Tankkarte

Ich unfehlbarer Held hab bei meinem letzten Wochenendeinsatz dummerweise die Flottenkarte für Total in meinem Portemonnaie liegen lassen, sprich: mit nach Hause genommen. Da hilft sie meinem Tagfahrer natürlich nur bedingt. Ihm ist das Fehlen der Karte erst gestern aufgefallen, woraufhin er mich angerufen hat, um sicherzugehen, dass sie nicht etwa komplett verloren gegangen ist.

In unserem Fall ist das echt kein Problem: Wir können jederzeit mit unseren Einnahmen bar bezahlen und die Rechnung bei Cheffe auf den Tisch legen. Bei einer kompletten Tankfüllung Erdgas sind das ohnehin maximal 20 €, kein Grund, sich wirklich Sorgen zu machen. Macht mein Tagfahrer offenbar doch, denn er hat am Telefon darüber sinniert, ob er jetzt erstmal auf Benzin fährt und dann eine Aral-Tankstelle sucht (für die wir auch eine Karte im Wagen haben).

Man kann sich das Leben auch kompliziert machen 🙂

GNIT 2012, Nachwort

Ich wollte mich zunächst einmal bedanken für das doch ganz ansehnliche Feedback auf meinen GNIT 2012-Artikel.

Insbesondere bin ich fasziniert, dass es so wenige kritische Stimmen gegeben hat – ich hätte eher vermutet, dass der eine oder die andere mehr auszusetzen hätte. Was mich gefreut hat, dass so ziemlich alles in irgendeiner Form Zuspruch gefunden hat, was ich hier so schreibe. Natürlich mag nicht jeder alles, aber eine umfassende Ablehnung für bestimmte Artikel gab es auch nicht. Schön. 🙂

Ich wollte eine Rückmeldung geben, weil es auch kritische Stimmen zur Nachfrage an sich gab. Mir ist schon bewusst, dass ich diejenigen frage, denen es natürlich mehr oder minder gefällt. Andererseits seid ihr auch die einzigen, die sich ein Urteil erlauben können. Ich kann mir doch keine Aushilfskommentatoren einkaufen, die anhand von 3 Artikeln ein Urteil über meinen Blog fällen 😉
Vor allem aber: Ein Blog wie GNIT ist ohnehin nur schwer planbar. Einen Großteil machen die Geschichten aus – und die kommen mehr oder minder so hier raus, wie sie bei mir im Taxi reinkommen. Da hab ich kaum Einfluss drauf. Aber natürlich kann ich mich kürzer fassen, wenn einer Mehrheit das gefallen würde. Wenn bemängelt worden wäre, ich wäre zu vulgär, dann könnte ich das in meine Überlegungen beim Schreiben einfließen lassen… solche Dinge.

Was ich damit nicht sagen wollte, ist, dass ich wegen ein paar Kommentaren plötzlich alles umschmeiße. Mir ging es um kleine konstruktive Denkanstöße. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Was ich jetzt zum Beispiel mitgenommen habe, ist der Wunsch nach mehr Fotos. Ich hab in letzter Zeit sehr wenig fotografiert, das ist also tatsächlich was, was ich mal wieder mehr machen könnte. Deswegen braucht aber dennoch niemand befürchten, dass das jetzt ein Foto-Blog wird 🙂

Es hilft einfach ungemein, auch mal ein paar Meinungen zu hören, die man sonst nur sehr vereinzelt mitbekommt. Aber keine Sorge: Ich mach ansonsten so weiter wie bisher.

Und da ja Fotos gewünscht waren… gibt es hier eines von meinem Chef beim Tischkickern:

Arbeitsauftrag Torschuss. Quelle: Sash

Da ich in Kürze auch für Cheffe bloggen werde, ist das quasi in doppelter Hinsicht ein Ausblick auf 2012 hier bei GNIT.

