…und das gibt es wirklich!

Es gibt Geschichten, die zu schön sind für das wahre Leben. Insbesondere für das Leben von Taxifahrern. Manchmal allerdings scheinen sie dann doch zu stimmen…

Bei solchen Meldungen bin ich immer sehr skeptisch, aber es ist wohl wahr: Es gibt Menschen, die freiwillig Taxi fahren. Also RICHTIG freiwillig! Die Geschichte spielt in meiner Firma und ist deswegen auch drüben im Firmenblog vom Taxihaus-Berlin erschienen. Trotz des leichten auflodernden Neidgefühls möchte ich klarstellen, dass ich es irgendwie doch auch wie der Kollege halten würde – schon wegen GNIT 😉

Aber lest selbst: Freiwillig Taxifahren?

Für die Neulinge: Lesetipps

Warnung: Wer allen Links auf dieser Seite folgt, ist mehrere Stunden beschäftigt, hat am Ende mehrmals gelacht, sich mehrmals gewundert und ein anderes Bild von Taxifahrern!

Inzwischen kommen ja einige Leute über die Seite der Deutsche Welle Blog Awards (wo man natürlich immer noch jeden Tag für mich abstimmen muss kann) hier auf gestern-nacht-im-taxi.de (hier meist liebevoll GNIT genannt). Nun ist mein Blog inzwischen ja recht umfangreich und es ist gar nicht so leicht, sich zurechtzufinden. Was schreibe ich hier so und warum zum Teufel ist dieses GNIT so beliebt? Letztes will ich selbst nicht beantworten, denn das würde mich zu schamloser Selbstbeweihräucherung verführen. Aber natürlich hat sich in den letzten Jahren einiges angesammelt, was irgendwie lesenswert und unterhaltsam ist.

Unterhaltsames

Ich hab natürlich während meiner Nachtschichten im Taxi einige sehr lustige Leute im Auto gehabt. Mir fällt es zwar langsam selbst schwer, die besten Geschichten zu benennen, aber ganz sicher gehören der Klassiker, die Heiratsgründe oder die Feierabendfahrt nach Lehrbuch dazu.

Fast immer unterhaltsam sind aber auch Fahrten mit Kindern – da finden sich in diesem Artikel beispielsweise einige Links.

Natürlich gibt es bei GNIT auch Kotzgeschichten, aber die verlinke ich jetzt nicht. Da müsst ihr die Suchfunktion bemühen und ein bisschen kreativ sein (Auswurf, kotzen etc.).

Wer es gerne eher ein bisschen prosaisch haben will, der interessiert sich vielleicht für die Nachtfahrt, den Zielgruppen-Fail oder auch den Anfang der Zombie-Tour.

Aber ich bin auch schon ganz fiktiv unterwegs gewesen, beispielsweise mit dem Papst oder dem letzten Bundespräsidenten.

Informatives

Natürlich geht es hier aber auch um Information. Taxifahren ist zwar nicht unbedingt eine hohe Kunst, aber Hand aufs Herz: Wer weiß schon genau, wieviel ein Taxifahrer verdient, wie der Taxitarif in Berlin derzeit genau ist und was zur Hölle Himbeeren mit dem Taxameter zu tun haben?

Die meisten dieser Fragen werden auch in der FAQ-Sammlung rund ums Taxifahren beantwortet.

und der Sash

Wer mehr über mich wissen will, der darf natürlich gerne meine Selbstbeschreibung lesen – oder noch viel besser: meinen privaten Blog! Ich nehme meine Leser auch gerne auf Facebook als Freunde an und selbst bei Twitter und Google+ bin ich zumindest gelegentlich mal unterwegs. Und wer mich total doof findet, darf sich mein Wohlwollen mit einem Geschenk bei Amazon erkaufen.

Und damit hätten wir den wohl linkreichsten Artikel ever bei GNIT. Ist auch so eine Art Meilenstein 🙂

Noch mehr?

Wem GNIT aber trotzdem zu doof ist, der kann sich auch andernorts ein bisschen übers Taxifahren informieren oder sich von Taxibloggern unterhalten lassen:

Aro zum Beispiel bietet neben Taxi-Artikeln einen wunderbar umfangreichen Einblick in die Berliner Geschichte und Gegenwart.

