Uniform im Taxi?

Mich hat ein Satz in einem Kommentar von Ralf unter diesem Artikel nicht losgelassen:

„PS: Im übrigen finde ich Kettners Idee mit den Uniformen wirklich super. Mir fehlt da nur noch die Chauffeursmütze. Irgendwie stört mich dieses uneinheitliche und zum Teil ungepflegte Erscheinungsbild der Taxifahrer.“

Meine persönliche Meinung zum Thema ist recht klar. Ich war immer ein entschiedener Gegner von Uniformen und sehe gerade im Taxigewerbe keinen erdenklichen Grund, sie einzuführen. Es ist eine individuelle Dienstleistung, bei der zugegeben mit dem Fahrer die Qualität steigt und fällt – das hübsche Verpacken der Idioten in unserem Gewerbe sorgt meines Erachtens nach nicht für mehr Qualität, sondern lediglich dafür, dass sich manch Lackaffe mehr Verfügungsgewalt über uns verspricht.

Aber das ist meine Meinung. Die muss ja nicht jeder teilen. Deswegen würde ich gerne mal eure Meinung dazu hören. Davor möchte ich allerdings sagen, dass ich nicht glaube, dass es das zum Nulltarif gibt. Autofahren beansprucht Kleidung nunmal, und wenn man als Fahrer nicht mal eben auf die günstige Jeans im Schrank zurückgreifen kann, dann kostet das. Ob jetzt die Fahrer oder die Arbeitgeber… letzten Endes wird das irgendwann auf die Kunden umgelegt werden. Im Zweifel bei der nächsten Tariferhöhung. Das möchte ich zu bedenken geben. Deswegen:

Wäre es einen Aufpreis wert, wenn die Taxifahrer Uniformen tragen würden?

  • Naja, ordentlich aussehen muss sein, aber extra für Uniformen zahlen? Nee. (40%, 240 Votes)
  • Mir persönlich isses vollkommen egal, was ein Taxifahrer anhat, solange nichts raushängt. (39%, 236 Votes)
  • Für'n Rabatt darf sogar was raushängen 😀 (14%, 84 Votes)
  • Na sicher, schließlich macht es was her und man fühlt sich ernster genommen. (7%, 45 Votes)

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Im Übrigen plant mein Chef auch die Anschaffung von Kleidung mit Unternehmenslogo. Das ist allerdings eine ganz andere Größenordnung als eine tatsächliche Uniform…

44 Kommentare bis “Uniform im Taxi?”

  1. Blogolade sagt:

    ich liebe die Antwortmöglichkeiten die dir immer einfallen 😀

  2. Morgis sagt:

    Für mich war leider nicht die richtige Antwort dabei, weil ich irgendwie jetzt nicht begriffen habe, ob die Antworten aus Fahrersicht oder aus Kundensicht geschrieben sind. 1+2 könnten Fahrersicht und 3+4 Kundensicht sein.^^

    Mein Chef plant ebenfalls die Anschaffung von Arbeitskleidung mit Firmenlogo. Unternehmensübergreifende Uniformen fänd ich persönlich nicht so toll, aber Kleidung mit Firmenlogo dagegen schon. Mein Chef hat da wohl einen großen Deal an Land gezogen und versorgt alle Fahrer mit wahlweise Polohemden, T-Shirts, Sweatshirts, „Clubjacken“, Regenjacke, Hemden und/oder Schirmmützen^^. Wir bekommen dann ein ganzes Wochenpaket, damit wir die jeden Tag tragen können. Außerdem ist auch ein Wäscheservice geplant. Von Tariferhöhungen weiß ich nichts ;).

  3. Jen sagt:

    Grundsätzlich finde ich das eine interessante Idee. Wäre spannend mal zu testen wie sich das auswirken würde, wenn nur ein Unternehmen umstellt. Ich könnte mir schon vorstellen, dass diese dann zum Teil bevorzugt würden, egal ob von Touris oder Normalverbrauchern. Ich denke das schafft Vertrauen und hat vor allem einen Wiedererkennungswert. Ich als Frau würde nachts alleine z.B. sehr wahrscheinlich eher so ein Taxi nehmen. Nicht, dass ich in Deutschland richtig schlechte Erfahrungen gemacht hätte, aber irgendwie hat so eine Uniform doch einen „offiziellen“ Effekt, auch wenn es natürlich die selben Fahrer sind wie vorher. Was den Aufpreis angeht, ich denke da ginge es um die Frage „Wieviel mehr“. Das wäre ja aber nach der Taxiordnung gar nicht möglich, oder?

  4. Praelat sagt:

    Uniformen finde ich unnötig. Gepflegtes Aussehen finde ich schon wichtig, aber dafür braucht es keine Extrakosten, höchstens etwas mehr Aufwand bei der Körperpflege und Wäsche.
    Und zumindest am Taxistand schaue ich da auch gern drauf, mir ist aber bisher keiner negativ aufgefallen (wobei ich zugegebenermaßen nicht oft Taxi fahre).

  5. matze sagt:

    … wobei ja „Größenordnung“ bei Dir echt Mehrwert hat. 🙂

  6. Erik sagt:

    „Uniformen“

    Pro:
    -stärken die Gemeinschaft
    -positiver Wiedererkennungswert
    -man fühlt sich zu besserer Leistung angespornt.Weil alles auch auf die Kollegen/Firma zurück fällt
    -Die Kunden begegnen den Fahrern mit mehr Vertrauen

    contra:
    -Ausrutscher fallen Leichter auf die Firma/Kollegen zurück
    -In Uniform muss man sich IMMER und ÜBERALL benehmen selbst nach Dienstschluss
    -Negatives führt zu einem Verttauensverlust gegenüber allen Fahrern

  7. Ralf E sagt:

    Ich finde: es muss nicht eine komplette Uniform sein. Aber z.B. eine Weste o.ä. fände ich schon gut. Besonderen Wert würde ich persönlich auf ein Namensschild legen.

