Bitteschön!

Manchmal macht ihr mich fertig. -.-

Für die, bei denen der Beitrag zum Blitzer direkt unter dem Bild aufgehört und direkt zum Kommentarfeld geleitet hat:

Hey, man kann das Kennzeichen nicht lesen!!!einself1! Quelle: Landkreis MOL

Bla Text Bla Bla.

Stressige Kundschaft

Aro hatte mal wieder besonders bezaubernde Kunden. Wo er die immer wieder herkriegt …

Ich hab scheinbar echt erstaunlich unterdurchschnittlich viele solche Töffel bei mir im Auto. Aber es gibt sie, das weiß ich. Bei der Tour von Aro lohnt es sich zudem, sich mal auf einem Routenplaner anzusehen, was sein Kunde gerne von ihm gehabt hätte und wo Aro langgefahren ist. Ich kann jedenfalls gut verstehen, dass man so blöde Kommentare mal mit einer zackigen Ansage beantwortet. Ist zugegebenermaßen nicht gerade mein Stil, aber manchmal ist es schon traurig, was man sich für vielleicht einen Fünfer (inkl. Trinkgeld, versteht sich) manchmal von Leuten anhören muss, die eine Ahnung haben wie Kühe vom Fliegen*.

Ich versuche solchen Quatsch ja gerne auf die nette Art zu regeln, aber manchmal geht das nicht, da verstehe ich meinen geschätzten Kollegen vollkommen.

*ausgenommen Kühe aus südlichen Bundesstaaten der USA mit Tornado-Erfahrung.

Danke für die Hilfe!

Zunächst einmal wollte ich Danke sagen für all die Geburtstagsgrüße und all die Geburtstagsgeschenke, die Ihr mir via Wunschzettel zukommen habt lassen! Vielen vielen Dank! Ich hab mich über alles gefreut und das ein oder andere wird sicher drüben in meinem privaten Blog auch mal gesondert Erwähnung finden! Noch ist nicht einmal alles da, aber das freut umso mehr. 🙂

Auch danken möchte ich den zahlreichen Bestellern bei Amazon, die mir bei einer Bestellung über meinen Link ein kleines Plus auf meinem Konto beschert haben.

Nun aber zum eigentlichen Punkt: Danken würde ich auch denjenigen, die mir eine gute Möglichkeit zeigen, weiterhin meine Fahrten zu tracken. Leser Tim Bergen hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass instamapper seinen Dienst im Dezember einstellen wird und das ist doof für mich. GPS-Tracker gibt es zwar wie Sand am Meer, aber meine Anforderungen scheinen etwas speziell zu sein. Es ist schön, dass viele Tracker – um Läufer zu unterstützen – eine parallele Speicherung der Herzfrequenz erlauben, meist erfüllen sie dann aber einen der folgenden Punkte nicht:

Ich brauche eine App für Android. Kein externer Logger, kein iPhone. Es sollte auf meinem HTC Magic laufen, Ende.

Die App sollte für Autofahrer angemessen nutzbar sein, sprich: mindestens alle 30 Sekunden den Standort widergeben. Freie Einstellung oder engerer Intervall wären mir lieb.

Der Dienst sollte alle Routen speichern, nicht zwischendrin stoppen – oder wenigstens danach am PC eine Verknüpfung erlauben. Ich gedenke, damit lange Schichten (bis zu 12 Stunden) inklusive langer Standzeiten zu loggen. Ohne nebenbei Knöpfchen zu drücken.

Ich will eine Map, die live den Aufenthaltsort, sowie eine Spur meiner Fahrt über eine gewisse Zeit (z.B. eine halbe Stunde, besser mehr) anzeigt und die sich problemlos in einen Blog einbinden lässt. Ohne Anmeldung für die, die die Map sehen wollen.

Die App sollte im Hintergrund laufen können. Unsichtbar muss nicht sein, aber ich möchte nebenher twittern können.

Die Karte sollte interaktiv – also wenigstens ranzoombar – sein (das spricht z.B. gegen Google latitude).

Wenn all das kostenlos ist, wäre es super. Zwei Euro monatlich könnte ich mir vorstellen, aber es ist ein Feature, das wenig genutzt wird und mir so gesehen nur indirekt am Herzen liegt.

