Flatternde Nerven

(und anderes)

Moin allerseits! Wer hat heute morgen den GNIT-Eintrag vermisst?

Ihr braucht die Hände nicht zu heben, denn ich bin ohnehin auch in der Runde. Nach einer ziemlich anstrengenden Schicht wollte ich gerne mal eben zur Entspannung drei Blogeinträge runterrocken, aber dann ist mir das Netzteil abgeraucht. Alle Mühe umsonst, der Rechner war nicht anzukriegen. Wie das halt so ist mit Netzteilen, die statt Strom komische Gerüche verbreiten.

Aber nun ist alles gut. Hab einen kleinen Laden gefunden, der mir die Stromversorgungseinheit zu einem angemessenen Preis überlassen hat, anders als z.B. der Saturn vor meiner Haustüre. Aber dazu werde ich später noch was schreiben. Jetzt jedenfalls bin ich happy, dass alles tut und nur etwas besorgt, weil ich noch kaum zum Schlafen gekommen bin. Aber gut, irgendwas ist ja immer …

Nun zur gestrigen Nacht. Manche Dinge passieren auch mir nach fünf Jahren im Taxi noch das erste Mal. Das hier zum Beispiel:

Hat sich für Euch in Schale geworfen: die 72. Quelle: Sash

Hat sich für Euch in Schale geworfen: die 72. Quelle: Sash

Es war windig heute nacht, sehr sogar. Und so kam es, dass plötzlich auf der Leipziger Straße von einer Baustelle dieses Absperrungsband über die Straße geweht wurde, und ich es zielsicher um mein Taxi wickelte und letztlich abriss. Einfach so im Vorbeifahren. Da ich einen Kunden an Bord hatte, der es eilig hatte und ich keine sonderliche Verkehrsgefährdung erkennen konnte, haben wir die restlichen Kilometer bis nach Schöneberg mit runden 10 Metern flatterndem Anhang zurückgelegt.
Zumindest die Ordnungshüter haben schnell mal einen wachsamen Blick aufgelegt, bevor sie vermutlich beschlossen haben, dass das halt auch zu Berlin gehört, wenn ein Taxi offenbar irgendwo durch eine Baustelle gebrettert ist. Oder so. 😉

Der Fahrgast konnte darüber lachen, ich auch – und so hab ich am Ende noch das obige Foto aufgenommen. Zur Beweissicherung. Wenn es sonst niemand tut.

Euch ein schönes Wochenende – und gebt Acht auf Netzteile und Absperrbänder!

Drucksache

Ich wollte hier mal vor Ort Bescheid sagen, dass es nun wohl quasi zu 100% sicher ist: Es wird ein Taxibuch von mir geben. Daran schreiben tue ich ohnehin seit Monaten immer mal wieder, eine Literaturagentur und interessierte Verlage gibt es auch bereits seit einer Weile. Auf der anderen Seite ist das zum einen für mich alles Neuland, zum anderen sind zahlreiche Verlage auch wieder abgesprungen, weil Taxibücher in der Vergangenheit eher nicht so der Renner waren. Kann ich auch verstehen.

Aber demnächst ist es dann so weit. Es gibt einen sympathischen und interessierten Verlag, die Rahmenbedingungen für einen Buchvertrag sind zwischen ihm, meiner Agentur und mir soweit ausverhandelt, so dass es im Grunde nur noch einer letztendlichen Unterzeichnung bedarf. Und dem Fertigschreiben des Buches, das ist klar. 😉

So lange das nicht unter Dach und Fach ist, werde ich keine Details posten und zum Teil auch nicht einmal können. Aber so langsam wird es wahrscheinlich, dass im Frühjahr nächsten Jahres ein Buch mit den besten Stories aus dem Taxi (und damit auch aus dem Blog hier) auf dem Markt sein wird.

