April, BOBs, Wetter…

Nochmal ein bisschen was in eigener Sache

So, der April ist quasi vorbei. Ich werde mich heute außerplanmäßig in den Kampf stürzen in der Hoffnung, die Walpurgisnacht beschert mir mit all ihren „Tanz in den Mai“-Veranstaltungen einen guten Abschluss. Nicht, dass ich den Monat damit finanziell ernsthaft retten könnte, aber man kann ja mal so tun 😉

Dafür ist das Wetter schön.

Gut, nun aber mal kurz zu GNIT. Der April war ein Wahnsinnsmonat! Ich hab inzwischen einige neue Leser (Hallo allerseits!), ebenso folgen mir nun einige mehr bei Facebook und noch mehr Neuzugänge gab es auf Twitter. Google+ stagniert ein bisschen, aber ich bin auch selbst in letzter Zeit zu selten dort vorbeigekommen. Bei drei Blogs und drei Social Networks greift aber irgendwann immer das geflügelte Wort aus meiner alten Heimat:

„Oiner isch imm’r d’r Arsch!“

Dann hab ich sogar mal wieder Geschenke bekommen, wofür ich mich ganz herzlich bedanken möchte! Insbesondere bei einem Quasi-Ex-Kollegen, Jens-Uwe, der mir nicht via Amazon-Wunschzettel, sondern von privat unter anderem ein wahnsinnig interessantes Buch (vielleicht kriege ich mal eine Rezension zusammen) hat zukommen lassen, das einige Nächte im Taxi verkürzt hat.

Dass der Monat so exorbitant gut lief, hat natürlich einen Grund: Die BOBs! Ich wurde nominiert als einer von 11 Blogs in der Kategorie „Best Blog German“ (der Link führt zur Abstimmung) und hatte eine Zeit lang sogar die Hoffnung, gewinnen zu können. So wie es aussieht, hat Jule mich zwar uneinholbar stehen gelassen, aber ich würde mich trotzdem freuen, wenn ihr es zum Abschluss noch einmal alle versucht! Und zwar richtig! Mit retweeten, sharen und allem, was dazugehört. Ich schreibe jeden Tag für euch – vielleicht schreibt ihr ja auch mal ein paar Zeilen für mich. Und wenn es nur ist, damit das Ergebnis nicht so peinlich aussieht 😉

Naja, auf jeden Fall läuft es mit GNIT. Ich hoffe, ihr habt alle soweit Spaß, denn ich muss sagen, dass Bloggen so auf jeden Fall fantastisch ist!

Zu guter Letzt wollte ich noch drauf hinweisen, dass ich mich immer über Kommentare oder eine Stimmabgabe freue. Wenn ihr mich nebenher aber richtig glücklich machen wollt, dann macht euren nächsten Einkauf bei Amazon über meinen Ref-Link oder schaut mal, was an Unterstützung noch so drin ist, bis ich euch mein erstes Buch aufdrücke 🙂
So, genug der Werbung – zurück zu GNIT!

…und das gibt es wirklich!

Es gibt Geschichten, die zu schön sind für das wahre Leben. Insbesondere für das Leben von Taxifahrern. Manchmal allerdings scheinen sie dann doch zu stimmen…

Bei solchen Meldungen bin ich immer sehr skeptisch, aber es ist wohl wahr: Es gibt Menschen, die freiwillig Taxi fahren. Also RICHTIG freiwillig! Die Geschichte spielt in meiner Firma und ist deswegen auch drüben im Firmenblog vom Taxihaus-Berlin erschienen. Trotz des leichten auflodernden Neidgefühls möchte ich klarstellen, dass ich es irgendwie doch auch wie der Kollege halten würde – schon wegen GNIT 😉

Aber lest selbst: Freiwillig Taxifahren?

Taxi-Demo in Berlin

Falls irgendwer heute auf dieser Seite landet, weil er sich fragt, wofür oder wogegen die Taxifahrer in Berlin heute mit ihrer Sternfahrt demonstrieren:

Sie demonstrieren gegen die derzeit angedachten Regelungen für den neuen Flughafen BER in Schönefeld.

