Ja, ich hab gestern ehrlich einen Kollegen gelobt, weil er mal eine Ausnahme beim Preis gemacht hat. Ausnahmen gehören dazu, so ist das Leben eben. Nun aber ein Pärchen am Ostbahnhof. Sie wollten in ein Hotel nahe Schönefeld. Ich kannte es nicht einmal genau, aber dank des Flughafens dort ist zumindest der grobe Fahrpreis ja vermittelbar:
„I think, it’ll be something around 35 €.“
Der Kollege vor mir hatte schon abgelehnt, ich hatte also ohnehin keine großen Hoffnungen. Während der Mann noch nachdachte, keifte die Frau von hinten:
„Thirty!“
Er wiederholte brav und deutlich netter:
„Thirty?“
„No, sorry. I’m sure that this will not be enough.“
Und Abgang.
Während irgendeiner von weiter hinten in der Schlange sie dann für was weiß ich wie viel mitgenommen hat, hab ich den Kollegen vor mir gefragt, was er ihnen gesagt hat. Und die Antwort gab mir zu denken:
„Die haben gefragt, wie viel das wäre, ich hab mal vorsichtshalber 40 gesagt. Und die dann so: ’35?‘. Wusste ich nicht sicher, hab also abgelehnt.“
Sollte das Hotel außerhalb der Berliner Gemarkung gelegen sein, wäre verhandeln prinzipell ja ok. Bei der Technik der beiden sind sie aber wohl beim übernächsten Kollegen bereits bei 20 € gewesen. Da packt mich dann der Neid nur noch so mittel. 😉
