Nur ein Beispiel

oder

warum ich das mit der Tarifbindung für eine gute Sache halte

Dass wir Taxifahrer uns im Pflichtfahrgebiet an die jeweiligen örtlichen Taxitarife halten müssen, ist immer wieder Grund für Ärger. Wie immer, wenn’s um Geld geht. Da haben wir einmal die Kunden, die natürlich gerne weniger zahlen wollen und auf der anderen Seite die Fahrer, die mehr verdienen wollen.

Aber wär’s so schlimm, wenn beide das bekämen, was sie wollen?

Grundsätzlich natürlich nicht. Preisfindungsprozesse bei Waren und Dienstleistungen sind abgesehen von einfachen Grundregeln komplex und natürlich kann der Taxitarif wie jeder andere Preis in bestimmten Fällen falsch im Sinne von „nicht optimal“ sein. Für mich hat eine Fahrt mit 6 pöbelnden Jugendlichen auch einen anderen Wert als eine mit einem netten Rentnerpärchen. Selbst wenn sie am Ende ähnlich lang dauern und laut Taxameter gleich viel kosten. Und für den durchgefrorenen Kunden an Silvester ist das Taxi für die 8 Kilometer Heimweg sicher auch mehr wert als Samstag Abends, wenn man sowieso noch zu dritt unterwegs ist und die Bahn alle 15 Minuten fährt.

Andererseits finde ich es auch schön, dass mich die Fahrkarte der BVG nicht ausgerechnet im Berufsverkehr mehr Geld kostet, weil der Platz da besonders knapp ist und man nunmal zur Arbeit muss …

Kommen wir nun zum aktuellen Beispiel. Das betraf zwar nicht das Pflichtfahrgebiet und ist damit keine illegale Abweichung vom Tarif gewesen – aber der angesprochene Kollege hat ganz gut gezeigt, wie absurd eine freie Preisverhandlung unter Umständen laufen kann.

Er stand am Ostbahnhof und unterhielt sich mit einem anderen Taxifahrer, der beim Funk eine Vorbestellung erwischt hatte. Es stellte sich raus, dass es wirklich um eine gute Tour ging, nämlich eine bis nach Cottbus. Der wartende Fahrer schien schon sehr glücklich darüber zu sein, aber besagter Kollege redete ihm ins Gewissen:

„Du musst unbedingt mit denen reden. Sag denen, dass Du die Uhr hin und zurück anlassen musst. Da ist Spielraum, da kannst Du immer mehr rausholen als ausgemacht. Ich bin einmal für 500 € nach Cottbus gefahren, das lohnt sich, glaub mir!“

500 €. Das kann natürlich die übliche Angeberei unter Kollegen gewesen sein, aber selbst wenn es übertrieben war: An die 180 €, die ich vor geraumer Zeit mit gutem Gewissen für diese Tour genommen hab, scheint der Kollege wirklich nicht gedacht zu haben.

Das für sich ist ja wie gesagt nicht unbedingt dramatisch. Obwohl es mir in den Fingern juckt zu schreiben, dass eine bessere Bezahlung von uns Taxifahrern zwar Not tut, 500 € aber zumindest gefühlt die Grenze zum Wucher überschreiten. Wirklich bescheuert wurde es, als in diesem Moment drei junge Männer auf mich zutraten, da ich nicht ins Gespräch involviert war und mir ein „Angebot“ machten:

„Hey Digger, wir ham’n Deal für Dich: Wir geben dir 60 € und Du bringst uns nach Fürstenwalde. OK?“

„Hmm. Nö. Das ist zu wenig.“

Die Irritation der Jungs dauerte nur kurz, denn der Kollege von eben bedeutete ihnen umgehend, bei ihm einzusteigen. Er mache das schon.

Mich hat das nur bedingt gestört. Es war Samstag und ich hab in den drei Stunden, die mich die Fahrt gekostet hätte, eher so um die 80 € Umsatz gemacht. Bei einem Drittel der Kilometer und sicher mindestens dem Doppelten an Trinkgeld. 60 € waren schlicht zu wenig.

