Noch eine Rezension

Und ebenfalls wieder eine sehr liebenswürdige …

kelevraX hat in seinem Blog „Wait! What?“ auch sehr nett über GNIT geschrieben, etwas, das ich wirklich immer wieder schön finde. Nette Danksagungen kriege ich ja öfter mal per Mail oder in den Kommentaren, aber ich will ehrlich sein: Natürlich ist es besonders schön, wenn jemand mir und meinem Blog Zeit und den Platz auf der eigenen Page widmet – noch dazu mit Link. Neue Leser, Freude, Trallala, diese Geschichten … 🙂
Und nach dem ersten Lesen der Artikel bei „Wait! What?“ kann ich eine Lektüre derselben auch nur empfehlen.

kelevraX’s Bitte an mich, nicht zu reich zu werden mit dem Schreiben … naja. Zum einen bin ich weit entfernt, zum anderen kann ich mir ein Leben ohne gelegentliches Taxifahren eh kaum noch vorstellen. Da muss sich niemand Sorgen machen 😀

Auf jeden Fall ein dickes Danke! Ich freu mich wirklich, sowas zu lesen!

PS: Und da das jetzt eh schon so eine Art Serie ist: Noch wer, der sich mit Beweihräucherung meiner Seite einen Backlink verdienen will? 😉 (ich nehm auch negative Kritik, dann wird halt der Artikel böser …)

Wahnsinns-Rezension

Über GNIT ist ja hier und da schon was geschrieben worden. Gut gemeint war es immer, gut gemacht wenigstens manchmal. Wie eine Empfehlung für GNIT aussieht, wenn sie von einem Dauerleser kommt, der seinen eigenen Blog startet, dass lässt sich in Dominiks Kopfkiste nachlesen: Angeklickt: Gestern Nacht im Taxi.

Noch hat die Kopfkiste nicht viel Inhalt, aber wenn die anderen Empfehlungen ähnlich gut geschrieben sind, dann würde ich mich sogar darauf einlassen, erstmalig einen Entertainment-Blog in meinen Feedreader aufzunehmen. Auch auf diesem Wege nochmal ein Danke für die vielen netten Worte!

Der etwas andere Schaden durchs Kotzen …

Manche Geschichten sind ja so doof, dass ich froh bin, sie nicht selbst zu erleben. Eine davon hat mir Thorsten aus unserer Firma erzählt. Es geht um eine Frau, die offensichtlich kotzen muss. Bei Thorsten im Auto. Er regelt die Situation schnell und verursacht dabei selbst einen Schaden, der wahrscheinlich höher ist, als das Kotzen im Taxi es gewesen wäre.

Wie das passieren kann, kann man drüben beim Taxihaus-Berlin nachlesen.

Zum lachen?

Vanessa (@nessi6688) hat mir gestern abend bei Twitter mal eben einen Link zu einem Comic geschickt. Den reiche ich gerne an euch weiter:

Tim Dinter: Kurzstrecke

Darüber hinaus wollte ich mich zu diesem Anlass bei den vielen Kollegen bedanken, die tagtäglich mit unermüdlichem Einsatz geradezu dafür kämpfen, dass wir Taxifahrer in Berlin als so liebenswerte Menschen wahrgenommen und dargestellt werden, wie Tim Dinter es hier exemplarisch getan hat!

/ironie

Ob die Kurzstrecke dem Taxigewerbe nützt oder schadet, kann man geteilter Meinung sein. Ich kenne die Zeit vor der Kurzstrecke nicht, hab allerdings bisher auch nicht mehr Aussagen als „Früher war alles besser“ gehört. Da sich das wahlweise auf die Wiedervereinigung Berlins, die Euro-Einführung, die Kurzstrecke, die letzte Tariferhöhung, den letzten Sommer oder die letzte Tour bezieht, will ich mich nicht zu einer endgültigen Aussage hinreißen lassen, die eventuell falsch ist.

Was ich aber ganz sicher sagen kann: Wir Taxifahrer hätten mehr Geld zum Leben, hätten wir mehr Kunden. Inwiefern das hier so schön skizzierte Verhalten dazu beitragen soll, Kunden zu gewinnen oder an die Dienstleistung Taxi zu binden, kann ich aber nicht wirklich erkennen.

Und ebenso wie ich es den Kunden immer sage:

„Es geht um 2,60 €. Das ist alles! Ist das den ganzen Stress wirklich wert?“

Die bissige Kundschaft

Pressemeldungen haue ich hier ja nicht mehr oft raus, das ist meist öde. Aber in diesem Fall muss ich mal wieder eine Ausnahme machen: Eine Frau wurde nun zu 18 Monaten Knast auf Bewährung und zu 300 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt, weil sie einen Taxifahrer gebissen hat. Klingt jetzt erstmal recht witzig, aber der Kollege hatte mit der werten Dame offensichtlich einiges zu ertragen: Sie soll während einer 300€-Tour dauernd versucht haben die Uhr auszuschalten, hatte letztlich zu wenig Geld, am Ende klappt es auch am Automaten nicht. Dann lässt sie sich zu einer anderen Adresse fahren und dort wollte der Fahrer wohl ihre Tasche als Pfand haben, bis sie mit einer gültigen Karte wieder herunterkommt. Und in die Hand, die nach der Tasche griff, biss sie dann wohl.
Angespuckt und getreten wurde der Kollege vor dem Eintreffen der Polizei dann auch noch und zu guter Letzt versuchte sie den Beamten wohl wenig glaubhaft zu vermitteln, der Fahrer hätte sie sexuell belästigt.

