Hektische Zustiege

tl;dr: Manchmal verhalten wir Taxifahrer uns auch nur komisch, weil Menschen – und damit unsere Kunden komisch sind. Deal with it!

Ich weiß ja, dass wir Taxifahrer manchmal nerven. Stehen dumm auf der Straße rum, heizen und wechseln aprupt die Richtung. Dass es auch bei uns Idioten gibt: Klar. Ich bin durch meinen Alltag inzwischen aber immer versöhnlicher mit dem Verhalten von Kollegen geworden. Nicht einmal wegen übertriebener Solidarität, sondern weil ich tagein tagaus merke, wie schnell man in so Situationen kommen kann, ohne dass man der letzte Arsch auf der Straße sein will. Da rennt einem hier ein Kunde fast vor’s Auto und dort wird aus einem angesagten Rechts plötzlich ein Links. Und der Milisekunden-Überlegungsvorgang, ob man der Verkehrssicherheit oder den Kunden den größeren Dienst in einer kompliziert abzuschätzenden Situation erweisen will, liefert gelegentlich einfach mal ziemlich willkürliche Zufallsentscheidungen. Im Grunde bin ich sogar jedes Mal froh, dass ich nicht stattdessen einer völlig abwegige Übersprungshandlung verfalle.

So ein plötzlich auftretender Kunde kann im Einzelfall für uns der sprichwörtliche Ball aus der Fahrschule sein, der zwischen zwei Autos hervorrollt. Während man aber bei der Fahrschule irgendwann gelernt hat: Vollbremsung ist immer gut – im Notfall ohne Rücksicht auf Verluste; kann es in diesem Fall aber auch der Lotteriegewinn sein, den man einsackt, wenn man drüberfährt. (Natürlich im umgekehrten Sinne: An Kunden vorbeifahren zugunsten eines vermiedenen Unfalls)

Es ist vielleicht schwer, das Nicht-Taxifahrern begreiflich zu machen, aber es ist wirklich ein völlig anderes Verkehrsverständnis nötig, wenn man sein Geld mit dem Transport von Leuten verdient, die allenthalben unmittelbar am Straßenrand spawnen können. Ich bin überzeugt: ein guter Fahrer denkt zuerst an den fließenden Verkehr. Aber das klingt wirklich verdammt locker, wenn man normalerweise nur 0/1 zwischen Vor-sich-hinömmeln und Todesgefahr unterscheidet. Wir können es nicht vermeiden, mal stehenzubleiben, wo wir stören. Oder mal langsamer zu fahren, weil wir was suchen. Und ebenso wie es selbstverständlich zur Professionalität gehört, niemanden zu gefährden, gehört es auch dazu, mal eben noch schnell das Linksabbiegen zu managen, obwohl wir schon rechts geblinkt haben, weil ein Kunde keine Ahnung hat, der sonst erforderliche Umweg aber sein Budget überfordern (oder unser Trinkgeld schmälern 😉 ) würde.

Das ist kein Entweder-oder mehr. Natürlich halte ich auf der rechten Spur – ich muss aber abwägen, ob der hinter mir (ohne Vollbremsung natürlich!) die Möglichkeit hat, abzubremsen, anzuhalten, vorbeizuziehen, etc..
Und das Schwierigste an der ganzen Chose ist: Es hängt immer auch von den Kunden ab. Und die fahren oft nicht einmal Auto oder haben ein herzerweichendes Unwissen über den Verkehr im Großen und Ganzen und ihre Situation gerade im Speziellen. Sie winken einen in einer Kurve ran, im einzigen einspurigen Bereich der Straße. Sie wollen an Bushaltestellen aussteigen, würden gerne in 25 Minuten von Berlin nach München und bemerken auf der rechten von vier Spuren, dass sie jetzt lieber links abbiegen würden. Und das immer spontan, immer an einer anderen Ecke. Mir geht’s nicht um das Rechtfertigen von Idiotie, ich möchte nur um etwas Toleranz für Fehler bitten.

