Lange Taxifahrt, hoher Preis?

Peter hat in den Kommentaren von einer ziemlich mies verlaufenen Taxifahrt erzählt. Also erstmal ist es natürlich schade, dass man sowas immer wieder hören muss!
Dann hat er aber folgende Frage gestellt:

Was ich aber nicht ganz verstehe: Warum ist es üblich für Fahrten nach “weit außerhalb” mehr zu nehmen, als nach Taxameter? Der Tarif ist für mich die Obergrenze was ich zahlen möchte, egal wie weit es geht. Aber gerade für weite Strecken (die dann irgendwann zwangsläufig außerhalb des Pflichtfahrgebietes liegen) hatte ich eigentlich einen Rabatt erwartet. Deswegen bin ich verwundert, dass es sogar anders herum sein soll!?

Ja, das ist auch eine der unverständlichsten Problematiken im Taxigewerbe: Warum sind lange Fahrten besonders teuer?

Dazu muss man zwei Dinge betrachten: Zum einen die umsatzbasierte Bezahlung von uns Fahrern und zum anderen die Existenz des Pflichtfahrgebietes und seine Bedeutung.

Zur Bezahlung: In irgendeiner Form sind die Fahrer im Taxigewerbe meist am Umsatz beteiligt. Im Extremfall wie bei mir besteht der ganze Lohn ausschließlich aus einer Umsatzbeteiligung. Sollte man also nicht selbständig sein (dann kann man seinen Lohn ja quasi frei bestimmen) kostet man einen guten Teil des Umsatzes. Ich selbst kriege 45% des Umsatzes als Bruttolohn laut Arbeitsvertrag – in der Rechnung meiner Chefs dürften das mit Lohnnebenkosten über 50% sein.
Bei einer weiten und damit schnellen Fahrt (Autobahn, Landstraße) verdiene ich als Fahrer also ziemlich viel. Während ein Fahrer mit Stundenlohn vielleicht für die 100 km Wegstrecke nur die Stunde hin und eine zurück à 10 € gezahlt bekommt, würde ich in der Stunde Hinfahrt mal eben 60 € verdienen. Das Rechenbeispiel ist nur grob und orientiert sich am Berliner Tarif, der für alle Kilometer ab dem achten 1,28 € beträgt.

Jetzt betrachten wir zwischenrein mal das Pflichtfahrgebiet. Das Pflichtfahrgebiet ist die Stadt (oder der Landkreis) in dem wir mit dem Taxi unterwegs sind und eine Beförderungspflicht haben. Sprich: Dort müssen wir hinfahren und dort dürfen wir auch Kunden aufnehmen. Verlassen wir dieses Pflichtfahrgebiet für eine weite Strecke, dann müssen wir zwangsläufig leer wieder zurückfahren, da wir außerhalb (bzw. im Pflichtfahrgebiet der anderen Stadt) nicht berechtigt sind, Kunden aufzunehmen – außer wenn wir direkt bestellt sind. Auch das hat seinen Sinn, schließlich gelten dort andere Taxitarife, auf die unsere Taxameter nicht eingestellt sind – und die Kollegen dort wollen ja auch von etwas leben. Um es kurz zu machen: Für eine Fahrt weit außerhalb des Pflichtfahrgebietes entstehen uns (also unseren Chefs) Kosten für die leere Fahrt zurück.

Die Kombination dieser Dinge sorgt dann für den höheren Preis:
Wenn ich für 128 € 100 km weit weg fahre, dann muss mein Chef bereits für den Fahrer rund 60 bis 70 € einplanen. Wenn wir dann von den üblichen Betriebskosten eines Autos von 25 bis 35 Cent pro Kilometer ausgehen, kommen wir schnell an den Punkt, wo der Chef rechnerisch ein Minus macht, weil diese Kosten für 200 km (Hin- und Rückfahrt) anfallen – also 50 bis 70 € betragen.
Auch hier: Die Werte sind sehr grob, sie dienen nur der Veranschaulichung.

Dass das bei Peters doch noch recht kurzer Strecke bereits viel ausgemacht hat, glaube ich nicht, mein Chef sagt mir auch, dass ich bis zum Berliner Ring ohne weiteres nach Taxameter fahren kann. Aber grundsätzlich ist es eben so, dass bei einer weiten Fahrt der Rückweg mit eingepreist werden muss. Denn die Tarife sind im Hinblick auf die Gegebenheiten des Pflichtfahrgebietes ausgehandelt. Dort decken sie auch die üblichen Leerkilometer bis zur nächsten Halte etc. ab, bei allem was darüber hinausgeht, kann die Sache eben anders aussehen.

Ich möchte im Übrigen klarstellen, dass das in anderen Kreisen gleich ganz anders sein kann, wenn dort die Entlohnung der Fahrer oder die Tarife besonders von Berlin abweichen!
Grundsätzlich – also auch ohne die Fahrerlöhne zu betrachten – lässt es sich darauf herunterbrechen, dass man bei weiten Strecken die Rückfahrt auch bezahlen muss, weil das Taxi diese Strecke zwingend leer zurücklegen muss.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig zur Klärung beitragen.

Ich wäre übrigens froh, wenn ihr mir solche Fragen per Mail zukommen lasst. Ich hab zwar das Formular „Frage an Sash“ gelöscht, aber meine Mailadresse findet sich unter Kontakt und Impressum immer noch. Per Mail kann ich sie persönlicher beantworten (wenn ich keinen Artikel daraus mache) und dann gehen sie nicht verloren unter einem Artikel oder einer Seite, wo sie thematisch nicht so wirklich passen 🙂

43 Kommentare bis “Lange Taxifahrt, hoher Preis?”

  1. micha sagt:

    Super erklaert. Danke dafuer.
    Meine Frage waere: wieso wird sowas nicht publiziert ? Viele Menschen fahren eher selten Taxi und sind dann bei solchen Sachen verunsichert und kommen sich abgezockt vor. Wenn diese Regularien klar und für jeden nach vollziehbar kommuniziert werde wuerde das doch einen positiven Effekt auf das Fahrer / Seltenfahrgast Verhaeltnis haben, oder ?

