Fehlfahrt

Vorwort:
Heute wird es länger, heute wird es unschön. Nun seid Ihr gewarnt. Viel Spaß!

„Fehlfahrten“ habe ich sehr selten – also Fahrten, die am Ende nicht bezahlt werden. Jetzt aber hat es mich am Wochenende mal wieder erwischt und es war zum Kotzen wie eh und je. Und ja, das war die Fahrt, die ich vor ein paar Tagen so kryptisch erwähnt hatte.

Im Nachhinein bleibt mir die Szene im Gedächtnis, wie die Kundin sich vor zwei weiteren Taxiinteressierten vordrängelte, um bei mir einzusteigen. Wie viel glücklicher wäre ich jetzt, im Nachhinein, wohl über die andere Kundschaft gewesen!

Aber angefangen hat alles ganz locker. Sie wolle zum Nöldnerplatz, sagte sie mir. Nicht betrunken, alles im Griff, super. Ich fragte sie, welchen der beiden gleichlangen Wege sie bevorzugen würde, sie wählte den schnelleren und alles war gut. Zumindest bei mir. Bei ihr eher weniger, denn in den folgenden Minuten erzählte sie unter anderem, dass ihr die Wohnung gekündigt wurde, und sie nun bei einem Kumpel pennen würde. Was eine Scheiße, Bedauern usw., das Übliche.

Als ich die Nöldnerstraße befuhr, fragte ich, ob ich links zum Platz abbiegen solle.

„Nee, hier geradeaus.“

Soweit nicht verwunderlich. Erst einen bekannten Platz ansagen, dann in eine der Straßen dort wollen – das machen viele Fahrgäste. Als ich nun aber bereits mehr als einen Kilometer am Platz vorbei war, fragte ich nochmal:

„Weiter geradeaus?“

„Ja, hmm, nee. Nöldnerplatz eben. Glaub, wir sind da schon vorbei.“

Ich hab innerlich ein bisschen geflucht, mir aber gedacht: Bleib ruhig wie sie. Der Umweg scheint sie nicht zu stören, also lass‘ gut sein. Ist ja mehr Geld, also was soll’s? Also hab ich versucht,  ihr eine genaue Adresse zu entlocken. Klappte nicht wirklich:

„Ich kenn‘ die nicht genau. Aber ich war ja schon x-mal da. Ich erkenn‘ das Haus dann schon.“

Und auch im weiteren Verlauf klang das alles gut. Sie sagte hier und da mal an, ob ich rechts oder links solle, allerdings auch allzu oft nahezu apathisch, dass ich geradeaus fahren solle. Als wir das zweite Mal nach einem Fehlstich den Platz ansteuerten, klingelten natürlich auch bei mir die Alarmglocken: Diese Fahrt führt nirgends hin! Brech das ab!

Aber jedes Mal, wenn ich dachte, dass die gute Frau unzurechnungsfähig ist, wirkte sie plötzlich wieder aufgeweckt und empathisch und machte klar, wie unangenehm ihr das sei, dass sie das nicht mehr so gut im Kopf hatte. Irgendwann kam sie dann mit der Nummer 4. Das Haus sei wohl die Nummer 4. Welche Straße? Nöldnerplatz! Aber da gibt es keine Häuser …

Also sind wir im Schritttempo die angrenzenden Straßen abgefahren. Mal hier lang, mal da lang und im Zweifelsfall immer weiter. Geradeaus natürlich, ist ja klar.

Hätte die normale Fahrt zum Nöldnerplatz etwa 11 € gekostet, standen nun langsam 20 auf dem Taxameter. Zudem war klar, dass allenfalls ihr Kumpel würde zahlen können. Wir waren zwischenzeitlich bis zum Bahnhof Lichtenberg und zum Ostkreuz gekommen, überall zuerst aufgeregte Freude über die richtige Richtung, dann Ernüchterung. Beim von mir schon fest entschlossen allerletzten Versuch ging es dann auf die andere Seite der S-Bahn. Victoriastadt also …

