Zu nett, wieder einmal …

Wenn die Nacht am tiefsten ist, der Tag – und damit der Feierabend – am nächsten, werde ich ja auch mal mildtätig. So hab ich die beiden Mädels in Charlottenburg, die eigentlich nur eine Kurzstrecke fahren wollten, nicht davon abgehalten, noch zu plaudern. Als wir standen. Also genau genommen war das so:

Ich hab die beiden unweit des Ku’damms gefunden und sie waren total happy, ein Taxi bekommen zu haben. Ich war ebenso happy über Kundschaft, gedanklich aber schon auf dem Heimweg. Nur eine Kurzstrecke, also schnelle Geschichte. Unterwegs kamen die beiden dann auf die Idee, dass die zweite schon noch heim möchte, was dann etwas weiter wäre. Nicht arg, ein bisschen nur. Soweit kein Drama. Dummerweise hatten sie noch ein paar wichtige Dinge (überwiegend den Hormonhaushalt betreffend) zu klären. Das mussten sie natürlich tun, bevor Madame A das Auto verließ.

Nun hat die Kurzstrecke nicht grundlos die Einschränkung, dass man die Fahrt nicht unterbrechen darf: Die Uhr läuft dann nämlich nicht weiter! Niemals. Da kann ich als Taxifahrer einen halben Monat in der Prärie rumstehen, an den 4,00 € wird sich nichts ändern! Geil ist natürlich was anderes. Auf der anderen Seite war mir gerade alles recht egal, ich war zufrieden. Und die beiden Mädels würde ich alles in allem auch immer noch als sympathisch einstufen. Ich hab ihnen die Problematik auch kurz klargemacht und – das hat dann letztlich den Ausschlag gegeben – sie wussten das zu schätzen und versprachen, beim Trinkgeld nicht zimperlich zu sein, wenn ich noch kurz warten würde. Einen Zehner für die 2,5 km wollten sie auf jeden Fall liegen lassen.

Das haben sie auch getan und am Ende sollten davon auch rund 2,50 € als Trinkgeld mir gehören.

(Wer die Rechnung nicht versteht: Hier ist der Artikel zur Kurzstrecke in Berlin. Der Trick an der Sache ist: Bei über 2 Kilometern läuft die Uhr dann doch im Normaltarif weiter – der Punkt war aber noch nicht erreicht, als ich den Stopp eingelegt habe.)

Allerdings hatte ich die Rechnung natürlich ohne die beiden Klatschbasen gemacht, denn der kurze Stopp entpuppte sich als ausgedehnte Pause mit allerlei Beschwichtigungsversuchen, die es mir zwar ermöglichte, zwischendurch meinen Nikotinspiegel wieder ins Lot zu bringen, mich aber (zuzüglich zu den Folgen des Rauchens) auch umgehend um satte 15 Minuten Lebenszeit erleichterte.

Ich hab immer wieder gesagt, ich mach das nicht mehr. Hätte ich auch hier tun sollen. Davon gehabt hab ich im Grunde nichts. Aber wer weiß, vielleicht hab ich ja wenigstens einen guten Eindruck hinterlassen. Dann hat es wenigstens dem Ruf etwas genützt 😉

Eigenartige Kurzstrecken

Der Kurzstreckentarif im Taxi in Berlin ist unter den Fahrern ja ein recht heikles Thema. Während jüngere wie ich meist kein großes Problem damit haben oder es als niederpreisiges Einstiegsangebot gar nicht so schlecht finden, gibt es auch Gemecker. Die Geschäfte waren früher mal besser und – ob zu Recht oder nicht, kann ich nicht beurteilen – das wird auch gern auf die Einführung der Kurzstrecke geschoben.

Ein bisschen kann ich aber die Haltung der Kollegen verstehen, wenn auch aus anderen Gründen. Zum einen ist ein zweiter Tarif blöd, wenn es auch einer getan hätte. Zum anderen – und wichtigeren – ist es diese „Kleiner Finger“-Geschichte. Seit es die Kurzstrecke gibt, gibt es Kunden, die meinen, wenn man auch „so billig Taxifahren“ kann, dann müssten wir Fahrer das doch auch immer und von uns selbst aus und überhaupt und auch bei längeren Strecken …

Ich denke, Ihr versteht was ich meine.

