…und das gibt es wirklich!

Es gibt Geschichten, die zu schön sind für das wahre Leben. Insbesondere für das Leben von Taxifahrern. Manchmal allerdings scheinen sie dann doch zu stimmen…

Bei solchen Meldungen bin ich immer sehr skeptisch, aber es ist wohl wahr: Es gibt Menschen, die freiwillig Taxi fahren. Also RICHTIG freiwillig! Die Geschichte spielt in meiner Firma und ist deswegen auch drüben im Firmenblog vom Taxihaus-Berlin erschienen. Trotz des leichten auflodernden Neidgefühls möchte ich klarstellen, dass ich es irgendwie doch auch wie der Kollege halten würde – schon wegen GNIT 😉

Aber lest selbst: Freiwillig Taxifahren?

…und danach zum Restaurant „Café“

Ein wirklich schweres Los gezogen hatten ein paar englische Touristen am Ostbahnhof dieses Wochenende. Kein verdammter Taxifahrer wollte sie zu ihrem Hotel bringen. Auf den ersten Blick mag das nach „Servicewüste Deutschland“ aussehen, insbesondere weil die drei jungen Leute keine Anstalten machten, sich ihr Essen nochmal durch den Kopf gehen zu lassen oder sonst irgendwie schwierig waren. Allerdings waren die Fahrer am Stand gar nicht uninteressiert, nur die Umsetzung stellte ausnahmslos alle vor unüberwindbare Probleme. Die potenziellen Fahrgäste hatten sich von ihrem Hotel leider die falschen Buchstabenkombinationen gemerkt und verlangten fortwährend, man möge sie ins Hotel „Pension“ bringen.

Manchmal kann man leider wirklich nicht helfen. 🙁

Die Lösung hat sie übrigens am Ende eine Viertelstunde verschiedenster Telefonate gekostet. Die haben alles in allem sicher mehr gekostet als die Taxifahrt am Ende. Ich weiß übrigens nicht, wo es dann hin ging. Die Fahrt hat letztlich ein mir unbekannter Kollege gemacht. Es erinnerte mich allerdings stark an den Australier im himmelblauen T-Shirt, der sich damals zu der Bezeichnung „a place called Platz“ hinreissen ließ.

Taxi-Demo in Berlin

Falls irgendwer heute auf dieser Seite landet, weil er sich fragt, wofür oder wogegen die Taxifahrer in Berlin heute mit ihrer Sternfahrt demonstrieren:

Sie demonstrieren gegen die derzeit angedachten Regelungen für den neuen Flughafen BER in Schönefeld.

Diese Regelungen sehen nach derzeitigem Stand vor, dass die Fahrten vom Flughafen in die Stadt teurer werden als die in die umgekehrte Richtung. Sie sehen vor, dass jede Fahrt vom Flughafen (zusätzlich zum höheren Tarif) 1,50 € Gebühr kostet. Diese Gebühr wird erhoben, weil der Flughafen den Taxibetrieb an seinen Pforten neu regeln will und das Kosten verursacht. Diese Kosten sollen unsere Kunden tragen, die wahrscheinlich nichts davon haben.

Der Protest der Taxifahrer richtet sich ebenso gegen die damit einhergehende Möglichkeit, bis zu 400 Brandenburger Taxen auf Berliner Gebiet Kunden aufnehmen zu lassen.

In erster Linie sind das Anliegen, die unsere Kunden – also potenziell jeden von euch – betreffen!

Eine kurze (und sicher unvollständige) Erklärung:

Der neue Flughafen liegt (ebenso wie der alte) nicht in Berlin. Da die Taxen aber landkreisabhängig sind, haben wir andere Tarife als die Brandenburger Taxen. Da der Flughafen aber ebenso zu Berlin gehört wie zu Brandenburg und es ohnehin zu wenige Taxen im entsprechenden Landkreis gibt, dürfen Taxen aus Berlin und aus dem Landkreis Dahme-Spreewald (LDS) dort Kunden aufnehmen. Es gibt darüber seit Jahren Streit – der ist allerdings meist albern und von übergroßen Egos der Verantwortlichen getragen.

Fakt ist: Mit der Eröffnung des neuen Flughafens wollte man sich auf einen gemeinsamen Tarif einigen – denn bisher hing der Preis einer Fahrt vom Kennzeichen des Taxis am Flughafen ab. Klingt komisch, ist aber so.

