Ich, das Arschloch auf dem Fahrradweg

„Das is’n Fahrradweg, Du Arschloch!“

Hab ich neulich wieder gehört und der eloquente junge Mann hatte sogar recht. Der Sicherheit wegen werden immer mehr Fahrradwege, bzw. -Spuren direkt auf der Straße angelegt und ich begrüße das auch sehr. Man sieht sich wirklich besser. Wenn ich allerdings Kunden auslade, fahre ich auch auf diese Spur, „ganz“ rechts ran.

Liebe Radler, ich tue das nicht, weil ich denke, dass man Euch eher behindern sollte als die Autofahrer. Das ist mir egal, da hab ich keine Präferenzen. Da ich allerdings nicht dafür garantiern kann, dass meine (gerne mal angetrunkene) Kundschaft beim Türöffnen auf Euch achtet, versperre ich diesen Weg mit voller Absicht.

Sicher ist es nervig und gefährlich, um ein so haltendes Taxi herum zu fahren. Aber Ihr seid die, die gerade aktiv am Straßenverkehr teilnehmen. Ihr müsst schon dem Gesetz nach nüchtern und aufmerksam sein, meine Kundschaft nicht. Links ist die Kindersicherung drin, da springt keiner unerwartet raus, das Halten am äußersten rechten Rand bietet sich da einfach an.

Wir alle ärgern uns über unnötige Hindernisse, schon klar, ich auch. In dem Fall versuche ich aber eigentlich nur dafür zu sorgen, dass die berühmt-berüchtigte plötzlich geöffnete Tür –sicher der Radler-Horror schlechthin – nicht passieren kann. Ich mach’s also auch für Euch, also bitte weniger Beleidigungen!

75 Kommentare bis “Ich, das Arschloch auf dem Fahrradweg”

  1. Naya sagt:

    Wenn ein Radler dann einfach kurz anhält, wäre das für alle Beteiligten am ungefährlichsten.
    Bei wem, der weiterfährt und dann das Auto auf der Fahrbahn umfährt und noch dazu so reizend ist, würde ich außerdem auch nicht darauf wetten, daß groß Rücksicht auf diejenigen genommen wird, die gerade vom Taxi über den Radweg zum Fußweg gehen – ist ja schließlich auch „sein“ Radweg, wo er im Recht ist …

    Aus meiner Sicht (und ich bin primär Radfahrer!) machst du das schon richtig.

  2. Fußgänger, Rad ist im Keller sagt:

    Undenkbar, das man als Radler quasi halb-freiwillig hält. Völlig ausgeschlossen. Ist im Weltbild nicht vorhanden.
    Bremsen, warten, neu antreten, das muss man sich mal vorstellen: Da gibt’s einen allergrößten Widerwillen dagegen.
    Ich versteh’s auch sogar. Aber: Schön ist es nicht.

  3. MsTaxi sagt:

    Mir geht im genannten Beispiel vor allem die mangelnde Bereitschaft zum Mitdenken auf den Zeiger. Und nee, ich fang jetzt nicht mit dem Radler-Bashing an, obwohl mir sehr danach wäre. Radler nehmen aktuell noch Platz 2 auf meiner Abneigungsliste ein, der Status ist bedroht, Smombies machen gerade irre Punkte gut.

    Was ich auch nicht brauchsn könnte an Sashs Stelle, sind die Verbalinjurien, geboren aus dem Denken, sie wären aufgrund ihrer biologisch-dynamisch damischen Antriebsart die besten Verkehrsteilnehmer. Aber ich wollte ja nicht bashen…. grmpfl

  4. Anonymus sagt:

    Tut mir leid, aber diesen Fall sehe ich wirklich anders. Meiner Berliner Radfahrerfahrung nach entsteht durch auf dem Radweg – oder prinzipiell in zweiter Reihe – haltende Autos eine ganze Reihe von Erfahrungen. In vielen Fällen erfolgt kein Blinken, was das Halten ankündigt, sondern da wird plötzlich langsamer gefahren und rechts rübergezogen. Das Halten kann extrem unterschiedlich lange dauern, man bedenke bei Taxis nur den noch nötigen Bezahlvorgang. Mit kurz Warten ist es da also nicht getan. Beim Losfahren wird vielfach nicht geschaut und nicht geblinkt, so dass man das haltende Auto gerade umfahren will und dabei fast selber umgefahren wird.

    Ich bin ehrlich gesagt dafür, das Halten in zweiter Reihe, auf dem Radweg o.ä. komplett zu unterlassen – zumindest auf den großen Hauptstraßen. Stattdessen eben eine Parklücke suchen und dort halten oder alternativ in eine Seitenstraße reinfahren. Dort ist ein Halten in zweiter Reihe auch wesentlich unproblematischer als auf großen Hauptstraßen. Aber ich sehe nicht ein, dass der Bequemlichkeit von Taxifahrgästen meine Sicherheit als Radfahrer gefährden soll. In dem Fall müssen die Fahrgäste 50 Meter mehr Weg in Kauf nehmen. (Davon kann man natürlich unter besonderen Bedingungen – etwa Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen – Ausnahmen machen, aber nicht für Leute die sich einfach ihr Hirn wegballern.

  5. Fußgänger, Rad ist im Keller sagt:

    In New York sind die Radwege immer frei von Autos , egal ob gerade Verkehr ist oder nicht, wurde mir berichtet:
    Weil es konsequent und finanziell schmerzlich bestraft wird, wenn Radwege missbräuchlich benutzt oder befahren werden.

  6. Radfahrer fallen mir in letzter Zeit auch häufiger mit komischen Verhaltensweisen auf. Verkehrsregeln gelten oft nur für die anderen.

  7. Fußgänger, Rad ist im Keller sagt:

    Andererseits findet man diese Headline:

    Cycling Deaths Have Doubled over Last Year in NYC.

    Glaube in 2013 oder 2014 : Über 200 Deaths..

  8. Ulf sagt:

    @Anonymus
    Absolut sowas von überhaupt keine Ahnung von der Praxis ! Nullkommanullnull !
    Aber Hauptsache irgendeinen schimmligen Senf dazugeben.

  9. Rosa sagt:

    Ich fahre auf so einem Radweg in die Arbeit… Die (wenigen) Taxis sind dann aber auch die einzigen, die ich nicht in Gedanken anmotze, wenn sie auf dem Radweg stehen, weil die dürfen offiziell in zweiter Reihe parken, um Kundschaft abzusetzen. Gefühlt wird dieser Radweg (der noch nicht lange so eingezeichnet ist, da wurde aus einer „in jeder Richtung zwei Spuren“-Straße eine „in jeder Richtung eine Spur + ein Radweg + eine Linksabbiegespur, wo immer notwendig“-Straße gemacht) von einer Menge Autofahrer genutzt, um in der zweiten Reihe zu parken, ohne den (Auto-)Verkehr zu behindern. Als Rechtsabbiegespur wird er auch noch gern verwendet…
    Ich habe also in München damit ähnliche Erfahrungen wie Anonymus in Berlin. Nur ich weiß, dass Taxis da eine Ausnahme darstellen.

  10. Kiwi sagt:

    Ist es ein Fahrradstreifen (durchgezogene Linie) darf man nicht darauf fahren, halten und parken.
    Ist es ein Schutzstreifen (gestrichelte Linie) darf man darauf fahren und halten aber nicht parken.

  11. Felix sagt:

    Als Radfahrer find ich das ehrlich gesagt inakzeptabel: Halten kostet für Radfahrer signifikant Kraft und Anstrengung, für Autos nicht. In Berlin stehen dauernd Fahrzeuge auf den Radspuren – wenn ich für jedes dieser Fahrzeuge anhalte bin ich zu Fuss schneller. Ausserdem werden damit Radfahrer gerne und häufig in den fliessenden Verkehr gedrängt – wir haben keine Rückspiegel und Einfädeln in den fliessenden Verkehr ist für uns saugefährlich. Man wird dann auch gerne von einem nachfolgenden schnellen Auto angehupt und gefährlich überholt.

    Ich sehe durchaus das Problem, dass die Kundschaft nicht mehr in der Lage ist sicher auszusteigen, aber dann ganz ehrlich gibt es nur eine Option: Irgendwo anhalten wo die Kundschaft sicher aussteigen kann ohne andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Einfahrt, Bushaltestelle, Parklücke.

  12. Lukas sagt:

    Ganz ehrlich, manche Radfahrer in Berlin haben einfach einen an der Waffel. Ich fahre beides, manchmal Fahrrad, manchmal Auto…und wenn ich sehe, was dort abgeht, wie oft Radfahrer trotz Radweg auf der Straße fahren und eine Spur komplett blockieren, könnte ich kotzen…Klar, man will vorwärts kommen aber nur zu denken, dass jeder auf euch Rücksicht nehmen muss, damit ihr möglichst ohne zu bremsen durchkommt, ist egoistisch und schei….Die Welt dreht sich nicht nur um euch…ihr seid nur ein kleiner Teil davon und es wäre einfacher, wenn ALLE Parteien auf der Straße etwas Rücksicht aufeinander nehmen würden….Das gilt auch für Radfahrer untereinander!

