Einfach perfekt.

Vorbestellungen sind immer so eine Sache. Inzwischen hatte ich ja einige von euch im Auto – und das hat auch immer alles gut geklappt. Ein bisschen ein flaues Gefühl habe ich dennoch immer, weil der Versuch einer Planung immer auch die Möglichkeit birgt, dass etwas anders als geplant läuft. Klassischerweise ist es z.B. so, dass man kurz vor einer vereinbahrten Fahrt einen Winker ans andere Ende der Stadt kriegt. Am Besten noch mit einer Tour, die vielleicht sogar mehr bringt als die Vorbestellung – oder aber mit einem Fahrgast, der gleich beim ersten Räuspern mit der Keule „Beförderungspflicht“ wedelt.

Von diesen Horrorszenarien ist heute Nacht keines eingetreten und ich hab mich auf die Tour wirklich freuen können. Ein Leser mit dem ich im Vorfeld bereits einige nette Mails gewechselt hatte, wollte meine Wenigkeit für eine Fahrt nach Zeuthen buchen und für mich war damit klar, dass ich mir in den Stunden davor nicht viel Sorgen um meinen Umsatz machen müsste. Der Donnerstag war noch nie der wichtigste Tag in der Woche und bei einer 45€-Tour um halb eins ist eigentlich alles geritzt.

Es klappte mehr als nur perfekt. Ich bekam in der kritischen Stunde davor genau eine Tour – und zwar zumindest mal in den richtigen Stadtteil. Das Warten beschränkte sich auf eine knappe Viertelstunde – Zeit genug, um den Nikotinspiegel obenzuhalten – und die Fahrgäste waren pünktlich und den Umständen entsprechend noch ausreichend nüchtern.

Peinliches Schweigen kam gar nicht erst auf, die Wegfindung war kein Problem, der Preis lag 1,20 € unter meiner Schätzung, das Trinkgeld war jenseits von Gut und Böse und weitere Touren dieser Art könnten in Zukunft folgen.

Alles in allem ist das so gelaufen als ob man vor der Eisdiele steht, sich 2 € für ein Eis wünscht und am Ende von 5 netten Leuten eingeladen wird und auf dem Heimweg noch einen Zehner auf dem Gehweg findet: mehr als nur perfekt.

An meine Fahrgäste gerichtet noch zwei Dinge:

1. Nur mal keine Sorge wegen den Kilometern! Wenn ich sage, das passt, dann passt das! Ich hab ’nen echt passablen Schnitt und ich überlege mir das vor den Fahrten gründlich. Mein Chef hat sich in vier Jahren noch nicht einmal zu den Kilometern geäußert, ich darf das Auto ja ohnehin auch privat nutzen. Also wenn wir einen Preis vereinbaren (ob nach Uhr oder nicht), dann ist das immer in Ordnung!

2. Als kleiner Service – weil wir es im Auto davon hatten: Hier ist der Artikel zur Sitzplatzwahl. Ist zwar wie erwähnt schon 2 Jahre alt, aber mitsamt den vielen Kommentaren immer noch eine hervorragende Antwort auf alle Fragen rund darum, wo man im Taxi am Besten einsteigt.

Wider Erwarten hatte ich auf dem Rückweg noch eine Tour – und die hatte es richtig in sich. Ich warne schon mal vor, dass es ein Mehrteiler werden könnte. Aber das sehen wir die Tage dann …

Arbeit, Arbeit, Arbeit!

OK, ich bin vielleicht kein guter Maßstab. Ich habe immer gesagt, dass ich arbeite um zu leben, nicht lebe um zu arbeiten. Das Taxigewerbe gibt mir da die Möglichkeit, bei der regulären Lohnarbeit immer mal wieder kürzer zu treten. Weder die Option, noch die Einstellung teile ich mit allen, schon klar.

Allerdings hinterlassen mich die echten Workaholics tatsächlich immer ein bisschen irritiert. Als ich ein paar Tage in einem Umzugsunternehmen gearbeitet habe, bin ich auf einen jungen Mann getroffen, der zwar ohne großes Vergnügen, dafür auch ohne Mühen mit zwei Umzugskartons in der Hand an mir vorbeigesprintet ist und mich ermunterte, ich solle froh sein, kein Geld fürs Fitnessstudio ausgeben zu müssen und dann noch anmerkte, er bräuchte den harten Job, weil er sonst nur Blödsinn machen würde.