Ich glaube, ich bin halbwegs vernünftig bei der Preisermittlung, wenn ich sie ins Umland mal selbst bestimmen kann. Ich versuche darauf zu achten, dass sich der Deal für mich und meine Firma zumindest halbwegs lohnt, mache darüber hinaus aber auch möglichst niedrige Preise für die Kunden. Da kommen dann für Cottbus eben 180 € und für Fürstenwalde 100, oder ausnahmsweise auch mal 80 € raus. Und natürlich akzeptieren das manche Kunden, manche auch nicht. Den freien Markt beschwörend hat der Kollege zweifelsohne mehr rausgeholt. Er hat irgendwem 500 € für Cottbus aus dem Rücken geleiert und im Gegenzug die Jungs für 60 € nach Fürstenwalde mitgenommen. Kann man gut finden, hat ja jeder bekommen, was er will.

Auf der anderen Seite hat der Kollege jetzt zwei nicht sonderlich gute Kunden hinterlassen:

Der eine greift vermutlich nächstes Mal auf einen Hubschrauber zurück. Ich hab auf die Schnelle keine Preise gefunden, aber ich könnte mir vorstellen, dass man es mit ein wenig Glück schafft, 500 € für diese Strecke zu unterbieten. Wenn nicht, bleibt das Taxi als absurd teuer im Gedächtnis – was es im Vergleich zur Bahn auch mit mir gewesen wäre, nur halt wenigstens um die Hälfte günstiger. Auf jeden Fall aber ist das jetzt als total unberechenbar abgespeichert.

Und die drei Jungs werden in den nächsten Jahren nicht vom Glauben abfallen, dass 60 € nach Fürstenwalde für uns lohnend genug sind und alle anderen sie nur abzocken wollen. Cottbus wäre zu dem Tarif übrigens mit 120 bis 140 € erreichbar.

Und was außerhalb des Pflichtfahrgebietes legal möglich ist, trifft stellenweise eben auch für innerhalb zu. Natürlich könnte ich die ein oder andere Fahrt deutlich günstiger machen. Andere müsste ich dann halt teurer machen, denn mit den bisherigen Tarifen komme ich etwa auf Mindestlohnniveau, das abzusenken ist also keine Option. Ich könnte am Wochenende in der City Rabatte anbieten, das Pech mit teureren Fahrten hätten halt die Leute, die in den Randbezirken wohnen. Oder zur falschen Uhrzeit fahren müssen. Wenn ich mir die zugehörigen Szenarien ausmale, gewinne ich jedenfalls nicht den Eindruck, dass eine freie Preisgestaltung am Ende z.B. sozial schwache Menschen besserstellen würde und damit insgesamt fairer wäre. Denn ebenso wie die Kunden hätten auch wir Taxifahrer mehr Einfluss auf die Preise – und ein Wegfall der Beförderungspflicht würde damit zudem wohl auch einhergehen, denn was soll sonst passieren, wenn man handelt, sich aber nicht einigen kann?

Nicht alle Taxitarife sind super hierzulande. Ob für Fahrer oder Kunden. Und selbst für die besten Tarife gibt es natürlich irgendwelche Fahrten, für die selbst sie unsinnig sind. Die einen Tarife schwächeln dank politischer Interessen, die anderen dank ungenauer Datenlage. Irgendwas ist immer, wenn man sowas festlegt. Grundsätzlich halte ich die Idee aber für richtig.
Und – das darf man nicht vergessen – sie betrifft „nur“ Taxis, die öffentlichen Verkehrsmittel. Unserer Konkurrenz wird diese Preisbindung nicht auferlegt, auch wenn Spinner wie die Gesellen von Uber z.B. das bisweilen implizieren. Dass andere Fahrdienstanbieter meist nicht oder nur wenig günstiger sind, liegt schlicht an der Wirtschaftlichkeit und hat mit der Tarifbindung überhaupt nix zu tun.

18 Kommentare bis “Nur ein Beispiel”

  1. ednong sagt:

    Schöner Artikel.
    Ist halt so ähnlich wie mit Büchern. Fiele die Bindung weg, würden Bestseller sicher (noch) teurer werden zu ihren Hochzeiten. Und danach für wenig verkauft werden. Die Nischenbücher würde es dann sicher nicht so zahlreich geben und die Fachbücher – ähm ja, ich vermute mal, wären dann nicht mehr bezahlbar.