  13. dingens sagt:

    95% aller auf Radwegen parkenden Autofahrer *sind* Arschlöcher.
    Anstatt hier für mehr Verständnis seitens der Radfahrer für die Belange der Taxifahrer zu appelieren könnte man umgekehrt auch von den Taxifahrern Verständnis für das Verhalten der Radfahrer einfordern.
    Grundsätzlich stehst du für den Radfahrer mit deiner Kiste erst einmal genauso beschissen im Weg wie die anderen 95%

  14. Felix sagt:

    @Lukas: Die Radwege in Berlin sind praktisch alle nicht benutzungspflichtig – denn die Stadt Berlin schafft es nicht, die Wege in adäquatem Zustand zu erhalten. Baumwurzeln, Mülltüten, geparkte Fahrzeuge, zu schmal, Schlaglöcher, im Öffnungsbereich von Autotüren [1]. Viele Wege sind tatsächlich gefährlich. Die Radfahrer haben damit das Recht auf der Strasse zu fahren. Dort sind sie ein Verkehrsteilnehmer wie alle anderen auch. Ich muss als Radfahrer rechts einen Seitenabstand einhalten, der einer geöffneten Autotür entspricht, sonst kriege ich eine Teilschuld an einem Unfall zugewiesen – mal abgesehen davon dass so ein Unfall leicht lebensgefährlich ausgeht. Damit ist die Spur voll. Wenn „ich nutze mein Recht“ schon als „einen an der Waffel“ qualifiziert weiss ich allerdings auch nicht mehr weiter. Der Addressat deiner Beschwerde sollte eigentlich die Stadt sein – ich würde ja auch lieber auf dem Radweg fahren, wenn’s denn einen brauchbaren gäbe.

    [1] Paradebeispiele: Rixdorfer Strasse, dort lagern die Kleingärtner gerne ihren Gartenabfall, Mehringdamm (50 cm breit), Skalitzer Strasse und Verlängerung, Oranienstrasse Richtung Moriztplatz von Richtung Westen kommend, ….

  15. alex0711 sagt:

    Man könnte aber als Taxifahrer auch einfach ein paar Meter weiterfahren und z.B. in einer Einfahrt halten. Wie es einer der Vorposten schon geschrieben hat; wieso wird die Bequemlichkeit des Taxikunden höher bewertet als die Sicherheit (Ausweichen auf die Straße) bzw. die Bequemlichkeit (erneutes Anfahren kostet Kraft) des Fahrradfahrers?

    Unabhängig davon sind die meisten Menschen absolut intolerant gegenüber den Nutzern anderer Verkehrsmittel. Das witzigste daran ist, dass eine Person als Fahrradfahrer über Autofahrer schimpft um am nächsten Tag im Auto sitzend die Radfahrer als hirnlos zu bezeichnen.

    P.S. Ich bin kein Radfahrer

  16. Michel sagt:

    Hallo,

    @dingens
    Du hast ja anscheinend gar nichts verstanden.
    Sei doch einfach froh, dass es wenigstens einen Taxifahrer in Berlin gibt der dich davor bewahrt in die kurz vor deinem Fahrrad öffnende Beifahrertür zu rauschen.
    Bei dem Senf den du hier zum Besten gibst, wäre es aber vielleicht mal ganz heilsam ohne Fahrradhelm in die Tür zu rauschen. Das rüttelt sich dann alles wieder hin…….

    @all die anderen Radfahrer
    Was seid ihr für Luschen. Fahrt doch einfach drumrum. Ihr habt alle einen drehend gelagerten Kopf. Damit kann man sehr gut nach vorn, aber eben auch zu Seite und nach hinten schauen.

    Und für all die, die sich über das zusätzliche Anfahren beschweren:
    Das ist der Ausgleich für all die roten Ampeln an denen ihr nicht anhaltet.

    Und falls hier irgendwelche falschen Verdächtigungen aufkommen. Ich bin Radfahrer, ich fahre jeden Tag ca. 15 Km bei Wind und Wetter. Aber eben auch PKW, LKW, Motorrad, und manchmal auch Taxi, sowohl als Fahrer als auch als Gast.

  17. Knut sagt:

    Es wurde schon alles gesagt… aber noch nicht von mir.^^

    Sash, mit dem halten auf dem Radweg magst du die Unfallgefahr für in deine Tür fahrende Radfahrer senken. Gleichzeitig zwingst du die Radfahrer aber in den fließenden Verkehr! Wo sind die Konsequenzen eines Unfalls wohl tragischer? Hinzu kommt, dass auch ein Radfahrer ein haltendes Taxi erkennt und entsprechend vorausschauend langsamer fährt (bzw. dies sollte), weil sich die Tür ja öffnen könnte. Das gilt übrigens für beide Seiten deines Taxis, denn auch die Fahrertür kann sich ja öffnen.

    Das ist übrigens auch ein Aspekt, den du zumindest in deinem Beitrag nicht beachtet hast: Wenn du auf dem Radfahrstreifen hälst, fahren Radfahrer von hinten kommend dicht an der Fahrerseite vorbei. Die siehst du als Fahrer aber unter Umständen garnicht im Außenspiegel, da sie sich erst direkt vor deinem Auto von hinten in dessen Sichtfeld begeben.

  18. Felix sagt:

    @Michel: Anderen Menschen einen Unfall zu wünschen weil sie nicht deiner Meinung sind ist schon ziemich harter Tobak, findest du nicht?

  19. ELP sagt:

    Leider weiß ich als herannahender Radfahrer nicht, dass du das bist. Ich sehe nur ein Auto, dass auf dem Fahrradstreifen hält und mich dazu zwingt, es links zu „überholen“. Das ist mit dem Rad gefährlicher als mit dem Auto, denn erstens bin ich langsamer als ein Auto, also dauert der Überholvorgang länger. Zweitens muss ich mit der sich öffnenden Türe auf der Fahrerseite rechnen, ich weiß ja nicht, dass es der liebe Sash ist, der natürlich in den Rückspiegel schaut.
    Und dann bin ich als Radfahrer eben weitaus verletzlicher. Bei dem Senf, den „michel“ oben zum Besten gibt, würde ich ihm auch mal wünscehn, dass jemand seinen Kopf mit einem Baseballschläger ebenso zurechtrückt.
    Aber genug der schnöden Gewaltfantasien.
    Ja, es braucht Rücksicht. Und ich verstehe Sashs Sichtweise, ebenso wie die des pöbelnden Radfahrers.
    Nein, ich fahre nicht bei Rot über die Ampel mit dem Rad. Ich fahre auch viel mehr Auto als Rad (leider). Aber als Radfahrer, der sich an die Regeln hält, ist man ziemlich stark im Nachteil. Und daher verstehe ich auch den Unmut des Radfahrers aus Sashs Beitrag.
    Was kann man nun tun? Im konkreten Beispiel vielleicht gar nicht mal so viel. Der Radfahrer denkt vielleicht nochmal drüber nach und lässt das nächste Mal das Schimpfwort weg. Der Taxifahrer blinkt rechtzeitig (so der Kunde ihm die Chance dazulässt und schaut vielleciht nach sichereren Alternativen. Ein Ruf des Kudnen „Halt! Hier wohne ich!“ muss ja nicht immer zur Vollbremsung führen, sondern vielleicht auch mal zum „Sorry, das war für ein sicheres Anhalten zu spät. Entweder sie steigen jetzt hier aus und laufen die 15m zurück oder ich fahre sie gerne auch noch einmal um den Block.“

    Wir haben uns doch alle lieb, egal ob wir nun auf dem Fahrersitz oder im Sattel sitzen.

  20. oni sagt:

    War klar, dass hier wieder über Radfahrer gelästert würde, die sich ja *nie* an die Verkehrsregeln halten.
    Liebe Autofahrenden: Egal ob ihr euch gerade im Recht fühlt, eine rad fahrende Person ist viel verletzlicher als ihr. Denkt euch euren Teil, aber haltet Abstand, überholt im Zweifel nicht, bedrängt die Person nicht. (Vermeintliche) Regelbrüche von anderen berechtigen euch nicht zu Regelbrüchen.

    Ihr sitzt in einem tonnenschweren Panzer, euer Verhalten ist lebensgefährlich.

  21. Problem sagt:

    Ich kann Sashs Anliegen hier verstehen, muss aber auch zugeben, dass sich mein Verständnis für Fahrzeuge jeglicher Art, die auf dem Fahrradstreifen parken, in Grenzen, in starken Grenzen.
    Hier in Aachen kann ich davon ausgehen, dass ich auf einer Strecke von 1,2 Kilometern mindestens drei bis vier Fahrzeugen ausweichen muss, die auf dem Fahrradstreifen stehen oder in ihn hineinragen.
    Das ist extrem nervig, vor allem weil es Kraft und Zeit kostet.

    Die Reaktion des Radfahrers hier war sicherlich nicht angemessen, aber ich finde, dass jeder Autofahrer – hier kein Vorwurf an Sash, er hat das nämlich getan – sinnvoll über sein Tun reflektiert. Das heißt eben auch, dass man nicht „mal eben“ den Radstreifen blockiert um beim Bäcker reinzuspringen.

  22. Cliff McLane sagt:

    Ich erzähl‘ euch mal was: Bei mir in der ländlichen Gegend haben sie einen Radweg gebaut. So weit, so schön. Baulich durch einen tiefen Straßengraben von der Hauptstraße getrennt.

    Irgendein, sorry: Volldepp vom Landkreis kam dann auf die Idee, dass der Radweg ja in die Hauptstraße einmündet, und dass dann nicht etwa ein Schild „Ende des Radwegs“ auf den Radweg muss, sondern ein Schild „Vorsicht, Radfahrer!“ neben die Hauptstraße. Da, wo das Schild steht, sind noch 100 km/h erlaubt. Gut, ein paar Meter weiter nicht mehr, weil eine geschlossene Ortschaft anfängt, aber mich hat das Schild auch erst einmal irritiert.