Parties und Heimwege

Glücklicherweise bietet WordPress ja die Möglichkeit, Artikel vorzudatieren. Nach der Weihnachtsfeier am Mittwoch hätte ich im Laufe des gestrigen Tages wohl kaum einen Artikel zustande gebracht. Es war nicht nur der Verzögerungstaktik der Kellner zu verdanken, dass es spät wurde. Das Essen war an und für sich lecker – wenngleich ich als Nicht-Freund von Grünkohl etwas unangenehm überrascht war, dass sie selbigen mit dem Rotkohl zusammen auf den Teller getan haben. Naja, das Essen war um 19 Uhr angedacht, um 19:30 Uhr kam dann schon die Suppe…

Ein Blick in die Küche… Quelle: Sash

Letztlich verzögerte sich der Umzug zur Firma um eine halbe Stunde, was am Ende aber sicher nicht mehr viel ausgemacht hat. Nach dem Anstoßen aufs Firmenjubiläum wurde es dann ziemlich ungeschäftlich und nach etlichen Bier und einigen Tischkicker-Matches war ich einer der drei letzten, die den Laden in den Morgenstunden verlassen haben.

Ein bisschen wie eine WG-Party... Quelle: Sash

Wenngleich ich wohl immer gesagt hätte, Feiern in der Firma selbst sind eher weniger gut als welche auf neutralem Gebiet, war das gestern letztlich fast mit Parties meiner alten WG zu vergleichen. Mit etwas angehobenem Durchschnittsalter, aber schon wegen Billard und Kicker richtig gut. Aber eines ist klar: Aus dem Alter, unbeschadet so heftig feiern zu können, bin ich wohl auch langsam raus.

Mit etwas Zufall hab ich tatsächlich einen Fahrer nach Hause erwischt, den ich persönlich kannte. Ich hoffe nur, dass ich ihn nicht zu sehr überfordert hab mit meinem sicher recht abenteuerlichen Geschichten. Naja, das werde ich sicher irgendwann in Erfahrung bringen können. 🙂

Oh du geschäftliche…

So, wenn ihr das lesen könnt, dann bin ich quasi auf dem Weg zu unserem alljährlichen betrieblichen Weihnachtsessen. Eine – im Übrigen tatsächlich gemütliche – Tradition, die es im Taxigewerbe offenbar nicht mehr allzu oft gibt.

Wie es dieses Jahr wird, ist noch nicht sicher zu sagen, denn offenbar planen meine Chefs noch etwas Besonderes.  Zumindest werden wir dieses Mal nicht ewig im Restaurant bleiben – was aber nicht heißen muss, dass ich in zwei Stunden wieder da bin. Abgesehen davon, dass sie nun in neue Räume gezogen sind, steht dieses Jahr auch noch ein rundes Firmenjubiläum ins Haus – vielleicht wird es also eher eine zweite Runde im Hauptquartier geben? Und später werden heute 🙂

Ich freue mich jedenfalls, diese oder jene Kollegen mal wiederzusehen, die ein oder andere Geschichte zu hören – und natürlich auf Speis und Trank. Dieses Mal könnte es sein, dass ich im Nachhinein etwas mehr davon berichte als sonst, mal schauen. Auch wenn ich noch nicht alles mit letzter Sicherheit sagen kann, es wird wahrscheinlich nicht mehr lange dauern bis, ich euch die Leute mal vorstelle, die sich trauen, mich als Arbeitnehmer einzustellen. Dass den ein oder anderen das interessiert, weiß ich ja… aber das wird aluch ales noch eine größere Sache und heute ist doch eigentlich erstmal nur Weihnachtsfeier!

Also: Ich, jetzt, lecker!