Da beide Seiten nun mit mehr oder weniger guten Argumenten ihren Tarif verteidigen konnten, soll es jetzt eine Sonderregelung geben: Vom Flughafen aus wird nach dem LDS-Tarif gefahren. Der ist auf den ersten Kilometern günstiger, jedoch für die Fahrten ins Zentrum Berlins – was die meisten vom Flughafen aus sein werden – teurer. Immerhin um ein paar Euro.
Auf dem Weg zurück – von Berlin zum Flughafen – soll weiter unser bisheriger Tarif gelten. D.h., die Berliner Taxifahrer müssten einen weiteren Tarif im Taxameter einspeichern. Das klingt zunächst nicht schlimm und ist es auch nicht wirklich – abgesehen von der bekloppten Unlogik aus Kundensicht. Aber die Preise sind für unsere Kunden ohnehin undurchsichtig. Keiner weiß so recht, was das Taxameter zählt, welcher Tarif nun was ist, etc…. Kontrollen gibt es ohnehin kaum. Leider!

Sprich: Betrügerische Taxifahrer hätten es künftig noch leichter, denn sie könnten einfach je nach Strecke den teureren Tarif wählen. Die ehrlichen Taxifahrer – und das sind die meisten, bitte glaubt mir das! – fordern seit Jahren mehr Kontrolle, doch nichts passiert! Deswegen will auch niemand, dass dieses Schlupfloch jetzt geöffnet wird!

Mit den LDS-Taxen ist es dasselbe: Es geht nicht darum, dass geschulte LDS-Fahrer in Berlin keine Kundschaft aufnehmen sollen, das Problem ist vielmehr, dass bislang keiner weiß, wie sichergestellt werden soll, dass die Fahrer, die das tun, auch tatsächlich eine Ortskundeprüfung für Berlin abgelegt haben und sich hier wenigstens halbwegs auskennen. Abgesehen davon haben wir tatsächlich schon jetzt genügend Taxen in der Stadt.

Die Gebühr von 1,50 € ist wieder eine ganz andere Baustelle. Die Betreibergesellschaft des Flughafens möchte keine Kosten für den Taxenverkehr haben. Irgendwie verständlich, aber hier wird einiges vergessen: Es ist wahr, dass wir unser Geld auch mit dem Flughafen verdienen. Aber wir sind Teil des öffentlichen Nahverkehrs und wir schließen die Lücke, die durch Bahn/Bus/BVG nicht bedienbar ist. Auch wenn es dem Flughafen nicht passt: Er braucht uns!
Anstatt aber einen Taxistand einfach bei den Unkosten einzuplanen, vergibt die Betreibergesellschaft einen Auftrag an die Firma Apcoa. Die bieten ein – sicher nicht unbedingt schlechtes – Leitsystem für Taxen an und kümmern sich gleich noch um die Versorgung und Organisation der Taxen und Taxifahrer. Nun ist sicher nichts dagegen einzuwenden, dass die Kosten durch einen Kiosk mit hohen Preisen eingetrieben werden, den die Taxifahrer mehr oder weniger zwangsläufig dort benutzen. Stattdessen aber wird das Ganze so teuer geplant, dass das – ohne Mehrwert für den Taxikunden – nur über eine Gebühr wieder reinzuholen ist. Diese Gebühr wollen sie nun von uns Taxifahrern verlangen und haben – damit wir nicht böse sind und wegbleiben – gleich mal mit der Stadt verhandelt, dass der Taxitarif künftig diese Gebühr beinhaltet. Sprich: Dass wir Taxifahrer die Gebühr für das Unternehmen einsammeln. Einzelne erinnern sich vielleicht an die ebenfalls von Taxifahrern bekämpfte „Servicegebühr“ in Tegel vor einem Jahr. Es ist das Selbe in Grün.

Gewiss: Versprochen wird viel von Kundenservice und Bevorzugung guter Taxen etc. Dabei darf man nicht vergessen, dass Apcoa einzig seinem Kassenbericht verpflichtet ist und sämtliche Gängelungen von uns Taxifahrern nur dann Sinn machen würden, wenn auf der anderen Seite eine sinnvolle Kontrolle stattfinden würde. Wenn das Apcoa-System beispielsweise Taxen mit Kreditkarte bevorzugt behandelt, hilft das aber z.B. nicht gegen die Fahrer, die einfach behaupten, das Lesegerät sei kaputt.

Wirklich: Wir Taxifahrer sind eine der wenigen Gruppen, die darauf hoffen, mal genauer angesehen zu werden! Aber dass das jetzt von Privatunternehmen geregelt werden soll, die sich – und das meine ich ernst – einen Scheißdreck um die wirklichen Probleme im Gewerbe kümmern und nur verdienen wollen, das ist keine Lösung!

Im Großen und Ganzen richtet sich die Demo also gegen höhere Preise für die Kunden und gegen Intransparenz!

Wenn ihr deswegen im Stau steht, nehmt es sportlich! Es ist echt für eine gute Sache, vielleicht sogar mal für euren eigenen Geldbeutel!

PS:
An die Kollegen aus LDS: Ich will euch nicht euren Tarif madig machen! Ich verstehe, dass ihr ihn behalten wollt. Und in Punkto Wartezeitunterdrückung sind sicher zumindest die Tagfahrerkollegen hier aus Berlin auch eurer Meinung. Aber unser Tarif hat einen großen Vorteil: Er ist übersichtlich und transparent! DAS ist es, was wir nicht opfern wollen. Meinetwegen können wir gerne ein paar Cent mehr hier und ein paar Cent weniger dort verlangen. Aber dieser blöde Mischmasch, den kein Kunde versteht, ist scheiße und er öffnet den ohnehin zu zahlreichen „Kollegen“ mit fragwürdigen Motiven Tür und Tor.
Ich persönlich bin strikt gegen diesen Fight Berlin vs. LDS und hoffe darauf, dass wir irgendwann mal einen für beide Seiten akzeptablen Gemeinschaftstarif haben!

Verrückt

„Und wenn wir hier dann verrückt rechts abbiegen, sind wir genau da, wo wir hinwollten.“

„Na dann: Fahre ich doch mal total crazy ums Eck, oder?“

„Jaaaa!“

So kann man eine Fahrt also auch beenden. Irre.

Im Wendekreis der Kundschaft

Na was für eine Überraschung! Kundschaft! Das kommt mir ganz gelegen, denn ich bin schon von Karlshorst aus bis nach Friedrichshain gegurkt. Leer. Aber aufs Leben im Boxhagener Kiez ist Verlass! 🙂

Ich befand mich auch direkt auf der Boxhagener in Richtung Westen. Die Kundschaft auf der anderen Straßenseite. Ich versuchte zu erkennen, ob sie die Straße überqueren wollen. Viele scheuen sich ja, das Taxi nochmal wenden zu lassen. Was das wieder kostet! Diese nicht. Die warteten, bis ich gedreht habe. Kein Thema.

„Wir müssten in die andere Richtung!“

Kein Problem, ich war gespannt, wo es hingeht. Ich wendete das Auto also ein zweites Mal und fragte, wo es jetzt genau hingehen soll.

„Also da in Rummelsburg wäre das die…“

„Rummelsburg? Das wäre aber die andere Richtung…“

„Ach ja, wir sind ja vorher von da gekommen!“

Also nochmal gedreht. Ich bin ja froh, dass mir nicht so schnell schwindelig wird im Auto 😀

Feilschen wie beim Bäcker

Achtung! Dieser Artikel enthält 5% Bäckervergleiche.

Taxifahren zum Festpreis? Billiger als zum Taxitarif? In dem meisten Städten und Landkreisen in Deutschland ist das illegal. Gemacht wird es trotzdem immer wieder – und zwar mit folgenden total schlüssigen Begründungen. Zur Erklärung sind vergleichbare Anliegen in der Kundenbeziehung zwischen Bäcker und Brotkäufer angefügt. Diese sind im Einzelfall nicht 100%ig identisch, aber wenigstens völlig legal. Eine Möglichkeit, sich das Geld fürs Taxi zusammenzusparen?

Kommen wir zu den Begründungen, warum ich den Kunden teilweise bis zu 50% des Fahrpreises erlassen soll:

1. Du fährst doch eh in die Richtung!
(Das Brot ist doch eh schon gebacken!)

Ja, zugegeben: Es würde mir keine direkten Mehrkosten verursachen, einen Kunden mal so mitzunehmen. Zwei Gegenargumente gibt es dennoch: Zum einen wäre ich dann besetzt und müsste (den Normalpreis be-) zahlende Kundschaft ggf. stehenlassen. Zum anderen bin ich nicht zufällig vor Ort. Ein Teil meiner Arbeit besteht darin, zu gewissen Zeiten an gewissen Orten zu sein und diese Leistung ist in dem Moment schon erbracht. Das muss nicht immer viel sein, vielleicht bin ich nach dem letzten Kunden nur einmal ums Eck gefahren – aber diese Schwankungen des Arbeitsaufwandes pro Kunden sind normal. Dafür können wir am nächsten Tag 10 Kilometer Anfahrt für eine Fahrt in Kauf nehmen…

