Maximum

Derletzt war das Thema Wechselgeld hier ja schon Grund, bzw. teilweise auch nur Aufhänger für eine Diskussion. Die will ich zumindest im Auto ja gar nicht aufkommen lassen. Allenfalls eine Nachfrage, ob es nicht doch etwas kleiner geht, bringe ich an – und es ist mir erst einmal passiert bisher, dass ich zu wenig Wechselgeld hatte, und es dann tatsächlich schwierig wurde. Glücklicherweise kein Problem, aber tatsächlich über die Grenze des Unverschämten hinaus war dann neulich folgendes:

„So, hat ja prima gereicht mit der Kurzstrecke. Dann hätte ich gerne 4 €.“

„Ja hier, machste fünf, dann is‘ einfacher mit Wechseln.“

Ein Hunni. Na da kommt es auf den einen Euro ja auch wirklich an… 🙁

17 Kommentare bis “Maximum”

  1. Frz sagt:

    Kann ich jetzt nicht nachvollziehen was daran unverschämt ist, wenn man halt (aus welchen gründen auch immer) gerade nur einen Hunderter dabei hat was soll man machen? Dir 50€ Trinkgeld geben?

  2. Der Maskierte sagt:

    @Frz

    Es gibt viele Dienstleistungsbereiche, wo auf solche Größen einfach kein Wechselgeld vorhanden ist. Bei 4 EUR würde ich auch maximal noch mit einem 20er zahlen und würde selbst da verstehen, wenn es mit dem Wechselgeld eng würde.

  3. Fronz Bockenbower sagt:

    Bei einem Hunni hätte ich schon Angst, dass das Falschgeld ist. Hast du dir schon mal überlegt, sowas zu testen? Da gibt’s doch auch mobile Geräte.

  4. Sash sagt:

    @Frz:
    Sowas kann vorkommen, klar. Und er hat sein Wechselgeld ja auch bekommen. Vorher nachfragen hätte bei diesem Missverhältnis aber drin sein sollen. Da verweise ich auf den im Beitrag verlinkten Artikel und die Diskussion dazu.

    @Fronz Bockenbower:
    Die sind aber auch nur bedingt sicher. Mir bleibt nur die Inaugenscheinnahme. Meines Wissens ist da noch nie was passiert. Ich sollte meinen Chef mal fragen, wie hoch die Quote ist…

  5. Andreas sagt:

    Sogar in den Zugfahrkartenautomaten in NDS/NRW kann man nur mit Scheinen bezahlen, die angemessen zur Summe sind. Und das ist dort ziemlich rigide (Ich glaube 20 €-Schein erst ab 15 €).

  6. Sash sagt:

    @Andreas:
    Ja, wenn man solche Sachen mal bedenkt, hört sich die böse Verweigerung der Taxifahrer, viel Wechselgeld dabei zu haben, auch nicht mehr so schlimm an.

  7. Bernd sagt:

    Was wäre eigentlich falsch daran, 50,- € Trinkgeld zu geben. GEBEN IST SELIGER DENN NEHMEN. AMEN!

  8. Sash sagt:

    @Bernd:
    Ein Hoch auf die Kirche! 😀

  9. Daniel sagt:

    Also, unser Landrattenamt hat mal auf Anfrage der Lokalzeitung nach zwei Taxi-Überfällen geäußert, dass es zwar keine eindeutige Regelung gebe, wieviel Wechselgeld vorrätig sein müsse, man es aber als absolut ausreichend ansehe, wenn auf den im Verhältnis zum Fahrpreis nächst größeren Schein gewechselt werden könne. Also werden streng genommen 30 Euro Wechselgeld als ausreichend angesehen, da Fahrten über 50 Euro eher selten sind und der 50-Euro-Schein erst ab einem Fahrpreis von 20 Euro gewechselt werden können soll.

    Und da ja das vorhandene Geld mit jeder Fahrt steigt, halte ich es persönlich auch so. Ich fange morgens mit 30 Euro Wechselgeld (20 Euro in Münzen und zwei 5-Euro-Scheine) an, achte aber darauf, dass ich in meinem Privatgeldbeutel noch wenigstens 30-40 Euro in kleinen Scheinen dabei habe, falls es doch einmal eng werden sollte.

    Sollte jemand einen Kleinbetrag mit 100€ zahlen wollen, antworte ich zunächst höflich, dass ich keine 100€-Scheine annähme – in etwa 9 von 10 Fällen haben die Leute das Geld dann auch passender (und wollten mich nur als Wechselstube missbrauchen) – und im zehnten Fall hatte ich in achteinhalb Berufsjahren erst ein einziges Mal das Problem, dass man vor Ort irgendwo wechseln gehen musste – mein System scheint sich also für unsere Kundschaft bewährt zu haben.

    Ich finde es bemerkenswert, dass man früher, als es noch richtiges Geld gab, kaum Kleinbeträge mit 100-DM-Scheinen bezahlt hat, einfach weil man üblicherweise sein bargeld kleiner gestückelt mit sich herumtrug. Aber heute ist der 50-Euro-Schein gang und gäbe und wird sogar von den deutschen Geldautomaten mit großer Freude ausgespuckt (mit ein Grund, wieso ich mein benötigtes Bargeld meistens 45-Euro-weise abhebe, aber das nur am Rande 🙂 ) – während ich in einigen unserer Nachbarländer die angenehme Erfahrung machte, dass ein Großteil der Automaten entweder automatisch kleinere Scheine auszahlen oder vor der Auszahlung die gewünschte Stückelung erfragen.

    Zumindest empfinde ich es als ein Gebot der Höflichkeit, wenn man nun schon ins Taxi steigt und weiß, dass man eine kleine Summe mit einem großen Schein bezahlen müssen wird, vorher nachzufragen, ob das Wechseln ein Problem sein wird. Im Linienbus muss man bei zahlreichen Verkehrsgesellschaften ja auch passend zahlen bzw. wird bereits an der Haltestelle darauf hingewiesen, dass nur auf die nächsten 5 Euro gewechselt wird.

  10. ag0linho sagt:

    in einer commerzbankfiliale um die ecke gibt es seit kurzem die möglichkeit, am automaten die stückelung selbst festzulegen. wenn man will, kann man auch 500 euronen in 5 euro scheinen abheben.
    bei der postbank hingegen bekomme ich bei 500 euro nur den 500er schein – bei 50 euro nur den 50er usw…
    bei anderen banken ist das immer n glücksspiel 🙂
    ist hier eigentlich jemandem schonmal aufgefallen, dass die postbank automaten ec karten unendlich langsam einziehen und ausspucken? ich hab bestimmt schon 15 verschiedene postbankfilialen durch und jeder automat zieht die karte im schneckentempo in den slot…

  11. Richard sagt:

    @ag0linho: Wenn der Automat die karte dabei ungleichmäßig, also ruckhaft einzieht, dann ist das ein Schutz gegen Skimming.

  12. Mariha sagt:

    Nöö, kann man nicht, durch den Automatenschlitz passen nur zwanzig Scheine!

    Das mit der Postbank ist mir auch schon aufgefallen, deshalb versuche ich diese Automaten zu meiden ( ist wahrscheinlich beabsichtigt ), ist bei uns nur leider der einzige Cash Group Automat der nicht in der Fußgängerzone ist.

  13. gala sagt:

    huhu,
    ich würde seit einer Erfahrung im bus nie wieder den Fehler machen nur großes Geld mit zu nehmen.
    Besitze bei mir daheim ne 3-Jahres Karte, bei meinen Großeltern, hatte ich nur nen 50er dabei, weil es den zu Weihnachten gab, also bezahlen wollen und wurde hochkant rausgeworfen, weil ich mir ja vorher die Beförderungsbedingungen komplett durchlesen müsste und die nur max. 20 euro annehmen.
    Also nie wieder Bus gefahren, sondern lieber das Taxi genommen. Waren auch nur 5 Euro mehr, aber der Taxifahrer hat auf vorherige Anfrage gesagt er kann wechseln.

  14. Daniel sagt:

    Ja, die Postbank-Automaten ruckeln die Karten langsam und ungleichmäßig in den Automaten und wieder heraus, damit böse Menschen, die um den Automaten ein zweites Lesegerät anbringen, die Kartendaten nicht auslesen können (diese Kopiermasche, um die Karten nachzumachen, braucht nämlich eine recht gleichmäßige Kartenschiebegeschwindigkeit).

    Und so langsam, dass man nun durch das Abheben bei der Post merklich Lebensqualität einbüßt, ist die Kartenbewegung nun auch nicht 😉

    In Belgien ist es an den Automaten angenehm, da steht i.d.R. angeschrieben, welche Scheine im Automaten vorhanden sind.

    Dass irgendwo 500er ausgegeben werden, halte ich für ein Gerücht. Meines Wissens können die meisten ATM nur vier verschiedene Scheinsorten ausgeben, also zB 5-10-20-50 oder 10-20-50-100 Euro. Und ein so großer Anteil der Kunden wird wohl kaum derart große Beträge auf einmal abheben, dass es lohnen würde, derartiges Geld vorrätig zu halten. Unsere gebräunten Landsleute aus dem Gebraucht-Kfz-Handel und die mobilen ethnischen Minderheiten mit der Goldklammer im Hosensack handeln ja meistens direkt mit Bargeld, ohne es vorher zur Bank zu bringen 😉

  15. Sash sagt:

    @gala:
    Das Problem ist wahrscheinlich hier wie dort die Information. Man kann sich ja auf alles einstellen. Wenn ich dran denke, wie ich in Stuttgart immer irgendwoher Münzgeld für Zigarettenautomaten bekommen habe… aber das wusste man vorher.
    Ich meine, ich hab in zwei Jahren noch nicht einmal richtig Ärger gehabt mit dem Wechselgeld. Es war mal nervig, weil entweder ich dann wechseln musste, oder aber der Kunde eine andere Option finden – aber es kann klappen. Ganz ehrlich 🙂

  16. gala sagt:

    das es klappen kann….
    Ja,
    nur nicht bei diesem Busfahrer…
    (Feiertags nachts um 3) da was zum wechseln finden ist blöd….
    Hatte die Wahl entweder aussteigen oder mein Geld nach Prüfung 2 Tage später an nem Schalter zurückbekommen (ob er echt ist) toll, wenn man am nächsten Tag heim fährt Wenigstens war der Taxler freundlich und hilfsbereit. 😉 Und ich weiß bei welchem Unternehmen ich noch mal einsteige 😉

  17. Sash sagt:

    @gala:
    Freut mich, wenn jemand Taxen auch mal mit Hilfsbereitschaft verbindet 🙂

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