Unsortierte Gedanken über Wechselgeld

So, in den letzten 48 Stunden gab es wieder 2 Taxiüberfälle in Berlin. Deswegen, und in Anbetracht einiger Schichten der näheren Vergangenheit wollte ich ein Thema mal wieder aufgreifen:

Wechselgeld.

Wie man es macht, ist es verkehrt!

Ich habe schon gelegentlich angemerkt, dass ich in der Regel mit wenig Wechselgeld unterwegs bin. Taxifahrer sind leider ein beliebtes Ziel für Räuber, und so ist beim lieben Geld oftmals der nächste Gedanke, potenzielle Schäden so gering wie möglich zu halten. Zwar plagt mich keine ständige Angst vor Überfällen, aber tatsächlich spielt das beim Wechselgeld eine Rolle.

Wenn ich wollte, könnte ich zweifelsohne 500 € in kleinen Scheinen und Münzen als Wechselgeld mitnehmen. Es könnte ja theoretisch sein, dass an einem Wochenende mal 12 Fahrgäste ihre 10 € mit einem Fünfziger bezahlen. Aber das wäre – auch wenn ich vielleicht nur einmal überfallen werde – rausgeschmissenes Geld. Ansonsten ist es unbequem, nutzlos, nur gelegentlich praktisch.

Und in der Regel reicht mir ein Zehntel. Also beinahe. Wenn ich meine Schicht starte, dann habe ich meist nur einen Zwanziger, zwei Zehner und drei Fünfer im Portemonnaie. Zuzüglich einer unklaren Anzahl an Münzen, die wesentlich mehr schwankt.

Das mag zunächst viel zu wenig erscheinen, aber man darf nicht vergessen, dass ich an einem stinknormalen Tag ja gerade mal 10 Touren hab. Viele zahlen mehr oder minder passend, insbesondere durch das Trinkgeld muss man oftmals gar kein Wechselgeld rausgeben.

Meist kann man zudem zwischen zwei Touren wechseln. Aber im Großen und Ganzen gleicht sich das immer irgendwie aus, schwierig wird es nur, wenn man mal die ersten drei Fahrten mit Großgeld bezahlt bekommt. Das allerdings passiert schon statistisch eher selten. Beziehungsweise: Es gibt Häufungen Anfang und Mitte des Monats.

Damit bin ich sicher einer der absoluten Minimalisten bei dem Thema, aber ich finde auch, dass sich eine Lösung finden lassen sollte. Bei mir braucht sich keiner Sorgen machen, dass ich mal einen Fünfziger nicht klein machen kann, und Touren mit mehr als 70 € Wechselgeld kommen im Normalfall schlicht nicht vor. Und bei den paar Ausnahmen kriegt man letztlich auch eine Lösung zustande.

Ich finde es nur immer schade, wenn sich die Leute beschweren, dass wir so wenig Wechselgeld dabei haben. Im Gegensatz zu Tankstellen, Supermärkten und anderen stationären Geschäften haben wir kaum Möglichkeiten, größere Beträge sicher zu lagern, und unser normaler Umsatz, bzw. die Anzahl an Kunden ist einfach nicht so hoch, wie viele vermuten. Wenn ich stündlich 10 Kunden hätte, dann müsste ich mich auch für größere Spielräume wappnen. Dann würde es mir aber wahrscheinlich auch nicht so sehr wehtun wie jetzt, wenn einmal 400 € fehlen…

50 Kommentare bis “Unsortierte Gedanken über Wechselgeld”

  1. Kralauer sagt:

    Lohnt sich eigentlich eine Versicherung gegen Taxiüberfälle, oder wird sowas praktisch nicht genutzt? Musst du im Moment selbst für das Geld gerade stehen, wenn es dir geklaut wird?

  2. Stefan sagt:

    Hi Sash,
    ich handhabe das genauso wie Du, aus den von Dir genannten Gründen. Letztlich habe ich das Risiko, weil ich (unnötigerweise) zu viel Wechselgeld rumschleppe. Und warum sollte ich? Ein Zwanziger, zwei Zehner und drei Fünfer reichen zu Schichtbeginn locker aus.
    Sollte eine Nacht mal gut laufen oder man das Pech haben, einen großen Schein zu bekommen, den man bereits wechseln konnte, so versuche ich, diesen in meinem „Geheimversteck“ unterzubringen. Das ist in einem kleinen Dorf auch gut möglich. In Berlin ist es wahrscheinlich keine Alternative. 😉
    Beste Grüße

  3. Taxi224 sagt:

    Na viel mehr hab ich auch nicht mit. Warum auch? Es gibt immer ne Möglichkeit nen Fuffi klein zu machen. Ansonsten reiß ich mir ein Stück ab. Und wenn´s doch zu viel wird, wird ausgelagert. Platz im Auto gibt es immer und das ganze Auto klaut keiner.