Mein ehemaliger Mitbewohner Ralf, Koch von Beruf, war zwar ein wenig gestört und nicht wirklich zur Selbstreflexion fähig, aber als er mal ein paar Wochen arbeitslos war, versank er in grenzenloser Phlegmatik, sah bis zu 12 Stunden am Stück fern und bemalte sich nebenher seine Beine mit Kuli. Völlig unfähig, sich selbst irgendwie sinnvoll zu beschäftigen.

Und nun hatte ich einen Fahrgast im Auto. Er wollte in einen Club gefahren werden und mit der Zeit stellte sich heraus, dass er trotz fortgeschrittener Stunde nicht etwa zum Feiern hinging. Er war auf dem Weg zur Arbeit. So weit, so gut.

„Eigentlich hätte ich heute ja frei. Ich komm‘ ja gerade von meinem anderen Job, bin schon seit 8 Uhr unterwegs.“

Ich beäugte argwöhnisch den Chronometer. Mitternacht.

„Aber ich mag das Kellnern und zwei Kolleginnen fallen heute aus, da hab ich zugesagt, einzuspringen. Klar, ein paar Drogen müssen sein, hab ja erst um 6 Uhr Feierabend und um 10 Uhr geht es mit dem anderen Job weiter.“

„Äh, wow. Und das ist nötig?“

„Ach naja, so irgendwie schon. Muss mein Auto bezahlen, mein Loft – so lange ich das hab, geht es mir gut!“

„Aber eine teure Wohnung haben und dann nie dort sein?“

„Passt schon, ich brauch das! War auch mal 4 Tage arbeitslos, das war die schlimmste Zeit meines Lebens!“

Keine Frage, meine Chefs würden mich lieben für so eine Arbeitseinstellung. Sie würden das nicht sagen, aber natürlich hätten sie was davon. Und solche Kollegen gibt es ja. Geiz ist geil, Geld ist alles und die Arbeit ist umsatzbasiert bezahlt. Selbst unter den Taxifahrern gibt es Leute, die über das bundesweite Durchschnittsgehalt kommen. Klar, die schlafen dann schon mal im Auto, wenn sie mal für ein paar Stunden nicht fahren, aber egal: Dafür können sie in 3D fernsehen, wenn sie am zweiten Weihnachtsfeiertag von 12 bis 17.30 Uhr mal zu Hause sind.

Ich kann es schwer verhehlen: mir fehlt das Verständnis dafür völlig. Obwohl ich den Job wirklich gerne hab. Mich würde mal interessieren, wie sich das bei Euch, meiner Leserschaft, so verhält. Haltet ihr es eher mit mir oder mit denen?

Was würdest Du am ehesten zu Deinem Motto ernennen?

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Is‘ zwar länger, aber …

„Fuck, wie fährste da?“

Den Gedanken hab ich mehr als einmal pro Woche. Während die Kundschaft noch dabei ist, die Adresse anhand mir gänzlich unbekannter Zahnarztpraxen und Kleintierbedarfsläden zu konkretisieren, schwirrt mir der Straßenname im Kopf umher und ich denke darüber nach, über welche Brücke, welche Querstraße, das Ziel nun am geschicktesten anzufahren ist. Berlin ist eine Stadt voller künstlicher und natürlicher Hindernisse, da ist es manchmal unerheblich zu wissen, wo das Ziel liegt – vielmehr interessiert einen dann, welcher der beiden Umwege dorthin nun länger ist. Denn auf dem kürzesten Weg liegt nur allzu oft eine Baustelle, ein Fluß, ein Gleisbett oder – wenn’s ganz haarig wird – eine verschachtelte Altstadt wie in Köpenick, bei der selbst mein Lehrer in der Taxischule gemeint hat, dass wir das gar nicht erst anfangen sollten zu lernen.