  8. micha sagt:

    Ich finde eine „Uniform“ schon alleine aus Gruenden der identifikation des Unternehmens nicht unbedingt negativ.
    Wenn man sich dann noch anschaut wie verranzt viele Taxler im Auto sitzen wuerde ich eine Uniform sogar begruessen.
    Wobei die Frage natuerlich ist, wie genau sieht den eine Uniform aus ? Ne einheitliche Jeans und ein Poloshirt in Firmenfarben mit nem dezenten Logo irgendwo ist auch ne Uniform die aber leger aussehen kann und dem ganzen nix steifes und gezwungenes gibt.
    In meiner Branche wird viel mit Uniformen gearbeitet und fuer mich ist bei der Entscheidung Pro oder Contra Uniform, immer wichtig das ich meine Leute mit einbeziehe.Schliesslich sollen die am Ende die Uniform tragen und darin gut aussehen..

  9. MsTaxi sagt:

    @Jen

    „aber irgendwie hat so eine Uniform doch einen “offiziellen” Effekt, auch wenn es natürlich die selben Fahrer sind wie vorher.“

    Ist aber nur ein Scheineffekt. Und wenn du schon weißt, dass da immer noch dieselben Fahrer drin stecken würden wie jetzt, warum wärst du dann als Frau abends beruhigter? Sorry, aber im Moment habe ich da akute Probleme mit dem Folgen deiner Gedankengänge.

    @all

    Gegen T-Shirts, Poloshirts, Caps oder Jacken mit Unternehmerlogo ist nix einzuwenden imho. Werden wir uns fürs nächste Jahr auch anschaffen. Bei 3-4 Shirts pro Fahrer finanziell noch verkraftbar.

    Gegen mehr an Uniformierung bin ich grundsätzlich. Zum einen gaukelt es Exklusivität vor, die der Benutzung eines Taxis eigentlich nicht zukommen sollte, wir sind Teil des ÖPNV und selbst unsere Busfahrer tragen nur weißes Hemd, dunkle Hose, sind also von Uniform noch weiter weg als mit einem Firmenlogo. Einen besonderen Schutz- oder Tarneffekt muss unsere Kleidung nicht haben, auch dieses Argument fällt also weg.

    Und nun zum grundlegendsten Teil meines Misstrauens: Schon jetzt ist ein Teil der Kundschaft der Ansicht, Taxifaher wären Lakaien, diese Haltung von „Service darf nix kosten“ und „Geiz ist geil“ muss man nicht noch fördern. Und wem es egal sein sollte, wer ihn wie fährt, Hauptsache, die Optik stimmt, der muss sich selbstkritisch sagen, dass es ihm offensichtlich egal ist, wie er abgezockt wird, solange man die Kiste schön verpackt.

    Orts-, Sach- und Fachkunde kriegt ein Taxifahrer nicht durch eine Uniform!

  10. Knut sagt:

    Die Logik mit der Fahrpreiserhöhung erschließt sich mir nicht. Schon jetzt zahlen die Taxifahrer die Kleidung selbst, die sie an ihrem Arbeitsplatz tragen. Das würde sich nicht ändern, eher im Gegenteil. Dadurch dass die Kleidung in Zukunft zentral beschafft wird, würde sie sogar billiger werden. Dementsprechend bin ich sehr für Uniformen, da sie die Fahrpreise SENKEN würden.

    Uniform heißt übrigens nur, dass alle das Gleiche anhaben. Das muss nicht unbedingt in einem paramilitärischen Stil ausarten. Auch wenn alle nur einheitlich Jeans und ein gleichfarbiges Poloshirt oder im Winter Pullover mit dem Firmenlogo tragen ist das bereits uniform.

  11. Kleidung mit Firmenlogo finde ich zu begrüßen. Dahinter steht für mich als Kunde das Zeichen, dass die Firma sich Gedanken um ihre „Marke“ macht und somit hoffentlich nicht unbedingt die größten Idioten ihre Farben tragen lässt.

    Ansonsten beeinflusst mich die Kleidung als Teil des allgemeinen Erscheinungsbildes schon bei der Wahl eines Taxis.

  12. Simone sagt:

    Einheitliche T-Shirts mit Firmenlogo finde ich ok, aber ne Uniform muss nun wirklich nicht sein. Wer standesgemäß von einem Chauffeur abgeholt werden will, der soll sich ne Limousine bestellen.

  13. baerry sagt:

    Eine „einheitliche“ Kleidung wäre sicher schick, aber nur im sinne von Vorgaben ala „dunkle Oberbekleidung und blaue Jeans“ oder „keine Hawaiihemden“ bzw. „keine Shirts mit „lustigen“ Sprüchen drauf etc“.
    Alles darüber hinausgehende wäre stark übertrieben.

    Allerdings strahlen Firmenlogos auch auf normaler, einheitlicher Kleidung eine gewisse Wirkung bzw. Signal aus solange die Fahrer nciht zu mobilen Litfaßsäule verkommen.

  14. Petra sagt:

    Ein Polo-Shirt, ein Sweat-Shirt mit einem dezenten Logo wäre als „Uniform“ ausreichend. Und würde vielleicht den Zusammenhalt unter den Kollegen fördern, wenn man sich mal zufällig trifft. Ihr seid natürlich als Taxifahrer alle Kollegen (nicht nur Konkurrenten), aber dann ist man mit den Leuten aus der eigenen Firma kollegiger verbunden.
    @Knut
    Sicher zahlen die Taxifahrer jetzt ihre Kleidung selbst, aber privat würde man wohl nicht mit dem Firmenlogo rumrennen. Postboten und Hermes-Fahrer ziehen ihre Kluft auch nicht privat an.

