Vielen Dank!

Gut, die OP ist abgeblasen. Alles nicht so doll, kann man –so man will – in meinem privaten Blog nachlesen. Vorteil: ich stehe nicht unter Drogen und kann noch schnell was schreiben. Auch jetzt aber belasse ich es bei einem kurzen Link.

Carmen Schucker vom Tagesspiegel nennt „20 Gründe (zurück) nach Berlin zu ziehen„.

Das alles ist an sich nicht weiter wichtig und ich persönlich hätte die Dunkin‘-Donuts-Schwemme vielleicht nicht als Pro-Argument gesehen. Aber immerhin hat Frau Schucker bereits an dritter Stelle darauf verwiesen, dass Berlin die nettesten Taxifahrer hat. Da möchte ich mich doch gerne mal stellvertretend für alle Kollegen bedanken! 🙂

Taxifahrer und Krankenhäuser

So, ich werde in den nächsten Stunden ein wenig schlafen und anschließend als Taxikunde ein wenig durch Marzahn torkeln. Das hat nichts mit gestörtem Tag-Nacht-Rhythmus und Drogenmissbrauch zu tun, auch wenn’s mir besser gefallen würde als die Zahn-OP unter Narkose, um die es eigentlich geht. Aber gut, während ich auch ohne Prügelei mal „dicke Fresse“ ausprobiere, dürft ihr natürlich auch alle mal fremdlesen.

Eine kleine nette Taxifahrt aus der Kundensicht hat Nessy niedergeschrieben. Und auch dort geht’s zum Krankenhaus. Gefällt mir. 🙂

Wenn ihr sowas findet, könnt ihr mir gerne eine Mail schicken. Ich freue mich immer über Texte aus dem Taxi und ich verlinke sie gerne. Diesen hab ich wie so vieles über Maximilian Buddenbohm gefunden.

Noch ’ne Baustelle …

Ich hab hier über Rassismus geschrieben, kurz davor war mehr nebenbei in den Kommentaren auch Sexismus ein Thema – eines, das jetzt durch die #Aufschrei-Debatte immerhin auch in den Massenmedien breitgetreten wird.  Was aus all den Missständen in unserer Gesellschaft wird, ist nicht abzusehen. Noch nicht einmal, wie sich die Debatte entwickeln wird. Es kommen ja immer und immer wieder aus allen Löchern die Leute gekrochen, die „War halt schon immer so“ für ein brauchbares Argument halten.

Die nächste brachliegende Baustelle, Homophobie, hat Aro in einem sehr lesenswerten Text aufgerissen. Wie meine Fahrt mit Aguso ist es nur eine kleine Taxigeschichte, eine kleine, fast schon private Story – und dennoch Spiegelbild einer Gesellschaft, die sich zwar inzwischen hier und da redlich müht, Gleichberechtigung zu schaffen, in der es aber dann doch wieder in allen möglichen Nischen daran mangelt. Und wenn es „nur“ die Familie ist.

Mich bewegt diese Geschichte, denn im Gegensatz zu den ganzen „Kritikern“ führt mir das doch immer wieder vor Augen, dass ich völlig unverständlicherweise Glück gehabt habe – einfach, weil ich zufällig ein interesse für Frauen entwickelt habe. Die Vorstellung, dass meine Umwelt – noch dazu Respekts- und Vertrauenspersonen – mir das auszureden versucht hätten, die geht ganz ehrlich nicht einmal ansatzweise in meinen Kopf!

Und trotzdem passiert das zigtausendfach. Hier und heute. Und Aro hat einen von ihnen getroffen. Naja, nicht nur getroffen 😉

Und eine geniale Taxigeschichte ist es noch dazu.

Glück mit kurzen Touren (3)

Nein, reingelegt! 🙂

Noch eine kurze Tour kann ich gerade gar nicht vorweisen. Zumindest keine erwähnenswerte vom Stand aus. Aber ich würde mich freuen, von Euch (sowohl von Kollegen als auch Kunden) zu hören, was ihr zum leider öfter vorkommenden Ablehnen dieser Fahrten sagt. Also ganz ehrlich, auch wenn es vielleicht nicht meiner Meinung entspricht. Dass da nicht alle meiner Meinung sind, weiß ich schon selbst … 😉

Tut mir den kleinen Gefallen und stimmt drüben im Taxihaus-Berlin ab:

Taxihaus-Berlin – Das mit den kurzen Fahrten …

Mutiger Kollege

Ich hatte mich gestern schon gewundert, was am Ostbahnhof wieder los ist. Eine Stunde vor Mitternacht brach ein Höllengewitter von Polizeisirenen von überall her über die Gegend herein und als ich mit einem Kunden die Halte verließ, sah ich an der Koppenstraße einen Kollegen quer auf der Straße stehen, umringt von drei Polizeiwagen. Dazu kamen dann noch etliche weitere, ein wirklicher Grund zum Anhalten bot sich nicht. Niedlich zu erwähnen wäre noch der Cop, der sich verfahren und mich auf der Schillingbrücke in Richtung Kreuzberg überholt hat – um dann an deren Ende pflichtschuldigst zu wenden und den Kollegen hinterher zu eilen, die ihm auch dort entgegen kamen.

Was da los war, hat mich in Anbetracht der Taxibeteiligung durchaus interessiert, meine nächsten Fahrtziele allerdings waren Kreuzberg, Kleinmachnow und Rudow. Und danach hatte ich das Tara auch wieder vergessen. Aber auch für solche Fälle hab ich ja die Polizeipressemeldungen abonniert. Und siehe da:

Taxifahrer hält Räuber fest

Im Übrigen keinen Taxiräuber. Der Kollege hat einen Raubüberfall beobachtet und den vermeintlichen Täter mit dem Taxi verfolgt und die Polizei verständigt. Der Kollege hat von der gestrigen Schicht sicher noch mehr zu erzählen als ich …

Sind Taxen politisch aus der Mode?

Zu den Irrungen und Wirrungen bei der Modemesse Panorama derletzt habe ich mich auf der Seite meiner Chefs ausgelassen. Ist nicht uninteressant, was sich da neben dem gelegentlich auflodernden Streit um den neuen Flughafen jenseits der Öffentlichkeit in den letzten Wochen abgespielt hat. Und ein wenig zynisch ebenso.

Hier geht’s lang: Aus der Mode: Taxen?

Zweiundsechzig

Ja, zugegeben, das ist mein Alter mal zwei. Viel schlimmer aber: Es kann in Cent auch mal ein Stundenlohn sein. Und das nicht in Sri Lanka, sondern hier in Deutschland.

Wie bereits vor kurzem angekündigt, bloggt Busfahrer Michael jetzt auch übergangsweise aus dem Taxi. Und dort hat er eben jene Erfahrung gemacht, die bei all uns Taxifahrern zum Horrorszenario gehören: ewiges Warten.
Und zwar so extrem, dass selbst meine miesesten Abende weit übertroffen werden. Leider, füge ich als chronisch unterfinanzierter Kollege gerne an.

Ein bisschen Aufmunterung tut ihm sicher gut, also los:

FiF24 – Die zweite Nachtschicht im Taxi (Teil 1)

Weniger mit Zahlen, dafür mehr mit Farben hatte es da Aro, der einen sehr schönen Text über die Landjugend geschrieben hat. Definitiv auch einen Besuch wert:

berlinstreet – Grüne Jungs