Kameras in Taxen?

Stephan hat mir einen Link zukommen lassen, dem nach die Mitteldeutsche Zeitung verkündet, Magdeburgs Taxen würden künftig mit Videokameras ausgestattet, der Grund wären häufige Überfälle in letzter Zeit. Stephan fragte, was ich davon halte und ob ich diese Maßnahme angemessen finde.

Das ist schwierig. Sehr schwierig. Kurz zusammengefasst würde ich sagen:

Ich persönlich halte nichts davon, kann aber nachvollziehen, dass die Magdeburger Kollegen sich diese Gedanken machen.

Ich muss bei dieser Frage natürlich ganz deutlich eines voranstellen: Ich selbst bin noch nie überfallen worden und ich maße mir nicht an, über Kollegen zu urteilen, die aufgrund einer solch traumatischen Erfahrung eine derartige Überwachung gutheißen!

Insgesamt bin ich allerdings ein Gegner von Überwachungsmaßnahmen fast jeglicher Art und glaube nicht an eine langfristig gute Bilanz des Ganzen. Natürlich haben Kameras zunächst einmal eine abschreckende Wirkung. Das kann ich selbst als Gegner nicht leugnen – und auch der Taxiblogger hat das ja neulich berichtet, wenn auch eher „indirekt“. Sicher schreckt eine Kamera mal einen Kunden ab, der übles im Schilde führt, die guten Seiten sind also offensichtlich.

Inwischen meldet ebenfalls die MZ, was in anderen Städten davon gehalten, bzw. wie es dort überhaupt gehalten wird mit den Kameras. Das ist natürlich unterschiedlich, die Befürchtungen und Hoffnungen schwanken offenbar zwischen Abschreckung im Positiven auf Räuber und Abschreckung im Negativen auf alle Fahrgäste. Letztere Meinung teile ich nicht mal, bin aber dennoch eher dagegen.

Wir gewöhnen uns doch sowieso schon viel zu sehr an Überwachung an allen Orten! Es mag sein, dass an den überwachten Stellen weniger passiert, was das gesamtgesellschaftlich bedeutet, ist indes gar nicht so sicher. Das Berliner Nahverkehrsnetz beispielsweise ist recht gut überwacht mit Kameras. An Bahnhöfen, in den Zügen usw. Was fällt euch zu den Berliner Bahnen an Schlagzeilen der letzten Jahre ein? „Berliner Straßenbahn sicherste der Welt!“? War das eine Headline der Boulevardpresse? Oder sonst einer Zeitung? Natürlich nicht. Und den Grund kann ich kostenlos dazu liefern:

Absolute Sicherheit gibt es nicht!

Im Einzelnen – also auch für uns Taxifahrer – ist das erstmal gar kein unlogischer Schritt: Autos überwachen, mit Kamera, GPS, Funk, dazu stillen und lauten Alarm etc. Wer weiss, vielleicht sorgt das für sicherere Taxen. Aber zum einen werden wir dann plötzlich 100% unserer Arbeitszeit überwacht und das Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen: Vielleicht verwenden unsere Chefs dann die Aufnahmen irgendwann, um zu überwachen, ob wir das Rauchverbot einhalten, vielleicht stellen wir aber auch selbst die lustigsten Fahrgastvideos mal ins Netz, am besten mit GPS-Tag und Namen.

Zum Anderen können wir dann aber auch nicht dagegen sein, wenn sich die Kloputzer aus den Bahnhofstoiletten melden und sagen, dass es bei ihnen oft zu Gewalttaten kommt. Also machen sie das nächst logische: Kameras, Alarmanlagen…

Das kann nicht ernsthaft die Lösung sein!

Sie ist einfach und vergleichsweise billig, das muss man zugeben. Aber Überwachung verlagert Kriminalität nur. Was machen denn die Taxiräuber, wenn sie in Zukunft mal wieder einen Hunni brauchen? Handtaschen klauen, in Wohnungen einbrechen… es ist doch kein einziges Problem gelöst damit.