  2. Taxi 123 sagt:

    Fahrpreise außerhalb des Pflichtfahrgebietes sind frei verhandelbar. Das heißt, ein und dieselbe Strecke kann an verschiedenen Tagen verschiedene Preise haben. Üblich ist bei uns zum Beispiel ein kleiner Aufschlag von 100% für Fernfahrten an Silvester (in der Stadt verdiene ich eben in der Zeit deutlich mehr). Bei uns gilt allerdings, daß wenn man sich nicht einigen kann – Fahrgast und Fahrer – nach Tarif und mit Uhr gefahren werden muß!

  3. Morgis sagt:

    @Taxi 123: Das mit den Aufschlägen kenne ich von einem Konkurrenzunternehmen her. Wenn eine Tour „von außerhalb nach außerhalb (des Pflichtfahrgebietes)“ geht, dann nehmen die 50% Aufschlag.

    @Sash: Wo genau steht denn das, dass außerhalb des Pflichtfahrgebietes die Beförderungspflicht nicht gilt, dass man außerhalb keine Fahrgäste aufnehmen darf? Hab gerade mal das PBefG durchstöbert aber nichts dazu gefunden. Ich verstehe die Beförderungspflicht so, dass ich IMMER einen Fahrgast aufnehmen muss, egal wo ich mich befinde. Einfach schon, weil der Winker in der fremden Stadt möglicherweise ärztliche Hilfe nötig hat.

  4. Joern sagt:

    Hallo Sash,

    schöne Erklärung. Es macht Spass, Deinen Blog zu lesen – meine beiden Taxifahrten diese Woche in einer fremden Stadt erscheinen in einem ganz anderen Licht, wenn man vieles über die Hintergründe kennt 🙂

    Aber, als Kunde muss ich hier widersprechen: Das Argument mit dem Pflichtfahrgebiet ist verständlich und ich hätte bei einer Preisverhandlung ohne Deinen Beitrag wohl nie drüber nachgedacht, dass ausserhalb dieses Gebietes die Rückfahrt eingepreist werden muss.

    Das Argument mit der Umsatzbeteiligung ist aber eigentlich keins, das mich als Kunde interessieren muss bzw. wegen dem ich mehr bereit wäre zu bezahlen.

    Taxifahren ist generell ein eher teures Verkehrsmittel. Nicht unbezahlbar, aber eben auch nicht billig. Warum ist Taxifahren so teuer? Weil die Leerzeiten, diverse „Drumrumkosten“ und die eigentliche Arbeitszeit des Fahrers (der ja exklusiv für mich unterwegs ist) in den Kilometerpreis einkalkuliert sind – und das unter der Annahme, dass der Fahrgast meistens eben nur kürzere Strecken fährt und die im recht langsamen Stadtverkehr.

    Wie Du selbst schreibst, ist eine Fernfahrt gut verdientes Geld. Lange Auslastung = weniger Leerzeit, die Drumrumkosten fallen im Verhältnis weniger ins Gewicht und vor allen Dingen macht man durch die höhere Geschwindigkeit mehr Umsatz pro Stunde, als man eigentlich machen müsste, damit die Arbeitszeit des Fahrers bezahlt wird.

    Also mit anderen Worten: Der Gewinn für „das Taxi“ (bewusst erstmal neutral gehalten) ist deutlich besser und ich als Kunde kann mir (wie bei vielen hochpreisigen Dienstleistungen) durchaus Hoffnung auf einen Mengenrabatt machen. Ich würde sogar soweit gehen, dass trotz der leeren Rückfahrt eine 100km-Strecke immer noch lukrativer sein kann als eine langsam gefahrene Stop-and-Go-Tour für 10 Euro zum Flughafen und anschliessend 40 Minuten Wartezeit auf den nächsten Fahrgast. Also: Der Wunsch nach einem Mengenrabatt ist durchaus verständlich.

    Wenn Dein Chef jetzt mit Dir einen Arbeitsvertrag hat, der Dir (zuviel) Geld bei einer Fernstrecke ermöglicht, ist das nicht mein Problem als Kunde. Die Aufteilung des Geldes ist eine Sache zwischen Euch beiden (ich bekomme bei Kurzstrecken ja auch keinen Rabatt, nur weil Dein Chef zu wenig an Dich abgeben muss, warum sollte ich also bei Langstrecken mehr bezahlen?)

    Ich kann verstehen, dass man wegen der leeren Rückfahrt keinen großen Langstrecken-Rabatt geben will. Aber das damit zu argumentieren, dass Dein Chef Dich am Umsatz beteiligt, ist eigentlich etwas, was mir als Kunde egal sein kann.

    Nur meine Meinung 🙂

  5. @Morgis §47 (2) PBerfG regelt das.

    @Sash: Das einzige Argument, was mich überzeugt, ist das der leeren Rückfahrt. Die Entlohnung des Fahrers nach Zeit und/oder Umsatzbeteiligung hat damit erst mal nix zu tun.

    Andererseits kann der Fahrgast ins Feld führen, daß bei einer Fernfahrt ja das Risiko von Leerfahrten und Rumstehen für unter Umständen mehrere Stunden ausgeschaltet ist und er deshalb — neben einem gewissen „Mengenrabatt“ — einen gewissen Rabatt auf die volle Bezahlung der Leerfahrt bis zur Grenze des Pflichtfahrgebiets erwarten kann. Natürlich wäre ich als Fahrgast ohnehin nicht gewillt, die komplette doppelte Strecke von, sagen wir, Berlin-Frohnau nach Cottbus zu bezahlen, sondern nur von Frohnau nach Cottbus und von dort zurück nach Schönefeld.