Diese Regelungen sehen nach derzeitigem Stand vor, dass die Fahrten vom Flughafen in die Stadt teurer werden als die in die umgekehrte Richtung. Sie sehen vor, dass jede Fahrt vom Flughafen (zusätzlich zum höheren Tarif) 1,50 € Gebühr kostet. Diese Gebühr wird erhoben, weil der Flughafen den Taxibetrieb an seinen Pforten neu regeln will und das Kosten verursacht. Diese Kosten sollen unsere Kunden tragen, die wahrscheinlich nichts davon haben.

Der Protest der Taxifahrer richtet sich ebenso gegen die damit einhergehende Möglichkeit, bis zu 400 Brandenburger Taxen auf Berliner Gebiet Kunden aufnehmen zu lassen.

In erster Linie sind das Anliegen, die unsere Kunden – also potenziell jeden von euch – betreffen!

Eine kurze (und sicher unvollständige) Erklärung:

Der neue Flughafen liegt (ebenso wie der alte) nicht in Berlin. Da die Taxen aber landkreisabhängig sind, haben wir andere Tarife als die Brandenburger Taxen. Da der Flughafen aber ebenso zu Berlin gehört wie zu Brandenburg und es ohnehin zu wenige Taxen im entsprechenden Landkreis gibt, dürfen Taxen aus Berlin und aus dem Landkreis Dahme-Spreewald (LDS) dort Kunden aufnehmen. Es gibt darüber seit Jahren Streit – der ist allerdings meist albern und von übergroßen Egos der Verantwortlichen getragen.

Fakt ist: Mit der Eröffnung des neuen Flughafens wollte man sich auf einen gemeinsamen Tarif einigen – denn bisher hing der Preis einer Fahrt vom Kennzeichen des Taxis am Flughafen ab. Klingt komisch, ist aber so.

Da beide Seiten nun mit mehr oder weniger guten Argumenten ihren Tarif verteidigen konnten, soll es jetzt eine Sonderregelung geben: Vom Flughafen aus wird nach dem LDS-Tarif gefahren. Der ist auf den ersten Kilometern günstiger, jedoch für die Fahrten ins Zentrum Berlins – was die meisten vom Flughafen aus sein werden – teurer. Immerhin um ein paar Euro.
Auf dem Weg zurück – von Berlin zum Flughafen – soll weiter unser bisheriger Tarif gelten. D.h., die Berliner Taxifahrer müssten einen weiteren Tarif im Taxameter einspeichern. Das klingt zunächst nicht schlimm und ist es auch nicht wirklich – abgesehen von der bekloppten Unlogik aus Kundensicht. Aber die Preise sind für unsere Kunden ohnehin undurchsichtig. Keiner weiß so recht, was das Taxameter zählt, welcher Tarif nun was ist, etc…. Kontrollen gibt es ohnehin kaum. Leider!

Sprich: Betrügerische Taxifahrer hätten es künftig noch leichter, denn sie könnten einfach je nach Strecke den teureren Tarif wählen. Die ehrlichen Taxifahrer – und das sind die meisten, bitte glaubt mir das! – fordern seit Jahren mehr Kontrolle, doch nichts passiert! Deswegen will auch niemand, dass dieses Schlupfloch jetzt geöffnet wird!

Mit den LDS-Taxen ist es dasselbe: Es geht nicht darum, dass geschulte LDS-Fahrer in Berlin keine Kundschaft aufnehmen sollen, das Problem ist vielmehr, dass bislang keiner weiß, wie sichergestellt werden soll, dass die Fahrer, die das tun, auch tatsächlich eine Ortskundeprüfung für Berlin abgelegt haben und sich hier wenigstens halbwegs auskennen. Abgesehen davon haben wir tatsächlich schon jetzt genügend Taxen in der Stadt.