    Aber eh nur meine Vermutung.

    Preisbindung beim Taxitarif hat was. Alle fahren zum gleichen Preis, selbst wenn ich nicht gut handeln kann. Und auch den Fahrer kann ich mir aussuchen, was ja nun auch (ein wenig) Druck auf die Fahrer bzgl. Ordentlichkeit und Benehmen ausübt (nein, ich will da nichts unterstellen). Und die Fahrer brauchen nicht groß rumzurechnen, das macht die Uhr (sofern alle notwendigen Tasten gedrückt sind).

    Also: hat schon was.

  2. Donngal sagt:

    Guter Artikel. Etwas abseits, aber auch Thema Festpreise:

    Einer meiner Chefs hat letztens während der Streiks von der Bahn ein Taxi von Hannover nach München bezahlt bekommen, das müssten so um die 1000€ gewesen sein, der Fahrer war davon aber ganz und gar nicht begeistert und hatte kein Bock auf die Tour.

    Wie kann das sein? Auf Stundenbasis bezahlt? Eigentlich kein Zeit für die Tour, aber wirtschaftlich unablehnbar?

  3. ednong sagt:

    Ich vermute mal zweierlei:
    Fest-/Pauschalpreis der Bahn für die Tour und niedriger km-Schnitt, da ja eine leere Rückfahrt anfällt. Und insgesamt kosten 600 km ne Menge Zeit – ich tippe auf 12-15 Stunden, ggf. noch ne Übernachtung etc. Da frag ich mich, ob man da noch auf 8,50 EUR pro Stunde kommt und wie hoch der km-Schnitt dann noch ist.

  4. Bus/Bahn haben übrigens wirklich auch zu üblichen Arbeitszeiten andere Preise, der genannte Fall ist also bereits eingetreten.
    Also jetzt nicht so offensichtlich, aber es gibt z.B. in Dresden ein „9 Uhr Monatsticket“ das Wochentags erst ab 9 Uhr gilt und billiger als das normale ist und auch bei der Bahn sind Ländertickets und co. erst ab 9 Uhr gültig.

    Ein Schelm wer böses dabei denkt.

  5. Unterm Strich habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich Fahrten ins direkt angrenzende Umland mit Uhr eher lohnen, als Festpreise. Als Taxikunde, habe ich in der Bremer City gerne mal gefragt, was der Fahrer nach Delmenhorst nehmen will – mit Uhr kommt man da auf ca 25 – 30 Euro, ich habe bislang noch keinen Fahrer erlebt, der das unter 30 fahren wollte.

  6. elder taxidriver sagt:

    Das spannende bei Umlandfahrten ist der Überraschungsjoker:

    Welche Umleitung ist mal wieder nicht richtig ausgeschildert und wo werde ich nachts um drei von einem festmontierten hellwachen Blitzer wie schnell fotografiert .

  7. thorstenv sagt:

    Es kann doch keiner bestreiten. Der freie Markt ist immer am Besten, findet immer das Optimum! Immer dann, wenn die Grundvoraussetzungen für sein Funktionieren zutreffen. was in der Praxis sehr selten der Fall ist. http://www.gocomics.com/tomthedancingbug/2014/11/27

  8. Oni sagt:

    @ednong:
    Fachbücher, insbesondere Unterrichtsbücher sind jetzt schon teuer, weil die meisten Kund*innen keine Wahl haben, sie zu kaufen. Nischenbücher sind von den Verlagen durch Bestseller etc. querfinanziert, sonst wären sie auch jetzt unbezahlbar. Die Buchpreisbindung führt letztlich nur dazu, dass Bestseller nicht irgendwann billiger werden. Da die Verlage die Preise bei Erscheinen des Buches frei festlegen, ist der Markt nicht so sehr reguliert wie bei Taxen, wo der Tarif behördlich festgelegt ist und nicht von den Anbietern.

