Orr, Leben – echt jetzt!

Da bin ich gestern pünktlich um 19 Uhr gestartet, hab das Auto brav gewaschen und getankt … ähm ok, schon beim Tanken lief es eigentlich schief, denn die Säule hatte nicht genug Druck. Aber egal! Da war ich also nach einer unerwartet guten Donnerstagsschicht und einer wegen Schlafmangel leider extrem kurzen Freitagsschicht für den Samstag gut gerüstet mit frisch geputztem Auto auf der Pist … WTF?

Und ja, da leuchtete es dann, das Batteriesymbol, das mir schon einmal an Silvester den Ausfall der Lichtmaschine eingeläutet hatte und laut Handbuch unter anderem zu einem Ausbleiben der Motorkühlung führen kann.

Ich bin echt nicht mehr so sensibel wie vor 6 Jahren. Ich  ignoriere dieses und jenes Geräusch, weiß, dass die Abgasleuchte ab 200.000 km immer brennt und ich lebe seit drei Monaten mit einem Kleber über der Öllampe, auf dem steht, dass sie defekt ist und man den Meßstab verwenden solle. Aber eine Warnleuchte, die das letzte Mal eine gesamte Silvesterschicht verkackt hat? Nee, ich will am Ende echt nicht in Fredersdorf im Grünen stehen und mir überlegen, wie ich nun am frühen Ostersonntag heimkomme. Am Besten noch mit Kunden.

In der Firma war – Ostern, olé olé! – auch niemand zu erreichen. Tolle Wurst. Also hab ich jetzt ein halbes Wochenende ungeplant frei. Ist für mich leider nicht so schön wie für die Angestellten mit Festgehalt, aber ich hab ja noch GTA IV.

(Ja, das war ein Amazon-Link, ich bin halt verzweifelt. 😉 )

Zweite Schicht mit Rückwärtslicht

Wie gestern berichtet hat die 2925 gerade ein wenig Probleme, Vor- und Rückwärts zu unterscheiden. Wie in den Kommentaren schon von Euch vermutet, hat auch unser Hausschrauber Jürgen gleich geschlussfolgert, dass das wohl am Getriebe falsch verdrahtet wurde. Gut, vielleicht auch irgendein Wackler wegen extremer Kälte, aber: unwahrscheinlich. Eine schnelle Abhilfe könnte allenfalls das Rausdrehen der Birnen sein – womit das Licht dann zwar ganz ausfällt, aber eben nur sehr sehr selten. Man legt ja doch nur kleine Teile des Wegs rückwärts zurück.

Und dann steige ich ins Auto, starte den Motor und das Licht ist … aus. Yeah! \o/

Oder?

Nein. 7 Kilometer später war es wieder an. 🙁

In der Hoffnung, es springe vielleicht nochmal um, hab ich die Kiste also ein wenig testgefahren. Eine ernsthafte Reparatur wird eh erst am Montag, jenseits meines Dienstes fällig. Letzten Endes hab ich die Lichter abgeklebt. Das ging schneller als die Birnen zu deinstallieren (zumal sie ja am Ende eh wieder rein müssten). So weit, so gut. Darüber hinaus hab ich am heutigen regnerischen Tag allerdings entdeckt, dass es Dinge gibt, die für mich im Auto noch nerviger sein können als falsche Beleuchtung:

Ich hab die ganze Schicht über den Heckscheibenwischer nicht mehr ausschalten können. Das kann einen vielleicht kirre machen. Insbesondere, wenn man ihn sonst nur in Maßen einsetzt …

Aber gut: Nächste Woche ist das alles wieder heile.

Rückwärtige Gefechtsfeldbeleuchtung

Ich fahre jetzt seit 7 Jahren Opel-Taxis, die in 99% aller Fälle irgendwas zwischen 100.000 und 400.000 km runter haben. Da lernt man einige Defekte am Auto kennen. Aber die Überraschungen gehen einem auch nicht aus.

Nach dem Ausfall letzte Woche hat die 2925 inzwischen ja ein neues Getriebe. Und irgendwas am Motor scheint auch gemacht worden zu sein, denn der schnurrt wieder richtig sauber. Soweit ist also alles super.

