Happy Birthday!

So, nun isses amtlich: gestern-nacht-im-taxi.de ist heute genau ein Jahr alt. Wenn ich so in meine Statistiken sehe, dann dürfte ein Großteil von euch die Geburt nicht mitbekommen haben. Es hat schon so ein bisschen was von Kindheitserinnerungen, wenn ich darüber nachdenke, wie damals die Kommentarschlacht beim Abschieds-Artikel auf sashs-blog.de verlaufen ist. Meine erste Blog-Auskopplung, hach! 😉

Dass es schon so lange her ist, dass ich diesen Willkommens-Text hier geschrieben habe…

Aber es ist auch verdammt viel passiert in diesem einen, im Grunde lächerlich kurzen Jahr.

Heute vor genau 365 Tagen hab ich gespannt gewartet, was passiert. Wie groß würde der Ärger sein? Oder die Freude? Wie gefällt das Design, wie viele Besucher werden es werden? So eine wirkliche Neugründung hatte ich ja noch nie durchgezogen davor.

Naja, und jetzt? Wenn ich aufstehe, werde ich mich mit einem Journalisten vom Tagesspiegel treffen. Der will ein Interview für ein Portrait haben. Abgebrüht genug, um das alltäglich zu finden, bin ich zwar noch nicht – aber gerade die letzten Tage haben bin ich ja gleich mehrfach in der Presse erwähnt worden, was letztlich alles auf den Artikel von Daniel Bouhs von der dapd zurückzuführen war.  Aber auch Jörg Schieb bloggte eine gnadenlos positive Rezension. Meine 15 Minuten Ruhm hatte ich im Endeffekt damit, immerhin erreichte der dapd-Artikel mit den Stuttgarter Nachrichten sogar meine alte Heimat. Für einen kleinen Taxiblogger in Berlin gar nicht schlecht 🙂

Vor einem Jahr hab ich Twitter noch nicht genutzt, um gelegentlich mal von der Schicht aus Meldungen abzugeben. Ich war auch noch nicht bei Facebook angemeldet, wo inzwischen nicht nur einige Leser meine Freunde sind, sondern ebenso einige meiner GNIT-Seite dort schon den Gefällt-mir-Status zuerkannt haben. Und Google+ gab es damals noch gar nicht, also konnte ich damals auch noch nicht schreiben, dass ich da auch dabei bin 😉

Inzwischen kann ich hier nicht einmal mehr eine kurze Unfallmeldung raushauen, ohne dass es in irgendeiner Form Feedback gibt. Das ist echt eine prima Sache, und ohne das viele Zutun von euch Lesern würde es mir nicht so leicht fallen, die gar nicht so wenige Zeit hier in das „Projekt“ zu stecken. Mal abgesehen davon, dass ihr mir ja auch immer wieder sehr nette Geschenke über meinen Wunschzettel bei Amazon zukommen lasst oder mich regelmäßig flattrt.

Einige von euch hab ich nun auch schon im Taxi bei mir sitzen gehabt und soweit ich das sagen kann, sind wir in der Regel gut miteinander ausgekommen. OK, der Jo konnte mal nicht zahlen, aber das gilt nicht! 😉
Nach wie vor bleibe ich dabei, dass der Job Spaß machen kann. Die netten Kunden überwiegen bei weitem und ihr alle könnt ja mitlesen und mich bedauern, wenn eine der berühmten regelbestätigenden Ausnahmen ausgerechnet bei mir im Auto landet.

Im Grunde ist also eigentlich alles bestens. Von Beginn an gewinnt GNIT im Schnitt ein bis zwei Leser täglich, und wenn ich mir eines wünschen würde, dann dass das noch ein bisschen so weiter geht. Ich werde nicht zum Geburtstag das Betteln anfangen, aber ich freue mich über jeden Feed-Abonnenten, jeden neuen Leser, jeden Link und jede Empfehlung. Natürlich auch über jedes Geschenk und jedes Treffen, alles was irgendwie dazu beiträgt, dass ich mich auch am zweiten, dritten, fünften oder vielleicht sogar zehnten Geburtstag von GNIT ein wenig freuen kann. Denn wenn es nach mir geht: Ich hab noch ein paar Jährchen bis zur Rente 😉

Unfall…

Und vorletzte Nacht – also der auf den Montag – war mal wieder ein Unfall mit Taxibeteiligung zu beklagen. 3 Leichtverletzte ist die Bilanz und natürlich eine miese Schicht. Gute Besserung wie immer an alle Beteiligten!