Ich hatte kürzlich einen (glücklicherweise weitgehend harmlosen) Fall, in dem mich sicher einige für einen Idioten gehalten haben, der für Geld alles macht. Ich stand auf der mittleren von drei Spuren an einer Ampelkreuzung und es war rot. Als ich angehalten hatte, war keine Kundschaft in Sicht. Meine Spur führte geradeaus, ebenso wie die rechts neben mir. Da man von jener jedoch auch rechts abbiegen konnte und sich schon zwei Abbieger dort versammelt hatten, wählte ich die Mittelspur. Ich war auf einer meiner Routinerouten auf Kundensuche, ich hatte den Blick meist auf den rechten Fahrbahnrand gerichtet und die nächsten 5 Kilometer Wegstrecke inklusive aller Spurwechsel komplett abgespeichert. Nach der Kreuzung wäre ich nach rechts gewechselt, dort aber nur bis zur nächsten Kreuzung verblieben. Fortan wäre wegen viel Fahrradverkehr die mittlere der (dann drei Geradeaus-) Spuren meine gewesen. Der Blick immer im Dreitakt: Vorne-Mittelspiegel-rechter Seitenspiegel. Bei einem Kunden wäre ich zu jeder Sekunde immer im Bilde, wer gerade wo und wie schnell hinter mir fährt. Fänden die meisten Autofahrer wohl superstressig, ist aber mein Alltag, wenn ich „total gechillt“ und „mit Musik auf Anschlag“ „ohne Arbeit“ durch Berlin cruise.

Noch stand ich aber ja an der Ampel. Die Hand war schon fast soweit, rechts zu blinken, da die neben mir abbiegen wollten und ich dann die rechte Spur zu nehmen gedachte. Im Rückspiegel hatte ich den BMW hinter mir fixiert, in dem mindestens zwei Typen um die 20 saßen, die vorher schon leicht verhaltensauffällig waren und bei denen ich befürchtete, sie würden ebenfalls schnell die Lücke nutzen wollen, um rechts an mir vorbeizuziehen, sobald die Ampel grün werden würde und ich 5 Meter Weg zurückgelegt hätte. Es würde gleich grün werden, mein Fuß zuckte schon am Kupplungspedal.

Dann klopfte es 10 Zentimeter links von meinem Ohr an die Scheibe.

Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, dass mich das jetzt, nach sieben Jahren im Taxi, selbstverständlich kein bisschen mehr erschreckt. Eine junge Frau begann mit Handzeichen den Wunsch zu signalisieren, dass sie gerne einsteigen würde. In dem Moment schaltete die Ampel auf grün und der im BMW hinter mir lies die Hand leicht über der Hupe kreisen. Für den Fall, ich sollte auch nur einen Fehler machen. Ich gab ihr ein in meiner Vorstellung super eilig wirkendes Zeichen, dass sie sich beeilen solle, wahrscheinlich hab ich aber geistig umnachtet irgendeinen Werwolf-Balztanz aufgeführt. Jedenfalls hab ich anschließend festgestellt, dass ich zeitgleich das Taxameter angeschaltet hatte.
Sie stieg trotzdem ein und fragte zögerlich:

„Können Sie hier wenden?“

Blick nach links, nebenher den Blinker gesetzt, Blick in den linken Außenspiegel. Ein Auto. Noch ca. 30 Meter, fährt aber höchstens 30. Könnte hochbeschleunigen wegen der Ampel, aber ich blinke schon. Ätsch. und rüber. Es sind zwei bis drei Sekunden vergangen und meine Kundin hat mir die Adresse genannt. Ich schaffe es bei gelb über die Ampel und der hinter mir versucht es auch noch. Ich bin kurz davor, Straßenbahnschienen zu überqueren, ohne nachgesehen zu haben, ob eine Bahn kommt. M-Linie, fährt auch nachts. Alle 30 Minuten nur, aber der Statistik nach an allen Unfällen mit Straßenbahnen um die Zeit beteiligt, kreuzgefährlich also. In meinem Kopf ist aber nur Matsch, weil ich weiß, dass die Straße der Kundin in der Nähe liegt und ich schon mal überlege, ob ich bereits die nächste wieder abbiegen müsste, ob sie vielleicht gar eine Kurzstrecke haben will und – das mit der Straßenbahn ist eh zu spätz jetzt, Glück auf! – wenigstens den Fußgängerüberweg auf der anderen Seite abchecke. In dem Moment wirft die Kundin ein:

„Halt!“

Doch eine Bahn? Während ich nach links blicke, trifft mein Fuß die Bremse und sorgt für ziemliches Unbehagen des Fahrers hinter mir, der ohnehin schneller als ich noch die Kurve kriegen wollte, die ich mit meinem Heck noch zum Teil blockiere.