Also: Wenn ihr eine App kennt, die das bietet, dann postet in den Kommentaren einen Link! Ich bitte darum, keine „ich hab gehört, dass“ und „xy kann das zwar nicht, ist aber trotzdem besser!“-Einträge zu hinterlassen. Ich will keine Fahrtenflotte managen und keine Radwege erkunden. Ich will nur das, was da oben kursiv steht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Ich hab gestern abend vier Stunden lang Apps durchsucht, teilweise installiert und verworfen, mir Gedanken gemacht und und und …

Ich bin nicht weitergekommen. Deswegen jetzt die Bitte um Followerpower! 🙂

Wochenendlaune!

Die hab ich wirklich gerade. Im Arbeitssinne. Ich freu mich auf die Schicht, hoffe allerdings auch, dass es halbwegs gut läuft. Gestern war dank meines versäumten Schlafes leider nicht wirklich ein Staat mit mir zu machen, gerade mal die mir am Wochenende irgendwie minimal erscheinenden 150 € hab ich zusammengekriegt.

Heute soll es mal wieder richtig rocken, hab mir die 10 Stunden von 19 bis 5 Uhr als Minimum gesetzt. Mal sehen, was der Umsatz währenddessen so macht 😉

Weniger in Wochenendlaune wird wohl ein anderer Taxifahrer aus Berlin sein, der gestern einen seiner Fahrgäste an den Rettungsdienst weitergeben musste, da dieser aufgrund einer noch vor der Fahrt stattfindenden Messerstecherei ein bisschen zu viel saftete, um als Durchschnittskunde durchzugehen. Die Story hab ich allerdings bislang bloß bei Springer gefunden – einmal mit dem Verweis darauf, dass der Fahrer dem Fahrgast das Leben rettete, einmal mit der Angabe, dass keine Lebensgefahr bestand unter dem Symbolbild eines Rettungswagens aus Dortmund. Links dazu gibt es wie immer keine, als Dank fürs herzliche Bemühen des Verlags ums Leistungsschutzrecht und für all den anderen Unfug.

So, und für mich geht es gleich wieder auf die Piste!

Wer will, kann mir wie immer ein bisschen nachspionieren, vielleicht setzt aber irgendwann zwischen 4 und 6 Uhr der Akku dann aus. Das packt mein kleines Handychen nämlich selbst mit Zusatzpower nur sehr sehr schwer …

 

Hallo FDP!

Nein, was niedlich!

Der Bundestag verfehlt seine eigenen Klimaschutzvorgaben in Bezug auf die Limousinenflotte. So fahren die Damen und Herren Politiker eben weiterhin gerne schwere Limousinen, obwohl es meist nur um wenig Strecke geht. Um’s gleich vorweg zu sagen: das ist mir schnuppe! Ich fänd’s schön, wenn sie ein bisschen mehr ihre Vorbildfunktion wahrnehmen würden, aber wirklich wichtig sind die paar Autos eben allenfalls für die Presse. Genauso wie man über die Diäten der Abgeordneten meinetwegen moralisch diskutieren kann – einen Einfluss auf den Bundeshaushalt haben die paar Kröten am Ende kaum, so viel isses dann schlicht auch nicht.

Das war aber auch noch nicht der Knaller an der Sache. Es gab nämlich  einen Lösungsvorschlag, der nahe lag:

Warum nicht einfach öfter mal ein Taxi nehmen als bisher?

Jetzt könnte man irgendwelche Antworten von „Aber die brauchen immer so lange!“, „Mimimi, will einen eigenen!“ oder „Nee, nachher lande ich in ’nem Zafira!“ erwarten. Aber weit gefehlt:

Die kleine Spaßpartei FDP lässt verkünden,

„dass die Taxifahrer oftmals dazu neigten, Belehrungen politischer Art abzugeben.“

Also mal abgesehen davon, dass ich selbst als Taxifahrer allenfalls vom Fahrgast gewünschte politische Diskussionen aufgreife:

Liebe FDP,

da ihr offenbar alleine durch die wahrscheinlich brutalst radikalisierte Meinung der Berliner Taxifahrer gegängelt werdet, denkt auch mal drüber nach, ob vielleicht euer Programm daran schuld sein könnte. Ich hab hier zufällig einen aktuellen Brief von eurem Chef-Heinzelmännchen Rainer Brüderle rumliegen, in dem er erklärt, wie töfte wir doch hier gerade alle in Deutschland leben. Ein Haufen schnuffiges Finanzmarkt-Geblubber, aus dem am Ende wieder nur rauszulesen ist, dass mit der nächsten Steuersenkung sogar alles noch besser wird.