Die Gebühr von 1,50 € ist wieder eine ganz andere Baustelle. Die Betreibergesellschaft des Flughafens möchte keine Kosten für den Taxenverkehr haben. Irgendwie verständlich, aber hier wird einiges vergessen: Es ist wahr, dass wir unser Geld auch mit dem Flughafen verdienen. Aber wir sind Teil des öffentlichen Nahverkehrs und wir schließen die Lücke, die durch Bahn/Bus/BVG nicht bedienbar ist. Auch wenn es dem Flughafen nicht passt: Er braucht uns!
Anstatt aber einen Taxistand einfach bei den Unkosten einzuplanen, vergibt die Betreibergesellschaft einen Auftrag an die Firma Apcoa. Die bieten ein – sicher nicht unbedingt schlechtes – Leitsystem für Taxen an und kümmern sich gleich noch um die Versorgung und Organisation der Taxen und Taxifahrer. Nun ist sicher nichts dagegen einzuwenden, dass die Kosten durch einen Kiosk mit hohen Preisen eingetrieben werden, den die Taxifahrer mehr oder weniger zwangsläufig dort benutzen. Stattdessen aber wird das Ganze so teuer geplant, dass das – ohne Mehrwert für den Taxikunden – nur über eine Gebühr wieder reinzuholen ist. Diese Gebühr wollen sie nun von uns Taxifahrern verlangen und haben – damit wir nicht böse sind und wegbleiben – gleich mal mit der Stadt verhandelt, dass der Taxitarif künftig diese Gebühr beinhaltet. Sprich: Dass wir Taxifahrer die Gebühr für das Unternehmen einsammeln. Einzelne erinnern sich vielleicht an die ebenfalls von Taxifahrern bekämpfte „Servicegebühr“ in Tegel vor einem Jahr. Es ist das Selbe in Grün.

Gewiss: Versprochen wird viel von Kundenservice und Bevorzugung guter Taxen etc. Dabei darf man nicht vergessen, dass Apcoa einzig seinem Kassenbericht verpflichtet ist und sämtliche Gängelungen von uns Taxifahrern nur dann Sinn machen würden, wenn auf der anderen Seite eine sinnvolle Kontrolle stattfinden würde. Wenn das Apcoa-System beispielsweise Taxen mit Kreditkarte bevorzugt behandelt, hilft das aber z.B. nicht gegen die Fahrer, die einfach behaupten, das Lesegerät sei kaputt.

Wirklich: Wir Taxifahrer sind eine der wenigen Gruppen, die darauf hoffen, mal genauer angesehen zu werden! Aber dass das jetzt von Privatunternehmen geregelt werden soll, die sich – und das meine ich ernst – einen Scheißdreck um die wirklichen Probleme im Gewerbe kümmern und nur verdienen wollen, das ist keine Lösung!

Im Großen und Ganzen richtet sich die Demo also gegen höhere Preise für die Kunden und gegen Intransparenz!

Wenn ihr deswegen im Stau steht, nehmt es sportlich! Es ist echt für eine gute Sache, vielleicht sogar mal für euren eigenen Geldbeutel!

PS:
An die Kollegen aus LDS: Ich will euch nicht euren Tarif madig machen! Ich verstehe, dass ihr ihn behalten wollt. Und in Punkto Wartezeitunterdrückung sind sicher zumindest die Tagfahrerkollegen hier aus Berlin auch eurer Meinung. Aber unser Tarif hat einen großen Vorteil: Er ist übersichtlich und transparent! DAS ist es, was wir nicht opfern wollen. Meinetwegen können wir gerne ein paar Cent mehr hier und ein paar Cent weniger dort verlangen. Aber dieser blöde Mischmasch, den kein Kunde versteht, ist scheiße und er öffnet den ohnehin zu zahlreichen „Kollegen“ mit fragwürdigen Motiven Tür und Tor.
Ich persönlich bin strikt gegen diesen Fight Berlin vs. LDS und hoffe darauf, dass wir irgendwann mal einen für beide Seiten akzeptablen Gemeinschaftstarif haben!

Taxi-Demo am 23.4.2012

Am kommenden Montag, zwischen 8.30 Uhr und 14 Uhr ist eine große Sternfahrt zum Brandenburger Tor mit anschließender Kundgebung eben dort geplant. Der Grund sind die Regelungen am neuen Flughafen BER.