  6. Tobsen sagt:

    Hallo Sascha,

    das kommt mir dennoch etwas selsam vor… ich nehme mal ein Zitat aus unserer Taxiordnung, was meines wissens weit verbreitet ist:

    (2) Fahrten außerhalb der Stadtgrenze XXX unterliegen der freien Vereinbarung. Dabei dürfen die Entgelte gemäß § 2 nicht überschritten werden. Das Entgelt für die gesamte Fahrstrecke darf nicht niedriger sein als der Tarifpreis für den innerhalb der Stadt zurückgelegten Streckenteil. Die Erhebung eines Vorschusses ist zulässig.

    bei usn ist es üblich zu rechnen: Stercke Stand zum Kunden + Strecke Kunde bis Ziel Kunde + zurück zum stand mal halber Fahrpreis + anfahrt und das ganze abgerundet auf den nächsten 5er…

  7. Tobsen sagt:

    ergänzung:

    bei sehr weiten Fahrten (also mehrere Hundert kilometer) gehen wir auch durchaus noch 10-15% vom halben Kilometerpreis runter… nun gut als betriebseigene Zentrale werden allerdings bei uns auch die Pauschalpreise von der Zentrale festgelegt….

  8. Sash sagt:

    @micha:
    Danke! 🙂

    @Taxi 123:
    Naja, „muss“ ist ein dehnbarer Begriff. Schließlich kannst du die Fahrt nach außerhalb ja immer ablehnen…

    @Joern und buntklicker.de:
    Es ist mir schon klar, dass das für einen Kunden nicht unbedingt ein Argument ist. Da kommen wir aber ehrlich an einen Punkt, der schwierig wird. Mir isses als Kunde der BVG doch auch egal, wo die ihr Geld herbekommen. Was interessiert mich der Arbeitsvertrag meiner Handwerker?
    Im Einzelfall ist ja auch eine Meisterstunde in der Werkstatt leicht verdientes Geld, wenn er in Wirklichkeit ein Problem in 10 Minuten behebt, aber pro angefangene Stunde kassiert. Die Interessen von Dienstleistern und Produzenten stehen denen der Kunden natürlich immer irgendwo entgegen. Vielleicht würde ich ja meinen Arbeitgeber wechseln, wenn meiner mir bei Fernfahrten weniger Lohn zahlt? Vielleicht würde mein Chef mir verbieten, Fernfahrten überhaupt zu machen, wenn ich weniger Geld einfordere…
    Es ist als Erklärung gedacht, weswegen das so ist. Ob es einem gefällt, ist eine andere Sache. Im Prinzip würde ich natürlich auch für 200 € Eigenbeteiligung nach Stuttgart fahren, das müssten nicht zwingend 500 sein. Aber natürlich werde ich den Teufel tun, und mir die einzige Chance, mal wirklich richtig viel Geld in dem Job zu verdienen, verbauen.
    Die Umsatzbeteiligung erlaubt hier und da niedrige Preise – in diesem (noch dazu seltenen) Fall ist es eben umgekehrt. Hey, dafür zahlen all die Leute mit ihren Kurztouren vom Flughafen nicht erstmal 30 € für die Wartezeit der Fahrer!

    @Tobsen:
    Bei uns liest sich das so:

    (2) Bei Fahrten, deren Ziel außerhalb des Geltungsbereichs der festgesetzten Beförderungsentgelte liegt, hat der Fahrzeugführer den Fahrgast vor Fahrtbeginn darauf hinzuweisen, dass das Beförderungsentgelt für die gesamte Fahrstrecke frei zu vereinbaren ist. Kommt keine Vereinbarung zustande, gelten die für den Pflichtfahrbereich festgesetzten Beförderungsentgelte als vereinbart.

    Die Uhren gehen halt doch überall ein bisschen anders 🙂

  9. Morgis sagt:

    @Buntklicker: Da steht leider nur, dass die _Bereitstellung_ nur innerhalb der eigenen Gemeinde und man auf Bestellung auch Kunden aus anderen Gemeinden abholden _darf_. Wenn ich von einer Rücktour von außerhalb bin und in der fremden Stadt einen Winker am Straßenrand sehe. Wo genau wird in diesem Fall geregelt, wie ich mich zu verhalten habe?

    Bei uns wird das in der Regel so gehandhabt: Wenn kein anderes Taxi in der Nähe ist: einsammeln! Ansonsten schnell verschwinden ;). Sollten wir doch erwischt werden schnell den Namen des Fahrgastes erfragen und darum bitten mitzuspielen 😉 Dann hat der Fahrgast nämlich bestellt :D.

  10. Sash sagt:

    @Morgis:
    Ganz so offen ist die Lücke für uns nicht. Es steht nicht „Bereitstellung“ sondern „Bereithalten“. Derselbe Begriff taucht z.B. auch in der Taxiordnung bei der Betriebspflicht auf. Zumindest bei uns. Und wenn ein Unternehmen seine Taxen 180 Schichten à 6 Stunden bereithalten muss, dann ist unschwer erkennbar, dass es nicht ums Rumstehen geht, sondern das übliche „frei“ sein, sprich bereit zur Kundenaufnahme.
    Wäre meine Schlussfolgerung. Dass das unter der Hand eigentlich überall missachtet wird, ist eine andere Geschichte, da würde ich nicht widersprechen. Legal ist es aber meines Erachtens nach nicht.
    Aber ich lasse mich gerne von einem Juristen eines besseren Belehren. Keine Ahnung, woher man eine Definition von „Bereithalten“ auftreiben kann 🙁

  11. Morgis sagt:

    @Sash: Äh ja Bereithaltung natürlich. Habs verwurstelt. Aber in dem Wort „bereithalten“ steckt ja auch „halten“ drin ;).

