Mehr so allgemein…

Also vorweg: Mein Lieblings-Spambot schreibt immer noch mehr als ich. Kontinuierlich postet er etwa jede Stunde in einen Artikel hier ein ellenlanges Link-Sammelsurium. Fast schon niedlich…

Ich dagegen arbeite gerade eher ein bisschen, bzw. ein bisschen mehr. Wobei ich zugeben muss, dass ich die letzten beiden Tage eher weniger Lust hatte. Das Wetter ist nicht so dolle, die Umsätze auch nicht so wirklich, und wie alle anderen auf diesem Planeten würden auch mir viele Gründe einfallen, einen Sessel dem Fahrersitz vorzuziehen.

Die gestrige Nacht hab ich mich vor dem Arbeiten gedrückt, wo es nur ging, was letztlich in einer zweistündigen Kaffeepause zur besten Arbeitszeit mit einem netten Kollegen mündete. Es stimmt schon: Auch in dem Job kann es mal gut tun, sich zwei Stunden voll auszuklinken, und nicht einfach nur eine Halte mit möglichst langer Standzeit anzufahren, wenn man mal eine Pause machen will.

Ich hab direkt im Anschluss an die Pause sogar eine ziemlich weite Tour zugunsten eben jenes Kollegen abgelehnt, weil ich eigentlich gar keinen Bock hatte, mich tief in den Südwesten der Stadt zu begeben. Aber immerhin bin ich die letzten zwei Stunden noch ganz gut durch mein Lieblingsrevier gekommen, sodass mein Umsatz gemessen an der wirklichen Arbeitszeit sogar noch halbwegs erträglich war.

Besonders nett war dann meine Abschlusstour am Ostbahnhof. Ich hab mich eher uninspiriert nochmal angestellt, fest davon ausgehend, dass ich eine lange Tour an einen Kollegen weiterreichen müsste, und ich wahrscheinlich eh frühzeitig abhauen würde. Aber das Glück war mir in Form eines Kurzstreckenmuffels auf Position 1 hold, und so hatte ich nach vielleicht einer halben Zigarette Wartezeit eine Seniorin, völlig außer Atem, mit Handtasche und zwei langen Bambusstecken als Gepäck, als Abschlussfahrt. Ob ich sie zur O2-World bringen könne…

„Na klar, kein Problem. Aber was wollen sie da um die Uhrzeit?“

„Da fahren unsere Busse ab.“

„Oh, schön! Machen sie einen Kurzurlaub?“

„Nee, nee, Anti-Atomkraft-Demo!“

Spätestens da war der Tag dann endgültig gerettet 🙂

Quickies

Ein Kunde hat mich über kuriose Bahn-Ausreden für Verspätungen informiert. Offenbar ganz frisch:

„Wegen unerwartet hohem Zugaufkommen verspäten wir uns…“

und noch klassischer für einen Fahrtverlauf ohne Umleitung:

„Wegen unserer Fahrt durchs Gebirge verspäten wir uns…“


Und dann ist da der Kollege, der in seinem Auto ein kleines Tütchen gefunden hat. Mit weißem Pulver drin. Da er sich darum sorgt, dass man ihm das Anfassen nachweisen könnte, lässt er es liegen wo es ist…

Zu guter Letzt wäre da noch die mitteilungsbedürftige Frau, die kurz nach Fahrtbeginn verschüchtert fragte:

„Darf ich ihnen erzählen, was mir heute alles passiert ist?“

Immer her mit den Kleinigkeiten! Ich kenn da einen Platz im Internet… 🙂

Inkompatibel

Kollege E. gehört zu den Kuriositäten des Taxigewerbes in der Hauptstadt. Im Grunde ist er eine ortskundige, laute Kugel, die unentwegt alberne Sachen von sich gibt. Das fängt damit an, dass er jedem, der ihm am Stand eine Frage zu stellen versucht, erst einmal antwortet:

„Berlin! Sie sind in Berlin!“

Das kann auf der einen Seite anstrengend sein, ist aber auch oftmals lustig. Insbesondere, wenn gleich mehrere Kollegen vor Ort sind. Da kommen bei Fahrtanfragen dann Antworten wie:

„Sie können sich einen von uns aussuchen. Er hier sieht am besten aus, aber der andere Kollege hat es nötiger. Ich fahr sowieso einen Umweg. Entscheiden sie sich jetzt…“

Im Allgemeinen kommt das während der Nachtschicht auch super an, insbesondere bei den Partygängern. Dumm wird es, wenn die Kundschaft die wirklich (ich verbürge mich dafür, kein Mensch kann das ernst nehmen!) offensichtliche Albernheit dieser Aussagen falsch versteht. So ist neulich ein Fahrgast schnaubend aus seinem Taxi abgehauen, was mich dann doch zu einer Nachfrage getrieben hat. Der Kollege erklärte, dass der betroffene Fahrgast wohl keinen Spaß verstanden hätte, und auf die Frage hin, was er so spät hier noch mache, ob er im Bahnhof geschlafen hat, wutentbrannt mit einem

„Sowas muss ich mir nicht anhören!“

wieder abgedampft sei. Im Übrigen zielsicher genau entgegen seiner Richtung…

Also ich bin da ja wirklich vorsichtig und unscheinbar. Aber so ein riesiges Drama war der Spruch ja nun wirklich nicht. Also wenn jemand um die 25 morgens um halb 6 voll wie Eimer ins Auto krabbelt, dann kann man doch von etwas mehr Lockerheit ausgehen, oder?

Halte des Grauens

Neulich hat mich Aro am Ostbahnhof besucht. Wir haben uns gegenseitig unser Leid geklagt, und er hat insbesondere festgestellt, dass er die Tage nur Pech hatte dort. Ich kenne ja diese Fahrten.

„Einmal zum schlesischen Tor bitte!“

„Ich hab’s auch nicht weit. Also die Grünberger…“

„Würden sie uns nur kurz zum Berghain…?“

Schön, wenn es auch mal anders geht. Gestern, in einer einzigen Schicht:

„Wo soll es hingehen?“

„Potsdam.“

…und ähnlich nett:

„Bringste uns nach Bernau? Wieviel kostet das?“

„Muss ich kurz…“

„Hinfahrt hat 35 gekostet. Machen wir 40, n‘ Zehner für jeden und gut is?“

So sind die 200 in 8 Stunden dann auch kein Problem mehr 😉

Überraschend nett…

Beim Taxifahren ist das Verhältnis zu Kollegen immer ein etwas schwieriges. Also eigentlich nicht wirklich. Man kann da als Mensch an die Sache rangehen und sich über die Kollegen denken:

„Mensch, da macht einer den selben Job. In derselben Stadt, unter (zumindest beinahe) denselben Bedingungen. Der hat bezüglich der Arbeit ähnliche Sorgen und Ängste, ähnliche Freude und Wünsche. Bezüglich der Arbeit sitzen wir in einem Boot, er weiss, wie gut / schlecht es gerade im Gewerbe läuft, und entweder kann er noch was von mir, oder ich was von ihm lernen.“

Natürlich sagt sein Beruf nicht sonderlich viel aus, aber soweit kann man mal mitgehen. Oder man sieht es als knallharter Geschäftsmann und denkt:

„Verdammt, noch einer! Der schnappt mir die Kunden weg, der ist verantwortlich dafür, dass ich so einen schlechten Lohn kriege. Je weniger er hat, desto mehr hab ich. Er hat das bessere Auto, weniger Ahnung, und dummerweise fährt er gerade auch noch auf der gleichen Straße.“

Die alltäglichen Gedanken liegen natürlich dazwischen. Ich denke, ich gehe grundsätzlich als Mensch auf die anderen zu, aber manchmal schmerzt es natürlich, wenn man alleine eine vielversprechende Straße abgrast, die einzige Ampel rot ist (200 Meter vor dem Club, an dem bestimmt Winker stehen) und sich plötzlich 5 Kollegen von rechts kommend auf den eigenen Fahrtweg einreihen, und man selbst keine Chance mehr hat, jemanden aufzusammeln. Obwohl man doch als erster die Idee hatte… 🙁

Bei solchen Sachen tröstet man sich dann damit, dass es um Glück und Pech geht im Gewerbe, und das für diesen Unglücksfall irgendwann mal in der kleinsten Nebenstraße, die sonst gar keiner kennt, 2 Winker nach Hessen für einen stehen. Oder wenigstens bis Kaulsdorf.