Er weicht aus, während ich erkenne, dass da gar keine Bahn kommt. Meine Kundin hat die Hektik der Situation noch nicht einmal wahrgenommen und führt das Gespräch unbeirrt fort:

„Bevor wir losfahren, wollte ich noch schnell fragen: Nehmen Sie auch Kreditkarte?“

Sicher: Eine lebenswichtige Sofort-Frage. Man stelle sich vor, wir hätten uns anschließend um 4,10 € statt um 3,90 € kabbeln müssen!

Ich hoffe, es kam beim Lesen wenigstens ein bisschen so actiongeladen rüber, wie ich’s beim Schreiben empfunden hab. Im Auto selbst waren dass allenfalls eine verschwindend geringe Menge Adrenalin, gerade genug, um vielleicht zwei Schweißtropfen zu bilden. Es ist halt doch vor allem Alltag. Wie der restliche Verkehr auch – der sich natürlich ähnlich blumig umschreiben lassen würde, wenn ich euch nicht einseitig manipulierend davon überzeugen wollte, dass ich hier mal voll den abgefahrenen Superscheiß abziehe. 😉

Langer Rede kurzer Sinn: Ich weiß, wie tief der Impuls zu hupen sitzen kann, wenn einem mal wieder jemand den Tag versaut, weil er fährt, als hätte er im Schädelinneren eine halbe Dose Chappi. Aber die anderen Verkehrsteilnehmer haben’s auch nicht immer leicht, haben ihre eigenen Sorgen und Nöte – selbst wir Taxifahrer. Manche brauchen den Stinkefinger und die Hupe vielleicht, aber ich glaube, dass es im Grunde auch eine Prise Metal auf Anschlag tut. Ohne die anderen, die gerade WIRKLICH im Stress sind, mit Maßregelungen zu nerven.

§1 StVO und Fehlertoleranz: 23 Zeichen für eine bessere Welt!

PS: Laut WordPress hat der Text 1337 Worte. Was ja wohl zeigt, dass ich weiß, wovon ich rede. 😉

22 Kommentare bis “Hektische Zustiege”

  1. Raik sagt:

    ? du sprichst mir aus der Seele ? Darf ich den Text verwenden?

  2. Ich glaube, ich erwähnte es schon mal – mein Fahrschuhllehrer sagte damals zu mir: Wer hupen kann, der kann auch bremsen! 😀

    Und ja, ich bin der Ansicht, dass §1 StVO im übertragenen Wortlaut auch vielen anderen Gesetzen vorangestellt werden sollte… und dass man sich (auch ich mich) mehr daran halten sollten, dann wäre das Leben für alle einfacher.

    Insofern: Volle Zustimmung zur Moral der Geschichte, und weiterhin ruhige, stressfreie und gleichzeitig umsatzstarke Touren!

