Schneller sterben mit Koffein?

Die meisten regelmäßigen Leser wissen, dass ich wie sehr viele Menschen da draußen auch tendenziell eher zu viel Koffein zu mir nehme, außerdem, dass ich selbiges im Gegensatz zu den meisten in Form von Koffeintabletten tue. Und während das für mich selbst soweit ok ist, wundere ich mich bisweilen, wenn ich mir die Tabletten hole, denn wirklich ausnahmslos alle Apotheker warnen mich immer sehr sehr besorgt, ich solle auf keinen Fall mehr als eine Tablette pro Tag nehmen (obwohl schon die Packungsbeilage zwei als Obergrenze nennt).

Was an und für sich sicher kein schlechter Rat ist, gerade bei Drogen und Genussmitteln. Auch ganz allgemein gesprochen soll ja die Dosis das Gift machen, da will man die Meinung der Fachleute ja nicht beiseite wischen.

Andererseits hab ich halt noch nie so einen harmlosen Beipackzettel wie den der Coffees gelesen und wie vermutlich jeder da draußen kenne ich Leute, die im Laufe eines langen Arbeitstages vom Aufstehen über die Kaffeepause im Büro bis hin zum Kuchen am Nachmittag bequem und ohne Not 8 Tassen Kaffee trinken. Was je nach Kaffeevorliebe 2 bis 4 Koffeintabletten entspricht.

Und als der letzte Apotheker mir die Packung mit den Worten „Nicht, dass Sie irgendwann umfallen!“ in die Hand gedrückt hat, hab ich mich mal an die geschätzte Bloggerkollegin Pharmama gewandt und etwas plakativ gefragt:

Wisst Ihr Apotheker_innen irgendwas über Koffein, was sonst niemand weiß?

Und was will man sagen: Natürlich weiß Pharmama eine Menge über Koffein und Ihr könnt ihre Antwort auf meine Frage in voller Länge drüben bei ihr im Blog nachlesen. Viel wissenswertes über die Wirkungsweise und natürlich auch die Gefahren: Koffein macht nur kurzfristig wach, kann zu Herzrasen führen, macht abhängig, dazu kann es mit Medikamenten wechselwirken und vorhandene Krankheiten verstärken.

Das ist jetzt natürlich nicht nichts, aber im Vergleich dazu liest sich der Beipackzettel von Aspirin wie ein Horrorroman.

Und trotz der vielen interessanten Infos hab ich jetzt eigentlich auch keinen zusätzlichen Ansatzpunkt gefunden, weswegen ich mit den Tabletten vorsichtiger sein sollte als jeder x-beliebige Kaffee- oder Teetrinker. Das in meiner Anfrage an Pharmama postulierte eine Gramm Koffein pro Tag bei den Hardcore-Kaffies in meiner Umgebung mag vielleicht etwas ab- oder aufzurunden sein, allerdings finden sich auch Zahlen, die darauf hindeuten, dass eine 200mg-Tablette vielleicht gerade mal den täglichen Durchschnittskoffeinverbrauch eines Erwachsenen repräsentiert. Und gerade die schnell einsetzende Gewöhnung an Koffein sorgt ja dafür, dass man von 50mg eben kein Herzrasen mehr bekommt.

Ich weiß es natürlich zu schätzen, dass Apotheker und Apothekerinnen da bezüglich der Beratung sehr gewissenhaft sind, das ist eine ihrer Kernkompetenzen. Trotzdem bleibt am Ende ein bisschen der Verdacht, dass die Warnungen vor einem baldigen Ableben aufgrund von Koffein vielleicht ein wenig übertrieben sein könnten und nur deswegen kommen, weil ich statt einem Pfund Kaffee eine Packung Tabletten kaufe, während die Kollegen an der Tanke wegen der zwei Tassen jeden Abend einfach gerne als Stammkunden gesehen sind. Aber so ist wohl das Leben.

Ein dickes Danke jedenfalls an Pharmama, insbesondere für die schnelle Antwort und den sehr informativen Artikel! Wer nicht ohnehin schon bei ihr liest, könnte jetzt ja mal damit anfangen. 🙂

PS: Trotz allem gilt das, was ich auch kotzenden Kunden immer gerne mitgebe: Seid vorsichtig mit Drogen! Mir geht’s nicht um eine Verharmlosung, nicht einmal bei Koffein. Es ist auch kein Allheilmittel, hilft nicht gegen wirklich schlimme Übermüdung und kann zweifelsohne lebensbedrohlich überdosiert werden. In dem Fall wollte ich’s nur mal wissen, weil ich mich da konsummäßig eigentlich eher im Mittelfeld sehen würde und trotzdem immer gewarnt werde.