  15. antagonistin sagt:

    Uniform geht gar nicht, egal in welchem Beruf oder Bereich. Mir ist jeglicher Konformismus zutiefst zuwider. Firmenlogo hingegen ist erträglich. Auf ner einheitlichen Jacke allerdings schon wieder too much. Für meinen Geschmack jedenfalls.

  16. MsTaxi sagt:

    Was mir noch einfällt: Ich fuhr unlängst einen Chauffeur des Fahrdienstes einer großen deutschen Bank, der den Privatwagen eines höheren Mitarbeiters überführt hatte und dann zum Bahnhof musste, um den Heimweg anzutreten. Das war ja dann unbestritten ein Fachmann und die Bank achtet sicher auf das Outfit ihrer Mitarbeiter. Und ausgerechnet dieser Chauffeur trug nur einen dunkelgrauen Anzug mit weißem Hemd und Krawatte, nix mit Mütze oder so. Also auch nicht das an Outfit, was man sich so vorstellt in Kombination mit Stretch-Limo oder RollsRoyce.

    @Knut

    Das mit Fahrpreissenkung ist leider nicht, nehme ich mal an. 1. pro Fahrer sind die Kosten nicht nur der Erstanschaffung zu sehen, 2. werden die Fahrer sich vllt auf den Standpunkt stellen, dass sie den geldwerten Vorteil, den sie versteuern müssen, ausgeglichen haben möchten durch eine Lohnerhöhung. NB: Extras dieser Art zahlt auf dem einen oder dem anderen Weg immer der Kunde, wer sonst?

  17. anonym sagt:

    Habe hier nicht mit abgestimmt, weil es keine Antwort gab, der ich mich voll anschließen konnte.
    Ich finde Uniformen voll daneben. In bestimmten (zivilen) Bereichen sind sie natürlich dennoch erforderlich (z. B. bei Eisenbahnen), damit die Kunden sofort das Personal erkennen können (aber auch hier hat man ja in Deutschland bereits deutlich visuell abgerüstet gegenüber früheren Uniformen).
    Ob eine Uniform bei Taxifahrern verhindern kann, daß einzelne Fahrer schludrig aussehen, ist grundsätzlich zu bezweifeln. Auch mit Uniform kann man einen schlechten Eindruck machen, wenn man es darauf anlegt oder die Uniform so angelegt ist, daß sie nicht lange gut aussieht.
    Selbst die geplante mehr oder wenige einheitliche Kleidung sehe ich kritisch. Am besten wäre es wohl, wenn zuvor alle Kollegen dazu befragt worden wäre (mit weitgehend positivem Echo). Oder jeder Fahrer kann dann letztlich selbst entscheiden, ob und wann und wie oft er die Unternehmenskleidung bei der Arbeit tragen möchte.
    Es ist zu vermuten: Für den Fahrgast selbst bringt es ohnehin in den meisten Fällen so gut wie nichts, gerade bei Taxifahrern, die man die meiste Zeit sowieso nur von hinten bzw. von der Seite sieht. Was soll da ein Firmenlogo auf der Brust ausrichten?

  18. Aro sagt:

    Es ist doch scheißegal, was jemand an hat, solange er nicht stinkt. Hauptsache ist doch, er fährt korrekt.
    Außerdem: Was bringen „Uniformen“ mit dem Betriebslogo vor Vorteile? Der Fahrer steht trotzdem in Reihe und der Kunde kann den Fahrer im Problemfall noch schwerer identifizieren. Letzteres ist schließlich der Sinn von Uniformen.

  19. Klaus sagt:

    Habe ich als ordentlich gekleideter Taxifahrer dann auch einen Anspruch auf ordentlich gekleidete Kundschaft?

  20. daju77 sagt:

    @Klaus: Ja das schoss mir auch sofort durch den Kopf. :o)

    @all: Letztens habe ich eine Doku über Taxifahren in Tokio gesehen. Die Fahrer tragen dort alle (die gleiche) Uniform mit Mütze. Fast schon ein militärischer Anblick. Das macht natürlich schon was her. Problematisch für eine Uniformeinführung in Berlin wäre die hohe Anzahl der Unternehmen, die Gewohnheit, die Kostenfragen und die Uneinigkeit der Verbände. Kurzum: nette Idee, aber nicht durchsetzbar.

  21. Aro sagt:

    @daju77
    „Fast schon ein militärischer Anblick. Das macht natürlich schon was her“
    Klar, Uniformfetischisten können sich dann daran aufgeilen.
    Ansonsten wüsste ich nicht, was an einer Uniform so toll sein sollte. Ich find’s eher widerlich. Wenn ich eine Uniform tragen wollte, würde ich Soldat, Autonomer oder Heilsarmist werden, nicht Taxifahrer.

  22. Fahrertuer sagt:

    Ich denke eine wirkliche Uniform (wie sie Polizei, Schützenvereine etc tragen) ist nicht nötig. Aber (Polo)Hemd, Sweatshirt7jacke (Sweatjacke deshalb, da man sie ja auch in wärmeren Zeiten als normale Jacke verwenden kann falls es mal ein wenig frischer ist) und eine ordentliche WInter/Regenjacke mit Firmenlogo und dazu eine ordentliche Hose hätten schon was.
    Zumindest, wenn diese auch gewissen Bestimmungen unterliegen. Hab bis jetzt leider immer nu das „Glück“ gehabt mit Taxlern zu fahren, die es offenbar nur für nötig halten, sich ein mal die Woche zu waschen und die Kleidung zu wechseln (zumindest würde das erklären, warum sie und ihre Taxen so gemieft haben, und auch das verranzte Äußere von ihnen (und innere ihrer Taxen) erklären)