Ich hab gestern schon einen Artikel drüben beim Taxihaus-Berlin geschrieben, das muss ich jetzt nicht hier alles wiederholen. Einen downloadbaren Demo-Aufruf gibt es dort auch. Letzterer empfiehlt sich allerdings eher, falls man was von Layout versteht und nach einem Grund für seinen Suizid sucht. Link: Taxi-Demo am 23.4.12 in Berlin!

Wer es gerne noch schlechter gestaltet haben will, kann auch diesem Link zur Taxi-Innung folgen. Dort steht der Aufruf praktischerweise auf der Startseite, so dass dieser Link bald ungültig wird…

Wie man sieht: Nur Profis am Werk. Ich hoffe allerdings trotzdem, dass einige Kollegen sich aufraffen. Ich selbst werde um die Zeit in Ermangelung eines Taxis wahrscheinlich trotzdem schlafen.

Frag den Sash!

Moin, liebe Leserlein!

Dank der Deutsche Welle Blog Awards hab ich gerade hier bei GNIT eine Menge neue Besucher zu vermelden. Aber nicht nur das. Auch Journalisten interessieren sich mal wieder ein bisschen mehr für das, was ich hier so mache. Da ich die Bedingungen für den Journalismus in Deutschland nicht mal eben umkrempeln kann, werde ich wohl damit leben müssen, dass viele nur einen kurzen Blick hier reinwerfen und dann drauf losschreiben. Andererseits nervt es mich, wenn ich irgendwelche falschen Infos irgendwo lesen muss. In der Regel sind das keine großen Dinge, aber vielleicht versteht ihr, dass ich mir ungern ein anderes Geburtsjahr andichten lasse, eine andere Automarke, etc.

Aber das ist nicht das einzige: Viele lesen auch einfach die letzten drei Seiten – und gerade jetzt beispielsweise bestehen die ja auch viel aus Artikeln, die vielleicht gar nicht so repräsentativ sind für GNIT.

Meine Überlegung dazu war, oben im Menü gut auffindbar eine Seite extra für Journalisten einzurichten, auf der ich GNIT und mich nochmal kurz beschreibe und ein paar Links zu gelungenen Artikeln setze (wie ich es ja neulich bei den Lesetipps schon gemacht habe – nur komprimierter)

Und nun wollte ich mal fragen: Ideen? Also an die Stammleser geht natürlich besonders die Frage, welche Artikel bei der Aufzählung nicht fehlen dürfen, von den Neulesern würde ich gerne wissen, ob ihnen irgendwas hier besonders unklar ist.
(Beispiel: Neulich hat mich eine Journalistin nach meinem Alter gefragt und ich hab festgestellt, dass man das auf der Seite echt erst nach sehr langem Suchen findet)

Oder habt ihr sonst Ideen oder Tipps für so eine Seite, vielleicht sogar eigene Erfahrungen? Ich würde mich freuen, hierzu in den Kommentaren ein paar Anregungen zu bekommen. Ich werde manches vielleicht erst auf der Seite selbst beantworten, auf jeden Fall bin ich froh um alles, was gefragt und gesagt wird!

Drei. Zwei. Eins… LOS!

PS: FAQ zum Taxifahren müssen hier nicht unbedingt rein, die sind auch jetzt schon recht umfangreich. Es soll wirklich um GNIT und mich gehen.

MARZAHN !!!

Und natürlich schichtarbeit!!!

Es liegt mir zweifelsohne fern, Kollegen irgendwie zu nahe zu treten, aber sollte ein Stellenangebot wirklich wie folgt aussehen:

Suche mir neue kollege…

bin gerade alleinfahrer !!!
Gesucht wird NACHTFAHRER …
Bitte keine anrufe mit alleinfahre oder sonstiges…..

schichtarbeit, gewechselt wird im berlin – MARZAHN……

AUTO: VW T5, 8 sitzer….. ( grossraum )

Also mal abgesehen davon, dass ich mit meinen Chefs sehr zufrieden bin und nicht über einen Wechsel nachdenke: Das geht doch echt nicht. Und das ist keine Satire! Das ist original und sogar aktuell. Wie hab ich mir da wohl die Lohnabrechnungen vorzustellen…