    Und die Rennradlfahrer, die fahren auf der Hauptstraße. Ist zwar eigentlich für sie verboten, weil Radweg vorhanden, aber für Rennräder ist die Hügelpiste nix. Die wird jetzt hauptsächlich von jugendlichen Mofafahrern genutzt. Die dürfen das zwar auch nicht, aber von mir aus, da sind sie sicherer als auf der Kreisstraße. Solange sie sich die Fläche friedlich mit Hundigassigehern und nordischen Stockenten teilen können, ist dagegen absolut nichts einzuwenden.

  23. David sagt:

    Bei uns vor dem Haus gibt es einen Radweg auf der Straße, der ca. die Breite eines Autos hat, und die Fahrspur der Autos auf der auch Straßenbahnschienen verlaufen. Parkplätze sind zwar vorhanden, aber eigentlich immer belegt. Die nächsten Parkplätze, bei denen man eine gute Trefferquote hat, sind in 250m weit weg. Ich bin kein Fan auf dem Fahrradstreifen zum be- und entladen zu halten, aber ich die Straßenbahnschienen zu blockieren halte ich für wesentlich unpraktischer. Bepöbelt wird man deswegen immer mal wieder, selbst wenn man gerade sichtbar einen Kühlschrank auslädt, aber eine bessere Möglichkeit sehe ich wirklich nicht… (Ja, es handelt sicher wirklich bei uns um halten, <3 min mit Fahrer im Auto…)

  24. PottRadler sagt:

    @David: auf der Fahrbahn haltenwäre dann aber die richtige Lösung. So zwingst du die Radfahrer auf die andere Spur inkl. dem deutlich erhöhten Sturzrisiko beim fahren über Straßenbahnschienen im spitzen Winkel.
    Radwege sind für Autos halt tabu, fährt auch keiner (mit etwas Verstand) mit dem Rad über die Autobahn weil die „parralelen“ Radwege doof sind.

  25. Rosa sagt:

    @David: dann ist dann so wie ich geschrieben habe: Die Autofahrer freuen sich, dass es eine Gelegeneheit gibt, zu halten ohne den (Auto-)Verkehr zu behindern. Der Radverkehr ist ja kein richtiger Verkehr, von Radfahrern wird erwartet, dass sie absteigen, ausweichen oder warten. Wenn ich mit dem Rad nur spazieren fahre, dann kann ich das ja verstehen, für mich ist das Rad aber das Verkehrsmittel, mit dem ich in die Arbeit und auch sonst überall hinkomme und da nervt es halt, wenn jemand im Weg steht. Wenn jemand auf eine zweispurigen Straße mit entsprechenden Verkehr in der zweiten Reihe steht, dann stört er ja auch.

  26. PottRadler sagt:

    @David: Und was die „waren doch nur drei Minuten“ angeht, Problem ist, du bist nicht alleine in der Stadt, sondern pro Kilometer Straße mit etwa 500-1000 anderen Mitmenschen (grob geschätzt), wenn jeder „nur einmal die Woche 3 Minuten“ auf den Radweg parkt, ist der defakto nicht mehr als socher benutzbar weil immer da einer steht…

  27. meh‘ Taxi

    Klar ist es nervig wenn da wieder irgendwer auf dem Radweg steht und klar verstehe ich die Motivation die Kunden nicht auf den Radweg aussteigen zu lassen.
    Aber mit „Kurz halten“ ist es halt genauso wenig getan (Bezahlvorgang) wie Taxis das typische Problem sind das mich täglich auf dem Radweg ausbremst. Lieferdienste und Falschparker sind da eben um Größenordnungen schlimmer.

    Macht das das vereinzelte Taxi im Weg jetzt besser? Nein, aber es gibt Gründe warum die sogar per Sonderregelung in 2. Reihe halten dürfen. Von daher habe ich da zumindest mehr Verständnis als bei allem anderen.

    Ansonsten kann ich mich den Vorrednern aber nur anschließen: das ist alles einigermaßen erträglich wenn kein sinnvoller Platz zum Halten da ist. Meistens ist dem aber halt nicht so. Ja, vlt. müsste der Fahrgast dann mal 5m weiter laufen – klar will man das als Dienstleister dem Kunden nicht sagen müssen – aber seine Bequemlichkeit über meine Sicherheit zu stellen find‘ ich arschig.

  28. Jürgen sagt:

    Ich möchte auch meinen Senf dazugeben:
    Für mich ist das in Ordnung, wie Sash sich verhält. Als Gast möchte ich auch nicht erst drei mal um die Ecke gefahren werden, damit Sash einen Parkplatz findet, auf dem er mich rauslässt.

    Ansonsten, als Radfahrer habe ich einen Arm, den ich auf etwa 1,20 m ausfahren kann. Bei vorausschauender Fahrweise muss ich für den Spurwechsel nicht mal das Tempo reduzieren.

  29. murx sagt:

    Zunächst mal: Beleidigungen sind natürlich inakzeptabel. Spur blockieren aber auch.
    Ist es wirklich zu viel verlangt, sich einen Parkplatz zu suchen den Fahrgast ein paar Schritte zu laufen zu lassen?

  30. Sash sagt:

    @Anonymous, dingens und murx:
    Ich nehme Eure Kommentare jetzt mal stellvertretend für vermutlich noch ein paar weitere. Ich hab noch nicht alle gelesen. Dass es viel sinnloses Geparke auf Radstreifen gibt, glaube ich unbesehen. Aber murx hat’s ja schön beschrieben: Alternativ könnte ich ja einfach „ein paar Schritte“ weiterfahren und den Fahrgast dann laufen lassen. Bitte was? Ich konzentriere mich also besser auf die kleine Randgruppe von fitten Leuten, die ohne Not ein bisschen Zeit und Geld extra investiert und das auch noch freiwillig macht, damit ein x-beliebiger Radfahrer weiter glaubt, ohne anzuhalten 5 Kilometer zu fahren, wäre ein Grundrecht? Bei Euch hakt’s ja wohl!
    Ich greife aus gutem Grund nie „die Radler“ als Allgemeinheit an, also bitte, lasst Ihr das auch! Ich hab auch kein Verständnis für Nichtblinker oder Leute, die den Radstreifen als Späti-Parkplatz interpretieren. Aber genau darum geht’s nicht! Ich muss den kürzesten Weg fahren und ich darf in zweiter Reihe halten. Warum ich das bei rechts verlaufenden Radstreifen dort tue, hab ich erläutert: Ich tu’s aus Sicherheitsgründen. Dagegen haben mir bei Euch die Argumente gefehlt.

  31. Martin sagt:

    https://facebook.com/story.php?story_fbid=1010495359000012&substory_index=0&id=732260473490170

    Das Halten auf Radwegen ist – auch für Taxis – aus gutem Grund verboten. Halte Dich doch bitte daran. Mit kollegialen Grüßen aus Essen.

  32. Anonymus sagt:

    @Sash
    Ich glaube nicht, dass es bei mir hakt! Ich finde auch, dass Beleidigungen nichts im Straßenverkehr zu suchen haben (@ Ulf: Und m.E. auch nicht hier).
    Radfahrer würde ich nicht als eine kleine Randgruppe bezeichnen, dass sind schon relativ viele Menschen gerade hier in Berlin. Es sind häufig auch nicht besonders fitte Menschen, die mitunter auch unsicher fahren. Manche fahren auch nicht freiwillig: Ein Rad ist in Berlin z.B. für mich deutlich billiger als der ÖPNV. Ich meine auch nicht, ein Grundrecht auf 5 Kilometer freie Fahrt zu haben (wäre in Berlin auch illusorisch).

    Mir geht es nur darum, dass der Verzicht auf ein paar Schritte weiter fahren, die Sicherheit für andere Verkehrsteilnehmende verringert. Wie häufig wird man beim Umfahren eines in zweiter Reihe parkenden Fahrzeuges dann auch noch von einem anderen Auto überholt? Mir passiert das regelmäßig. Für mich ist das eine Abwägung: Bequemlichkeit des Fahrgastes (wie gesagt es gibt Ausnahmen, etwa Menschen mit Beeinträchtigungen) und persönliche Sicherheit. Man kann diese Abwägung jetzt rechtspositivistisch vornehmen (so verstehe ich dein Argument, dass du in zweiter Reihe halten darfst) oder nochmal völlig frei überlegen. Bedenke ich, dass du in deinem Post auch wieder von Betrunkenen Personen als Fahrgästen sprichst , wird mir nicht klar, dass deren um ein paar Meter kürzerer Weg höher gewichtet wird als meine Sicherheit. Die Folgen für den Fahrgast, der 50 Meter laufen muss, und mich, der möglicherweise am Ende im Krankenhaus landet, sind so unterschiedlich gravierend, dass ich die beständige Wegverlängerung in Kauf nehmen würde.

    PS: Wenn man auf Berliner Straßen unterwegs ist, dann weiß man auch, dass es extrem viele Radfahrer gibt, die sich nicht an die Regeln hält. Die sind für regelkonform verhaltende Radfahrer mindestens genauso nervig, weil sie – nachdem man sie gerade überholt hat – die rote Ampel überfahren und man sie dann nochmal überholen muss. Ein Vorgang der sich beliebig oft wiederholen lässt.

