„Lohnt sich …“

Ich denke, ich brauche hier nicht all die Artikel meinerseits verlinken, in denen es darum geht, dass die Fahrgäste mir hohe Trinkgelder versprochen haben, die sich dann am Ende als bestenfalls unterdurchschnittlich erwiesen haben. Das ist natürlich kein Naturgesetz, aber immerhin so häufig, dass ich solche Ankündigungen inzwischen einfach überhöre. Bringt ja nix, sich auf was zu freuen, was eventuell nicht eintritt.

Und nun hatte ich zwei junge Leute, ganz offensichtlich mit dem Partyeinkauf für die Silvesternacht bepackt. Der Weg war erwartungsgemäß kurz, die wenigsten kaufen irgendwo weit weg von Zuhause ein. Unterwegs fiel dann der Satz „Keine Sorge, lohnt sich für dich!“. Ich hätte es wirklich vergessen, hätte die Anweisung bei der Bezahlung nicht gelautet:

„Und den Rest behältste für Dich, ok?“

Amtliche Ansage für einen Zwanni bei 6,50€ auf der Uhr! 🙂

Begegnungen …

Ich stand am Bahnhof, obwohl die letzte Bahn raus war. Ich wollte nur kurz gucken, ob noch jemand übrig geblieben ist oder verspätet mit der Tram ankommt. Aber nix. Der einzige Typ im ganzen Umkreis war ein Flaschensammler, der die Mülleimer durchsah. Ich erinnerte mich darauf hin daran, dass ich noch eine kleine, aber immerhin 25 Cent bringende Eistee-Flasche im Handschuhfach hatte. Ich wollte sie ihm gleich in die Hand drücken, aber seine Runde führte ihn erst einmal weiter um den Bahnhof. Als er am Ende am Mülleimer vor dem Taxistand ankam, hab ich sie ihm angeboten und er fragte verwundert, ob ich die wirklich nicht haben wolle.

„Nee, hab genug Pfand zuhause …“

Was inzwischen sogar fast übertrieben ist. Aber ja, man bringt ja ständig was weg. Gerade, wenn man renoviert und in Erwartung des ersten Kindes die Wohnung ausmistet.

Während ich erst dachte, dass es das jetzt gewesen sei, drehte er sich um und sagte mir, dass die letzte Bahn raus sei und hier wohl kaum was zu holen sei. Er hätte schon bemerkt, dass trotz der ungleichen Berufe ein Zusammenhang bestehe zwischen guten Umsätzen im Taxigewerbe und bei ihm.

„Wissense, Sie bloggen ja nicht – aber ich lese viel, auch Taxiblogs.“

„Was lesen Sie denn da genau?“

„Also hier aus Berlin zwei. Einmal ‚Gestern Nacht im Taxi‘, Sascha Bors, der …“

„Und da haben Sie nicht bemerkt, dass ich das bin, ja?“

Kurzum: Wir haben uns noch fast eine halbe Stunde über alles mögliche unterhalten. Und neben vielem wesentlich wichtigerem hab ich mitgenommen, dass ich – inzwischen mit Vollbart und Brille – vielleicht mal das Profilfoto ändern sollte. 😉

PS: Lieber Aro, bei Dir, bei berlinstreet.de liest der nette Mensch auch mit!

Der arroganteste Satz des Jahres 2017

Mein Kunde war ein Angeber. Im Wesentlichen hat er mir vorgejammert, wie schlimm es ist, dass sein teures Auto gerade in der Werkstatt ist. Was ich sehr gut verstehen kann, welcher Autofahrer hat schon gerne Reparaturen? Ich hab auch viel über die Umstände erfahren, noch mehr allerdings über den Preis. 200.000€! Immer wieder. Das allerdings hat mir nicht wirklich imponiert. Da draußen sind viele Leute jenseits meiner Gehaltsklasse unterwegs und ein paar von denen stehen auf Autos.  So what?