    Naja es ist ja auch so, dass man außerhalb des Pflichtfahrbereiches den Geier (Fackel, Laterne, Brickett) ausschalten muss (auch wenn ich das auch noch nirgends gelesen habe), vielleicht gibt es da ja eine Verbindung. Das ist allerdings bei unseren E-Klassen gar nicht so leicht, da man sich erstmal durch ein größeres Bordcomputerlenkradmenü durchwursteln muss. Mehr als die Hälfte der Belegschaft ist damit gänzlich überfordert. Die müssten sich erstmal 10 Minuten an den Straßenrand stellen ;).

  12. Klaus sagt:

    Das einzig ausschlaggebende Argument für den hohen Preis bei Fernfahrten ist tatsächlich die Leerfahrt wieder zurück in’s Pflichtfahrgebiet.
    Ich drösel das mal auf:
    Mein Chef kalkuliert für jeden gefahrenen Kilometer so um 1 € Umsatz um seine Kosten (Lohn- und Lohnnebenkosten, Versicherungen, Fahrzeuginstandhaltung, Kredite, u.s.w. ) zu decken.
    So, und jetzt haben wir eine Fahrt vom Heimathafen des Sash‘, dem Ostbahnhof nach Cottbus. Das sind runde 125 km. Zurück reicht dann tatsächlich der Flughafen Schönefeld (Beginn des Pflichtfahrgebietes). Insgesamt sind das 232 km. Google-Maps,
    Jetzt gibt mir mein Chef vor, bei Fernfahrten einen Kilometerpreis von 1,30€ (Idealwert) für die einfache Strecke zu kalkulieren. Plus, minus etwas Verhandlungsspielraum.
    125 x 1,3 = 162,5 gerundet 160€. Ergibt einen Kilometerschnitt von gerundet 0,70€ pro km.
    Gut für mich (160 € Umsatz in etwas weniger als 3 Stunden), schlecht für meinen Chef (nur 70 Cent pro gefahrenen Kilometer). Mit solch einem Schnitt könnte er sein Unternehmen auf die Dauer nicht halten. Das wäre dann wiederum schlecht für mich.
    (Na hoffentlich ist da jetzt kein Fehler drin.) 🙂

  13. Marcus sagt:

    Ist der Preis bei Fernfahrten eigentlch immer frei verhandelbar, oder könnte ich auch eine Strecke ( ca. 200km ) übers Taxameter laufen lassen ( darf eigentlich der Taxifahrer solche fahrten ablehnen? )

  14. Jens sagt:

    @Marcus: Der Taxifahrer darf m.W. problemlos jede Fahrt ablehnen, deren Ziel außerhalb seines Pflichtfahrgebiets (nomen est omen) liegt. Von daher muss er sich auch nicht auf 200km nach Taxameter einlassen.

    Die anwesenden Experten mögen mich bitte korrigieren, falls das so nicht stimmt.

  15. Peter sagt:

    Hallo, ich bin ja überrascht, was meine Frage hier für Wellen schlägt. Aber schön, so viele Meinungen zum Thema zu bekommen 🙂

    Also was ich jetzt verstanden habe ist, dass der Fahrer mich nicht nach außerhalb des Pflichtfahrgebietes fahren muss und – je nach lokaler Verordnung – erst recht nicht zum Taxameterpreis. („frei verhandelbar“ und ggf. ohne Limit nach oben).
    Das Missverständnis in meinem Fall lag daran, dass ich die „ominöse Liste“ (ein tolles Wort *g*) für eine Preistabelle nach hochgerechneten Taxametertarif gehalten habe. Tatsächlich waren die Preise aber „Vorschläge für Festpreise“ gestaffelt nach Entfernungen. Und aus Sash’s benannten Gründen, waren in die Festpreise dann Aufschläge für die Leerfahrt eingepreist.

    Ich sehe den Sachverhalt insgesamt genauso wie Jörn ( http://gestern-nacht-im-taxi.de/wordpress/2011/06/08/lange-taxifahrt-hoher-preis/#comment-9243 ): Bei so einer langen Fahrt will ich einen Mengenrabatt auf den Normaltarif haben. Die Argumente, die dafür sprechen, sind ganz klar die höhere Auslastung des Taxis! Nur wenn zum Beispiel Silversternacht ist, wäre zu erklären, dass das Taxi auch ohne diese lange Fahrt, voll ausgelastet gewesen wäre: Dann muss man eben Aufschlag für die leere Rückfahrt zahlen. Zu normalen Zeiten sehe ich das allerdings nicht ein.

    Noch ein paar Anmerkungen zu meinem konkreten Fall:
    Hier verdiente der Unternehmer nichts an der langen Fahrt und trug die Kosten der Rückfahrt ja allein. Denn der Fahrer hat sich den Gewinn seiner „Wette“ ja selbsteingesteckt und nach Taxameter mit dem Chef abgerechnet.
    Auf der anderen Seite, denke ich aber auch, dass das eher ein mieser Arbeitgeber ist: Der Fahrer erzählte mir, dass er 5 Euro die Stunde verdient (Brutto/Netto?) und nicht am Umsatz beteiligt ist. Was sollte der also für ein Interesse an langen Fahrten haben? An seiner Stelle würde ich mich nicht um Aufträge kümmern und einfach am Bahnhof abhängen und warten, was da kommt. Betriebswirtschaftlich ist das also nicht sinnvoll.

  16. Sash sagt:

    @Morgis:
    Ja, ich denke der Zusammenhang zwischen den beiden Vorschriften existiert 🙂

    @Klaus:
    So in etwa hab ich das auch gemeint. Ich drück mich nur immer so kompliziert aus 😉

    @Marcus:
    Es ist so, wie Jens geschrieben hat: Letztlich können wir die Fahrt immer ablehnen, wenn uns der Preis nicht passt.