Ärgerlicher wird es aber, wenn eine gewisse Absicht erkennbar ist. Wenn sich Kollegen vordrängeln, an der Halte an einer günstigen Position ewig warten, obwohl sie vorziehen könnten etc.

Und dann das: Ich fahre die Grünberger von der Warschauer kommend mehr oder minder regelkonform Richtung Osten entlang. Plötzlich kommt 20 Meter vor mir ein Kollege ohne den Ansatz zu bremsen aus der Kadiner Str. geschossen und setzt sich, mit angeschalteter Fackel wie ich, vor mich.

Ich, scharf bremsend, denke eigentlich völlig legitim:

„Was für ein Arschloch!“

Nun hat der Kollege definitiv einen Vorfahrtsverstoß begangen, aber ein Arschloch war er mitnichten. Etwas unachtsam vielleicht. Denn unmittelbar, nachdem er sich vor mich gesetzt hat, bemerkte er mich offenbar. Er setzte den Blinker rechts, verlangsamte die Fahrt und winkte mich vorbei. Ein stillschweigendes Fehlereingeständnis und ein damit verbundenes Überlassen der besseren Position an mich.

Ich glaube, etwas derart eindeutig Nettes und Einsichtiges hab ich – abgesehen von den Kollegen am Stand und aus derselben Firma – wohl in den anderthalb Jahren meiner Fahrtätigkeit in Berlin noch nicht erlebt. Es sollte selbstverständlich sein, wirklich, aber ich weiss, dass es das auf den Straßen da draussen nicht ist. Deswegen hier ein dickes Danke!

Größer und böser

Das Internet hatte vergangene Nacht Ausgang, und so kam es, dass sich eine lustige Vierertruppe etwas später als geplant und genauso verplant wie geplant durch die Berliner Nacht bewegt hat. Nach einer wohl nicht ganz unproblematischen Anreise über 7 (!) Stunden schlug Torsten vom Taxi-Blog in der Hauptstadt auf.

Als Taxifahrer für die Taxifahrer hielt Jo von randomjo.net sich inklusive Begleitung bereit. Als ich den Anruf bekam, ich möge Regenschutz einplanen, stand ich in kurzen Hosen erwartungsfreudig kurz vor dem Gehen in meinem Zimmer und beschloss, meinen angewandten Optimismus beizubehalten.

Der dunkle Citroen lud mich vor der Haustüre ein, und so kam es, dass die beiden Taxiblogger Sash und Torsten sich standesgemäß im Fond eines Wagens mit eigens engagiertem Fahrer kennenlernten.

„Größer und böser“ hätte er sich mich vorgestellt, gestand Torsten mir, der Verlauf des Abends ließ allerdings kein größeres Verlangen nach Boshaftigkeit von seiner Seite aus erkennen.

Für großes Sightseeing hatten wir keine Zeit, galt es doch, die Nacht zu nutzen, um sich bei gemeinsamer Pegelerhöhung ein bisschen kennenzulernen und Spaß zu haben. Zunächst wollte Torsten als treuer Blogleser den Ostbahnhof sehen, was der Rest der Mannschaft gleich zu Tabakkäufen nutzte. Drogenmäßig völlig unvorbildlich bestand die Runde ausschließlich aus Rauchern und Trinkern.

Insbesondere beim ersten Zwischenstopp im Billard-House war das von Vorteil, da die Luft im Raucherbereich definitiv keine Möglichkeit bot, Nicht-Tabakabhängigen irgendwie lebenswichtige Elemente zukommen zu lassen. Möglicherweise hätte ich vor dem Einatmen auch kauen müssen – der nächste Versuch wird es irgendwann mal zeigen.

Die Teamverteilung fürs Billard war einfach: Taxifahrer gegen den Rest.

Trotz anfänglicher Euphorie ist es bis zum Ende zwar nicht wirklich zu dem gekommen, was gemeinhin Billard genannt wird, aber nachdem wir die tatsächlich erreichte Anzahl von 1,6 zu 1,9 gewonnenen Spiele auf 2 zu 2 aufgerundet haben, haben wir beschlossen, das Experiment zu beenden, weil wir uns nicht schon so früh am Abend um den Sieg kloppen wollten.

