Anmeldungen

Nachdem hier schon Kritik an den Anti-Spam-Feldern laut wurde, und ich einen kleinen Versuch mit dem Maskierten gewagt habe, kann ich jetzt anbieten, dass man sich zum Kommentieren anmeldet.

Damit kann man das Ganze dann umgehen. Inwiefern das jetzt für den Einzelnen einfacher ist, weiss ich nicht. Man muss dazu halt seine Mailadresse angeben. Ich mache damit nix schlimmes, ich guck sie mir nicht mal an – aber ich sollte natürlich den Hinweis abgeben, dass nix zu hundert Prozent sicher ist!

Kommando zurück! 🙂

Ich versuche es mal mit einem anderen Spam-Plugin. Dann mal weitersehen. Die Registrierung klappt irgendwie nicht, alles doof!

Aber ist ja logisch. Am Anfang geht halt mal was schief…

Größer und böser

Das Internet hatte vergangene Nacht Ausgang, und so kam es, dass sich eine lustige Vierertruppe etwas später als geplant und genauso verplant wie geplant durch die Berliner Nacht bewegt hat. Nach einer wohl nicht ganz unproblematischen Anreise über 7 (!) Stunden schlug Torsten vom Taxi-Blog in der Hauptstadt auf.

Als Taxifahrer für die Taxifahrer hielt Jo von randomjo.net sich inklusive Begleitung bereit. Als ich den Anruf bekam, ich möge Regenschutz einplanen, stand ich in kurzen Hosen erwartungsfreudig kurz vor dem Gehen in meinem Zimmer und beschloss, meinen angewandten Optimismus beizubehalten.

Der dunkle Citroen lud mich vor der Haustüre ein, und so kam es, dass die beiden Taxiblogger Sash und Torsten sich standesgemäß im Fond eines Wagens mit eigens engagiertem Fahrer kennenlernten.

„Größer und böser“ hätte er sich mich vorgestellt, gestand Torsten mir, der Verlauf des Abends ließ allerdings kein größeres Verlangen nach Boshaftigkeit von seiner Seite aus erkennen.

Für großes Sightseeing hatten wir keine Zeit, galt es doch, die Nacht zu nutzen, um sich bei gemeinsamer Pegelerhöhung ein bisschen kennenzulernen und Spaß zu haben. Zunächst wollte Torsten als treuer Blogleser den Ostbahnhof sehen, was der Rest der Mannschaft gleich zu Tabakkäufen nutzte. Drogenmäßig völlig unvorbildlich bestand die Runde ausschließlich aus Rauchern und Trinkern.

Insbesondere beim ersten Zwischenstopp im Billard-House war das von Vorteil, da die Luft im Raucherbereich definitiv keine Möglichkeit bot, Nicht-Tabakabhängigen irgendwie lebenswichtige Elemente zukommen zu lassen. Möglicherweise hätte ich vor dem Einatmen auch kauen müssen – der nächste Versuch wird es irgendwann mal zeigen.

Die Teamverteilung fürs Billard war einfach: Taxifahrer gegen den Rest.

Trotz anfänglicher Euphorie ist es bis zum Ende zwar nicht wirklich zu dem gekommen, was gemeinhin Billard genannt wird, aber nachdem wir die tatsächlich erreichte Anzahl von 1,6 zu 1,9 gewonnenen Spiele auf 2 zu 2 aufgerundet haben, haben wir beschlossen, das Experiment zu beenden, weil wir uns nicht schon so früh am Abend um den Sieg kloppen wollten.

Im strömenden Regen unter einen kleinen Schirm gequetscht (jaja, bisweilen gab es auch unter dem Schirm Regen) vernichteten wir die restlichen Biere und sind irgendwie auf die Idee gekommen, uns ein paar Witze zu erzählen. Klingt komisch, ist aber so.

Das nächste Ziel war das „Point of no Return“, nicht ohne Torsten noch zu zeigen, dass es in Berlin allerlei kuriose Geschäftsideen gibt. Genauer genommen die „Fahrschule und Weinhandlung“.

Die anschließende Entdeckung, dass es „Long Island Iced Tea“ auch in Kübeln zu erwerben gibt, hat den weiteren Abendverlauf spürbar beeinflusst. Nach kurzer Zeit am Tresen okkupierten wir eine eigentlich besetzte Sitzecke, was immerhin im Laufe des Abends Grund genug bot, sich auch mit Außenstehenden zu unterhalten. Nicht, dass ich noch etwas über den Inhalt berichten könnte, aber nett ist es ja trotzdem. Das Fehlen von Hämatomen kann indirekt auch als Bestätigung angesehen werden, dass wir weder jemanden verärgert, noch den Laden auf unübliche Weise verlassen haben.