    @Peter:
    Ist halt ein interessantes Thema. Dein Fall ist natürlich nochmal ein Spezialfall, weil der Fahrer hier auch noch die Liste als „Regelwerk“ verwendet hat und das Geld schwarz eingesackt. Im Grunde hätte er, wie du ja schreibst, auch einfach komplett ablehnen können.
    Dass du es gedanklich mit Joern hälst, verstehe ich aus Kundensicht völlig. Als Widerworte von der Fahrerseite noch zwei Dinge: Die bessere Auslastung interessiert den Unternehmer nicht unbedingt. Es gibt zwar eine Menge Fixkosten in einem Taxibetrieb, aber die werden durch die tariflichen Fahrten im Pflichtfahrgebiet „locker“ gedeckt. Wenn das Auto darüber hinaus zwar super ausgelastet ist, dabei aber die Betriebskosten nicht einfährt, kann das trotzdem negativ sein. Und ansonsten: Taxen sind nunmal kein Konzept, das für einen günstigen Fernverkehr ausgelegt sind. Man darf nicht vergessen, dass es bedeutet, dass man als Kunde ein komplettes Auto und mindestens einen Arbeitnehmer für die entsprechende Zeit komplett alleine bezahlt.
    Ich möchte aber auch nochmal anmerken, dass deine Fahrt für die meisten hier genannten Argumente eigentlich noch zu kurz ist. Zumindest hier „in“ Berlin würde ich Touren bis 60 € je nach Situation durchaus auch nach Taxameter fahren.

  17. MsTaxi sagt:

    Ich mache mir das mit den Festpreisverhandlungen etwas einfacher auf Weisung meiner Scheffin hin: So ich überhaupt keinen Plan habe, was die Fahrt kosten könnte, wird das Navi nach der Entfernung befragt, anhand der Km-Angabe wird überschlägig ein Preisrahmen genannt, in dem sich die Fahrt dann ca. bewegen wird. Dann wird dem Kunden angeboten, dass das Taxameter bis Fahrtende mitläuft und am Ende von diesem angezeigten Preis werden dann 10 bis 15% abgezogen. Das gibt dem Kunden die Sicherheit, dass ich keinen Mondtarif angesetzt habe. Bei uns kostet der Km laut Tarif 1,50€, die meisten Kunden wissen ja nicht, dass wir die Tarife auf Verlangen vorzeigen müssen, ich könnte also locker 1,70€ pro km ansetzen.

    In Sachen Mengenrabatt, der a) großzügig zu sein hat (wo liegt denn da die Grenze?) und b) irgendwie „verlangt“, „erwartet“ etc. wird ….diese Sichtweise impliziert aber in meinen Augen auch, dass ich dann bei absolut kurzen Strecken auch einen „Mindermengen-Aufschlag“ in ähnlich großzügigem Maße erheben darf, oder? *fg*

  18. Morgis sagt:

    Ich mache es mir mit den Festpreisen noch einfacher: Es gibt bei mir keine Festpreise außer nach Rücksprache mit der Zentrale, was ich aber ungerne anbiete (die Zentrale ist da oftmals lockerer). Wenn der Kunde das nicht will biete ich ihm das Taxi hinter mir an. Wenn da keines ist…

  19. Joern sagt:

    Ja, endlich mal ein interessantes Diskussionsthema (die meisten Blog-Beiträge sind interessant zu lesen, führen aber ja nicht zu kontroversen Diskussionen zwischen Taxi-Beteiligten und Kunden). Find ich gut 🙂

    Ein paar kleine Rück-Anmerkungen:

    „Wenn das Auto darüber hinaus zwar super ausgelastet ist, dabei aber die Betriebskosten nicht einfährt, kann das trotzdem negativ sein“ (Sash) => Klar. Aber bei den Kilometer-Preisen, die hier im Raum stehen, sollte das kein wirkliches Problem sein, die erscheinen mir doch ausreichend weit von realistischen Betriebskosten entfernt.

    „Man darf nicht vergessen, dass es bedeutet, dass man als Kunde ein komplettes Auto und mindestens einen Arbeitnehmer für die entsprechende Zeit komplett alleine bezahlt.“ (Sash) => Ja, genau. Und eben weil bei weiten Strecken mit schnellen Geschwindigkeiten die anteilige Fahrzeugmiete und Personalkosten viel schneller bezahlt sind, ergibt sich daraus ja der Wunsch nach einem Rabatt 🙂

    „Mengenrabatt (…) impliziert (…) dass ich dann bei absolut kurzen Strecken auch einen “Mindermengen-Aufschlag” in ähnlich großzügigem Maße erheben darf“ (MsTaxi) => Ja genau, das impliziert es. Und das ist in den Taxi-Ordnungen ja auch genau so drin. Wenn ich in ein Taxi steige, habe ich schon 2-4 Euro auf der Uhr, bevor ich mein Fahrziel genannt habe – wenn das kein Mindermengenzuschlag ist, weiss ich’s auch nicht. Hinter der ersten großen Kreuzung sind wir dann schon bei 5 Euro und ab z.B. dem 5. oder 10. Kilometer greift dann ein Mengenrabatt. Was die Kunden also fordern ist einfach nur eine logische „Weiterberechnung“ des Mengenrabattes, der ohnehin in der Taxiordnung schon vorgesehen ist.