Ich freue mich. 🙂

So, Taxigeschichten gibt es morgen wieder. Ich muss mir nämlich erst einmal welche erarbeiten …

Neue Taxitarife in Berlin

Es ist nun so weit: Seit Mitternacht gelten in Berlin neue Taxitarife. Sollte jemand seitdem mit dem Taxi gefahren sein: Wenn es heute einen Euro mehr gekostet hat, dann wird das seine Richtigkeit gehabt haben und ab jetzt immer so sein. Erhöht wurden der Einstiegspreis von 3,20 € auf nunmehr 3,40 € und jeder der ersten sieben Kilometer kostet nun 1,79 € statt 1,65 €. Alles weitere (die weiteren Kilometer, die Kurzstrecke, die Zuschläge) bleibt wie bisher. Die Erhöhung der Tarife ist für kurze Fahrten zwar höher als die letzte im Jahr 2009; dadurch, dass alles andere gleich bleibt, werden die Mehrkosten jedoch für keine Fahrt mehr als 1,20 € betragen:

taxitarifdiagramm

(Die Darstellung ist zwar vereinfacht, weil ich eine lineare Preissteigerung anstelle der in 20ct-Schritten erfolgenden Zählung des Taxameters verwendet habe, aber die Relationen bringt sie ganz gut rüber.)

Ihr wisst, ich bin kein begeisterter Freund von Tariferhöhungen, aber angesichts der insgesamt moderaten Steigerung und vor allem der unabhängig davon zu erwartenden Umbrüche im Gewerbe wegen des Mindestlohns in den nächsten Jahren, sehe ich das jetzt nicht so eng. Es gibt diesen neuen Tarif jedenfalls seit heute und wir werden uns alle daran gewöhnen müssen, als Kunden und als Fahrer.

Twitter!

Kommen wir doch mal kurz zu meinem schönen und halbwegs beliebten Twitter-Account @sashbeinacht. Hier drei Auszüge:

Das ist ein paar von Euch vermutlich ein wenig zu albern. Und hat mit GNIT nix zu tun. Nun gibt es ja aber einige, die Twitter auch gerne nutzen, um einfach nur auf dem Laufenden zu bleiben. Da ist mein Account ehrlich gesagt nicht mehr so das Wahre, er hat durchaus eine, nun ja, gewisse Eigendynamik entwickelt. Und um auch denen das Folgen von GNIT zu ermöglichen, die keine Dialogtweets oder streng wissenschaftliche Fakten über Säbelzahnhamster lesen wollen, habe ich einen eigenen Account für diesen Blog eröffnet:

@_GNIT_

Dort  – und nur dort! – werden nun alle GNIT-Updates verbreitet. Das wird natürlich nicht alles sein, was ich dort twittere, aber es wird sich aufs Thema Taxi beschränken. Interessante Links zu Blogs von Kollegen, zu Presseartikeln, Taxi-Tweets von anderen Nutzern, es wird schon hier und da mal etwas interessantes kommen. Es soll aber definitiv nicht so voller Nonsens sein wie mein bisheriger Account (auf dem Ihr mir natürlich trotzdem zahlreich folgen sollt! 😉 )

Wir sehen uns dann drüben. OK?

Adé Januar!

Nun: Wie ich bereits schrieb: Es geht wieder los! Und fast gleichzeitig mit meinem Arbeitsantritt verzieht sich der Januar. Gut, der Winter ist erst seit einer Woche wirklich angekommen in Berlin, aber darum geht es mir ja nicht.

Die gestrige halbe Schicht ist leider nicht wirklich blogbar verlaufen und außerdem bin ich gerade saumüde. Die viereinhalb Stunden im Taxi waren es freilich nicht, die mich fertig gemacht haben. Ich bin sogar (hier noch unter Januar-Gesichtspunkten!) ganz zufrieden mit über 60 € Umsatz. Langweilig war es also nicht im Sinne von Rumstehen und nichts zu tun haben. Es war einfach nur alles sehr durchschnittlich und ich bin gerade nicht in der Lage, mich irgendwie in kleinen lustigen Details zu ergehen.

Die ganze Nacht hab ich Stipendienbewerbungsgedöns hinter mich gebracht, da brauche ich vielleicht einfach noch den einen Tag, um wieder voll beim Taxifahren zu sein. Der Allerschnellste ist mein Kopf gerade sowieso nicht. 🙂

Heute Abend dann die erste richtige Schicht und hoffentlich der erste richtige Umsatz. Und dann war’s das mit dem Januar. Byebye!

