den Ansatz, mit den Fahrern zu reden und ggf. auch über Anzeigen nachzudenken. Die, die sich sonst zu Taxi-„Tests“ berufen sehen, suchen zwar auch immer wieder nach den negativen Auswüchsen des Gewerbes, führen sie aber lediglich vor. Hier scheint es mal tatsächlich um Verbesserungen zu gehen.

Deprmierend: Die Ergebnisse

Dass tatsächlich ein paar Autos wegen technischer Mängel „umgehend aus dem Verkehr gezogen“ wurden, hinterlässt mich ein wenig erstaunt, noch mehr erstaunt mich aber die Aussage des Fachgruppenobmanns (klingt immerhin wichtig 😉 ) Christian Gerzabeck, der sich wie folgt zitieren lässt:

„Ich bin mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden, es ist besser ausgefallen als erwartet.“

Wenn ich das so höre, dann drängt sich mir der Verdacht auf, dass es in Wien tatsächlich schlechter aussieht als hier in Berlin.

Etwas daneben fand ich auch die Begründung mit den Testern. Diese seien „bewusst sehr provokant aufgetreten“ und hätten sich auch als nichtdeutschsprachige Gäste und Behinderte ausgegeben. Da offenbart sich dann einmal mehr die Schwierigkeit beim Bewerten von Dienstleistungen. Was ist provokant? Ich hoffe mal, dass das nicht auf nichtdeutschsprachig und behindert bezogen war, aber es andererseits unhöflich oder dreist bedeutet, wäre das in der Tat auch eine Erklärung für vieles.

Ich persönlich würde es ja begrüßen, wenn sich in Berlin mal irgendwer fürs Taxigewerbe interessiert, BEVOR wir über ein Drittel beanstandenswerte Fahrten urteilen, es sei „besser als erwartet“.

PS: Wer daran interessiert ist, was einem sonst so als Taxi-Test verkauft wird, kann ja mal die hier lesen.