Klaus ist ein ebenfalls in der Hauptstadt verwurzelter Tagfahrer mit interessanten Artikeln.

Torsten hat mit seinem Taxi-Blog aus Paderborn den ersten seiner Art geschaffen und ist ein guter Freund.

Frank alias der Taxiblogger schreibt ebenfalls ewig schon aus gleich zwei deutschen Städten.

Reinhold aus München vermittelt tolle Einblicke ins bayrische Taxigeschäft und Leben.

Marco bloggt aus Hamburg über seinen Berufsalltag

und in meiner Seitenleiste gibt es noch ein paar Blogs mehr zu entdecken. Sorry an alle, die jetzt nicht namentlich erwähnt wurden!

Und wer in Berlin einen Job sucht, kann gerne bei meinen Chefs vorbeischauen – die sind mindestens die besten, ich verspreche es!

Wer alles durch hat, darf das in den Kommentaren kundtun und bekommt einen virtuellen Keks.

Keep rollin‘ rollin‘ rollin’…

Es gibt diese King-of-the-Streets-Momente beim Taxifahren. Das sind bei aller Freude über die meist nette Kundschaft aber doch eher die Momente, die man alleine im Auto sitzt.

Am vergangenen Wochenende hatte ich nachts um 3 Uhr eine sehr gelassene Fahrt mit 2 Amerikanern zum Estrel. Sie haben sich von mir ein paar Kleinigkeiten über die Stadt erzählen lassen, Kleinkram, am Ende gab es sehr warme Dankesworte und ein Trinkgeld, das sich gewaschen hatte. Wie meistens wenn die Kundschaft den Wagen verlässt, hab ich danach nach dem Lautstärkeregler des Radios gegriffen und noch ein paar Takte von Take me Home von H-Blockx (bei Youtube find ich nur diese etwas grottige Liveversion) abgegriffen.

Der CD-Player läuft bei mir immer im Shuffle-Modus, ich hab die mein Fenster für ein bisschen frische Luft runtergelassen und mich beim Gasgeben von den ersten Obszönitäten des Pulp-Fiction-Soundtracks in Richtung Innenstadt spülen lassen. Während meine Hand am Lenkrad dem Gitarrenspiel von Dick Dale nachgetrommelt hat, musste ich beim Abbiegen in die Treptower Straße scharf Bremsen, weil ein tödlich verängstigter Fuchs auf der Fahrbahn saß und seine Augen mit den Scheinwerfern meines Taxis um die Wette strahlten, als er mich ansah.

Mit einem Lächeln auf den Lippen sind meine Augen dem scheuen Tierchen noch kurz gefolgt, als er endgültig in einem Gebüsch verschwunden war, hab ich das Gaspedal wieder durchgetreten.

Ohne mir von irgendwas schlechte Laune machen zu lassen, hab ich anschließend einem mir entgegenkommenden Autofahrer noch dabei geholfen, sich zu erinnern, nachts um drei das Licht einzuschalten. An der Ampel Kiefholz- Ecke Elsenstraße begrüßte mich dann schon Fred Durst:

„Alright Partner, keep on rollin‘ Baby!„

Und während ich Treptow mit ein bisschen nächtlichem Nu Metal versorgt hab, hab ich nicht etwa die Aufmerksamkeit von schlafsüchtigen Schwaben oder der Ordnungsmacht auf mich gezogen, sondern die dreier junger Mädels. Einmal Kurzstrecke zum Ostkreuz – und die Musik bitte wieder anmachen.

Wie gesagt: Keep on rollin’…

„Gott sei Dank, ein Deutscher!“

Es ist unglaublich, wie oft man diesen beschissenen Satz in vielen verschiedenen Formen im Taxi hören muss!

Ja, hier in Berlin sind viele Taxifahrer nichtdeutscher Herkunft. Das ist ein Fakt.Ist mir auch schon aufgefallen. Und? Bin ich wirklich ein besserer Mensch, weil ich zufällig noch in den zu meiner Geburt üblichen Grenzen der BRD geboren wurde? Ach, hört doch auf!