Im Grunde war der Typ sogar in Anflügen sympathisch, weil er oft betonte, dass das halt sein teures Hobby sei, aber sonst gönne er allen ihr Zeug und zwischendrin hab ich ziemlich bedauert, ihm nicht 80€ Festpreis für die innerstädtische Fahrt angeboten zu haben, denn auf irgendwas zwischen 60 und 150 hatte er sie eh geschätzt.

Wirklich überrascht war ich, dass er neben dem Gejammer über seine Kiste lobende Worte für mein Taxi loswurde:

„Aber der is‘ ja auch mal extrem gechillt. Was fahr’n wir’n?“

„Opel Zafira.“

„Nee, echt angenehm, ganz ehrlich, muss ich so sagen!“

Und so zog sich das durch. Er hat zwar fortwährend Dinge bejammert, die hier keine 0,5% der Bevölkerung beschäftigen, aber weitgehend ohne irgendwie „von oben herab“ zu sein. Aber bezüglich meines Autos ergab sich dann dieser goldwerte Dialog:

„Ich bin auch zufrieden mit dem Wagen. Natürlich spielt er nicht in der 200.000€-Klasse mit – um ehrlich zu sein: Wir reden hier eher über 20.000.“

„Echt jetzt? Ich wusste gar nicht, dass es Autos für 20.000 gibt.“

Ich würde sagen: Das ist schwer zu toppen. 😉

Ach ja, nur noch kurz das Ende vom Lied: Der Fahrpreis blieb 25% unter seiner niedrigsten Schätzung und das Trinkgeld betrug weniger als 10% …

Ein kleines Bisschen Empathie

Ich hab eigentlich eine sehr klare Meinung zu Leuten, die besoffen oder unter dem Einfluss anderer Drogen Auto fahren. Und ja, auch obwohl ich glücklicherweise selbst vor mehr als einem Jahrzehnt mit ein paar wenigen Verstößen diesbezüglich ungeschoren davongekommen bin. Ich bin inzwischen vernünftig genug, das nicht mehr zu glorifizieren.

Aber dann saß da ein (zumindest halbwegs) sympathischer Mensch neben mir im Taxi und hat mir unbedingt erzählen wollen, wie er vor ein paar Jahren seinen Führerschein wegen Alkohol für ein Jahr abgeben musste. Und die Geschichte ist zu schön, um sie nicht zu teilen.

Es war, als vor einigen Jahren eines der letzten großen Fußballturniere stattfand und er mit einem Freund in einem Wohnmobil einen Urlaub geplant hatte. Nette Gegend in Deutschland, leider waren sie zum Spiel wegen dem lahmen Gefährt spät am Bestimmungsort angelangt und hatten dann auch noch Probleme, eine Kneipe mit Fernseher zu finden, die sie noch reinlässt. Aber am Ende stand das mobile Zuhause auf einem Parkplatz und in der Gaststätte nebenan ließ sich das Spiel verfolgen.

Und dann begann die Kettenreaktion. Zum einen war es ein langes Spiel der Lieblingsmannschaft, es ging über die Verlängerung bis ins Elfmeterschießen. Entsprechend fielen mehr Drinks an. Was ja ok ist, wenn man den Schlafplatz vor der Tür hat.

Dann kam etwas, bei dem mein Fahrgast zugab, dass es sich wie Slapstick-Comedy anhöre, aber wirklich nicht absurd klang: Sein Kumpel ging in Richtung Tresen, woraus er schloß, dieser würde zahlen. Allerdings ging er am Tresen vorbei aufs Klo. Bei der Rückkehr dachte der Kumpel, es wäre bereits gezahlt und fragte, ob sie nun gehen sollten.

Kurzum: Sie verließen die Kneipe ohne zu zahlen.

Als sie am Wohnmobil ankamen, stand plötzlich der Wirt mit drei „Gorillas“ neben ihnen und forderte sein Geld. Mein Fahrgast versicherte, dass sie sich entschuldigten und mit einem Trinkgeld von mehr als 10€ aus dem Missverständnis verabschieden wollten. Das lief wohl vorerst auch gut ab, aber die Schlägertypen zogen sich wohl nicht wirklich zurück, sondern verharrten auch nach der Aktion leidlich versteckt keine zehn Meter entfernt um wer weiß was zu tun.