Taxis oder Taxen?

Die Frage nach dem richtigen Plural des Wortes „Taxi“ zieht sich durch alle Bereiche, in denen das Wort gebraucht wird. Und ebenso wie auf irgendwelchen halbhilfreichen Frageseiten für Suchmaschinenlegastheniker finden sich auch im wirklichen Leben an erster Stelle immer wieder die Leute, die mit ihrem sicher mühsam angeeigneten Halbwissen prahlen:

„Taxen! Glaub doch dem schlauen Fritz, dass das Taxen heißt und nicht Taxis!“

Ich widerspreche renitenten Fahrgästen nicht prinzipiell – aber wenn ich von einem Thema mal wirklich Ahnung habe, dann kann ich mich im Beisein Dritter auch nicht zurückhalten.

„Tut mir sehr leid, aber da muss ich sie enttäuschen…“

Nun ist die Frage tatsächlich ein wenig kompliziert, da sich natürlich ausgerechnet bei diesem Wort ein wenig die Umgangssprache mit der Hochsprache vermischt – und keine der beiden per se irgendwie „schlechter“ oder „falsch“ ist. Instinktiv ordnet man Taxi als eines der Worte ein, bei denen man als Kind besonders aufpassen muss. Sowie es keine Globusse und Atlasse gibt, gibt es eben auch keine Taxis. Aber das stimmt nicht. So gibt der Duden als einzige Pluralform „Taxis“ wieder und befindet sich damit mit der Wikipedia (siehe auch die Diskussion), bzw. auch dem Wiktionary und den dort verlinkten Referenzen in Einklang.

Insgesamt scheint der Plural „Taxis“ also korrekt zu sein, auch wenn die Rechtschreibung nach dem Duden nicht mehr bindend ist.

Nun kommt der Begriff „Taxen“ aber zweifelsohne oft vor – und zwar nicht zu Unrecht. „Taxen“ existieren im Sprachgebrauch durchaus auch, allerdings als Plural des Wortes „Taxe“. Die „Taxe“ beschreibt hingegen hochsprachlich eine festgesetzte Gebühr und „nur“ umgangssprachlich wird der Begriff synonym ebenso wie das „Taxi“ verwendet. So kommt es, dass viele Menschen im Singular zwar „Taxi“ sagen, im Plural aber auf das vermeintlich schönere Wort „Taxen“ zurückgreifen.

Und damit lässt dich die Problematik wie folgt beantworten:

Die korrekte Mehrzahl von „Taxi“ ist „Taxis“. Es ist allerding überhaupt nicht schlimm, „Taxen“ zu sagen, da es zumindest umgangssprachlich das selbe Objekt bezeichnet.

Und wer sich jetzt ärgert, dass er da eventuell ewig falsch gelegen hat, der darf sich vor Augen halten, dass es nicht einmal die für die Beschilderung der Stadt zuständigen Ämter wirklich vernünftig umsetzen können:

Heißt es Taxis oder Taxen? Eigentlich falsche Schilder. Quelle: Sash

Den „schlauen Fritz“ hat das alles im Übrigen nicht überzeugt. Der rennt weiter durch die Gegend und erzählt, dass der Plural „Taxen“ heißt. Man kann ja nicht alle erreichen…

Quickies

So, am Wochenende bin ich ja immer viel beschäftigt. Einige Dinge graben sich stets ins Hirn, es will aber kein kompletter Blogeintrag daraus werden. Deswegen hier eine kurze Auswahl an nicht existenten Blogeinträgen.

Der erste hätte sich mit der Frage beschäftigt, wieso ausgerechnet der Taxistand, bzw. der Bahnhofsvorplatz als Umkleide, bzw. Entkleide gebraucht wird. Zurückzuführen ist diese recht seltsam anmutende Frage auf das Verhalten zweier junger Mädels, die sich noch schnell vor dem Clubbesuch ihrer Höschen entledigen wollten. Es ist sicher eine Frage des persönlichen Empfindens, ob man sich das auch öffentlich zutraut – die beiden wirkten aber ziemlich um Privatsphäre bemüht. Als Tipp würde ich mal den Parkplatz gegenüber nennen. Sind keine 30 Meter Fußweg, dennoch sinkt die Zuschauerzahl von 100 auf 0. Inklusive irritierter Taxifahrer…

Der zweite nicht geschriebene Blogeintrag wäre eine Rezension des Films „Unknown Identity“ geworden. Ich fand ihn eigentlich ganz nett und unterhaltsam, aber natürlich hab ich mich über die Taxiszenen gewundert. Mal abgesehen davon, dass die inexistente im Film auftretende Firma natürlich quasi das organisierte Verbrechen selbst war: Es tut weh, als Taxifahrer zu sehen, wie eine Kollegin vom Adlon zum Flughafen Tegel als „schnelleren Weg“ irgendwie bei der Oberbaumbrücke vorbeikommt (um dann auch noch in die Spree zu fallen). Aber so ist das wohl, wenn man eine Stadt halbwegs kennt: Die Fiktion tut weh 🙂

Am frühen Morgen des Samstags hat mich dann auf der Leipziger Straße die betrunkene Beifahrerin in einem dunkelgrünen BMW ziemlich schamlos angebaggert, was ich allerdings eher als Scherz aufgefasst habe. Noch niveauloser waren nur zwei Jungs, die an einer Ampel bei mir einen Whopper bestellen wollten. Berlin, wie es leibt und lebt.

Zu guter Letzt gab es aber auch noch eine süße Begebenheit in letzter Zeit. Ich hab einen wirklich sehr sehr netten und schüchternen jungen Mann in einen Vorort gefahren. Es war an der Fahrt alles ok, aber auch alles belanglos. Die Strecke war nicht schwierig, der Kunde nett aber recht stumm und der Preis war kein Thema. Das Trinkgeld war durchschnittlich und ich bin nicht einmal durch irgendwelche Glasscherben gefahren. Es ist einfach nix passiert. Am Schluss hab ich bei ihm im Wohngebiet gewendet und dann mitbekommen, dass er tatsächlich an der Türe gewartet hat bis ich wieder vorbeigekommen bin, um mir zum Abschied nochmal zu winken…
Manchmal sind die Kunden ja schon niedlich 😀

Mal wieder ein Überfall

Gestern Nacht ist im Taxi mal wieder nicht alles in Ordnung gewesen. Ein Kollege wurde in Charlottenburg überfallen und seiner Tageseinnahmen beraubt. (Link zur Polizeipressemeldung)

Wie immer wünsche ich dem Kollegen alles Gute!

Und wenigstens hat sich das Arschloch nur für eine kurze Strecke ins Auto gesetzt. Hilft jetzt sicher auch nicht viel, aber mich persönlich würde es nerven, wenn ich den Typen auch noch durch die ganze Stadt kutschiert hätte…

Sonne!

In diesem Sommer kann man einen sonnigen Abend ja mal als Sondermeldung verkünden: Hier scheint die Sonne und die Temperaturen sind auch wieder ok. Am Wochenende bei der Arbeit sah das eher so aus:

Doof: Regen. Gut: Taxi. Quelle: Sash

Klaus hat zwar schon geschrieben, dass das Wetter auch Vorteile hat, aber mir ist es jetzt trotzdem Recht, mal wieder ein paar Sterne bei der Arbeit zu sehen…

Haubentaucher 3 (oder so)

Irgendwie wird gerade seit ein paar Tagen das Anti-Spam-Plugin übermütig 🙁

Dementsprechend gilt dasselbe wie drüben bei Sashs Blog derzeit: Sagt mir bitte im Zweifelsfall Bescheid! Ich hab jetzt ein paar Kommentare eigenhändig rausgeholt. Das Plugin sollte eigentlich lernfähig sein, sodass das kein zweites Mal passiert. Sorry jedenfalls, falls es deswegen mal ein Weilchen dauert, bis ich einen Kommentar freischalten kann…