Ich weiß Bescheid über den vielfältigen Ärger im Taxigewerbe. Natürlich passieren hier unschöne Dinge und natürlich sind auch „Ausländer“ daran beteiligt. Wie sollte es auch sonst sein in einer multikulturellen tourismusgeprägten Metropole wie Berlin? Aber immer noch wird auf den Straßen unbekümmert eine perverse Form von Rassismus und Xenophobie gehegt und gepflegt, dass mir auch als „gutem Deutschen“ das Kotzen kommt.

Ich bin kein Freund von Political Correctness, ehrlich nicht. Man darf Probleme beim Namen nennen und damit ist es gut. Aber letztlich läuft es doch so: Wenn Kollege Ali einen Umweg fährt, dann ist es natürlich die „südländische Mentalität“, ein persönliches und wahrscheinlich auch noch islamistisches Statement in Form von Abzockerei. Wenn genau dasselbe mit einem dieser deutschen Kollegen passiert, dann ist das entweder logisch, weil: „Berlin ist ja so groß…“, oder aber er war schlicht und ergreifend ein doofer Taxifahrer.

Das kotzt mich an!

Wie alle da draußen sind auch wir Taxifahrer ein buntes Völkchen unterschiedlicher Menschen. Da gibt es solche und solche. Manche „Kollegen“ würde ich selber gerne in den Wind schießen, anzeigen, kampfunfähig machen – je nachdem. Aber da sind – o Wunder! – auch viele Deutsche dabei, genauso wie es auch unter den Kollegen aus anderen Ländern einige gute Taxifahrer gibt. Es geht auch nicht darum, nicht sagen zu dürfen, woher der Fahrer kam, der einen abgezockt hat. Das kann man machen, meinetwegen. Aber deswegen ist ein Deutscher als Fahrer nicht per se besser als ein Iraner.

Geht mal zu den Prüfungsterminen der Taxiinnung und schaut euch an, wie viele Türken und Araber genau wie ich einen Scheiß-Aufwand betreiben, um den P-Schein zu bekommen, unterhaltet euch mit Kollege Mohammed, der vor einem Jahr den Sprung von HartzIV ins Taxi geschafft hat, mit seinen 5 Kindern seitdem finanziell kaum besser dransteht und trotz allem Meckern am Stand gelegentlich ein „Geld ist nicht alles“ fallen lässt!

Sind wir wirklich noch so primitiv, dass wir die Probleme im Taxigewerbe einfach mal pauschal als Sache der Hautfarbe abtun wollen?

Glaubt es oder nicht, liebe Kundschaft: Mit dem Spruch macht ihr euch bei mir nicht beliebt. Und hoffentlich auch sonst nirgends!

Wie du mir…

Ich bin echt kein Freund kindischer Racheaktionen. Und bei aller lockenden Befriedigung ob der Anwendung des „Auge um Auge“-Prinzips sehe ich ja auch ein, dass das schnell böse enden kann. Dieses Wochenende brachte dennoch unschöne Dinge hervor, die mich anders entscheiden ließen.

Die vertrackte Situation am Ostbahnhof hab ich ja am Samstag schon geschildert. Schöne Scheiße!

Im Laufe der Tage hat sich dort nämlich ein Mist entwickelt wie an der Kulturbrauerei: Wenn man an der legalen (bzw. zumindest mal legal gedachten) Halte steht, kommen einfach irgendwelche Arschlöcher vorbei, stellen sich an die ehemalige Halte, sind damit kundennäher und sorgen dafür, dass dort wo alle warten kein Fahrgast mehr ankommt. Von der Behinderung der BVG-Busse durch diese Aktion wollen wir gar nicht sprechen, von der Reaktionsträgheit der Cops, vor deren Fenster das stattfindet, auch nicht.

Immer und immer wieder sind Fahrer im Hoffen auf ein Missverständnis wegen der ungewohnten Situation zu den Kollegen gefahren und haben ihnen erklärt, wo eigentlich gerade die Halte ist. Ein oder zwei sind mal rübergefahren, meist aber blieben die Fahrer stehen.