Da beschlossen die zwei versehentlichen Zechpreller dann, dass sie vielleicht doch nicht auf dem Kneipenparkplatz übernachten sollten und sind trotz dezentem Pegel eine Ortschaft weiter gefahren. Am Abstellplatz dort trafen sie nette Leute, verquatschten sich und stellten dann fest, dass trotz Klärung mit Trinkgeld der Kneipenbesitzer die Polizei informiert hat, dass da ein Berliner Wohnmobil mit besoffenen Zechprellern unterwegs war.

Am Ende kam mein Fahrgast dann wohl nicht umhin, zuzugeben, dass er die Kiste von A nach B gefahren hat, sein Pegel wurde amtlich festgestellt und das war es dann mit dem Führerschein …

Ja, er hätte nich fahren dürfen und ja, er hat dabei natürlich andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, die Strafe ist ok gewesen.

Trotzdem kann ich das alles gut nachvollziehen und bin in meinem Urteil eher milder.

PS: Er hat laut eigenen Angaben den Schein inzwischen wieder, insbesondere, weil er aus eigenem Antrieb (also ja, Angst vor einer MPU) einfach mal ein halbes Jahr nix getrunken und das auch protokollieren lassen hat. Ich vermute wirklich stark, dass das schon in Ordnung geht. Immerhin hat er jetzt nach der Weihnachtsfeier ja auch artig ein Taxi genommen. 🙂

Bitte nur nach Hause …

Retter in der Not ist man als Taxifahrer schon gelegentlich. Nett aber ist das nicht immer. Insbesondere, wenn es mal wieder „Kollegen“ waren, die den ganzen Scheiß erst ausgelöst haben.

Ich war eigentlich auf dem Weg nach Hause. Und damit fast erfolgreich, denn ich fuhr am Bahnhof Marzahn an die Ampel und die war sogar grün. Ich wollte schon in meine Heimatstraße abbiegen, da sah ich ein zaghaftes Winken 50 Meter geradeaus. Und so ist das Spiel eben: Die Fackel war noch an, also bin ich kurz rüber. Eine junge Frau, Party-Outfit und ziemlich durch den Wind. Sie stieg heulend ein und flehte mich an, sie zu einer Haltestelle in Hellersdorf zu bringen. Ich hab das selbstverständlich bejaht und der Tränen wegen nachgefragt, ob ich sonst irgendwie helfen könne.

Nein, nur nach Hause. Sie wiederholte den Haltestellennamen mehrfach und entschuldigte sich fürs Weinen.

„Bringen Sie mich bitte einfach nur nach Hause. Der andere Taxifahrer hat mich hier abgesetzt.“

BITTE WAS?

Aber ja, natürlich. Eine junge Frau will nach Hause und der Taxifahrer wusste angeblich den Weg. Einen trotz der ordentlichen Länge der Tour deutlich teureren. So zumindest meine Vermutung. Das Dumme war nur: Die Frau kannte sich aus und wusste den richtigen Weg. Auf ihre Frage, warum sie jetzt auf die Landsberger fahren, soll der Kollege irgendwas im Sinne von „Halt die Klappe, das passt schon so!“ gesagt haben.

Ich weiß, was jetzt kommt. Ich hätte auch spätestens da die Nummer notiert, vermutlich auch die Firmenadresse. Aber ich weiß auch wo die Daten stehen und außerdem hätte ich da keine Panikattacke bekommen wie die Kundin. Die im Übrigen auch nicht sprichwörtlich Panik hatte, sondern richtig. Also echt, nicht wegdiskutierbar. Sie sagte mir, sie sei schon mal überfallen worden und die Situation, dass der Typ jetzt nicht dahin fahren wollte, wo sie sagte und sie sich zunehmend weniger auskannte, hat sie überfordert. Erst am Eastgate hat sie ihn überhaupt überreden können, sie rauszulassen. Und da stand sie dann, nachdem der Fahrer „sich sein Geld genommen hat“ bei Minusgraden am menschenleeren Bahnhof in der Prärie.