Verdammt, was bin ich froh, diese Tour nicht gemacht haben zu müssen! Und ich vermute, dem Kollegen geht es im Nachhinein ähnlich.

Danke an Moritz für den Hinweis.

PS: Ich kenne auch persönlich Kollegen, die von Fahrgästen gebissen wurden!

Ortskunde und so

Ich bin ja echt froh, dass ich das mit der Ortskundeprüfung hinter mir hab. Ich denke nicht oft daran zurück, aber dieses Dreivierteljahr irgendwelche Straßennamen und Objekte aneinanderdengeln, um in Gedanken Routen zu fahren, die ich in Realität nicht kannte … ich hab schon schöneres gemacht.

Und ich habe eine Menge relativ unnützes Wissen mitgenommen. Denn das vertrackte an der Ortskundeprüfung ist nicht nur (wenn auch hauptsächlich) der pure Umfang der geforderten Kenntnisse, sondern oftmals sind es die kleinen Details, die man nicht mal eben so im Stadtplan findet. Vielleicht erinnert sich ja der ein oder andere: Ich bin einmal durch die Prüfung gefallen, weil ich kurz vergessen hatte, dass ich in der Friedrichstraße vor dem Friedrichstadtpalast nicht wenden darf. Eine Amtshandlung, die ich eines Nachts um 5 Uhr aus purem Trotz übrigens dennoch getätigt habe.

Eine der größeren Kleinigkeiten ist mir die Tage in einer Polizeipressemeldung über den Weg gelaufen. Die Polizei schreibt dort, ein Bus sei „in der Prinzenstraße in Kreuzberg in Fahrtrichtung Moritzplatz“ angegriffen worden. Und da hab ich spontan gedacht:

„Hä? Und von welcher Seite?“

Google ist da inzwischen zwar korrekt, aber die meisten Stadtpläne zeigen eben gerade nicht, dass die Prinzenstraße nicht am Moritzplatz endet, sondern auch auf der nördlichen Seite noch ein wenig weitergeht. Für die meisten Kreuzberger dürfte die Heinrich-Heine-Straße bis direkt zum Platz gehen. Und das in dem kurzen Eck Prinzenstraße befindliche Motel One hatte sicher schon oft verärgerte Kunden, die nach Stadtplan angereist sind und „in der ganzen Prinzenstraße“ kein Hotel gefunden haben. Damit ist das Eck ja auch noch für Normalsterbliche halbwegs interessant, aber für die Prüfung kann es auch an ziemlich widersinnigen Stellen unpraktisch werden.

Eine meiner Lieblingsstrecken beispielsweise führt mich über die Schillingbrücke unweit des Ostbahnhofes in die Köpenicker Straße. Als ich die Prüfung abzulegen hatte, war das eine kniffelige Stelle: Denn man muss ja in der mündlichen alle Straßennamen runterbeten, die man befährt. Das kurze Stück Straße zwischen der Brücke und dem Beginn von Engel- und Bethaniendamm hatte aber keinen. Und hat wohl bis heute keinen. Bei Google Street View sieht man schön, dass die Straßenschilder nur in eine Richtung zeigen. Ob man die paar Meter davor „an der Schillingbrücke“, im Engel- oder Bethaniendamm ist, ist genau genommen ungeklärt und es interessiert auch kein Schwein, weil dort kein einziges Haus steht. Nur als Ortskundeprüfling denkt man über sowas nach. Immerhin: bei dieser Ecke glaube ich, dass das selbst die Prüfer nicht wissen. 😉

Ortskunde ist echt komisch. Meist zeigt sie sich immer noch dadurch, dass einem just das Hotel, das der Kunde sucht, nicht einfallen will. Manchmal hat man aber auch den Kopf voll mit unnötigem Wissen über die Stadt …

Sash im Radio

Ich wollte nochmal daran erinnern, dass ich an diesem Samstag bei DRadio Wissen eine Stunde lang über GNIT, meine Arbeit und mich quasseln werde. Da eine Stunde lang ist und ich sicher nicht alle meine Touren erzählen will, sind sowohl ich als auch der Moderator Konstantin Zurawski froh über Ideen. Also seid so lieb und postet Fragen oder interessante Ideen in den Kommentaren. Ich kann natürlich nicht unbedingt versprechen, dass es drankommt, aber bevor ich aus Verzweiflung Wikipedia-Artikel über die Lebkuchenproduktion in Somalia zitiere, widme ich mich doch gerne irgendwelche Nachfragen. Müssen auch keine Taxi-Fragen sein, da werd ich ohnehin auch im Studio auf die FAQ bei GNIT verweisen 😉

Der ganze Spaß mit einem aller Voraussicht nach tödlich übermüdeten Sash gibt es

am Samstag, dem 9.6.2012
(das ist dieser, der kommende, morgen!)
11.00 Uhr bis 12.00 Uhr
bei DRadio WIssen

Hier die Seite zum Beitrag, da gibt es die Sendung wohl anschließend auch zum Nachhören.

Ich bin selbst gespannt, auch nervös natürlich und freue mich trotzdem, wenn ein paar Leute zuhören!

Und stellt euch mal vor, wie geil das ist, wenn ihr schlaftrunken und extra früh aufgestanden der Sendung zuhört und euch bei jedem Stottern von mir denken könnt:

„Jaja, hab ich’s gut, dass ich jetzt nicht da sitze …“

😉