Sicher darf man mal auf die Probleme hinweisen, die wir ja tatsächlich mit Überfällen haben. Natürlich sind wir als Einzelpersonen verwundbar und wir führen Geld mit uns. Auf der anderen Seite haben wir jetzt schon Alarmsysteme vorgeschrieben und unsere Geldbestände sind wahnsinnig niedrig. Wenn da draussen Menschen rumrennen, die überhaupt auf die Idee kommen, einen schweren bewaffneten Raubüberfall zu begehen, um maximal ein paar hundert Euro zu erbeuten, dann können wir doch nicht einfach die ganze Welt mit Kameras zupflastern wegen solcher Spinner. Oder verbarrikadieren: Im zweiten verlinkten MZ-Artikel wird bereits wieder nach der Panzerglasscheibe im Taxi gefragt – eine Einrichtung, die es hier in Deutschland schon gab und gegen die letzten Endes die Taxifahrer protestiert haben!

Spätestens seit Nine-Eleven sind wir dabei, uns immer und überall überwachen zu lassen und gleichzeitig zu jammern, dass es ja „immer schlimmer“ wird mit der Kriminalität. Vielleicht sollte man irgendwann mal zugeben, dass das eine Sackgasse ist.

Ich bin der Meinung, dass man das Geld besser in Fortbildungen und dergleichen investiert. Es mag nur ein Teil der Überfälle sein, der sich durch Psychologie vermeiden lässt, aber es ist auch nur ein Teil, bei dem Kameras das leisten. Im einen Fall haben wir bessere Taxifahrer, im anderen, nun ja, ein paar Kameras mehr…

Vor allem hilft einem eine Kamera am Ende bei einem tatsächlichen Überfall gar nicht. Denn im Grunde geht es ja letztlich nicht drum, ob die Täter erwischt werden, oder ob man seine paar Kröten wiedersieht. Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ein Räuber am Ende auch noch das Auto demoliert, um die Aufnahme zu löschen, oder es gar klaut, was weiss ich… dann verzichte ich gleich nochmal lieber darauf.

Wie Bombe (2)

Als ich meinen alkoholisierten Super-Fang wieder im Auto hatte und ausparken wollte, ermahnte er mich, wir müssten erst einmal anstoßen. Dazu hatter er mir tatsächlich eine Cola mitgebracht, er selbst hielt sich an einer kleinen Jägermeister-Pulle fest. „Nicht betrinken“ war er ja angeblich. Wieder auf der Straße hab ich ihm den Gefallen getan und ihm zugeprostet, ist ja nicht das erste Mal, dass ich im Auto etwas trinke.

Er verzog bei seinem ersten Schluck das Gesicht, als würde er – wie ich – eigentlich gar keinen Schnaps trinken und es ziemlich widerlich finden. Als Lösung fing er an, sich eines der 5 gekauften Bier zu öffnen. Ich bin da nach wie vor recht offen, aber er war schon arg in Mitleidenschaft gezogen. Also hab ich ihn mehr als nur deutlich verwarnt:

„Hey! Nix dagegen, dass du hier Bier trinkst! Aber VORSICHT! Das Auto bleibt gefälligst sauber, sonst wird’s teuer!“

Als Antwort dienen sollte ein etwa zweiminütiger Monolog seinerseits, der zum Inhalt hatte, dass er Gustav heißt und als Gustav selbstverständlich auch saubermacht, was er beschmutzt. Außerdem sei das auch mit dem Geld kein Problem, denn er hätte Arbeit, weder Frau noch Kind, einfach nur „Kohle ohne Ende“. Dabei hantierte er mit seiner Bierflasche immer so, als ob er mir ernstlich zeigen müsste, wie es aussehen würde, würde er sie ausschütten. Ein bisschen geschwitzt hab ich bei der Darbietung durchaus. Aber er hat sein Versprechen gehalten.

Kurz vor dem Ziel musste er mir zeigen, wo es jetzt genau zu seiner Firma geht. Als wir an der Ampel standen, hätten es folgende Worte getan:

„Hier gleich hinter der Kreuzung die erste Einfahrt rechts!“

Gesagt hat er ungefähr folgendes:

„Fahrsdu fahrsdu gerade, immer gerade. Nicht hier rechts, erst nachher. Dann rechts, dann ist meine Firma!“

Das kann man so auslegen wie er, muss man aber nicht. Kurzum: Es hat 3 Anläufe gebraucht, bis wir die Einfahrt getroffen haben. Auf dem Gelände selbst gab es das gleiche Spielchen nochmal, aber ich hab das genossen. Ich hatte meinen Blogeintrag in der Tasche, alles ok. Am Ende einer solchen Tour muss man – insbesondere als Gustav! – natürlich eine Zigarette rauchen. Deswegen muss der Taxifahrer auch eine rauchen. Irgendwie logisch. Fand er zumindest.

