Nun waren wir also auf dem Weg nach Spandau. Darüber gab es immerhin keine Diskussion. Es hat sogar für das ein oder andere nette Gespräch gereicht – und dass ich die Uhr ausmachen solle, hat auch niemand mehr verlangt. Und das, obwohl sich der Preis durch die Eskapaden bisher natürlich deutlich erhöhte.
„O Gott, mir bekommt das Hintensitzen gar nicht! Mir ist so schlecht! Aber keine Sorge, ich kotz‘ nicht!“
Wie oft ich das im Laufe der Zeit gehört habe, weiß ich nicht mehr. Man darf bei einer Tour wie dieser ja auch nicht vergessen, dass sie ihre Zeit braucht. Nach insgesamt über einer halben Stunde hatten wir dann auch ausführlichst erörtert, dass meine Sitze nicht geeignet wären, um mal eben draufzupinkeln. Denn auch die Blase drückte bei zwei Mitreisenden bereits gewaltig. Aber nein, anhalten musste ich dafür ebensowenig wie für die Dame, der vom Hintensitzen schlecht war. Obwohl sie einfach auf den Beifahrersitz hätte wechseln können.
Die Zeit eilte also vorbei und als wir am Bahnhof Spandau waren, hatte ich die Truppe satte 40 Minuten im Auto. Bis zu ihrem Ziel war es nicht mehr weit, aber bei über 38 € fing die Dame hinten in der Mitte an zu sagen, dass sie nicht mehr sicher wüsste, ob sie nicht doch kotzen müsse.
„Ach, wir sind doch gleich da!“,
warf einer der Begleiter immer wieder ein, während mir das nicht mehr geheuer war. Am Ende stoppten wir 500 Meter vor dem Ziel und gleich drei Fahrgäste entledigten sich außerhalb des Taxis ihrer Körperflüssigkeiten. Zwei stellten sich pinkelnd an einen Verteilerkasten und Madame Miristsoschlecht kotzte mit beeindruckendem Strahl vor eine Bankfiliale. Wie bei allem im Leben gilt wohl auch bei Taxifahrten, dass man genau wissen sollte, wann Schluss ist. Und – bei allem Gezeter – immerhin das wussten sie alle. Ich hab die 39,10 € „großzügig“ auf 40 € aufgerundet bekommen und war am Ende gleichermaßen einfach nur froh, dass es vorbei war, als auch, dass ich die Tour bekommen hatte. So isses halt manchmal.