    PPS: Ich weiß nicht warum, aber meine Berliner Erfahrung ist leider wirklich, dass die größten Gefahren für mich als Radfahrer von Taxifahrern ausgehen. An zweiter Stelle stehen Firmenautos. Vielleicht hängt das damit zusammen, dass das beständige Fahren auch Vorsicht abbaut. Vielleicht ist es aber auch das Gefühl besser einschätzen zu können, wie breit der Abstand ist. Aber wenn mich jemand gefährdet oder mir zu nahe kommt, kann es immer auch zu reflexhaften Handeln oder einem Sturz kommen. Das wäre dann aus Sicht des Autofahrers nicht passiert, wenn ich mich logisch verhalten hätte, aber der Versuch im Moment der Gefährdung Sicherheit zu gewinnen, kann halt auch die Gefährdung erhöhen.

  33. Mic ha sagt:

    Man sollte nicht vergessen, dass Sash Nachtfahrer ist und selbst in Berlin nachts weit weniger auf Hauptstraßen unterwegs ist, und es so auch für Fahrradfahrer leichter ist, auf links auszuweichen.

  34. MsTaxi sagt:

    Mir war klar, dass hier der übliche Grabenkrieg ausbrechen würde, als Sash das Thema anschnitt.

    Ganz ehrlich, Leute, wenn ich die Wahl,habe, dass ein nüchterner Radler nachts auf die Fahrbahn ausweichen muss oder ein berunkener Fahrgast, wenn er 50 + x Meter mehr heimtorkeln muss, ich dann aber die Verantwortung trage, einen Unfall erleidet, wer glaubt ihr, verliert dann in der Abwägung?

  35. Sash sagt:

    @all:
    Mir ist die rechtliche Lage so grob bekannt. Mir ist schon klar, dass ich rechtlich auf der rechten Autofahrbahn sicherer wäre. Was dann rechts passiert, ist Sache der Fahrgäste und Radfahrer. Von beiden kann ich ein verkehrskonformes Verhalten erwarten: Von den Fahrgästen, dass sie gucken und die Türen nur langsam und vorsichtig öffnen und von den Radfahrern, dass sie vorsichtig fahren, abbremsen und bei zu wenig Sicherheitsabstand ggf. anhalten. Darauf könnten wir uns meinetwegen extrem gerne einigen. Ich möchte nur anmerken, dass die Realität da leider manchmal etwas anders ausfällt und ich am Ende die Sauerei mit der Leiche einfach unangenehmer finde als mein schlechtes Gewissen, dass ich mich mal nicht regelkonform verhalten hab. Ich versuch ja mit vernünftigen Fahrgästen gerne auch die andere Variante, aber so lange selbst Warnblinker nicht ausreichen, ein enges Rechtsüberholen mit Tempo 30 zu verhindern, was soll ich machen?

  36. Ynok sagt:

    Finde das Anhalten auf dem Fahrradstreifen auch nicht in Ordnung. Ich bin in erster Linie Auto- und ÖPNV-Fahrer und würde gerne öfter mit dem Fahrrad fahren. Aber ehrlich gesagt ist es mir in Berlin zu gefährlich. Häufig sind die Fahrradwege nicht vorhanden oder unbrauchbar. Dann muss ich auf die Straße ausweichen. Das hasse ich, weil ich es für gefährlich halte und ich ungerne auf die Fahrkünste fremder Leute vertraue. Ein Fehler und ich bin hinüber. Wenn ich Auto fahre und sehe wer hier so unterwegs ist, fühle ich mich noch unwohler bei dem Gedanken.

    Auf diesen abgetrennten Fahrradwegen fühle ich mich tendenziell ein wenig wohler, wenn nicht ständig Autos dort halten/parken würden.

    Ich habe einfach kein Bock zu sterben.

    IMHO sollten die Fahrradwege mit einem Kantstein abgetrennt werden, sodass Autos die Wege gar nicht nutzen können. Dann würde ich mich auf dem Rad wohler fühlen und vermutlich auch häufiger fahren.

    Zum Ausladen der Taxigäste: Langsam auf der Fahrbahn halten, dabei Fahrradweg im Blick halten. Rechts blinken & Gäste beim Aussteigen auf mögliche Radfahrer aufmerksam machen. Den Rest besorgen die Radler indem sie vorsichtig an blinkenden Taxis vorbeifahren.

  37. Taxi 123 sagt:

    Meine übliche Forderung für all diese Fälle: jeder Autofahrer möge bitte einen Monat Rad fahren und jeder Radfahrer einen Monat Auto, danach reflektieren…

    @MsTaxi: woher weißt Du denn, daß der Radfahrer nüchtern ist? 🙂

  38. Danke für die Erklärung dafür, warum Sie auf Radstreifen halten – hatte an die genannten Abwägungen noch nicht gedacht. Dennoch: Ist es nicht vielleicht möglich, auf der KFZ-Spur ein klein wenig nach links auszuweichen (bis an die Mittellinie ran) und dort zu halten? Die meisten KFZ-Spuren hätten in diesem Fall genug Platz rechts zwischen Ihrem Taxi und dem Radfahrstreifen, oder? Auf die Weise könnten Fahrgäste – auch ohne zu gucken – die Tür öffnen. Sobald sie aussteigen, sind sie für Radelnde gut sichtbar, sodass diese sich darauf einstellen können (bremsen, warten, klingeln, …). Und auch die Fahrgäste können sich dann erstmal hinstellen und nehmen Radelnde mit Sicherheit leichter wahr als aus Ihrem Taxi heraus. Gleichzeitig ist die Chance groß, dass links neben Ihrem Taxi noch genug Platz für vorbeifahrende KFZ wäre. Könnte das klappen?

  39. MsTaxi sagt:

    @Taxi 123

    Die Hoffnung stirbt zuletzt, im Zweifelsfall zeitlich, nicht räumlich NACH dem Radfahrer. 🙂

  40. MsTaxi sagt:

    @Braunschweig-Radler

    Verstehe ich den Vorschlag richtig, das Taxi soll also mittig auf der Fahrbahn halten? Ja, doch klingt extrem sinnvoll… verkehrsgefährdend, aber sinnvoll, doch.

  41. Sash sagt:

    @Ynok:
    Vollste Zustimmung! Und wie gesagt: Wenn das alles funktioniert, dann ist ja sowieso alles in Ordnung. Mir geht’s ja auch nur darum, dass in der Praxis nichts passiert. Dadurch, dass ich als Taxifahrer oft gezwungen bin, in zweiter Reihe zu halten, ergibt sich eine Gefahrensituation, die man als Radfahrer eher nicht bedenkt. Sicher: Der Radweg gehört den Radlern, aber das heißt nicht, dass ich nicht daneben mit aufschwingenden Türen ausladen darf. Und dann ist prinzipiell natürlich der Radfahrer in der Pflicht, in dieser engen Verkehrssituation angepasst zu fahren. Und wenn z.B. ich den Radler 200 Meter vorher beim Überfahren einer roten Ampel gesehen hab, ja wie soll ich vermuten, dass er neben meinem Auto Vorsicht walten lässt? Aber siehe auch nächstens:

    @Braunschweig-Radler:
    Die Idee hatte ich auch schon und die ist sicher in manchen Situationen zu machen, allerdings ist ein Auto mit offener Tür schon ziemlich breit, ich denke also nicht, dass sich dabei eine Gefährdung immer komplett ausschließen lässt. Andererseits fallen mir auch Straßen ein, bei denen ich dann vermutlich Ärger mit rechts überholenden PKW hätte, aber das nur mal so als abgefahrene Außenseitersituation. Tatsächlich kommt da in meinem Fall noch etwas anderes dazu: Natürlich ist die linke Seite zwar bei mir mit Kindersicherung verriegelt, allerdings muss ich ja selbst manchmal auch mit raus, bei Gepäck oder so. Da Platz freizuhalten, so lange links noch PKW-Verkehr ist, ist also auch nicht ganz unsinnig. Es geht ja bei all der Dramatik in den Kommentaren nicht wirklich um ein Autos vs. Radfahrer, sondern um die Frage, wie man eine bisweilen in der Praxis komplexe Situation löst. Ich werde die nächsten Male mal gucken, ob das gut funktioniert.

    @MsTaxi:
    Im Falle einer mehrspurigen Straße gibt der Vorschlag schon etwas Sinn, bei einer Spur mit Gegenverkehr würde ich aber auch sagen, dass weiter rechts ausnahmslos besser ist. Im Übrigen: Man kann eine Mitschuld bekommen, wenn man einen richtigen Radfahrstreifen belegt, der Radler deswegen ausweicht und einen Unfall erleidet. Ist alles nicht so einfach.

    @all:
    Ich kann gerade echt nicht auf alles antworten, sorry.

  42. Sam sagt:

    @auf der linken Seite der Spur halten: Ich dachte dabei auch sofort an Leute, die dann rechts überholen. Nicht unbedingt PKW, aber Mofa-, Motorrad- oder eben Fahrradfahrer, die den Radweg nicht nutzen, fahren dann sicher eher rechts vorbei als einmal außen rum zu fahren. Ich wurde schon mehr als einmal auf der Linksabbiegerspur von Zweiradfahrern links überholt, die dann geradeaus fuhren. Jedes mal pures Glück, dass nichts passiert ist.

    Und bezüglich Beleidigungen und Anfeindungen kann ich nur alle dazu ermuntern sich zu erinnern, dass auch die anderen Verkehrsteilnehmer Menschen sind. Als vor ein paar Wochen mein Schwiegervater gestorben ist, habe ich z.B. auf dem (sehr breiten) Fußgängerweg gestanden, um meine Schwiegermutter für die Fahrt zum Bestatter abzuholen. Ich fand, dass eine Frau Ende 70, die vor einer Stunde ihren Mann verloren hat und sowieso nicht so gut zu Fuß ist nicht auch noch 500 m zum Parkplatz laufen muss (und ja, so sieht die Parkplatzsituation in der dortigen Innenstadt leider aus. Nichts mit ‚mal 50 m weiter‘). Und obwohl neben mir auf dem Fußweg auch noch problemlos zwei Kinderwagen nebeneinander vorbei kamen, gab es Passanten, die unbedingt Beschimpfungen von sich geben mussten. Dass ich dort eigentlich nicht stehen durfte, ist mir schon bewusst. Nur scheinen alle direkt vom schlimmsten auszugehen (Faulheit, Rücksichtslosigkeit,…), anstatt in Betracht zu ziehen, dass jeder mal in einer Ausnahmesituation steckt.

  43. MichiK sagt:

    Wow, welch ein polarisierendes Thema… aber einen Punkt hab ich noch, den ich als routinierter Radfahrer in der Stadt nicht unerwähnt lassen möchte: Wenn ich die Wahl habe zwischen einem auf dem Radstreifen oder auf der Straße daneben haltenden Taxi habe, dann nehme ich lieber das auf dem Radstreifen.

    Warum? Ganz einfach: Auf der rechten Seite des Taxis wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Tür öffnen. Die blockiert dann den Radstreifen komplett und ich habe keine Chance auszuweichen, da ist selbst Schritttempo noch zu schnell. Ich überhole daher auch das neben dem Radstreifen auf der Straße haltende Taxi niemals rechts, sondern grundsätzlich links. Natürlich mit genug seitlichem Abstand, sodass auch links eine Tür aufgehen kann, ohne mich vom Rad zu hauen.

    Ich fahre aber auch meistens flott und lege dann noch einmal eine Schippe drauf und ordne mich mit 30-40 km/h in den fließenden Verkehr ein, und das auch schon mal 50 oder 100 Meter vor dem Hindernis, wenn sich eine Lücke ergibt. Sollen die hinter mir doch hupen – und sich bei dem Typen beschweren, der meine Spur blockiert und dadurch überhaupt erst dafür sorgt, dass ich vor ihnen rumschleiche.

    Viel schlimmer als die Leute, die auf einem Radfahrstreifen auf der Fahrbahn halten sind übrigens die, die einen Hochbordradweg zuparken. Über den Fußweg ausweichen gefährdet dort potenziell Fußgänger und ist außerdem verboten. Von der Straße, was die legale Alternative wäre, trennt einen mindestens mal die Bordsteinkante. Man hat also als Radfahrer in der Situation grundsätzlich verloren. Entsprechend kompromisslos werden diese Gestalten dann von mir auch angepöbelt.

  44. Sash sagt:

    @Sam:
    Da kommen wir am Ende auf meine liebste Vorschrift, nämlich §1 der StVO. Der mit der Rücksicht und so. Alles, auch das oben genannte, tue ich (mit bestem Wissen und Gewissen), damit insgesamt alles so glatt wie möglich ausgeht. Wobei Fehler meinerseits natürlich ebenso vorkommen, das lässt sich nie ausschließen. Deswegen auch mein vergleichsweise scharfer Hinweis darauf, der sich so lesen lässt, dass sich „die Radfahrer“ nicht um die Sicherheit in der Situation kümmern. Die Kritik bleibt gerne bei dem persönlichem Empfinden, behindert zu werden. Was aber (in Maßen) selbst zum perfekten Straßenverkehr gehört. Als ob mich rote Ampeln nachts in der Pampa nicht behindern würden. Oder der Fahrradfahrer, der mich daran hindert, sofort rechts abzubiegen. Man muss halt mal Kompromisse machen und das fällt leichter, wenn man nicht allen anderen Feindseligkeiten unterstellt, die nicht unbedingt da sein müssen.

    @MichiK:
    Vielen Dank! Ich habe gehofft, dass es auch Radfahrer gibt, die das verstehen. Für Leute wie Dich mache ich das ja: Du kannst sicher leichter um mich rumfahren, wenn ich möglichst weit rechts stehe. Dass ich kein Verständnis für die Huper in der Situation habe, brauche ich sicher nicht erwähnen.
    Ebenso wie ich natürlich nicht für alle Taxifahrer sprechen kann, trifft deine Meinung nicht auf Verständnis bei allen Radlern, das ist mir auch klar. Aber deinem Kommentar entnehme ich, dass ich in dem Fall wirklich nicht der (sicher oft anzutreffende) egoistische Autofahrer bin, sondern dass mein Verhalten zumindest mal ein möglicher Lösungsweg ist. Dass der perfekt ist, will ich ja nicht behaupten.

  45. Christina sagt:

    Dieser Beitrag hat endgültig dazu geführt, dass das mein letzter Besuch auf deinem Blog war.
    Mit welcher Selbstverständlichkeit und – gefälligkeit du dich über verbindlich festgeschriebene Regelungen und Verordnungen hinwegsetzt, nur, weil du denkst, deine eigene Logik schlage die des Rechtsstaates (der sicher auch ein bisschen nachgedacht hat, bevor er eine Verordnung erlässt..), ist dreist.
    Es wurde hier schon mehrfach darauf hingewiesen, dass du die Sicherheit und v.a. den Komfort deiner Gäste zwar erhöhst, das Wohlergehen der Radfahrer aber massiv gefährdest – was dich scheinbar nicht zu stören scheint, da dein Klientel alias indirekte Brötchengeber alias Fahrgäste natürlich vorzuziehen sind.

    Ich erwarte auf meinen Beitrag (so er denn überhaupt freigeschaltet wird) entweder gar keine Reaktion oder eine von deinen fast schon herablassenden Repliken, die deutlich werden lassen, dass du Gegenmeinungen lieber abbürstest, als sie zu überdenken, und die ich hier in letzter Zeit leider häufiger zu lesen bekommen habe.
    Schade – ich hatte immer gerne bei deinen interessanten und lustigen Geschichten mitgelesen, aber so – geht gar nicht, sorry.

  46. Sash sagt:

    @Christina:
    Ui! Na sowas schlimmes aber auch! Irgendeine an einer Diskussion nicht interessierte Person unter tausenden droht damit, in Zukunft eine Nichtteilnehmerin einer Dikussion zu sein!
    Da muss ich mich aber warm anziehen, um das zu verkraften.
    Ich habe dargelegt, warum ich meine Verhaltensweise eher für sicherheitsfördernd halte, ich habe mich mit Gegnern und weiteren Diskussionspartnern, die meiner Meinung nur bedingt entsprochen haben, kritisch auseinandergesetzt. Du und ich mögen im konkreten Sachverhalt vielleicht nicht auf das selbe Ergebnis kommen und das ist zwar sicher schade, aber eigentlich eine alltägliche Banalität. Ich wette, wir fänden noch ein weiteres Dutzend ähnlich streitbarer Punkte, und dennoch würde das nicht bedeuten, dass eine/r von uns irgendwie mehr oder weniger Recht hat oder „besser“ ist als der/die andere. Aber dein Kindergarten-Kommentar macht es mir leicht und ich verabschiede Dich hiermit (hoffentlich endgültig) mit einem gepflegten und wohlüberdachten „Na dann: Fick Dich!“
    Herzlichen Glückwunsch! Du hast wirklich viel erreicht mit deinem ach so sachlichen Protest!

  47. Ynok sagt:

    @Christina Ganz ehrlich, bei deiner Reaktion: macht nix, wenn du fort bleibst!

    Dafür muss doch in unserer Gesellschaft Platz sein – Meinungsverschiedenheiten, unterschiedliche Ansichten, Auffassungen aushalten und damit arbeiten. Wo kämen wir hin, wenn wir nicht mehr miteinander in den Dialog träten um einander zu verstehen, sondern sofort die beleidigte Leberwurst spielten? Durch den Dialog können wir voneinander lernen. Wir haben die Chance, die Perspektive zu wechseln, Empathie zu entwickeln oder unsere Meinung zu ändern. In einigen Fällen fühlen wir uns nach dem Dialog auch „nur“ in unserer Meinung bestärkt. In jedem Fall nehmen wir etwas mit.

    Ich denke Sash hat ausreichend deutlich gemacht, dass er aus den edelsten Mtiven heraus agiert. Und auch wenn ich anderer Ansicht bin über die optimale Weise wie und wo ein Taxi an einem Fahrradstreifen anhält, schätze ich seinen Beitrag sehr, da ich jetzt besser verstehe, warum einige Taxifahrer AUF dem Fahrradstreifen halten.

  48. Ulf sagt:

    @Christina
    Und Tschüß !!!

    @Sash
    Dafür les ick allet zweima !

  49. Naya sagt:

    Ganz schön viele, die hier einige verschiedene Sachen mixen:
    Parken auf Fahrradstreifen – ist Mist und macht man nicht!
    Ausladen auf Fahrradstreifen von Lieferanten, Paketdiensten o.ä. – kann je nach Parkplatzsituation verstehen, daß es für sie praktischer ist, teils sogar das einzig Mögliche, wenn man den Zeitdruck von Paketdiensten sieht, ist aber verbotenerweise in zweiter Reihe parken und auch Mist. Dauert zum Glück nicht so lange wie Parken, ist je nach Straße aber häufiger.
    Taxi läd auf Fahrradstreifen Kunden aus – darf dafür in zweiter Reihe stehen und ist (wenn nicht das Bezahlen nicht sehr lange dauert) am schnellsten wieder weg; ist nicht schön, aber für mich auch kein Weltuntergang und rechtfertigt auf jeden Fall keine Beleidigungen.