Als ich jetzt am Wochenende an der Wuhlheide stand, um Publikum von den Ärzten abzugreifen, pirschte sich auch ein Pärchen heran. Er streckte den Kopf zum Fenster rein und fragte:

„Hallo, ich wollte mal fragen: Was ist eine Kurzstrecke und wieviel kostet die?“

Schon klar, dass jeder irgendwann das erste Mal nachfragen muss, aber es war schon sehr dieses „Hab jehört, dit jeht noch billija!“.  Zumindest die Einschränkung, dass man vom Stand aus nicht mit Kurzstrecke fahren kann, kennt inzwischen fast jeder. Aber egal. Kundschaft ist Kundschaft und ich hab freundlich erklärt, dass eine Kurzstrecke 4 € kostet, man damit 2 Kilometer weit fahren könnte, allerdings nicht von einem Taxistand aus. Das wurde auch zur Kenntnis genommen und die beiden haben sich verzogen.

Das ist auch kein Problem für mich gewesen. Die sollten sich gerne ein Taxi ranwinken, denn natürlich hätte ich mich über eine Tour von mehr als 6,60 € gefreut (das wären 2 Kilometer zum Normaltarif). Nach 3 Minuten, ich stand immer noch da, kamen sie wieder und stiegen etwas wortkarg ein. Ihre Straße sagte mir nicht gleich was, sollte aber „da vorne links“ irgendwo sein. Als ich die Adresse im Navi hatte, stand die Uhr bei 6,80 € und das Ziel lag noch über 3 Kilometer entfernt.

Also hab ich versucht, die ohnehin grundlos geknickte Laune ein wenig aufzubessern und gesagt:

„Im Übrigen: Ärgern Sie sich nicht über die Kurzstreckenregelung. Sie wären mit diesem Tarif ohnehin nur bis hierher gekommen. Sie kommen also keineswegs teurer weg als in irgendeinem anderen Fall, das hätte schlicht nicht gereicht.“

Fazit: 12,20 € auf der Uhr, eisernes Schweigen und kein Trinkgeld.

Das sind die Momente, in denen ich mir auch denke, dass mich die Kurzstrecke nervt. Die hat mir an diesem Abend definitiv die Tour komplett versaut, weil meine Fahrgäste dauernd vor Augen hatten, dass sie ja vielleicht hier und da und da war doch was mit 4 € …

Der Marcel

„Moin!“

„Moin.“

„Sach mal, würdest Du uns mit ’ner Kurzstrecke zur Proskauer bringen?“

„Müsste eigentlich reichen, also klar!“

„Super! Wir müssen da auch nur an die Ecke …“

„Kriegen wir hin.“

„Und wenn es doch vorher piept, dann hälste einfach an. Oder Du bist mal cool und fährst uns noch das Stückchen.“

„Na …“

„Musst nicht, aber der Marcel, der bläst auch ganz gerne …“

Es hat auch so gereicht. Hat der Marcel aber Glück gehabt. Denn so richtig begeistert schien er nicht zu sein 😉

Sehr spontan

Eigentlich war der Typ spontaner als ihm gut tat. Zunächst entschloss er sich, extrem spontan zu winken. Nun gut. Da ich aber wirklich nichts von Vollbremsungen halte, so lange keine Notlage es erfordert, musste er ein paar Meter zu meinem Taxi laufen. Es hat ihn nicht umgebracht.

Ich war gerade vor 10 Minuten in die Freitagsschicht gestartet, es regnete und war nasskalt, ein Beginn des Abends, der durchaus etwas Aufmunterung durch spontane Winker gebrauchen konnte. Die sollte ich haben.

Mein Fahrgast bedankte sich mit einem ausgeprägten russischen Akzent fürs Anhalten und brachte als erste Angabe für mich nur ein – wiederrum sehr spontan gerufenes – „Hier rechts!“ heraus. Ich hab ihn gefragt, wie weit es ginge, ob er eine Kurzstrecke haben wollte. Ich kann nicht anders, manchmal bin ich einfach zu nett. Und vor allem habe ich keine Lust auf Stress. Denn wenn man erstmal zum Normaltarif losfährt und danach der Wunsch nach einer Kurzstrecke kommt, kann man sich am Ende meist über den Wortlaut der Taxitarifordnung streiten (näheres zur Taxi-Kurzstrecke in Berlin hier) und darüber wie unfair es doch ist, was da drinsteht. Dass ich das Taxameter nicht mitten während der Fahrt umstellen kann, gerät da schnell unter den Tisch und am Ende hat man Zoff ums Geld – und aller Wahrscheinlichkeit nach kein Trinkgeld.

