Wird es in 50 Jahren noch Taxifahrer geben?

Alle Spatzen pfeifen’s von den Dächern: Selbstfahrende Autos gibt es bald!

Da sind sicher einige überhypte Berichte dabei und viel Wunschdenken. Andererseits hat die Computertechnik in den letzten 50, 30 oder 10 Jahren – je nachdem, wie weit man ausholen will – schon so einiges umgekrempelt, von dem man vorher dachte, es könne gar nicht umgekrempelt werden. Warum also nicht auch das Autofahren, beziehungsweise ganz speziell die Personenbeförderung?

Meine Meinung: Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Tage des Berufs Taxifahrer angezählt sind. Vor allem, wenn man mal wirklich 50 Jahre als Horizont sieht. Die Technik wird nunmal besser und gerade beim Autofahren wird sie uns Menschen über kurz oder lang überholen. Wir sind einfach zu schlecht darin, jetzt mal völlig emotionslos pragmatisch und ökonomisch gedacht. Und in der Personenbeförderung wird das selbstfahrende Auto genau deswegen recht schnell Fuß fassen: Dort, wo für die Fahrten, bzw. auch für die Fahrer, bezahlt wird, werden sich auch die ersten teureren Modelle rechnen.

Aber natürlich bleiben viele Fragen offen. Wann wird es soweit sein und in welcher Branche beginnt es? Oder gibt es doch Gründe, weiter einen Fahrer anzustellen? Und wenn das der Fall ist: Wird das dann wirklich den öffentlichen Nahverkehr betreffen oder eher eine Art Zusatz-Luxus sein, den Premium-Dienste anbieten? Oder eine noch wildere Theorie: Werden handgesteuerte Autos gar ein Indiz für Armut werden? Und wenn es so oder anders kommt: Wie wird die Umsetzung aussehen, was machen die Versicherungen, wer haftet bei Hackerangriffen, wird die Verkehrstotenstatistik besser?

Ich finde das ein interessantes Thema zum Diskutieren. Und Ihr so?

61 Kommentare bis “Wird es in 50 Jahren noch Taxifahrer geben?”

  1. elder taxidriver sagt:

    Alter Schlager: ‚In fünfzig Jahren ist alles vorbei‘..

  2. ELP sagt:

    Interessant. Wie wird der Verkehr mit führerlosen Fahrzeugen aussehen?
    Wird jeder weiterhin sein eigenes Auto haben? Oder kurven kleine Elektroautos durch die Stadt, die man per Smartphone rufen kann, wenn man eines braucht? Und die, wenn sie leer sind, wieder zu der statistisch sinnvollsten Ecke fahren?
    Wie sieht dann der Güterverkehr aus? Wirft das Auto die Pakete dann selbständig vor die Tür?
    Vielleicht wird „selber fahren“ ja auch mehr so eine Freizeitgeschichte, ein Sport auf extra abgesperrten Rennstrecken?

    Hmm, vielleicht muss ich meiner Tochter in 16 Jahren gar keinen Führerschein mehr finanzieren….

  3. Thomas Hunziker sagt:

    Für die Pakete gibts ja dann die Drohnen von Amazon 🙂

  4. Rosa sagt:

    Ich finde ja die rechtliche Situation interessant:
    Es gibt im Verkehr Situationen, in denen man nur entscheiden kann, wo man jetzt reinfährt, z.B. es kommt jemand auf der eigenen Spur entgegen, zum bremsen ist es zu spät und ausweichen geht nicht, weil da auch jemand ist. Und solang es menschliche Fahrer gibt, wird es auch solche Situationen geben. Wir gehen ja nicht davon aus, dass alle Autos auf einmal selbst fahren. Der menschliche Fahrer trifft in diesem Fall eine Sekundenentscheidung, wenn diese die schlechtere war, dann wird er dafür trotzdem nicht zur Verantwortung gezogen. Das selbst fahrende Auto trifft eine Entscheidung, die von der Programmierung abhängt. Also hat die Entscheidung eigentlich der Programmierer getroffen. Für diesen war es aber keine Sekundenentscheidung. Kann er also dafür zur Verantwortung gezogen werden?
    Oder: ich fahre in eine Gruppe Fußgänger/Radfahrer (vermutlich viele Opfer) oder gegen eine Mauer/in einen tiefen Abgrund/ frontal gegen den mir entgegenkommenden Lastwagen (und bin selbst das Opfer, sitze aber allein im Auto). Als Selbstfahrer habe ich einen Selbsterhaltungstrieb und werde nicht zur Verantwortung gezogen, wenn ich die für mich bessere Entscheidung treffe. Das programmierte Auto muss sich aber eigentlich für die Wahl mit weniger Opfern entscheiden, oder?