Und dann hab ich gemerkt, dass meine Rückfahrscheinwerfer permanent eingeschaltet sind. Also wirklich immer. Sobald ich den Zündschlüssel drehe, sind die Rückfahrscheinwerfer an. Glücklicherweise auch im Rückwärtsgang. Aber daneben eben auch im Leerlauf oder wenn ich vorwärts fahre. Sie sind sogar an, wenn ich die Scheinwerfer ausschalte!

Im Grunde verhalten sie sich also so, als hätte ich die ganze Zeit den Rückwärtsgang drin – aber das wäre mir binnen zehn Stunden auf der Straße sicher irgendwann aufgefallen. 😉

Falls irgendjemand eine schnelle Idee hat: Nur her damit! Ich werde unseren Firmenschrauber erst heute nach dem Aufstehen erreichen und sonst gucken alle, die ich darauf anspreche, nur irritiert und keiner hat einen Plan.

PS: Fürs Protokoll: Es haben mich während 10 Stunden unsinnig angeschalteter Rückfahrscheinwerfer exakt zwei Leute darauf angesprochen: Ein netter unbeteiligter Autofahrer und ein Kollege, der sich an der Halte hinter mir geblendet gefühlt hat.*
Ausgesprochen positive Ausbeute, wenn man bedenkt, dass meine Lieblingshalte vor einem Polizeirevier ist. 😉

*Der Kollege war so geil: Der kam zu mir und wollte mich einfach nur dumm anmeckern, weil ich mich ja voll asi verhalten würde und ist nach meinem Aufzeigen, dass ich nix dran ändern kann, mit dem bescheuertsten WTF-Gesicht aller Zeiten demütig wieder in sein Auto eingestiegen. XD

Schneeschicht \o/

oder: Nun ja, irgendwas ist ja immer …

Ich geb ja zu: Wie eigentlich immer hab ich mich über die gestrige Warnung vor Schnee, Eis und Wind eher gefreut als Angst bekommen. Nachts ist ja Platz auf den Straßen, da macht das alles ja Spaß.

Andererseits muss ich jetzt auch zugeben: Matschig und kalt ist es deswegen trotzdem; auch Schneewetter macht den Januar nicht gerade kundenreich … und dann gibt’s auch noch Nischenprobleme. Heute: Der Scheibenwischer.

Ich finde Scheibenwischer per se ein ziemlich unterentwickeltes Feature, dafür dass sie ungefähr hundert Jahre alt sind. Dafür, wie genau heute die Motoren z.B. bei Einspritzung und Verbrennung arbeiten oder sich selbst illegal drosseln, um Abgasnormen zu „erfüllen“, sind Scheibenwischer doch irgendwie ziemlich lame. Es gibt immer irgendeinen Regen, für den es keinen passenden Intervall gibt, irgendeine fiese Matschkombo lässt sie dann doch schmieren … also perfekt sieht anders aus.

Die an der 2925 haben mich heute während des nächtlichen Schneefalls jedenfalls ordentlich getrollt:

Auf der Außenseite war das Auto nicht warm genug, dass der Schnee sofort geschmolzen ist – weswegen die Randbereiche der Scheibe laufend Schneematsch angesammelt haben. Im Gegensatz zu Wasser, das dann im Wesentlichen dort bleibt, wurde ein Teil dieses Schnees dann aber von den Scheibenwischern wieder mit über die komplette Scheibe gezogen. Mal abgesehen davon, dass das natürlich etwas suboptimal für die Sicht ist: So ließ sich nicht einmal der Regensensor sinnvoll nutzen. Denn in aller Regel tue ich das. Die Intervalle der Wischer sind allesamt furchtbar hektisch, also nehme ich gerne den automatischen, der immer angeht, wenn sich ein paar Tropfen angesammelt haben. Ist auch nicht immer perfekt, aber geht schon. Ja, was meint Ihr, wie die Scheibenwischer abgehen, wenn sie bei jeder Rückbewegung einen Klops Schneematsch über den Sensor ziehen?