2. Aber letzte Woche hab ich das auch gemacht…
(Ich hab letzte Woche in der Bäckerei gegenüber aber Brötchen gefunden, die eigentlich…)

Ob etwas in Ordnung oder machbar ist, richtet sich (manchmal durchaus leider!) nicht danach, was irgendwann irgendwo mal irgendwie geklappt hat. Nur weil ein Kollege das Gesetz bricht, bin ich nicht auch dazu verpflichtet.

3. Fährste halt ohne Uhr. Der Chef merkt das nicht, dann haste sogar mehr davon!
(Back halt ein paar Brötchen nach, dann fällt das nicht auf!)

Vielleicht geht das im Trubel tatsächlich mal unter. Aber das geht einfach nicht dauernd. Vom moralischen Dilemma mal ganz abgesehen: Bei 100 Kilometern mehr oder bei 20 Kilogramm Mehl wird es dann eben doch auffällig. Denn die Kosten entstehen trotzdem, die Einnahmen entgehen uns ebenso in Realität und das Spielchen lässt sich nirgends ewig spielen.

4. Wenn du mich fährst, haste wenigstens was. Mehr verdienste so jetzt auch nicht…
(Den Kuchen kauft doch jetzt niemand mehr, ist schon 14 Uhr. Lieber halber Preis als gar kein Geld!)

Ja, aber wenn es schon so schlecht läuft, dann warte ich doch lieber auf eine richtige Tour, die mir vernünftige Umsätze beschert! Es ist ein Glückspiel für uns, das ist wahr. Aber nicht ohne Grund darf ich eine kurze Fahrt nicht ablehnen, nur weil ich auf eine lange Tour hoffe. Es läuft mal so und mal so – und vor allem: Es weiß keiner. Ja, vielleicht hat man durch so eine Tour wirklich mehr Geld am Ende. Vielleicht aber auch erheblich weniger. Ein Argument ist das nicht wirklich.

5. Aber ich bin doch nur armer Student…
(Aber ich bin doch nur armer Student…)

Ja, traurig. Und nichts gegen eine Erhöhnung des BaFöG, mehr Kindergeld usw. usf. Weswegen ich als armer Taxifahrer jetzt mein Einkommen deswegen schmälern soll, entzieht sich mir. Ich geb gerne was an Bedürftige ab, aber an manchen Stellen kann nicht groß gespart werden. Hey, dafür ist die Monatskarte für die BVG günstiger als meine und vielleicht gibt es beim Bäcker ja doch das Mittagsmenü zum Schülerpreis mit Studentenausweis. Und was zur Hölle machen wir, wenn ich nebenher studieren sollte?

6. Der Abend war schon so teuer, der Eintritt und der Alk – ich hab nur noch 10 Euro!
(Sorry, ich hab beim Metzger und im Supermarkt so viel eingekauft, kann ich die Brötchen billiger haben?)

Nö, zahl mir den Zwanni und zieh‘ es deinem Vermieter von der Miete ab!

7. Wenn du mich nicht für 10 fährst, nehm‘ ich einen anderen!
(Dann geh ich halt zum Bäcker um die Ecke!)

Das ist jetzt sicher nicht schön für uns. Aber mal ehrlich: Da kommt eine Anfrage nach einer Tour für 50 – 75% des Normalpreises. Laut meinem Chef bleiben am Ende des Monats rund 5 – 10 % Gewinn übrig bei einem Taxiunternehmen. Irgendwas sagt mir, dass ich auf den Kollegen kein bisschen neidisch sein sollte…

8. Mach mal billiger, weil wenn ich die Bahn nehme, kostet die auch nur 2,30 €!
(Warum soll ich für ein Käsebrötchen so viel zahlen? Ohne Käse kostet das nur 30 Cent?)