    Letztlich ist das mit dem Rabatt wie in jeder anderen Branche auch. Da keine Beförderungspflicht besteht, ist keine Seite gezwungen, irgendwelche Preise zu akzeptieren, die ihm nicht gefallen. Wenn mit das Preisangebot nicht passt, suche ich mir ein anderes Taxi (bei 100km Fahrstrecke wird’s auf die 5 Minuten nicht ankommen). Und wenn meine Preisvorstellung so unrealistisch ist, werde ich lange suchen müssen. Solange beide Seiten also vernünftige/realistische Vorstellungen haben, sollte man sich ja recht schnell einig werden 🙂

  20. Daniel sagt:

    Ich kann die Argumente für eine Großstadt wie Berlin absolut nachvollziehen. Ihr dürftet ja im Regelfall mehr als die Hälfte der gefahrenen Kilometer besetzt sein? Zumindest erzählte mir ein Karlsruher Kollege, er sei im Schnitt etwa 65% der gesamt gefahrenen Kilometer besetzt, das dürfte ja in einer noch größeren Stadt (mit einer größeren Dichte von Taxiständen) mindestens genauso sein.

    Bei uns in Kehl ist es umgekehrt: etwa 30-40% der Kilometer sind besetzt, der Rest leer. Das liegt einfach daran, dass es bei uns nur einen einzigen Taxistand gibt – den Bahnhof. Im Idealfall habe ich also einen Bahnhofseinsteiger, fahre den irgendwohin und leer zurück, also eine 50%-Auslastung. Bei Funkfahrten habe ich jedoch immer die Anfahrt vom Bahnhof zum Kunden und die leere Rückfahrt von dessen Fahrtziel. Und da der Bahnhof bei uns am letzten Zipfel der Stadt liegt (400m weiter ist schon Frankreich) und die meisten Stadtdfahrten vergleichsweise kurz sind, ist die besetzte Strecke in der Regel deutlich kürzer als die leere. Bei besonders weiten Anfahrten (Fahrt von Dorf zu Dorf, ohne Kehl zu berühren) wird dies teilweise durch Anfahrtszuschläge (entweder 4,20 oder 8,40 Euro, je nach genauer Fahrtstrecke) kompensiert – in der Stadt nicht. Und so kommen wir eben auf ein Verhältnis von (grob durchschnittlich) 35 besetzte zu 65 leere Kilometer. Dies ist im Taxameterpreis berücksichtigt – daher sind die Taxikilometer auf dem flachen Land immer etwas teurer als in der Großstadt. Bei uns geht es im kleinen Wagen tagsüber bei 1,80 Euro je Kilometer los, Startpreis sind 4 Euro (darin sind allerdings schon die ersten 500m Strecke enthalten). Da darüberhinaus auch kein Fahrer in Kehl umsatzbasiert bezahlt wird, sondern alle einen Festlohn (entweder monatlich oder als Stundenlohn) erhalten, ist es bei uns durchaus üblich, bei langen Fahrten den Taxmeterpreis teilweise deutlich zu unterschreiten. Würde ich mir vorstellen, nach Taxmater von Kehl nach Frankfurt zum Flughafen zu fahren, käme ich auf einen Fahrpreis zwischen 360 und 370 Euro, tatsächlich wird für mindestens einen Hunderter weniger gefahren. Wegen des Festlohns habe ich als Fahrer aber auf dieser Fahrt halt auch „nur“ meinen normalen Stundenlohn verdient, der Chef muss also nicht gleich zwei Tage Nahrungsaufnahme ausfallen lassen, nur weil ich unter Tarif eine Fernfahrt gemacht habe 😉

    Man sieht: verschiedene Gegenden, verschiedene Voraussetzungen -> völlig verschiedene Ergebnisse.

    Die „Großstadt-Argumentation“ sieht man in französischen Städten schön deutlich, allen voran Paris, wo der Taxifahrer bei Fahrtbeginn in eine Tarifstufe schaltet: in Paris ist A alles innerhalb eines bestimmten Straßenrings, B alles bis zur nächsten Grenze (ich glaube, der BP) und C alles außerhalb – und in jeder Stufe wird es teurer.

  21. Sash sagt:

    @Joern:
    Nur ganz kurz vor dem Arbeiten noch:
    Wieso gilt der Tarif eigentlich immer nur als Obermaßstab. Der ist prinzipiell im Interesse beider Parteien angelegt. Ergo ist der „Mindermengenzuschlag“ (natürlich ist der Einstiegspreis ein solches Instrument) nicht das Äquivalent zu einer Preissenkung bei langen Strecken. Nein: Ein Senken der Preise auf der Einen Seite würde tatsächlich auf der anderen eine Erhebung rechtfertigen.
    Zumindest ist diese Sicht mit deiner gleichberechtigt. Das sage ich auch immer den Festpreisverhandlern im Pflichtfahrgebiet: Warum dürft ihr immer weniger verlangen, wenn ich niemals mehr verlangen darf? Die einseitige Vermutung „Das muss doch aber Maximum sein, weil es so teuer ist!“ rechtfertigt das nicht.
    Im Übrigen macht mir die Diskussion auch Spaß. Jetzt muss ich aber los (und hoffe auf eine Fernfahrt 😉 )

  22. Joern sagt:

    Hallo Sash,

    ok, dann hier die schnelle Antwort: Es gibt eine Preisliste für Taxen. Da steht ein Preis drin. Jetzt hat sich das so eingebürgert (in allen Branchen), dass man, wenn man viel Umsatz macht, gerne einen Rabatt bekommen will (wofür es ja auch durchaus Argumente gibt). Also sieht man die Preisliste als Obergrenze an denn selbst wenn man der unwichtigste Kunde mit dem schlechtesten Rabattsatz ist -> schlimmer als Listenpreis kann man ja nicht fallen. Im Gegenteil: Wenn ich meinen Kunden „die Stunde kostet 85 Euro. Bei 10 Stunden sagen wir mal 900 Euro glatt!“ anbiete, fühlen die sich auch verarscht.