  4. Der Maskierte sagt:

    Auch wenn ich die Vorteile von anonymen Bargeld durchaus zu würdigen weiß, ist gerade der Umstand Wechselgeld und ähnliches für mich immer öfters der Grund, die Kreditkarte respektive EC-Karte zu zücken.

    Und so langsam sehe ich doch den Trend, der übergreifend in die Richtung geht. Inzwischen kann ich sogar bei einem Pizzataxi mit EC zahlen.

  5. Da wollte ich gerade heute ein Mail mit fast genau dieser Frage schicken. Heute früh hier in Wien: Ich möchte eine 14 Euro Tour mit einem Fünfziger bezahlen –> nicht genug Wechselgeld, da an diesem Morgen laut Taxler (=Taxifahrer in Wien) alle nur mit Großgeld zahlten.

    An das Risiko des Überfalls hätte ich im ersten Moment gar nicht gedacht …

  6. MacSpi sagt:

    Das Probelem des nicht wechseln könnens ist zwar bekannt (und tritt wohl immer dann auf wenn garantiert nichts mehr offen hat). Der Umgang damit ist aber ein deutlich größeres Problem.
    Denn was macht der Taxifahrer wenn er nicht wechseln kann? Er kommt auf teilweise recht witzige Ideen. Als da wären:

    – Man soll sich das Wechselgeld am nächsten Tag bei der Zentrale abholen
    – Man soll ihm das Geld geben, er kommt in einer halben Stunde mit dem Wechselgeld wieder
    – Man könne ja zur nächsten Tanke fahren um zu wechseln, Taxameter bleibt aber an

    Warum ihr als größte wechselbare Stückelung einen 50er annehmt ist mir auch ein Rätsel.
    Besonders Leute die größere Summen (z.B. Rentner die am 2. das Geld für den ganzen Monat holen) abheben haben ja doch gerne mal einen 100er oder 200er.

    Und wenn ich in meine Tasche schaue, da habe ich ca. 10EUR klein, der Rest ist dann für euch auch schon nicht mehr wechselbar.

  7. Taxi 123 sagt:

    @Taxi224 Bei uns schon passiert, wurde aber kurze Zeit später wiedergefunden.
    @MacSpi Der 50er ist eigentlich schon fast zuviel des Guten. Die meisten Fahrten bewegen sich unter oder um die 10,-€. Wenn ich dann jedesmal Wechselgeld haben soll, wird das in der Gesamtheit schnell ein Betrag, den ich nur äußerst ungern mit mir führe.
    Da das Städtchen, in dem ich meiner Beschäftigung nachgehe, relativ klein ist nutze ich in extremen Ausnahmesituationen (letztes Wochenende war es mal wieder soweit) die Möglichkeit, bei mir zu Hause einen 50er zu wechseln. Aber eigentlich sind 5er, 10er und 20er die für das Taxi angemessenen Scheinchen.

  8. MacSpi sagt:

    Und was machst du wenn jemand die 10EUR Fahrt mit einem 100er bezahlt?
    Und zwar um 03:00 im hinterletzen Viertel deiner Stadt?

  9. Ozie sagt:

    Taxifahrer kommen ja echt auf die absurdesten Ideen. Woher die sowas nur haben? 😉

    „(7) Der Fahrzeugführer muss einen für den üblichen Taxenverkehr angemessenen Wechselgeldbetrag bei sich führen. Werden vom Fahrgast grössere, nicht wechselbare Geldbeträge angeboten, so ist es dem Fahrzeugführer gestattet, im Rahmen der Beförderung zu Lasten des Fahrgastes geeignete Stellen anzufahren, um diesen Geldbetrag zu wechseln.“
    §5 Taxiordnung Berlin

    „Wer versichern kann, dass er zu wenig Wechselgeld in der Kasse hat, muss einen Schein mit hoher Stückelung nicht annehmen. Und: Ein Kunde, der Waren für 9 € kauft, kann nicht erwarten, dass der Händler ihm einen 500-Euro-Schein wechselt. Der verwendete Geldschein sollte also in einem angemessenen Verhältnis zum Preis der gekauften Ware oder Dienstleistung stehen, so die Europäische Kommission.“
    Bundesverband Deutscher Banken

