Ich hab hier über Rassismus geschrieben, kurz davor war mehr nebenbei in den Kommentaren auch Sexismus ein Thema – eines, das jetzt durch die #Aufschrei-Debatte immerhin auch in den Massenmedien breitgetreten wird. Was aus all den Missständen in unserer Gesellschaft wird, ist nicht abzusehen. Noch nicht einmal, wie sich die Debatte entwickeln wird. Es kommen ja immer und immer wieder aus allen Löchern die Leute gekrochen, die „War halt schon immer so“ für ein brauchbares Argument halten.
Die nächste brachliegende Baustelle, Homophobie, hat Aro in einem sehr lesenswerten Text aufgerissen. Wie meine Fahrt mit Aguso ist es nur eine kleine Taxigeschichte, eine kleine, fast schon private Story – und dennoch Spiegelbild einer Gesellschaft, die sich zwar inzwischen hier und da redlich müht, Gleichberechtigung zu schaffen, in der es aber dann doch wieder in allen möglichen Nischen daran mangelt. Und wenn es „nur“ die Familie ist.
Mich bewegt diese Geschichte, denn im Gegensatz zu den ganzen „Kritikern“ führt mir das doch immer wieder vor Augen, dass ich völlig unverständlicherweise Glück gehabt habe – einfach, weil ich zufällig ein interesse für Frauen entwickelt habe. Die Vorstellung, dass meine Umwelt – noch dazu Respekts- und Vertrauenspersonen – mir das auszureden versucht hätten, die geht ganz ehrlich nicht einmal ansatzweise in meinen Kopf!
Und trotzdem passiert das zigtausendfach. Hier und heute. Und Aro hat einen von ihnen getroffen. Naja, nicht nur getroffen 😉
Und eine geniale Taxigeschichte ist es noch dazu.