Immerhin ist er dazu ausgestiegen. Damit wäre eigentlich alles erledigt gewesen. Ach gut, das Zahlen…

Das stellte ihn – wie er ja gesagt hatte – vor keine sonderliche Herausforderung. Er drückte mir einfach seinen Geldbeutel in die Hand, der mit grob geschätzten 500 € durchaus ausreichend ausgestattet war, um die 14€-Tour zu begleichen. Ich hab ihn dann gezwungen, hinzusehen was ich mir rausnehme, denn bei seiner Aufmerksamkeitsspanne hätte es keines Meisterdiebes bedurft, mal eben die Hälfte der Kohle zu entwenden.

Da mein Fahrgast langsam aber auch die Kontrolle über die Sprache verlor, gab es nicht einmal weiteres Trinkgeld. Stattdessen rutschte er neben der offenen Beifahrertür plötzlich weg, stürzte kopfüber und ohne sich abzustützen ins Wageninnere. Statt aber bequem auf dem Beifahrersitz zu langen, knallte er mit dem Kopf gegen das Amaturenbrett, um am Ende mit dem Gesicht zwischen selbigem und der Türe eingeklemmt liegen zu bleiben. Wer will, kann das gerne versuchen: Es gibt keine bequeme Position, in der man das hinkriegt. Im Grunde weiß ich nicht einmal, wie er einem Genickbruch entgehen konnte…

Also hab ich ihn rausgefischt und nebenbei auch sein offenes Bier, dass er bei der Aktion in den Wagen geschmissen hat.

Aber ebenso wie ihm sein Kopf nicht abgefallen war, stand das Bier nun, leicht an den Türschweller angelehnt, sicher im Wagen und ist nicht ausgelaufen. Mehr Glück kann man kaum haben. Er sah ein, dass es nun besser wäre, zu gehen. Ich selbst wollte ohnehin einen Abflug machen. Als ich gerade einsteigen wollte, drang ein fürchterlicher Lärm an mein Ohr, aus genau der Ecke, um die er inzwischen verschwunden war.

„Was ist los, biste hingefallen?“

„Jaaaaa!“

„Ist was passiert?“

„Nee, aber besoffen wie Bombe!“

Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung 🙂

Wie Bombe (1)

Als ich am Freitag wieder ins Cockpit zurückgekehrt bin, war ich noch nicht so ganz überzeugt von meinem Versprechen, schnell blogbare Fahrgäste zu finden. Ich bin vielleicht nicht schlecht darin, Kleinigkeiten aufzupumpen, aber die ersten 3 Kunden haben einen schalen Nachgeschmack von Nichts mit Wasser hinterlassen.

Für die Schicht und für mich als Taxifahrer waren sie super. Schnell ein paar Euro verdient, keine Probleme, alles bestens. Für mich als Blogger war es indes eine Katastrophe. Das Glück kam dann jedoch schon um 22 Uhr etwa angetorkelt. Ich war an der Rücke gerademal sechster oder siebter Fahrer, eigentlich hatte ich also sogar noch mit etwas Wartezeit gerechnet. Aber da stand er dann – oder versuchte zu stehen. Er war ein junger Mann, eingekleidet in einen knallroten Trainingsanzug, vom Zustand her leicht mitgenommen. Auf jeden zweiten Vorwärtsschritt folgte einer rückwärts und so wie er schon nach Brockenlachen aussah, dachte ich mir:

„Na komm, den packste ein. Nur so zum Bloggen!“

Mit einem Geräusch, das entfernt an ein „Pff“ erinnerte, sank er auf den Beifahrersitz und ich begrüßte in standesgemäß:

„Guten Abend aber auch. Na, war auch schon ein Bier zu viel, oder?“

„N-N-Neeeee!“

protestierte er mit starkem russischen Akzent und erging sich in Unverständnis darüber, dass ihn andere Fahrer nicht mitnehmen wollten. Eine grobe Adresse hatte er auch noch parat, dann ging es auch schon los. Ziel sollte eine nicht so genau benannte „Firma“ in einem Lichtenberger Gewerbegebiet sein, immerhin grob eingegrenzt auf eine Kreuzung, die mir was sagte. Allerdings wollte er unbedingt noch Bier kaufen und brauchte dazu einen Imbiss. Für eine clevere Idee hielt ich es nicht bei seinem Zustand, aber besser als die folgende war es dann doch noch:

„Trinkst du mit! Kriegst du von mir!“

Ihm das auszureden war nicht leicht:

„Hey, ich kann während der Arbeit nix trinken!“

„Ach, is egal!“

„Nein, das ist nicht egal.“

„Machst du Woodka! Lemon! Merkt Polizei nix!“

„Und wenn doch? Nix da. Mein Schein ist mir wichtig!“

„Machstu kommstu! Nullzwei! Merkt niiiix!“

„Ja, und ich muss 0,0 Promille haben, Ende der Diskussion.“

„Sonst ist der Schein, also nicht Führerschein…?“

„Ja genau. Mein P-Schein! Der ist dann weg. Hier ist übrigens ein Imbiss!“

Ich hab den Wagen an der Frankfurter Allee vor einem Imbiss gestoppt, er wollte allerdings nicht aussteigen, bevor ich ihm sage, was ich trinke. Da hat er sich nicht von abbringen lassen. Also hab ich ihm vorgeschlagen, er könne mir ja eine Cola mitbringen. Reichlich ungelenk hat er sich aus dem Auto geschält und ist unsteten Schrittes zum Imbiss gewankt. Während ich mir eine Zigarette angezündet habe, hat er mir noch zugerufen:

„Cholla! OK, kriegst du Cholla! Machst du dir keine Sorgen. Ich bin nicht betrinken. Trunken! Nicht!“

5 Minuten, halbe Strecke – und schon hab ich eine Auszeit gebraucht. 🙂

Den Rest der Tour gibt es morgen. Verzeiht mir, aber so viele Stories hab ich noch nicht gesammelt. Und der reicht für zwei…

Auflösung Bücher-Rätsel

So, da ich auf der Straße immer noch nicht überfleißig bin, kann ich immerhin verkünden, dass ich die Auszählung des Bonus-Gewinnspiels inzwischen hinbekommen habe. Bei den Fragen – die ohne Frage nicht leicht waren – gab es einiges an Klärungsbedarf, was die Sache etwas verkompliziert hat. Deswegen zunächst die Auflösung an und für sich.

Frage 1: Es sollten mindestens 2 Straßen genannt werden, die durch einen Park oder eine andere Straße unterbrochen werden. Da gab es natürlich viele richtige Antworten, aber auch einige falsche. Hier wurden meist viel mehr falsche als richtige Antworten gegeben, sodass sich niemand die Chance verbaut hat, zu gewinnen, wenn er hier falsch lag.

Beispiele für richtige Lösungen: Nordufer, Virchowstr., Dennewitzstr., Kufsteiner Str., Selkestr. …

Frage 2: Gefragt war ein Stadtteil, der nach einer Straße benannt ist, die es dort nicht gibt. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle auf die richtige Lösung gekommen, den anderen sei gesagt: Natürlich gibt es z.B. eine Köpenicker Straße außerhalb Köpenicks, deswegen ist aber Köpenick noch lange nicht nach einer Straße benannt. 😉

Lösung: Baumschulenweg

Frage 3: Hier galt es, Stadtteile von Berlin zu finden, die nach Unternehmern benannt sind. Hier gab es einige richtige Antworten, aber auch wieder etliche falsche. Es wurde explizit nach Stadtteilen gefragt, nicht nach Ortslagen oder Siedlungen, weswegen z.B. Borsigwalde nicht richtig war. Allerdings haben hier einige richtig gut abgeräumt. Auch Aro musste euch sei Dank beispielsweise anerkennen, dass Gropius als Architekt tatsächlich auch selbständig und in diesem Sinne Unternehmer war – alle, die diese Lösung unter Vorbehalt vorgeschlagen haben, haben auch einen Punkt gekriegt, keine Sorge 😉

Beispiele für richtige Lösungen: Siemensstadt, Wittenau, Rummelsburg, Hakenfelde…

Frage 4: Es ging darum, den Stadtteil Berlins zu finden, der durch einen anderen unterbrochen ist. Die einzig richtige Lösung wurde von fast allen genannt.