  10. Nils sagt:

    Das klingt aber ganz schön schwammig. Ist das irgendwo auch konkreter benannt, wann nun der Kunde und wann der Dienstleister „in der Pflicht“ steht? Man könnte es ja prozentual regeln. Bspw. dass der Dienstleister nur bis zum vierfachen der Kosten wechseln muss oder sö ähnlich. Gibt sowas oder ist das alles tatsächlich so schwammig gehalten, wie in der StVO die Regelung bzgl. der angemessenen Bereifung, die ja nun konkretisiert werden soll?

  11. Ozie sagt:

    Soweit ich weiß ist diese Regelung tatsächlich so schwammig und nicht konkretisert. Mir schwirrt aber gerade im Kopf herum, dass es dazu mal ein Gerichtsurteil gab, bei dem das Gericht sogar davon ausging, dass im Taxi nur der nächst größere Schein gewechselt werden muss. Also bei 9 € ein Zehner und bei 22 € ein Fünfziger und so weiter. Vielleicht mach ich mich nachher nochmal schnell auf die Suche.

  12. Sash sagt:

    @Kralauer:
    Ob es sich lohnt? Kann ich mir nicht vorstellen. Bei den meisten Überfällen ist der Geldbeutel weg und damit Ende. Je nach Wechselgeldbestand, Schichteinnahmen und Vorsicht des Kollegen dürfte der Verlust zwischen 50 und 500 € liegen. Die Wahrscheinlichkeit, überfallen zu werden, ist wahrscheinlich immer noch zu niedrig, um für solche Summen einen 5er im Monat zu blechen.
    Bei mir ist es so geregelt, dass ich im Falle eines Überfalls (selbstverständlich) Anzeige erstatten muss. Mein Chef verzichtet dann auf seinen Teil der Einnahmen, ich auf meinen. Ergo: Der Verlust betrifft mich sogar nur zur Hälfte. Nur das Wechselgeld ist natürlich mein Privatvergnügen. Das kann ich natürlich nirgends einfordern. Ist ja auch klar, ich könnte ja Wunder weiss was erzählen, was für abenteuerliche Summen ich dabei hatte 😉

    @Stefan und Taxi224:
    Wenn Großgeld anfällt, und ich zufällig in der Nähe der Heimat vorbeikomme, wird es auch dort geparkt, bzw. kleingemacht – je nach Situation. Und im Portemonnaie hab ich natürlich auch nicht alles…

    @Der Maskierte:
    Das ist zugegebenermaßen ein Vorteil von bargeldloser Zahlung.

    @Apartmentblogger:
    Das ist natürlich schade, und gerade bei einem 50er bei 14 € Fahrtpreis sollte sich eine Möglichkeit finden lassen. Bei mir ist es so, dass ich die Fahrgäste beim Einstieg frage, wenn ich mal wirklich nicht auf 50 € rausgeben kann. Das kommt selten vor, meist gelingt das Wechseln bei Kollegen oder an der Tanke vorher, aber es gibt so Tage. Am Montag habe ich beispielsweise während den ersten 5 Touren (Gesamtumsatz etwa 40 €) drei 50er bekommen.

    @MacSpi:
    Es mag kuriose Vorschläge geben, das kann sein. Der letzte ist jedenfalls der rechtlich korrekte. Ich würde sagen, dass man bezüglich des Fahrtpreises sicher kulant sein kann, aber gemeinhin ist es ein offenes Geheimnis, dass wir nicht immer und überall viel Wechselgeld dabeihaben. Nach der zehnten Tour ist das ja auch alles kein Thema mehr, da gehen dann auch Hunderter ohne Problem. Es ist aber einfach besser, die großen Scheine im Supermarkt liegen zu lassen und die kleinen im Taxi. Und um diesen Umstand zu erklären, schreibe ich ja Sachen wie das hier 🙂

    @Nils:
    Die Schwammigkeit ist in der Tat ein wenig ärgerlich. Ich denke aber, dass 50 € Wechselgeld im Grunde da sein sollten, bzw. erstrebenswert sind. Allerdings muss ich gestehen, dass mir kleinere Scheine wohl immer lieber sein werden. Sie sind einfach vielseitiger, da kann man nichts machen.