    So ist es in jeder Branche, also warum soll es denn im Taxigewerbe anders sein? 🙂

    Das Argument der leeren Rückfahrt ist hierbei jetzt der Einfachheit halber weggelassen – denn das wird vermutlich kaum ein Taxigast kennen bzw. daran denken.

    Dir eine angenehme Schicht! Genauso, wie Du jetzt auf eine Fernfahrt hoffst, hoffe ich heute Abend auf eine Fahrt in einem Blogger-Taxi, solange ich noch in Stuttgart bin 🙂

  23. @Sash Das Argument mit der Bezahlung des Fahrers überzeugt mich inhaltlich nicht. Es ist für das Verhältnis zwischen Kutscher und Chef egal, ob Du zwischen Frohnau und Rauchfangwerder oder zwischen Altlandsberg und Frankfurt (Oder) herumgurkst. Wichtig ist nur, daß ein angemessener Anteil der Kilometer und der Arbeitszeit bezahlt wird.

    Nicht, daß ich das Argument als Kunde nicht einsehen will, ich halte es inhaltlich für Quatsch.

  24. Sash sagt:

    @Joern:
    Danke, die Schicht war ok 🙂
    Was die Preisgeschichte angeht, hab ich einen kleinen Einwand gegen deinen Vergleich: Der Rabatt wird ja letztlich gewährt, weil es für die Unternehmer einen Vorteil bringt. Das Taxi kostet letztlich aber pro Kilometer. Die langen Touren bescheren uns aber (wenn wir nach Tarif fahren) mehr Kilometer für weniger Geld.

    @Daniel:
    Das wollte ich auch noch anfügen: Die 1,28 €, die uns das Taxameter für alles ab Kilometer 7 ausspucken, sind natürlich auch „niedrig“. Auf richtigen Fernfahrten würde mein Chef gerne 1,60 sehen, ich rechne Pi mal Daumen mit 1,50. Das wäre bei euch ja wieder unter dem Normalpreis.

  25. MsTaxi sagt:

    In einer Hinsicht unterscheidet sich aber das „Taxi-Handwerk“ von vielen anderen Branchen: wir können Preisveränderungen (s. Benzinpreise) allenfalls langfristig an die Kunden weiter geben. Ok, Spritpreise sind der variabelste Faktor an unseren anfallenden Kosten, aber nicht unbedingt der kleinste. Diese Veränderungen müssen unsere Unternehmer im Zweifel dann auch mitfinanzieren für einen unbekannten Zeitraum.

    Ich sag Festpreisverhandlern, die mir gar zu unrealistisch werden mit ihren Vorstelllungen, gern mal, ich würde ihren Preis akzeptieren, wenn sie mir zeigen können, wann sie das letzte Mal z.B. bei Bus oder Bahn eine Fahrpreisminderung beim Schaffner erreicht haben. 🙂

  26. @Sash: Taxis kosten nicht nur pro Kilometer, sondern auch pro Stunde (Steuern, Versicherungen, Rost …). Je mehr bezahlte Kilometer pro Stunde, desto besser. Und die Kosten pro Kilometer sind bei einer Fernfahrt bei gleichmäßiger Geschwindigkeit auf der Autobahn auch geringer als beim Rumstuckern im Stadtverkehr.

    Und die 1,60 € sind pauschal inklusive Rückfahrt, also 160 € von Berlin nach Frankfurt? (Oder natürlich, nicht Main.) Das ist doch okay, da wäre der von mir erwartete Mengenrabatt schon drin.

  27. Sash sagt:

    @buntklicker.de:
    Ja, aber da die Taxen dann doch recht gut ausgelastet sind, machen diese fixen Kosten deutlich weniger aus als die Betriebskosten. Dass die auf der Autobahn realistisch betrachtet sinken, ist natürlich nicht unwahr.
    Und zum Preis: Ja, so ist der Preis zu verstehen. Laut Taxameter sind das übrigens rund 130 bis 140 €. Und wogegen ich argumentiere, ist, dass die Leute auch von 120 € gerne mal noch was abschlagen würden. Ich will doch hier keine Mondpreise verteidigen…

  28. malenki sagt:

    Du schreibst:
    > bei usn ist es üblich zu rechnen: Stercke Stand zum Kunden + Strecke Kunde bis Ziel Kunde
    > + zurück zum stand mal halber Fahrpreis + anfahrt

    Die Strecke Stand -> Kundschaft ist keine Anfahrt?

  29. malenki sagt:

    @ @Tobsens-Kommentar:
    Da würde ich als fernfahrender Kunde einfach auf Abrechnung nach Taxameter bestehen und wäre deinen Rückfahrtzuschlag los.

  30. malenki sagt:

    @ @Joern-Kommentar: Bei den Fernfahrt-Kilometer dürften die Verbrauchs/Verschleißkosten niedriger sein, wenn es denn „Überland“-Fahrten sind.
    (Auf den Fahrer kommt es natürlich auch an.)

  31. S2B sagt:

    Kann man denn bei ner Fernfahrt nicht ne Taxi-Kette bilden? 😀
    Man lässt sich immer von einem Pflichtfahrgebiet ins andere fahren, wo dann der nächste Taxifahrer auf einen wartet.. 😀 Ist zwar umständlich, aber so bleibt man im normalen Taxitarif 😀

    Würd mich nicht wundern, wenn das jemand tatsächlich mal probiert hätte / es tatsächlich Leute gibt, die das so machen…