Lösung: Buckow (wird durch Gropiusstadt in zwei Hälften geteilt)

Frage 5: Das war die Frage nach der Besonderheit der Nummerierung der Leibnizstraße.

Es kamen interessante (wahre und unwahre) Details zu Tage, ein paar haben durchaus auch die richtige Antwort parat gehabt.

Lösung: Sie hat eine Hufeisen-Nummerierung. Das alleine ist in Berlin nichts Besonderes, bei der Leibnizstraße verläuft diese aber im Uhrzeigersinn und nicht ihm entgegen.

Es war insgesamt ein knappes Rennen, ich habe einige Plätze auslosen müssen. Seid nicht böse, wenn ihr Pech hattet – ich hab in Zweifelsfällen immer für euch entschieden!

Richtig dolle freuen können sich jetzt 5 gleich folgende Leute:

Der 1. Platz
geht an Nathan G. mit 7 Punkten
und er gewinnt damit das Buch „Ach, ’ne Dame! – Geschichten einer Berliner Taxifahrerin“.

Der 2. Platz
geht nach Losentscheid an Hans-Jakob H. mit 6 Punkten,
der sich damit (leider nur seine 2. Wahl) das Buch: „Smiling Berlin – eine Liebeserklärung in Bildern“ sichert.

Der 3. Platz
geht auch mit 6 Punkten an Tino,
der keine Buchpräferenz hat.

Der 4. Platz
geht mit ebenfalls 6 Punkten an Marco G.,
der trotz 4. Platz seine zweite Wahl, das Buch „Zwischen Schloss und Alexanderplatz…“ gewinnt.

Der 5. Platz
geht an tjeika mit 5 Punkten,
auch ohne Präferenz bezüglich der Bücher.

Zur Auswahl stehen noch die Bücher über Potsdamer Platz / Leipziger Platz (also 2 Bücher!) und das Buch über das Reichssportfeld.

Tino und Tjeika, könnt ihr euch irgendwie in den Kommentaren einigen? Wenn nicht, entscheide ich beim Einpacken 🙂

PS: Auch hier gilt: Ich würde mich freuen, wenn sich der ein oder andere Gewinner noch per Mail mit seiner Adresse meldet, ansonsten muss ich euch erst schreiben – und ihr dann ja doch wieder zurück, schenkt sich also für euch nix – für mich schon 🙂

Und sonst:

GLÜCKWÜNSCHE meinerseits!

Wer langsam kackt…

kriegt auch ’nen Haufen.

Eines der liebsten Sprichwörter, die in meiner Familie so rezitiert werden…

Ich bin tatsächlich seit gestern wieder auf der Straße. Allerdings hab ich bisher noch nicht von mir hören lassen. Zum einen liegt das daran, dass es recht gut lief, zum anderen daran, dass noch nichts so richtig rund lief. Ich hab z.B. meinen Handy-Akku wiedergefunden, allerdings 10 Minuten vor dem Losgehen. Und das Autoladekabel hat sich über die ganze Nacht einen Fight mit der Handbremse geliefert, sodass ich gestern oberstumm unterwegs war.

Im Grunde lief es gut und ich hab sogar einiges für neue Blogeinträge gesammelt, aber nach 10 Stunden Arbeit war ich vorerst so geschafft, dass ich mich nicht einmal mehr an den PC gesetzt habe und bis eben mal gemütliche 10 Stunden durchgeschlafen habe. Wenn man dann noch ein bisschen Essen und Körperpflege in den Raum wirft, wird klar, warum ich wider Erwarten noch keinen Taxiartikel geschrieben habe. Deswegen – und weil ich mich auch noch um die Auswertung des Gewinnspiels kümmern muss! – verbleibe ich heute nur mit einer sehr kurzen Anekdote:

Der Fahrgast nach Rummelsburg war einer der typischen Geschäftspendler: Vornehm angezogen, ein einzelner Koffer als Reisegepäck und eine Menge Erleichterung, nun endlich heimzukommen. Trotz meiner noch immer krächzigen Stimme haben wir uns hier und da locker unterhalten und am Ende hat er mich zu seiner kleinen Nebenstraße gelotst. Eine Tour wie tausende. Da ich mich inzwischen ein wenig erholt hab vom Kofferfund, hab ich zuletzt wieder meinen üblichen dämlichen Spruch zum Ende hin gebracht:

„Na dann befreien wir mal noch das Gepäck. Wäre ja ein blödes Ende für die Fahrt, wenn ich jetzt damit abhaue…“

Er war so ziemlich der erste, der darauf schlagfertig geantwortet hat:

„Wissen sie, da ist mein halbes Büro drin. Wenn sie’s weiter bearbeiten, wäre ich ihnen sogar dankbar dafür!“

Einer von vielen kleinen Momenten gestern, in denen ich mich sehr gefreut habe, endlich wieder auf der Straße zu sein. Und einer der Gründe, weswegen ich mich gleich wieder auf den Weg mache, obwohl ich mich wesentlich unfitter fühle als gestern.