  13. Sash sagt:

    @MacSpi:
    Ich hab mich gerade nochmal informiert:
    Rechtlich korrekt waren alle Angebote, die du aufgelistet hast. Ob sie im Einzelfall sinnvoll sind, das sei dahingestellt.

  14. MacSpi sagt:

    Was interessiert einen z.B. Dresdner Taxifahrer (dort gibt es diesen § nicht) die Taxiordnung in Berlin?
    http://www.taxi-dresden.de/images/852dacdbdd7f63e43b4707d497bc53f0.pdf

    Zudem sollte sich gegen solch einen einseitigen Paragraphen leicht klagen lassen.
    Bleibt auch die Frage was ein „für den üblichen Taxenverkehr angemessenen Wechselgeldbetrag“ eigentlich ist.

    Womit du recht hast ist das der Dienstleister gewisse Stückelungen nicht annehmen muß. Das ergibt sich aber aus der Vertragsfreiheit (Ein Bäcker muß keinen Kuchen verkaufen wenn er nicht will). Ist nur blöd wenn die Dienstleistung schon erbracht wurde.
    Dann kommt man nämlich zu dem großen Thema gesetzliche Zahlungsmittel. Da kommt man auf so witzige Dinge wie $3 Münzgesetz.

  15. MacSpi sagt:

    Der einzig rechtlich nicht zu beanstandende Vorschlag ist eine Rechnungslegung. Kann (oder will) sich der Fahrgast nicht ausweisen kann natürlich die Polizei zur Personalienfeststellung gerufen werden.
    Stichwort „schuldbefreiender Annahmezwang“ mit Ausnahme von EG-Verordnung Nr. 974/98 des Rates vom 3. Mai 1998, Art. 11 Satz 3

  16. MacSpi sagt:

    Nachtrag:

    Der Bundesgerichtshof hat (wenn auch in einem andern Fall) dazu eine eindeutige Meinung

    „Die Annahme der Bezahlung gehöre zu den Pflichten des Vertragspartners. Hierfür müsse er dem Zahlenden einen zumutbaren Weg eröffnen, und dieser Weg dürfe nicht mit Zusatzgebühren gepflastert sein.“

    http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/05/24/wenn-bargeld-mal-nicht-lacht/

  17. Ozie sagt:

    Die Annahme der Bezahlung und die Rückgabe von Wechselgeld sind aber zwei verschiedene Dinge. Ein Taxifahrer kann es verweigern auf 500 Euro rausgeben, die Annahme des Scheins darf er aber weder verweigern noch Gebühren dafür verlangen. Mit der Abgabe des Scheins hat der Fahrgast seine Schuld beglichen und nun steht der Taxifahrer in der Schuld für das Wechselgeld. Diese Schuld sollte er dann ohne schuldhaftes Verzögern begleichen. Der Taxifahrer trägt aber keine Schuld dafür, dass er nicht 490 Euro Wechselgeld mit sich führt.

  18. Sash sagt:

    @MacSpi:
    Ich bin nicht verpflichtet, auf 200 € rausgeben zu können. Sollte ich es dennoch mal müssen, muss eine Lösung gefunden werden – klar. Eine Rechnung wird es nicht sein.

    Aber ich hab einen viel besseren Vorschlag: Ich mach einfach alle Fahrten nur noch auf Vorkasse! Das ist perfekt! Dann darf sich der Kunde nämlich das Taxi aussuchen, bei dem der Fahrer so viel Geld dabei hat. Das ist dann toll für dich, für mich und für die Taxiräuber ist es erst recht genial!
    Und rechtlich sowas von einwandfrei 😀

  19. MacSpi sagt:

    Ist dir schon mal aufgefallen das es einen „Antworten“ Link gibt?

    Dir steht im übrigen frei auf dein Taxerl ein Schild zu pappen das du keine 500, 200 oder 100 EUR Scheine annimmst.

    Auf Vorkasse zu fahren ist, wie du wissen solltest, im Pflichtfahrgebiet gar nicht möglich da das Taxameter den Preis bestimmt. Diese kann den Preis aber erst nach Ende der Fahrt anzeigen.
    Zudem dürfte eine Verweigerung der Beförderung ohn Vorkasse gegen die Beförderungspflicht verstoßen.

    Um mal mein Problem zu verdeutlichen habe ich den Inhalt meines Portemonnaies abgebildet:
    http://img26.imageshack.us/img26/711/moneyqp.jpg

    Und du stellst dich hin nach dem Motto, oh der hat Geld, der macht Probleme, den nehme ich lieber nicht mit. Kann ja keiner verlangen einen Hunderter wechseln zu können.