  23. MannimMond sagt:

    Eine Uniform finde ich übertrieben. Aber warum Taxifahrer in Alltagkluft fahren, teilweise echt verranzte Alltagskluft, verstehe ich nicht so ganz. Eine schwarze Stoffhose und ein Hemd machen echt schon mal viel her. Das haben Eure Kollegen aus dem ÖPNV, die Busfahrer, in meiner Stadt (Großstadt) auch an.
    Jede Supermarktkassiererin, jeder Arzt (weißer Kittel), jeder Apotheker, jeder Bänker (Anzug), jeder Rechtsanwalt, jede Metzgereifachverkäuferin, sogar jeder Maurer (Blaumann) ist optisch durch seine/ihre Kleidung dem Beruf zuordenbar.
    Ihr würdet Euren Beruf aufwerten, wenn ihr Euch entsprechend kleiden würdet. Kleider machen nun mal Leute.

    Kleidung mit Unternehmenslogo finde ich allerdings albern. Das wirkt dann nicht seriös, sondern eher nach McDonalds-Aushilfe. Ich meine wirklich eher Stoffhose und Hemd.

    Aber eigentlich ist es mir egal, wie der Taxler angezogen ist, so lange er mich von A nach B bringt.

  24. zeco sagt:

    Ich finde das sehr interessant:

    Die meisten potenzielle Kunden hier haetten gerne uniform oder befürworten es. Meines erachtens nach wahrscheinlich ab der dazu gehören Tariferhoehung wurde sich das ändern Dienstkleidung is auf Dauer nicht billig.
    Auch einige Beispiele hier sind nicht zu ende gedacht. Einzelne unternehmen die das testen sollen? Bringt nichts . Um einer sinnvollen Vergleich zu haben müsste eine ganze Stadt das als Testmodell probieren und wer soll das bezahlen?
    Ich wäre für den Mittelweg. Keine Dienstkleidung oder kleidervorgabe sondern sowas wie bei einigen Verwaltungen eine Kleider Richtlinie.
    Dort koennte zum Beispiel drinne stehen das möglichst hell oder dunkelblaue Jeans, ein weißes t-Shirt oder Hemd und festes Schuhwerk verwendet werden sollte. Das is flexibel aber schafft ein gewissen Standart.( das war jetzt natürlich nur ein Beispiel)

  25. Nathan sagt:

    Wir haben in unserer Firma Poloshirts/Jacken mit Firmenlogo, da mein Chef bei diversen Hotels und Restaurants einen guten Ruf hat und deshalb auf die Wiedererkennung viel Wert legt.

    Meine Erfahrung ist allerdings, dass das nicht unbedingt Beachtung findet. Wenn ich in meiner Firmenkluft in ein Hotel/Restaurant reinspaziere, werde ich nicht automatisch als Taxler erkannt. Auch sonst werde ich in keiner Weise von Kundenseite anders behandelt als ein Taxifahrer in einem beliebigen T-Shirt.

    Mir persönlich ist es völlig egal, was ich während der Arbeit anhabe, d.h. ich käme mit beiden Varianten aus. Als Kunde ist es mir auch ziemlich egal, was der Fahrer anhat. Wichtig ist eigentlich nur, dass er freundlich ist und nicht stinkt.

  26. scf sagt:

    So sehr ich aus persönlicher (ich hab ein Faible für Uniformen, kann man halt nix machen) und pyschologischer (einheitliche Kleidung fördert das Gruppengefühl) Sicht dafür wäre, so sehr sehe ich auch die Nachteile einer Uniformierung.

    Bei einer Uniformgestaltung in richtung schick und elegant würde sicher auch die Gefahr von Überfällen steigen, denke ich. So eine Uniform strahlt schliesslich neben Seriosität auch gleichzeitig eine gewisse finanzielle Sicherheit aus und sowas Richtung Anzug & co assoziiert man zumindest nicht gerade mit Knappheit – wenn ein Taxiunternehmen heruntergekommen wäre, könnte es sich wohl kaum Uniformen leisten, in der Denkweise potentieller Krimineller. Gleichzeitig würde eine Uniform auch Distanz schaffen – sowohl auf Seiten der Kunden als auch auf der der potentiellen Taxiräuber. Dadurch, dass man durch eine Uniform immer das Unternehmen repräsentiert, könnte bei denen der Eindruck verstärkt werden, dass sie dann ja nicht euch als Taxifahrer schädigen, sondern „nur“ das Unternehmen..

    Hab trotzdem die :D-Variante angekreuzt. 😉

  27. anonym sagt:

    @ zeco
    Ich kann mir nur schwer vorstellen, daß ein Taxibetrieb Richtlinien zur Kleidung durchsetzen kann, höchstens dann, wenn sie sehr allgemein gehalten wären. Wieso sollte auch ein Taxifahrer gezwungen werden können, Jeans zu tragen, wenn er das nicht möchte?
    Ich finde solche Vorschriften denn auch reichlich albern. In der Verwaltung oder einer Firma mit Publikumsverkehr mag das noch etwas anders sein, da ist ein einheitliches Auftreten (corporate identity) vielleicht noch halbwegs plausibel; zumindest will man da verhindern, daß einzelne Angestellte äußerlich zu sehr aus dem Rahmen fallen. Doch dieses Argument greift m. E. bei Taxifahrern nun überhaupt nicht, die sind ja eh vereinzelt unterwegs.
    Außerdem geht mir das alles schon viel zu sehr in Richtung Gängelung der Fahrer. Und ich kann hier auch nicht herauslesen, daß die meisten es begrüßen würden, wenn Taxifahrer Uniformen trügen (kommt wohl auch darauf an, wie man „Uniform“ genau definiert). Ich denke jedenfalls, daß einheitliche Kleidung nicht im Sinne des Fahrgasts ist. Der Fahrer soll seinen Beruf beherrschen, mit allem, was dazu gehört, und so gekleidet sein wie der Durchschnittsbürger – das alles reicht für meine Begriffe völlig aus.

