Silvester und Taxifahren

oder: Alle Jahre wieder

Seit ich an Silvester Taxi fahre, schreibe ich jedes Jahr, wie das für uns Taxifahrer ist, was es in dieser Nacht für Kunden so zu beachten gibt und versuche ein wenig zu allgemeinem Verständnis aufzurufen. Von der Sache her würde ich’s heute wieder tun, aber als ich mir den Text von letztem Jahr durchgelesen hab, musste ich anerkennen, dass ich ihn nicht nochmal besser schreiben kann. Alle, die noch so neu sind, dass sie meine Hinweise nie gelesen haben, ist hier der Link:

Taxifahren an Silvester

Wesentlich besser kam aber die kurze und etwas frechere Liste vom Jahr davor an. Deswegen hab ich diese einfach nochmal kurz (inkl. Brot-Witz) in eine Grafik gepackt, die jeder gerne teilen kann, wo immer es gerade beliebt:

So wird das mit dem Taxifahren an Silvester was! Quelle: Sash

So wird das mit dem Taxifahren an Silvester was! Quelle: Sash

Auf eine Verlinkung bestehe ich nicht, aber ich rate es Euch. Dann landet die Wut auf Taxifahrer auch dort, wo sie hingehört: Bei mir (obwohl ich natürlich auch nix für den wie auch immer gearteten Anlass kann). 😉

Wenn überdies trotz der Grafik und des hyperinformativen Links noch Fragen offen sein sollten, dann scheut Euch nicht, sie in den Kommentaren zu stellen. Ich beantworte sie nach Möglichkeit gerne – und ein paar Fahrer aus anderen Städten schauen hier ja auch gerne mal vorbei …

Für all die, die bis dahin nicht mehr hier reinschauen: Guten Rutsch Euch!

Taxikunden in Berlin, ein Beispiel

Was man so allabendlich via Funk reinkriegt …

Wenn er trotzdem bezahlen würde, würde er kaum auffallen. Quelle: Sash

Wenn er trotzdem bezahlen würde, würde er kaum auffallen. Quelle: Sash

Tatsächlich ging kurz zuvor noch eine weitere Warnung raus, in der gesagt wurde, dass er kein Wort spricht, aber auch nicht mehr aussteigen will. Was halt so passiert …

Feiert schön Halloween!

Und nehmt Euch dann ein

Schbin gruselisch, weisstu? Quelle: Sash

Schbin gruselisch, weisstu? Quelle: Sash

Und zwar im Ernst! Die letzten zwei Wochen waren gruselig für uns Taxifahrer (was wohl an den Herbstferien lag), ich hoffe auf Halloween als Start ins gute Vorweihnachtsgeschäft. Also immer rein in unsere Kisten. Je weiter die Fahrt, desto gruseliger auch, was das Taxameter anzeigt … 😉

Jetzt geht’s los!

Am gestrigen Abend war ich nicht zu allzuviel zu gebrauchen. Ich hatte zu wenig geschlafen, ein eigentlich sehr leckeres Habanero-Chili hat mir unschön auf den Magen geschlagen, ich hatte keine Lust auf Menschen und war insgesamt eher griesgrämiger Natur. „Krank“ wäre also sicher eine Übertreibung gewesen, aber so richtig kundschaftstauglich war ich halt auch nicht. Glücklicherweise hab ich es geschafft, mir für solche Tage bis heute mehr als die Hälfte meines Urlaubs für dieses Jahr anzusparen. Schön, dass ich den bei meinen Chefs immer noch stressfrei rückwirkend eintragen lassen kann!

In der späten Nacht hab ich mich dann aber immerhin dazu aufraffen können, wenigstens mal das Auto zu holen, um heute Abend nicht allzu spät auf der Straße zu landen – das Wochenende rocke ich trotzdem! 🙂

Ebenfalls heute Nacht habe ich dann festgestellt, dass mein Betteln bei Euch erfolgreich war:

Ich bin in der Endrunde beim Amazon-Autorenpreis „Entdeckt!“! Und IHR entscheidet!

Jetzt, da es wirklich plausible Chancen auf den Gewinn des Preises gibt, nerve ich Euch noch ein wenig weiter damit: Bitte stimmt für mich! Hier geht es zur Abstimmung!

So simpel ist das Formular, das Sash glücklich macht! Quelle: amazon.de

So simpel ist das Formular, das Sash glücklich macht!
Quelle: amazon.de

Obwohl ich nach wie vor nicht mehr weiß, was genau es zu gewinnen gibt: Ich würde mich sehr freuen, mal einen Preis zu gewinnen und mich in die tolle Liste einreihen zu können!

Und nachdem die Veröffentlichung meines Buches, um das es ja geht, schon eine Weile zurückliegt, wollte ich nochmal anmerken, dass es nach wie vor die Möglichkeit gibt, als Journalist und/oder Blogger ein kostenloses Rezensionsexemplar zu bekommen. Schickt mir einfach eine Mail.

Ich würde mich freuen, wenn wirklich alle, die mir wohlgesonnen sind und einen Amazon-Account haben, ihre Stimme abgeben. Und das teilen und andere bitten, das auch zu tun. Von allem Quatsch, um den ich Euch in all den Jahren gebeten habe, ist das der bisher aufwandfreieste und mir vielleicht meistbedeutende. Bitte, bitte, bitte! 🙂

PS: Da ich selbst nicht abstimmen darf und ich folglich nicht weiß, ob es nach der Dateneingabe eine Fortschritts-, Prozent- oder sonstige Anzeige zum Stand der Dinge gibt, würde ich mich über Screenshots o.ä. im Laufe des Monats sehr freuen.