  20. Ozie sagt:

    Ja, wo kämen wir denn hin, wenn Taxifahrer auch noch Vorkasse verlangen dürften? 😉

    „(1) Der Taxifahrer ist berechtigt, einen Vorschuss bis zur Höhe des voraussichtlichen Beförderungsentgelts zu verlangen.“
    §7 Taxitarifordnung Berlin

    Berlin geht da mit wenigen anderen Gebieten einen sehr harten Weg, viele Taxitarife erlauben es dem Fahrer aber Vorkasse zu verlangen, wenn besondere Umstände vorliegen.

  21. Sash sagt:

    @MacSpi:
    Der Antworten-Link ist mir tatsächlich aufgefallen, ich hab mich aber vor ein paar Wochen dagegen entschieden, ihn zu verwenden. Ist leider inzwischen zu einer Mischbenutzung gekommen hier, aber ich schreib niemandem vor, wie er es zu machen hat. Ein bisschen Chaos kann ja auch ganz nett sein.
    Was die Beförderungspflicht angeht, hat Ozie schon alles geschrieben. Ich bin zur Vorkasse berechtigt, und ob es am Ende 14 € oder 17 € kostet: Für mich ist es eindeutig eine praktische Sache, 15 € schon mal sicher zu haben. Mache ich nicht, weil ich es unschön finde, und weil es sich anders eingebürgert hat. Mit anderen Worten: Ich komm meiner Kundschaft auf meine Gefahr hin entgegen.
    Ich weiss jetzt ja nicht, wie das bei deiner Bank ist (und auch nicht bei solchen Beträgen), aber normalerweise kommt da entweder ein Hunderter gleich klein mit raus, anderenfalls haben diese Automaten ja eine lustige Funktion, um sowas auszuwählen.
    Mir ist bewusst, dass es dir lieber wäre, ein paar tausend Taxifahrer in Deutschland nähmen deinen Abhebe-Wünschen zuliebe mehr Wechselgeld mit, ich sehe da allerdings den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit nicht mehr gegeben, sorry.

  22. MacSpi sagt:

    Vorkasse != Vorschuss

    Vorkasse wäre Festpreis.

  23. MacSpi sagt:

    Bank? Abhebewünsche? Sorry, das ist ein Teil der Tageseinnahmen.
    Eine ATM habe ich seit Jahren nicht mehr benutzt.
    Btw, ich sorge dafür das Wechselgeld in der Kasse ist.

  24. hans sagt:

    man kommt sich hier vor,wie auf einer juristischen fachtagung!
    MacSpi möchte ich lieber nicht als nachbarn haben,der würde mich wegen husten im garten verklagen.
    hab noch nie probleme gehabt.einen fuffi kann ich immer wechseln und grössere scheine
    lehne ich grundächlich ab,denn zum wechseln kommt noch das falschgeld problem.

  25. Sash sagt:

    @MacSpi:
    Nu is mal gut. Wir haben alle kapiert, dass du dolle viel Geld hast, und es dich offenbar nicht zufrieden stellt. Hier wie auch in anderen Blogs hast du grundsätzlich was auszusetzen, und nutzt jeden Verfügbaren Fetzen Halbwissen, um am Ende immer aufs gleiche Ergebnis zu kommen:
    Wir haben alle wenige Ahnung als du. Meinetwegen. Vielleicht schreibst du mal selbst einen Blog, in dem du über die böse Welt schreibst.
    Du scheinst ja durchaus auch in interessanten Metiers zu arbeiten. Oder renn durch eine Grundschule und ruf, dass alle Kinder doof sind.
    Hier in diesem Blog habe ich kein Interesse mehr daran.
    Und gleich vorweg: Wenn ich durchsetze, was hier passiert, ist das kein Verstoß gegen die. Meinungsfreiheit. 😉

  26. MacSpi sagt:

    Ah, steckt man argumentativ in der Sackgasse wird halt ignoriert.
    Wie hart mich das trifft.

    Und ein Blog habe ich schon, aber danke für den Ratschlag.

  27. Ozie sagt:

    Ich ziehe mich jetzt in mein Studierkämmerchen zurück und melde mich wenn ich den Unterschied verstanden habe.