  28. Fahrertuer sagt:

    Was vielleicht auch helfen könnte (ka ob es sowas gibt, aber ich erachte es aus meiner Erfahrung als Nötig) wären simple Hygiene Vorschriften.
    Sprich: vor der Schicht duschen, saubere Kleidung anziehen und das Taxiinnere sollte nicht wie eine STudentenbude nach einem Partywochenende aussehen und riechen

  29. anonym sagt:

    @ Fahrertuer
    Das ist ja alles schon zigmal gesagt worden, bringt doch aber keine neuen Erkenntnisse. Für die allermeisten Fahrer ist das ohnehin klar; und dem Rest brauchen Sie es nicht zu erzählen, weil es ihn eh nicht interessiert. Was soll es also?

  30. Aro sagt:

    @ Fahrertuer
    Vielleicht sollten alle Fahrer vor ihrer Schicht antreten, zur Kontrolle? Saubere Unterhose an? Ohren gewaschen? Ordentlicher Scheitel? Hose gebügelt? Was denn noch alles?
    Hier kann man ja wirklich den Eindruck kriegen, als wäre wir Taxifahrer die letzten vollgesyfften Gestalten, die stinkend durch die Gegend fahren.

  31. Sash sagt:

    @all:
    Boah, wat ein Ansturm 😀
    Vielleicht brauche ich bis morgen, um mal alle Kleinigkeiten zu beantworten. „Morgens“ ist meine Zeit ja dann auch mal ein bisschen knapp. Interessant finde ich aber den Unterschied zwischen Antwortoptionen und Kommentaren. Viele fänden eine Uniform laut Kommentaren nicht schlecht, während der Vorschlag sonst eher nicht so gut wegkommt.
    Was ich vergessen habe zu schreiben: In jeder Taxiordnung wird ja ein „ordentliches Erscheinungsbild“ der Fahrer vorgeschrieben. Das kann man zu wenig finden, aber es bedeutet auch, dass eine Kritik an „stinkenden“ Fahrern kein Pro-Argument für eine Uniform ist, sondern eher für eine zu laxe Auslegung der Vorschriften.
    Und an dieser Vorschrift finde ich gut, dass sie dennoch persönlich auslegbar ist. Ich trage ja beispielsweise eine dunkle einfache Stoffhose und Hemd, manchmal auch Cargohosen. Das mag den ein oder anderen Menschen vielleicht nicht ordentlich genug sein, schließlich halte ich Bügeln für die sinnloseste Zeitverschwendung, seit dieser Planet existiert. Ich selbst hab dagegen eine furchtbare Aversion gegen Krawatten unter Pullundern. Scheint gesellschaftlich aber voll akzeptiert zu sein…
    Im Taxigewerbe ist meines Erachtens nach durchaus Platz für Individualität, ohne dass sich jemand gleich angewidert aus dem Auto schmeißen muss. Optische Verbesserungen für ein besseres Gefühl halte ich – bei allem Mitleid – nicht für sinnvoll, sondern für einen Grund, über die eigenen Ansprüche nachzudenken. Denn wie schon Klaus geschrieben hat: Wir können uns die Fahrgäste nicht aussuchen und es gäbe einen riesigen Aufschrei, wenn es dazu Ansätze geben würde. Und das ist in der Tat (gerade nachts) ein wesentlich größeres Problem als der ein oder andere ungepflegte Taxifahrer und ist wahrscheinlich für mehr schlecht riechende Taxis zuständig 🙁

    Wie gesagt:
    Ich schmeiss mich hier später nochmal in den Kampf, um ein paar Einzelmeinungen rauszugreifen, wollte aber insgesamt auch schon mal für das breite Feedback danken 😀

  32. Fahrertuer sagt:

    @Aro
    Mir sind bis jetzt leider nur Fahrer untergekommen (also bei denen ich mitfahren „durfte“) die eben gestunken haben und sowohl sie selbst als auch ihre Taxen vollgesifft waren.
    Ka ob ich da einfach nur Pech habe oder nicht oft genug Taxi fahre.
    Ich will jetzt kein Taxi oder Taxifahrer haben der sich mit einer Luxus Limo mit CHauffeur messen kann.
    Es würde mir schon reichen, wenn man mal nicht einen Fahrer erwischt, der riecht als versuche er (vergeblich) den sauren Geruch von mehreren Tagen nicht entfernten Schweißes mit fauligen Zähnen und einem Deo aus Zigarettenasche zu überdecken und ich möchte auch nicht Taxen bei denen ich die Wahl habe mich entweder in undefiniere, verkrustet braune Flecken zu setzen oder auf die Seite zu gehen, wo man das tiefste Innere der Polsterung bestaunen kann

  33. Nathan sagt:

    Gerade merke ich, dass ich vorhin auf die eigentliche Frage gar nicht geantwortet habe…

    Also: Von Uniformen im strengem Sinne halte ich genauso viel wie von einer uniformen Gesellschaft!

    @Fahrertuer
    Die letztlich wirkungsvollste Möglichkeit in deinem Fall: aussteigen, anderes Taxi nehmen. Wenn es alle so machen, bleiben solche Fälle die absolute Ausnahme. Ganz einfache Rechnung.

  34. Ralf sagt:

    33 Kommentare, scheint ein heißes Eisen zu sein 😉

    Ich glaube mein Kommentar war damals eher etwas ironisch gemeint. Und ich würde auch nicht auf den Begriff „Uniform“ so rumreiten. In der heutigen Zeit wäre wohl der Begriff „Berufsbekleidung“ angebrachter.