Hoffe, ihr habt auch einen angenehmen Abend, bei meinem bin ich mir doch schon im Vorfeld recht sicher 😀

Und wer weiß: Vielleicht bringe ich ja sogar die ein oder andere Kollegengeschichte  mit. Soll ja andere Taxifahrer geben, die auch mal erwähnenswerte Kundschaft an Bord haben. Ich werde zwar sicher nicht mit einem Block unterm Arm rumrennen, aber es wären ja nicht die ersten Geschichten, die vom Hörensagen hier im Blog landen. Aber das wird man sehen…

Ah, Chefvisite…

In der Hoffnung, meine Chefs sehen in mir nicht den Dittsche des Unternehmens, wähle ich Ingos Standard-Aussage hier mal ironisch als Einleitung. Ter Taxi-Content ist nach wie vor mau, da ich zum Zeitpunkt des Schreibens immer noch zu Hause sitze und Antibiotika futter, die etwa so schmecken wie der Bio-Müll in der Tonne vor meinem Haus riecht.

So ganz entbindet es einen als Arbeitnehmer dann aber dennoch nicht von den Pflichten, und so bin ich einmal mehr im Büro aufgeschlagen. Irgendwann möchten auch meine Chefs gerne mal abrechnen – was auch Sinn ergibt, da sie anders mein Gehalt gar nicht ermitteln können. Naja, so ganz ohne war der Besuch allerdings ohnehin nicht, schließlich war ich vor einem Monat das letzte Mal da und das noch unverheiratet, gesund und am alten Standort.

Während ich meinen Familien- und Gesundheitsstatus aktualisiert habe, haben meine Chefs die Adresse gewechselt und der Abrechnungstermin wurde somit auch zu einer Begutachtung der neuen Räumlichkeiten. Und holla die Waldfee! Ich bin zuversichtlich, in näherer Zukunft auch mal Fotos zeigen zu können. Die Tatsache, dass ich meine Chefs vor der Welt verstecke, missfällt nämlich niemandem mehr als den beiden selbst und so langsam werden die Angebote dreistellig, da lohnt sich das Nachdenken dann nochmal mehr 🙂

Auf jeden Fall haben sie eine neue Bleibe und ich bin ehrlich: Ich bedauere es fast, nicht öfter dort vorbeizukommen. Die Grundfläche der Büros hat sich verdreifacht und meine Chefs haben das insbesondere genutzt, um für uns Fahrer nette Aufenthaltsräume mit Billard und Tischkicker einzurichten, was zusätzlich zum Design des Ganzen – das mir sehr zusagt – eine rundum gelungene Sache ist.

Die Abrechnung selbst war kein Hexenwerk, insbesondere das Geldzählen war bei 2 Arbeitstagen letzten Monat relativ schnell erledigt. Und dank meiner immer noch sehr geschundenen Stimme hab ich nicht nur eine Familienpackung Mitleid bekommen, sondern ein viel geschätzter Kollege hat mich auch einmal mehr spontan nach Hause gefahren, was er im Übrigen fast immer macht, wenn wir uns mal außerhalb des Taxis sehen. Sehr lobenswert aus Sicht eines Nichtwagenbesitzers 😀

Ansonsten gab es – es ist ja inzwischen Dezember – gleich die alljährliche und obligatorische 1kg-Pralinenpackung von Cheffe, bei der ich mich einmal mehr überwinden muss, sie nicht als Gewinnspielgewinn an euch weiterzureichen… (mache ich natürlich nicht!)

A prospos Gewinnspiel: Nur noch heute – am 6. Dezember kann man einen Kommentar unter dem Gewinnspiel-Artikel hinterlassen und Schoki abstauben! Ebenso läuft heute um 23.59 Uhr das Bonus-Gewinnspiel mit den kniffligen Fragen von Aro aus, bei dem es Bücher zu gewinnen gibt. Insbesondere, weil es immer noch so aussieht, als würde ich meine Wette verlieren, würde ich bitten: Schreibt einen Kommentar, wenn ihr es noch nicht getan habt. Hey, entweder man gewinnt Schokolade dafür oder man hat 10 Sekunden Zeit verloren. Das isses doch wert, oder?

So, dann hoffe ich mal, dass der Nikolaus schneller an euren Stiefeln war als der Nachbarshund, der immer in alle Schuhe… ich schweife ab. Schönen Tag euch allen!