Ich musste Torsten leider bestätigen, dass der Taxischein in Berlin nicht mal einfach so schnell zu machen ist. Zumal sich solch eine Entscheidung wahrscheinlich besser nicht aufgrund der Preise für Long Island Iced Tea treffen lässt 😉

Der Spruch des Abends geht (trotz Unwissen über alle Sprüche) an Torsten, der nach einer Viertelstunde vom Klo kam mit dem legendären Satz:

„Da war es so dunkel, ich musste mein iPhone als Lampe verwenden. Da hab ich gleich mal gebloggt.“

Nachdem unser Fahrer uns letztlich doch verlassen hat, die schläfrige Begleitung anbei, sind wir aus bisher völlig ungeklärten Gründen nach Erreichen des Spitzenpegels kurz ins „Franken“ gewechselt, wo wir noch ein (oder zwei?) Bier zum Abschluss getrunken haben.

Die anschließende Heimfahrt mit dem Taxi fiel dann unter die Rubrik Geldverschwendung. Warum auch immer ich Torsten noch bis zum Hotel begleitet habe, weiss ich nicht. Gefunden hätte der Fahrer es. Dass er uns nicht unbedingt glauben wollte, dass wir auch Taxi fahren, kann ich im Nachhinein besser verstehen als gestern Abend noch. Ob es jetzt angemessen war, mit unserer Prominenz zu prahlen, muss wohl jeder für sich entscheiden. Tatsache war, dass mir der Fahrer zuletzt etwas seltsam vorkam (obwohl er immerhin gesprächig war und abgesehen von einer etwas herausgezögerten Wende am Ende auch ordentlich gefahren ist). Es mag unfair gewesen sein, aber dass er sich am Ende beschwert hat, dass ich nicht doch wie angekündigt noch nach Marzahn fahre, bestätigt mich. Zwar wären das nochmal rund 20 € gewesen, aber immerhin hatten wir auch bisher schon über 20 zusammen. Von kurzer Tour kann also keine Rede sein.

Mein Heimweg fiel dann unspektakulär aus, ich hatte einen sehr sehr netten Kollegen, der sich sichtlich gefreut hat über die lange Tour zum Schichtbeginn.

Wie ich nun morgens noch an die Ravioli gelangt bin, die ich dann gegessen habe, entzieht sich meiner Kenntnis, aber im Grunde lief alles gut.

Und was ich in einer ganzen Nacht voller gefährlicher Bewegungen in bedenklichem Zustand nicht geschafft habe, das ist mir dann vorhin gelungen: Ich hab meine Kamera trotz wiedererlangtem Vollbesitz meiner Kräfte auf den Boden geworfen und nun ist sie kaputt. Schön, dass das nicht als Fazit des sehr netten Abends herhalten muss.

Die Artikel zum Abend:

Die Zusammenfassung von Jo

Die kurzen Unterwegsmeldungen von Torsten:

Berlin

Berühmte Stätten

Team Taxi

Äh…

Frühstück?

Auf weitere Lebenszeichen von ihm warte ich noch 😉

Neuer Kollege

Zumindest was das Bloggen angeht…

taxiblog-halle.de hat hat neu aufgemacht, und die ersten Kundengeschichten lassen auf mehr hoffen.

Der Link findet sich auch rechts in der Navi unter Taxi-Blogs

Also lesen! Aber nicht meinen Blog vergessen 🙂

(via Aro)

Feels good to be back!

Ich fand die Schaltung hakelig!

Anderthalb Wochen nicht im Taxi gesessen. Das ist nicht gut! Und an solchen Details merkt man es dann…

Ich bin wieder weitestgehend fit und hab meine erste Schicht hinter mir. Und anders als damals nach all den Ferien in der Schule hat es sich heute richtig gut angefühlt, wieder da zu sein. Und ich muss anmerken, dass ich fast immer gerne zur Schule bin. Aber Montags um 8 Uhr nach den Pfingstferien 2 Stunden Mathe ist einfach nicht so geil wie Abends ab 20 Uhr ein paar Stunden Wochenendschicht im Taxi in Berlin nach einem gewonnenen Verfahren und einer Woche Krankheit 🙂

Mein Tagesrhytmus ist – nicht zuletzt dank Vodafone – immer noch ein wenig verschoben, deswegen war es keine 10- oder 11-Stunden-Schicht, sondern nur eine verhaltene 8-Stunden-Schnupperphase. 8 Stunden purer Wahnsinn in Kommunikationsform. Intelligenzbremsen und Sympathiekracher, Schwanzmädchen (Hey, nicht meine Wortwahl) und Iren in Kilts. Intelligenzverweigerer und depressive alte Menschen… als ob man die Kelle tief in den Topf mit der Aufschrift „Randexistenzen“ tunkt, und unbesehen den Inhalt zu sich nimmt.