Tada: Die Gewinner!

So, das Schoki-Gewinnspiel neigt sich dem Ende zu. Hier finden sich nun die drei hoffentlich besonders glücklichen Gewinner, die sich über ein Paket mit Süßigkeiten freuen dürfen.

Machen wir es kurz:

Der 3. Platz – und damit ein schnuckeliges Paketchen voll mit Dingen, die Zahnarsch Aro ihnen empfehlen würde – geht an:

Chefarbeiter

mit dem damit bemerkenswert erfolgreichen Kommentar

„Ich will aaaaauuuuch!“

Der 2. Platz geht an:

Christopher

und seinen netten Wunsch

„Gute Besserung und coole Sache das Gewinnspiel !“

Der 1. Platz – das dickste Schokopäckchen – ist diesmal ergattert worden von einem ziemlich ausdauernden Leser:

Seismo

und zwar für den Kommentar, der t-t-t-total in Erfüllung ging:

„Ich möchte natürlich auch g-g-g-gewinnen!“

Ihr habt gewonnen! F-F-F-Fantastisch! Quelle: Jubelgesänge

Was bleibt noch zu sagen: Wir tauschen die Adressen aus, warten noch das Büchergewinnspiel ab und dann gehört die Schoki euch! Freut euch! Und wer jetzt nicht gewonnen hat, der versucht es eben im nächsten Jahr nochmal 🙂

Mir hat die ganze Sache – auch wenn ich sie ziemlich vor mir hergeschoben habe – auch dieses Jahr wieder echt Spaß gemacht. Ich hoffe, auf eurer Seite sieht es genauso aus.

 

Kauft das Buch!

Wie kam Sash eigentlich zum Taxifahren? Das beschreibt er in seinem ersten eBook "Papa, ich geh zum Zirkus!".

Immer dranbleiben!

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Noch ein Blog?

Kleiner Tipp: Sash hat noch einen zweiten Blog, auf dem es auch gelegentlich was zu lesen gibt.

Kleine Erinnerung

Nur falls euch gerade entfallen sein sollte, worum es eigentlich geht bei der ganzen Gewinnspielgeschichte:

Oh du köstliche… Quelle: Sash

Aber das ist ja nicht alles. Es geht darum, dass ich auch dieses Jahr mal wieder ein kleines und unterhaltsames Danke loswerden will an euch Leser. Es ist wirklich schön, dass so viele Leute hier lesen, auch wenn ich bei manchen ein Gewinnspiel brauche, um sie zu einem Kommentar zu überreden 😉

Viele von euch haben dieses Jahr mein Weihnachten vorweg genommen, indem sie meinen Wunschzettel geplündert haben, haben mich während des Monats Krankheit aufgemuntert und meine Hochzeit wohlwollend begleitet. Der ein oder andere ist im Laufe des Jahres in meinem Taxi gesessen, ein paar habe ich so getroffen und selbst zum Standesamt hat sich jemand verirrt. Mir wurde bei Problemen geholfen, ich wurde gelobt und aufgebaut und sicher auch manchmal durch konstruktive Kritik ein bisschen schlauer gemacht.

Für all das ist ein bisschen Schokolade natürlich kein Ausgleich. Aber ihr seid so viele und ich bin alleine, ich kann mir leider keine Party leisten, zu der ich euch alle einlade – obwohl das sicher lustig wäre 🙂

Ich möchte also nochmal ganz ganz ehrlich ein Danke an alle richten, die sich damit angesprochen fühlen. Es ist schön, eine Leserschaft wie euch zu haben!

So, jetzt machen wir aber noch kurz das Gewinnspiel fertig – und ab morgen ist das hier hoffentlich wieder ein Taxi-Blog. Echt jetzt!