Muss ich das eigentlich ernst nehmen? Aber gut: Wir fahren dann in einer halben Stunde los, solange wartest du draußen. Dann nehmen wir noch diese 5 Typen nach Wannsee mit und ich lasse dich in anderthalb Stunden 1,2 km von deiner Haustüre entfernt raus. Deal? Man muss den Mehrwert einer Taxifahrt nicht schätzen. Ich fahre selbst oft genug Straßenbahn in Berlin. Aber Taxifahren ist ein Gesamtpaket. Da kann man nicht mal eben ein paar Dinge außen vorlassen. Wenn man keinen Fahrer braucht, ist Carsharing oder ein Mietwagen eine Lösung. Scheißt man auf Komfort, tut es ein Fahrrad. Hat man Zeit und ist noch fit, kommt man mit der Bahn fast überall hin. Kurze Strecken kann man laufen und der beste Kumpel trägt einen vielleicht umsonst sogar ein paar Meter. Aber gerade weil es das alles gibt, ist es doch nicht meine Aufgabe als Taxifahrer, alles anders zu machen…

Abschließende Worte

Ich weiß, dass das Gejammer über Festpreise bei vielen Taxikunden auf taube Ohren stößt. Und dass die Bäckervergleiche nicht immer zu 100% passen 😉
Aber es ist für mich als Nachtfahrer wirklich ein ständiges Ärgernis. Keine Nacht, in der ich nicht wenigstens eine Anfrage hätte! Taxifahren ist teuer, ja. Ein Teil der Kosten und ein Teil der Arbeit bleibt für Kunden dabei meist unsichtbar – aber das ist wie in jeder anderen Branche. Der Weizen und ein bisschen Strom für den Ofen lassen ein Brötchen auch keine 50 Cent kosten. Genausowenig wie Benzin für 5 Kilometer und ein Fahrerlohn für 10 Minuten eine Taxifahrt 11 € kosten lassen. Es hat sich eingebürgert, im Taxi zu handeln, ok finde ich das kein bisschen. Wir sind Teil des öffentlichen Nahverkehrs und unser Tarif wird alle paar Jahre aufs Neue mit der Stadt ausgehandelt. Meines Erachtens nach wird dabei auch mal zu viel draufgeschlagen, aber letztlich sind die jammernden Berichte der Fahrer, die kaum von dem Geld leben können, nicht erfunden. Der Bäcker kann viel freier und spontaner seine Preise anpassen oder Produkte die sich nicht lohnen wieder vom Markt nehmen. Wir können das nicht. Wir dürfen das nicht! Ich darf mir die Preise nicht aussuchen, rein rechtlich nicht einmal die Kundschaft.
Die Tarifbindung ist nicht immer schön – auch für uns Fahrer nicht. Wo es hinführt, wenn man sie nicht beachtet, kann man in Ansätzen auch hier sehen: Natürlich sind es dieselben Fahrer, die einerseits mal für 5 € schwarz ein paar Kilometer weiter fahren und am anderen Ende der Stadt einem Touristen 20 € für eine Zehner-Tour aus der Tasche ziehen! Anders lohnt es sich für die nämlich auch nicht. Ich bevorzuge da lieber faire und transparente Preise für alle – auch wenn das im Einzelfall mal ärgerlich sein kann.

Kauft das Buch!

Wie kam Sash eigentlich zum Taxifahren? Das beschreibt er in seinem ersten eBook "Papa, ich geh zum Zirkus!".

Immer dranbleiben!

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Noch ein Blog?

Kleiner Tipp: Sash hat noch einen zweiten Blog, auf dem es auch gelegentlich was zu lesen gibt.

Taxi-Demo am 23.4.2012

Am kommenden Montag, zwischen 8.30 Uhr und 14 Uhr ist eine große Sternfahrt zum Brandenburger Tor mit anschließender Kundgebung eben dort geplant. Der Grund sind die Regelungen am neuen Flughafen BER.

Ich hab gestern schon einen Artikel drüben beim Taxihaus-Berlin geschrieben, das muss ich jetzt nicht hier alles wiederholen. Einen downloadbaren Demo-Aufruf gibt es dort auch. Letzterer empfiehlt sich allerdings eher, falls man was von Layout versteht und nach einem Grund für seinen Suizid sucht. Link: Taxi-Demo am 23.4.12 in Berlin!

Wer es gerne noch schlechter gestaltet haben will, kann auch diesem Link zur Taxi-Innung folgen. Dort steht der Aufruf praktischerweise auf der Startseite, so dass dieser Link bald ungültig wird…

Wie man sieht: Nur Profis am Werk. Ich hoffe allerdings trotzdem, dass einige Kollegen sich aufraffen. Ich selbst werde um die Zeit in Ermangelung eines Taxis wahrscheinlich trotzdem schlafen.