Es hat nur auf 15 Fahrten gereicht, aber mit etwas Geschick kriege ich wahrscheinlich Blogeinträge für eine Woche daraus extrahiert. Tut mir leid, dass dies noch nicht der erste von diesen ist, aber ich wollte zuerst mal verkünden, dass ich jetzt wieder da bin. Und glücklich!

Schönes Wochenende euch allen!

Sorry, Taxiblogger!

Nummer eins!

Hab mich gerade mal wieder zu google verirrt und bei einer kleinen Anfrage nebenbei festgestellt, dass ich derzeit mit den Begriffen „taxi blog berlin“ das erste Suchergebnis bin. Mir ist schon klar, dass ich seit spätestens Anfang dieses Jahres zu den bekanntesten Taxibloggern gehöre, aber dass ich Frank Fischer bei google mal toppen würde in dieser Stadt… wow!

Olé oléoléolé! Screenshot: google.de

Olé oléoléolé! Screenshot: google.de

Zur Versöhnung: Mit „taxi blog“ ohne Ortsangabe bin ich nach wie vor Dritter hinter Frank und Torsten.

Des Taxifahrers Gekritzel

Inzwischen wissen ja die meisten, dass ich eine Statistik über meine Arbeit führe. Das ist nicht wirklich notwendig, mir macht es aber Spaß. Und als kleine Gegenkontrolle für die Abrechnung im Chefbüro ist es ja auch nicht schlecht. Wenngleich ich bisher nie irgendwelche Probleme beim Abrechnen hatte.

Nun ja, um Statistiken zu erstellen, braucht man abgesehen von zu viel Zeit natürlich Daten. Und die erhebe ich logischerweise unterwegs. Ein kleines Ringbuch im Format DIN A6 begleitet mich seit dem ersten Tag, den ich geschäftlich auf Berlins Straßen unterwegs bin. Naja, vielleicht auch erst seit dem 5. Tag. Auf jeden Fall schon voll lange.

Und was schreibe ich da so rein? Das hier:

Handbuch eines Mathe-Psychopathen? Vielleicht. Quelle: Sash

Handbuch eines Mathe-Psychopathen? Vielleicht. Quelle: Sash

So sieht das also in etwa nach einer Schicht aus in dem Buch. Alles ein wenig kryptisch? Da ich gerade zu viel Zeit habe, mich wachhalten muss und außerdem kein Taxi-Text mehr aufs Veröffentlichen wartet, will ich das doch gerne näher erläutern. Für alle die, die ähnlich viel Zeit haben wie ich oder einfach interessiert an kleinen Unnötigkeiten sind.

Vergrößern und gliedern wir das Ganze doch erst einmal, dann kann man mehr damit anfangen. Hier also Seite 1 in Großaufnahme mit Nummerierung:

Vergrößert wirkt es auch nicht einleuchtender... Quelle: Sash

Vergrößert wirkt es auch nicht einleuchtender... Quelle: Sash

So, und was hat das Kauderwelsch nun zu bedeuten? Soo schwierig ist es gar nicht:

1)
Das Datum der Schicht. Steht hier – wie auch bei meiner Lohnabrechnung – für den Tag, an dem ich die Schicht begonnen habe.

2)
Kilometer- und Euro-Stand des Taxameters vor und nach der Schicht. Die Differenz daraus rechne ich noch ganz altmodisch im Kopf aus. Den Kilometerstand brauche ich nur für meinen Kilometerschnitt, der Geldbetrag ist (wenn nicht noch Fehlfahrten abzuziehen sind) der, den ich meinem Chef bei der Abrechnung zu zahlen habe, also damit der, nach der sich mein Gehalt bemisst. Gelegentlich verrechne ich mich nämlich unten oder vergesse mal eine Tour, weil gleich im Anschluss – bevor ich zum Notieren komme – neue Kundschaft da ist. Ist insofern auch eine Kontrollzahl. Taxameter lügen schließlich nicht. Zumindest meines nicht.

3)
Wie unschwer erkennbar ist, ist das nur die Spalte für die Nummerierung der Touren.

