Ich möchte zum …

„Das Berghain?“

„Gar kein Problem, das ist …“

„Ist nich weit, oder?“

„Nein, sie müssen da vorne …“

„Ah, ich dachte schon, das wär da hinten irgendwo!“

„Nein nein, einfach hier …“

„Soll ja gut sein dort.“

„Ja, sagt man. Also wenn sie …“

„Schon mal dagewesen?“

„Drinnen?“

„Ja, wie komme ich denn jetzt da hin?“

„Wollte ich ja gerade …“

„Ihr Kollege wollte mir das nicht sagen.“

„Naja, jetzt mach ich’s ja.“

„Was?“

„Ich erkläre ihnen jetzt kurz den Weg. Ist gar nicht schwierig. Nur hier vorne …“

„Das ist gut, ich hab so’n schlechtes Gedächtnis.“

„Ist nur zweimal ums Eck. Wenn sie hier links …“

„Ach, da wäre ich ja völlig falsch gelaufen!“

„Also links!“

„Was haben Sie gesagt?“

„Sie müssen hier vorne …“

„Ich bin ja nur dieses Wochenende hier …“

„Ja. Also passen sie auf: …“

„Kommt man da echt so schwer rein?“

„Ja, soll nicht leicht sein. Soll ich ihnen …“

„Ja, wie komme ich da jetzt hin?“

„Hier links, dann die nächste rechts …“

„Moment, ich würde mir das gerne aufschreiben. Wo hab ich denn jetzt meinen Stif … ach dann halt Handy!“

„Haben Sie’s nun? Ist doch nur hier links, nächste rechts und dann wied …“

„Warten Sie, warten Sie! So schnell kann ich auch nicht tippen!“

„…und dann wieder links.“

„Das klingt aber kompliziert.“

„Ach was: links, rechts, links, immer die erste Str …“

„Können Sie mich da vielleicht einfach hinfahren?“

Dreimal alleine während dieser Unterhaltung, dreimal. Mindestens -.-

13 Kommentare bis “Ich möchte zum …”

  1. HAHAHA 😉 Ja, auch das ist mir wohlbekannt.

    Ist er denn nun gefahren oder zu Fuß? Und falls erstes, gabs wenigstens Schmerzensgeld?

  2. Paul sagt:

    Ich glaube, ich hab den Witz nicht verstanden. Was war dreimal?

  3. Sash sagt:

    @Busfahrer Michael:
    Ich hab ihn eingepackt. War das übliche: 4,40 € – machste 5, Ende. 🙂

    @Paul:
    Dreimal hätte ich ihn alleine während dieses Gesprächs da hinfahren können – weil der Weg so kurz ist. 😉

  4. dingens sagt:

    Gib es ruhig zu: Du hast den Weg absichtlich so kompliziert erklärt um die Fahrt zu bekommen!
    🙂

  5. Hannes sagt:

    Off Topic:
    In Erinnerung eines der letzten Eintragungen betreffs des Taxistreits B vs. LDS habe ich gestern mal eindeutig für die Berliner Taxifahrer, deren herausragendes Exemplar ich das Vergnügen hatte, auf 2 längeren Touren kennen zu lernen, Partei ergriffen.

    Und das ging so:

    Ankunft aus Agadir 21:30 in SXF, taximäßig gesehen eher Totentanz.
    Wie üblich, in der überschaubaren Taxischlange abwechselnd LDS und B.

    Das erste, ein B-Taxi, wurde von mir ignoriert – ein wenig schlechtes Gewissen hatte ich ja schon.
    Dann Einstieg in das aufrückende LDS-Gefährt.
    Die Ohren des Fahrers bekamen gleich Besuch von den Mundwinkeln, als ich die Adresse nannte, was sich aber sowas von schlagartig änderte, als ich die Postleitzahl dazusagte. Den Straßennamen gibt es 2x in Berlin, ich bevorzuge aber die deutlich nähere Variante.

    Sash, Du weißt ungefähr wie weit das ist.
    Also eine satte 6,20€-Mugge.

    Da der Fahrer jedoch, offensichtlich ein gaaaanz waschechter Brandenburger (mit türkischem Migrationshintergrund), Fassung wahrte und nur einmal seine Wartezeit in Schönefeld von 1,5 Stunden erwähnte, hatte er sich ein relativ hohes Trinkgeld verdient.

    Da war die Welt wieder fast in Ordnung, und die Ohren bekamen…..naja, ihr wisst schon.

  6. elder taxidriver sagt:

    Ich meine, ich muss das jetzt mal : Also kann es sein, dass das der Comedian Piet Klocke war, der nicht mal eine Sache zu Ende?

  7. breakpoint sagt:

    Warum erinnert mich das an Loriot?

  8. elder taxidriver sagt:

    Den Loriot habe ich mal gefahren, vom Kudamm zum Savignyplatz, wo er wohnte. Eine ganz kurze Strecke, aber keine Kurzstrecke. Ich dachte gleich an ihn, mit Schiebermütze , Trenchcoat und eher zierlich, Typ strenger Studienrat, aber natürlich sage ich da nichts oder frage auch nichts. Wurde mir erst so richtig klar, nachdem er ausgestiegen war, dass er es gewesen .
    ist. Schade. Sonst hätte ich beim Bezahlen gesagt: Das wäre jetzt aber wirklich nicht nötig gewesen.

  9. Chris sagt:

    Vor allem wenn sie dann wirklich loslaufen 🙂 und spätestens an der ersten Kreuzung links und rechts verwechseln.

    Ich hatte schon welche die nach 15-20 min ausgerechnet mich wieder fragten 🙂 und dann, ohne mich wiederzuerkennen, mit mir fuhren. (500m)

  10. Apotheker-Typ sagt:

    @Chris: Links und rechts verwechsle ich nie! Ich nehme nur manchmal halt das ANDERE links! 😉

  11. Der Banker sagt:

    Ich hatte mal einen Kunden, der war sauer und beschwerte sich über irgendwas. Aber immer kaum, dass ich den Mund aufmachte, fuhr er mir drüber. Ich probierte das auch aus und schwieg noch einen Moment länger, bevor ich was zu sagen versuchte, ob er noch was sagen wollte, aber nein: er fuhr mir immer genau über den Mund.
    Da Lustige (und auch Gemeine) an der Sache war, dass hinter ihm die Kunden schon lachten, und ich darf dann doch nicht lachen.

  12. Jürgen sagt:

    Der ist ja schon völlig verpeilt, bevor er da rein geht (wenn er überhaupt rein kommt);-)

  13. Herrlich!!!! 🙂
    Ist ja wie bei mir im Laden. Fragen stellen wie am Laufband und und nicht eine Antwort abwarten können.

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