Ich sag’s mal so: Dank meiner Vorsicht auf der Straße waren die Scheibenwischer heute deutlich schneller unterwegs als die 2925 an sich. 😉

Das – verbunden mit einer eigentlich aussichtslosen Suche nach Kunden – hat dann tatsächlich dazu geführt, dass ich heute etwas früher Feierabend gemacht hab. Aber gut, nun ist wieder Wochenende! Und ein bisschen Schnee schafft’s vielleicht ja auch noch, bis heute abend durchzuhalten. Ich bin da mal optimistisch.

Schnelle Hilfe

Die Wartezeit war wieder einmal jenseits von gut und böse, aber plötzlich hatte der Kollege vor mir, mit dem ich mich unterhalten hatte, eine Fahrt. Also stieg ich in mein Auto, um vorzurücken und war kurz davor, auszurasten. Denn ja, natürlich, die Batterie war leer.

Ja, sie wurde immer noch nicht ausgetauscht. Aber ich muss da auch mal vorbeugend sagen: Es ist ja nicht so, dass meine Chefs sich dem Austausch verweigern würden. Ich werde heute anrufen, drauf bestehen, dass eine neue eingebaut wird – und das wird es gewesen sein. Aber bislang wurde sie nur „getestet“, was halt ganz sicher keine halbe Stunde Warten am Taxistand eingeschlossen hat. Und da fressen Fackel, Funk, Handy, Radio etc. halt doch ganz ordentlich Strom.

Aber eigentlich wollte ich auf was ganz anderes raus:

Ich stand da also und drehte den Zündschlüssel, trat aufs Gaspedal, aber nix passierte. Scheiß-Situation, selbst an meiner Lieblingshalte. Ich stieg still in mich hereinfluchend aus und bemerkte einen Kollegen, der mich angrinste. Einer, den ich (Gesichtsblindheit und so) glaubte, noch nie gesehen zu haben. Er kam zu mir rüber, winkte zwei Kollegen ran, die er kannte und meinte zu mir:

„Na komm, mach mal die Haube auf!“

Er fummelte scheinbar wissend an der Batterie herum, bat mich, mal kurz zu starten, sah, dass es nicht ging und schlussfolgerte:

„Nee, Batterie is‘ leer!“

Bevor ich mich’s versah, waren er und seine Kollegen dabei, die 2925 anzuschieben und zu starten – und mit vereinter Kraft klappte das auf Anhieb. Es waren keine 100 Sekunden vergangen, seit ich liegengeblieben war, da saß ich schon wieder in einem tuckernden Wagen und ein Kunde grinste zum Fenster rein und fragte, ob ich ihn auch zum Berghain bringen könne, obwohl es so kurz sei.

Freilich war das nicht gerade die Tour, die ich mir erhofft hatte, aber wieviel besser als mit funktionsunfähigem Auto am Stand stehen ist das denn bitte!?

Jetzt, da ich das niederschreibe, würde ich die Kollegen kaum mehr erkennen. Damn! Denn selbstverständlich würde ich sie gerne auf einen Kaffee einladen oder wenigstens mal nach ihrem Namen fragen. Aber mehr als dass es der Sprache untereinander nach Türken gewesen sind, wüsste ich leider gerade auch nicht zu schlussfolgern. 🙁


PS: Ich hab in zwei Tagen Geburtstag und bin nach wie vor erfreut über Zuwendungen. 😉

Wochenanfangsschwierigkeiten

Es gibt aber auch so Tage …

Dass ich das Auto in der Werkstatt abholen musste, wusste ich seit vorgestern. Da war wohl der TÜV fällig oder so. Und wahrscheinlich haben Sie dabei auch mal die Batterie geprüft, die mir letzte Woche einmal abgekackt ist.

Das für mich nervige ist: Unsere Werkstatt liegt inzwischen zwar innenstadtnäher als die Firma, ist aber für mich viel bescheuerter zu erreichen. In Minuten gerechnet nicht unbedingt, aber ich mag es nicht, drei- oder viermal umzusteigen. Aber gut, einmal kann man sich sowas ja antun. Ich hab ja immer noch das Glück, das Auto am Wochenende dann zu Hause zu haben.