Und nun stand ich in Lichtenberg in der Sewanstraße und sollte zur Nalepastraße fahren.

Nicht einmal die Ecke, in der ich mich besonders schlecht auskenne – aber sollte ich wenden oder eher nicht? Einfach spontan abbiegen hätte mich am Betriebsbahnhof Rummelsburg verzweifeln lassen. Ich entschied mich nach ein paar Sekunden für den Weg über die Schlichtallee, was meine Kundin verwundert zur Kenntnis nahm:

„Ach, sie fahren so rum?“

„Ähm, naja … wir können auch gerne …“

„Nee, machen Sie mal. Is‘ zwar länger, kann man aber machen.“

Ich mag das nicht. Man muss die kürzeste Strecke nicht unbedingt so sehr als sportliche Herausforderung sehen wie ich manchmal, aber es ist ja schon alleine unschön, dass die Kundschaft ein schlechtes Gefühl dabei hat. Und das hatte sie sichtbar, sie traute sich nur nicht wirklich, mich umzustimmen. Nach ein paar hundert Metern wollte ich aber natürlich auch nicht mehr wenden – und es wäre auch bekloppt gewesen. Sie versuchte dann lange, mir zu erklären, dass es wegen der Unterbrechung der Nalepastraße sinnvoller wäre, von Schöneweide aus ranzufahren und ich begann, ihr zu glauben. Ich hatte sogar zwischenzeitlich die Überlegung, die Uhr einfach einen Kilometer vorher auszumachen um sie zu beruhigen. Am Ende hab ich’s aus Pragmatismus nicht getan. Hätte auch bloß eine Diskussion gegeben …

Und was soll man sagen: Laut Onkel Google war meine Wegstrecke ganze 100 Meter länger als ihr Vorschlag. Das unangenehme Gefühl bei ihr kann ich jetzt zwar rückwirkend nicht mehr ändern, mein eigenes ist aber restlos weg. Ganz so schlimm ist es um meine Ortskenntnis dann also doch nicht bestellt. 🙂

Reflexe (1)

Manchmal möchte ich mich wie das kleine Arschloch zu meinen Kollegen herabbeugen und in liebevoll-sarkastischem Tonfall sagen:

„Peppi, Peppi, Peppi … die Reflexe …“

Aber gut. Im Gegensatz zu Moers‘ Trickfilmfigur habe ich die Kollegen vorher nicht unter Drogen gesetzt, die sind da alleine für verantwortlich. Einer beispielsweise ist gestern am Ostbahnhof mit stoisch ungerührter Miene, nur gelegentlich kauend, in seinem Sitz erstarrt, weil zwei junge Männer ihn um eine Fahrt bitten wollten. Zwei junge Männer, das muss man sich mal vorstellen! An einem Taxistand!

Die beiden waren total nett, wirklich allerhöchstens leicht angeheitert – und die Tüte mit den mitgebrachten Alkoholika ruhte fest und sicher im Griff des einen, der sich letztlich dann bei mir auf dem Beifahrersitz niederlassen sollte.

„Wir dachten ja eigentlich, wir fahren mal schick Mercedes, jetzt will der aber wohl gar nicht …“

stellte der andere ein wenig betrübt fest.

OK, es war eine extrem kurze Tour. Aber selbst wenn der Kollege das gewusst haben sollte – er stand hinter mir und ich war vor drei Minuten erst angekommen und wir standen auf der insgesamt dritten Rücke. In so einer Situation fahr ich auch gut gelaunt für 3,20 € zum InterCity-Hotel. Aber nein, einen Kilometer Fahrtstrecke bis zur Lichtenberger Straße hatten die zwei dann doch zu bieten. Nette Jungs, das stressfreieste, was mir gestern ins Auto gefallen ist.

„Also ich würde schon mal einen Zehner zahlen, machst Du dann den Rest?“

„Klar, ich vermute aber mal …“

Ich musste mich einmischen:

„Ähm, keine Sorge! Je nachdem, wo die Nummer genau liegt, sind das allenfalls 6 € – wir verlangen ja keine Mondpreise.“

„Ach, dann isses halt Trinkgeld!“

Nächster Halt, Lichtenberger Straße – unteres Ende.