    Bis denne…

  28. Sash sagt:

    @MacSpi:
    Ja, ich bin auch zutiefst ergriffen. Aber was soll ich mich jetzt über zwei Worte streiten?
    Ich war ohnehin der letzte Depp, der es dir gegenüber noch mit Argumenten versucht hat.
    Es ist wirklich nicht meine Art, ein Gespräch so zu beenden, aber es ist schlicht angenehmer, wenn eine Diskussion nicht nur aus weltfremden Vorwürfen besteht.
    Ich hab den Artikel damit eingeleitet, dass es so oder so falsch ist, was man macht, und das trifft insbesondere auf den Meinungsaustausch mit dir zu. Die Welt ist nicht perfekt, und eine gegensätzliche Meinung ist oft hilfreich. Das ist sicher nicht mein Kritikpunkt.
    Aber die Beweggründe, sich durch verschiedene Blogs zu meckern, stets gegen das, was gerade geschrieben wurde – oder manchmal auch einfach allgemein unzufrieden – die verschliesst sich mir.
    Du hast tausend Vorwürfe gegen Taxifahrer allgemein auf Lager, und letztlich liegt das Problem doch immer nur daran, dass sich die Welt auch mal nicht um dich dreht.
    Als wirklich ernsthaft kundenorientierter Fahrer ist es bisweilen geradezu beleidigend, für die Vermittlungsversuche, die in dem Blog hier quasi eine Schlüsselrolle einnehmen, auch noch angegangen zu werden mit Begründungen, die meist zum Inhalt haben, dass ich mich gefälligst noch tiefer zu bücken hätte.
    Der Grund, weswegen ich das beende, ist nicht ein Mangel an Argumenten meinerseits, sondern die bestätigte Vermutung, sie passen dir ungeachtet des Inhaltes sowieso nicht.
    Dass du als fleissiger Kommentator nicht mal deinen Blog verlinkst, passt da auch ganz gut ins Bild…

  29. Ana sagt:

    hier gehts ja ab 😀
    wurd gut unterhalten, danke an den Schottentroll. Ich jedenfalls trag immer kleineScheine mit mir rum, um Wechselgeldschwierigkeiten zu vermeiden:
    http://jetzt.sueddeutsche.de/upl/images/user/ph/philipp-mattheis/668501.jpg

    Äh… Zurück zum Thema.
    Neulich kaufte ich mir abends an der Tanke Bierchen, als ein Taxifahrer reinkam, sich seinen Kaffee zapfte und sich beschwerte, dass direkt die zweite Fahrt mit nem 200er bezahlt hätte… und nu sei sein Wechselgeld alle. Mir kam das damals schon seltsam vor, Wechselgeld in Höhe von (bei zwei besseren Fahrten) 150 Eur dabei zu haben.
    Andererseits denk ich dass grade Nachts sicher öfter mal einer im Wagen landet, der seine kleinen Scheinen vertrunken, für Frauen ausgegeben oder verprasst hat und eben nurnoch dreistellige dabei hat. Wenn man das dann nicht vorher sondern erst am Ende der Fahrt ansagt und so ne Tanke oder Bank nicht mal eben angefahren werden kann finde ich die Lösung „Perso als Pfand, Typ holt Geld“ eigentlich am einfachsten und fairsten beiden Parteien gegenüber. Aber das ist verboten, oder?

  30. Aro sagt:

    Moin Sash,
    kaum bin ich mal einen Tag lang nicht hier, schon spielen die ersten verrückt.
    Aber jetzt verstehe ich, was du vorhin an der Halte meinstest 🙂

    Ich hab übrigens auch mal in meine Geldbörse geschaut, was ich heute so eingenommen habe: http://is.gd/fOLF4
    War eigentlich ’ne ganz gute Schicht.

  31. mime sagt:

    @ana

    nee, perso darf man eigentlich nicht nehmen weil er ja eigentum der brd ist; meine erfahrung ist auch, dass die dinger nie eingelöst wurden – was die leute allerdings immer wieder haben wollen is ihr handy (auch wenn´s nur nen siemens von anno dutz is!).

  32. Taxi 123 sagt:

    Im Handy sind ja auch all die wichtigen Nummern 😉 und warum die lieben Leutchen ihren Perso nicht wieder haben wollen (ja, ich weiß, darf ich eigentlich nicht nehmen – aber da sind zumindestens die Daten des Bürgers darauf, was mir eine Anzeige gegen Unbekannt erspart) verstehe ich auch nicht. Meist wird er nur angeboten, wenn „Fahrgast“ gar kein Geld mit hat und die Neuausstellung kostet im Normalfall auch mehr als der Fahrpreis.

