Yeah!

Immerhin schon 200 Likes* hat GNIT nun bei Facebook!

Irgendwann sieht es noch nach richtig viel aus 😀

Ich freue mich natürlich über jeden erhobenen Daumen und wollte den Anlass schamlos nutzen, um einmal mehr darauf hinzuweisen, dass man mich dort auch persönlich, und auch bei Twitter und bei Google+ findet. Ein Blog ist ja nicht für alles die richtige Plattform.

*Kann sein, dass bei euch nur 199 angezeigt werden. Facebook ist sich da manchmal selbst nicht sicher 😉

Behinderter Link

Ich wollte nur mal drauf hinweisen, dass ich was über Behindertenparkplätze (und Behinderte) aus meiner Sicht geschrieben habe. Betrifft zwar eigentlich nicht das Thema Taxi (zumindest in meinem Text nicht), interessiert aber vielleicht doch den ein oder anderen.

Sashs Blog – Behindert

Andrea Berg und der Taxi-Test

So, ich werde heute nicht arbeiten. Schuld ist Andrea Berg. Deswegen hab ich auch jetzt am Abend noch ein bisschen Zeit zum Schreiben. Neben der überhaupt nicht taxirelevanten Tatsache, dass es heute Nacht spannend war, dem Internet beim Erwachen zuzusehen, als die Nachricht vom Tode Steve Jobs‘ die Runde machte, ist Taxicontent heute reichlich vorhanden.

Zum einen hätten wir da wie so oft eine Überfallsmeldung. Einen Kollegen hat es in Neukölln erwischt, worüber ich einmal mehr ratlos bin. Ich hoffe, er erholt sich schnell von dem Schock!

Und dann – natürlich! – der Taxi-Test des ADAC!

Ich hatte die Ankündigung schon in den frühen Morgenstunden gelesen, der Test selbst war allerdings noch nicht online. Folglich sind mir meine geschätzten Taxi- und Taxiblog-Kollegen Klaus und Frank mit ihren Artikeln zuvorgekommen, während ich entweder geschlafen oder mich über Andrea Berg geärgert habe. Aber wie üblich bei Taxitests kann ich mich auch dieses Mal nicht zurückhalten 😉

Ein paar erwähnenswerte Dinge findet man bereits im Artikel von Klaus, also seht da erstmal rein.

Am Anfang muss ich – wie bei jedem anderen Test auch – natürlich gleich wieder schreiben: Diese Tests sind nicht repräsentativ. Sie haben sich viele Gedanken um die Routen gemacht, sich logische Fahrtziele ausgedacht, sich getarnt und verkabelt – das ändert alles nichts daran, dass bei gerademal 10 Touren pro Stadt der Zufall in Form eines Idioten am Steuer das Ranking stärker beeinflusst, als es die äußerst genaue Prozentbewertung (mit 2 Nachkommastellen) am Ende Glauben macht.

10 Fahrten bedeuten (maximal) 10 Fahrer aus einem Pool von 10.000 bis 17.000.

10 Fahrten bedeuten (maximal) 10 Taxen von über 7.200 in Berlin zugelassenen Wagen.

5 Touren bedeuten 5 Touren von potenziell zig Millionen Touren auf tausenden mehr oder weniger bekannten Straßen.

Aber die pure Anzahl der Fahrten ist noch nicht mal der Hauptkritikpunkt meinerseits. Denn eigentlich sagt der Taxi-Test 2011 nicht aus, wie gut man in Berlin Taxi fährt, sondern wie gut man in West-Berlin außerhalb der Hauptverkehrszeit als männlicher englischsprachiger Geschäftsmann auf typischen Routen Taxi fährt, wenn man an einem Stand versucht, den dritten Wagen zu nehmen.

Das mag vielleicht (?) die Zielgruppe des ADAC sein, eine repräsentative Auswahl an Taxitouren ist dies jedoch keinesfalls.

Um es also vorweg zu nehmen: Es tut dem Image sicher ganz gut, aber ansonsten ist die Tatsache, dass Berlin auf Platz 5 gelandet ist, etwa so aussagekräftig wie die nun folgende Behauptung:

In Berlin ist es in den späten Abendstunden so dunkel, dass man zum problemlosen Lesen (als Geschäftsmann 😉 ) besser ein Licht benutzt.