„Also, dann sind wir bei 4,80 €.“

„Wie gesagt: Trinkgeld …“

Trinkgeld, ca. 104% Trinkgeld. Hatte ich auch lange nicht mehr 😉

Das waren aber noch nicht alle Reflexe der Kollegen von letzter Nacht. Ich hatte noch zweimal wirklich Glück. Aber das sind wohl andere Geschichten …

Kuriose Nacht

Taxifahren ist ja ein besonders guter Job, um ihn nebenher auszuüben. Sicher, Geld verdient man nicht unbedingt viel, aber wenn man hier und da mal ein paar Stündchen entbehren kann und einen Chef hat, der einem das durchgehen lässt, dann kann man sich ein paar Euro verdienen, ohne dass es sich allzu sehr nach Arbeit anfühlt. Und das tut es wirklich nicht, wenn man mal für ein paar wenige Touren ohne Anspruch aufbricht. Ich mache das ja auch manchmal …

Der Anruf um Mitternacht war bereits der zweite von Jo am gestrigen Abend und ich habe mich breitschlagen lassen, ihn aus der Kneipe nach Hause zu fahren. Im Nachhinein betrachtet war das auch besser so: wer weiß, ob ein Kollege ihn in dem Zustand mitgenommen hätte. Mehr hatte ich nicht vor, ich war ja nicht auf Arbeit. Deswegen habe ich mich auch nicht geärgert, als ich auf halber Strecke festgestellt hab, dass ich die Fackel ausgeschaltet hatte. Das allerdings sollte auch keinen Unterschied machen. Die potenziellen Kunden konnten mich von da an zwar sehen, aber trotz einer kompletten Durchquerung Prenzlauer Bergs fand sich keiner, der mir nicht in letzter Sekunde von einem Kollegen weggeschnappt wurde. Naja, Pech.

Nachdem ich für Ozie noch was an der Packstation abgeholt hatte, hab ich das Auto abgestellt und bin zu meinem Dönerladen rein. Kurz Kippen geholt und dann gehört wie der Typ vor mir sagt:

„Bestellste mir ein Taxi?“

Der Nachtschichtler griff nach dem Telefon, da warf ich ein:

„Also ich möchte mich nicht über Gebühr einmischen, aber ich bin Taxifahrer und ich hab mein Taxi gerade hier vor der Tür abgestellt.“

Und zack! Da hatte ich noch die zweite Tour, die den Ausflug zu später Stunde noch lohnend gemacht hat. Kurz nach Hellersdorf rüber, freie Straßen, alles bestens! Und nein, wie Arbeit hat sich das wirklich nicht angefühlt.

Winterliches

Aus der Geschichte lernt man. Die November-Abrechnung, ich muss eine Tasche mitnehmen!

Wenn ich normalerweise zu meinen Chefs ins Taxihaus latsche, bevorzuge ich leichtes Gepäck. Wirklich brauchen tue ich eigentlich nur meinen Autoschlüssel, bzw. den Key daran, das Geld und den Papierkram im Portemonnaie. Also die Schichtabschreiber, die Tankrechnungen und die Coupons oder sonstige Belege. Was halt so nötig ist, um eine Abrechnung zu machen. Passt alles in den Geldbeutel, nur den Schlüssel hab ich solo in der Hosentasche. Der fünfte, diesen Monat der letzte Termin zur Abrechnung. Muss ja, schließlich soll das Gehalt wie üblich zwei bis drei Tage vor dem garantierten Termin am fünfzehnten auf dem Konto sein. Im Grunde alles wie immer …

Aber die Novemberabrechnung ist ja dann doch ein wenig anders.