    Unschön find ich aber, daß Sash sich mit der Reaktion auf Christiana sich auch grad auf das Level der gegenseitigen Beleidigungen begibt.

  50. dingens sagt:

    @sash:
    Der Radweg ist für Radfahrer.
    Das Grundrecht, direkt vor der Haustür zu parken oder direkt vor der Haustür abgesetzt zu werden, muss man mir erst noch zeigen. Ich seh ja wohl, dass das als Service für den Fahrgast gedacht ist und von dem auch honoriert wird, aber erst einmal bist du Verkehrsteilnehmer, der Verkehrsregeln zu beachten und auf andere Verkehrsteilnehmer Rücksicht zu nehmen hast und nicht ausschließlich Taxifahrer.
    „Platz da, ich muss meinen Fahrgast genau hier und keinen Meter weiter absetzen, denn er hat das so gefordert“ beeindruckt oder überzeugt mich als Radfahrer jedenfalls kein Stück.

  51. Fastdäne sagt:

    Moin, moin,
    auch wenn unser Ex-Kanzler „Smokey“ Helmut sagte, wer Visionen habe solle zum Arzt gehen, geht es hier doch auch um Visionen. Der Verkehrsraum in Städten ist begrenzt. Links und rechts stehen irgendwann Häuser. Nun brauchen alle Verkehrsteilnehmer Raum und für jeden Weg gibt es Vorschriften. Ein Fußweg soll das Begegnen von 2 Kinderwagen oder Rollis ermöglichen…also Mindestbreite. Ein Fahrradweg hat heute auch vorgeschrieben Breiten, die von vielen alten Wegen nicht erfüllt werden. Unsere Stadt baut daher gerade die blauen Radwegschilder ab, damit dürfen die Radler auf die Fahrbahn. Die Nutzung der zu schmalen alten Wege darf nicht mehr vorgeschrieben werden. Da kein Geld da ist, wirklich grundlegend neu zu bauen, kommen dann noch ein paar Striche als Schutzstreifen auf die Straße. Fertig der Mist!
    Nun zur angekündigten Vision: Wollen bzw. müssen wir unsere Städte nicht in absehbarer Zeit komplett Auto frei machen? Müssen wir nicht umdenken und statt Autostraßen Radfahrstraßen bauen? Das kombiniert mit neuen Konzepten des ÖPNV macht Städte dann wieder menschengerecht.
    Es gibt doch schon Metropolen, die den Individualverkehr fast ausgesperrt haben oder wo man hohe Maut zahlen muss, wenn man reinfahren will. Das klappt da doch auch.
    Abschließend zu Berlin: da habe ich mehrfach erlebt wie auf den Busspuren Busfahrer mit den großen „Gelben“ Radfahrer vor sich herschieben. Abstand zwei handbreit. Da hätte ich als Radler pure Angst. Überholt wird dann mit minimalem Seitenabstand. Klar, da müssen Fahrpläne eingehalten werden usw. Aber irgendwie scheint tendenziell im Verkehr jeder zum Egoisten zu werden. Ich muss mein Ziel erfüllen/erreichen dann gerne auch zu Lasten anderer. Das kann nicht die Zukunft sein!

  52. MsTaxi sagt:

    @dingens

    Grundrecht ist es sicher nicht, es gibt aber auch kein Grundrecht auf Radwege, das nur mal so nebenbei. Als „Recht“ könnte man es durchaus ansehen, wenn der Fahrgast direkt an der Adresse, zu der er wollte, aussteigen will. Die kürzeste Strecke von A nach B ist nicht so zu verstehen, dass es „B + x Meter zum nächsten Parkplatz“ das Ziel ist. ist. Ist Krümelkackerei, gebe ich zu, aber das, so will mir scheinen, ist beim vorgegebenen Thema so manches. Gelassenheit ist die Maxime, auf alles Seiten, wenn es denn geht.

    P.S.: @Christina, geh mit Gott, aber pass auf, dass dir die metaphorische Tür nicht ins Kreuz fällt.

  53. David sagt:

    @Pottradler
    Das Ausweichen ist für den Radfahrer glücklicherweise möglich ohne in Kontakt mit den Straßenbahnschienen zu kommen, dafür ist die Straße breit genug. Außerdem gib es zwischen Radweg und Straße keinen Bordstein, ich glaube das sollte ich noch anmerken, da es hier an anderer Stelle angesprochen wurde. Der Vergleich mit den 1000 Leuten und nur 3 Minuten hinkt ziemlich, da er außer Acht lässt, dass die Radwege teilweise „auf dem Gehweg“ verlaufen, teilweise auf der Straße (hier bei uns wechselt das in unserer Straße regelmäßig), die Bevölkerungsdichte unterschiedlich hoch ist (Hochhaus vs. Einfamilienhaus) und genauso auch die Parkplatzdichte unterschiedlich hoch ist.

    @Rosa
    Der Radverkehr ist für mich richtiger Verkehr, ich fahre selbst jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit. Hier geht es aber nicht um „Autofahrer sind wichtiger als Radfahrer“, sondern ich entscheide mich so, weil ich den Straßenbahnverkehr für wichtiger als den Radverkehr halte. Straßenbahnen können nicht ausweichen und einige Minuten Verspätung können starke Auswirkungen auf mehrere Bahnen in der Stadt haben und auf sehr viele Personen. Wenn ich also die Wahl habe wen ich blockiere, wähle ich die Radfahrer und nicht die Straßenbahnen (die alle 5 Minuten kommen tagsüber) + Autos. Noch dazu kommt vermutlich, dass die Zahl der Radfahrer, die im Schnitt vorbeikommt, wesentlich geringer ist (wenn auch ungleich 0), als die Anzahl der Autos. Auch wenn das eine sehr untergeordnete Rolle spielt.

  54. sepp bradl sagt:

    Ich bin selbst auch überwiegend Stadtradler, aber bei dem, was meine „Fahrzeugkollegen“ da so aufführen, stehen mir sehr oft die Haare zu Berge. Und meist ist es leider so, dass Verkehrsvorschriften nur in dem Moment wichtig sind, wo sie zum Vorteil der Radfahrer ausfallen. Ansonsten wird hemmungslos auf Gehwegen, gegen die Einbahn, über rote Ampeln, in Fußgängerzonen, in Fahrverboten, und so weiter und so fort gefahren. Aber wehe, wenn mal ein Autofahrer sich erdreistet, kurz jemanden Aussteigen zu lassen. Da gibt’s dann gleich Zeter und Mordio.

  55. sepp bradl sagt:

    Achja, ganz vergessen, den eigentlichen Punkt anzusprechen: Ich finde deine Vorgehensweise gut (vorausgesetzt, du setzt entsprechend früh den Blinker, wenn du auf den Fahrradstreifen einscherst 🙂 aber davon geh ich aus). Mir ist dieses kalkulierbare, kleine Risiko, evtl. auf die Fahrbahn ausweichen zu müssen oder mal 1min zu warten deutlich lieber als eine plötzlich aufgerissene Autotür oder ein Betrunkener der über den Fahrradstreifen torkelt.

  56. Sash sagt:

    @Naya:
    Es gibt leider ein paar Leute, die’s nicht anders begreifen. Und soweit ich mich erinnere, war das aucn nicht das erste Mal. Sonst bin ich da ja nicht so.

    @dingens:
    Siehe den Kommentar von MsTaxi: Natürlich ist das Anhalten kein Grundrecht, aber ein Recht (also jetzt nicht auf dem Radweg selbst, sondern daneben). Genau wie der fließende Verkehr bin ich damit Teil der Verkehrssituation, die ein nach mir ankommender Radfahrer hinnehmen muss, auch wenn es eine Behinderung ist. Ich muss natürlich auf den nachrückenden Verkehr achten und darf z.B. niemanden ausbremsen oder schneiden. Anhalten darf ich aber. Und dann muss man als Radler ggf. (wenn zu wenig Abstand) warten oder überholen. Wie die Autos auch.

    @Fastdäne:
    Keine Frage, das wird in Zukunft immer wichtiger. Ob ein Ausschluss des Autoverkehrs überall die Folge sein wird: Ich vermute, nicht. Eher die Elektrifizierung des kompletten Individualverkehrs. Aber warten wir’s ab.

    @sepp bradl:
    Also obwohl ich selbstverständlich auch hier und da mal Fehler mache: Dass ich beim Anhalten auf dem Radweg rechtzeitig blinke, kann ich versprechen. Wenn’s nicht reicht, hab ich auch schon Radler noch schnell vorgelassen, bevor ich rechts ran bin. Mir geht’s ja echt nicht ums Durchboxen im Verkehr.

  57. Kraven sagt:

    @Christina: Weiß nicht, ob du noch mitliest, aber zu einem Punkt muss ich noch meinen Senf ablassen:

    > nur, weil du denkst, deine eigene Logik schlage die des Rechtsstaates (der sicher auch ein bisschen nachgedacht hat, bevor er eine Verordnung erlässt..),

    Das wage ich manchmal anzuzweifeln, dass der Rechtsstaat immer genau nachdenkt, bevor er Verordnungen verlässt. Man nehme als Beispiel nur das schöne Leistungsschutzrecht, aber auch bei der STVO, habe ich bspw. noch die Regel im Kopf, die ich in der Fahrschule gelernt habe. Damals musste man beim Überqueren von Schienen (auch mit Schranke) langsam machen und nach links und rechts sehen, ob ein Zug kommt. Auch wenn dies in dem Fall heißt, dass man länger auf den Schienen ist und einen Zug eh erst sehen könnte, wenn man schon mitten auf den Schienen steht.