4)
Das ist der zu zahlende Fahrpreis, der Endbetrag, der auf dem Taxameter steht. Inklusive Zuschläge. Wie man am Ende der Tabelle auf Seite 2 sieht, rechne ich aber nicht zwingend alles am Ende nochmal zusammen. Ich könnte es machen, erschreckenderweise ähneln die Zahlen der aus 2) aber meist ziemlich…

5)
Die Summe, die mir der Fahrgast gegeben hat, inklusive Trinkgeld.

6)
Hier ist das Trinkgeld noch einmal extra aufgeführt. Zum einen als Gegenkontrolle, zum anderen sind die Zahlen leichter zu addieren und es ist übersichtlicher. Dadurch hab ich immer einen aktuellen Überblick, wie viel Trinkgeld ich eingenommen habe. Das Ermitteln des Trinkgeldes gibt nicht nur für die Statistik Sinn, da ich mein Portemonnaie nicht jeden Tag neu bestücke. Ergo: Mit der Zahl weiss ich wenigstens, was ich mir rausnehmen kann.

7)
Seit etwa Anfang des Jahres notiere ich mir zu den Touren auch noch die Uhrzeiten. Bisher hab ich dafür keine Verwendung – aber es könnte ja sein, dass ich irgendwann mal ausrechnen will, wie viel umsatzstärker die Zeit zwischen 1 und 3 Uhr im Vergleich zu der zwischen 20 und 23 Uhr ist. Oder so. Muss ja nicht alles einen Grund haben. Die Zeit bezieht sich auf den Abschluss einer Tour, weil ich dann auch alles andere eintrage, kurz nachdem der Kunde weg ist. Es wäre zwar fast sinnvoller, sich die Einstiegszeit zu notieren, aber natürlich hab ich zu diesem Zeitpunkt ganz andere Dinge im Kopf und sich die Zeit über die Tour hinweg zu merken ist bei meinem Sieb von Gedächtnis nicht wirklich praktikabel.

8 (Mist, mit Klammer wird es ein Sonnenbrillen-Smiley!)
Das Z steht für Zwischensumme. Wollte ich nur mal erwähnen. Nicht für Zusammen, nicht für Zuzahlung, nicht für Zahl, für Zombies oder für Zentralverriegelung. Zwischensumme! Ganz einfach…

So, dann sind wir schon auf der zweiten Seite:

O je, noch mehr Gekritzel! Quelle: Sash

O je, noch mehr Gekritzel! Quelle: Sash

Die Tabelle setzt sich ggf. hier noch fort – was aber fast nur am Wochenende der Fall ist. So oft habe ich unter der Woche nicht über 15 Touren. Obwohl man das dringend einführen sollte 😉

Zu den Zahlen:

9)
Das ist die wahrscheinlich wichtigste Ecke für alle, die das hier lesen. Die ist nämlich nicht für die Statistik, sondern für den Blog! Hier notiere ich mir in Stichworten, oftmals in einer mir zu späteren Zeitpunkten selbst zu unleserlichen Schrift, über was aus der Schicht ich bloggen könnte. In der Regel schaffen es nicht alle Ideen in den Blog, weil ich bei manchem nicht weiss, wie ich es umsetzen soll, manches nach etwas Bedenkzeit gar nicht mehr bloggenswert ist und ich manches schlicht und ergreifend nicht mehr entziffert kriege. Im obigen Fall haben es zwei von drei in den Blog geschafft, manchmal sind es 0 von 2 oder 8 von 10. Meine Tage sind ja glücklicherweise abwechslungsreich.

10)
So, das ist die Ecke für den Psychopathen in mir. Das sind allerlei Ziele, die ich auf unterschiedlichste Weise aus meinen Statistiken herausgepfrimelt habe, und die dienen ziemlich genau zwei Zwecken. Zum einen ist es bewiesen, dass Listen zum Abhaken die Motivation fördern. Das trifft auf mich ganz besonders zu. Dass ich mir morgens keine Liste mit Kleidungsstücken mache, die ich anzuziehen habe, ist auch alles. Zum anderen ist es ein netter Trost, wenn es mal nicht so läuft, wie es sollte: „Ach komm, 3 von 8 Zielen haste ja geschafft…“

Die Kürzel erkläre ich jetzt nicht, dazu sollte man ein halbes Fachsemester Sashtistikologie studiert haben, sonst bleibt es einfach unsinnig. Aber ich höre gerne, wofür sie stehen könnten 😉

Alle andere Kritik wird mit „Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?“ beantwortet…