  32. Sash sagt:

    @S2B:
    Hmm, inzwischen – mit Telefon-Flatrates – könnte man das sicher machen. Früher wäre der Preis wahrscheinlich wegen der Ferngespräche höher gewesen 😉
    Allerdings glaube ich dennoch nicht, dass das jemand macht. Fernfahrten im Taxi sind ja auch nach Taxameterpreis nicht billig. Unter einen Euro pro Kilometer kommst du letztlich zumindest mit Einstiegspreis nie. Dann ist bei solchen Fahrten ja in der Regel die Geschwindigkeit entscheidend. Abgesehen davon, dass Umsteigen so oder so immer nervig sein dürfte: Entweder das läuft auf Landstraßengurkerei heraus oder auf Wechsel auf dem Randstreifen der Autobahn. Und spätestens das wird dann wirklich ein bisschen abenteuerlich – sowohl bei der Fahrtzielansage als auch bei der Bestellung des nächsten Taxis 🙂
    Also ich glaube, empfehlenswert ist es nicht wirklich.
    Zumal: Durch die Preisgestaltung in den meisten Orten sind kurze Fahrten ja trotzdem teurer als lange (so lange sie im Pflichtfahrgebiet oder dessen Nähe bleiben), insofern sollte man auch da aufpassen. Wenn man Berlin z.B. nur auf einem 5km langen Autobahnteilstück durchqueren sollte, läge der Kilometerpreis dank Einstiegspreis und teureren ersten Kilometern bei über 2€…

    Aber nette Idee 😀

  33. Tobsen sagt:

    richtig ich meinte mit Anfahrt auch den Startbetrag der Uhr , bei uns zZ 2,60€

  34. Peter sagt:

    Hallo zusammen,
    alles absolutes Positiverlebnis darf ich von letzter Woche berichten:
    Wieder habe ich den Anschlusszug verpasst und wollte von A nach B das Taxi nehmen. Dieses mal war ich also besser vorbereitet auf die Preisverhandlung und bat den Fahrer, mir ein Angebot zu machen. Seine Antwort: „Also 10% auf die Uhr kann ich machen.“ Ja prima, was will ich denn mehr? 🙂

    Und nicht nur, dass es den erhofften Rabatt gab: Das Taxi war neu und hochwertig ausgestattet. Der Fahrer war freundlich und konnte sich auf meine Initiative hin, auch in ordentlichem Deutsch unterhalten. Die längere Fahrt haben wir angeregt geplaudert. Und so gab’s auf den rabattierten Fahrpreis dann noch ein gutes Trinkgeld, dass der Fahrer trotz Rabatt auch sicher behalten durfte (habe extra nachgefragt). Außerdem konnte ich sogar mit Kreditkarte zahlen! Geht das eigentlich bei dir Sash?

    Und die Konsequenz? Ich bin zufrieden und habe mir gleich mal die Karte geben lassen – für zukünftige Fahrten 🙂

  35. Sash sagt:

    @Peter:
    So soll es doch sein 😀
    Freut mich, wenn diesmal alles so war, wie es sein sollte – und wenn du den Kollegen jetzt immer anrufen kannst, ist es umso besser!
    Kreditkartenzahlung kann ich leider nicht anbieten. Die 1925 hat kein Terminal dafür an Bord.

  36. […] nicht so genau genommen. Der Taxameterpreis wäre so oder so mein allerunterstes Angebot gewesen (Taxi nach JWD kostet in Berlin mehr als in der Stadt), insofern hab ich es nach dem Tarif […]

  37. […] die Tour zu weit gewesen, um sie auf Uhr zu fahren. Das hätte einen zu niedrigen Preis ergeben (Hier der Text, weshalb längere Touren noch teurer sind). Zum anderen aber hatte ich das nie geschrieben und auch sonst niemandem erzählt. Schließlich […]

  38. Sphen sagt:

    Hallo Sash,
    mir fällt da noch ein Entscheidenter Faktor ein, warum Fahrten nach Außerhalb teurer sind/sein können… ab 50 Entferunungskilometer müssen 19% MwSt abgesetzt werden, vorher nur 7%… die 12% mehr müssen ja auch irgendwie aufgefangen werden.

  39. Sash sagt:

    @Sphen:
    Wohl wahr, das hatte ich ganz vergessen damals. Danke für die Anmerkung!

  40. […] sind die Fahrerlöhne von fast 200.000 € natürlich noch nicht drin. Wie gesagt: Taxi auf langen Strecken ist teuer […]

  41. PMK74 sagt:

    Der Beitrag ist ja schon etwas älter – ich lese mich gerade rückwärts durch das Blog-Archiv – aber Duhattest ja selbst erst kürzlich nochmal hierher verlinkt, daher noch eine Anmerkung dazu:

    – bei sehr langen Fernfahrten (z.B. > 500 Km) kommt hinzu, dass der Fahrer u.U. seine vorgeschriebene Lenkzeitenpause einlegen muss und ggf. Verpflegungsmehraufwand und Unterkunft-/Hotelkosten einkalkulieren muss. Derartige Zusatzkosten sind meines Erachtens im Taxi-Tarif nicht eingepreist und wären daher bei der Preisfindung für solche Fernfahrten mit in die Kalkulation einzubeziehen.

    Gruß, PMK74

  42. […] Ich hab dann gleich eingewandt, dass ich bei so einer Distanz durchaus noch was auf den Taxameterpreis aufschlagen müsste, weil überhaupt und sowieso. […]

  43. UWE sagt:

    Toll welche Experten hier am Werk sind. Hat mal jemand der Herren angestellter Taxifahrer daran gedacht das bei einer Fahrstrecke die mehr als 50 km außerhalb des Pflichtfahrgebietes liegt der erhöhte Merwertsteuersatz von 19% zwingend erhoben werden muss ? Das sind schon mal 12% mehr als beim Tarif innerhalb des Pflichtfahrgebietes. Schon stimmt die Kalkulation nicht mehr. Mein Fahrpreis beträgt von Berlin Südkreuz nach Cottbus 260 €. Alles was darunter liegt ist unwirtschaftlich oder die Fahrt wird nicht in der Buchführung erscheinen. Was dem Angestellten Fahrer wohl mehr oder weniger egal sein wird. Mir als steuerehrlichen Unternehmer allerdings nicht.

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