Die Währungsvielfalt wächst …

Zunächst dachte ich, da läge tatsächlich ein Euro im Fußraum. Wie sich herausgestellt hat, waren es zwei Zloty. Aber gut: Immerhin ca. ein halber Euro nach aktuellem Kurs. 🙂

Hatte es nicht sonderlich weit bis Berlin: 2-Zloty-Münze. Quelle: Fußraum

Hatte es nicht sonderlich weit bis Berlin: 2-Zloty-Münze. Quelle: Fußraum

„Glückwunsch“, „Kollege“!

Wenn mein Kunde nicht gelogen hat, wird ein bestimmter „Kollege“ bald unangenehme Post bekommen. Der Kunde jedenfalls war nicht nur sauer, sondern auch sehr überzeugt:

„Versteh‘ dit nich falsch! Ick bezahl‘ Euch jerne, keen Ding. Ick hab die nötjen Penunzen. Jeb auch imma Trinkgeld. Aba wenn mir eener verarschen will … nee, dit kriegt mein Anwalt, der macht dit schon, is mir ooch ejal jetze …“

Mein Kunde hatte laut eigener Aussage bisher 29 € berappen müssen. Für diese Strecke:

Tour für 29 € beim "Kollegen". Quelle: osrm.at

Tour für 29 € beim „Kollegen“. Quelle: osrm.at

Den Rest der Fahrt hat der Kunde dann mit mir gemacht (gleicher Maßstab), für 17,90 €:

Meine Tour für 18 €. (Zwischenziel wg. derzeitiger Baustellen) Quelle: osrm.at

Meine Tour für 18 €. (Zwischenziel wg. derzeitiger Baustellen)
Quelle: osrm.at

Sollte das alles stimmen und auch irgendwie nachzuweisen sein … dann sollte der Kollege die 29 € vielleicht besser sehr (!) gut verzinst anlegen …

Grid-IT: Hält, was es verspricht.

Die Grid-IT-Organisationshilfen von Cocoon scheinen gerade so eine Art Trend zu sein – und mit der Variante für die Sonnenblende (Amazon-Partner-Link) ist selbst mir unordentlichem Menschen ein Einsatzgebiet eingefallen: Das Taxi natürlich. Ich hab insbesondere in der Frühzeit des Blogs gelegentlich mal gejammert, dass im Auto so wenig (für private Sachen nutzbarer) Platz ist – woran sich nicht viel geändert hat. Ich bin inzwischen besser organisiert und fast jedes Teil von den Bonbons bis zum Quittungsblock hat seine Ecke gefunden – aber natürlich gibt es nichts, was sich nicht noch optimieren ließe. Ich hab das Grid-IT auf meine Wunschliste gepackt und es gehörte zu den Dingen, die dort am schnellsten jemals gekauft worden sind. Danke!

Und folglich fährt es seit einiger Zeit im Taxi mit.

Alles wesentliche dabei. Quelle: Sash

Alles wesentliche dabei. Quelle: Sash

Und es macht sich verdammt gut. Eine Halterung für die Tankkarte haben wir zwar ohnehin an der Sonnenblende gehabt – aber wie das Foto zeigt, bietet das neue Gadget dann doch noch ein wenig mehr Spielraum. Und auch wenn das mit der Tabasco-Flasche ein Gag fürs Foto ist (normalerweise trinke ich die gleich leer), der beim Einklappen wirklich stören würde, klappt das mit anderem Zeug ziemlich gut. Außerdem passt das Grid-IT super auf die Sonnenblende – wobei eine Befestigung an einer noch größeren unproblematisch wäre, da die Klettgurte, die das Ding halten, absolut ausreichend dimensioniert sind – da ist noch Spielraum. Überhaupt muss ich mal sagen, dass das ganze Ding ziemlich robust und gut verarbeitet wirkt. Allerdings sind die paar Schichten bisher natürlich für einen Langzeittest etwas kurz …

Nachteile gibt’s eigentlich keine – wenn einem in eingeklapptem Zustand nicht die zwei schwarzen Klettgurte rasend machen, weil man das seinem inneren Monk nicht klarmachen kann – wobei dann evt. ein zweites Grid-IT auf der Beifahrerseite die nötige Symmetrie wieder herstellt. Und auch wenn man die Sonnenblende nicht mehr ganz bis zum Anschlag einklappen kann: Selbst mich mit meinen 2,03 Metern stört das nicht, da geht’s um 3 cm weniger Raum – aber das muss man natürlich auch je nach Auto  und persönlicher Sitzposition für sich selbst erörtern.

Das für mich unschlagbar praktische an dem Teil ist, dass ich es (abgesehen von der Tankkarte, die brauchen die Kollegen ja auch) einfach so, schon vorbestückt, von Zuhause mitnehmen kann, im Taxi kurz ranmachen und danach wieder mitnehmen. Da hab ich schon in der Tasche weniger Chaos als vorher. Ein Problem gibt’s natürlich, das sollte ich nicht verschweigen: Wenn man das Ding mal versehentlich vergisst, wieder mitznehmen, hat man seinen halben Hausstand im Auto gelassen. Ich hoffe, mein Kollege klaut mir nicht alle Bonbons, während Ihr das hier lest …

Haben irgendwelche Kollegen auch Erfahrungen mit dem Teil – oder eine anderweitig coole Alternative an ihrer Sonnenblende zum Raumgewinn?