  3. Sam sagt:

    Ich bin im Allgemeinen eine sehr geduldige Fahrerin. Ich warte auch mal hinter Bussen, überlasse Leuten die Vorfahrt, wenn sie sonst die nächsten 5 Minuten wahscheinlich an der Kreuzung stünden, und halte immer noch brav an jedem Stop-Schild. Aber nach fast 10 Jahren Teilnahme am Automobilverkehr gibt es ein paar Dinge, die mich sofort auf 180 bringen. Leute, die ihre Blinker nicht benutzen, die das Prinzip des Reißverschlussverfahrens nicht begriffen haben (sowohl: wechseln der Spur so früh wie möglich, vorheizen ans Ende, anstatt die Strecke zu nutzen um die eigene Geschwindigkeit der Nachbarspur anzupaasen und auch das nicht Reinlassen am Ende der Spur), Leute, für die alle runden Kreuzungen ein Kreisverkehr sind, Menschen, die vergessen, dass man auch bei grün nur auf die Kreuzung auffährt, wenn man sie dabei nicht blockiert und natürlich diejenigen, die bei normal fließendem Verkehr für Autos auf dem Beschleunigungsstreifen stark bremsen oder erwarten, dass man das für sie tut (ich habe schon Staus durch sowas entstehen sehen. Bzw. wurde häufiger böse angehupt und dem Rückspiegel nach vermutlich beschimpft, weil ich Fahrern, die sich auf der Beschleunigungspur auf meine höhe vorgearbeitet hatten, nicht durch Bremsen Platz gemacht habe, während hinter mir alles frei war.) Und dann gibt es da noch spezielle Idioten, wie den jungen Mann, der mir erst die Vorfahrt nahm und dann mitten auf der Straße im in beide Richtungen fließenden Verkehr Donuts drehte…
    Ich bin allerdings auch durchaus immer wieder überrascht, wie viele nette Autofahrer es gibt.

  4. the passenger sagt:

    Sash – ist es tatsächlich ein Problem für Dich, wenn Kunden an einer Bushaltestelle aussteigen wollen? Ich muss zugeben; auch ich habe mich schon einmal an einer (nachts vollkommen verwaisten) Bushaltestelle absetzen lassen, weil ich von dort aus über einen kleinen Schleichweg direkt an „mein“ Haus rankomme, während wir ansonsten den Block noch einmal fast hätten umfahren müssen. Wäre nicht auf die Idee gekommen, dass das für Deinen Kollegen irgendwie stressig wäre. Einen Kampf mit an- und abfahrenden Bussen hat man nachts ja nicht. Aber vielleicht geht das hier in Göttingen auch leichter als in Berlin. Ist ja schon anders bei uns als in der Hauptstadt.

    Ansonsten aber ein schöner Text. Wenn ich selber am Steuer sitze, versuche ich auch, möglichst gelassen zu sein und lieber mal die Musik lauter zu drehen, anstatt mich über den Fahrstil meines Vordermannes zu ärgern (dürfte bei mir aber bitte kein Metal sein 😉 ). Klar, manchmal hab ich auch einen schlechten Tag und erwische mich dabei, so etwas zu denken, wie „Oh, Mann, Du Arsch…“. Aber dann versuche ich immer, mir bewusst zu machen, dass es auch genug Situationen gibt, in denen andere Leute sich über mich und meinen Fahrstil ärgern. Das hilft immer, um schnell wieder runterzukommen.

  5. Benny sagt:

    Das war ja richtiges Kino für mich 🙂
    Bezüglich den preisen bei uns in (21680) Stade bin ich letzte Woche Taxi gefahren und das Taxameter startet hier schon bei 5,50€ egal wohin da ist mit 3,90€ gar nichts drinne 🙂
    http://i.epvpimg.com/WPOIh.jpg
    Das war meine Tour 9€ habe ich gezahlt 8,80€ oder so habe auf 9€ aufgerundet.

    Ich finde das extrem teuer, was meint Ihr?

  6. Ernuwieder sagt:

    @Benny
    Ja, is nich billig. Aber bei uns hier auf dem Land fährt dich nichtmal für 20 EUR oder mehr jetzt sofort ein Taxi 2-3 Kilometer von A nach B. In den 20 Jahren die ich hier schon in der Pampa wohne hab ich genau dreimal ein Taxi gerufen, wurde aber nur einmal befördert, obwohl ich in der Situation auch 50 EUR für eine 10min.-Fahrt bezahlt hätte.

    O-Ton:
    Taxler: „Wann brauchen Sie das Taxi?“
    Ich: „Na jetzt bzw. in einer halben Stunde oder so.“
    Taxler: „Haha, nee, übermorgen oder nächste Woche könnten wir sie fahren!“
    Ich: „Ähhh….!?“

    Und das, obwohl die erwähnte Pampa mitten in einer Metropolregion liegt. Insofern kommst du da mit nem 10er noch ganz gut weg.

  7. Raik sagt:

    Bei uns liegt der Anschlag bei 6,30€ tags und 7,00€ nachts!