    Ich habe nun in zwei verschiedenen Branchen (Baubranche, Transport) gearbeitet. Und in beiden Branchen kenne ich die Situation jeweils mit und ohne Berufsbekleidung. So lange man irgendwo arbeitet wo man keinen Kundenkontakt hat (z.B. Lager, Büro, usw), ist es eigentlich nur dann interessant, wenn man sich seine Sachen regelmäßig einsaut.
    Sobald man aber Kundenkontakt hat, kommt halt noch der Aspekt „Kunde“ hinzu. Und der findet die neueste Mode vielleicht nicht so prickelnd wie der Arbeitnehmer der sie auch während der Arbeit tragen will.
    Im Taxigewerbe könnte man den Begriff Uniform/Arbeitskleidung dann zumindest mit „Einheitliche, neutrale Kleidung“ definieren. Ob das nun eine Weste mit Jeans oder ein Anzug mit Krawatte ist, sollte den Arbeitnehmern überlassen bleiben. Arbeitskleidung sollte ja dem Zweck angemessen und dem Träger auch zumutbar sein.

    Wir haben derzeit Miet-Arbeitskleidug von der Firma MEWA (mewa.de). Ich kenne die Diskussionen um die Kosten. Viele Arbeitnehmer jammern bevor sie die Sachen haben das es zu teuer wäre usw. Aber sobald sie merken das sie sich halt keine Jeans mehr kaufen müssen und sich auch noch das Waschen sparen, hört das Jammern i.d.R. auf. Denn wenn man es sich mal durchrechnet, dann ist es wumpe ob man selber Sachen kauft und wäscht oder Miet-Bekleidung nimmt.

    Ein Aspekt ist in den Kommentaren schon genannt worden. Wenn man „Uniform“ trägt, ist man quasi im Dienst und verhält sich meistens auch anders. Für mich persönlich ist es wichtig Arbeit und Privat voneinander zu trennen. Wenn ich Arbeitskleidung an habe, dann ist für mich klar das ich mich nicht so verhalten kann als wenn ich privat unterwegs wäre. Das der Firmenname auf allen Sachen drauf steht, hilft mir in gewissen Situationen mich daran zu erinnern das ich jetzt besser die Zähne zusammen beißen sollte.
    Das ist ein psychologischer Effekt der nicht bei allen Menschen greift. Manche verhalten sich, egal was sie tragen, als gäbe es kein Morgen mehr. Bei anderen kann man aber deutlich merken das sie mit Arbeits- bzw. Dienstkleidung gleich ein „anderer“ Mensch sind.

    Letzten Endes kann die Einführung von Arbeitskleidung den Arbeitnehmern auch mal eine ganz andere Sichtweise der Dinge bringen. Man selber betrachtet sich halt immer aus der eigenen Perspektive. Da geht man davon aus das man schon ordentlich und passend gekleidet ist.
    Aber es kann auch ganz nützlich sein wenn jemand neutrales mal Ratschläge gibt was man anders machen kann. Zum Beispiel bei der Kleidung. Wenn jemand mal offen die Außenwirkung eines Unternehmens anspricht.

    Ich denke darauf läuft dann auch alles hinaus. Niemand will die Taxifahrer zu uniformierten Robotern machen. Im großen Puzzle der Außenwirkung ist die Arbeitskleidung jedoch ein nicht zu unterschätzendes Teilstück. Das eine positive Außenwirkung das A und O eines jeden Unternehmens ist, darüber muss man wohl nicht diskutieren.

  35. MannimMond sagt:

    @Ralf: Ich stimme Dir da uneingeschränkt zu.
    Da aber oben noch ein paar Leute den Kostenaspekt von Berufskleidung gebracht haben, möchte ich bei Deinem Statement besonders den Aspekt „Aber sobald sie merken das sie sich halt keine Jeans mehr kaufen müssen und sich auch noch das Waschen sparen, hört das Jammern i.d.R. auf.“ herausgreifen.
    Es stimmt nämlich: Es würde sich bei der Benutzung von Berufskleidung eben nur die Berufskleidung abnutzen, die private Kleidung bleibt neuwertig. Wenn sich da immer 10 oder 20 Fahrer zum Bestellen zusammentun, dann bekommt man da auch ganz gute Rabatte bei der Bestellung. Weiterhin ist Berufskleidung bei den einschlägigen Versendern für Berufsbekleidung per se immer billiger als privat gekaufte Kleidung. Somit schätze ich die Benutzung von Berufskleidung auch deutlich billiger ein als die Benutzung von Privatkleidung.

    Außerdem kann man vom finanziellen Aspekt noch anführen, dass man Berufskleidung von der Steuer absetzen kann, die während der Schicht getragene Jeans oder den Pullover jedoch nicht. Und falls der Taxifahrer selbstständig ist, dann kann er da gleich noch mal zusätzlich 19% Vorsteuer im Rahmen der Umsatzsteuererklärung abziehen (das geht bei einer Jeans nämlich auch nicht).

    Die Nutzung von Berufsbekleidung hat auch noch einen Bequemlichkeitsfaktor: Wenn alle Fahrer einheitliche Kleidung tragen, kann man sich mit einer Wäscherei zusammentun, die dann immer mehrere Hosen gleichzeitig wäscht und bügelt. So teuer ist das nämlich gar nicht mal. Und die Nummer ist auch wieder steuerlich absetzbar (Arbeitnehmer und Selbstständige) und vorsteuerabzugsfähig (nur Selbstständige), da berufsbedingt.

  36. Aro sagt:

    @Fahrertuer sagt:
    Sorry, aber ich halte das alles für recht übertrieben.
    „…nur Fahrer untergekommen … die eben gestunken haben und sowohl sie selbst als auch ihre Taxen vollgesifft waren“
    Ich weiß ja nicht, wo du wohnst und rumkommst, aber hier in Berlin ist das auf jeden Fall eine Ausnahme. Dass dir das NUR passiert ist, kann ich wirklich nicht glauben. Das ist etwa so wie die RTL-u.a.-„Taxi-Tests“, die nach einigen Fahrten dann gleich die Keule rausholen, dass fast alle Taxifahrer unwissend und kriminell sind. Diese „Tests“ sind absolut unseriös und unglaubhaft.
    Mich würde wirklich interessieren, wo es so schlimm ist, wie von dir beschrieben.

  37. MsTaxi sagt:

    @mannimmond

    Die Steuerersparnis, die du anführst, gilt nur Berufskleidung, die man privat absolut nicth tragen kann bzw. würde, wie z.B. Blaumann oder Arztkittel. Die schwarze Hose des Kellners, der Jogging-Anzug des Sportlehrers ist steuerlich keine Berufskleidung, die Kleidung des Taxlers würde da ohne weiteres drunter fallen. Ein Verweis auf den Arbeitsvertrag würde da nicht helfen.

    Gestellte Berufskleidung waschen zu lassen würde wohl nur bei größeren Unternehmen lohnen, für unseren Ein-Wagen-Betrieb würde das nicht lohnen, und wir werden ab nächstem jahr auch mit Logo auf dem Shirt rumlaufen. Der Werbung halber, wir sind auch sonst ordentlich gekleidet mit Jeans, polo-Shirt, Hemd oder Pulli und Turnschuhen.

  38. anonym sagt:

    Was Berlin betrifft (und nur da kann ich ein halbwegs gültiges Urteil bezüglich Taxis abgeben, weil ich woanders zu selten fahre), so würde ich auch sagen, daß es eine absolute Ausnahme ist, wenn ein Fahrer ungepflegt wirkt. Sehr oft ist doch das völlige Gegenteil der Fall. (Und wenn jemand schon x Std. Arbeit hinter sich hat, kann man auch nicht unbedingt erwarten, daß er noch so frisch wirkt wie am Anfang der Schicht.)

    Manchmal fällt mir aber doch auf, das Taxis irgendwie seltsam riechen. Das kommt in Berlin schon ab und zu vor. Das sind dann oft ältere Wagen. Meist ist der Geruch etwas undefinierbar. Ich vermute, das ist weniger Schuld des Fahrers, sondern liegt am Auto oder an vorherigen Fahrgästen. Richtig ist auch, daß nicht alle Wagen hundertprozentig sauber wirken, gerade unter den Sitzen und in anderen Ecken; das sehe ich aber relativ gelassen.

  39. Fahrertuer sagt:

    @Aro
    Bremen und das waren 5 fahrten in den letzten 4 Jahren. Darum hab ich ja drauf hingewiesen, das meine Erfahrungen nicht repräsentativ sein können, weil die Datenmenge zu klein ist

  40. MannimMond sagt:

    @MsTaxi: Ja, Du hast Recht. Die schwarze Stoffhose und das weiße Hemd würde sich steuerlich nicht absetzen lassen, da man diese auch privat tragen könnte. Genausowenig ist der Anzug absetzbar, den ich mir für die Hochzeit meiner Schwester gekauft habe und den ich beruflich bei einer Messe oder bei einem Kongress trage. Dazu gibt es Gerichtsentscheide. Nichtsdestotrotz hat mir mein Finanzamt genau diesen Anzug in meiner Steuererklärung als Berufsbekleidung anerkannt und ihn mir nicht gestrichen.

    Der von Dir angeführte Sportlehrer sollte (meiner Erfahrung mit dem Finanzamt nach) seine Berufsbekleidung durchbringen, so etwas erklärt man halt mal bei seiner Steuerrklärung dem Finanzamt schriftlich, warum das jetzt beruflich bedingt ist. Streichen können sie es natürlich immer. Aber normalerweise sollte die Nummer durchrutschen, genau wie das bei meinem Anzug geschehen ist.
    Aber wenn das weiße Hemd einen kleinen eingestickten Aufdruck auf Brusthöhe trägt a la „Taxiunternehmen Müller“, dann ist das Hemd eindeutig nicht mehr privat tragbar. Damit ist es eine eindeutige Berufskleidung und damit steuerlich absetzbar.

    Wenn Dein Chef einheitliche Kleidung für seine Fahrer möchte, sehe ich da wenig Probleme darin, das dem Finanzamt glaubhaft geltend zu machen. Dein Chef kann Dir dazu ja auch eine Bescheinigung ausstellen, dass er schwarze Hose und weißes Hemd haben möchte, die Du bei Deiner Steuererklärung mit abgeben würdest. Bedenke bitte auch, dass Du Dir die Kleidung dann beim Versandhändler „Berufsbekleidung Meier“ bestellen würdest. Bestellungen bei „Berufsbekleidung Meier“ wird Dein Finanzamt per se als Berufsbekleidung akzeptieren. Wenn Dein Chef sie sogar noch selbst bestellen würde (und dann auch finanzieren würde), dann kann er das nicht nur normal in seiner Einnahmenüberschussrechnung geltend machen, sondern auch noch 19% Vorsteuer ansetzen.

    Das mit dem Waschen krieg man ähnlich hin, insbesondere wenn Dein Chef die Kosten für das Waschen der Berufskleidung übernehmen würde (so teuer ist das für ihn nicht und damit kann er sich ja auch seine Mitarbeiter an der Stange halten).

    Das ist jetzt echt nicht alles so ganz so schwarz oder weiß, wie Du das jetzt darstellst.

  41. ednong sagt:

    Ja,
    so Hemden oder Jacken mit Logo fänd ich auch ganz gut. Und wie Mannimmond auch angibt, kannst du solche Kosten für Anschaffung und Reinigung derselben mit Logo als Berufsbekleidung absetzen. Wenn es der Chef nicht finanziert. Und klar, du mußt das dann vorfinanzieren, bekommst es aber angerechnet.