Egal, wie sich dieses oder jenes Detail jetzt vielleicht genau gestaltet hat: Dass der „Kollege“ da völlig versagt hat, da steht meine Meinung fest. Selbst wenn Sie sich bei der Ansage der Route etwas vertan haben sollte: Seine war definitiv falsch! Im Sinne von Kilometerweit falsch! Außerdem: Wenn die Kunden einen Umweg wollen: Sie haben das Recht, den Weg zu wählen! Ob sein Tonfall nun nur so mittel unfreundlich oder arschlochmäßig war: Ich finde beides daneben! Mich haben meine vielen „Wenn ich hier lang und dann hinten bei XY durchfahre ist das etwas kürzer“ nie umgebracht und auch noch niemanden verängstigt. Und zum Thema verängstigt: Wenn sich wer sichtbar unwohl fühlt, fragt man verdammt nochmal nach und bietet Lösungen an!

Hier mal eine Formulierungshilfe:

„Ach, Sie wollten über die XY-Straße fahren? Ich dachte, diese Route wäre kürzer, aber wenn Sie wollen, dann fahre ich jetzt blablabla …“

Wir sind fucking Taxifahrer, wer wenn nicht wir kann drüber reden, warum wir wohin fahren?

Naja, am Ende hab ich die Gute „nur nach Hause“ gebracht. Es war in gewisser Weise anstrengend, weil sie noch sichtbar Angst hatte, aber auch das ist eigentlich eine echte Selbstverständlichkeit. Wenn ich im Folgenden kurz ein paar Dinge aufzähle, die ich gemacht habe, dann nicht, um mich selbst zu loben, sondern zum einen um das zur Diskussion zu stellen für Leute mit Angststörungen oder Traumata, zum anderen um unerfahrenen Kollegen, die sich nur nicht trauen, was an die Hand zu geben:

  1. Ich hab verständlich und in ihren Worten gesagt, dass ich sie selbstverständlich heimbringe.
  2. Ich habe zu verstehen gegeben, dass ich den Weg kenne, habe ihr Wegmarken genannt, die sie kennen müsste, um ihr zu erklären, warum ich wohin fahre. (An der Stelle kann man natürlich auch das Navi programmieren und keinesfalls vom Weg abweichen, egal wie blöd der ist!)
  3. Ich hab sie ernst genommen und gesagt, dass ich verstehe, warum es ihr gerade schlecht geht.
  4. Ich habe mich deutlich von solchen „Kollegen“ distanziert und zudem klar gemacht, dass ihr Anliegen heim gebracht zu werden, völlig normal ist und dass der Fehler nicht bei ihr lag.
  5. Ich hab selbstverständlich ruhig und gelassen reagiert und (obwohl ich zwischendrin Dinge erfragt habe) einfach konsequent mit „Das ist kein Problem“ o.ä. geantwortet.
  6. Mit meinem Blick für Kleinigkeiten hab ich z.B. am Ende, als sie mich noch bis vor die Tür gelotst hat, immer schnell ihre Anweisungen bestätigt, extra früh den Blinker gesetzt usw., um zu vermitteln, dass ich wirklich das mache, was sie ansagt.

Wir haben sogar, obwohl es ihr am Ende immer noch scheiße ging und sie zwei Minuten zitternd ihren Schlüssel gesucht hat, einiges geklärt. Von so Sachen wie der Bezahlung (Sie hätte ja kein Geld mehr haben können) über den „Kollegen“ (der leider wirklich nicht ermittelbar sein wird) bis hin zu Ideen, wie man das nächstes Mal anders machen könnte (Aber ganz ganz wichtig: Ich hab keinen lehrerhaften Vortrag wie jetzt hier gehalten, sondern klargestellt, dass das jetzt kein Vorwurf, sondern nur eine Idee für später ist).