  5. ELP sagt:

    Vielleicht hat auch bald jeder eine kleine verschlossene Blechbox vor der Tür (heiz- und kühlbar), zu der der Paketroboter Zugang hat.
    Denkbar und auch technisch machbar ist vieles, was sich letztendlich durchsetzt, nur schwer vorherzusagen.
    Jeder hat mittlerweile ein Smartphone mit der Leisutngsfähigkeit ehemaliger Supercomputer, fliegende Autos haben sich immernoch nicht durchgesetzt, obwohl mit dem Tragschrauber eine halbwegs brauchbare Technologie zur Verfügung steht.

  6. ELP sagt:

    @Rosa: Noch viel spannender: Programmiere ich mein Auto so, dass es im Zweifelsfall lieber ein Auto der Konkurrenz auf die Hörner nimmt als ein Fabrikat der eigenen Marke?

  7. Ich denke, dass in 20 bis maximal 30 Jahren autonome Fahrzeuge den Großteil des Straßenverkehrs bilden. Am Anfang, noch vor der großflächigen Verteilung wird das autonome Fahrzeug noch mit Selbststeuermöglichkeit in der Oberklasse ankommen. Ziemlich kurz danach wird es wohl den Taxifahrern/Mietwagenfahrern zuleibe gehen, weil das teuerste am Taxi/Mietwagen nunmal der Fahrer ist. Dies sollte auch zu einem schnellen Preissturz führen und immer mehr Menschen werden entdecken, dass sie kein eigenes KFZ mehr benötigen. Und alleine damit beginnt der schnell schleichende Tod des selbstgesteuerten Fahrzeugs.

    Trotz aller berechtigten Vorbehalte, die man in Technik ruhig haben kann, werden die Versicherungen sehr schnell merken, dass der größte Risikofaktor am Fahrzeug der Mensch ist bzw. wissen sie das ja schon heute. Autonome Fahrzeuge werden Regeln wie Mindestabstand, Tempobeschränkungen einfach ohne Wenn und Aber einhalten – im Gegensatz zum Menschen. Damit dürften die Prämien für die Selbstfahrer immer schneller immer höher steigen, während autonome Fahrzeuge ggf. gar keine Versicherung mehr benötigen, da im Falle eines Unfalls durch Softwarefehler die Herstellerhaftung greift. Die Anzahl der Verkehrstoten sollte sich dadurch nochmals drastisch reduzieren, da im Grunde nur noch absolut unvorhersehbare Ereignisse wie plötzlich umkippende Bäume etc. zu Problemen werden können.

    Auch wird es eine Menge neuer Geschäftsmodelle und Zusatzservices geben. Recht naheliegend sollte der Einkauf beim schwedischen Möbelhaus sein, wo man ggf. für den Heimtransport der frisch erbeuteten Waren einen autonomen Transporter oben drauf bekommt, ggf. gegen eine geringfügige Zusatzpauschale. Und da dieses Fahrzeug für die benötigten Reichweiten bereits heute problemlos batterieelektrisch angetrieben werden kann, sehe ich hier auch noch den grünen Faktor. Gleiches gilt dann übrigens auch für die Stadtfahrzeuge auf Abruf. Hier ist der batterieelektrische Antrieb geradezu prädestiniert.

    Ich denke, dass das autonome Fahren die Mobilität nochmals revolutionieren wird wie damals die Einführung des Kraftfahrzeugs mit Ottomotor. Und dass dann z.B. für die Bahn sehr schwere Zeiten aufziehen, wenn es um Personenbeförderung geht.

    tl;dr:
    Autonomes Fahren wird sich schneller durchsetzen, als die Technikfeinde in Deutschland einem Glauben schenken wollen und komplett neue Geschäftsfelder und -modelle ermöglichen. Gleichzeitig wird das selbstgesteuerte Fahrzeug sehr schnell verdrängt werden und eine neue Mobilitätsrevolution erfolgen.

  8. elder taxidriver sagt:

    ‚Plötzlich umkipppende Bäume‘ wird’s nicht mehr geben, weil die in 50 Jahren alle entwurmt und gechipt sind, sodass deren Säfteverteilung und Blattstand ständig ans nächste Grünflächenamt gemeldet werden. Soviel Technik-Zutrauen muss sein..

  9. Zora sagt:

    Hmmmm… als normalerweise recht stille Mitleserin frage ich mich gerade, wie dann die ganzen Besoffenen heimkommen, die nicht mehr fähig sind, sich so zu artikulieren, daß eine Spracherkennung das Gelallte auch erkennen könnte…. *g*
    Und selbst wenn wir bis dahin alle einen Chip implantiert haben, auf dem wichtige Dinge wie Adresse, Krankenversicherung etc. gespeichert ist – vielleicht will der Besoffene ja gar nicht heim, sondern zu irgendwem anderen??
    Könnte spannend werden 😉

  10. TomTom sagt:

    Ich gebe den Verschmutzungsfaktor zu bedenken. Was wenn sich der Betrunkene in das selbst fahrende Taxi, wie auch immer, erleichtert?
    Heute hat man noch den Taxifahrer der über die Sauberkeit wacht. Morgen könnte es mit passieren dass ich in ein verdrecktes Taxi steige?
    Es muss ja nicht einmal menschlicher Auswurf sein. Auch heute werden schon Fenster vertratzt und Türen besprayt wenn sich die Täter unbeobachtet fühlen (trotz Kameras).
    Ich denke das ist bisweilen das größte Problem was es zu lösen gibt (ich wars nicht, das war schon, hab ich nicht bemerkt).