  8. Sash sagt:

    @Raik:
    Natürlich kannst Du ihn verwenden. Eine Namensnennung wäre aber nett.

    @Sam:
    Mich nervt ganz offensichtlich egoistisches „Fehlverhalten“ ja auch. Und natürlich gibt’s das. Aber andererseits gibt’s auch Leute, die Fahrschüler anhupen, wenn die das Auto abwürgen. Auf so eine Idee muss man erstmal kommen!

    @the passenger:
    Meine Rede. Und Metal war ja nur ein Beispiel. 🙂
    Das mit der Bushaltestelle ist überhaupt nicht schlimm, ich hab im Text bloß den eigentlich wichtigen Zusatz „wenn hinter uns ein Bus fährt, der dort auch halten will“ vergessen. Sonst sind Bushaltestellen prima, weil die ja in der Regel schön frei und gut anzufahren sind.

    @Benny:
    Ich kenne Euren Tarif jetzt nicht auswendig – aber nachdem letztes Jahr fast überall die Tarife ordentlich erhöht worden sind, wundert mich das weniger. Wobei ich bei Einstiegspreisen von über 5 € bisher dachte, dass da immer auch „lange“ Inklusivstrecken von 1 – 2 km drin sind. In Berlin hätte die Tour 7,90 gekostet, das ist zwar etwas weniger – aber doch von der Sache her vergleichbar. (Es sei denn, man winkt sich einen zum Kurzstreckentarif)
    Und wie ich ja immer schreibe: Es kann gut sein, dass das in der Stunde die einzige oder eine von zwei derartigen Touren für den Fahrer war, dann bleibt am Ende auch nix hängen. Es ist immer schwer, da Kunden- und Fahrerinteressen unter einen Hut zu kriegen. Ich bin ja ein großer Freund eher niedriger Tarife, aber für so eine Strecke relevant weniger Geld zu nehmen klappt halt nur, wenn man weniger Leerlauf und damit weniger verfügbare Taxis hat.

    @Ernuwieder:
    Bei solchen Zuständen würde ich wirklich mal beim entsprechenden Amt schriftlich anfragen, ob sie da was zu ändern gedenken. Sicher, bei Großveranstaltungen klappt nicht immer alles, aber im Alltag sollen Taxis verfügbar sein. Das ist der Sinn des Ganzen. Und – ebenso wichtig – zum ganz normalen Tarif. Sonderzuschläge, um gleich dranzukommen, sind so ziemlich das Gegenteil von dem, wie es sein sollte.

  9. Sabine sagt:

    dein Text ist zu lang, sorry

  10. Ernuwieder sagt:

    @Sash:
    Gute Idee, ich glaub ich frag da wirklich mal beim Amt nach. Ich selbst bin zwar immer irgendwie weggekommen, aber es gibt ja auch Leute mit Einschränkungen die in so einer Situation dann wirklich gekniffen sind.

    Kann natürlich sein, dass das vor allem bei unserem örtlichen Taxiunternehmer so läuft, er fährt selbst und scheinbar allein. Alle anderen Taxiunternehmen haben gute 15km Anfahrt, von denen wäre beim letzten mal auch einer relativ kurzfristig gekommen (in ca. 2 Std.).

  11. Roichi sagt:

    @ Sabine

    Nimm dir einen Nachmittag Zeit. Es lohnt sich.

  12. Sash sagt:

    @Sabine:
    Hör auf @Roichi! 😉

    @Ernuwieder:
    Find ich gut!
    Natürlich schreibe ich hier aus der Berliner Sicht und hier läuft vieles anders als in manchem Dorf. Das ist mir klar. Aber trotzdem ist unsere Dienstleistung eben überall zumindest als „funktionierende Nothilfe“ gedacht und wir haben genau deswegen auch ein paar wenige Privilegien. Natürlich kann es auch bei Dir sein, dass das Taxigewerbe einfach ignoriert und/oder kaputtgespart wurde und es nicht grundsätzlich ein Problem ist, das die Unternehmen selbst zu verantworten haben. Mir geht es also beileibe nicht um Kollegenschelte oder darum, dass ich ihnen das Geschäft versauen will. Aber wenn es so ist, wie Du es beschreibst, dann ist da wohl etwas aus dem Ruder gelaufen.
    PS: Ich würde mich ggf. über ein Update in der Geschichte freuen – gerade, weil das meinen Erfahrungshorizont übersteigt.

