War es nur ein Versuch, ob der Kuli tut, eine Unterschrift oder gar ein abstraktes Kunstwerk? Ich weiß es nicht. Am Ende landete der Schein jedoch so bei mir:
Zweitarbeitsplatz
Keine Sorge: was das Taxifahren angeht, bleibe ich meiner Firma treu! Und auch sonst gibt es nichts neues. Ich hab bloß ausnahmsweise mal ein aufgeräumtes Zimmer und hatte deswegen mal wieder die Chance, ein Foto bei mir zu machen. Glaubt mir, es ist sehr schwer, solche Zeitpunkte abzupassen …
Meinen ersten Arbeitsplatz, den mit Airbag und gesetzlicher Krankenversicherung, kennt ihr ja: die 1925. Von dort aus schreibe ich ja aber nicht. Falls es also jemanden interessiert, wo man mich normalerweise vorfindet, sollte man zum auserwählten Personenkreis gehören, der meine Wohnung betreten darf:
Alles unspektakulär, ich hab immer noch nicht zu einem einheitlichen Style gefunden. Für Tipps von Innenarchitekten bin ich dementsprechen natürlich immer dankbar … 😉
Anders als sonst
Die Silvesterschicht ist ja schon in vielerlei Hinsicht anders als so eine 08/15-Schicht, wie sie mir jetzt die Tage dann wieder bevorsteht.*
Und das Geld, über das wir uns an Silvester so freuen, ist ja nur das Nebenprodukt der Tatsache, dass wir an jeder zweiten Ecke Kundschaft haben. Und das merkt man auch an den Strecken, die man fährt. Ich vielleicht mehr als andere, da ich ja wirklich gerne auf den Ostbahnhof zurückgreife und die Touren sich gerade in schlechten Nächten eher wie ein Sternmuster um den Bahnhof ziehen. Florian ist das auch aufgefallen und er hat mir einen Screenshot meiner GPS-Karte geschickt. (Noch sieht sie genauso aus, hat meine letzten Touren offenbar nicht geloggt – das ändert sich aber bald wieder)
Wie man sieht, ist mir um die eigentliche City ein großer Bogen gelungen. Vor allem, wenn man beachtet, dass ich natürlich nicht als amokfahrender Spezialpatient durch den Tiergarten und die große Party gepflügt bin, sondern den Tunnel darunter benutzt habe. Auf dieser Karte sind auf jeden Fall schon einmal drei der längsten Touren der Nacht erkennbar – was wiederum für Silvester sehr untypisch ist.
*das ist jedes Mal bitter: dass ausgerechnet nach Silvester der meist miese Januar kommt.
Bitteschön!
Manchmal macht ihr mich fertig. -.-
Für die, bei denen der Beitrag zum Blitzer direkt unter dem Bild aufgehört und direkt zum Kommentarfeld geleitet hat:
Bla Text Bla Bla.
Meldet sich der Waldschrat …
…ähm, der Landrat natürlich. Das soll keine Verunglimpfung sein, ich mag das Wort Waldschrat einfach. 🙂
Naja, was will ein Landrat von mir? Richtig: Geld. Und das zu Recht. In tiefster Nacht im tiefsten Wald wurde ich vor einiger Zeit geblitzdingst. Im beigelegten Brief klingt das natürlich weniger nach Hollywood und mehr nach gemeingefährlicher Straftat, in Anbetracht meines Vergehens konnten sie einen lebenslänglichen Knastaufenthalt aber wohl gerade noch abwenden.
Ich hab es mal wieder geschafft, mich mit genau der richtigen Geschwindigkeit erwischen zu lassen, nämlich abzüglich Toleranz mit 10 km/h zu viel. Dadurch komme ich noch mit 15 € weg, von Punkten oder sonstigem Quatsch ganz zu schweigen.
Auch wenn das jetzt nach ein bisschen wenig Reue klingt: in meiner Rechnung stehen den 15 € immerhin auch 2 Blogartikel und ein aktuelles Foto meines Autos gegenüber – und sowohl Content, als auch Drive-in-Fotografen kosten nunmal Geld.
Aber ihr wolltet sowieso nur das Foto sehen, stimmt’s?
Bitte:
Bevor jemand jetzt gleich auf dumme Gedanken kommt: Ja, sie haben auch noch eine saubere Aufnahme vom Kennzeichen und ich würde auch sonst nicht im Traum daran denken, so ein harmloses Verwarngeld anzufechten.
Neben mir gibt es ja aber noch die Vollprofis, die ein paar Neuleser vielleicht noch nicht kennen: Die Top-3-Verkehrssünder 2012.
