Heute hat mir ein Kollege am Stand erzählt, der Radiosender „Eins live“ hätte den Blog neulich erwähnt in einer Sendung, in der es um „lustige Transporte oder so“ ging. Ich weiss leider nichts näheres. Hat jemand das gehört?
Brav gewesen…
…bin ich das vergangene Jahr jetzt nicht unbedingt.
Ich hab mich vor der Arbeit gedrückt, böse über Kunden geredet, bin einmal sogar für einen Festpreis gefahren. Ich hab meine Familie zu selten gesehen, einen lieben Vermieter um sein sauer erarbeitetes Geld gebracht, Gott geleugnet und manchmal war ich dabei sogar nackt.
Deswegen tue ich gut daran, dem rotgewandeten Körperdouble meinerselbst am Weihnachtstage gar nicht erst die Türe zu öffnen, da ich ohnehin nur die Rute erwarten kann. Aber ohne Geschenke ist Weihnachten ja auch doof.
Naja, neulich bin ich in zwei Mails auf einen Amazon-Wunschzettel angesprochen worden, und da das eigentlich ja gar keine schlechte Möglichkeit ist, allen netten noch nicht durch die Wirtschaftskrise pleite gegangenen Menschen eine Idee zu geben, wie sie ihr Vermögen zu meinen Gunsten umverteilen können, hab ich mir also auch einen angelegt.
Da die Idee ausgerechnet von Lesern kam und ich schon berufsbedingt für kleines Geld bestechlich bin, dachte ich, ich könne das ja auch gleich hier noch mal dick posten und mich bei all denen unbeliebt machen, die den Flattr-Button schon für unbotmäßige Geldscheffelei hielten 😉
Hier ist der Zettel (und in der Seitenleiste findet man ihn auch nochmal)
Außerdem *hüstel* hab ich am 12. November Geburtstag, noch dazu den letzten vor der 30…
So, Werbung vorbei! Kommt auch gleich noch ein Taxi-Artikel, keine Sorge 🙂
Nachwuchs
Wie üblich als letzter, aber besser spät als nie möchte ich auch noch auf den neuen Blog taxistuttgart.wordpress.com verweisen.
Was soll ich sagen: Eine Fahrerin aus meiner alten Heimat hat mit dem Schreiben begonnen, und die Artikel sind richtig schön lang, lesenswert und außerdem aus Stuttgart. Sollte also einen Klick wert sein!
Außerdem teilt sie in einem wichtigen Punkt meine Meinung: Es heißt DER Blog 😉
Versehen…
Mist, Doppelpost!
Hab die Umdatierung vergeigt. Muss jetzt wohl für 2 Tage reichen 😉
Ihr mal wieder!
Ohne Frage: Ich liebe das Internet.
Dass wir im weltweiten Netz hier zusammenkommen und nicht am Bahnhofskiosk um die Ecke, hat enorme Vorteile. Zum einen, dass wir überhaupt zusammenkommen. Ich hätte die meisten von euch nicht als Leser gefunden, und erst recht wäre ich als Schreiberling aufgeschmissen gewesen, irgendeinem Medium regelmäßig meine Ergüsse anzudrehen, bei dem es sowas wie eine Qualitätskontrolle gibt. Gut, es gäbe noch die Bild, aber hey: Auch Taxifahrer haben noch einen Ruf zu verlieren!
Nein, hier in meiner Weltnetzecke (schwupps, wieder ein Begriff entbraunt!) ist es doch eigentlich ganz gemütlich: Ich hab die Aufmerksamkeit, nach der ich (immer noch irritierterweise) scheinbar strebe – und ihr habt was zu lesen, eventuell zu meckern, und das Ganze für Umme und der guten Laune wegen.
Im Gegensatz zu sonstigen Veröffentlichungen hab ich aber natürlich auch noch was anderes: Mittels einer (wenn auch dürftigen) Statistik einen (wenn auch dürftigen) Überblick darüber, wie viele Leute eigentlich was lesen hier. Das dient eigentlich nur Unterhaltungszwecken, und ich bemühe mich redlich, da nicht viel reinzuinterpretieren.
Aber heute habe ich dann doch schmunzeln müssen, und das kann ich euch nicht vorenthalten. Wie ihr alle (zweifelsohne 🙂 ) gemerkt habt, versuche ich ja gerade wirklich regelmäßig was zu posten. Seit 4 Wochen hab ich es durchgezogen: Jeden Tag ein – wenn auch vielleicht mal kurzer – Artikel. An ein oder zwei Tagen gab es noch etwas Kleingemüse dazu, wenn etwas aktuelles anfiel, oder ich den einen Text zu marginal fand. Bis gestern. In die 48 Stunden vor Beendigung des 16. September 2010 fielen bei mir nicht nur zwei freie Tage, sondern zudem Krankheit, Privatgeschichten, Lustlosigkeit, Zeitmangel und Mäusejagd. Vieles davon mehrfach und wild durcheinander (na gut, hauptsächlich die Mäusejagd!), aber alles mehr oder minder nacheinander, sodass dieser Blog tatsächlich mal eine Pause gemacht hat.
Nun hab ich natürlich mal in die Statistiken geschielt…
Dass auf dem Privatblog wegen eines neuen Artikels mehr Besucher als sonst da waren, das hat mich nicht überrascht. Es war auch nicht bemerkenswert viel mehr – eher so oberes Ende der normalen Schwankungen.