Nun hat die Taxihalte am Ostbahnhof zwar etliche Nachteile, aber auch das ein oder andere Gute: Man kennt sich. Als sich irgendwann am Abend mal 4 Schwarzlader auf einmal eingefunden hatten, sind wir einfach gesammelt abgerückt, haben den Kollegen im Vorbeifahren erklärt, weswegen sie dort unerwünscht sind und haben uns dann hinter sie an die ohnehin verfluchte illegale Halte direkt vor den Fritz-Club gestellt, der zu diesem Zeitpunkt die meisten Fahrgäste hergab.

Und während wir binnen drei Minuten mit Kundschaft unterwegs waren, haben sich die anderen, unfreiwillig dumm rumstehend, hoffentlich Gedanken darüber gemacht, wie man sich so fühlt, wenn irgendwelche Penner ihnen illegal die Kundschaft wegschnappen.

OK, schön wäre es zumindest. Aber wenigstens haben wir so auch mal eine Fahrt gekriegt und es ist immer noch besser, als diesen Arschgeigen die Reifen aufzuschlitzen.

Von meiner Seite aus hagelt es Verständnis für so ziemlich jedes Verhalten und ich gehe auch bei eindeutigen Fehlern erstmal von einem Versehen aus. Ich hab die Tage öfter mal einen Kollegen vorgewunken, der zwar vor mir da war, sich aber zunächst falsch angestellt hat. Natürlich! Ist ja eine beschissene Situation gerade – und blicken muss man die gleich dreimal nicht! Aber bei Aufkündigung der Kollegialität aus Profitgier ist Schluss! Nichts dagegen, unsinnige Amtsvorgaben zu umgehen und selbst für eine bessere Organisation zu kümmern. Klappt ja beispielsweise am Matrix trotz regelmäßiger unsinniger Bußgeldbescheide der Bullen auch ganz gut. Weitgehend zumindest. Aber so wie diese „Kollegen“ es vormachen, muss ja auch nicht sein. Hoffe, wenigstens einer hat sein Lankrad durchgenagt. So wie wir vorher. In dem Fall dann eben doch: Auge um Auge…

Nachtrag: Klaus hat wie versprochen ein paar Bilder und einen Text zur Situation bei Tageslicht auf sein Blog gestellt.

Die Wahrheit über den Verdienst als Taxifahrer

Der letzte Artikel zum Thema ist zwar schon ein Weilchen her – ich hab nicht mal Lust danach zu suchen – dennoch landen dank Onkel Google immer noch reihenweise Leute bei GNIT, die nach Informationen dazu suchen, wie viel (oder wenig) man als Taxifahrer eigentlich so verdient. Die Wichtigkeit des Themas ist mir bewusst, schließlich arbeite nicht einmal ich nur zum Spaß an der Freude. Wir müssen alle unser Geld verdienen und da ist es natürlich von Interesse, zu wissen, was am Ende auf dem Gehaltszettel steht.

Beim Taxifahren ist das leider ein wenig komplizierter. In den Medien landen meist die Berichte von massiv unterbezahlten Fahrern und viele die den Job wie ich mit Freude machen, berichten auf der anderen Seite recht locker, dass es ihnen zum Leben reicht.

Was soll der Mist? Wieviel Euro bekomme ich am Monatsende netto raus?

Vorweg gesagt: Wenn man einen guten Arbeitgeber erwischt, dann sollte es deutlich mehr sein als mit Hartz4, allerdings kann man sich trotz hoher Taxipreise abschminken, in diesem Gewerbe reich zu werden. In Deutschland werden Taxifahrer sehr unterschiedlich bezahlt, nicht einmal die Art der Bezahlung ist identisch. Sehr sehr wenige bekommen ein Festgehalt, die meisten werden am Umsatz beteiligt. Manche davon fahren wie ich rein auf Provisionsbasis, andere bekommen einen Stundenlohn plus umsatzbasiertem Bonus. Dass man da nichts allgemeines sagen kann, sollte klar sein.

Na dann Berlin! Wie viel verdient ein Taxifahrer in Berlin?