  58. @MsTaxi: Nein, da hast Du mich falsch verstanden. So weit links in der rechten Spur halten wie möglich, meinte ich. Also bei zwei Spuren mit einer je Richtung mit dem linken Taxiwagenrand an der Mittellinie, aber noch in der rechten Spur.

    @Sash: Stimmt, bei meinem Vorschlag könnten rechts überholende Motorräder (z. B.) ein Problem sein – allerdings nur bei Radfahrstreifen rechts. Bei Schutzstreifen oder ohne Radfahrstreifen/Schutzstreifen können Sie ja ruhig rechts ranfahren um zu halten, da es erlaubt ist. Mir gefällt es sehr, dass Sie meinen Vorschlag ausprobieren wollen. Bitte Erfahrungen hier als Kommentar posten – mich würde interessieren, ob er funktioniert

  59. @MsTaxi: Sorry fürs Duzen.

  60. Sash sagt:

    @Braunschweig-Radler:
    Danke, und ich versuche, an diese Kommentarspalte zu denken, nehme aber ehrlich an, dass es nicht klappt.
    Und sonst so: Duzen ist hier Usus, Siezen wirkt eher befremdlich.

  61. Sascha sagt:

    Hi Sash,

    das meiste wurde vermutlich in dieser Diskussion schon gesagt, aber ich mag dann auch nochmal. Ich fahre relativ viel Fahrrad im Stadtverkehr (München), bin aber auch Autofahrer.

    Grundsätzlich verstehe ich Sashs Ansatz und finde ihn auch nicht verkehrt. Ich bin da Pragmatiker und finde alles gut, was für ein mehr an Sicherheit sorgt. Es bleibt aber Fakt, dass es laut StVO nicht zulässig ist, auf Radwegen oder Radfahrstreifen mit KFZ zu halten oder zu parken. (Beleidigungen sind übrigens auch nicht erlaubt und – wenn man’s rein formell betrachtet – auch strafrechtlich relevant.)

    Den frommen Wunsch „bitte weniger Beleidigungen“ halte ich aber für utopisch. Es bleibt u.a. zu berücksichtigen, dass derselbe Radfahrer, der sich gerade über Sashs Taxi auf dem Radfahrstreifen ärgert, vorher an dem Tag wahrscheinlich schon von mindestens 5 anderen KFZ-Führern zum Ausweichen/Umfahren ihrer ordnungswidrig abgestellten Fahrzeuge gezwungen worden ist und die Begründung für Sashs Verhalten ja nun auch nur klein hier im Blog und nicht in 30cm großen Lettern an seinem Fahrzeug geschrieben steht. (Wenn ich alleine sehe, wie oft ich trotz – oder gerade wegen – ordnungsgemäßem Verhalten auf dem Fahrrad von KFZ-Führern angehupt, beleidigt oder gar vorsätzlich gefährdet werde, komme ich unweigerlich zu dem Schluss, dass es einfach überall einen gewissen Anteil an Vollidioten gibt und ich wüsste nicht, wieso es sich ausgerechnet bei Fahrradfahrern anders verhalten sollte.)

    Mit derselben Berechtigung „mein Verhalten ist ordnungswidrig, aber sicherer“ könnte ich ja bspw. auch Radwege generell trotz angeordneter Benutzungspflicht ignorieren und mich dann über die dann noch mit Sicherheit deutlich häufiger auftretenden Maßregelungen von anderen Verkehrsteilnehmern beschweren.

    Also locker bleiben und gerade bei zugebrüllten Beleidigungen hilft mir immer der Gedanke, dass der andere sich jetzt gerade offensichtlich viel mehr ärgert als ich mich über seine Beleidigung – es sei denn, ich lasse es zu, dass mich dieser Unsinn trifft – und warum sollte ich das tun? Und außerdem meint der ja gar nicht mich persönlich.

    In diesem Sinne…Grüße vom Sascha aus München an Sash nach Berlin!

  62. Sash sagt:

    @Sascha:
    Da hast Du natürlich recht und es ist natürlich auf der Basis nicht möglich, irgendeine perfekte Lösung für alle zu jeder Zeit zu finden. Ich nutze meinen Blog ja auch in erster Linie, um meinen Standpunkt zu erklären. Wie gesagt: Ich finde die Idee von Braunschweig-Radler nicht schlecht, sehe aber halt auch da Lücken im praktischen Gebrauch. Und wenn wir – was ich ja auch gerne tue – die StVO bemühen: Ich bin in den letzten Tagen seit des Artikels beinahe verzweifelt beim Rausfinden, ob es sich bei den Radwegen nun um wirkliche Radfahrbahnen oder Schutzstreifen für Radler handelt, was für meine rechtliche Lage aber sehr relevant ist, da ich auf ersteren nicht, auf zweiteren wohl aber schon halten dürfte, soweit ich das derzeit überblicke. Und ich vermute, Radfahrer scheren sich auch eher wenig um die Unterscheidung.
    Ich kann echt kein abschließendes Fazit bringen, zumal ja – wie Du geschrieben hast – die Wut oft eher aus zuvor erlebten Situationen erwächst.
    So provokant der Titel des Artikels auch ist: Ich jedenfalls versuche am Ende einfach immer, den besten Weg zu finden, der möglichst für alle, zumindest aber für die meisten Involvierten eine gute Lösung ist. Ich werde dabei vermutlich nicht immer legal handeln, werde hier und da auch Fehler machen; im Gegenzug aber andernorts auch die beste Entscheidung treffen. Hoffentlich zumindest. Ich kann nur versuchen, mich auch bei Fehlern der Kritik zu stellen. Hier und im Verkehr selbst. Mehr ist einfach menschlich nicht drin. Aber dazu bedürfte es halt auch Anregungen, die über „Du Arschloch“ rausgehen. Ich bin trotz erstem Schreck und erstem Unmut gerne bereit, zu diskutieren. Siehe z.B. Hier:
    http://gestern-nacht-im-taxi.de/wordpress/2013/10/07/unfall-panik/
    Ich hoffe (und denke), dass das eigentlich reicht, um nicht dauerhaft völlig falsch zu liegen.

  63. Sascha sagt:

    @Sash: „Schutz“streifen (die in meinen Augen überflüssigste, weil meistens kontraproduktive neuere Erfindung der Fahrradinfrastruktur) sind durch gestrichelte Linien vom Rest der Fahrbahn abgetrennt. Radfahrstreifen hingegen mit durchgezogener, breiter Linie.

    „Schutz“streifen werden meist dort angelegt, wo man „etwas für die Fahrradfahrer tun“ will, aber der Platz nicht ausreicht, um einen Radfahrstreifen anzulegen. Als Resultat sind die Dinger in gefühlt 95% der Fälle deutlich zu schmal, verleiten Radfahrer dazu, zu weit rechts auf der Fahrbahn zu fahren und bewirken außerdem, dass viele KFZ-Führer mit deutlich zu geringem Sicherheitsabstand überholen, weil sie der Meinung zu sein scheinen, solange der Radfahrer rechts der Linie und sie selbst links davon fahren, sei alles in Ordnung, auch wenn dann in der Praxis zwischen rechtem Außenspiegel und linkem Ellbogen deutlich weniger als ein halber Meter Platz ist. Alles in allem ein typisches Beispiel für „gut gemeint“e Infrastruktur, die unter dem Strich das Gefahrenpotential deutlich erhöht. Da fahre ich deutlich lieber auf einer Fahrbahn komplett ohne irgendwelche Alibimalereien.

    Für weitere Informationen empfehle ich Wikipedia als Startpunkt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Radverkehrsanlage#Radfahrstreifen

    https://de.wikipedia.org/wiki/Radverkehrsanlage#Schutzstreifen

    Und, ganz wichtig:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Radverkehrsanlage#Kritik_wegen_stark_erh.C3.B6hter_Unfallgefahr

  64. nils sagt:

    Ich hatte gestern nacht als beifahrer ein nettes erlebnis.Da hat ein taxi (vwbus?) links gehalten und die fahrgäste rechts rausgelassen. Ganz nüchtern sahen die auch nicht mehr aus. Ich denke sash hat eine situationgerechte lösung gefunden.

  65. Fastdäne sagt:

    Moin, moin,
    einen hab ich noch:
    mir fällt bei dieser Diskussion ein, dass ich als Verkehrsteilnehmer ob zu Fuß per Rad oder PKW immer wieder in Situationen komme, wo ich beschließe, einen guten Grund zu haben, einmal kurz gegen die Regeln zu verstoßen. Kurz anhalten im Halteverbot um jemanden aussteigen zu lassen, mal bei feuerwehrgelb oder als Fußgänger auch bei Rot über eine Ampel usw.. Ich gehe mal davon aus, dass dies fast für jeden gilt. Wer hat nicht schon mal unberechtigt einen Frauenparkplatz genutzt (Frauen mal ausgenommen) oder ist auf dem Rad mal kurz gegen die Einbahnstraße oder ohne Licht gefahren?
    §1 StVO sagt: Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht.Wer am Verkehr teilnimmt hat sich so zu verhalten, dass kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.

