Zur Glubschallee bitte!

Die Glubschallee in Berlin. Quelle: philipk76 via fotolia.de (für Original Bild anklicken)

Die Glubschallee in Berlin. Quelle: philipk76 via fotolia.de (für Original bitte das Bild anklicken)

Beim unbekannten Kollegen vor mir stieg ein Fahrgast ein. So weit, so gut, das passiert an einem Taxistand schon mal. Dann aber fuhr das Taxi nicht etwa weg, sondern der Kollege stieg aus und ging auf mich zu. Das ist schon eher seltener, passiert aber auch gelegentlich. Eine Frage vermutlich. Ich freue mich immer, wenn ich Kollegen helfen kann. 🙂

„Kollege, kennste zufällig die Glubschallee?“

„Die WAS bitte? Glubsch?“

„Weiß nich‘ genau, versteh‘ ihn nicht …“

Ich bin mal mit zum Auto. Ich dachte mir gleich, der Fahrgast würde englisch sprechen und der Kollege nicht. Also quatschte ich den auf der Rückbank wartenden jungen Mann an und fragte, wo genau es nochmal hingehen sollte. Er antwortete, tatsächlich in englisch. Was an der Aussprache des Ziels nichts änderte, da er das schon den deutschen Ohren angepasst hatte …

Ich wendete mich an den erwartungsvollen Kollegen und sagte:

„Du, der Kerl will zum Club Chalet.“

Glubschallee! Darauf wäre ich im Traum nicht gekommen! 😀

Man muss dazu sagen, dass der Name dem Kollegen nicht geläufig war, da kommt sowas vor. Ich hab auch gleich an mein Ringen mit der Gleichestraße denken müssen. Hab also auch noch schnell erklärt, wo das genau ist. Hoffe, der Kollege kann rückblickend trotz der kurzen Fahrt ein wenig über die Geschichte lachen. 🙂

12 Kommentare bis “Zur Glubschallee bitte!”

  1. elder taxidriver sagt:

    Die Schülerscherze der Generation Internet..
    Oder ist das jetzt Comedy-Streetart , oder wie nennt man das ?

  2. elder taxidriver sagt:

    Wir-in MItte-oder- sonstwo gegen Berlin-Touristen: 1: 0

  3. Wahlberliner sagt:

    Ich würd ja gern mal wissen, was das fürn Font ist, auf dem Originalbild (Rathausstraße)…

  4. Cliff McLane sagt:

    @Wahlberliner: CST Berlin West, was jetzt die Standardschrift für ganz Berlin ist. Kannste koofen für dein‘ Computer, kostet 79 Euro:
    http://www.typografie.info/3/page/Schriften/fonts.html/_/ff-cst-berlin-west-r272

  5. Cliff McLane sagt:

    Nachtrag: „What the Font?“ schlägt ein paar Ersatzschriftarten vor, hab das mal als Bild hochgeladen:
    http://imgur.com/3LHW0cW

  6. Wahlberliner sagt:

    WTF, nein danke, für das Geld dann doch eher nicht. Und die Alternativen sind ja keine… 🙂

  7. Sash sagt:

    @CliffMcLane:
    Ja, das mit der Dönerstraße war gut.
    Und Wahlberliner hat Recht: Ein wirklich guter Ersatz sind die anderen Fonts nicht. Ich bin froh, dass ich kein ß in der Glubschallee hatte. 😉

    @elder taxidriver:
    Interessante Frage. Vielleicht braucht’s aber auch gar keinen neuen Namen und man könnte es einfach einen Scherz nennen. 🙂

    @Bernd K.:
    Man weiß es nicht. Glubsch könnte ja auch ein Dorf oder ein Land sein, eine Landmarke oder eine Firma … 😉

  8. elder taxidriver sagt:

    @ Sash wg. @ Bernd K: .. oder ein Fernglas

  9. Jens sagt:

    @Sash: Du hättest natürlich in die Grauzone der Legalität abtauchen können, indem Du die Vorschaufunktion missbraucht hättest: https://www.fontfont.com/fonts/cst-berlin-west?sv=positive&sample=Glubschallee&ss=medium

    Andererseits scheint da der Zeichenabstand etwas größer zu sein als auf dem typischen Berliner Straßenschild.

  10. Cliff McLane sagt:

    @Jens, danke für den Link, und, nö, der Zeichenabstand ist gleich, hab’s mit dem Original-Rathausstraße-Foto verglichen. Das Hellgraue ist das Foto: http://imgur.com/0IE1Du2

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