  33. Der Maskierte sagt:

    @ alle mitlesenden Taxifahrer

    Wie würdet ihr eigentlich auf das Angebot reagieren, kurz mit in die Wohnung zu kommen und einer Onlineüberweisung live beizuwohnen?

  34. Klaus sagt:

    @Der Maskierte
    Wenn ich eine Wlan-Verbindung zu meinem Taxameter kriege, na ja. Auf dem Weg zu Deiner Wohnung, der Zeit des bootens des Rechners und während des Überweisungsvorgangs fällt ja Wartezeit an. Wie soll man die sonst ermitteln? Und natürlich noch 50 cent Bearbeitungsgebühr. 😀

  35. Der Maskierte sagt:

    @Klaus

    Okay, also prinzipielle Bereitschaft. Sowas wäre nämlich mein Lösungsvorschlag bei zu wenig Wechselgeld. Wobei ich dann auch erwarte, dass zu meinen Gunsten der weitere Aufwand nicht gewertet wird. Sowas schlägt sich bei mir prinzipiell auch auf meine Trinkgeldgebefreudigkeit aus. 😉

    Und Rechner booten nicht, die laufen durch! 😉

  36. Sash sagt:

    @Ana:
    So ist es nett. Und immer ein Bündel pro Fahrt zahlen 😀
    Das mit dem Perso ist vielleicht nicht legal, aber eigentlich würde es mich nicht wundern, wenn es da Interpretationsspielraum gibt. Dass ich natürlich niemandem seinen Perso abnehmen kann, das ist klar. Wenn er mir seinen aber freiwillig als Pfand gibt? Ist das dann nicht sein Fehler? Wie dem auch sei: Handys sind mir auch lieber 🙂

    @Aro:
    Ja, gewisse Bezeichnungen verwende ich nicht komplett grundlos 😉
    Und die Schicht bei dir… naja. Du übst noch, oder?

    @Taxi 123:
    Ich hätte jetzt auch gesagt, dass man mit einem Perso in der Hand doch recht gute Karten bei den Cops haben sollte. Das macht die Sache ja so interessant. Aber wenn die Leute nicht einmal mehr darüber nachdenken 🙁

    @Der Maskierte:
    OK, das ist ein Vorschlag, den ich bisher noch nicht hatte 🙂
    Aber vom Prinzip her sollte das eigentlich gehen. Ich denke allerdings nicht, dass sonderlich viele Kollegen begeistert sind davon. Ich würde es wahrscheinlich machen, mir aber nebenbei Namen und Wohnungsnummer merken. Leuten, die auf die Idee kommen, traue ich auch die ein oder andere Fiesheit zu… 😉

  37. Der Maskierte sagt:

    @Sash

    Die traust du mir zurecht zu, was glaubst du, warum ich maskiert bin? 😉

  38. Aro sagt:

    Pass ma ja uff, Kolleje…
    Das war die beste Schicht seit, ähm,t ja.
    Vielleicht sollte ich doch lieber Hartz IV beantragen :‘-(

  39. Nick sagt:

    Die Praktik von Geldautomaten bei (etwas) höheren Summen nur 50er auszuspucken ist einerseits nachvollziehbar, für mich aber auch immer unangenehm.
    Und zwar in die andere Richtung. Ich habe immer lieber Kleingeld dabei (20er etc.).
    Zum einen um nicht irgendwo diskutieren zu müssen, ob das Wechselgeld richtig ist (’nein, Sie haben mir nur einen 5er gegeben‘).
    Zum anderen bezahle ich Kleinstbeträge auch immer ungern mit großem Geld.
    Auf der Arbeit kann ich das zum Glück immer umtauschen, wenns sein muss auch in 10er Bündel 😉

  40. Sash sagt:

    @Aro:
    😀

    @Der Maskierte:
    Ich kenn doch meine Pappenheimer 😉

    @Nick:
    Ich muss ehrlich sagen, dass ich 50er nicht schlimm finde. Im Taxi kann es halt mal eng werden damit. Ich verstehe nicht, wie man bei allem so einen Hype draus machen muss, wenn man mal ein bisschen zusammenarbeiten könnte. Die Verkäuferin beim Bäcker gestern fand es auch nett, dass ich zu dem 5er, mit dem ich meine 32 Cent begleichen musste, wenigstens noch 2 Cent beigelegt habe. Hat mich nicht umgebracht. Mal geht es, mal nicht…