Hier in Berlin wird fast ausschließlich auf Provisionsbasis bezahlt, Stundenlöhne gibt es kaum. Die „Prozente“, also der Anteil am Umsatz, den wir Fahrer bekommen, ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Von seriösen Betrieben, die nicht schwarz arbeiten lassen und uns Taxifahrern die üblichen gesetzlichen Rahmenbedingungen (Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall etc.) bieten, habe ich Zahlen zwischen 33 und 45% gehört. Bei denen, die weniger bezahlen, existiert meist noch eine Art Bonus (z.B. 100 € netto extra, wenn man über 3.000 € Umsatz im Monat schafft). Meine Chefs bieten 45% brutto an, was unter günstigen Bedingungen (Steuerklasse, steuerfreie Nachtzuschläge etc., kompliziertes Thema!) mitsamt den üblichen 10% Trinkgeld bis zu 50% netto bedeuten kann. Das heißt: Grob die Hälfte des Betrags auf dem Taxameter landet am Ende in der Kasse des Taxifahrers. Der Verdienst richtet sich also direkt danach, wie viel Geld man einfährt, sprich: Wie lange man arbeitet. Und das kann man sich oftmals selbst aussuchen.

Das ist immer noch kein Betrag! Wie viel Umsatz macht man denn so pro Stunde?

Selbst diese Frage ist schwer zu beantworten. Nachts macht man angeblich etwas mehr Umsatz als tagsüber, am Wochenende mehr als unter der Woche usw usf. Es gibt schlechte Montage, da schleicht man mit 70 € Umsatz nach 9 Stunden Arbeit nach Hause, da bleibt der Stundenlohn bei 3 €. Läuft es an einem Samstag mal verdammt gut, macht man in 10 Stunden auch mal 300 €, da kommt man dann eher auf 15 € pro Stunde. Aber das sind beides Extreme, die nicht viel Aussagekraft haben. Die letzten „offiziellen“ Zahlen zum Taxigewerbe besagen, dass man pro Stunde durchschnittlich 1,1 Fahrten à 11 € hat – was mit knapp über 12 € Umsatz etwa 6 € Verdienst pro Stunde bedeuten würde. Ich, der ich überwiegend zu den guten Zeiten fahre, bin letzten Monat auf knapp über 17 € Umsatz pro Stunde gekommen, ergo 8,50 € Verdienst.

Damit kommt man auf jeden Fall mit angemessenem Arbeitsaufwand auf seine 1000 bis 1500 €, für 2000 schuftet man sich aber fast immer kaputt, da man dazu einfach viele miese Stunden mit schlechterem Durchschnitt in die Rechnung einbeziehen muss. Arg viel genauer geht es nun wirklich nicht.

Aber deswegen ist es auch sehr verbreitet unter den Fahrern hier, dass man sich ein Umsatzziel (pro Tag, Woche oder Monat) setzt und einfach arbeitet, bis man es erreicht hat.


Update 2015: Inzwischen gilt der flächendeckende Mindestlohn – auch im Taxigewerbe. Mindestens 8,50 € pro Stunde sollte also jeder ehrliche Unternehmer, zumindest auf den Monat umgerechnet, bezahlen. Leider wird dies nicht überall wirklich eingehalten. Deutlich mehr als den Mindestlohn wird man zumindest in Berlin kaum verdienen, was es wenigstens recht einfach macht, den Verdienst zu berechnen. Leider, möchte man anmerken.

Wieder da!

Einige Leser werden sich gewundert haben, wieso ich in den letzten Tagen nie in den Kommentaren zugegen war. Die Lösung ist denkbar simpel: Ich war auch im Real Life nicht zugegen. Ein innerfamiliärer Umzug mit allen erdenklichen Tücken hat mich für mehrere Tage in eine beschauliche norddeutsche Hansestadt getrieben, wo mir nicht nur wenig Zeit, sondern auch die ungewohnte Netbook-Tastatur den Spaß am Schreiben eingeschränkt hat. Ich werde sicher noch 24 Stunden brauchen, um wieder ganz und gar da zu sein, aber im Grunde geht es ab jetzt weiter im Text.

Und ich möchte ein hoffentlich unbegründetes Mitleid an die Kollegen im beschaulichen Rostock richten: Die Taxistände, die ich dort passiert habe, waren allesamt immer nur von ein bis zwei Wagen besetzt. Wenn das der guten Auftragslage geschuldet war, dann finde ich das natürlich gut. Ich hab mir indes eher Sorgen gemacht, dass dort die Kommunikation unter den Kollegen vielleicht etwas leidet. Kann sich ja gerne mal einer von der Küste melden 😉