Ohne Frage: Ich liebe das Internet.
Dass wir im weltweiten Netz hier zusammenkommen und nicht am Bahnhofskiosk um die Ecke, hat enorme Vorteile. Zum einen, dass wir überhaupt zusammenkommen. Ich hätte die meisten von euch nicht als Leser gefunden, und erst recht wäre ich als Schreiberling aufgeschmissen gewesen, irgendeinem Medium regelmäßig meine Ergüsse anzudrehen, bei dem es sowas wie eine Qualitätskontrolle gibt. Gut, es gäbe noch die Bild, aber hey: Auch Taxifahrer haben noch einen Ruf zu verlieren!
Nein, hier in meiner Weltnetzecke (schwupps, wieder ein Begriff entbraunt!) ist es doch eigentlich ganz gemütlich: Ich hab die Aufmerksamkeit, nach der ich (immer noch irritierterweise) scheinbar strebe – und ihr habt was zu lesen, eventuell zu meckern, und das Ganze für Umme und der guten Laune wegen.
Im Gegensatz zu sonstigen Veröffentlichungen hab ich aber natürlich auch noch was anderes: Mittels einer (wenn auch dürftigen) Statistik einen (wenn auch dürftigen) Überblick darüber, wie viele Leute eigentlich was lesen hier. Das dient eigentlich nur Unterhaltungszwecken, und ich bemühe mich redlich, da nicht viel reinzuinterpretieren.
Aber heute habe ich dann doch schmunzeln müssen, und das kann ich euch nicht vorenthalten. Wie ihr alle (zweifelsohne 🙂 ) gemerkt habt, versuche ich ja gerade wirklich regelmäßig was zu posten. Seit 4 Wochen hab ich es durchgezogen: Jeden Tag ein – wenn auch vielleicht mal kurzer – Artikel. An ein oder zwei Tagen gab es noch etwas Kleingemüse dazu, wenn etwas aktuelles anfiel, oder ich den einen Text zu marginal fand. Bis gestern. In die 48 Stunden vor Beendigung des 16. September 2010 fielen bei mir nicht nur zwei freie Tage, sondern zudem Krankheit, Privatgeschichten, Lustlosigkeit, Zeitmangel und Mäusejagd. Vieles davon mehrfach und wild durcheinander (na gut, hauptsächlich die Mäusejagd!), aber alles mehr oder minder nacheinander, sodass dieser Blog tatsächlich mal eine Pause gemacht hat.
Nun hab ich natürlich mal in die Statistiken geschielt…
Dass auf dem Privatblog wegen eines neuen Artikels mehr Besucher als sonst da waren, das hat mich nicht überrascht. Es war auch nicht bemerkenswert viel mehr – eher so oberes Ende der normalen Schwankungen.
Interessant wurde es dann hier bei gestern-nacht-im-taxi.de: Besucherrekord für diesen Monat, ein Zuwachs um rund 50%. Ich hab kurz darüber nachgedacht. Die logischste Erklärung ist wohl, dass die meisten Feed-Reader-Leser (das kommt auch von der Zahl her etwa hin) wohl eher mir als ihrem Reader getraut haben, und sich vergewissern wollten, ob da nicht doch was passiert ist – oder ob es wenn nicht wenigstens tolle Kommentare gibt oder was weiss ich.
Falls das wirklich so gewesen ist:
Entwarnung erstmal. Ich war ein bisschen krank, etwas unlustig, nicht im Taxi und manchmal offline. Alles kein Weltuntergang, alles in allem müsste ich noch in der Lage sein zu bloggen. War ich nur gestern nicht.
Und danke natürlich! Wenn man schreibt, kann man sich wirklich kaum bessere Leser wünschen, als solche, die (wahrscheinlich irritiert – auf jeden Fall aber interessiert) ihr Leseverhalten mal eben ändern, wenn mal einen Tag (!) nichts passiert!