Kurzstrecke vs. Normaltarif
Nach meinem Artikel mit der „doppelten Kurzstrecke“ neulich kam in den Kommentaren mal wieder die Frage auf, wie und wann sich das rechnerisch lohnen würde, mehrere Kurzstrecken hintereinander zu nehmen. Liebenswerterweise hat Leser TomTom mal fix ein Schaubild erstellt, aus dem das einfach herauszulesen ist:
Ich habe zunächst etwas gestaunt und gedacht, hier wäre sogar die Preisminderung ab Kilometer 7 noch nicht mit einbezogen, das ist allerdings der Grafik geschuldet. Anstatt die Normaltarifslinie zu knicken, ist hier die x-Achse gestaucht, wie mir Apotheker-Typ dann richtigerweise vor die Nase gehalten hat.
Man kann also sehen, dass sich die Kurzstrecke zumindest hypothetisch fast noch lohnt, wenn man sie viermal hintereinander voll ausreizt. Allen Sparenthusiasten muss ich allerdings entgegenhalten, dass sich kein Taxifahrer in Berlin zu diesem Spaß hinreissen lassen würde. Nicht einmal ich – und das will was heißen! Rein theoretisch spricht zwar nichts dagegen, nach dem Aussteigen nochmal zu winken, aber wir lassen uns auch nicht grenzenlos verarschen. Da würde ich ein Winken vielleicht auch mal „spontan übersehen“.
Etwas anderes zeigt das Schaubild allerdings auch sehr gut – und das sollten sich sowohl Kollegen als auch Kunden mal vor Augen halten:
Man spart mit der Kurzstrecke maximal 2,60 €! Im optimalsten Fall. Das ist prozentual bei einer kurzen Fahrt natürlich viel Geld, aber es rechtfertigt rein vom Gesamtwert keinesfalls irgendwelchen Stress. Also deswegen den ganzen Taxistand abklappern, ob vielleicht doch ein Fahrer illegal zu dem Preis fährt – oder als Fahrer fluchen, dass wer eine Kurzstrecke verlangt … nee, ehrlich. Hab ich kein Verständnis für. Und es ist nicht so, dass ich gerade die Möglichkeit hätte, mir mein Geld selbst zu drucken.
Netz der Unwägbarkeiten
Also irgendwie war das Wochenende so ziemlich das mieseste, was einem passieren kann. Gut, dass die 1925 rumgezickt hat … das ist halt so. Kann im Endeffekt niemand was dafür und ich hoffe, dass es wenigstens nix endgültiges ist.
Und meine Chefs wären nicht meine Chefs, wenn sich da nicht in der Regel was machen ließe. Im Büro ist am Wochenende zwar keiner, aber im Grunde hat die telefonische Notfallrettung funktioniert. Es gab ein freies Auto und ich konnte es an der Firma abholen. Also waren sogar die Wege recht kurz. Da ich vorher aber die 1925 zum Schrauber bringen sollte, wurde mir von dort zur Firma sogar ein Taxi gestellt. Bezahlt. Lieb wie ich bin, hab ich die Fahrt an einen Kollegen von uns vergeben. So bleibt das Geld wenigstens in der Firma 😉
Nun gab es nur folgendes Problem: Das Auto war nicht an der Firma. Und – wie ich nach einer halben Stunde lustigen Wanderns festgestellt hatte – auch nicht irgendwo in der Nähe.
Und der Fahrer – der es aller Wahrscheinlichkeit nach mit nach Hause (oder in den Urlaub, was weiß ich) genommen hat, der war konsequenterweise nicht zu erreichen. Herrlich, sowas. Aber wenn ich bei dem Namen richtig liege, ist es ohnehin der Firmenassi und ich sollte nicht überrascht sein … 🙁
Damit war dann alles im Arsch – will heißen: die ganze Schicht. Für den Abend hätte ich zwar noch ein Auto kriegen können – allerdings nicht mal bis zum Ende meiner Schicht. Zuzüglich nerviger An- und Abfahrten, was halt so passiert.
Also hab ich das Angebot angenommen, abermals ein Taxi zu entern und nach Hause zu fahren. Ich hab mir wieder einen Kollegen geordert, abermals einen guten natürlich. Also bin ich heute statt 20-mal mit Kundschaft 2-mal als Kundschaft Taxi gefahren. Nicht so der Bringer.
So viel Pech hat man selten auf einmal – das war es jetzt hoffentlich für die nächsten Jahre. Ozie hat mich schon gefragt, ob ich derletzt irgendwelche Einhörner überfahren hätte oder weswegen mein Karma so offensichtlich mies sei.
Naja, Schwamm drüber!
Ich schulde euch noch ein Netz und das gibt es hier:






