Der Uber-Uber-Artikel

Die aktuelle Debatte über den Fahrdienst-App-Anbieter Uber ist ein gutes Beispiel dafür, wie Vernunft im Keim erstickt werden kann, wenn die Ressourcen zu ihren Ungunsten ungleich verteilt sind. Und damit ist nicht einmal die gigantische Summe von 18 Mrd US-Dollar gemeint, die Uber angeblich wert sein soll. Obwohl die sicherlich hilfreich ist für die Firma. Denn damit kann sie den Hype am Leben erhalten, der dank PR die einzige wirkliche Stärke in ihrem Kampf ist. Nicht unähnlich einer Sekte, die mit absurden Heilsversprechen durch außerirdische Götter hausieren geht. Eigentlich nur eine App, ein schmuckes Design und viel Lust auf Grenzverletzungen. Im Grunde nichts, was nicht tausende Hinterhof-Schmieden im Koksrausch auch hätten machen können.

Die Anhänger rufen laut, man möge Innovationen nicht verbieten, dabei war Uber nur genau einmal in der Firmengeschichte tatsächlich kreativ: als sie in San Francisco einen Limousinendienst angeboten haben. In einer Stadt mit offenbar unzureichender Taxiflotte haben sie den jungen Hipstern ein neues Spielzeug geboten und haben vermutlich nicht zu Unrecht Erfolg damit gehabt. Die heute so bewunderte Expansion und das „innovative“ Konzept von UberPop sind indes nur ein Schatten ihrerselbst.

In den New Yorker Taximarkt wollte Uber eigentlich mit einer ganz normalen Taxi-App eindringen, wie sie dort GetTaxi einzuführen vorhatte. Statt das in der Eile sinnvoll zu planen, bot Uber die App den Yellow-Cabs an, die noch nie Bestellungen angenommen haben und dies auch nicht vorhatten. Dabei existieren in New York andere Fahrdienste, die so eine App vielleicht hätten gebrauchen können. Aber nicht mit Uber! Sie wollten die Yellow-Cabs und schoben ihr Scheitern auf eine innovationsfeindliche Branche. Sie brachen den Versuch ab und schmissen auch hier einfach ein paar UberBlack-Limousinen auf den Markt, beileibe kein neuartiger Dienst, schon gar nicht in NYC.

Dann stand Lyft kurz davor, eine lohnendere Variante einer Mitfahrzentrale auf den Weg zu bringen. Ubers Programmierer warfen einen offenbar nicht einmal sonderlich guten Abklatsch dieser Idee – vermutlich auch hier weil in Eile zusammengeschrieben – ein paar Wochen vor Lyft raus und nannten es UberX. Woraus in Europa dann UberPop werden sollte.

Natürlich verletzten sie mit einer App, die ungeschulten Fahrern ohne Lizenz oder Ausbildung die Personenbeförderung erlaubt, etliche Gesetze. Sie wurden hier und da verboten und überall wo sie auftauchten, haben sie auch Prozesse am Hals. Selbst die vermeintlichen Erfolge sehen bei gezielter Recherche schnell dünn aus. In NYC z.B. ist UberPop (also UberX) vertreten, allerdings müssen die Fahrer dort inzwischen auch eine Limousinen-Lizenz erwerben. Ein Kompromiss und ganz sicher kein waghalsiges Niederringen einer Branche, geschweige denn eine große Neuerung.

Ubers aggressive Expansionsstrategie brachte sie schnell nach Europa, wo ihre Innovation im Wesentlichen daraus bestand, mit Geldscheinen zu wedeln. Zwar wurden die Sprecher auch hier nicht müde, die Taxibranche zu beschimpfen und „verkrustete“ und „überholte“ Gesetze anzuprangern, wo immer man ein Mikrofon fand, allerdings ist auffällig dabei, dass sie nicht etwa tatsächlich an den vorhandenen Hürden ins Gewerbe gescheitert wären – sie haben es schlicht nie versucht. Die Gesetze in Deutschland sehen Ausnahmen für neue Technologien und Angebote vor. Kein Fall, für den man nicht eine Genehmigung beantragen hätte können. Was Uber aber soweit bekannt nie getan hat. Stattdessen haben sie sämtliche Arbeit in die PR gesteckt und irgendwelche Taxi-Kartelle erfunden, die die Taxifahrer in Deutschland heute noch vergeblich suchen. Aus dem erwartbaren Gegenwind der Branche und der Politik ließ sich dann das tolle Märchen weiterspinnen vom kleinen Startup, das an einer Politik scheitert, die ewiggestrig ist. Sicher hätten sie mit ihren Anträgen scheitern können, aber die Begründungen der Gerichte wären vermutlich inhaltlich zu kompliziert gewesen, um sie einfach in die Legende einzubauen.

Und überhaupt: die Taxifahrer! Während Uber vor geneigtem Publikum gerne verkündet, mit „einem Arschloch namens Taxi“ Krieg zu führen, ist das ein beim zweiten Hinsehen mehr als billiger Trick. Uber hat gar kein Interesse an einem deregulierten Taxigewerbe. Es müsste ihnen gut in den Kram passen, dass Taxen reglementiert sind, weil es Uber die Konkurrenz erleichtert. Wenn Uber in der gewerblichen Personenbeförderung eine Rolle spielen will, dann als Mietwagendienst. Der unterliegt weit weniger strengen Bestimmungen, aber das macht sich schlecht als Feindbild, denn wer kennt denn bitte überhaupt Mietwagen oder hatte in einem solchen mal eine schlechte Erfahrung, die Uber nun für sich verwenden könnte? (Und wie viele davon wären UberBlacks gewesen, mit denen Uber seit Anfang 2013 in Berlin erfolglos ist?)

Taxifahrer kennt jeder – und da das Gewerbe immer schon auch Schattenseiten hatte, hält es als Sündenbock halt gut her.
Was auch auf andere Weise kurios ist, denn Uber kämpft PR-mäßig an vielen, sich widersprechenden Fronten. Zum einen der Krieg gegen Taxis, der Kampf gegen die Taxi- und Mietwagenregulierungen und nicht zuletzt behaupten sie zusätzlich (!), dass sie ja gar nichts mit diesem Gewerbe zu tun haben, weil sie nur eine Art Mitfahrzentrale sind. Was zwar dreist gelogen ist wie vieles andere, aber darauf kommt’s nicht mehr an. Selbst manche Berichte über ihre Einnahmen sind bestenfalls ein wenig unglaubwürdig, wenn man mal ein bisschen nachrechnet.

Eine Mitfahrzentrale ist man, wenn die Fahrer Leute mitnehmen, die sowieso in die selbe Richtung wollen und sich dafür ein wenig Spritgeld zahlen lassen. UberPop verspricht seinen Fahrern ein Einkommen von 100 € am Tag und vermittelt entsprechende Aufträge. Und wenn man sich wie ich als Taxifahrer ein bisschen näher mit dem Thema auskennt, dann weiß man, dass 100 € in der Personenbeförderung ein ansehnlicher Betrag ist, für den man ein ganzes Weilchen arbeiten muss; nix, was man mit 2 oder 3 Fahrten in einer Stunde mal locker nebenbei einfährt.

Aber da ist das nächste Problem: das Wissen. Das ist recht nutzlos, wenn es dem Glauben gegenüber steht. Jeder, der schon mal eine (in welcher Art auch immer) schlechte Taxifahrt hatte, jubelt Uber nun zu und wünscht den Siegeszug jener „innovativen“ App. Wie sich das damit vertragen soll, dass Uber die Qualität im Gewerbe ausgerechnet dadurch verbessern soll, dass die paar qualitätssichernden Regularien abgeschafft werden, interessiert Gläubige nicht. Und meine Meinung als Taxifahrer mit entsprechendem Wissen zählt natürlich ebensowenig, weil ich ja der Feind von Uber und damit per se unglaubwürdig bin. Hier kommen Argumentationsmuster zum Vorschein, die denen von Verschwörungstheoretikern nicht unähnlich sind.

Faktenresistent wird dabei darüber hinweggesehen, dass UberPop – angeblich ja nette Mitfahrzentrale eines kleinen lieben und von Kartellen bedrohten Startups – beileibe nicht billiger ist als ein Taxi. Sicher, hier und da mal 20% – was jedoch nix ist gegen das „Surge Pricing“, das bei hoher Nachfrage die Fahrer auf die Straße locken soll, weil der Preis vervielfacht wird. Vervielfacht, nicht etwa moderat erhöht! Die Frage, wieso knuffiges Ressourcenteilen so viel kosten muss wie professionelle Personenbeförderung, geht im „Armes Uber, böse Taxifahrer!“-Geschrei natürlich unter. Da wird der Raubtierkapitalismus plötzlich zum Schmusetier, weil irgendwann mal einer der letzten Taxifahrer ein Arschloch war. Dass Uber, würden sie alle Gesetze zu Gunsten UberPops einreissen, auch Mitbewerbern Tür und Tor öffnen würde, denen dann wirklich alles scheißegal ist, ist natürlich auch nur eine düstere Dystopie, die ich als Taxifahrer ungerechtfertigt aus Angst um mein Geld in die Welt setze und nicht etwa, weil das zum einen auf jedem komplett deregulierten Markt passiert und ich zum anderen aus mehrjähriger Erfahrung weiß, wie schwer es in diesem Gewerbe ist, irgendwelche qualitätssichernden Regeln auch nur durchzusetzen.

Und als ob das nicht schon ein viel zu langer Text wäre, den kaum jemand bis hierhin durchlesen wollte, ist der wichtigste Punkt noch überhaupt nicht angeschnitten: dass das Kernkonzept von UberPop darin besteht, Menschen auf die Straße zu schicken, die weder ein Gewerbe angemeldet haben, noch bei Uber beschäftigt sind. Die Fahrer werden abgespeist mit einem allem Anschein nach sittenwidrigen Vertrag, der ihnen quasi alle Rechte nimmt, und sind damit nicht einmal Angestellte. Wer es versäumt, oder – was wahrscheinlicher ist – sich absichtlich dagegen entscheidet, ein Gewerbe anzumelden und dort die Gewinne seiner Tätigkeit abzurechnen, arbeitet schwarz. Nicht dunkelgrau oder ein bisschen schwarz – sondern zweifelsfrei.
Und tatsächlich wird aber nicht etwa darüber diskutiert, dass sich da einige im Grunde bedauernswerte Gesellen fremde Leute ins eigene Auto laden, damit oft ihre Versicherung riskieren und am Ende im kargen Niedriglohnbereich (Tja, keine Angestellten, kein Mindestlohn!) Sklaven ohne Rechte spielen, ohne dabei ihr Einkommen zu versteuern oder wenigstens in die Sozialkassen einzuzahlen. Nein, die Profis unter den Gläubigen sagen, dass das „vielleicht schon etwas schlecht“ sei, „aber mit Mindestlohn und Steuern“ wäre es voll dufte. Klar, ein Banküberfall mit Bankkarte statt Pistole und Zugriff nur aufs eigene Konto ist auch voll in Ordnung. Aber bei UberPop ist diese lockere Anbindung das Konzept, darum geht’s hier! Nicht darum, was UberPop vielleicht sein könnte, wenn es anders wäre. Etwas, das überall geächtet und als gesellschaftliches Problem anerkannt ist, wird bei Uber ruck-zuck zu einer leider unterdrückten Innovation erklärt.
Etwas, das vermutlich wirklich nur mit einer Milliarden-Propagandakasse erklärt werden kann.

Natürlich bin ich in meiner Position als Taxifahrer befangen. Man wird mir zumindest immer vorwerfen können, dass es mir eigentlich nur um meine eigene Kohle geht bei der Sache. Nichtsdestotrotz habe ich auch einfach Ahnung vom Geschäft:

Ich weiß, dass es zumindest hier in Berlin kein Taxi-Kartell gibt. Hier bekriegen sich 5 oder 6 Gewerbevertretungen gegenseitig und liegen zudem im Clinch mit dem LABO und dem Gewerbe in den umliegenden Gemeinden. Und in den Gewerbevertretungen sind tausende (ja, tausende – in Berlin alleine!) Unternehmen unterschiedlichster Meinung organisiert.

Ich weiß, dass wir Taxifahrer nie ohne Konkurrenz waren – egal ob seitens der Mietwagen, dem Carsharing, Bus und Bahn, dem Privat-PKW oder am Ende durch uns selbst.

Ich hab schon schwer schlucken müssen, als ich gelesen hab, dass Uber für die Vermittlung 20% Provision kassiert, weil ich weiß, dass man nach so einem Abzug einfach beschissen wenig Geld verdient, so lange man es wenigstens legal meldet. Die anderen Abzüge, die Uber hier und da darüber hinaus einführt, mal gar nicht einberechnet.

Auch über die uns vorgeworfenen festen Preise wüsste ich zu referieren, dass sie zum einen dafür sorgen, dass Taxifahren nicht noch teurer ist als ohnehin. Und noch dazu, dass Uber das gar nicht stören muss, weil sie ja sowieso keine Taxis im Sinne öffentlicher Verkehrsmittel (wie wir es sind) anbieten will und damit natürlich auch nicht der Tarifpflicht nicht unterliegt. Wir sind die, die weiter für 15 € fahren müssen, wenn bei Uber 120 € angesagt sind. Und laut Uber-Kunden sind wir dafür immerhin auch gut genug. Messen mit zweierlei Maß made bei Uber-Fans.

Und mir fallen ebenso für all die Gerüchte über unsere Einnahmen, unsere Auslastung und das, was Uber da reissen könnte, zig Gegenargumente ein, warum genau dieses oder jenes nicht oder nur teilweise stimmt. Einfach weil das seit 5 Jahren als Taxifahrer und Taxiblogger mein Leben ist.

Aber das alles hat ein großes Problem: es beschreibt eine komplizierte rechtliche und gesellschaftliche Situation, die nicht ganz so sexy wie die David-gegen-Goliath-Geschichte ist, die Uber frei erfindet und unter den Gläubigen streut.

Wie bei anderen Religionen scheint es ein Kampf gegen Windmühlen zu sein. Ich kann nur immer wieder sagen, dass man sich selbst informieren sollte, bevor man die einfachste Lösung akzeptiert. Aber das ist halt kompliziert und der große Schwarm der Leute, der weder Zeit noch Lust hat, einen Mythos zu entzaubern, weil es ja immerhin eine Flasche Wasser gratis gibt, schwimmt halt mit im Strom der 18 Milliarden Argumente. Da strampelt man sich mit einem Zehner Stundenlohn ziemlich ab um dagegenzuhalten. Wohl dem, der keine Ahnung hat; denn das ist weit weniger anstrengend …


Nachtrag: Seht Euch die USA an, schaut in die Foren der Fahrer! Lest mal, wie die abgezockt und ignoriert werden! Obwohl Selbstausbeutung via selbständigem Drittjob dort viel akzeptierter ist als hier. Und auch wie die Fahrer dort über Kunden und ihren Service denken. Wo ist das gehypte Kuschel-Startup mit den ach so viel besseren Bedingungen? Zuschläge für hinterlistig konzipierte und beinahe nutzlose Versicherungen, willkürliche Preissenkungen, jetzt dann Miete für ein nur für die App nutzbares Telefon usw. usf. … da bleibt kein lustiges Shareconomie-Märchen am Ende. Die ziehen Geld aus jedem Cent von jedem, der ihnen über den Weg läuft. Moral hingegen kostet Geld, ist also unnötig. Wenn wir Taxifahrer schon Monopole und ein Kartell haben, was baut Uber da gerade auf? Gibt’s dafür schon einen Namen?

Ich als Taxiblogger

Habe ich schon mal gesagt, dass ich das Internet liebe?

Ja, natürlich. Aber ich bin ja auch in einer komischen Situation: ausgerechnet, dass ich das Schreiben als Hobby (genau genommen als freiberufliche Nebentätigkeit) habe, sorgt für Kundschaft in meinem Hauptjob. Und das auf oft so kuriosen Umwegen …

Als ich neulich in Friedrichshain umherfuhr, eigentlich in der Hoffnung auf eine Kippenpause nach mehreren Winkern, klingelte mein Telefon. Die meisten Menschen finden das vielleicht normal, bei mir ist das nicht so. Ich bin ein ausgesprochener Telefonmuffel und schätze, dass ich nur ungefähr 10 bis 15 Anrufe im Monat bekomme. Wenn nicht weniger.
Und nun auch noch eine unbekannte Nummer. „Na gut, das schreit geradezu nach Lesertour!“, dachte ich mir und ging mal ran, nachdem ich rechts rangefahren war. Eine Frauenstimme verkündete, Mischa hätte ihr gesagt, sie solle doch mal mich anrufen. Aha.

Nein, im Ernst: der Name hat mir was gesagt. Obwohl die einzige Fahrt mit ihm an Bord 2011 stattfand (die Fahrt mit der „Diskutierband“ Rubicon), gab es seitdem ein oder zwei Anfragen von ihm, der Inbegriff der entferntesten Bekanntschaft. Aber dennoch hatte er an mich gedacht. Sehr nett, danke!

Wie der Zufall so wollte, war es eine Fahrt von Kreuzberg aus, nicht allzu weit weg. Eine ganze Stange junger Frauen, ein Großraumauftrag unproblematischster Art mit netten Gesprächen und – wie ich hoffe – Zufriedenheit auf allen Seiten. Ein Zwischenstopp, ansonsten kürzeste Route, und am Ende einmal Händeschütteln mit dem Initiator der Fahrt, der meinen Tracker genutzt hatte, um zu sehen, wann ich die Mädels aufpicke. So gut passt es leider nur selten zwischen Lesern und mir, meistens bin ich ja außer Dienst oder wenigstens am anderen Ende der Stadt bei solchen Anfragen.

Dank meiner Gesichtsblindheit hätte ich Mischa mit ungewohnt kurzen Haaren sicher auf der Straße nicht erkannt, aber das ist bei so einer Fahrt ja glücklicherweise egal. 🙂

Am Ende stand folgende Frage:

„Ich hoffe, Du hast anständig Trinkgeld gegeben?“

Ich sprang ein:

„Ja, hat sie!“

Und sie wiederum war sich unsicher:

„Jetzt, so gesagt, also eigentlich glaube ich, dass ich das nicht getan habe …“

Ach herrje! Ja, zugegeben: das Trinkgeld lag unter meinem Durchschnitt. Aber es war ok, ausreichend, gut, in Ordnung, alles bestens. Ehrlich!
Für mich als Taxiblogger ist das Trinkgeld manchmal auch einfach nur eine Fahrt, bei der ich weiß, dass sie super wird und mir nicht wegen diesem oder jenem Sorgen machen muss, weil ich die Leute nicht einschätzen kann. Und das ist bisweilen mehr wert als ein Euro extra, wirklich! 🙂

Killer Nr. 1

Die wirklichen Gefahren im Taxi lauern ja nicht wirklich in Form von Räubern oder Kotzern auf uns. Am gefährlichsten ist nach wie vor der Straßenverkehr. Und man selbst wird auch schnell zum Problemkandidaten – z.B. wenn man müde ist. Ich hab mein Koffein nicht umsonst dabei und ich denke, dass jeder schon mal irgendwann an dem Punkt war, den mein Chef damals mit den poetisch anmutenden Worten „wenn die Mülltonnen zu winken anfangen“ umschrieben hat:
Man ist so müde, dass man unachtsam wird, erschrickt dann, weil man was gesehen zu haben glaubt – und stellt fest, dass es irgendwas banales wie eine Mülltonne oder ein Verkehrsschild war.

Als ich neulich mit einem Kollegen ins Gespräch gekommen bin, hat er mir von der nächsten Stufe erzählt, die ich bisher wirklich noch nie erreicht habe.

Ich möchte vorweg sagen, dass der Kollege kein schlechter ist. Er teilt meine Einstellung, heimzufahren, wenn man müde ist. An dem Morgen hat sich die „kurze Winkertour zum Schichtende“ allerdings als ewige Fahrt ans andere Ende der Stadt entpuppt und auf dem langweiligen Weg zurück, alleine im Auto, hat ihn dann halt die Müdigkeit voll getroffen.

Er meinte:

„OK, das einem die Augen zuzufallen drohen … kennen wir alle. Aber ick war so weit, dass ick mir plötzlich jedacht hab: ‚Nu ja, so für ein paar Sekunden is ja nich schlimm …‘ Als ick DIT jedacht hatte, war ick aber auch uff ein‘ Schlach wieder hellwach vor Panik.“

DAS glaube ich. Und wohl dem, der das noch erkennt!

Dieses „Normal“

„Wie ist das denn so normal?“

„Normal stell‘ ich mir das ganz locker vor.“

„Ist das normal für Sie?“

Normalität ist etwas seltsames, wenn man sie im Taxi zu ergründen sucht. Insbesondere in einer Berliner Nachtschicht. Natürlich ist Taxifahren in vielen Belangen ein normaler Job. In manchen Dingen ist die Normalität da halt etwas stapazierbarer als jetzt vielleicht die eines Fließbandarbeiters.

Und die Frage wird immer wieder gestellt. Angefangen von den Leuten, die gerade irgend was „total verrücktes“ machen und selbstverständlich absolut NICHT normal sein wollen; bis hin zu jenen, die sich versichern wollen, dass ihre Tour jetzt aber hoffentlich nicht zu sehr aus dem Raster fällt. Ob das jetzt die Länge der Fahrt, die Uhrzeit, die Themen der Gespräche oder das Fahrtziel angeht – überall die Angst oder Hoffnung, normal zu sein.
Aber auch im Gewerbe, beim Bloggen – selbst jetzt bei der unseligen Uber-Diskussion – überall wird erzählt, wie was jetzt „normalerweise“ ist. Und keine Frage: ich verwende den Begriff auch oft. Ist ja normal. 😉

Meistens ist das ja egal, weil es nur ein dahergesagtes Wort für häufig ist. Traurig finde ich halt, wenn sich eine Rentnerin fürchtet, mir die Schicht zu verderben, weil ich sie vom Ostbahnhof mit einem Stapel Gepäck bis nach Mahlsdorf bringen muss. Das passiert zwar viel zu selten, ist aber abgesehen vom überdurchschnittlichen Verdienst eine ganz normale Fahrt für mich. Ebenso wie um 5 Uhr morgens zwei verknallte Kerle vom Berghain zu Tom’s Bar zu fahren eine ganz normale Fahrt ist. Die Auslöser für diesen Eintrag waren zwei Jungs, Anfang dreißig, hackedicht aber lieb. Wegen eines Junggesellenabschieds in Berlin und auf dem Weg in ihr Hotel. Für mich völlig normal, hätte ich den beiden aber nicht sagen dürfen. Für sie war es nämlich der geilste Abend der letzten Jahre.

Trinkgeld ist von 0,00 bis vielleicht 5,00 € völlig normal. Was aber – und da kommen wir der Sache näher – nicht heißt, dass es deswegen uneingeschränkt selbstverständlich ist. Oder für mich kein Grund, mich zu freuen.

Ich glaube, im Dienstleistungsbereich geht die Spanne des „Normalen“ im Vergleich zu vielen anderen Jobs bis weit vom Durchschnittswert weg. Weil Dienstleister eben auf sehr unterschiedliche Kundschaft stoßen und zumindest im Taxi beispielsweise auch unsere Arbeitsweise stark ändern können. Mag die Durchschnittsfahrt im Gewerbe 12 € bringen, wird ein Flughafenfahrer noch Touren für 40 € völlig normal finden, während mein Tagfahrer vielleicht nicht mehr ganz so normal findet, was sich betrunkene Mädels auf dem Heimweg über ihre Freunde erzählen. Ich selbst bekomme schon Probleme, wenn Kunden mich fragen, wie lange ich normal arbeite.

Ich habe einen Facebooktroll, der mich seit Monaten fragt, wie viel man „normal“ im Taxi verdient, wann man „normal“ arbeitet, was einem „normal“ erlaubt ist und nebenbei natürlich, warum ich ihm darauf nach dreimaligem Klarstellen, warum das schwierig ist, nicht mehr antworte.

Deswegen sind die meisten Jobblogs meiner Meinung nach Dienstleistungsblogs. Weil unser „Normal“ manchmal weit in den „Skurril-Bereich“ der Leser reinragt.

Das Ganze hat aber eine weitere Dimension. Nämlich die, dass es genau das ist, was uns Dienstleistern den Job so schwer macht und unsere eigentliche Qualifikation sein sollte: dass wir Dinge irgendwie „normal“ handhaben können, obwohl viele Menschen da draußen das nicht finden. Ich weiß – und bin stolz drauf – dass mich als Dienstleister auszeichnet, dass ich mit betrunkenen Jugendlichen, knausrigen Oberlehrern, wehleidigen Rentnern und streitenden Pärchen umgehen kann. Ohne immer nur das Schlechte zu sehen, ohne die Leute für Dinge verantwortlich zu machen, für die sie nichts können. Und letzten Endes auch ohne daran selbst kaputtzugehen.

Auch das ist ein Grund – und der Hinweis muss immer und immer wieder sein – warum ich mich hier so in diesen an sich lächerlichen Kampf mit Uber stürze, obwohl ich selbst immer öfter lachen muss, wenn ich den Namen höre. Im Taxi- und Mietwagen-, aber auch in jedem anderen Dienstleistungsgewerbe hat man zu kämpfen. Damit, dass nicht alles normal und geregelt ist. Diese Firma – oder zumindest ihr Diplomatiegenie an der Spitze – stuft, was ich und viele Kollegen machen, als überflüssig ein. Weil das ja auch ohne Regeln hobbymäßig für noch weniger Geld erledigt werden könnte. Wie immer an den meist schwammigen und anzweifelbaren Aussagen aus dem Hause Uber ist auch daran zumindest mal so viel richtig, dass man es schlecht als komplett falsch verwerfen kann. Abends an seiner Lieblingsbar die Stammkunden einsacken und heimfahren kann jeder. Seinen Lebensunterhalt mit dem Heimbringen derer zu bestreiten, die in Läden rumliegen, die aus Gründen niemandes Stammkneipen sind, kann halt nicht jeder. Genauso wie beispielsweise nicht jeder in der Lage ist, mir meine Wut über einen unnötigen Internetausfall durch Pfusch an der Hotline zu nehmen und das Problem sachlich und schnell zu lösen.

Normal in der Personenbeförderung jeder Art ist es, auch mal auf Fahrten warten zu müssen. Oder unliebsame, weil schwierige Fahrten für wenig Geld zu machen. Nicht nur, dass niemand einem die nervigen Kunden ewig vom Hals halten kann. Nein, am Ende brauchen wir die auch noch, um unser Geld zusammenzukriegen. Die Belohnung sind dann Fahrten wie diese:

Winker am Mariannenplatz (halbwegs normal). Sechs Leute, die zufällig ein Großraumtaxi angetroffen haben (schon eher glücklich). Meine dritte Winkertour in Folge (Wahnsinn!).
Die Größe der Passagiere passte perfekt zu den komplizierten Platzverhältnissen (sehr selten!) und nach etwas Eisbrechen gelang uns eine flüssige Konversation (normal) in englisch (ebenso normal).
Die Familie kam aus Israel (normal), war allerdings hier, weil die Mutter in der letzten Sitzreihe hier in Berlin geboren war (in der Kombination eher selten) und sie nun mal auf den Spuren der Vergangenheit wandeln und entfernte Verwandte besuchen wollten. Die eine Hälfte der Leute war still (normal), der Vater war nach allen vorbereitenden Gesprächen ein geradezu anstrengender Berlin-Enthusiast, der bei jedem Haus wissen wollte, was da drin ist und dauernd schwer zu beantwortende Fragen stellte wie „Wo kann man hier abends noch weggehen?“ (grenzwertig normal). Am Ende kamen wir auf gute 15,80 € Umsatz (normal), alle waren bester Laune (normal), aber die Mutter gab mir keinen Cent Trinkgeld (bei so einer Tour eher selten). Während mich der Vater beim Zusammenklappen der Zusatz-Sitze weiter mit Fragen löcherte (nicht mehr wirklich normal), kam einer der Söhne an und steckte mir die 4,20 € Wechselgeld zu, bei der die Mutter sich offenbar nicht getraut hatte, sie mir zu geben (normal. Quatsch, war so unerwartet natürlich extrem geil!).

Was lernen wir daraus? Nur weil das Wort „normal“ gefühlte hundert Mal in einem Blogeintrag vorkommt, muss der noch lange nicht normal sein. 😉

Trinkgeld. Ja oder nein?

asci hat mir in den Kommentaren eine Frage gestellt, die mir irgendwie schwer fiel zu beantworten. Hab’s gerade dann doch gemacht, aber ich dachte, dass das auch ein spannendes Thema für unterschiedliche Meinungen ist. asci fragte (ich fasse das mal eben mit meinen Worten zusammen):

Zusätzlich zum Taxipreis noch Trinkgeld zu geben, habe ich eigentlich keine Lust. Würde es Dir gefallen, mehr Fahrten zu haben, wenn die dann kein Trinkgeld abwerfen – oder ist das erst recht doof?

Schwer getan habe ich mich damit, weil

a) ich das Trinkgeldsystem in Teilen gut finde

(Die Bevorteilung engagierter Dienstleister. Dass deswegen teils die Löhne niedrig gehalten werden, ist natürlich eine Frechheit – trifft aber weniger aufs Taxigewerbe und mehr auf die Gastronomie zu)

b) ich umsatzbasiert bezahlt werde

(Deswegen kann für mich ein gutes Trinkgeld finanziell gleich bedeutend mit einer Tour sein, was eine allgemeine Aussage schwer macht.)

c) weiß, dass es da kein Schwarz und Weiß gibt

(Man kriegt auch als Arschloch Trinkgeld; für viele ist es schwer, das Geld auch noch aufzubringen etc. pp.)

Wie seht Ihr das?

Meine Sicht als Taxifahrer:
Trinkgeld ist nicht das wichtigste. So lange mir eine Tour Geld bringt, fahre ich sie. Sicher erhoffe ich mir bei 9,00 € auf der Uhr, dass zu dem Zehner ein „Stimmt so!“ kommt, aber ebenso wie ich eigentlich nie genervt bin, dass die 10€-Tour keine 12€-Tour ist, sehe ich den „fehlenden“ Euro Einnahmen nicht als Problem. Was ich aber auch anmerken muss: ich freue mich wahnsinnig über Trinkgeld. Sicher, der Euro läuft irgendwo unter „normal“ und das „Vielen Dank!“ ist natürlich nicht gerade der Ausdruck über einen noch nie dagewesenen Brüller in meinem Leben – aber zwei Euro extra mit einem Hinweis auf die nette Unterhaltung, die angenehme Fahrweise oder so, weiß dann schon zu rühren. Und je nach Umständen graben sich auch Kleinbeträge in die Erinnerung ein. Den Euro, den ich von drei Obdachlosen auf eine 5€-Fahrt bekommen habe, werde ich wohl nicht so bald vergessen.

Meine Sicht als Kunde:
Ich nehme Dienstleistungen nur sehr selten in Anspruch. Das macht es mir leicht, das Trinkgeld einzupreisen. Die Taxi-Fahrt wird 20 bis 22 € kosten? Lege ich halt 25 € raus. Ebenso beim Pizzaservice. Wenn ich mir schon den Luxus gönne, mal Leute Arbeit für mich zu erledigen zu lassen, denen ich naturgemäß nur selten über den Weg laufe, dann ist Geld halt eine schnelle Option, meine Anerkennung auszudrücken. Und wenn ich dann den Rentner vom Pizzaservice an der Tür stehen hab, der mir während eines Halbfinalspiels der Fußball-WM Essen bringt – der Kerl, der die betriebsinterne Auslosung für die Arschlochschicht verloren hat – warum sollte ich da über 2 oder meinetwegen 4 € extra nachdenken?
Ich weiß: andere kommen öfter als ich mit Dienstleistern in Kontakt, da kann das schon teuer werden. Denen kann ich nur nach wie vor raten, sich einfach genau zu überlegen, wem sie warum Trinkgeld geben – und das ggf. anpassen. Bei den einen nach oben, bei den anderen nach unten …

Aber ich bin gespannt auf Eure Meinungen zum Thema. 🙂

Andere Winker …

Winker am Halteplatz sind so eine Sache. Ich fahre in der Regel nicht hin, wenn jemand nicht bis zum Halteplatz läuft und von dort aus winkt. Und das nun wirklich nicht aus Faulheitsgründen. Im Gegenteil: ich laufe den Leuten sogar lieber entgegen.

Der Grund ist simpel: auf die Distanz weiß ich einfach nicht, ob überhaupt eine Fahrt zustande kommt. Und wenn man einmal weg ist von der Halte … ich sag’s mal so: man trifft selten eine komplette Halte voller verständiger Kollegen, die einen wieder auf den alten Platz lassen. Und schon auf die Diskussionen dazu habe ich keine Lust.