Ich meine, gut, Sie sind sich da wenigstens selbst treu, Respekt!

Aber mal im Ernst: Wir hier unten in den hellelfenbeinfarbenen Wagen, wir verdienen so wenig Kohle, dass uns Steuern am Arsch vorbeigehen! Ich hab dieses Jahr keine zahlen müssen, zu niedriger Verdienst. Und die Unsummen auf der hohen Kante (also im Kleingeldglas) hab ich bislang einfach noch nicht so wirklich in Aktien und Altersvorsorgen investieren können – entweder weil nix davon wirklich übrig war, oder weil es sich erst lohnt, wenn ich etwa dreimal so viel reinstecke, wie ich derzeit insgesamt zur Verfügung hab.

Vielleicht, aber nur vielleicht, könnte es ja sein, dass Ihnen ein paar politische Belehrungen ganz gut tun würden …

Mit freundlichen Grüßen,

Sascha Bors, Berliner Taxifahrer

Taxi-„Chaos“ in den Medien

Also mal abgesehen davon, dass „die Medien“ es zum Thema „Taxi-Streit in Schönefeld“ immer wieder schaffen, aktuellen Entwicklungen hinterherzuhecheln und fast ein chaotischeres Bild hinterlassen als die Realität ohnehin schon,  war ich anlässlich des aktuellen Tagesspiegel-Artikels auch andersweitig verwundert. Er nutzt Schönefeld nur als Aufhänger und beschreibt die Regelungen einiger anderer Flughäfen, bei denen es auch „komisch“ ist mit der Taxenregelung zwischen den Städten und Landkreisen.

Ich stimme dem Journalisten Rainer W. During zu, dass viele dieser Regelungen zu Ungunsten des Kunden – und sogar der Umwelt (Leerfahrten, wie im Text erwähnt) umgesetzt werden. Und die Kindergärtnereien um Schönefeld will ich nicht verteidigen. Aber es wäre vielleicht schön gewesen, wenigstens einen kleinen (einen klitzeklitzekleinen!) Hinweis darauf zu geben, WARUM das so ist. Und das ist eine einfache Geschichte:

Die Pflichtfahrgebiete und die örtlichen Tarife.

Städte und Landkreise in Deutschland haben unterschiedliche Taxi-Tarife. Und das mit Grund. Wir Taxifahrer sind zwar privat organisiert, unterliegen aber als Teil des öffentlichen Nahverkehrs nicht nur manch besonderer gesetzlichen Regelung, sondern haben diesbezüglich auch einen Auftrag zu erfüllen: nämlich die Mobilität zu gewährleisten. Obwohl Taxifahren von der Sache her manchen immer zu teuer sein wird, sind die Tarife nichts, was wir uns ausdenken. Die werden ausgehandelt – mit den jeweiligen Städten und Landkreisen. Und das gibt sogar Sinn:

Deutschland ist ein vielschichtiges Land und irgendwie müssen wir alle darin leben. Das heißt im konkreten Fall: Sowohl die Taxifahrer und -unternehmer müssen von ihrem Beruf leben und die Bevölkerung muss sich die Taxen leisten können. Deswegen sind die Tarife jeweils auf die Gegebenheiten in der Region angepasst. Es ist einfach fairer als von Cuxhaven bis Berlin die gleichen Preise zu verordnen! Es ist schwer genug, bei den Tarifen die Balance zu halten und das wird ohnehin hier und da versemmelt – ein deutscher Einheitstarif würde in manchen Gegenden dafür sorgen, dass keiner mehr mit dem Taxi fährt, in anderen dafür, dass keiner mehr als Taxifahrer arbeiten würde.