  9. Sash sagt:

    @ednong und Oni:
    Interessante Betrachtungen zum Thema Buchpreis. Ich muss aber auch gestehen, dass ich mich damit bisher noch überhaupt nicht auseinandergesetzt habe und mir deswegen gerade keine Meinung machen kann. Kommt aber sicher noch, rutsche ja in den Betrieb gerade so langsam rein … 🙂

    @Donngal:
    Könnte alles von den dir genannten Sachen sein. Sicher sagen kann ich’s auch nicht. Aber wie ednong schon geschrieben hat: Bei so langen Fahrten hängt ja doch ein ziemlicher Rattenschwanz dran. Wie soll man z.B. vier Stunden vor Schichtende so eine Tour annehmen? Mit dem Chef klären muss man das auch irgendwie, eine Übernachtung zu finden, ist bisweilen sicher schwierig, der Kilometerschnitt passt am Ende doch nicht etc. pp.
    Ist am Ende halt doch auch eine ungewöhnliche Nutzung und wenn man nicht nur auf die eine große Zahl achtet, steckt auch eine Menge Stress dahinter. Ich z.B. hab mich schon oft gefragt, ob ich z.B. eine Tour in meine alte Heimat nach Stuttgart überhaupt annehmen würde – schon der Stress, unterwegs Erdgas-Tankstellen zu finden …

    @Dr. Azrael Tod:
    Stimmt im Prinzip, ist aber gerade bei den 9-Uhr-Tickets eine seit 20 Jahren ziemlich einzelne Ausnahme bei den Verkehrsbetrieben. Die Sparpreise der Bahn sind da vermutlich ein besseres Beispiel.

    @Taxiblog Bremen:
    Geht mir aber auch so. Zum Teil, weil ich mich ins Umland wesentlich eher verschätze. Zum anderen, weil halt doch „Im Zweifelsfall eher höher als der Uhrpreis wegen der Rückfahrt“ gilt.

    @elder taxidriver:
    Nicht zu vergessen: Bleibt mein Auto auf der Autobahn liegen, weil einer von zwei Tanks leer ist und der andere nicht zuschaltbar ist? 😉

    @thorstenv:
    So in etwa. Schöner Comic. 😀

  10. Donngal sagt:

    Dann frage ich mich allerdings, warum sich überhaupt Fahrer finden, die eine Tour von Hannover nach München annehmen. Wenn es sich eigentlich nicht lohnt und viel Stress bedeutet… Beförderungspflicht gibt es da nicht oder?

  11. Sash sagt:

    @Donngal:
    Wir sind ja nicht alle absolut gleicher Meinung. Was für den einen Stress ist, ist für den anderen eine willkommene Herausforderung. Und in der Tat isses ja z.B. ein Unterschied, ob man Angestellter oder selbständig ist, etc pp.

  12. Aro sagt:

    180 EUR finde ich bei rund 127 Kilometern Strecke ziemlich wenig. Immerhin muss man ja wieder leer zurück und hat dann einen ziemlich beschissenen Kilometerschnitt. Oder man stellt sich in Cottbus an den dortigen Ostbahnhof und hofft auf eine Tour nach Berlin.

    Was die angeblichen 500 EUR betrifft, beinhalten die vermutlich den Angeberaufschlag von 100 Prozent 😀

  13. Katharina sagt:

    Dass nicht alle Leute ständig verhandeln wollen ist logisch, kostet auch sehr viel. Allerdings funktionieren solche freien Tarife bei Mitfahrgelegenheiten, AirBnB oder Produkten auf Dawanda z.B. ja auch. Oft hat man mehr Anhaltspunkte, um Angebots- und Nachfragepreis zu bestimmen, als man im ersten Moment denken könnte. Der Taxifahrer weiß ungefähr, wie viel die jeweilige Strecke allein kostet (Benzin, Abnutzung, gewünschter Stundenlohn, Verkehrslage, Zeit und eventuell alternative Fahrten, wie unangenehm/genehm ihm der Kunde sein könnte etc.). Der Kunde kennt oft den Preis von alternativen Verkehrsmitteln und kann abschätzen, wie viel er bereit ist, für die Bequemlichkeit zu zahlen. Außerdem können sich beide an den bestehenden Tarifen orientieren, wenn sie sich bewährt haben. Ich sage nicht, dass alle Kunden und Fahrer das immer gut abschätzen können!
    Flexible Tarife nach Verkehrszeiten würde ich übrigens begrüßen. Ich muss aber ehrlich dazu sagen, dass ich täglich radfahre, da sind mir die Preise für öffentlichen Nahverkehr und Taxi egal.