    Und Uniform ist vielelicht nicht immer ganz richtig belegt hier: uniform als Verb bezeichnet eine Einheitlichkeit, die Uniform an sich bedeutet erst mal nur einheitliche Kleidung. Also würde quasi das vom Chef angeschaffte Hemd/dieBluse und ggf. noch eine Hose – egal ob nun mit oder ohne Logo – schon als Uniform gelten. Und die angeführten Aspekte wie Wiedererkennbarkeit für Kunden und positiver Eindruck auf Kunden würde ich bestätigen.
    Selbst im Supermarkt laufen sie ja – sofern Klamotten gestellt werden – mit einheitlicher Weste o. ä. rum. Und das sieht doch auch chicer aus, oder?

  42. Sash sagt:

    @all:
    Das ist mir echt zu aufwändig hier 😀
    Also mal thematisch…

    Die Kosten:
    Keine Frage, Berufskleidung kann auch günstig sein. Allerdings muss man sich auch ein wenig das Gewerbe vor Augen halten. Eine allgemeine Taxifahrer-Berufskleidung wäre sicher für viele Klein(st)-Unternehmer mit einem oder zwei Wagen ein teurer Spaß. Da greifen die Mengenrabatte nicht wirklich. Sicher, man kann sie vielleicht leichter von der Steuer absetzen, aber mal ehrlich: Wie groß ist da die Einsparung?
    Geht es nur um einen Firmenaufdruck irgendwo, wird es noch absurder: Was soll denn einer der zigtausend Ein-Mann-Unternehmer machen? Sich extra ein schwarzes Hemd bedrucken lassen? Wofür?

    Die Identifikation:
    Es stimmt natürlich, uniforme Kleidung stärkt den Unternehmenszusammenhalt. Das ist auch nicht in jeder Stadt wirklich ausschlaggebend. Wenn jetzt wie offenbar in Paderborn zwei Groß-Unternehmen im Clinch liegen, mag das sinnig sein. Vielerorts ist das Taxigewerbe aber ohnehin eine Ansammlung von Einzelkämpfern. Ich will das nicht zu hoch loben, manchmal täte uns etwas Gemeinschaft gut, aber die Identifikation mit dem Unternehmen wächst nicht unbedingt, wenn man „nur wegen denen noch diese Scheiß-Jacke anziehen“ muss.

    Die Außenwirkung:
    Ich will ehrlich sein: Ich weiss, dass es die gibt und ich finde es peinlich für die Menschheit. In gewisser Weise gilt das auch für den „mäßigenden Faktor“: Wer als Fahrer eine Jacke braucht, um keinen Mist zu bauen, dem ist eigentlich doch nur noch professionell zu helfen, oder?
    Ich kenne nun wirklich einige nette Kollegen. Der eine fährt im Rollkragenpulli und mit Strickjacke. Zwei fahren mit Anzug und Krawatte. Ich selbst trage ein schwarzes Hemd und selbst Hawaii-Hemden hab ich schon gesehen. Für und wider jede Kleidung gibt es Gründe und ich finde, dass es selbstverständlich ist, dass nicht ein Stil allen steht, allen gefällt, für alle sinnvoll ist. Wir fahren auch nicht alle dasselbe Auto und es könnte dem Gewerbe kaum was schlimmeres passieren als das.

  43. Cliff McLane sagt:

    Ups, was’n hier los? Ich konnte jetzt wirklich nicht alles lesen, aber ganz kurz mein Senf dazu:

    Kleidung mit Unternehmenslogo finde ich gut, das stärkt den Zusammenhalt im Team und motiviert die Leute, ständig gute Qualität abzuliefern, egal in welchem Gewerbe. Ich wollte das anfangs nicht glauben, aber es funktioniert tatsächlich. Wahrscheinlich liegt es daran, dass man durch diese „Pseudo-Uniform“ plötzlich nicht mehr als Einzelperson da steht, sondern das Unternehmen und seine Kollegen „als Ganzes“ vertritt, man steht also repräsentativ für die gesamte Gruppe und gibt sich daher mehr Mühe, sofern man nicht gerade der Kollege „Mirdochegal“ ist. Die gibt’s natürlich auch, aber die bleiben meist nicht lange Kollegen.

    So sehr ich auch selber ein Freund des Individualismus und Uniformgegner bin: Gegen ein dezent aufgesticktes Firmenlogo am T- oder Sweatshirt habe ich absolut nichts einzuwenden. Den Handwerkern, bei denen ich als Student mal gejobbt habe, öffnet so ein Firmenlogo manche Tür ganz unbürokratisch, und im Taxigewerbe könnte ich mir vorstellen, dass das bei den Kunden Vertrauen schafft: „Hey, der trägt sein Firmenlogo offen auf der Brust, da kann ich mich sicher fühlen“.

    Uns war es damals übrigens absolut freigestellt, ob wir die (kostenlos zur Verfügung gestellten) Firmenshirts oder was Eigenes anziehen, aber nach spätestens einer Woche trug jeder ein Shirt mit Firmenlogo. Weil’s einfach „was her macht“ und man damit zeigt, dass man dazu gehört und hinter dem Unternehmen steht. Und meinem Gefühl nach zeigt man damit auch, dass man bereit ist, die Verantwortung zu übernehmen, den Kunden glücklich zu machen.

  44. Taxi 123 sagt:

    Ich habe meinem Chef schon angeboten in Chauffeursuniform zu fahren, er muß nur das passende Fahrzeug ( ich denke da an S-Klasse oder Maybach ) besorgen und sachon habe ich Hemd, Krawatte und Handschuhe dabei. 😉

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