  41. Ana sagt:

    jaja, die 16-cent-schrippen… *träum*

  42. Mariha sagt:

    Moin! Mittlerweile ein wenig OT, finde es aber trotzdem noch wichtig:

    Alsoo: in unserer Stadt ist es so geregelt, dass der Fahrer den nächsthöheren Schein des Fahrpreises wechseln können muss. Das heißt bei 4€ einen Fünfer, bei 11,50€ auf 15€ und so weiter. Wenn die Leute nur Großgeld haben biete ich Ihnen entweder Kartenzahlung an oder schenke ihnen dann auch mal die 10 Pfennig Differenz die beim kleinesgeldzusammengekratze überbleibt. ( endet dann auch schon mal in 4,90 € Tip weil der Beschenkte dann doch noch nen Fünfer findet 🙂

    @MacSpi: auch im Pflichtfahrgebiet hat der Fahrer das Recht VORKASSE zu nehmen. Dabei verstoße ich auch nicht gegen das Personenbeförderungsgesetz oder die örtliche Taxiordnung ( @ozie: in unserer ist es auch verankert, Niedersachsen. Kann mir nicht vorstellen, dass ein Taxifahrer irgendwo das nicht dürfte ), Beförderungspflicht gilt ja auch nur wenn ich dafür bezahlt werde, oder meinste nicht? Außerdem wird in anderen öffentlichen Verkehrsmitteln auch Vorkasse genommen, trotz Beförderungspflicht.

  43. Nick sagt:

    @Sash
    Ich bezahl trotzdem ungern mit 50€ beim Dönermann etc.
    Das ist wohl einfach Unverhältnismäßigkeitsdenken.

  44. „Alsoo: in unserer Stadt ist es so geregelt, dass der Fahrer den nächsthöheren Schein des Fahrpreises wechseln können muss. Das heißt bei 4€ einen Fünfer, bei 11,50€ auf 15€ und so weiter.“
    Echt, bei Euch gibt’s 15-EUR-Scheine? Den würde ich jedenfalls nicht akzeptieren 😉

  45. Sash sagt:

    @Ana:
    Und gestern hab ich komischerweise 3 Stück für 32 Cent gekriegt. Aber das ist mir auch erst danach aufgefallen. Aktionen à la: „10 Cent pro Stück“ gibt es ja öfter mal…

    @Mariha:
    Ich muss Aro zustimmen. „Auf den nächsthöheren Schein“ müsste bedeuten, dass man eine Fahrt für 10,50 € mit einem Zwanni, eine für 20,50 € mit einem Fuffi begleichen können muss.

    @Nick:
    Glaub mir, wenn ich nicht gerade Wechselgeld brauche, vermeide ich es auch gerne. Normalerweise hole ich Fünfziger nur raus, um mal einen Einkauf bei Kaiser’s zu bezahlen, der bei 20 bis 40 € liegt. Oder eben die „ganz großen“ Sachen: Auto mieten, Computer kaufen, bei Chef die Kohle abliefern…

  46. […] war das Thema Wechselgeld hier ja schon Grund, bzw. teilweise auch nur Aufhänger für eine Diskussion. Die will ich […]

  47. […] Auf der anderen Seite ist ein Taxi natürlich nur dann zum Loswerden von Falschgeld sinnvoll, wenn man viel Wechselgeld bekommt. Die Dienstleistung selbst ist ja eher flüchtig, somit gehe ich davon aus, dass die Produzenten von Blüten besseres zu tun haben, als umsonst Taxi zu fahren. Also ist Vorsicht bei Großgeld angesagt. Aber große Scheine sind sowieso auch aus anderen Gründen kritisch betrachtet. […]

  48. […] Ist ja nicht immer einfach mit dem Wechselgeld. Aber das Schicksal war gnädig. Ihre Hosentasche gab zu guter Letzt den Betrag noch her […]

  49. […] Leute! Ich weise zwar gerne drauf hin, dass wir nicht viel Wechselgeld dabei haben – und ich freue mich über jede halbwegs passend bezahlte Fahrt. Aber wegen einem […]

  50. Arno.Nyhm sagt:

    ich geschäften zahle ich immer gerne erst mit den grossen scheinen, damit ich bei bedarf alles klein habe 😉

    aber am liebsten hab ich alles als 5er

    da bin ich gerne an den neuen commerzbank automaten, bei dem ich die genaue stückelung immer auswählen kann.

    bei welcher bank geht das noch am automaten?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: