Hattrick in nur so mittel

Die erste Fahrt war eine Durchschnittstour; nein, eigentlich sogar darunter: 9,30 € Umsatz, 70 Cent Trinkgeld, vom Ostbahnhof in den Boxhagener Kiez zur Seumestraße – zack, fertig!

Die zweite Fahrt führte mich etwas weiter nördlich, aber immer noch ins selbe Eck. Zum Ibis in der Scharnweberstraße. Ergebnis: 9,30 € Umsatz plus 70 Cent Trinkgeld. Naja, was halt so passiert.

Danach bin ich (wie auch vorher schon nach etwas Kreisen im Kiez) wieder am Bahnhof gelandet. Und reichlich weit hinten in der ohnehin kurzen Schlange stieg mir dann eine Familie ein:

„Kennen Sie das Ibis in Friedrichshain in der Scharnweberstraße?“

Und wie zu erwarten: 9,30 €, 70 Cent Trinkgeld.

Natürlich hab ich meine Lieblingshalte und auch sonst so meine Lieblingsecke in der Stadt. Natürlich ist Taxifahren auch oft nur Dienst nach Vorschrift und wenig aufregend. Aber dreimal hintereinander eine Fahrt von der gleichen Halte in die gleiche Richtung zum gleichen Betrag mit dem gleichen Trinkgeld? Für einen Moment hab ich nach der versteckten Kamera Ausschau gehalten. So viel Routine kriegt man selbst als Assistent Chief of Pneumoblasting nicht!

Aber gut: Umgehend nach der dritten Tour (also 200 Meter weiter) stand eine Winkerin und ab da hatte ich dann endlich einen guten und unvorhersehbaren Lauf an dem Abend. Was lange währt … 🙂

PS:
Nicht vergessen: Wer hier gerne liest und noch nicht beim Amazon-Autorenpreis für mich abgestimmt hat, sollte sich so langsam eine Ausrede einfallen lassen! 😉

5 Kommentare bis “Hattrick in nur so mittel”

  1. Tk sagt:

    Oh,oh. Kann man schon Platzwart zu dir sagen? Wenns langweilig wird einfach mal die Halte wechseln. Also z.B. immer zum Hauptbahnhof zurück.

  2. Mic ha sagt:

    Das waren sicher allesamt Echsenmenschen auf dem Weg zu ihrem Geheimtreffen im Keller des Ibis. Da eine Familie dabei war, wissen wir nun, dass sie sich bereits fortpflanzen und eine 2. Generation gegründet haben.
    Pass auf dich auf.

  3. Wahlberliner sagt:

    Naja, wenn die 3 Touren direkt kurz hintereinander waren, dann ist das doch auch ein durchaus lukratives Geschäft.

    LOL @ Echsenmenschen!

  4. Cliff McLane sagt:

    > langsam eine Ausrede einfallen lassen

    Meines Wissens haben von den drei Leuten, denen ich dein Buch „Gestern nacht im Taxi“ geliehen habe, alle drei für dich gestimmt (sagen sie zumindest), und ich natürlich auch. Nummer drei hat von mir inzwischen eine deutliche Aufforderung erhalten, er soll mir mein Buch zurückgeben und es sich selber kaufen, mit Fristsetzung und Androhung körperlicher Konsequenzen, die einem Weiterleben möglicherweise nicht zuträglich sind.

    Natürlich könnte er mein Buch behalten und ich kaufe mir’s neu; das liefe für dich auf dasselbe finanzielle Ergebnis hinaus. Aber ich habe zu Büchern ein ganz besonderes Verhältnis: Bücher, die ich mag und auch manchmal verleihe, sollen zu mir zurück und mir durch die Spuren, die ihre Wanderung hinterließ, eine Geschichte erzählen. Darum stehen in meinem Schrank eine Menge abgegriffener Taschenbücher, die vermutlich eine Freude für jeden Viro- und Bakteriologen wären, aber ich liebe sie, denn jedes Eselsohr darin erinnert mich an alte Freunde und Bekannte, von denen einige bereits tot sind.

  5. titanocen sagt:

    da bist Du aber nicht allein:
    erste Tour: ZehlMitte – Funkauftrag : Ziel Behring-Krkhs
    wieder zurück..
    zweite Tour: ZehlMitte – Funkauftrag (Edward C. Dills-Str., angesprochen Mexicoplatz) – Ziel Behring-Krkhs
    wieder zurück…
    dritte Tour: ZehlMitte – Einsteiger – Ziel Behring-Krkhs

    danach war ich bedient und habe das Weite gesucht….

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