Er bestätigte auch, dass es nur kurz sei und das Kurzstrecke super wäre. Was soll’s? Ein nach 10 Minuten Schicht vom Regen ins Auto getriebener Kunde, der nur ein paar Meter weit will, ist das optimale Kurzstrecken-Anwendungsgebiet. Ich folgte seinen Anweisungen, die aber gerade mal noch zweimal Abbiegen beinhalteten und mich unweit der Frankfurter Allee in eine Sackgasse führten. Dort wollte er zahlen und zückte einen Fünfziger …

Naja. Das bedeutete für mich, entweder umgehend Geld zu wechseln oder den nächsten Kunden gleich beim Einsteigen zu sagen, dass ich auf 50 nicht rausgeben kann. Nicht unbedingt nett. Dabei war der Kerl aber echt ein Netter. Zumindest finanziell:

„Mach 6.“

Und er meinte nicht seinen Rasierer!

Also hab ich nur ganz zaghaft und höflich nachgefragt:

„Sie haben es nicht zufällig kleiner?“

Dass ich dabei am Münzfach herumfingerte, verstand er falsch und meinte:

„Is OK, mach 5.“

Hey, halt mal! Ich frag doch nicht, um mein Trinkgeld zu verringern! Ob ich jetzt 4 € in Klein oder einen 5er als Schein rausgebe, war mir egal. Schlimmer war für mich, dass ich mit den zwei Zehnern und dem einen Zwanni alle meine größeren Scheine und damit einen Großteil meines gesamten Wechselgeldes (direkt nach Schichtbeginn eben) los war. Also wiegelte ich in der Hoffnung, den Euro doch noch zu bekommen, ab:

„Nein, nein! Das ist kein Problem. Ich frag nur, weil …“

„OK, weißt Du machst Du gibs Du mir 40!“

Wow. In Anbetracht dieses Trinkgeldes ist auch Wechseln kein Problem mehr. 6 € Trinkgeld entsprechen dem Wert nach  einer 13€-Tour für mich, da kann man mal ein paar Minuten Zeit investieren. Ich habe allerdings einen Moment überlegt. Insbesondere als er meinte:

„Weißt Du: Gute Laune heute. Jetzt hab ich Minus, aber egal!“

Aber? Richtig: egal. Ich hab ihn nicht gezwungen. Und ich hatte einen echt geilen Schichtbeginn. 150% Trinkgeld sind selbst bei Kurzstrecken nicht häufig!

Zuletzt möchte ich aber noch anmerken, dass selbst sowas gelegentlich sein „muss“. Im Laufe der Nacht kamen wieder viele Nichtgeber zusammen und am Ende hatte ich gerade mal noch recht normale 13% Trinkgeld. Andreas, einer meiner Chefs, hatte schon recht, als er damals zu mir sagte:

„Natürlich läuft es mal beschissen. Manchmal auch richtig gut. Aber am Ende gleicht sich das alles aus.“

Ich hoffe, dass das auch auf den Kerl mit seinem Minus zutrifft 😀

Furchtbare Tragödie!

Er war ein bisschen ein schräger Vogel, aber einer von der ganz lieben Sorte. Ein bisschen Alt-Rocker, ein bisschen über 50 und ein bisschen angetrunken. Er winkte mich zu sich an den Straßenrand und gab als Fahrtziel an:

„Einfach gradeaus!“

„Wie weit etwa?“

„Puh, so bis Allee der Kosmonauten…“

Ich frage das bei unklaren Zielangaben gelegentlich, auch um den Leuten noch eine Chance mehr zu geben, sich an die Kurzstrecke zu erinnern. Manchmal frage ich ja auch selbst nach – obwohl ich das nicht müsste. Er war so ein Fall, bei dem ich mir vorstellen hätte können, dass er erst die Ansage vergisst und nachher überrascht ist, dass sein Geld nicht reicht.