  11. Kraven sagt:

    Ich sehe für die selbstfahrenden Fahrzeuge im Taxigewerbe noch ein Problem: Wer hindert bei denen die Fahrgäste daran das Fahrzeug vollzumüllen und evtl. vollzukotzen? Das Taxi nach jeder Fahrt irgendwo hinfahren, wo es gesäubert wird und dem Fahrgast dann die Rechnung schicken, wird vermutlich auch wieder nicht sonderlich ökonomisch sein. Und sonst bleibt nur die Videoüberwachung, bei der es dann aber wieder datenschutzrechtliche Probleme gibt.

  12. Kraven sagt:

    @TomTom: Jetzt warst du 4 Minuten schneller! 😀

  13. elder taxidriver sagt:

    .Alles verhinderte Tatort-Reiniger hier, anscheinend..

  14. Kraven sagt:

    Wird es in 50 Jahren, dann eigentlich selbstfahrende blogschreibende Taxis geben?

  15. elder taxidriver sagt:

    Ja wird es geben, bloß keine Spatzen mehr, die was von den Dächern pfeifen können

  16. Nick sagt:

    Ich denke besonders im privaten Bereich wird es noch einige Generationen brauchen, bis selbstfahrende Autos nach Serienreife und Bezahlbarkeit das Straßenbild dominieren.
    Zum einen besteht das heutige Straßenbild ja auch nicht nur aus Autos mit BJ ab 2010 o.ä., zum anderen wird „der Deutsche“ wohl schwierig davon wegkommen, selbst Auto fahren zu wollen.
    Auch heutzutage könnten die „Assistenzsysteme“ schon deutlich mehr machen, als sie es tun.
    Die Autohersteller möchten dem Autofahrer aber nicht zu viel vom selbstfahren wegnehmen.

    Im ÖPNV respektive Taxi wird das sicherlich deutlich einfacherer.

  17. TomTom sagt:

    Was wenn diese Vögel Drohnen der Regierung sind, die uns aussionieren
    und sich auf Stromleitungen setzen, um sich aufzuladen?

  18. Peter sagt:

    Da gibt es einen hörenswerten Beitrag aus der Metaebene zu:
    http://forschergeist.de/podcast/fg003-autonomer-verkehr/

  19. Mic ha sagt:

    Von Gewichtung sind mMn nicht nur die ökonomischen Vorteile der Dienstleister also der Taxiunternehmen, sondern ist auch die Kundenseite. Und wer steigt von uns bzw. unseren Kindern gerne in einen führerloses Auto, beim Taxi v.a. dann vermutlich ohne direkte Möglichkeit des Einflusses auf den Verlauf der Fahrt? Nicht nur aus Gründen des Sicherheitsgefühl, auch das Gespräch mit dem Taxifahrer würde fehlen . Auf ne Art macht das ja die Taxifahrt aus und ermöglicht Trinkgeld, guten Service (natürlich auch schlechten) und das Sicherheitsgefühl der Kunden. Ist auch aus ökonomischer Sicht mitzubedenken.

  20. Carom sagt:

    Wegen Verschmutzung:
    Es gibt die (bewährte?) Praxis bei den Carsharing-Anbietern, bei denen der Kunde nach dem Einsteigen innere und äußere Sauberkeit bewertet, meistens auf einem Touchscreen, in heftigeren Fällen auch per Anruf. Sollte der Wagen unbenutzbar verdreckt sein, steigt man wieder aus und geht zum nächsten Fahrzeug.

    Die Rechtslage wird dann so gesehen, dass der vorige Nutzer die Verschmutzung verursacht hat und im Zweifel die Reinigung bezahlen muss. Er kann dann nicht auf seinen vorigen Nutzer (also den Vor-Vornutzer) verweisen, da er selber ja keine Verschmutzung gemeldet hat.

  21. Mic ha sagt:

    Anschwärzen deluxe.

  22. Carom sagt:

    Trolle nicht füttern.

  23. Kraven sagt:

    Bei den Bewertungen, sehe ich dann aber auch wieder die Gefahr, dass es dann entsprechend Leute gibt, die absehen können, dass sie das Auto verdrecken (bspw. extrem dreckige Schuhe) und dann die Sauberkeit beim Entgegennehmen des Autos schon mal entsprechend schlechter bewerten, um die Reinigung auf den Vorbenutzer abzuwälzen.

  24. Carom sagt:

    @Kraven:
    Deshalb der Einschub „(bewährte?)“ – von den Carsharing-Anbietern wüßte ich gerne, wie die das hantieren, finde aber nichts Konkretes im Netz.

    Abdrücke schmutziger Schuhe auf den Polstern hatte ich tatsächlich schon, ich habe (als Dauerkunde bei mehreren Anbietern, stationäre wie ‚freefloating‘) bisher einige heftige Verschmutzungen gemeldet – konkret waren das Zigarettengestank und -asche, Tierhaare oder Tannennadeln in beachtlichen Mengen, Spuren von umfangreichen Schutttransporten, Abfälle in Hülle und Fülle (u.a. die kompletten Reste eines McD-Menüs für zwei Personen in einem Smart).
    Was jeweils draus wurde, weiß ich nicht, und mich hat es umgekehrt noch nie betroffen, ich war also nie das „Opfer“ eines Schmutzbetrügers, wie Du ihn visionierst. Ich vermute, die Anbieter nehmen die geringe Quote solcher Verdreckungen hin, sperren die Fahrzeuge und reinigen sie schnellstens, damit sie wieder Geld einfahren können (das Geschäftsmodell ist fragil genug).

    Wer zu dem Thema mehr weiß, kann ja mal Laut geben. Ansonsten gilt wie immer: Trolle nicht füttern.

  25. ichso sagt:

    Viel wichtiger ist doch die Frage: Wird es in 50 Jahren noch Taxifahrer-Blogs geben?

  26. Fuzzyball sagt:

    Meine persönliche Prognose:

    In 10 Jahren kommen die ersten selbstfahrenden Autos auf den Markt.

    In 20 Jahren werden sie legalisiert (deutsche Bürokratie).

    In 30 Jahren fahren Nutzfahrzeuge fast ausschließlich automatisiert, bei den Privatautos ist es fifty-fifty.

    In 50 Jahren fährt der Mensch nur noch bei Oldtimern oder auf dem Nürburgring.

    Das Fortbewegungsmittel der Wahl wird das Sammeltaxi (bis etwa heutige Busgröße) sein, das über das Smartphone gerufen werden kann. Dabei werden Fahrtwünsche mit ähnlichen Ausgangs- und Zielorten zusammengefasst und gemeinsam gefahren. Der Preis hängt von der Strecke, der Auslastung und der Priorität ab (wenn ich sofort und direkt fahren will, zahle ich mehr, als wenn ich Wartezeiten und Umwege in Kauf nehme). Im ländlichen Raum und in kleineren Städten werden sie das einzige Verkehrsmittel sein, in größeren Städten wäre auf der Oberfläche einfach nicht genug Platz, sodass U-Bahnen und S-Bahnen als billigere Alternative erhalten bleiben. Straßenbahnen in dem Sinn existieren nicht mehr, nur noch Bahnen mit eigenem Gleiskörper, der nur gequert, aber nicht befahren werden darf, also quasi eine U-Bahn auf der Oberfläche.

    Privatautos sind Spielzeuge für Reiche, da sie hoch besteuert werden. Alle anderen rufen sich ein Sammeltaxi (wenn sie alleine oder mit Gruppe fahren möchten, gibt es natürlich eine Option dafür, die mehr kostet, aber auch mehr Privatsphäre bringt).

    Die Verkehrstotenstatistik wird wesentlich besser. Ein Großteil der Verkehrsunfälle wird durch menschliches Versagen verursacht. Die offizielle Statistik ist dabei ein wenig irreführend, z.B. fallen durch Nebel oder defekte Bremsen verursachte Unfälle in andere Kategorien, auch wenn eine geringere Geschwindigkeit oder eine Überprüfung der Bremsen den Unfall verhindert hätte.

    Das selbstfahrende Auto würde bei Bremsfehlern einfach gar nicht fahren und bei Nebel die Geschwindigkeit entsprechend reduzieren. Ich schätze, von den etwa 4.000 Verkehrstoten jährlich bleiben maximal 400 übrig, und der Trend, dass es immer weniger werden, wird sich fortsetzen.

    Für Schäden muss weiterhin eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden, die nicht mehr von der Schadenfreiheitsklasse, sondern von der Softwareversion abhängt.

    Während Autos über ein standardisiertes Protokoll miteinander kommunizieren werden, wird die Software zwischen Automarken und -modellen so unterschiedlich sein, sodass eine Sicherheitslücke immer nur kleine Teile des Fahrzeugbestands betrifft. Möglicherweise gibt es auch ein direkt in Hardware implementiertes „Not-Aus“, bei dem z.B. über Handynetze für alle Autos eines bestimmten Modells der sofortige Stillstand angeordnet wird.

  27. Frau an board sagt:

    Wenn man einfach mal ein paar Jahre zurück schaut glaubte man doch auch nicht das
    es kaum noch Telefonzellen gibt da sich jeder ein Handy leisten kann.
    Beim Raumschiff Enterprise gucken hat doch jeder gedacht Touchscreen Hologramme
    etc. was für ein Blödsinn.
    World Wide Web ??? Nur was für Computer Nerds. Und nu….

    Interessieren würde mich nicht nur wie das mit betrunkenen Fahrgästen funktionieren
    soll sondern auch mit Dialektsprechern, Sprachbehinderten etc wer hilft der Omi dem Opi
    den Koffer ein zu laden. Wem schütte ich mein Herz aus?
    Bis jetzt ist es Internet und Handytechnisch nicht gelungen den ländlichen Raum zu erschließen
    Hier gibt es genügend Gegenden die egal wie GPS los sind bleibt das Auto dann stehen oder
    sind Dörfer gar nicht mehr existent…..

  28. Perdinand Fierch sagt:

    Ich tippe auch auf die These ELP #1: selbst fahrende, kleine Einheiten im Stadtverkehr, die man ruft und stehen lässt. Die sich „selbst“ organisieren und optimieren. Bonusmodelle für Fahrer, die Fahrzeuge sauber hinterlassen, Strafgebühren bzw. langsamere Bedienung für Schmutzfinken, Bonus für Off-Rush-Benutzer und Sondertarife für Kombinatsnutzer zur Arbeit. Alles das, was die moderne Computertechnik hergibt und heute nicht kann, weil eben die Primärfunktionalität „Transport“ noch nicht funktioniert. Und die ist mit Selbstfahrfahrzeugen gelöst.

    Parallel dazu wird es weiterhin das Ich-bin-ein-Statussymbol-Konzept geben.

    Ach ja: die für die Umsetzung verantwortlichen sind die übrigens Versicherungen. Wenn die grünes Licht geben und ein Geschäftsmodell zur Schadenskalkulation und -regulierung gefunden haben, dann geht es los. Vorher nicht.

  29. metro sagt:

    Ich stelle mir das so vor:

    Total Recall Johnny Cab

  30. Mariha sagt:

    Und, wer haftet dann bei Unfällen? Wer hilft – wieder aufs Taxi bezogen – Oma Hilde beim ein- und aussteigen? Beim Tüten hochtragen? Kann mich noch an die Physikschulbücher erinnern, die fliegende Super-Autos für das Jahr 2000 prophezeit hatten.

  31. Carom sagt:

    @Mariha:
    Wie heute: Die Haftung übernimmt der Betreiber des Fahrzeugs bzw. die von ihm beauftragte (Pflicht-) Versicherung.

    Und sowieso sind Menschen im Vergleich eher schlechte Autofahrer, softwaregesteuerte Fahrzeuge werden weniger Unfälle bauen und auch weniger schwere, weil Automaten nicht zu schnell fahren, nicht trinken, keine SMS schreiben oder Facebook checken (zumindest nicht mit dem Teil der Maschine, der das Fahren regelt), nicht übermüdet sind, die x-fache Prüfung des Seitenstreifens beim Abbiegen immer durchführen (für Radfahrer sehr wichtig, die werden auch mehr werden, auf E-Bikes), im Stau nicht gestresst sind, nach dem Stau nicht das Gaspedal durchtreten…

    Was vergessen? Ach ja: Automaten müssen nicht angeben durch Gasgeben. Ruhiger wird’s also auch werden.

    Und Oma Hilde wird auch eine Lösung bekommen, wetten?

  32. Cliff McLane sagt:

    > Selbstfahrende Autos gibt es bald!

    Das haben sie in den 1960er Jahren auch schon gesagt. Meine Meinung: Selbstfahrende Autos wird es in absehbarer Zukunft genauso wenig geben wie eine Mondstation oder Touristenflüge zum Mars.

    > Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Tage des Berufs Taxifahrer angezählt sind.

    Das wird nie, nie, niemals der Fall sein. Vielleicht ändert sich das Berufsbild von „ich fahr dich, weil ich einen Fühererschein habe“ hin zu „ich fahr dich, bin freundlich, und habe kommunikative Fähigkeiten“, aber Fahrer werden imer und überall gebraucht werden.

  33. Panama Jack sagt:

    @Cliff McLane:

    “I think there’s a world market for about 5 computers.”
    (Thomas J. Watson, Chairman of the Board, IBM, circa 1948)

    Vielleicht gibt’s ja Nischenangebote mit psychologisch geschulten „Fahrbegleitern“ … oder gleich nen Barkeeper samt Bar, warum nicht? Aber fahren wird keiner von denen.

    Und mit dem Busfahrer redet man ja auch nicht.

  34. elder taxidriver sagt:

    Es gibt ein Buch mit dem Titel

    ‚ Die Welt in hundert Jahren‘.

    Zuerst etwa anno 1910 erschienen. Und vor paar Jahren wieder neu aufgelegt.
    Für etwa acht Euro im Netz. Da kann man an vielen Beispielen sehen, was eintraf und was nicht.

  35. Andy sagt:

    Hatte letzten dank Cheffe eine ganz aktuelle SKlasse unter dem Hintern. Fazit. Das autonome Auto ist schon fast vollständig realisiert. Adaptive Geschwindigkeitsregelung beschleunigt und bremst auf der Bahn. Beim Verlassen der Fahrspur wird nicht nur gewarnt sondern gegen gelenkt (ausser man blinkt). Der Tot Winkel Assistent macht Radau wenn man blinkt und rausziehen will obwohl da einer rumlungert. Kameras für die Schilder Erkennung wissen immer die vorgeschriebene Geschwidigkeit. Vor Hindernissen bremst das Auto automatisch ab.

    Das Ganze geht auch in der Stadt schon soweit das man bei gesetztem Tempomat an der Ampel nur den Fuss von der Bremse nimmt und automatisch auf die erwünschte Geschwindigkeit beschleunigt wird. De facto ist es bereits soweit das Daimler eine Funktion einbauen musste die erkennt ob mindestens eine Pfote am Lenkrad ist. Wenn nicht wird die Kiste schnell gnartschig und droht mit Anhalten… Ich war schwer beeindruckt. Aber ob ich das kaufen wurde…

  36. Carom sagt:

    @Andy:
    „Aber ob ich das kaufen wurde…“ Mal abgesehen vom Preis einer S-Klasse 😉 wird es mit Verzögerung in günstigeren Fahrzeugen technischer Standard werden, und hier im Thread wurde mehrfach auf die möglicherweise zentrale Rolle der Versicherungen hingewiesen, die reduzierte Unfälle durchaus honorieren werden – sprich: Wer die Technik nicht im Auto hat, fährt in einer höheren Schadensklasse. Denkbar, oder? Und es wäre gesellschaftlich auch wünschenswert, weil es eben Unfälle reduziert, was durchaus auch den Gesetzgeber zu den entsprechenden sinnvollen Vorschriften animieren sollte (so sind zum Beispiel die Gurte ins Auto gekommen).

    Davon abgesehen: Zur Blinkernutzung animieren/drängen, womöglich in einer Situation, in der es angezeigt wäre – auf so total wilde Ideen kommt auch nur ein Autohersteller 🙂

    @Sash:
    Zu Deiner Frage: Ja, es wird weiter Taxifahrer/“Chauffeure“ geben, aber es werden viel weniger sein, und sie werden Nischen bedienen in Richtung Limousinenservice für Babo-Imitatoren, Rentner, kreditkartenloses Gesindel, „Datenkraken“-Verweigerer, und so weiter.