Das stimmt meistens, aber es sagt weder etwas darüber aus, wann es in Berlin dunkel wird, wie dunkel es tatsächlich zu einem bestimmten Zeitpunkt ist, und was für ein Licht man nun selbst  zum Lesen braucht, weiss man gleich dreimal nicht. Und außerdem könnte es manchmal trotzdem hell sein!

Aber genug davon. An Ernsthaftigkeit mangelt es dem ADAC sicher nicht, das Gewerbe ist einfach zu heterogen, zu kompliziert zu bewerten, um es mit einem so einfachen Vergleich zu schaffen. An manchen Punkten ist es einfach – wie vor 2 Jahren schon – seltsam. Es ist nach wie vor toll, wenn ein Taxifahrer ein Restaurant empfehlen kann. Und umso besser, wenn er dieser nicht ganz einfachen Unterhaltung dann auch auf Englisch folgen kann (ja, im Test wurde Englisch gesprochen, kann man ja mal voraussetzen!). Inwiefern es jetzt aber vergleichbar ist, ob ein Taxifahrer in Berlin ein Restaurant empfehlen kann oder in Salzburg z.B., das wage ich zu bezweifeln.

Zufälligerweise konnten gerade in Berlin 5 Fahrer nur schlecht Englisch und – o Wunder! – 8 bzw. 6 Fahrer keine Sehenswürdigkeiten und Restaurants empfehlen. Ich vermisse hier zumindest den Denkansatz, dass da ein Zusammenhang bestehen könnte.

Ich kann die Forderung nach besserer Ausbildung der Fahrer nur unterschreiben, ein bisschen Realismus würde ich von den Prüfern allerdings auch erwarten. In Berlin existieren schon hunderte Hotels und tausende gastronomische Einrichtungen, die zumindest gefühlt ihre Besitzer, Namen und Standorte wechseln wie Hygienebeauftragte ihre Gummihandschuhe. Dabei nicht den Überblick zu verlieren, welcher Chefkoch gerade wo das Essen versalzt und entsprechende Empfehlungen parat zu haben, grenzt wahrscheinlich schon für Salzburg an enzyklopädisches Wissen – und Salzburg hat nur beinahe die Größe eines einzelnen Berliner Bezirks.

Wenn man sich ein bisschen tiefer in die unangenehm verschachtelten Ergebnisse und Forderungen des Taxi-Tests einliest, dann wird z.B. klar, dass sie bei 220 Fahrten „nur“ bei 21 ein K.O.-Argument gefunden haben, das es wert war, eine ganze Kategorie mit 0 Punkten zu bewerten – wobei ich immer noch einen Hinweis vermisse, ab wie viel Umweg, bzw. Mehrkosten es z.B. zu einer solchen Wertung kam. Nach wie vor sind auch die nur als PDF vorhandenen „Info-Grafiken“ nahezu wertlos oder wenigstens durch den ein oder anderen Fehler versaut. Klaus hat hier ja schon drauf hingewiesen, dass z.B. die Pflicht, einen Fahrerausweis mitzuführen gestrichen wurde. Ich weiss nicht, warum, finde es auch nicht sonderlich toll – aber Minuspunkte für die Nichteinhaltung einer nicht mehr gültigen Regel dürfen einfach nicht vergeben werden.

Das Endergebnis ist das übliche: Es hängt fast immer vom Fahrer ab! Na was für eine Überraschung…

Für den ADAC scheint der Taxi-Test eine angenehme Möglichkeit zu sein, sich kundennah zu geben. Zum einen ist dabei einmal mehr eine Ansammlung an (glücklicherweise?) gelegentlich bestätigten Vorurteilen herausgekommen. Siehe hierzu den ersten Satz zur Methodik:

„Jeder kennt sie aus eigener Erfahrung: Taxifahrten, die alles andere als ein Vergnügen sind.“

Diese wurden ausstaffiert mit großen Worthülsen wie „GPS-Gerät“ und „Mystery-Shopper“ verarbeitet in kleine Alltagsanekdoten, die für sich gesehen episodisch bleiben und garniert mit zusammengegoogelten Fakten, die bis zur Unbrauchbarkeit verwässert wurden, einen Taxi-Test ergeben, der dem Taxikunden überhaupt nichts im Alltag bringt. Aber überall verlinkt wird. Wie hier.