  14. Hans Olo sagt:

    Ich bin irgendwann bei weiten Fahrten dazu übergegangen, dass ich nur noch prozentuale Abschläge auf den Taxameterpreis vorgenommen oder den Kunden angeboten habe, nachdem ich bei weiter entfernten Großstädten mehrmals mit meiner Kalkulation auf die Nase gefallen war. Es war vor Allem ein zeitlicher Unterschied, ob ich ruckizucki am Stadtrand jemanden rausschmeiße oder ob ich erst noch in die City rein muss mit Ampeln und viel Warterei usw, vielleicht sogar noch mit mehreren „Abladestellen“.
    Außerdem kann zwischen dem Süden und Norden einer großen Stadt auch problemlos 20 km liegen, was die vorherige Kalkulation auch ganz schnell kaputt machen kann.
    Deswegen muss auch bei weit entfernten Zielen in meinen Augen eine Zeitkomponente enthalten sein und das geht halt nur, wenn man das Taxameter einbindet.
    Das ging dann ungefähr so:

    Kunde: „Nabend, wir wollen nach Dortmund, was kostet das?“
    Ich: „Ich fahre nach Uhr, weil ich nicht genau weiß, wo Ihr überall hinwollt“
    Kunde: „Ist ein Festpreis möglich?“
    Ich: „Nein, allerdings würde ich euch 5% Rabatt auf den Taxameterpreis geben, da es ja schon eine weite Strecke ist“
    Kunde: „10%?“
    Ich: „Na gut, alles klar, steigt ein.“

  15. anon sagt:

    @Hans Olo:
    Danke für diese Idee. Klingt sehr fair für beide Seiten! Werde ich im Kopf behalten. 🙂

  16. Sash sagt:

    @Aro:
    Naja, bei solchen Ausnahmefahrten sagen meine Chefs, dass 1,60€/km ok wären. Haste halt eine Schicht einen schlechten Schnitt – so lange es auf den Monat grob passt, ist das für sie ok. Und daran halte ich mich. Aber ich hatte damals schon geschrieben: Bis 220 € fände ich für Cottbus völlig ok, dann kommste von Stadtgrenze zu Stadtgrenze aber schon auf einen 1:1-Schnitt …

    @Katharina:
    Ich merke halt im Alltag, dass die Kunden das mit dem Abschätzen so ziemlich überhaupt nicht raushaben. Und wir Fahrer haben ein Interesse daran, möglichst viel zu verdienen …

    @Hans Olo:
    Naja, für mich ergeben sich da zwei Probleme:
    1. Ich muss einen Aufschlag nehmen, keinen Nachlass geben. Das ist viel schwerer vermittelbar, wenn’s ohnehin teuer aussieht auf der Uhr.
    2. In Berlin zählt das Taxameter quasi keine Zeit, das bringt mir also gar nix, nach Uhr zu fahren. 🙂

  17. Hans Olo sagt:

    @Sash

    zu deiner ersten Antwort muss ich sagen: Kommt drauf an.

    in einer Montag Nacht, wo maximal ein Hunni an Umsatz zu erwarten ist, ist eine weite Fahrt selbst zu einem bescheidenen (bescheiden, nicht harakiri) Kilometerpreis immer noch besser als wenn die Einnahmen gar nicht erzielt werden.
    Man fährt dann vielleicht nicht zum Vollkostenpreis + Gewinnaufschlag, aber immerhin werden die Fixkosten und ein Teil der variablen Kosten gedeckt. Das darf man natürlich nicht samstags nachts machen, aber wenn das Auto stattdessen stehen würde, ist das besser.

  18. […] bin ja eigentlich eine ehrliche Haut. Aber es gibt so Tage, die auch mich brechen. Ich halte die Tarifbindung im Taxigewerbe für sinnvoll und halte mich zu 99,9% daran. Und Ausnahmen mache ich meist nur, wenn ich selbst Mist gebaut habe. […]

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