Funk-Karte

Wer jetzt glaubt, der Funkkurs wäre unsinnig gewesen: Ihr habt Unrecht! Immerhin wurde hier das seit Jahren mit Abstand hässlichste (und unschärfste) Foto von mir aufgenommen:

"Muss ich mir die Haare richten?" – "Quatsch, is' ja nur'n Funkkurs." Quelle: Sash

„Muss ich mir die Haare richten?“ – „Quatsch, is‘ ja nur’n Funkkurs.“ Quelle: Sash

Vernünftige Fotos von mir gibt es nach wie vor in meinem privaten Blog.

Nur kurz ums Eck (3)


Darauf hab ich dann auch geantwortet:

Entern in leise

Ich hab drüben bei Sashs Blog heute ein wenig das TV-Duell gestern abend auseinandergenommen. Verdient, wie ich finde. Die eingefleischten Stammleser wird es zumindest mal nicht wundern, dass mich sowohl Merkel als auch Steinbrück ziemlich kalt gelassen haben. Im Taxi hab ich es glücklicherweise nicht oft mit Parteipolitik zu tun. Es reicht ja, dass sich die FDP gegen Taxen wehrt, weil wir Taxifahrer angeblich zu oft zu politischen Meinungsäußerungen neigen würden. Wobei sich die FDP natürlich auch keine Sorgen machen muss, Taxifahrer als Wähler zu verlieren, das ist klar. Vielleicht kann die FDP ohnehin nicht mehr arg viele Wähler verlieren …

Überraschend zurückhaltend haben sich zwei Winker verhalten, die mir schon vor einer ganzen Weile mal zu vorgerückter Stunde ins Auto gefallen sind. Dass sie beide Shirts der Piratenpartei trugen, ist mir nicht entgangen – ebensowenig wie die Tatsache, dass sie hastig die Reißverschlüsse ihrer Kapuzenpullis über den Hemden hochzogen, als sie eingestiegen sind.

Es war eine kurze Tour zu einem Hotel, viel Zeit zum Reden blieb nicht. Aber natürlich interessierte mich, wo sie herkamen.

„Naja, ähm, wir haben da so eine Art Vortrag gehalten …“

„Und ich stand am Mischpult und hab intelligent auszusehen versucht!“

Ah ja … 😉

Ich mag Zurückhaltungen, wenn es um Parteipolitik geht. Und zudem verstehe ich sie, seit es Nazis gibt, die mit Che-Guevara-Kapu rumrennen. Man weiß ja nie, an wen man zu später Stunde gerät. Vor mir hätten sie sich freilich nicht verstecken müssen, ich gebe gerne zu, dass die Piraten von mir mindestens eine meiner Stimmen bekommen werden – was im Übrigen nur recht wenig mit ihrer netzpolitischen Ausrichtung zu tun hat, denn ich gehöre nicht zu denen, die das weit über 100-seitige Wahlprogramm ignorieren, nur weil gerne geschrieben wird, es gäbe keines.

Was ihr am 22. September wählen wollt, geht mich nix an. Und ich will Euch eigentlich auch nicht überzeugen, denn die Diskussionen dazu sind zumeist ekelig. Ich erwähne das mit den Piraten aber gerne, so lange sie sich nicht mal trauen, bei mir im Taxi zu sagen, was sie machen. Leise entern geht halt schlecht.
(Eine schöne Wahlempfehlung/Begründung hat übrigens Anatol Stefanowitsch geschrieben.)

Und jetzt lasst mich in den Kommentaren wissen, wer mich gekauft hat, warum ich böse bin und wessen Kinder ich mit meiner Wahl töte. 😉

Yeah?

Ähm, nun ja. Ich gebe zu, dass ich ein bisschen enttäuscht bin von der Resonanz auf mein Gewinnspiel zum dritten Geburtstag von GNIT. Schon klar, dass nicht jeder eine Handyhalterung brauchen kann – aber nur eine einzige Rückmeldung ist dann doch weit unter den Erwartungen geblieben. Vor allem, weil ich ja eigentlich vier Gewinne hätte rüberreichen können.

Aber gut. An dieser Stelle wird sich Schattenleben freuen. Ein witziges Foto ist ihm/ihr zwar auch nicht gelungen, aber dafür eine ehrliche Begründung, weswegen er/sie das „Spider Podium“ braucht. Und besser ein glücklicher Gewinner als keiner! 🙂

Ich schicke den Gutscheincode raus, sobald mir getdigital.de ihn zukommen lässt. Dem Team und Schattenleben danke ich auf jeden Fall schon mal. Und ich wünsche viel Spaß beim benutzen der Spinne. 😉

Nur kurz ums Eck (2)

„Ha’ick jeseh’n …“

Das war’s dann für die ersten Minuten an Konversation.

Ich fahre ja immer nur zu recht ausgewählten Terminen als Fahrgast Taxi – und außerdem kenne ich inzwischen ein paar Kollegen. Da erlebe ich so unübliche Überraschungen wie einen der eingeborenen Fahrer mit Schweigegelübde extrem selten. Nun war es aber mal so weit.

Ich hab mich am Freitag nach der Schicht mit mehr als nur beschissener Laune zum Unfallkrankenhaus bringen lassen. Ich konnte nicht mehr vernünftig laufen, das war das optimale Einsatzgebiet für ein Taxi. Der Kollege kam drei Minuten vor der angesagten Zeit, und auf meine Frage, ob ihm schon mitgeteilt wurde, wo es hingehen soll, antwortete er mit o.g.:

„Ha’ick jeseh’n …“

Danach war Ruhe im Karton. War nicht so schlecht, aber selbst als ich mich nach 10 Minuten als Kollege geoutet hab, hat er dreimal einsilbig geantwortet – ohne erkennbare Gemütsregung. Ich persönlich würde ihm ja einen Paketlieferdienst als Arbeitgeber nahelegen …

Warum ich ins Krankenhaus musste, könnt ihr bei Sashs Blog nachlesen. Aber nur, wenn ihr es wirklich wissen wollt! Ich bin die ganze Woche außer Gefecht, bin dabei auch viel weg vom PC. Ich kann nicht für viele Geschichten garantieren, aber ihr könnt gerne immer mal wieder nachsehen. Und über ein paar mehr Zusendungen zum Gewinnspiel würde ich mich freuen, und wenn’s bloß ist, damit ich was zu lesen hab, während ich im Bett rumsiffe … 😉
(Und wenn ihr selbst keine neue Handyhalterung oder eine Gruselspinne braucht, dann teilt es doch unter euren Freunden, vielleicht hat von denen wer Interesse.)