 

Was für ein Wochenende…

Den Pressemeldungen der Polizei nach war dieses Wochenende für Taxifahrer schwärzer als die meisten in den letzten Jahren. Damit meine ich nicht den Umsatz. Der war für ein Messewochenende eher niedrig, aber allzu substanzhaltig waren die Jammereien der Kollegen auch nicht…

Nein, dieses Wochenende hatten wir nicht nur einen Überfall – was inzwischen ja leider normal zu sein scheint – sondern es gab auch einen Toten und einen Schwerverletzten bei zwei Unfällen mit Taxibeteiligung zu betrauern. Sicher sollte man als Autofahrer immer daran denken, dass Unfälle viel zu oft passieren – aber wenn es gleich zweimal an einem Tag Personen aus dem dann doch eher begrenzten Kollegenkreis betrifft, dann ist das richtig bitter.

Ich hoffe, dass alle Beteiligten mit den Ereignissen umgehen können.

🙁

Paradoxale Mobilität (2)

Lang ist’s her, genau genommen war es im Juni. Ihr erinnert euch: Da hatten wir so was ähnliches wie schönes Wetter in Berlin. Damals bin ich zwei Wochen lang mit einem GPS-Gerät durch die Hauptstadt gegurkt, um bei einem sehr interessanten Buchprojekt ein bisschen zu helfen.

Es ging und geht um den Berliner Atlas paradoxaler Mobilität, wer sich darunter nichts vorstellen kann, der kann hier auf der Seite des Projektbüros Friedrich von Borries einen kleinen Einblick erhalten.

Heute bekam ich dann die Mail von Albert Herrmann, einem der Rechercheure (der mich damals angequatscht hat) mit dem Hinweis, dass es das Buch nun seit kurzem käuflich zu erwerben gibt, wie auch der Karte, die aus meinen Daten gewonnen wurde. Und mit Hinweis auf das Buch darf ich sie hier sogar zeigen. Die gesamte Karte ist ein wenig groß (und immer noch unvollständig, da just in diese Zeit eine ziemlich lange Fahrt gefallen ist), sodass ich hier zwei Ausschnitte zeige.

Sashs Irrfahrten durch den Osten, Quelle: Berliner Atlas paradoxaler Mobilität

Ja, wie man sieht, hab ich auf Kundenfang durchaus so meine Stammstrecken 🙂

Aber das wisst ihr als Leser sowieso, da erzähle ich nichts neues. Dass der Stadtplan so unvollständig ist, hat mehrere Gründe. Zum einen: Ja, wir kommen tatsächlich nicht jeden Tag überall vorbei. Wenn nichts besonderes passiert, haben wir hier in Berlin zwischen vielleicht 6 und 25 Touren pro Schicht.
Andererseits hatte ich in jenen zwei Wochen ziemlich viel frei und das ist vielleicht die Ausbeute von ca. 6 Schichten. Laut GPS waren es 930 km Fahrtstrecke. Dass ich in der Zeit so wenig in den Westen gekommen bin, erstaunt mich allerdings selbst. Aber ich gebe ja zu: Ich treibe mich tatsächlich am Liebsten in dieser Gegend herum:

Etwas detaillierter, Quelle: Berliner Atlas paradoxaler Mobilität

Berliner erkennen ihre Stadt hier sicher ziemlich schnell wieder. Für alle noch etwas ratlosen Gesellen sei als Anhaltspunkt gegeben, dass der große Viertelkreis, der hier so dick durchs Bild läuft, die Danziger/Petersburger/Warschauer Straße ist. Alles weitere lässt sich mit einem Stadtplan erschließen 🙂

Also ich kann nach wie vor nur sagen, dass es eine geile Idee ist – und das Ergebnis finde ich zumindest bei dieser Karte echt schön. Einfach schön. Wer das ähnlich sieht wie ich, der kann sich ja überlegen, ob er das Buch für bescheidene 20 Euro kaufen möchte. Und falls ihr es über Amazon bestellt, würde ich mich freuen, wenn ihr den Link hier unten verwendet. Dann bleibt nämlich ein Euro davon bei mir hängen.

Berliner Atlas paradoxaler Mobilität

(So, auf Textlink geändert – der wird hoffentlich überall angezeigt!)