    Nun ist doch die Frage, wann es Umstände unvermeidbar machen, dass ein anderer mal kurz belästigt oder behindert wird.
    Wer da ohne eigene Schuld ist, der darf dann auch kritisieren aber nicht schimpfen oder beleidigen.
    Gibt’s hier wirklich jemanden, der noch nie bewusst eine Straßenverkehrsregel übertreten hat? Ist nicht das Aussteigen aus einem Taxi ein rechtfertigender Umstand? Muss ich als Radler nicht auch anhalten, wenn ein Linienbus an der Haltestelle hält? Da muss ich auf aussteigende Fahrgäste achten, nicht Slalom fahren und auf das Recht des Radweges pochen!
    Wenn so ein armer Hansel von Paketbote im Weg steht, denke ich nicht, der macht das um mich zu ärgern, sondern der macht da nur einen Scheißjob. Steht der aber 2 Meter vor einer großen Parklücke im Verkehr, muss das nicht sein. Wie gesagt, die Umstände machen es! Dazu noch etwas Gelassenheit und Toleranz und wir schonen alle unsere Nerven.
    Gruß aus Fastdänemark
    Frank

  66. @Sash: Alles klar, dann also Duzen. Bin neu hier 🙂

  67. Sash sagt:

    @Fastdäne:
    *unterschreib*

    @Braunschweig-Radler:
    Ist natürlich kein Gesetz, aber: Danke Dir!

  68. A.F. sagt:

    Also hallo erstmal.
    Bin etwas spät für die Diskussion.
    Aber was ich bei allen hier komisch finde ist, dass nur auf Rechte gepocht wird und der Verstand auf allen Seiten ausgeschaltet oder zumindest runter gedreht wird.
    Fahrradfahrer haben den Lenker nicht ohne Grund am Fahrrad und man mag vielleicht staunen, aber der dreht sich nicht nur nach Links auf die befahrene Straße, sondern auch nach Rechts, wo ja wohl der Fußweg ist auf dem man die paar Meter auch fahren kann, wenn man nicht warten will. Ja man muss vll. bremsen um das Rad umzusetzen aber das ist sicher schneller als warten und sicherer als auf einer viel befahrenen Fahrbahn zu landen. Außerdem wenn einem das Anfahren mit dem Rad zu anstrengend ist, dann sollte man sich so wieso überlegen ob man das richtige Verkehrsmittel oder das richtige Modell gewählt hat.
    Zu den Autojüngern: Das halten auf dem Radweg scheint ja verboten zu sein also einfach lassen. Mit dem Taxi kann ich aber Sash zumindest bei betrunkenen Fahrgästen verstehen. Ob es unbedingt richtig ist sei jetzt mal dahin gestellt.

  69. Sash sagt:

    @A.F.:
    Ist ja auch eine Frage davon, wie man „richtig“ definiert. Um mehr als Toleranz fürs Verhalten des Gegenüber geht’s mir im Wesentlichen ja auch nicht, da bin ich also voll bei Dir.

  70. Sascha sagt:

    @A.F.:ich habe in der Diskussion nicht gelesen, dass nur auf Rechte gepocht worden wäre. Da war eigentlich von allem ein wenig dabei.

    Aber wenn Du schon von Rechten sprichst: auf Gehwegen Fahrrad zu fahren ist nebenbei bemerkt hierzulande für Radfahrer über 10 Jahre verboten und darüber hinaus in aller Regel deutlich gefährlicher als auf einem Fahrradweg. (Und das Fahren auf einem Fahrradweg ist meist nochmals deutlich gefährlicher als auf der Fahrbahn.)

    Bei den altmodischen „Bordsteinradwegen“ bin ich als Radfahrer ja sehr dankbar für jeden Radwegparker, weil diese mir durch das Blockieren des Radwegs die legale Benutzung der sicheren Fahrbahn ermöglichen. Aber bei Radstreifen darf/muss/kann man ja als Radfahrer direkt nach dem Hindernis zurück auf den Streifen, von daher entfällt dieser positive Aspekt.

    Sowohl Fahrbahn, Gehweg und Fahrradweg sind übrigens ein Teil des Gesamtsystems „Straße“, aber das nur am Rande.

  71. A.F. sagt:

    @Sasha: Wieso sollte die Fahrt auf dem Fußweg gefährlicher als die Autospur sein? Das müsstest du mir mal erklären. Kombinierte Rad-/Fußwege gibt es ja auch und die funktionieren ja auch. Das es verboten ist, auf dem Gehweg zu radeln ist mir auch klar, aber ein Unfall Radfahrer und Fußgänger geht sicherlich besser aus als Radfahrer Auto oder Bus.
    Auf deinen letzten pampigen Absatz geh ich nicht weiter ein.

  72. Sascha sagt:

    @A.F.: Was an meinem letzten Absatz „pampig“ sein soll, erschließt sich mir leider nicht. Er sollte nur zur Klärung der Begrifflichkeiten dienen, weil viele Leute die Begriffe „Straße“ und „Fahrbahn“ verwechseln.

    Die (Haupt-)Begründung, wieso Radfahren auf Gehwegen in aller Regel gefährlicher ist als auf der Fahrbahn steht in Sashs Artikel schon drin: „Der Sicherheit wegen werden immer mehr Fahrradwege, bzw. -Spuren direkt auf der Straße angelegt und ich begrüße das auch sehr. Man sieht sich wirklich besser. “

    Und das ist auch der Grund, wieso kombinierte Rad-/Gehwege eben auch in aller Regel kreuzgefährlich sind und eben nur für eigenartige Definitionen von „funktionieren“ funktionieren.

    Wenn wir natürlich hier über Radstreifen direkt neben/auf Kraftfahrstraßen reden sollten (was der einzige mir sinnvoll erscheinende Grund wäre, wieso man die Fahrspur nebenan als „Autospur“ bezeichnen sollte), mag die Sache anders aussehen, aber davon gehe ich eher nicht aus, weil solche Konstrukte mir nicht bekannt sind.

  73. A.F. sagt:

    @Sascha: Du wirst es nicht glauben aber solche Konstrukte gibt es öfter. Hier im Nachbardorf zum Beispiel endet der durch Graben getrennte Radweg von der Landstraße im Dorf in einer Spur für Radfahrer, die aber maximal halb so breit ist wie die für Autos und der Radweg endet erst dann, wenn durch den Dorfbach keinen Platz mehr für den ist. Gibt es auch in der benachbarten Großstadt öfters, ist wohl billiger zu machen als den Fußweg oder die Straße komplett umzubauen.
    Die Spuren für die Räder sind dann halt nur mit einem breiten weißen Strich abgegrenzt und haben ab und zu Fahrradpiktogramme.
    Für die Behauptung das kombinierte Rad/Fußwege kreuzgefährlich sind hätte ich dann aber auch gerne Beweise und bitte keine Anekdoten in Form einzelner Artikel.

  74. Sascha sagt:

    @A.F.: ich schrieb von „Kraftfahrstraße“ (Beginn gekennzeichnet durch Verkehrszeichen 331.1), nicht von Landstraßen.

    Fahrradstreifen sind mir durchaus bekannt (;-)), aber da dürfen auf den nebenliegenden Fahrspuren durchaus andere Fahrzeuge fahren (von Kleinkrafträdern über Pferdekutschen und S-Pedelecs bis hin zu Lastenrädern und Fahrrädern mit Anhänger (je nach Breite des Radstreifens). Von daher sehe ich da eher keine Veranlassung, die nebenliegende Fahrspur als „Autospur“ zu bezeichnen.

    Es gibt Studien, die das Unfallrisiko von (besonders) Hochbordradwegen belegen. Ob die jetzt nochmal gesondert auf gemeinsame Geh- und Radwege eingehen, weiß ich gerade nicht, es ist mir aber auch egal. Dich werde ich damit ohnehin nicht überzeugen können, und ich bin schon überzeugt. Solltest Du tatsächlich an der Thematik Interesse haben, würde ich Dir den von mir schon weiter oben erwähnten Wikipedia-Artikel als Einstieg empfehlen. Oder halt einfach ‚mal selbst aufs Fahrrad setzen und erleben, wie oft man auf derlei Konstrukten „übersehen“ und gefährdet wird.

    Ich vermisse leider immer noch Deine Erläuterung, was Du an meinem letzten Absatz im vorletzten Kommentar als „pampig“ empfunden hast. Würde mich da sehr drüber freuen, damit ich derlei Missverständnisse in Zukunft vermeiden kann. Vielen Dank.

  75. Andreas sagt:

    Ist doch immer wieder interessant zu sehen wie Alle gleich wieder auf die Radfahrer schimpfen statt einen Schritt zurückzutreten und die Sache ruhig und objektiv zu betrachten. Meine objektive Betrachtung ist, dass es sowohl bei Radfahrern als auch bei Autofahrern und Fußgängern schlechte Kandidaten gibt und einige auch in die Kategorie Idiot fallen. Ich sehe auch immer wieder Radfahrer bei denen ich selbst als Radfahrer denke „war das jetzt nötig“ oder „jetzt müsste die Polizei hier sein“. Aber genauso oft erlebe ich das bei Autofahrern und Fußgängern. Abbiegen ohne zu blinken, Vorfahrt nehmen, auf dem Radweg spazieren oder mit dem Handy vor dem Gesicht durch die Gegend laufen ohne was von der Welt mitzubekommen. Keine der drei Gruppen ist besser als die anderen und wenn Autofahrer keine Nummernschilder hätten, würden viele genauso fahren wie Radfahrer.
    Übrigens, erlebe ich auf meinem Arbeitsweg immer wieder, dass Taxifahrer den Radweg als Taxistand missbrauchen und damit meine ich nicht mal eben Ein- oder Aussteigen, sondern auf Fahrgäste warten. Alltag an der Wahrschauer Brücke.

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