Lang ist’s her, genau genommen war es im Juni. Ihr erinnert euch: Da hatten wir so was ähnliches wie schönes Wetter in Berlin. Damals bin ich zwei Wochen lang mit einem GPS-Gerät durch die Hauptstadt gegurkt, um bei einem sehr interessanten Buchprojekt ein bisschen zu helfen.
Es ging und geht um den Berliner Atlas paradoxaler Mobilität, wer sich darunter nichts vorstellen kann, der kann hier auf der Seite des Projektbüros Friedrich von Borries einen kleinen Einblick erhalten.
Heute bekam ich dann die Mail von Albert Herrmann, einem der Rechercheure (der mich damals angequatscht hat) mit dem Hinweis, dass es das Buch nun seit kurzem käuflich zu erwerben gibt, wie auch der Karte, die aus meinen Daten gewonnen wurde. Und mit Hinweis auf das Buch darf ich sie hier sogar zeigen. Die gesamte Karte ist ein wenig groß (und immer noch unvollständig, da just in diese Zeit eine ziemlich lange Fahrt gefallen ist), sodass ich hier zwei Ausschnitte zeige.

- Sashs Irrfahrten durch den Osten, Quelle: Berliner Atlas paradoxaler Mobilität
Ja, wie man sieht, hab ich auf Kundenfang durchaus so meine Stammstrecken 🙂
Aber das wisst ihr als Leser sowieso, da erzähle ich nichts neues. Dass der Stadtplan so unvollständig ist, hat mehrere Gründe. Zum einen: Ja, wir kommen tatsächlich nicht jeden Tag überall vorbei. Wenn nichts besonderes passiert, haben wir hier in Berlin zwischen vielleicht 6 und 25 Touren pro Schicht.
Andererseits hatte ich in jenen zwei Wochen ziemlich viel frei und das ist vielleicht die Ausbeute von ca. 6 Schichten. Laut GPS waren es 930 km Fahrtstrecke. Dass ich in der Zeit so wenig in den Westen gekommen bin, erstaunt mich allerdings selbst. Aber ich gebe ja zu: Ich treibe mich tatsächlich am Liebsten in dieser Gegend herum:

- Etwas detaillierter, Quelle: Berliner Atlas paradoxaler Mobilität
Berliner erkennen ihre Stadt hier sicher ziemlich schnell wieder. Für alle noch etwas ratlosen Gesellen sei als Anhaltspunkt gegeben, dass der große Viertelkreis, der hier so dick durchs Bild läuft, die Danziger/Petersburger/Warschauer Straße ist. Alles weitere lässt sich mit einem Stadtplan erschließen 🙂

Also ich kann nach wie vor nur sagen, dass es eine geile Idee ist – und das Ergebnis finde ich zumindest bei dieser Karte echt schön. Einfach schön. Wer das ähnlich sieht wie ich, der kann sich ja überlegen, ob er das Buch für bescheidene 20 Euro kaufen möchte. Und falls ihr es über Amazon bestellt, würde ich mich freuen, wenn ihr den Link hier unten verwendet. Dann bleibt nämlich ein Euro davon bei mir hängen.
Berliner Atlas paradoxaler Mobilität
(So, auf Textlink geändert – der wird hoffentlich überall angezeigt!)