Happy Birthday!

So, nun isses amtlich: gestern-nacht-im-taxi.de ist heute genau ein Jahr alt. Wenn ich so in meine Statistiken sehe, dann dürfte ein Großteil von euch die Geburt nicht mitbekommen haben. Es hat schon so ein bisschen was von Kindheitserinnerungen, wenn ich darüber nachdenke, wie damals die Kommentarschlacht beim Abschieds-Artikel auf sashs-blog.de verlaufen ist. Meine erste Blog-Auskopplung, hach! 😉

Dass es schon so lange her ist, dass ich diesen Willkommens-Text hier geschrieben habe…

Aber es ist auch verdammt viel passiert in diesem einen, im Grunde lächerlich kurzen Jahr.

Heute vor genau 365 Tagen hab ich gespannt gewartet, was passiert. Wie groß würde der Ärger sein? Oder die Freude? Wie gefällt das Design, wie viele Besucher werden es werden? So eine wirkliche Neugründung hatte ich ja noch nie durchgezogen davor.

Naja, und jetzt? Wenn ich aufstehe, werde ich mich mit einem Journalisten vom Tagesspiegel treffen. Der will ein Interview für ein Portrait haben. Abgebrüht genug, um das alltäglich zu finden, bin ich zwar noch nicht – aber gerade die letzten Tage haben bin ich ja gleich mehrfach in der Presse erwähnt worden, was letztlich alles auf den Artikel von Daniel Bouhs von der dapd zurückzuführen war.  Aber auch Jörg Schieb bloggte eine gnadenlos positive Rezension. Meine 15 Minuten Ruhm hatte ich im Endeffekt damit, immerhin erreichte der dapd-Artikel mit den Stuttgarter Nachrichten sogar meine alte Heimat. Für einen kleinen Taxiblogger in Berlin gar nicht schlecht 🙂

Vor einem Jahr hab ich Twitter noch nicht genutzt, um gelegentlich mal von der Schicht aus Meldungen abzugeben. Ich war auch noch nicht bei Facebook angemeldet, wo inzwischen nicht nur einige Leser meine Freunde sind, sondern ebenso einige meiner GNIT-Seite dort schon den Gefällt-mir-Status zuerkannt haben. Und Google+ gab es damals noch gar nicht, also konnte ich damals auch noch nicht schreiben, dass ich da auch dabei bin 😉

Inzwischen kann ich hier nicht einmal mehr eine kurze Unfallmeldung raushauen, ohne dass es in irgendeiner Form Feedback gibt. Das ist echt eine prima Sache, und ohne das viele Zutun von euch Lesern würde es mir nicht so leicht fallen, die gar nicht so wenige Zeit hier in das „Projekt“ zu stecken. Mal abgesehen davon, dass ihr mir ja auch immer wieder sehr nette Geschenke über meinen Wunschzettel bei Amazon zukommen lasst oder mich regelmäßig flattrt.

Einige von euch hab ich nun auch schon im Taxi bei mir sitzen gehabt und soweit ich das sagen kann, sind wir in der Regel gut miteinander ausgekommen. OK, der Jo konnte mal nicht zahlen, aber das gilt nicht! 😉
Nach wie vor bleibe ich dabei, dass der Job Spaß machen kann. Die netten Kunden überwiegen bei weitem und ihr alle könnt ja mitlesen und mich bedauern, wenn eine der berühmten regelbestätigenden Ausnahmen ausgerechnet bei mir im Auto landet.

Im Grunde ist also eigentlich alles bestens. Von Beginn an gewinnt GNIT im Schnitt ein bis zwei Leser täglich, und wenn ich mir eines wünschen würde, dann dass das noch ein bisschen so weiter geht. Ich werde nicht zum Geburtstag das Betteln anfangen, aber ich freue mich über jeden Feed-Abonnenten, jeden neuen Leser, jeden Link und jede Empfehlung. Natürlich auch über jedes Geschenk und jedes Treffen, alles was irgendwie dazu beiträgt, dass ich mich auch am zweiten, dritten, fünften oder vielleicht sogar zehnten Geburtstag von GNIT ein wenig freuen kann. Denn wenn es nach mir geht: Ich hab noch ein paar Jährchen bis zur Rente 😉