Auf dem Weg hab ich erst einmal festgestellt, dass die Einladung zur Weihnachtsfeier schon via SMS rausging. OK, super. Ich freue mich! Letztes Jahr war das ja ein ziemlich denkwürdiges Ereignis … 😉

Die Tasche packe ich gleich aus, als ich das Büro betrete. Ben stürmt mir entgegen und drückt mir die obligatorischen 1000 Gramm Pralinen in die Hand, die es jedes Jahr zur Weihnachtszeit gibt und ich bin darauf vorbereitet. Christian greift an seinem Schreibtisch erst einmal nach hinten und überreicht mir ein verpacktes nachträgliches Geburtstagsgeschenk – mit der eindringlichen Bitte, den Titel ja nicht persönlich zu nehmen.
Die Formalitäten sind schnell erledigt, der Geldbeutel ist erheblich schmaler danach. Es folgt ein kurzer Abstecher zu Ben, ich will das mit myTaxi endlich in Angriff nehmen. Irgendwie muss das ja über die Firma laufen, schließlich werden die die Gebühren für mich übernehmen. Die Anmeldung ist inzwischen raus – mal sehen, wie das klappt. Ihr werdet davon lesen, versprochen!

Zu guter Letzt ein Abstecher ins Büro von Andreas. Statt wie geplant über eine neue Idee bezüglich der Taxihaus-Page unterhalten wir uns eine halbe Stunde über private Themen. Dann ist auch schon wieder Schluss mit Chefs. Normalerweise für einen ganzen Monat, dieses Mal kommt dazwischen natürlich noch die Weihnachtsfeier. Ein Abschiedsgruß in die Kollegenrunde, raus in die kalte Winterluft.

Auf dem Weg zur Bahn packe ich das Geschenk aus, wie erwartet ein Buch. Titel: Idiotentest. Nicht persönlich nehmen. Auf den ersten Blick (hab auf dem Heimweg schnell mal 35 Seiten gelesen) ein interessanter Roman, wie ich ihn mir auch zu schreiben vorstellen könnte – und unterhaltsam dazu. So gesehen ein Volltreffer.

Bin diese Woche (von der Ausbildung abgesehen) genau 4 Jahre im Unternehmen – aus Gründen, wie man so schön sagt.

Kauft das Buch!

Wie kam Sash eigentlich zum Taxifahren? Das beschreibt er in seinem ersten eBook "Papa, ich geh zum Zirkus!".

Immer dranbleiben!

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Noch ein Blog?

Kleiner Tipp: Sash hat noch einen zweiten Blog, auf dem es auch gelegentlich was zu lesen gibt.

Ich möchte zum …

„Das Berghain?“

„Gar kein Problem, das ist …“

„Ist nich weit, oder?“

„Nein, sie müssen da vorne …“

„Ah, ich dachte schon, das wär da hinten irgendwo!“

„Nein nein, einfach hier …“

„Soll ja gut sein dort.“

„Ja, sagt man. Also wenn sie …“

„Schon mal dagewesen?“

„Drinnen?“

„Ja, wie komme ich denn jetzt da hin?“

„Wollte ich ja gerade …“

„Ihr Kollege wollte mir das nicht sagen.“

„Naja, jetzt mach ich’s ja.“

„Was?“

„Ich erkläre ihnen jetzt kurz den Weg. Ist gar nicht schwierig. Nur hier vorne …“

„Das ist gut, ich hab so’n schlechtes Gedächtnis.“

„Ist nur zweimal ums Eck. Wenn sie hier links …“

„Ach, da wäre ich ja völlig falsch gelaufen!“

„Also links!“

„Was haben Sie gesagt?“

„Sie müssen hier vorne …“

„Ich bin ja nur dieses Wochenende hier …“

„Ja. Also passen sie auf: …“

„Kommt man da echt so schwer rein?“

„Ja, soll nicht leicht sein. Soll ich ihnen …“

„Ja, wie komme ich da jetzt hin?“

„Hier links, dann die nächste rechts …“

„Moment, ich würde mir das gerne aufschreiben. Wo hab ich denn jetzt meinen Stif … ach dann halt Handy!“

„Haben Sie’s nun? Ist doch nur hier links, nächste rechts und dann wied …“

„Warten Sie, warten Sie! So schnell kann ich auch nicht tippen!“

„…und dann wieder links.“

„Das klingt aber kompliziert.“

„Ach was: links, rechts, links, immer die erste Str …“

„Können Sie mich da vielleicht einfach hinfahren?“

Dreimal alleine während dieser Unterhaltung, dreimal. Mindestens -.-