Im strömenden Regen unter einen kleinen Schirm gequetscht (jaja, bisweilen gab es auch unter dem Schirm Regen) vernichteten wir die restlichen Biere und sind irgendwie auf die Idee gekommen, uns ein paar Witze zu erzählen. Klingt komisch, ist aber so.

Das nächste Ziel war das „Point of no Return“, nicht ohne Torsten noch zu zeigen, dass es in Berlin allerlei kuriose Geschäftsideen gibt. Genauer genommen die „Fahrschule und Weinhandlung“.

Die anschließende Entdeckung, dass es „Long Island Iced Tea“ auch in Kübeln zu erwerben gibt, hat den weiteren Abendverlauf spürbar beeinflusst. Nach kurzer Zeit am Tresen okkupierten wir eine eigentlich besetzte Sitzecke, was immerhin im Laufe des Abends Grund genug bot, sich auch mit Außenstehenden zu unterhalten. Nicht, dass ich noch etwas über den Inhalt berichten könnte, aber nett ist es ja trotzdem. Das Fehlen von Hämatomen kann indirekt auch als Bestätigung angesehen werden, dass wir weder jemanden verärgert, noch den Laden auf unübliche Weise verlassen haben.

Ich musste Torsten leider bestätigen, dass der Taxischein in Berlin nicht mal einfach so schnell zu machen ist. Zumal sich solch eine Entscheidung wahrscheinlich besser nicht aufgrund der Preise für Long Island Iced Tea treffen lässt 😉

Der Spruch des Abends geht (trotz Unwissen über alle Sprüche) an Torsten, der nach einer Viertelstunde vom Klo kam mit dem legendären Satz:

„Da war es so dunkel, ich musste mein iPhone als Lampe verwenden. Da hab ich gleich mal gebloggt.“

Nachdem unser Fahrer uns letztlich doch verlassen hat, die schläfrige Begleitung anbei, sind wir aus bisher völlig ungeklärten Gründen nach Erreichen des Spitzenpegels kurz ins „Franken“ gewechselt, wo wir noch ein (oder zwei?) Bier zum Abschluss getrunken haben.

Die anschließende Heimfahrt mit dem Taxi fiel dann unter die Rubrik Geldverschwendung. Warum auch immer ich Torsten noch bis zum Hotel begleitet habe, weiss ich nicht. Gefunden hätte der Fahrer es. Dass er uns nicht unbedingt glauben wollte, dass wir auch Taxi fahren, kann ich im Nachhinein besser verstehen als gestern Abend noch. Ob es jetzt angemessen war, mit unserer Prominenz zu prahlen, muss wohl jeder für sich entscheiden. Tatsache war, dass mir der Fahrer zuletzt etwas seltsam vorkam (obwohl er immerhin gesprächig war und abgesehen von einer etwas herausgezögerten Wende am Ende auch ordentlich gefahren ist). Es mag unfair gewesen sein, aber dass er sich am Ende beschwert hat, dass ich nicht doch wie angekündigt noch nach Marzahn fahre, bestätigt mich. Zwar wären das nochmal rund 20 € gewesen, aber immerhin hatten wir auch bisher schon über 20 zusammen. Von kurzer Tour kann also keine Rede sein.

Mein Heimweg fiel dann unspektakulär aus, ich hatte einen sehr sehr netten Kollegen, der sich sichtlich gefreut hat über die lange Tour zum Schichtbeginn.

Wie ich nun morgens noch an die Ravioli gelangt bin, die ich dann gegessen habe, entzieht sich meiner Kenntnis, aber im Grunde lief alles gut.

Und was ich in einer ganzen Nacht voller gefährlicher Bewegungen in bedenklichem Zustand nicht geschafft habe, das ist mir dann vorhin gelungen: Ich hab meine Kamera trotz wiedererlangtem Vollbesitz meiner Kräfte auf den Boden geworfen und nun ist sie kaputt. Schön, dass das nicht als Fazit des sehr netten Abends herhalten muss.

Die Artikel zum Abend:

Die Zusammenfassung von Jo

Die kurzen Unterwegsmeldungen von Torsten:

Berlin

Berühmte Stätten

Team Taxi

Äh…

Frühstück?