Chefflüsterer

Es ist so, dass man fast automatisch ins Flüstern verfällt, wenn man angeflüstert wird. Merke ich gerade deutlich, denn meine Stimme ist komplett weg. Sonst bin ich auf dem Weg der Besserung, aber bei der Stimme hab ich mir echt was tolles rausgelassen.

Nun wollte ich meinen Chef auch mal darüber informieren, was ich mehr oder minder notgedrungen per Telefon machen wollte. Dabei wirkte es wirklich völlig absurd, dass mein Chef auf die Frage, ob er mich verstehe, „Ja!“ zugeflüstert hat. Wer ich bin, wusste er allerdings nicht. Hab’s trotzdem verraten 🙂

Kurz und knackig:

Sieht nicht gut aus für Taxigeschichten. Muss mal mein schlaues Buch durchforsten, ob ich noch irgendwelche Kleinigkeiten finde…

Versammlungen

Sollte irgendwer von euch sich mal Abends durch die Straßen Berlins bewegen und unerwartet vor einer seltsamen Truppe stehen, die zu einem überproportionalen Anteil aus Rentnern in Lederjacken und zu einem unterpoportionalen Anteil aus Frauen besteht, dann könnte es sein, dass ihr mitten in eine Betriebsversammlung eines Taxiunternehmers geraten seid.

Die meisten meiner Leser wissen ja, dass ich sehr zufrieden bin mit meinen Chefs. Ich habe zwar keine Erfahrungen mit anderen Taxiunternehmen gemacht, aber der gute Eindruck verfestigt sich mit jedem Aufeinandertreffen und allem, was ich so aus anderen Betrieben höre. Nun also eine Betriebsversammlung! Haben wir auch nicht alle Tage, deswegen wollte ich das mal erwähnen.

Bei uns in der Firma verändern sich seit einem Jahr und bis in die Zukunft hinein etliche Dinge. Das fängt bei kleinen organisatorischen Sachen im Alltag an, geht weiter mit enormen Verbesserungen in einzelnen Bereichen und endet wahrscheinlich noch nicht einmal mit dem an sich schon nicht unbedeutenden Umzug des Firmensitzes.

Im Laufe des gestrigen Abends wurden teils wichtige Fragen abgestimmt und auch wenn ich sicher nicht mit allen Ergebnissen zufrieden bin, achte ich es sehr, dass selbst bei Fragen, bei denen es um einiges an Geld ging, die Fahrer in die Entscheidung einbezogen worden sind. Amüsiert werde ich beispielsweise in den nächsten Monaten mal mitverfolgen, wie meine Chefs es bewerkstelligen wollen, für mich eine Jacke mit Firmenaufdruck zu finden. Ich sag nur 3XLT 😉
Das heißt allerdings nicht, dass wir jetzt Uniformen tragen, ich würde mich über eine neue Jacke freuen und meine Chefs werden das irgendwann als spannenden Quest ihrer Berufslaufbahn betrachten, da bin ich sicher…

Die ganze Versammlung hat trotz recht gemütlicher Atmosphäre zu Gunsten der quengeligen Fußballfreunde unter meinen Kollegen pünktlich geendet und *

Um was es im Einzelnen ging, will ich gar nicht breittreten, es ist für Außenstehende schlicht uninterressant. Eines aber verdient eine Erwähnung: Dass meine Chefs weiterhin gute Leute suchen. Wie jeder hier in der Stadt. Falls irgendwer da draussen also in Erwägung zieht, in Berlin als Taxifahrer zu arbeiten – oder als solcher einen Arbeitsplatzwechsel in Erwägung zieht – dann kann er sich gerne via Mail bei mir melden. Bei uns gibt es zwar keine Daimler und keine Schwarzarbeit, aber es gibt genügend andere und bessere Gründe, weswegen z.B. ich aus dem Laden nicht weg will. Und ich würde das nicht schreiben, wenn ich da nicht voll dahinterstehen würde.

*irgendein Witz mit 150 kg Schnittchen