Da gerieten die Erinnerungen der jungen Dame dann allerdings wirklich ins Rotieren und sie lotste mich einen völlig hanebüchenen Weg entlang in die Kaskelstraße. Nicht zur Nummer 4, auch nicht zu einem der denkmalgeschützten Häuser. Eher so zweistellig und hässlich. Aber offenbar richtig. Ob ich mit hochkommen möchte, fragte sie mich – was ich in Ermangelung eines brauchbaren Pfandes annahm. Im heruntergekommenen Treppenhaus erklomm sie Stufe um Stufe, Stockwerk um Stockwerk, vorbei an Türen mit über 10 Paar Schuhen davor. Im vierten Stock dann lag das Ziel, die Tür war angelehnt. Sie bat mich, eben kurz draußen zu warten und ging für eine Minute hinein.

Meine Hoffnung war wieder da. Wir waren hier an einer Wohnung mit Namensschild an der Tür und drinnen wartete ein offensichtlich großherziger Mensch, der eine Obdachlose bei sich aufnimmt. Also was soll passieren?

„Du, des is‘ jetzt voll scheiße: Der Marcel ist nicht da und von dem wollte ich doch das Geld …“

eröffnete sie mir, als sie erneut in der Tür stand. Aber um einen Plan war sie nicht verlegen:

„Komm doch kurz rein und schreib mir deine Nummer auf. Dann bezahle ich das morgen. Echt jetzt!“

Jaja, und eine der lila Locken vom Weihnachtsmann gibt es als Trinkgeld dazu, schon klar!

Aber was macht man nicht alles! Ich hatte inzwischen eine Dreiviertelstunde meiner Arbeitszeit verschenkt und zudem würde ich im Gegenzug ja auch ihren Namen notieren können. Das wird schon! Think positive!

Ich betrat die fast unbeleuchtete Altbauwohnung und fühlte mich mit dem Übertreten der Schwelle umgehend unwohl. Ich mag Altbauten nicht sonderlich, aber mit fahlem Licht und miserabel zusammengestellter Einrichtung wirkt das auf mich immer gleich wie eine Fabrikhalle oder ein Steinbruch. Beides keine Orte, in denen ich leben könnte.
Sie verschwand kurz im nur von einem Fernseher beleuchteten Wohnzimmer, einige beschwichtigende Worte flüsternd, kam dann wieder in den Flur und bat mich, die Küche zu betreten. Rissiges Linoleum am Boden, Kühlschrank aus den 80ern, ansonsten Ordnung und Sauberkeit. Eine einzelne leere Bierflasche auf der Fensterbank. Und das Licht ging nicht an. Die folgenden drei Minuten suchte meine Mitreisende in dem nur vom Flur aus notbeleuchteten Raum nach einem Stift, konnte aber keinen finden. Nicht in diesem Kästchen, nicht in jener Schublade.

„WAS IS!? WILLSTE JETZT AUCH NOCH DEN KÜHLSCHRANK LEERFRESSEN?“

polterte es in martialischer Lautstärke aus dem Wohnzimmer. Stimme, Tonfall und Genuschel ließen vor meinem inneren Auge einen voll sympathischen Kerl erscheinen: Zwei Meter groß, 50 Kilo Übergewicht, Glatze und 17 Bier intus. Na, was für eine heitere Gesellschaft!

„Nee, ich such nur’n Stift!“

„IM KÜHLSCHRANK, ODER WAS?“

Meine Fresse!

Letztlich war ich es, der zufällig einen Stift sichtete, und kurz darauf verlangte ich ihren Ausweis.

„Hab ich nicht mehr.“

„Irgendwas anderes?“

„Nix …“

Dass die Sache gelaufen ist und ich mein Geld nicht sehen würde, war klar. Von ihr konnte ich keinen überprüfbaren Namen bekommen und die Wohnung gehörte ihr ganz offensichtlich auch nicht. Obwohl ich damit drohte – für den Fall, sie rufe nicht an – stellte ich es mir erbärmlich vor, wie ich tags drauf mit den Cops vor der Tür stände und irgendein misanthropischer Hool brüllen würde:

„WAT’N WEIB? KENNICK NÜSCHT!“

Eine knappe Stunde Arbeits- und Lebenszeit waren das. Zur Entschädigung standen 25,80 € auf dem Taxameter und ich werde sie nie sehen. Denn natürlich hat sich die Frau nicht mehr gemeldet und sie wird es auch nie tun.

Ich habe gestern mit einem Kollegen am Stand gesprochen, der mir ein paar Jahre und damit ein paar Fehlfahrten voraus hat. Er hat mir gesagt, dass er das inzwischen lockerer sehe. Jeder müsse mal einstecken und den Ärger sei es eigentlich nicht wert. Und dass er nach Möglichkeit den Leuten immer folgendes mitgibt:

„Ich kann an der Situation jetzt nichts ändern. Ich bin nur ein armer Taxifahrer, der hier nachts auf der Straße versucht, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Sie bezahlen mich nicht für die Arbeit, die ich erbringe, also hab ich ihnen quasi Geld geschenkt. Stellen Sie sich ruhig bildlich vor, sie haben gerade mein Portemonnaie geöffnet und sich 25 € rausgenommen. Sehen Sie es als Spende von jemandem, der auch nur versucht, seine Miete zu bezahlen!“

Ein wenig theatralisch, wenn Ihr mich fragt. Aber der Kollege fügte, erstaunlich regungslos, hinzu:

„Und immerhin zweimal bisher hab ich dafür ein ‚Danke!‘ erhalten.“

Wozu frage ich eigentlich?

Ja, wie ist das so mit den Gesprächsinhalten? Ernst nehmen – oder eher nicht?

„Wohin soll’s gehen?“

„Zum Schlesi.“

„Direkt zum schlesischen Tor, oder danach noch in eine Nebenstraße?“

„Nee, direkt zum Schlesi. Also ein bisschen weiter bis zum McDonald’s.*“

Hauptsache widersprochen, was? 😉

Funfact am Rande: Als wir gerade am Schlesischen Tor waren, fragte er, ob ich ihn nicht doch hier gleich rauslassen könnte. Hab für einen Moment überlegt zu sagen:

„Klar, kein Problem. Also ein bisschen weiter hinten, am McDonald’s.“

😉

*Der McDonald’s ist rund 300 Meter entfernt an der Ecke Skalitzer/Wrangelstraße

Die Wege meiner Kunden mal wieder …

Man muss ja nicht immer den kürzesten Weg nehmen. Aber bei 4 Kilometern Umweg staune sogar ich immer noch ziemlich:


Größere Kartenansicht

Und ja: Es ist schon angenehm, das Adlergestell langzudüsen, wo stellenweise 70 km/h erlaubt sind. Bei vier Kilometern spart man aber nicht einmal mehr Zeit. Egal: Die Kunden sind die Könige und ich kann einen Fünfer mehr auch immer brauchen …

Ach, Ortskenntnis!

Meine Ortskenntnis ist ja nun sicher nicht die beste. Nicht schlecht dafür, dass ich erst sechs Jahre in Berlin lebe, für einen Taxifahrer dank meiner geringen Arbeitszeiten und meinem routinierten Griff zum Navi aber wohl auch nicht besonders. Im Vergleich zu so manchen Kunden jedoch …

Aber gut, die Situation war folgende: Ich war soweit „satt“. Ich hatte das Geld zusammen, das ich eigentlich einfahren wollte; und das sorgt bei mir dann schnell für Lust auf Feierabend. Dem Glücksspiel Taxifahren aber zugetan, mache ich die Fackel meist nicht aus, sondern nehme dann noch die Leute mit, die mich ranwinken.

In jenem Moment habe ich mich bereits recht sicher gefühlt. Ich hatte das belebte Friedrichshain hinter mir gelassen und folgte nun der Möllendorffsstraße in Richtung Norden. Nicht, dass Winker hier so selten wären an einem Samstagmorgen um vier Uhr – aber wo wollen die Leute schon hin. Nach Lichtenberg, Weißensee, Hohenschönhausen – vielleicht auch ein Stück zurück nach Friedrichshain. Alles soweit ok für mich, der ich nach Marzahn musste (ich konnte das Auto mit heim nehmen). Kleinvieh im Osten. Im „schlimmsten Fall“ bis weit raus, nach Ahrensfelde oder Hellersdorf. Aber das wäre immer noch näher an Zuhause gewesen …

Und dann steigt mir ein Typ ins Auto und möchte zur Beusselstraße. Das ist geradewegs nach Westen. Kann man sich hier auf der Karte anschauen. War für meine Feierabendpläne zwar unschön, auf der anderen Seite waren es mal schnell 20 € ohne Wartezeit. So lange ich nicht übermüdet bin, freue ich mich da dann doch.

Mein Fahrgast war eigentlich ein ganz lieber Kerl, leicht angetüddelt, aber bei weitem nicht das Schlimmste, was einem um die Uhrzeit vors Auto laufen kann. Er beschwerte sich ein wenig, dass ich ihm einen Preis von über 20 € ansagte, am Ende jedoch mussten wir ohnehin noch einmal wenden, weil er in der Zwischenzeit vergessen hatte, dass er nur noch einen Zehner dabei hatte und noch zur Bank musste. Ging also auch nicht ums letzte Ersparte. Bemerkenswert war jedoch, wie sehr er darauf beharrte, dass 20 € (am Ende dann sogar 22) zu viel seien und er damit gerechnet hatte, weniger zu zahlen. Schließlich wäre er ja bereits eine halbe Stunde (laut späteren Aussagen auch 20 Minuten oder eine Stunde) gelaufen, bis ich als erstes Taxi endlich gehalten hätte …

„Wo waren Sie denn vorher?“

„Na, inner Kneipe.“

„Wo genau?“

„Na hier, inner … wie heißt die Straße? Die Warschauer!“

Ähm ja. Herzlichen Glückwunsch! Hier kann man sich mal anschauen, wie weit er in welche Richtung gelaufen war …

Da war ich jetzt nicht wirklich schuld daran, dass die Fahrt über 20 € gekostet hat. 🙂

Von Zielen und so …

Ach, wie oft fragen mich die Fahrgäste:

„Und, wie lang musste heute noch?“

Dabei ist einer der Gründe für diesen Job bei mir, dass ich nicht „muss“. Wobei das jetzt auch ein bisschen zu locker rüberkommt. Natürlich brauche ich eine gewisse Geldsumme am Monatsende und mein Nebenjob (das hier) wirft nicht gerade Reichtümer ab. Aber am Ende zählt die Kohle auf dem Taxameter immer mehr als meine Stunden. Natürlich nehme ich mir an gut laufenden Wochenendtagen vor, möglichst lange zu fahren, damit ich entsprechend Geld verdiene – meist aber ist das Ziel ein Euro-Betrag. Wenn der überraschend schnell auf der Uhr steht, dann gebe ich das Steuer gerne aus der Hand. Und wenn’s mal gar nicht werden will, erhöhe ich halt mein Ziel für den nächsten Tag oder die nächste Woche.

Ich will nicht sagen, dass das Konzept besser ist, es hat auch seine Schwächen. Aber da sich die Umsätze im Laufe der Zeit zumindest halbwegs abschätzen lassen – nicht für eine Stunde oder einen Tag, aber für die Woche dann doch genau genug – ist es mit ein bisschen Disziplin durchaus drin, die Arbeitszeiten weit flexibler zu halten als viele andere. Da ich es jetzt grundsätzlich eher nicht so mit Disziplin habe, bin ich aber manchmal dann doch hart.

Dieses Wochenende ist ein schönes Beispiel. Ich mache heute und morgen frei. Heute ist ein hoffentlich lustiges Twitter-Treffen in Berlin, und da möchte ich was trinken. Ergo: Danach in die Nacht starten geht nicht. Als Nachtschichtler hätte ich zwar gut Zeit, wenigstens bis Sonntagabend wieder ausgenüchtert und völlig fit und einsatzbereit zu sein, aber ich kenne meine Arbeitslaune, wenn ich am Tag zuvor zu tief ins Glas geschaut habe. Da das Treffen lange geplant war, hab ich das mit meinen Umsätzen auch gemacht und zwei freie Tage vorausgesetzt. Da das letzte Wochenende schon über den Erwartungen lag, hab ich gestern und vorgestern mit eigentlich lächerlichen Zahlen gerechnet. Ich hab sogar extra noch 100 € für nächste Woche mit in den Plan gepackt, damit ich nicht unsinnig für drei Stunden nur rausfahre. Aber am Ende blieb es bei bescheidenen 103 € für die vergangene Schicht. Bescheiden nicht, weil die sich im Taxi grundsätzlich leicht verdienen – sondern, weil es Freitag Abend war. Da muss man glücklicherweise keine 8 oder 9 Stunden für sowas einplanen.