  13. Sabine sagt:

    Ich bin Studentin, hab besseres zu tun!

  14. mm. sagt:

    @Sabine: Ist klar. Was kann man denn studieren, wenn man so massive Zeit- und/oder Leseprobleme hat?

  15. Mic ha sagt:

    Politik.

  16. dost sagt:

    Es hat gefunkt bei mir, Sabine.

  17. Faxin sagt:

    Ich hupe nur, wenn jemand offensichtlich etwas übersieht.
    Ich hupe also so gut wie nie. Ich gehe davon aus, dass sich der andere schon irgendwas sinnvolles dabei gedacht hat. Und wenn nicht… dann ändert mein Gehupe doch auch nix.

    Nach längerer Zeit im Ausland habe ich mir angewohnt, beim Auffahren auf die Autobahn nicht zu schnell zu sein und besonders aufmerksam, weil Gegenverkehr nicht wirklich unüblich ist. Nur weil man die Abfahrt verpasst hat, ist das doch kein Grund bis zur nächsten zu fahren. Egal, ob man auffährt oder an der Auffahrt vorbei fährt – nicht jeder verlässt die Autobahn rückwärts über die Auffahrt, manche wenden auch – da sollte man bremsbereit sein.
    Vorsicht beim Ausweichen, gelegentlich stehen am linken Rand der beiden linken Spuren auch schonmal Leute, die sich über die Fahrbahntrennung hinweg unterhalten.
    Die Einführung in alternative Verkehrssysteme hatte ich auf einer einspurigen Straße mit Standstreifen auf beiden Seiten, die zwischen 20cm und 2m breit waren. Standstreifen befährt man ja nicht, allerdings wusste das außer mir offenbar keiner. So bin ich gut 2-3km erfolgreich unterwegs gewesen.
    Als mir ein LKW, der auf dem Mittelstreifen fuhr, weil er gerade einen anderen LKW überholte, mittels Lichthupe zu verstehen gab, dass er das Überholmanöver nicht abbricht, nur weil ich als Gegenverkehr im Weg bin, habe ich dann auch auf den Standstreifen gewechselt, wo ich erfolgreich weitere 2-3km hinter mich bringen konnte, bevor in einer Rechtskurve ein Busch in den Standstreifen ragte, hinter dem dann ein Motorrad auf dem Standstreifen stand. Erfreulicherweise überholte gerade niemand.
    Das Rotlicht an einer Kreuzung weist einen darauf hin, dass mit Querverkehr zu rechnen ist. Die Kreuzung wird also vorsichtig überquert. Grün bedeutet entsprechend das Gleiche, aber wer rot hat wird schon aufpassen. Gelb ist da eigentlich interessanter…
    Hupen brauchte ich da nie. Es hupen eh immer genug.
    Aber man gewöhnt sich dran. Und wenn man bemerkt, dass alles viel weniger hektisch zugeht, ist es eigentlich sogar ganz angenehm. Irgendwann wird man stoisch gelassen. Es ist eh egal, wer wo fährt oder warum. Solange Straße da ist, bekommt man sich schon irgendwie geeinigt und wenn die Straße weggespült ist, dann muss man eh wieder zurück. Kommste heute nicht, kommste morgen und weil das jeder weiß, ist auch keiner sauer, wenn man auf die Minute pünktlich ist, aber halt an einem anderen Tag.

  18. hartmut sagt:

    Gelesen um 13:37 … läuft!

  19. hartmut sagt:

    … und die Server-Uhr ist noch auf Sommerzeit?

  20. Arztsohn sagt:

    Wo sind denn da jetzt die Mühlen der Erkenntnis?

  21. Ulf sagt:

    @Sash Ja natürlich Fahrschüler anhupen ! Wieso auch nicht ? Wie solln die sonst lernen, was die Realität für sie bereithält ?

  22. Sash sagt:

    @hartmut:
    Nein, die Serveruhr ist selbstverständlich SCHON auf Sommerzeit. 😉

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