Die erste Frage, die er mir stellen würde, hatte ich bereits erraten, als er noch 30 Meter von meinem Auto entfernt war:
„Sach ma‘, würdste mir auch mit die beeden Hunde …?“
„Wenn sie das Autofahren gewöhnt sind, sicher.“
Obwohl ich ganz ganz sicher eher Katzen- als Hundemensch bin: Ich mag Hunde. Sie haben mir im Taxi auch noch nie wirklich Ärger gemacht und wie bei fast allem fahre ich seit 6 Jahren auch bei Hunden folgende Strategie:
So lange ich niemals unaushaltbaren Stress mit XY hatte, fahre ich XY!
Das ist, möchte ich mal anmerken, ein vollkommen geiles Konzept. Man kann es auf Hunde anwenden, auf Besoffene, auf mitgeführte Bierflaschen, Schalke-Fans oder Kinder. Und man muss so ehrlich sein und eine einzelne Entgleisung unter 50 Fahrten auch mal als Zufall ansehen.
Deswegen nehme ich immer noch supergerne Biertrinker und Hunde mit, Schalke-Fans bis auf weiteres, Kinder immer und verhänge andererseits bald mal eine Sperre für Soldaten. Insgesamt aber klappt das sehr gut, meist entpuppen sich die Problemkandidaten dann halt doch als zumindest brauchbare Kundschaft.
Und die beiden Hunde waren super. Knuffige und ruhige Viecher, bei denen das einzige Problem war, dass der eigentlich im Fußraum platzierten Dame irgendwann danach war, Herrchen auch noch auf jenen Schoß zu springen, auf dem bereits der andere Hund saß. Aber, obgleich etwas seltsam gestapelt: Die beiden (und auch Herrchen) waren super unkomplizierte Fahrgäste.
Und abgerundet wurde das Ganze dann noch durch mehr als 4 € Trinkgeld für meine Nettigkeit den Tieren gegenüber. Die Hunde haben ihr Abo auf problemlosen Zustieg soeben bis 2016 verlängert, jetzt ist die Bundeswehr am Zug.