Meine Hoffnung war, so gegen 2 Uhr heimzufahren. Das klappte nicht. Um 2 Uhr fehlten mir noch rund 19 €. 18,80 € um genau zu sein. Dann wurde ich via Twitter angefragt, eine Lesertour, die schon einmal prima geklappt hatte. Gut, keine 18,80 € im Umfang, aber die vorletzte Tour, so viel war sicher …

Nun passieren Dinge. Manchmal lustige, manchmal nervige. Und manchmal beides zusammen. In dem Fall war es eine Ampel. Ich hätte sie umfahren können, daran hab ich aber zu spät gedacht. Und die Kundschaft war ja glücklicherweise auch nicht von der nervigen Sorte. Aber die Ampel wollte nicht grün werden, obwohl sie eh schon ein unnötiger kleiner Umweg war. Verdammte Axt!
Ich bin am Ende bei rot rüber, es schien wirklich ein Defekt zu sein. Naja, nun war die Lage so, dass ich an der Tour sicher 2 bis 3 € mehr verdient habe, als es unter optimalen Umständen der Fall gewesen wäre. Nicht nur das: Ich kam bedrohlich nahe an meine heißersehnten 18,80 € heran. Die Uhr sprang irgendwann auf 18, dann 18,20 € …

Und am Ende drückte ich bei 18,60 € Kasse. Und ich hatte mir SOOO fest vorgenommen, mein Ziel als Untergrenze zu sehen, es also „auf jeden Fall“ zu erreichen. Wenn man diesen psychischen Druck mal aufgebaut hat, treibt er einen zu komischen Dingen. Ein Kollege von mir hat sich mal aus Verzweiflung eine Kurzstrecke auf dem Heimweg reingehauen, die er dann quasi mit sich selbst gefahren ist. Einfach, um endlich den verdammten Hunni vollzukriegen. Obwohl er die damit zu über 50% selbst bezahlt hat, was die Sache völlig ad absurdum geführt hat.
Ich jedenfalls hab auch mit mir gerungen. 20 Cent? Scheiß auf 20 Cent! Die sind natürlich völlig irrelevant. Auf meiner Gehaltsabrechnung werden daraus 9 Cent. Brutto. Und ich verschenke großzügig Kippen an Schnorrer …
Ich hätte die Uhr ja auch „versehentlich“ noch einen Ticken weiterlaufen lassen können. Zack! 20 Cent mehr Umsatz, 20 Cent weniger Trinkgeld, passt schon und sieht in der Statistik richtig aus.

Da ich eh nicht so richtig Lust hatte, hätte ich das fast gemacht. So ein kleiner Selbstbetrug: Ja, ich hab zwar 11 Cent verloren, aber dafür – olé – das Tagesziel erreicht!

Dann hab ich’s gelassen. Ich musste das Auto eh noch waschen und betanken. Und um 3 Uhr an einem Samstag Morgen wird ja wohl irgendwo ein Winker …

Kleiner Spoiler: Ich hab mein Tagesziel noch erreicht. Aber die Tour war zu schön, um sie jetzt hier als kleines Anhängsel an diesen arbeitspsychologischen Exkurs zu pappen. Die gibt es dann morgen. 🙂

Doppelte Straßen in Berlin

Ja gut, mein Artikel über die verwechselte Hauptstraße war ganz witzig. Ehrlich! Was sind schon 30 € für ein paar Jungs, die ohnehin noch feiern wollen.  Aro hat in den Kommentaren auf einen seiner Einträge hingewiesen, in dem zu lesen ist, dass das nicht immer so glimpflich ausgeht. Das sollte man gelesen haben, wenn man sich über die mehrfach gleiche Benennung von Straßen in Berlin unterhält. Auch als Nicht-Taxifahrer.

Und zwar hier: Berlin Street: Welche Berliner Straße?