Auf weitere Lebenszeichen von ihm warte ich noch 😉

Kauft das Buch!

Wie kam Sash eigentlich zum Taxifahren? Das beschreibt er in seinem ersten eBook "Papa, ich geh zum Zirkus!".

Immer dranbleiben!

Abonniert doch den RSS-Feed von GNIT. Mehr von Sash gibt es außerdem bei Facebook und bei Twitter.

Noch ein Blog?

Kleiner Tipp: Sash hat noch einen zweiten Blog, auf dem es auch gelegentlich was zu lesen gibt.

Erste Ermüdungserscheinungen?

Mein Schichtende heute verlief dann auch eher suboptimal. Die Twitter-Leser wissen es ja schon. Was war nun los?

Um etwa 5.45 Uhr habe ich nach einer sehr netten Tour ein Pärchen in Neukölln abgesetzt. Kein Kilometer später stand ich in der Sonnenallee an der Ampel. Geht der Motor plötzlich aus. Witzigerweise fand ich das nicht übermäßig überraschend. Ein paar von den Erdgas-Zafira haben einen kleinen Bug bei der Motorsteuerung, der dafür sorgt, dass gelegentlich, wenn man aus schneller Fahrt an der Ampel hält, sich das Standgas nicht richtig einpegelt.

Der Drehzahlmesser springt dann zwischen 500 und 1500 U/min hin und her, schaukelt sich weiter hoch, und irgendwann, wenn er halt mal einen Moment unter 300 oder was weiss ich fällt, säuft der Motor ab. Das Problem lässt sich akut entweder durch einen einfachen Neustart lösen oder durch sachtes Gasgeben, bei dem man einen zu heftigen Ausschlag nach unten verhindert. Klingt komisch, aber im Alltag gewöhnt man sich dran. Passiert jetzt auch nicht an jeder zweiten Ampel.

Nun ja, und nun: Babbela! Der Motor ließ sich nicht mehr starten. Strom war da, der Motor jedoch gab keinen Mux von sich. Kein Anlasser, kein Gurgeln, kein Pfeifen, Klappern, was immer man individuell auch mit dem Starten eines Motors verbindet: Es war nicht da.

Da stand ich nun. Sonnenalle /Ecke Dammweg und guckte dumm aus der Wäsche. Der Verkehr war unbedeutend, ich blockierte nur die rechte Spur.

Nach 2 Minuten ergebnislosen Versuchen sprang die Kiste wieder an. Für vielleicht 2 Sekunden. Danach das selbe Spiel nochmal. Nachdem das Auto zum zweiten Mal wieder ansprang, wartete ich ein paar Sekunden, gab mehrmals kräftig Gas, alles schien ok zu sein. Ich bin über die Kreuzung gefahren, nach 50 Metern war der Motor wieder aus.

Dann hab ich erstmal eine geraucht, ich stand nun auch nur halb so exponiert an einer Bushaltestelle und hab einen Kollegen angerufen, damit der mit mir ggf. das Auto in eine Parklücke schieben kann, und mir vielleicht eine Heimtour spendiert. Ich hab der Kiste ein paar Minuten Ruhe gegönnt, und als der Kollege dann da war, lief das Auto wieder ohne Probleme.

Der Kollege hat mich noch eine Weile eskortiert, um sicher zu gehen, dass ich nicht liegen bleibe. Als der Heimweg zum Abstellplatz nur noch rund 4 km entfernt war, hab ich ihn vorbeigewunken und mich bei einem kurzen Halt verabschiedet. Praktischerweise kam genau dann ein Kunde angewatschelt, der ihm noch die letzte Tour für sein Soll beschert hat.

Mein Tagfahrer hat sich bisher nicht gemeldet, also müsste das Auto heute problemlos gelaufen sein, Dann war es hoffentlich nur eine kurze Macke, eine Verstopfung, whatever. Ich bin kein Mechaniker, ich weiss nicht, was alles diesbezüglich möglich wäre. Die Kiste hat heute Nacht übrigens die 243.000 km geknackt.

Nachtrag:
Der Anruf kam noch: Autochen hat weitergezickt, mal so rum, mal andersrum, war in der Werkstatt und ist wieder fit. Zündspulen ausgetauscht. Meinetwegen. Hauptsache, es läuft wieder!