31 Kommentare bis “Schneller sterben mit Koffein?”

  1. Senfgnu sagt:

    Ich hab mal mitgezählt und bin bei mir auf durchschnittlich etwa 2 Liter Kaffee am Tag gekommen. Ohne besondere Auswirkungen.
    Daher würde ich das locker sehen – Koffein ist eine der eher harmlosen Drogen und eher für die Kollegen gefährlich, wenn Kaffee alle ist.

  2. Schorsch sagt:

    Magst du den Artikel im dortigen Blog evtl. mal verlinken? Ich konnte da leider auch per Suchfunktion nichts zum Thema „Koffein“ finden.

    Und ansonsten kann ich (als ehemaliger Coffein-Junkie, der dem Ganzen längst abgeschworen hat – irgendwann hat es bei mir einfach nicht mehr gewirkt bzw. man bräuchte immer mehr, heutzutage nach langer Abstinenz reicht mir ein Kaffee am Nachmittag und ich schlafe bis Mitternacht nicht mehr 😉 ) nur Modafinil als viel bessere/effektivere und deutlich verträglichere Alternative empfehlen. Ist nur mit Rezept bzw. auf Umwegen erhältlich und ich weiß ja auch, du stehst Empfehlungen, die gegen deinen Alltagstrott laufen, meist recht skeptisch gegenüber, aber du kannst es ja trotzdem mal googeln, wenn du magst 😉 Natürlich ist das kein Alltagsmedikament, aber wenn man außerplanmäßig mal zu wenig Zeit zum Schlafen hat oder einen besonders langen/anstrengenden Tag vor sich hat, ist es Gold wert.

  3. the passenger sagt:

    Ich habe einen Vorgesetzten, der wirklich übler Kaffee-Junkie ist. Wenn mal jemand vergisst, welchen nachzukochen, kriegt gleich die ganze Abteilung eine bitterböse Mail, bei der man glaubt, er sei beim Schreiben knapp an einem Herzinfarkt vorbeigeschrammt. Da er sonst eigentlich ein echt umgänglicher Typ ist, schätze ich, dass er in solchen Situationen richtige Entzugserscheinungen haben muss.

    Ich selbst kann da gar nicht mitreden, da ich keinen Kaffee trinke. Nicht, weil ich irgendwas gegen Drogen hätte (LOL), sondern weil es mich einfach nie gereizt hat. Schon der Geruch stößt mich ab. Daher konnte ich mich nie überwinden, damit anzufangen. Bin ich halt während der ersten Arbeitsstunde ein bisschen verpennt. Ich muss ja, im Gegensatz zu Dir, kein Fahrzeug steuern sondern „nur“ unsere Kundschaft beraten. Aber es stimmt schon – da ich so selten Koffein zu mir nehme, knallt es dann schon gut rein, wenn ich’s doch mal tu. Wenn ich abends im Club drei Cuba Libre trinke, liege ich am nächsten Morgen hellwach im Bett – wegen der enthaltenen Cola 🙂

  4. Franziska Schwertfeger sagt:

    Obwohl ich natürlich deine Intention in diesem Artikel durchaus verstehe und es mit Sicherheit auch so ist das einige mehr Kaffee trinken, als du durch Tabletten zu dir nimmst. Mein Mann eingeschlossen…?

    Kratzt mich der Vergleich mit Aspirin schon etwas. Zum einen wird (sollte zumindest) auch beim Kauf von Aspirin gewarnt, sie nicht zu oft zu nehmen und häufige Kopfschmerzen beim Arzt abzuklären. Zum anderen nimmt man Aspirin ja auch, normalerweise auch nicht täglich.

    LG Franzi

  5. Bohne sagt:

    Balzac hat 62 Tassen Kaffee täglich getrunken, also das ist ja nun wirklich bisschen zu viel..

    Überhaupt ist, glaube ich, die Wirkung von Koffein wohl noch nicht so restlos erforscht und es hat auch paradoxe Wirkungen,
    es gibt Leute die ein oder zwei Tassen Kaffee trinken als Einschlafhilfe. ( Kein Witz)

  6. Christian Cohrs sagt:

    Also ich nehme, ab und zu, auch eine solche Tablette, allerdings immer nur im „Notfall“ und danach ist Feierabend!
    In den letzten 2 Jahren dreimal 🙂 ich denke das ist knapp unter der letalen Dosis….
    Meine Süsse handhabt das bei der Arbeit (auch Taxi) genauso.

    Trotzdem interresssant eine informative Antwort über das Thema von der Apothekerin zu lesen 🙂

    LG vom Odenwaldkutscher und Frau

  7. Kai sagt:

    Wie Du schon schreibst gibt es bei Coffein eine starke Toleranzentwicklung, ich würde darum mal dreist behaupten, dass Du von den Tabletten, die Du da schluckst, eigentlich überhaupt nichts hast. Das Gefühl, dann wieder wacher und konzentrierter zu sein, würde ich auf den Plazebo-Effekt schieben.

    Ich gehöre übrigens auch zu den Leuten, die Abends vor dem Einschlafen noch einen schönen großen Milchkaffee trinken. Die einschläfernde Wirkung durch die Wärme und das „Runterkommen-Ritual“ überwiegt bei mir die anregende Coffein-Wirkung deutlich…

  8. David sagt:

    Du vergisst, dass selbst wenn eine Tablette eigentlich keine extreme Menge Koffein ist (5 Tassen Kaffee laut Blog), du gerade diese 5 Tassen innerhalb von 10 Sekunden zu dir nimmst. Stell dir mal denjenigen vor, der sagt „Hm, jetzt werd ich aber müde, dann ex ich mal schnell einen Liter Kaffee (= 5 Tassen).“ Klingt schon etwas extremer oder?

    Die eine Tablette ist sicher kein Problem und auch eine zweite wird man wohl noch vertragen. Aber unser Körper baut Stoffe wie Koffein mit der Zeit ab. Jemand, der 5-10 Tassen Kaffee am Tag trinkt, trinkt die verteilt über den Tag und hält so vermutlich einen gewissen Koffein-Pegel. Mit 1-2 Tabletten nimmst du dagegen eine große Menge zu dir, die dann langsam vom Körper abgebaut wird.

    Ein begrenzt guter Vergleich ist dazu Alkohol. Von wem erwartest du mehr Ausfallerscheinungen und „Nebenwirkungen“? Von dem Trinker, der eine drittel Flasche Whisky über den Abend verteilt als Whisky-Sour trinkt, oder von dem, der dieselbe drittel Flasche Whisky auf ex abpumpt? Und was davon ist wohl gesünder?

  9. @Bohne:
    Der paradoxe Effekt von Coffein ist bekannt, und wird vor allem bei sehr alten Menschen beobachtet. Eine Hypothese dazu ist, dass aufgrund der Verbesserung der Durchblutung des Gehirns selbiges dann überhaupt in den „Schlafmodus“ „umschalten“ kann…

    @Kai:
    Beim Milchkaffee ist es wohl weniger der (kleine Anteil) Kaffee als der größere Anteil warme Milch… 😉

    @Schorsch
    Hast Du eine Approbation in irgend einem medizinischen Bereich? Ansonsten solltest Du vielleicht vom EMPFEHLEN von Modafinil als „viel bessere/effektivere und deutlich verträglichere Alternative“ Abstand nehmen. Kleiner Tip dazu:
    -Modafinil ist zugelassen Zur Behandlung von Erwachsenen mit exzessiver Schläfrigkeit, die mit Narkolepsie mit oder ohne Kataplexie einhergeht.
    -Modafinil sollte nur bei Patienten angewendet werden, die eine vollständige Untersuchung ihrer exzessiven Schläfrigkeit durchlaufen haben und bei denen Narkolepsie gemäß der ICSD-Kriterien diagnostiziert wurde. Diese Untersuchung besteht für gewöhnlich, zusätzlich zur Patientenanamnese, aus einer Untersuchung des Schlafes unter Laborbedingungen und dem Ausschluss anderweitiger Ursachen der beobachteten Hypersomnie.
    -Modafinil wird mit dem Entstehen oder der Verschlechterung von Angststörungen in Zusammenhang gebracht.
    –Sexuell aktive Frauen im gebärfähigen Alter sollten auf ein geeignetes Empfängnisverhütungs-Regime eingestellt sein, bevor sie mit der Einnahme von Modafinil beginnen. Die Wirksamkeit hormoneller Kontrazeptiva kann durch die gleichzeitige Einnahme von Modafinil beeinträchtigt sein. Nun ist @Sash zwar wohl keine Frau, aber bei so substanzlosen Empfehlungen sollte man das sicherheitshalber mit erwähnen.
    -mehr als 10% der Anwender berichten über Kopfschmerzen
    -mehr als 1% der Anwender berichten über verschwommenes Sehen
    -mehr als 0,1% der Anwender berichten über Sehstörungen, trockenes Auge
    -mehr als 0,01% der Anwender leidet unter Halluzinationen, Manien, Psychosen
    Das sind bei weitem nicht alle bekannten und beschriebenen Nebenwirkungen, und die sehr seltenen aber schweren allergeischen Reaktionen habe ich auch noch nicht mal dabei, aber für einen Taxisfahrer sind eher nicht so erbauliche Fakten, denke ich. Alle kursiv geschriebenen Anteile habe ich aus der Fachinformation übernommen.

    Davon abgesehen – mit Modafinil kann man als gesunder Mensch zwar (angeblich) seinen Schlafbedarf auf unter 1h pro Tag drücken. Langzeitauswirkungen sind aber bisher nicht mal untersucht. Denn: Die Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass die Behandlung mit Modafinil kein Ersatz für Schlaf ist, und dass eine gute Schlafhygiene beibehalten werden sollte. Eine mögliche Maßnahme zur Sicherstellung einer guten Schlafhygiene kann die Überprüfung des Koffeinkonsums sein. Schlafentzug ist übrigens eine international anerkannte (und geächtete) Foltervariante, die langfristig zu schweren Psychosen führen kann. Was DU beschreibst ist nichts weiter als „Alltags- und Karrieredoping“ mit einer verschreibungspflichtigen und recht nebenwirkungsintensiven Substanz. Aber DU regst Dich bestimmt auch nicht über Boxer auf, die sich vor dem Kampf prophylaktisch dermaßen mit Schmerzmitteln dichtwerfen, dass sie auch mit einem gebrochenem Handgelenk weiterkämpfen können… Mal als Vergleich: In Freunds jüngeren Jahren war für genau diese Zwecke (konzentriert wach bleiben, Gedankengänge schärfen usw.) ein völlig nebenswirkungsarmes weißes Pulver propagiert, welches man aus den Blättern einer aus Südamerika importieren Pflanze gewann. Die Perforation der Nasenscheidewand als einzige bekannte Nebenwirkung betrachtete man als nicht so dramatisch…

    „Ist nur mit Rezept bzw. auf Umwegen erhältlich…“ Jo. Das bedeutet entweder, man lügt seinem Arzt die Taschen voll und bescheißt dann anschließend die Solidargemeinschaft… Oder, man ordert aus einer Internetquelle zwischen Bagdat und HongKong. Mein Tip: Um so mehr gefäschte Zertifikate dieses Versandunternehmen auf seiner Website listet, um so seriöser ist es. Internationale Zertifikatfälschungen zählen je 1 Seriositätspunkt, europäische zählen 3 und die deutscher Behörden zählen 10.

    Ach ja, und wer sagt, ich cassandre hier mal wieder nur rum, dem sei mal die Nebenwirkungslage des Malaria-Vorbeugemittels „Lariam“ ans Herz gelegt. Ich kenne mehr als einen Patienten persönlich, der da Depressionen bekommen hat. Und so häufig habe ich die wahrlich nicht beliefert…

    „Modafinil ist verträglicher als Coffein…“ Die Aussage bekommt meinen *facepalm* des Tages. Und wer nicht weiß, was man sich unter Narkolepsie vorstellen kann: https://de.wikipedia.org/wiki/Narkolepsie

  10. Sash sagt:

    @Senfgnu:
    Das hatte ich erwartet. 🙂

    @Schorsch:
    WTF?
    Und sorry, zum Verlinken musste ich auf die Veröffentlichung warten und dann hab ich, Ironie des Schicksals, geschlafen. 🙂