Interessant wurde es dann hier bei gestern-nacht-im-taxi.de: Besucherrekord für diesen Monat, ein Zuwachs um rund 50%. Ich hab kurz darüber nachgedacht. Die logischste Erklärung ist wohl, dass die meisten Feed-Reader-Leser (das kommt auch von der Zahl her etwa hin) wohl eher mir als ihrem Reader getraut haben, und sich vergewissern wollten, ob da nicht doch was passiert ist – oder ob es wenn nicht wenigstens tolle Kommentare gibt oder was weiss ich.
Falls das wirklich so gewesen ist:
Entwarnung erstmal. Ich war ein bisschen krank, etwas unlustig, nicht im Taxi und manchmal offline. Alles kein Weltuntergang, alles in allem müsste ich noch in der Lage sein zu bloggen. War ich nur gestern nicht.
Und danke natürlich! Wenn man schreibt, kann man sich wirklich kaum bessere Leser wünschen, als solche, die (wahrscheinlich irritiert – auf jeden Fall aber interessiert) ihr Leseverhalten mal eben ändern, wenn mal einen Tag (!) nichts passiert!
Das Übliche…
Ich hab es schon oft geschrieben – aber ich kann es gar nicht oft genug betonen: Was ich hier schreibe, sind ausgewählte Einzelgeschichten. Rund 80 bis 90% der Fahrten sind völlig unspektakulär und damit meistens ganz nett.
In den letzten Tagen hab ich hier wieder mal ein Sammelsurium an mehr oder minder unschönen Dingen gebloggt, und irgendwie finde ich es gerade ein wenig schade, wie das rüberkommt. Keine Sorge, es kommen auch wieder nette Geschichten. Ich hatte ein an und für sich großartiges Wochenende im Taxi, nur leider sind die unangenehmen Fahrgäste manchmal die, die am lautesten nach Erwähnung schreien 🙂
So eine Art Lesertreffen
Manchmal ist es einfach schön, nicht nur Taxi zu fahren, sondern auch darüber zu bloggen. Zum einen weiss ich den gepflegten Meinungsaustausch (und der ist hier wirklich meistens relativ gepflegt) zu schätzen, zum anderen ergeben sich eben auch Dinge, die dem Nichtblogger schlicht nicht passieren.
Ich hab vor einiger Zeit eine Mail von Christian bekommen, der sich noch im anderen Blog in ein paar Kommentaren als „Schlipsträger“ geoutet hat, und damals in seiner Eigenschaft als Rechtsanwalt Interesse an meiner laienhaften Prozessbeschreibung bekundet hat. Er benötigte ein Taxi, und die Fahrt fiel – selten genug, dass das vorkommt – in meine Arbeitszeit.
Naja, nicht ganz – denn eigentlich mache ich am Sonntag Abend, bzw. Montag Morgen frei.
Aber zum einen war es eine durchaus sehenswerte Tour (vom Tierpark zum Flughafen), zum anderen reizte es mich auch, einmal mehr einen Leser persönlich kennenzulernen. Ein Interesse, das auf der anderen Seite offenbar genauso existierte.
Kurzum: Ich hab gestern früh, als ich eigentlich frei hatte, noch kurz die rund 90 Pferde in meinem Opel gesattelt, um eigentlich das erste Mal in meinem Leben einen Anwalt privat zu treffen – und nebenbei Geld zu verdienen, so ehrlich muss ich sein!
Ich bin mehr als zu früh am Hotel aufgeschlagen, was sich aber auch nicht als Fehler erwies, da auch mein Fahrgast seine Unterkunft eine Viertelstunde früher als angegeben verließ. Akademisches Viertel mal andersrum 🙂
Glücklicherweise haben wir uns auf Anhieb erkannt und konnten uns ohne Peinlichkeiten direkt plaudernderweise in den Verkehr stürzen. Die Fahrt durch den langsam aufkommenden Verkehr dauerte zwar fast eine halbe Stunde, war aber letztlich viel zu kurz. Ich denke, diese Einschätzung teilen wir beide. Auch wenn keine Sekunde Stille im Auto geherrscht hat, bin ich mir sicher, dass wir uns gegenseitig noch einiges über unsere jeweiligen Berufe, das Bloggen und einiges mehr zu sagen gehabt hätten. Ich kann somit das „Gerne wieder“ nur einmal mehr zurückgeben. Es war eine angenehme und interessante Fahrt. Und in der Hoffnung, nur halb so indiskret zu sein, wie ich durch meine Nachfrage angekündigt habe, möchte ich die Höhe des Trinkgeldes nicht nennen, stelle aber für meine Leser klar, dass es sich um das höchste jemals von einer nüchternen Person gegebene handelte.
Zu guter Letzt noch ein Beispiel aus der nie niedergeschriebenen Reihe „Formulierungen, die mein Bloggerherz mit Stolz erfüllen und mir fast schon unangenehm peinlich sind“:
„Es ist mir ja geradezu eine Ehre, jetzt in dem Taxi zu sitzen, von dem ich sonst immer nur lese.“
So, und wer mal in der Hamburger Umgebung einen Anwalt braucht, der kann sich ja mal Christians Homepage und seinen Blog anschauen.