Dass irgendwas schief gehen könnte, hatte ich schon vermutet. Schließlich hatte ich keinen Autoschlüssel dabei, sondern sollte den nehmen, den die Werkstatt hatte. Da ich nun nach dem Feierabend unserer Schrauber den Dienst antrete, haben wir dafür eine Sonderlösung: Es gibt einen Platz auf dem Firmengelände, wo sie den Schlüssel hinterlegen. Gut versteckt zwar, aber sie machen das natürlich nicht gerne, weil ja theoretisch mal jemand vorbeikommen könnte und dann Schlüssel und Auto klaut. Was aber noch nie passiert ist, das Versteck ist reichlich gut und erprobt.

Aber das sollte es nicht sein. Als ich nach einer Dreiviertelstunde Bahnfahrt und einem 15-minütgen Fußmarsch an der Schrauberei eintraf, fand ich den Schlüssel vor, wo ich ihn erwartet hatte und freute mich auf einen guten Wochenstart. Etwas vorschnell, denn tatsächlich war die Batterie wieder abgekackt. Auf meinen Anruf hin hat Cheffe immerhin Stein und Bein geschworen, das wirklich gecheckt und keine Probleme festgestellt zu haben. Und er wollte nachsehen, ob an der Firma ein anderer Wagen frei ist. Also gut.

Ein äußerst netter Kollege (aus unserer Firma) hat dann erst einmal versucht, mit mir durch Schieben den Wagen in Gang zu kriegen. Bergab geht das ganz gut … auf ebener Strecke … immerhin weiß ich jetzt, dass meine Kraft nicht ausreicht, die 2925 so schnell anzuschieben, dass sie wieder anspringt. Nach (*keuch*) vier Versuchen. Also haben wir die Kiste stehengelassen, wo sie war und den Schlüssel wieder hinterlegt. Muss ja sowieso. Inzwischen ließ sich die Karre nicht mal mehr abschließen …

Also zur Firma. Meldung von Cheffe stand noch aus, also hab ich bei einem Kollegen angerufen, dessen Auto im Hof stand. Leider war es nicht frei (ist mein Lieblingsauto in der Firma!), aber er versprach, in ein paar Minuten da zu sein – und zwar inklusive Starterkabeln. Hurra! \o/

Also sind wir gemütlich zur 2925 zurückgegurkt und haben die Kiste nebst netter Gespräche und zweier gerauchter Zigaretten wieder angeschmissen. Auch wenn inzwischen einige Zeit ins Land gezogen war: Ich konnte meine Schicht mit meinem Auto fahren. Und das mit dem Ersetzen der Batterie wird die Tage dann auch noch irgendwann geschehen. Bis dahin muss ich eventuell noch einmal Starthilfe ordern. Aber dieses Mal bin ich wieder wirklich drauf eingestellt. Immerhin steht die Kiste jetzt ja auch vor meiner Tür – da muss ich auch nicht eine halbe Stunde draussen in der Kälte verbringen.

Fast vergessen geglaubt: Miese Schichten

Die letzten Monate liefen bei mir. Und die Tariferhöhung hatte unbestreitbar einen Anteil daran, denn die Zahl der Fahrten war nicht wirklich hoch. Aber der Umsatz stimmte. Und jetzt sind die Herbstferien wirklich voll angekommen, vermutlich sind einige Touris schon wieder weg und ich bin immer zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen. Das heute Nacht ging jedenfalls gar nicht. Zumindest bei mir; ich hoffe, den Kollegen ging es anders.

Ich hab seit langem mal wieder am Freitag früh Schluss gemacht, weil es nicht lief. Und es fühlt sich immer noch falsch an. Dieses blöde Ich-hätte-ja-noch-können, das außer Taxifahrern vor allem Selbständige immer wieder runterzieht. Als ob ich den drei bis viereinhalb Stunden mehr jetzt irgendwie Reichtümer angehäuft oder Karmapunkte gesammelt hätte!

Ich bin schon am Motivationauftanken für die heutige Schicht, da rocke ich dann richtig rein!

Noch ist allerdings unklar, ob der Schichtstart sich etwas verzögert, weil die 2925 erst mal Starthilfe braucht. Die Batterie ist nämlich heute Nacht zu allem Überfluss auch einmal ausgefallen. Aber darauf bin ich jetzt schon mal eingestellt – von sowas lasse ich mir nicht zwei Tage hintereinander die Laune verhageln. 😉