Das mit der Ortskunde macht Spaß. Auch wenn sie einem gerade mal abgeht. Zumindest, wenn man es sportlich sieht.
Ich hatte eine Winkerin in Friedrichshain. Fahrtziel: eine Straße im Wedding, keine sehr große. Ich hab mein Hirn durchgeknetet und mir ist nicht annähernd etwas zum Ziel eingefallen. Aber gut, erst einmal geht’s Richtung Wedding ja geradeaus. Dann trat die Kundin auf den Plan:
„Ist die Chausseestraße noch gesperrt?“
„Ich glaube schon. Ich fahre derzeit immer die Gartenstraße als Umfahrung …“
„Oh, das ist ja super!“
Bingo.
„Und dann könnten wir in die Fennstraße und dann …“
„[Aha, in der Ecke also …] Jaja, so hatte ich das vor.„
Soweit fuhr es sich ganz gut. In der Fennstraße dann:
„Jetzt eigentlich nur noch die nächste rechts …“
„Keine Sorge, ich war schon auf der Bremse.“
„Gut, dann lassen Sie mich an der dritten Ecke raus, ok?“
„Ach, schon an der Ecke?“
„Ja, das reicht.“
„Meinetwegen gerne.“
„Ach, ist das schön. Letztes Mal hatte ich einen Taxifahrer, der gar keine Ahnung hatte, wo er hinfahren sollte.“
„Naja, ich war jetzt ja auch …“
„Aber der hatte wirklich GAR keine Ahnung!“
Ach so. Ja, das ist ja dann auch was völlig anderes. Und selbstverständlich nehme ich die 3 € Trinkgeld gerne an … 😉
Ja, auch wir Taxifahrer kochen nur mit Wasser, sorry.