    @the passenger:
    Das mit deinem Boss klingt aber auch nicht mehr gesund. 😉

    @Franziska Schwertfeger:
    Mir ist bewusst, dass man Aspirin nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte (man sollte ja die Beipackzettel ernst nehmen!), aber es ist auf der anderen Seite vermutlich immer noch DAS Medikament, das die meisten Menschen schon mal genommen haben und dabei keine Nebenwirkungen hatten, bzw. das als extrem harmlos wahrgenommen wird. Deswegen fand ich den Wink „Wenn Ihr glaubt, Koffein ist gefährlich, lest mal was über Eure Kopfschmerztabletten!“ ganz lustig. Ist zugegebenermaßen etwas unklar formuliert, deswegen auch danke für den Einwand.

    @Bohne:
    Gut, bei 62 Tassen zählt Koffein dann ja aber bereits zu den wichtigen Körperbestandteilen. 😉

    @Christian Cohrs:
    Ist allem Hin- und Her zum Trotz vermutlich der vernünftigste Umgang damit.

    @Kai:
    Das kann gut sein. 🙂
    Aber wenn’s nur der Placeboeffekt ist, weil ich sonst im Rahmen meiner Toleranz bleibe, dann isses am Ende also eine psychologische Wirkung, für die ich ein paar Euro zahle. Ist doch eigentlich ok.

    @David:
    Es wurde bei Pharmama schon angesprochen: Die 40 mg sind grob der 100ml-Wert bei Kaffee (Fritz-Cola z.B. hat auch schon 25mg/100ml). Die Leute, die regelmäßig Kaffee trinken, nehmen auch gerne mal 100mg auf einmal zu sich. Und ich nehme auch nicht 5 Tabletten auf Ex sondern vielleicht mal drei Stück mit je drei Stunden Abstand. Das ist ja genau dieses Mißverständnis: Bloß weil ich das Koffein nicht in einem Heißgetränk zu mir nehme, muss es ja nicht mehr sein. Und zwei große Tassen Kaffee zum Aufstehen (binnen 20 Minuten vielleicht?) sind doch nun wirklich keine Seltenheit unter Gewohnheitstrinkern, oder?

  11. Sash sagt:

    @gedankenknick:
    Danke.

  12. Bohne sagt:

    @ gedankenknick:

    Vielen Dank für Deinen Kurzroman mit Exkurs auf hormonelle Kontrazeptiva und sexuell aktive Frauen im gebärfähigen Alter und ihre Empfängnisverhütungs-Regimes.. Da kommen jetzt vielleicht ganz neue LeserInnenschichten auf GNIT zu..

    Und besonders schön auch Deine humorvolle und strenge Wissenschaftlichkeit mit :
    ‚ nun ist @Sash zwar wohl keine Frau‘..

  13. David sagt:

    @Sash
    Ok, also 40 mg pro 100 mL, ich hab die Zahlen nicht überprüft 🙂
    Ich trinke keine großen Mengen Kaffee, aber einen halber Liter innerhalb von 20 Minuten stelle ich mir doch recht sportlich vor. Gerade Heißgetränke trinke ich immer langsamer als Erfrischungsgetränke. Aber das ist natürlich von Person zu Person unterschiedlich.
    Ich wollte nur aufzeigen, wo das Problem bei solchen Tabletten liegt: Dein Körper bekommt alles auf einmal ab und fängt dann erst an es abzubauen. Wenn du Koffein-Tabletten hast, wirst du immer eine höhere Maximalkonzentration an Koffein in deinem Körper haben als jemand, der die selbe Menge Koffein in normalem Trinktempo mittels Kaffee aufnimmt. Je langsamer der Kaffee getrunken wird, desto größer fällt dieser Unterschied aus, auf Grund des bereits einsetzenden Abbaus. Und mit Tabletten ist die Überdosierung (die ja von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist) auch wesentlich leichter, da man die ganze Flüssigkeit drumherum nicht hat. 3 Tabletten sind schneller und einfacher geschluckt als 1.5 L Kaffee getrunken 😉

  14. @Bohne:
    Vielleicht macht Sash uns allen ja was vor? Deshalb auch die Sonnenbrille und der Hang zur Gesichtsbehaarung…
    https://www_youtube.com/watch?v=OVUwHv43HqM
    *duck&cover*

  15. Paule sagt:

    Wenn du die Coffees gut findest, nimm sie halt weiter und lass dir nicht das Hirn mit irgendwelchen Beipackzetteln zumüllen. Ich bin allerdings eher der Typ, der sich mal irgendwo hinstellt, ein Käffchen reinzieht (oder auch zwei) und dann fröhlich weiterfährt. Das hat was mit „Geniessen“ zu tun. Eine Pille ist eine Pille ist eine Pille. Und wenn mal mal ein Plätzchen gefunden hat, wo es wirklich guten Kaffee gibt……….! Aber eben alles Geschmackssache. Warte nur, bis der Beipackzettel zum Bier kommt….!

  16. Sash sagt:

    @David:
    Naja, wenn ich so manch Kaffeesüchtigen anschaue: Da ist „auf Ex“ auch nur noch einen Schluck entfernt. 😉
    Dass langsamere Aufnahme natürlich andere Auswirkungen hat, ist klar.

    @Paule:
    Nein. Eine Pille ist nicht eine Pille, genau darum geht’s mir. Es macht schon einen Unterschied, was drin ist. Und in dem Fall ist es Koffein und es ist chemisch völlig wurst, wie sehr ich dabei was genieße. Ich trink halt Eistee mit einer Coffee-Tablette anstelle von Kaffee. Und ich hab bisher trotz aller Kommentare hier und drüben noch nicht so ganz rausgefunden, warum der Kaffee ohne Warnhinweise in Giftgrün ausgegeben wird, wenn man an zwei Koffeintabletten bald stirbt.

  17. Bohne sagt:

    ‚Sieht ganz nach Regen aus‘ sagt die Wirtin, als sie mit dem Frühstückskaffee die Terrasse betritt.
    Und der Feriengast: ‚Jaa, aber wenn man genauer hinschaut, sieht man doch dass es Kaffee ist‘.

  18. Mausflaus sagt:

    koffeinpulver ist übrigens viel billiger als tabletten. 100 tabletten mit 200mg kosten um die 3euro, das wären in reinform gerade mal 20g. als pulver kriegt man 100g für 7euro, also weniger als die hälfte. ist halt bisi schwieriger zu dosieren; ich hab beim ersten mal übles herzflattern gekriegt weil ich dachte so n halber teelöffel is ja nich so viel.

  19. Bohne sagt:

    Nebenbei:

    Wenn man mal ein pharmakologisches Lehrbuch zur Hand nähme , beispielsweise Kuschinsky, Lüllmann, könnte man
    im Kapitel über Koffein erstaunlich oft so Sätze lesen wie ‚ Der genaue Wirkungsmechanismus ist noch nicht erforscht‘.

  20. derandere sagt:

    Was sind das denn genau für Tabletten, die du dir immerkaufst?
    Ich wusste gar nicht, dass es sowas in Deutschland überhaupt gibt. Wird dann von den Apotheken wohl sehr gut im Geheimkeller versteckt und nur auf explizite Nachfrage rausgeholt.
    Ich bringe mir immer aus England ein paar Packungen „Pro Plus“ mit, die gibt’s da spottbillig in jedem Supermarkt.

  21. Sash sagt:

    @Mausflaus:
    Genau genommen sind die Tabletten sogar noch teurer. Aber dafür halt auch praktisch mitnehmbar. 🙂

    @derandere:
    Ich verlange einfach immer „Koffeintabletten“ und egal in welcher Apotheke: Ich hab immer die selben bekommen: „Coffeinum N 0,2g“, gibt’s als 20er- und 50er-Packung. So jedenfalls meine Erfahrung.

  22. @mausflaus:
    Selber zu Fuß gehenn ist auch viel billiger als einen Taxifahrer samt Taxi zu bezahlen – aber wie Sash schon sagte: Manchmal ist ein Taxi einfach praktischer.
    Davon abgesehen – willst Du Dir eine Waage kaufen, die 50mg oder auch 200mg HINREICHEND GENAU anzeigt, legst Du weit mehr Geld an als die gesparten 30€.