Es geht wieder los!

So, heute Abend isser dann vorbei, mein Urlaub.

Obwohl es diesen Monat sehr mau aussieht mit dem Umsatz, bin ich doch froh, dass der Ausflug nach Essen mit meinem eigentlich schon seit drei Jahren feststehenden Vorhaben, im Januar doch mal frei zu machen, zusammengepasst hat. Der Januar ist nunmal der Monat, in dem es sich am meisten lohnt, mal eine Auszeit zu nehmen. Dieses Jahr hat zumindest bei mir nicht einmal mehr die Fashion Week etwas gerissen.

Aber – und das ist leider auch jedem anderen Urlaub gemein – irgendwann ist auch mal wieder Schluss. Nicht nur, dass meine Chefs sich freuen, wenn der Rubel wieder rollt: Bei mir selbst ist es ja noch mehr als nur das Konto, das mich zur Arbeit überreden will. Ich freue mich ja auch drauf, mich wieder hinter’s Steuer zu setzen und GNIT tut es auch gut. Zumal wir inzwischen ja auch sowas wie einen Winter haben, den ich ja fahrenderweise nach wie vor sehr gerne hab.

Ein bisschen durcheinander läuft es dann aber noch, weil ich mich einmal mehr auf das Literaturstipendium der Stadt Berlin bewerbe und mir zu diesem Zwecke einen kompletten Buch-Plot aus den Fingern gesogen hab, obwohl ich allenfalls 20 Seiten dort abgeben muss. So gesehen ist sogar mein Leben nicht nur durchgehende Party und ich werde heute insgesamt wohl ziemlich beschäftigt sein.

Dafür lesen wir uns wieder öfter. 🙂

Essen (und trinken)

BÄM!

Da hab ich mich das ganze Wochenende mit übermäßig doofen Essen/essen-Witzen zurückgehalten, jetzt muss halt die erste Überschrift nach meinem Ausflug dafür herhalten. 😉

Ein bisschen eine Twitter-Reise war es, wenn man so will. Mit @nachholer für zwei Tage zu @Livsglaedjen und das alles zum Anlass von und mit Besuch bei der Geburtstagsfeier von @Lifthrael. Die eindeutig längste Fahrt auf dem Beifahrersitz hab ich dann so gesehen nicht im Taxi verbracht, sondern im BMW, der wider Erwarten doch nicht so ganz Optimalmaße für reisende Sashs geboten hat. Aber ich will die Fahrt nicht schlechtreden, unser Trip in den Pott war von der ersten bis zur letzten Minute unterhaltsam und weigert sich, ausführlich beschrieben zu werden. Wie eigentlich das ganze Wochenende.

Deswegen ist das hier ja auch ein Taxiblog; und da muss ich ja glücklicherweise nicht alles fein säuberlich aufrollen, was ein gepflegtes Feierwochenende so mit sich bringt. Es reicht, wenn ich mich an der Beschreibung der Taxifahrt verlustiere, und die kann ich schildern, wie wohl die meisten Kunden eine Fahrt mit mir:

Keine Ahnung, wie ich ins Taxi gekommen bin, aber der Fahrer war nett. Ich kann mich überwiegend an die Frisur erinnern und daran, eben daran, dass er nett war. Ich glaube, einmal hat er mir eine Frage zum Taxifahren in Berlin gestellt, die ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eloquenter beantwortet habe, als ich mir jetzt im Nachhinein ausmalen könnte. 6,90 € hat die Tour gekostet, einen Zehner war sie mir wert und „zu Hause“ gab’s noch Bier.

Oder, um’s verständlicher auszudrücken: Es ist schon gut, dass ich normalerweise über Taxifahrten schreibe, bei denen ich mich vorher nicht wie an diesem Wochenende zu Tequila überreden lasse. 😉

Einen lieben Gruß an alle (auch die hier nicht genannten) in Essen, die den Ausflug so spaßig haben sein lassen!