  37. Sash sagt:

    @all:
    Wow, eine Menge interessanter Gedanken. Nur ein bisschen viel, um auf alle einzeln einzugehen. Ich denke auch, dass Gesetzgeber und Versicherungen den Ausschlag geben werden. Versicherungen vermutlich anfangs in Bezug auf die Akzeptanz von immer mehr Assistenzsystemen in der Bevölkerung, der Gesetzgeber dann bei der Frage, ob der letzte Schritt rechtens ist. Gerade bei letzterem gibt es natürlich viele offene Fragen und das werden sicher scheißspannende Diskussionen und Lösungsfindungen werden – wobei ich die leise Ahnung habe, dass es nicht einmal sein muss, dass die Fahrer-/Autobranche da als erste durchmuss – auch in anderen Bereichen wird die Automatisierung voranschreiten.
    Den Zweiflern würde ich entgegenhalten, dass die Wahrscheinlichkeit für all das auch deshalb so groß ist, weil die Tendenz bereits existiert. Assistenzsysteme werden immer schneller immer besser, die Vernetzungstechnik existiert bereits und die Prototypen werden auch immer zahlreicher. Die Entwicklung des fliegenden Autos z.B. hat dagegen viel schneller eine Stagnation erfahren – wobei ich selbst da nicht vorschnell resignieren würde, denn sowohl selbstfahrende Autos als auch Drohnen für den Hausgebrauch sind ein starker Trend. Dass das irgendwann kombiniiert werden könnte – wer will es ausschließen?
    Ich kann mir eine Welt ohne Taxis auch nicht so wirklich vorstellen. Schon gar nicht auf dem Dorf. Aber genauso wenig hätte man sich die Verdrängung der Kutsche durch das Auto wirklich vorstellen können, als die noch völlig unpraktisch und furchteinflößend waren. Oder hätte irgendwer von Euch sich in seiner Jugend vorstellen können, dass er nur mit einem Gerät, das jeder zu Hause hat, einen Roman weltweit veröffentlichen kann? Unsere Vorstellung ist halt doch sehr beschränkt auf das, was wir kennen. Wer weiß, ob es für die Taschen-trag-Problematik z.B. in Zukunft eigene Dienstleister gibt oder eigene Formen von Drohnen/Robotern? Oder das Spracherkennung, Datenvernetzung und co. irgendwann dafür sorgen, dass betrunkene von Maschinen noch besser verstanden werden? Natürlich denken wir an das, was wir derzeit besser machen als eine Maschine – das tue ich auch. Die Kniffe, mit denen man das eigentliche Problem umgehen kann, sind weit schwerer zu erfassen. Da ist der Betrunkene ein gutes Beispiel:
    Wir denken: Ui, die Spracherkennung erkennt „Lssnaplas!“ nicht. Das mag in Zukunft auch noch so sein. Aber der Fahrgast ist vermutlich registriert und schon öfter zum Alexanderplatz gefahren, weil er oder ein guter Freund dort wohnt. Ein guter Algorithmus findet vielleicht auf Anhieb 3 Adressen, aus denen der Fahrgast auswählen soll. Vielleicht, indem er beim richtigen Ziel laut „Jaaaa“ lallt. Zack, erledigt! Und das – muss man mal anmerken – geht auch heute schon.
    Ich will eigentlich gar nicht bewerten, ob das dann besser sein wird. Denn natürlich hat zum Beispiel menschliche Interaktion einen ganz eigenen Wert, der sich nur schwer ermitteln lassen wird, im Gegensatz zu Unfallstatistiken zum Beispiel. Aber wer sagt denn, dass es im Falle automatisierter Fortbewegung nicht künftig auch das Berufsbild eines Social-Escort-Services geben wird für all die, die wirklich Interaktion wollen. Während die anderen zu 30% der Kosten einfach nur gefahren werden.
    Ob das alles schrecklich wird oder gut: Das hängt von vergleichsweise kleinen Randentscheidungen ab. Und da würden wir gut dran tun, den Fokus drauf zu legen und uns damit in die Diskussion einzumischen. Das ganze einfach mit einem „Das passiert eh nie!“ abzuwatschen, bringt vermutlich nicht viel.

  38. ELP sagt:

    Was ich ein wenig kritisch sehe:

    Es wird immer schwieriger, anonym von A nach B zu kommen. Es wird immer mehr zentrale Steuerung und Überwachung geben, eventuell auch Eingriffsmöglichkeiten.
    Heute winkt der Polizist mit der Kelle, morgen befiehlt er deinem Auto anzuhalten und das hält an.

    Wenn ich nicht möchte, dass jemand erfährt, wo ich hin fahre, muss ich mir was einfallen lassen (oder das Fahrrad nehmen/zu Fuß gehen). Und es muss ja nichts schlimmes sein. Nicht jeder Ehemann will fremdgehen, aber mancher vielleicht eine Überraschung beim Juwellier besorgen.

    Andererseits: In Zeiten, in denen meine seine kompletten Konsumgewohnheiten für 1% Rabatt an Payback und Konsorten verkauft, ist das vielleicht auch alles nicht mehr so wichtig….

  39. ferenc_i sagt:

    Doch, es wird Taxis und -FahrerInnen noch geben:

  40. Mic ha sagt:

    Kommen wird es, das ist nun auch nicht mehr so abwegig. Es gab auch schon die ersten Pilotversuche und die durchaus erfolgreich. Aber es wird eben wieder einmal fragwürdig im Sinne der Dienstleistung sein.
    Die SB-Kassen, die Ticketschalter am Flughafen oder Kino, die Automaten, die den Kassierer und Dienstleister ersetzt haben, haben erfahrungsgemäß alle noch ihre Macken und der Kunde ist aufgeschmissen, sollte etwas nicht funktionieren. Mitunter kommt für jene dann auch noch der Kunde mit auf. Geld gefressen, Pech gehabt. Was wenn das autonome Auto die gelallte oder nicht besser ausprechenbare bzw. wie in Berlin mehrfach vorhandene Adresse falsch erkennt? Wenn der Kunde betrunken ist, gibt’s da wohl keine Diskussion.
    Das sind sicher Kleinigkeiten und eigentlich integrierbar, aber bisher würde bei dienstleistenden Automaten mMn nicht wirklich Rücksicht darauf genommen.

  41. Perdinand Fierch sagt:

    Nochmal: Gesetzgeber und Technik, alles egal.

    Letztendlich braucht es, wie alles im Leben, eine Schadensfallversicherung, die das maximale Risiko abdeckt. Und erst wenn es dafür Rechenmodelle gibt und eine Versicherung und Rückversicherung damit an den Markt gehen will, wird es das Produkt geben.

