Neues aus der Honkologie

Wo meine Kundschaft in der Regel nur durch dumme Sprüche und liebenswerte Anekdoten auffällt, wird es anderswo schon mal handgreiflich. Überfälle gibt es ja schon genug, aber manchmal werden leider auch Meinungsverschiedenheiten im schlechtesten Sinne nonverbal geklärt.

Hier ist mal wieder eine Polizeipressemeldung von vergangener Nacht. Der Fahrgast hat den Fahrer geschlagen und ist dann in eine Pizzeria gegangen. Was immer auch los war, clever ist was anderes. Für die Polizei jedenfalls war er recht leicht zu finden…

Das erinnert mich an einen Kollegen, der neulich am Ostbahnhof nach Zeugen gesucht hat, die ihm bestätigen können, dass sein Fahrgast (der mal kurz zum McDonalds ist) ihm beim Aussteigen gegens Auto getreten hat. 🙁

Mir ist ja bewusst, dass es im und ums Taxi mal zu Streit kommen kann. Aber wenn wir ehrlich sind, geht es selten um mehr als 10 €. Mal ganz im Ernst: Wer prügelt sich wegen so einer Summe?

Naja, und wenn wir schon in der Abteilung Honkologie sind, dann möchte ich auch die Spaßvögel ermahnen, dass ich die Bäckervergleiche hier im Blog nicht mache, damit ab jetzt Bäckereien überfallen werden. Doofe Sache, das.

Taxibetrug in New York

Der Taxiblogger hat einen interessanten Artikel in der NZZ verlinkt. Ausgerechnet die beliebten und weltweit bekannten Taxis in New York boten nun Kulisse für einen Betrug. Tausende Taxifahrer haben Kunden innerhalb der Stadt zu einem teureren Umlandtarif befördert.

Eine Weile lang ist das wohl auch gar nicht aufgefallen, da die Tarife sich nicht groß unterscheiden. Wenn man den NZZ-Zahlen glauben will, dann sind durchschnittlich pro Fahrgast 2 $ mehr angefallen. Insbesondere, da New York soweit ich weiss keine freie Wartezeit in Taxen bietet, war das wohl unauffällig.

Nun ja, jetzt kam es raus und ist ein riesiger Skandal. Nicht zu Unrecht, wie ich finde – wobei ich mir sicher bin, dass es im Taxigewerbe auch in New York schlimmeres gibt. Die Fahrer, die mal 50 $ Festpreis für eine 40$-Strecke nehmen, wird es da sicher auch geben, und abgesehen vom Kernbereich von Manhattan werden sicher auch mal Umwege gefahren.

Ja, wie aber der Taxiblogger auch geschrieben hat: SO wäre das hier nicht möglich gewesen.

Wir haben in Berlin ja tatsächlich nur einen einzigen Tarif. Für Tag, Nacht, Feiertags, für Fahrten zum Flughafen, zur Oper und für dreimal im Kreis auch. Die Ausnahme „Kurzstrecke“ ist nur sehr begrenzt anwendbar, der größtmögliche Tarifbetrug neben großzügig manipulierten Taxametern wäre allenfalls möglich, indem man einem Kunden den Kurzstreckentarif verweigert, ohne dass es einen Grund dazu gäbe.

Diesbezüglich ist es sehr praktisch, dass die Taxameter bei uns eventuelle Zuschläge extra ausweisen. Natürlich würde kaum jemand merken, wenn ein Großraumtaxi 8 Cent mehr pro Kilometer kosten würde. Warum da jetzt aber 1,50 € extra stehen, da fragen die Kunden aus Erfahrung oft genug nach…

Vierter!

Ich jubel nochmal kurz für Uruguay… ähm, naja. Gut, kommen wir von den 3,5 Mio. Urus zu den 3,4 Mio. Berlinern:

Die sind auch Vierter!

Marius aus Bielefeld hat mir eine Mail geschickt mit dem Link zu einem neuerlichen Taxi-Ranking.

Und Berlin schneidet also einmal mehr nicht sonderlich schlecht ab. Wir geben uns ja auch Mühe 🙂