Und wenn ein Flughafen, der „eigentlich“ zu einer großen Stadt gehört, in einem umliegenden Landkreis liegt, dann besteht da ein Interessenkonflikt. Und zwar nicht nur innerhalb des Gewerbes, sondern auch für die Kunden.

Bezüglich Schönefeld beispielsweise ist es so, dass die Tarife der Brandenburger Taxen (für die häufigsten Fahrten) höher sind als die der Berliner. Gleichzeitig geht ein Großteil der Fahrten nach Berlin, allerdings müssen die Brandenburger Fahrer keine Ortskundeprüfung für Berlin machen. Andererseits nehmen wir Berliner Taxifahrer den Brandenburgern natürlich jede Menge Fahrten weg, obwohl sie nicht in unserem Landkreis stattfinden – und wir müssen uns in Schönefeld selbst z.B. auch nicht auskennen. Je nachdem, wie die Lösung also aussieht, trägt ein Teil der Kunden oder ein Teil der Fahrer Nachteile mit sich herum. Die Leerfahrt für einen Brandenburger Taxifahrer von Nord-Berlin nach Schönefeld beispielsweise ist ärgerlich – soll er aber stattdessen lieber Kunden in für ihn fremdem Gebiet zu einem von den Kunden nicht gekannten Tarif befördern dürfen?

Ich hab da keine Patentlösung, präferiere im vorliegenden Fall tatsächlich eher eine Zusammenlegung des Gewerbes, aber es ist auch nicht so, dass „die Taxifahrer“ sich einfach bundesweit kabbeln ohne Sinn und Verstand. Zum einen stecken da ein Haufen Regelungen dahinter, für die wir nichts können, zum anderen ist viel Gekabbel dafür auch gerade im Sinne der Kunden.

Diese Betrachtungsweise vermisse ich im Tagesspiegel.

Auf den Tod nicht ausstehen …

kann ich ja die Kollegen, die ständig kurze Touren ablehnen. Die ganz besonderen Exemplare haben zudem ganz eigene Vorstellungen von „kurz“. Mir persönlich könnte das ja eigentlich total egal sein, wäre das nicht schlecht fürs ganze Gewerbe. Bei näherem Hinsehen sollte ja schließlich klar sein, dass kein Fahrgast plötzlich mal weiter weg fährt, bloß damit uns Taxifahrern das Geld reicht. Im Gegenteil: viele fahren nach wiederholtem Angepflaumtwerden gar nicht mehr und am Ende verdienen wir alle weniger – und nicht nur der besagte Kollege in dieser einen Stunde …

Irgendwie hab ich aber nicht die Hoffnung, dass alle Kollegen sich diesen offenbar so verdammt schweren Gedankengang mal erarbeiten.

Das Problem haben wir in Berlin natürlich nicht exklusiv gepachtet, und so ist auch der Undertaker vom Bestatterweblog bei seinem Ausflug nach Köln an so ein eher weniger lustiges Exemplar unseres Berufsstandes geraten. Der „Kollege“ hielt es für nötig, an einer 10€-Tour rumzumaulen.

Dass das hier in Berlin für eine Taxifahrt so ungefähr der Durchschnitt ist, wissen inzwischen die meisten meiner Leser. Aber nur mal so als Beispiel: gestern war kein guter Tag für mich und bei Twitter hab ich auch ein bisschen rumgejammert – aber ich hatte gestern keine einzige Tour über 10 €. Eine punktgenau, alles andere war darunter. Und wie sehr hab ich wohl meine Kunden angeschnauzt dafür? Arg schlimm kann es nicht gewesen sein, denn ich denke, die 25% Trinkgeld gestern sprechen für sich. Da liegt mein Schnitt nämlich normalerweise bei rund 10%.

Ich find’s schön, dass Tom auch noch einen anderen Fahrer hatte, der das Bild wieder geradegerückt hat – und auch die Bestatterweblog-Leser da jetzt nicht eine falsche Vorstellung von haben. Und die Hinweise auf GNIT in den Kommentaren haben mich natürlich auch gefreut. 🙂

Und die Leser, die vom Undertaker herübergewuselt kommen, heiße ich hiermit auch ganz herzlich willkommen!