    @Sash & @derandere
    Coffein-Tabletten (als Arzneimittel zugelassen) gibt es in D nur die eine Sorte zu 20St. oder 50St. Es gibt auch noch (angeblich) Coffein-Kapseln, aber die sind als Nahrungsergänzungsmittel im Handel. Die Qualitätsanforderungen an Arzneimittel sind einfach viel höher, und SO viel billiger sind die Kapseln auch nicht… (Mal davon abgesehen, dass keiner meiner Großhändler diese Kapseln im Sortiment hat.)

  23. Joe sagt:

    Empfehlenswert für Betonschichten oder längere Urlaubsfahrten sind auch von Abtei die Granulat-Energiesticks. Pro Stick 45 mg Coffein sowie 200 mg Taurin(das ist der Inhaltsstoff dieser österreichischen Limonade). Die Wirkung setzt sehr schnell ein und hält auch längere Zeit vor. Ohne nervös zu machen. PZN 9466579. Und nein, ich bin weder Apotheker noch Drogeriebesitzer sondern auch Droschkenkutcher.

  24. Sash sagt:

    @gedankenknick:
    Ja, im Markt für Nahrungsergänzungsmittel kriegt man am Ende natürlich ebenso eine Menge Zeug. Einer der Gründe, weswegen ich den Artikel geschrieben hab. 🙂

    @Joe:
    Oh, die hatte ich auch mal dabei. Die schmecken sogar ganz gut. 😀

  25. Andy sagt:

    Kenne das Problem von eigenen Einkäufen in Sachen Koffeintabletten. „Wollen Sie wirklich die grosse Packung? Eine halbe Tablette reicht doch.“

    Ich bin zu der Ansicht gekommen das Apothekenmitarbeitereinfach nur noch bessere Hautcreme und Zahnbürstenverkäufer sind.
    Weil sie zu all den Präparaten mit komplizierten Wirkungen und Nebenwirkungen nichts sagen können (weil planlos) oder dürfen (weil der Arzt die Ansage macht) warnen die einen halt vor dem einzigen Wirkstoff den sie selber tatsächlich einschätzen können.

    Einfach um sich im wichtig aussehenden weissen Kittel irgendwie nützlich zu fühlen…

  26. Mausflaus sagt:

    @gedankenknick
    der ulitimative geheimtipp lautet messlöffel. liegt oft schon bei wenn man ne tüte koffeinpulver kauft. unterwegs sind tabletten natürlich praktischer. sieht auch etwas seltsam aus, wenn man ne tüte weißes pulver aus der tasche zieht….

  27. Sascha sagt:

    @ Andy: ich bezweifle ja gar nicht, dass es den von Dir beschriebenen Typ Apotheker wirklich gibt. Aber sei doch bitte so gut und pauschalisiere ein ganz kleines bisschen weniger. Gibt nämlich auch reichlich Apotheker, die ihren Job ernst nehmen. Danke.

  28. @Sascha:
    Die Aufregung lohnt nicht. Wenn ich sehe, was so Kaliber wie Hr. Dr. Rebscher (DAK), Frau Dr. Pfeiffer (Spitzenverband der gKV) oder auch Prof. Gläske (angeblich Pharmakologe) so über den durchschnittlichen Apotheker ablassen, war das Statement von @Andy doch geradezu ein Kompliment… 😉

  29. Daniel sagt:

    Die Tabletten gibt es doch in Internet Apotheken weitaus preiswerter als vor Ort (In den lokalen Apotheken bezahlt man immer die UVP). Ich bin dazu übergegangen mir immer 2 oder 3 50er Packs zu bestellen die mir dann etwa 2 Jahre reichen (ich nehmen die Tabletten auch, aber da ich keinen Schichtdienst habe bin ich weitaus seltener darauf angewiesen als Sash. Geht mir ansonsten ähnlich wie ihm – bin nicht so der Kaffee-Fan und finde die Tabletten praktisch).

    Hat zwei Vorteile: Ist preiswerter (und man hat das gleiche Produkt wie in der Apotheke, kein Pulver, keine Nahrungsmittelergänzung, etc.) und man muss sich kein Gerede von einem Apotheker anhören.

    Ich kaufe mittlerweile eigentlich sämtlichen rezeptfreien Apotheke Online (die Sachen wie Aspirin, etc. die man öfter braucht kann man sich ja auf Vorrat anlegen) und gehe nur noch für verschreibungspflichtige Dinge in Apotheken vor Ort.

  30. Achishitsut sagt:

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