Aber auch ich vertue mich gelegentlich bei der Einschätzung – sowohl von Leuten als auch Strecken – und die Fahrt kostete am Ende acht Euro. Wir standen inmitten einer neuen Wohnsiedlung und er hatte mir bereits erzählt, dass er auf seine alten Tage, nach dem Auszug des Sohnes, doch noch eine Eigentumswohnung erworben hat. Keine Story von Reichtum und Glück, mehr eine von verpassten Chancen, kleinen Freuden und langen Wegen zur Vernunft. Ein Soziogramm, 3 Kilometer lang, mittelschwer und irgendwie hat ihm das wohl ganz gut getan. Die einen freuen sich über anonymen Sex in bestimmten Clubs, andere quatschen sich gerne anonym aus – auch ein Anwendungsgebiet von Taxen.

Er wollte mir seinen letzten Zehner vermachen, den er schon vor Fahrtbeginn artig aus der Brieftasche gezogen hatte. Und jetzt nicht fand.

Natürlich nur vorübergehend. Dass ich am Ende mein Geld kriegen würde, war mir gleich klar. Im schlimmsten Fall mit etwas Wartezeit als Bonus, weil er kurz in die Wohnung sprintet, vielleicht auch mit drei Euro extra für eine Fahrt zur Sparkasse. Aber eigentlich war ich auch sicher, dass der Zehner irgendwo war.
Ähnlich wie ich trug der gute Mann eine Funktionsjacke mit zig Taschen und Täschchen, Einschüben und Halterungen. Je nach Kreativität kann so ein kleiner Geldschein da überall landen. Ich hab mein Sprüchlein aufgesagt:

„Nur mal keine Hektik – damit fangen wir um die Uhrzeit gar nicht erst an!“

„Ja nee, aber das tut mir jetzt voll leid!“

„Was denn?“

„Na, dass ich hier so ewig suchen muss.“

„Machen sie sich mal keinen Kopf!“

„Nein, du musst ja auch weiter.“

„Ja, aber auf 2 Minuten kommt es ja nicht an.“

„Ach was, das ist doch aber Scheiße jetzt…“

„…“

„Ich bin sonst echt nicht so. Das tut mir so leid!“

„Wie gesagt: Ruhig Blut, checken sie die Taschen einfach der Reihe nach…“

„Ach Mensch, halt mich jetzt bitte nicht für so ein Arschloch!“

„Wieso sollte ich?“

„Na wenn ich dir hier die Arbeitszeit klaue, weil ich mein Geld nicht finde…“

Dieser Dialog ging noch ewig weiter und am Ende hat er doch nur drei Minuten gedauert.

Um es mal klarzustellen: Es ist nicht so, dass ich darum betteln würde, unbezahlt im Auto zu sitzen! Natürlich nicht. Bei so kleinen Verzögerungen ist aber meist das Glück ein viel entscheidenderer Faktor. Seine Tour war ein gutes Beispiel: Ich bin von ihm letzten Endes mit drei Minuten „Verspätung“ gestartet und hab auf meinem Weg nach Hause (kurz Pause machen) noch eine weitere Tour in die richtige Richtung gekriegt. Wäre ich drei Minuten vorher die Rhinstraße entlanggegurkt, hätte ich statt 7,50 € wahrscheinlich 0,00 € verdient auf diesem Weg. So viele Winker rennen gegen Mitternacht nicht durch Marzahn, da mal zwei in Folge zu erwischen, ist Wahnsinn!

Natürlich bin ich froh, schnell wieder wegzukommen. Aber eine wirkliche Katastrophe sieht dann doch anders aus…

Ausnahmen, lohnende

Auf der Schillingbrücke hielt mich ein junger Mann an und fragte, ob das mit der Kurzstrecke bis zur Kreuzung Andreasstraße / Karl-Marx-Allee reicht. Na klar: Das sind vielleicht 800 Meter, das ist locker drin. Eigentlich wollte ich zum Berghain, aber ein großer Umweg ist das ja nicht mal…

„Super! Ich hab mir extra die 3,50 € zur Seite gelegt…“

Oje. Seit nunmehr zweieinhalb Jahren kostet die Kurzstrecke in Berlin 4,00 €.