Sicher: bei den meisten Kunden, die einen aus der Ferne heranwinken, gibt es einen Grund. Sie wollen ihr Gepäck nicht alleine stehen lassen oder können es nicht alleine tragen zum Beispiel. Da komme ich dann wie gesagt gerne als Fußgänger entgegen. Aber ja, manchmal hat man dann eine Tour, die man nicht machen kann. Keinen passenden Kindersitz an Bord, keinen Kartenleser, keine Ahnung wo das Ziel liegt. (Ist höchst selten, soll ja aber auch mal vorkommen)
Das alleine wäre ja noch ok. Die Statistik wirklich verderben dann die Spaßvögel, die einen vorwinken und dann eine Kurzstrecke haben wollen, weil man „ja nicht mehr am Stand steht“. Oder eine Wegbeschreibung wollen. Da kennt die Fantasie ja keine Grenzen. Und bei aller Nettigkeit: solche Aktionen kosten einen dann bisweilen über eine Stunde Arbeitszeit (man hat ja lange gewartet), da hört der Spaß halt auch mal auf.

Aber auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel. Dieses Mal hat beispielsweise ein voll besetzter Reisebus neben mir gehalten und der Fahrer hat mir bedeutet, ihn bis zur Bushaltestelle zu begleiten. Er hatte also eine oder mehrere Touren – da haben Busfahrer als Quasi-Kollegen dann doch ein wenig Vertrauensvorschuss.

Ich war gespannt, aber Touren von Bussen gehören am Ostbahnhof durchschnittlich eher zu den besseren. Die Tagesreisen, die die meisten von ihnen machen, werden oft von Rentnern gebucht, viele davon wohnen auch ein Stückchen weiter weg. Die klassische Tour geht dann etwa nach Pankow, Hohenschönhausen oder Mahlsdorf. Irgendwas zwischen 15 und 25 € Umsatz und liegen damit deutlich über dem normalen 8€-Stich nach Kreuzberg.

Ich sollte nicht enttäuscht werden. Zunächst leerte sich zwar der Bus ohne erkennbare Tendenzen der Passagiere, ein Taxi zu suchen. Dann aber kam der Fahrer selbst an und geleitete – Überraschung! – ein Pärchen Rentner zu mir. Nach Marzahn sollte es gehen, etwas weiter noch als bis zu mir. Über 20 € also, ein Jackpot für Leute, die nicht die ganz großen Hoffnungen haben.

Es war auch wie so oft eine angenehme Fahrt, wobei ich besonders lustig fand, dass der Mann teilweise völlig grundlos geflucht hat wie ein Kesselflicker.

„Sie haben eine Tagesreise gemacht?“

„Ja. War sehr schön. Aber dass das sooo lange daaaauuuuert – meine Fresse!“

Umso angenehmer war, dass sie wirklich gutes Trinkgeld gegeben haben. Bei 22,60 € auf der Uhr liegen 25 € nicht wirklich fern, sind es doch quasi glatt die 10 üblichen Prozent. Dann aber noch einen Zweier draufgelegt zu bekommen, ist immer wieder schön. Da kann man sich auch mal von der Halte wegwinken lassen. 🙂

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Wie kam Sash eigentlich zum Taxifahren? Das beschreibt er in seinem ersten eBook "Papa, ich geh zum Zirkus!".

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Kleinere Kommunikationspannen

Nun hatte ich mich gestern so darauf gefreut, bei Cheffe im Hinterhof begrillt zu werden. Extra durstig und hungrig angereist bin ich. Hingemusst hätte ich diese Woche sowieso für ein bisschen Abrechnungs-Papierkram, so kam das alles super gelegen. Eine endgeile Woche im Taxi hinter mir, Bier und Grillgut vor Augen und nebenher die Formalien klären – perfekt!

Hat nicht sollen sein. Denn die Firmenfeier war zwar wohl angedacht gewesen, leider jedoch schon vor der offiziellen Verkündung wegen zu vielen urlaubsbedingt fehlenden Kollegen verworfen, bzw. verschoben worden. DAS hatte der Flurfunk natürlich noch nicht an mich weitergereicht …

Was ich gelernt habe: lieber auf die offizielle SMS aus dem Büro warten!

Immerhin hatte ich nix mitgebracht, was ich jetzt alleine essen musste … obwohl das ja auch ganz nett sein kann. 😉

Nun ja, Steak und Bier wurden auf einen noch unklaren Zukunftszeitpunkt verschoben, für Mineralwasser und ausgiebiges Quatschen im Büro hat es dennoch gereicht. Die Lage im Gewerbe derzeit (Uber, Mindestlohn etc. pp.) lassen solche Gespräche schon mal länger werden.

Heute muss ich mal wieder von meinem Recht Gebrauch machen, hier nicht alles zu schreiben, was ich weiß. Nur, dass ich nach wie vor und einmal mehr sehr sehr froh bin, genau hier in diesem Unternehmen gelandet zu sein. Ich hätte mir jedenfalls vor ein paar Jahren noch nicht erhofft, jemals mit einem Chef derart erfreuliche Gespräche in schwierigen Zeiten zu führen …