Und schon wieder wurde meine Stammtanke unfreiwillig zum Taxistand. Bereits als ich noch optimistisch war, die Zapfsäule würde dieses Mal genug Druck bereitstellen, um den Tank wenigstens halbvoll zu bekommen, stakste ein kleiner asiatisch aussehender Mann auf mich zu.
„Hauaho?“
Auf dieser Basis hat sich tatsächlich eine Art Gespräch entwickelt, denn in begrenztem Maße konnte er Deutsch. Für mein untrainiertes Ohr klang es allerdings so, als hätte er beim Lernen die Konsonanten einfach ausgelassen.
Mittels einer ausgedruckten Zugverbindung der Bahn war dann allerdings recht schnell klar, dass er zum Hauptbahnhof wollte.
Ich hab wirklich versucht, mich klar und deutlich auszudrücken, habe es auf Englisch versucht, mehr war nicht drin. Die Unterhaltung war ziemlich anstrengend. Jetzt könnte man sagen, dass es im Zweifelsfall nicht unbedingt darauf ankommt, möglichst Smalltalk im Taxi zu halten… OK! Da stimme ich trotz meiner allgemeinen Quassellaune zu. Aber wie erklärt man jemandem, der nur etwa jedes zehnte Wort* versteht, dass es wohl nicht so einfach sein wird, die Bahn davon zu überzeugen, dass er mit seinem Ticket, das von Hamburg irgendwo nach Schweden gilt, jetzt auch bis Hamburg fahren kann, weil er im Zug eingeschlafen und am Ostbahnhof aufgewacht ist?
Ich wünsche ihm wirklich, dass er es noch geschafft hat – aber ich mach mir bei unserer Bahn keine großen Hoffnungen. Mir reicht ja das, was ich dort desöfteren als Englisch verkauft bekomme!
* Das könnte im Glücksfall auch helfen, weil die Schriebe der Bahn sicher gut 90% im Normalfall irrelevanten Sermon enthalten, und es somit das Verständnis erhöhen könnte, nur den relevanten Part zu kapieren 😉