Ich hab es ja derletzt geschrieben: Ich bin kein Freund von Festpreisen. In dem Fall war es aber besonders ärgerlich. Nicht nur, dass der Kerl nett war – er hat es einfach verpennt. Auch wenn die Fahrt weit unter der Maximalstrecke von 2 Kilometern liegt, wäre der Normaltarif dennoch noch saftiger gewesen. Unter freundlichen Belehrungen über den „neuen“ Tarif hab ich ihm aber bedeutet, einzusteigen. Abgesehen davon, dass er nicht nach dem neuesten Tarif gegoogelt hat, hat der Kerl ja alles richtig gemacht: Extra Geld zurückgelegt, höflich angefragt und das mit der Kurzstrecke auch noch gleich zu Beginn gesagt. Außerdem war der Kerl verdammt nochmal bereit, 3,50 € für wirklich nur ein paar Meter Fahrtweg zu bezahlen!

Ein schlechtes Gewissen hatte ich dennoch, während ich ihn kurz einfach nur geradeaus zu seinem Ziel gefahren hab. Er hat auch gleich gemeint, ich solle noch vor der Kreuzung stoppen, dann käme ich leichter wieder weg, blabla. Auf der Suche nach solchen Kunden ist man manchmal die ganze Nacht erfolglos.

Ich sollte aber auch diese seltene Regelverletzung nicht bereuen. Als ich ihn nämlich an der Ampel entlassen habe, wurde er umgehend von 3 Typen zugetextet. Ich musste wegen des Rotlichts eh noch warten, also hab ich ihn – und vor allem die Typen – noch beobachtet. Ich konnte mir wirklich besseres vorstellen, als morgens in den Polizeipressemeldungen zu lesen, dass dort jemand überfallen wurde. Aber nein:

Die Typen waren aus Holland und irgendwie streunenderweise auf der Suche nach einem Club. Mein dankbarer Fahrgast hat sie dann davon überzeugt, dass das Berghain direkt ums Eck läge und dabei gleich sein neu erworbenes Wissen angewandt, indem er ihnen vorschlug, einfach für 4 € mit dem Taxi hier zu fahren. Zugegeben: Die Fahrt wäre ohne die Nennung des Kurzstreckentarifs etwas lukrativer gewesen – dann hätte ich sie allerdings wahrscheinlich gar nicht bekommen.

Die Jungs haben mich dann ungläubig gefragt, ob das stimme: Dass ich sie für 4 € zu einem echt geilen Club bringen könnte. Das konnte ich natürlich nur bejahen 😀

Und so steht am Ende ein kleiner Regelverstoß gegen 5 zufriedene Leute. Dafür zahle ich gerne die 50 Cent aus der Kasse, schließlich haben die Holländer alleine mir schon einen Euro Trinkgeld vermacht. Und am Berghain war ich nun auch.

Kurz was vergessen.

Manches Mal denke ich bei mir selbst:

„Hey, das könnte eine Kurzstrecke sein!“

Sehr zum Leidwesen meines Geldbeutels sage ich das sogar gelegentlich. Ich Depp.

Bei der Tour neulich durch Prenzlauer Berg war das allerdings Unsinn. Die Strecke wäre zwar fast zu schaffen gewesen, allerdings nicht mit dem Umweg, den wir zweifelsohne von unserem ungünstigen Startpunkt einlegen mussten. Als wir dann gerade noch 700 Meter vor der Haustüre waren, piepste das Taxameter lustig, was wohl auch mein Fahrgast registriert hat. Es folgte jetzt aber kein Bedauern, kein Vorschlag, den Rest zu laufen, sondern etwas viel lukrativeres:

„Mist, da fällt mir ein: Wir müssen nochmal zurück! Ich hab mein Handy vergessen. Also nicht vergessen, aber ich dachte, ich brauch es nicht. Aber ich brauche es doch!“

14 € kommen selten dabei raus, wenn ich mir denke:

„Hey, das könnte eine Kurzstrecke sein!“

Wäre aber auch ein schlechtes Schätzvermögen meinerseits 😉