Wie angedeutet: Ich hab da nix „fixen“ können. Panik ist eine ernste Sache, die nicht mit einem „Hab dich nicht so!“ geheilt werden kann. Ob mit oder ohne traumatischen Hintergrund. Und eigentlich war ich am Ende ohnehin nur ein anderer Taxifahrer, zum Glück wohl ein an diesem Abend eher überdurchschnittlicher. Trotzdem hat sie am Ende der Fahrt nach einer Viertelstunde immer noch geheult und ich wusste, dass mein Wunsch, sie möge noch eine wenigstens halbwegs gute Nacht haben, vermutlich für’n Arsch war.

Aber um nicht ganz so traurig zu enden und außerdem weil ich scheiße stolz darauf bin, möchte ich noch anfügen, wie sie sich verabschiedet hat:

„Danke! Du bist super! Bleib so, bitte. Bring Du die jungen Mädels heim, ok?“

Abgemacht. 🙂

Hasse Kraft?

Das hat er mich gleich zu Beginn so gefragt:

„Hasse Kraft?“

Und das nicht, wie ich zunächst befürchtete, weil ich zuvor am Stand die Augen kurz zugemacht hatte:

„Ick hab da’n Fernseher jefunn! Sauschwer. Bin eben umjefalln!“

Nachvollziehbar. Es handelte sich um ein Röhrenungetüm, das näher an unserem 43“-TV war als an meinen 24“-PC-Monitoren und der Typ war um die 60 und wog allenfalls so viel wie die oberen 30% meiner Wenigkeit. Zu zweit war das Ding aber in Windeseile gewuppt und dann ging es zu ihm. Er erzählte mir, dass er die Dinger ausschlachtet, ein bisschen Kohle neben Hartz4, „verstehste?“

Überhaupt hab ich noch einiges aus seinem Leben erzählt bekommen.

Am Ziel angekommen hab ich natürlich auch beim Ausladen geholfen. War aber genauso schnell erledigt, ab der Tür hat dann sein Kumpel mitangepackt, den er in seiner Wohnung einquartiert hätte, weil jener „gar keene Bude“ hätte.

„Wat krichsn jetz?“

„Naja, 13,90€ haben wir schon zusammenbekommen.“

Nur einen Zehner zu bekommen hätte mich nach der Story nicht überrascht. Stattdessen waren es zwei. Und die sollte ich behalten. Unbedingt:

„Dit is ok! Weil de jeholfn hast!“

Also meinen Job gemacht. Aber er schob sogar nach:

„Dit is aba in Ordnung? So finanziell, ja?“

Sagen wir’s mal so: Das höchste Trinkgeld der Schicht. Von einem Arbeitslosen, der seit zwei Jahren keinen Strom in der Bude hat und Fernseher ausschlachtet, um einen obdachlosen Kumpel mit durchzubringen.

Sowas hätte ich gerne einmal von den Typen, die sich gerne verächtlich von „diesen Asozialen“ abgrenzen …

Schon wieder?

Da kam er aus der Tür. Endlich. Er hatte wirklich nicht lange gebraucht, aber zum einen schien er mir ziemlich im Arsch zu sein – so alkoholmäßig – zum anderen hatte ich dann doch nicht auf den Ausweis bestanden, den er mir eigentlich als Pfand dalassen wollte, während er in der Wohnung Geld holt. Und entsprechend hatte er das vergessen. Aber es war eine 12€-Tour nach nur 0,1 Leerkilometern, da bin ich halt auch mal nicht pingelig …

Er lief direkt ums Auto rum und reichte mir freudig einen Zehner für die zwölf, die ich ihm extra noch vor dem Aussteigen genannt hatte. Dann wartete er. Es sah aus, als ob er ein Danke erwarten würde, oder gar Rückgeld. Ich hab innerlich mit den Augen gerollt in Anbetracht einiger eher unschöner Fahrtenden in letzter Zeit, aber äußerst professionell gelassen angemerkt, dass das noch nicht genug sei. Und siehe da:

„Ach, Mensch, jaja, stimmt ja!“

Zugegeben: Etwas mehr als 0,00€ Trinkgeld hatte ich mir erhofft, aber scheinbar kann ich ja gerade froh sein, überhaupt den Fahrpreis zu bekommen.

Und eine gut passende Tour war’s am Ende ja trotzdem. 🙂