  42. Wahlberliner sagt:

    Es ist ja nicht nur der Berufskraftfahrer-Markt, der sich – schätzungsweise in den nächsten 5 bis 20 Jahren – nach und nach umkrempeln wird, sondern so ziemlich fast alles. Dem technischen Fortschritt sei dank. Dann können wir aufhören, uns über die Tätigkeit zu definieren, die wir (bisher) durchführen (müssen), um uns den Lebensunterhalt zu sichern, und zugleich zeigt sich, wie zivilisiert die Menschheit *wirklich* ist. Hier ein Video, was das Ganze als „Problematik“ sehr gut zusammenfasst – obwohl ich darin eher eine verheißungsvolle Zukunft sehe, den technologischen Zenit, der die Menschheit auch „menschlich“ voranbringt, nicht nur mehr bloß technisch:

    [youtube http://www.youtube.com/watch?v=7Pq-S557XQU&w=560&h=315%5D

  43. Wahlberliner sagt:

    Grrr, wie bettet man hier Youtube-Videos ein?

  44. ferenc_i sagt:

    @ Wahlberliner: einfach die URL nehmen…

  45. Wahlberliner sagt:

    @ferenc_i: Danke!

    Dann also nächster Versuch:

    https://www.youtube.com/watch?v=7Pq-S557XQU

    15 Minuten dicht gepackte Information über eine technische Entwicklung, an deren Schwelle wir gerade sind.

  46. Wahlberliner sagt:

    Nixda, URL hat auch net funktioniert. FUCK!!! 🙁

  47. Mic ha sagt:

    Wahlberliner, es hat geklappt, man kann das Video ansehen. Sehr beeindruckend. Danke für den Link.

  48. Mic ha sagt:

    (es hatte übrigens auch schon beim ersten Mal geklappt.)

  49. Wahlberliner sagt:

    @Mic ha: Ja, man kann den Link anklicken, aber die anderen beiden Videos hier im Thread sind so schön eingebettet, dass man sie gleich hier ansehen kann, ohne zur Youtube-Seite gehen zu müssen. Das hinzukriegen bin ich anscheinend zu blöd… :-/

  50. Carom sagt:

    @Wahlberliner:
    Ich hätte den html-Code zum yt-Link von Ferenc aus dem Quelltext genommen und hier gepastet (natürlich mit der URL Deines Videos) – keine Ahnung, ob das geht, ich probier sowas gerne aus.

    Noch was zur Sache:
    Dauerhafter Einsatz selbstfahrender Autos in Ballungsräumen nach meiner Schätzung in weniger als 10 Jahren – wir haben den größeren Teil der Technologie, drahtlose Netze, mobile Computer, einen Software-Layer („App“) zwischen uns und der Realität. Es fehlt halt noch der Rechtsrahmen, das Coding und die Hardware, aber das wird so schnell gehen, dass ich meine Schätzung für plausibel halte.

    Test wegen yt folgt im nächsten Absatz, entweder klappt es, oder ich mach mich zum Honk (was mich nicht stört):

  51. Carom sagt:

    Honk, alles klar 😉 (Forensoftware frisst html-Code) Wer weiß, wie es geht, kann ja mal melden. Danke.

  52. Mic ha sagt:

    Ok, so geht’s nicht. Weitermachen.

  53. MsTaxi sagt:

    Ich denke auch, dass durch Spracherkennung, Merken der – sagen wir – letzten zehn Fahrtziele bzw. über das bisher oft scherzhafte gebrauchte „Nach Hause“ viele Probleme, die wir jetzt sehen, gar nicht existieren würden. Es wird vielleicht dauern, aber für viele, gerade innerstädtische, Strecken wird das fahrerlose Auto evtl. wirklich das Transportmedium der Wahl sein. Oder es wird einfach das Fahrtziel bei Bestellung des Wagens angegeben, die Servicekraft sollte ja nicht ganz so angetrunken sein wie der Gast.

    Ob einem das passt, wie viel es kosten mag (anfangs vielleicht sogar mehr als der Kostenfaktor „Arbeit“ bei aller Gegenrechnung von ersparten Versischerungsprämien), das wird sich zeigen.

  54. Uwe sagt:

    Sascha…. schreib mal lieber ob der Mindestlohn bei dir angekommen ist und wieviel weniger du in der Tasche hast. Angeblich haben alle weniger. Wofür dann der Mindestlohn oder haben die alle das Finanzamt betrogen, was jetzt nicht mehr möglich ist ….. Lach. Gruß Uwe

  55. Taxi 123 sagt:

    Solange Kunden ihren Koffer „nur mal schnell in die dritte“ getragen haben wollen oder mit Rollator, Rollstuhl oder anderen im Kofferraum zu verstauenden Gegenständen unterwegs sind, wird es auch Taxifahrer geben. Gar nicht zu denken an die vielen anderen Gelegenheiten, in denen nur „Manpower“ hilft…

  56. TomTom sagt:

    Jetzt interessiert mich das einbinden einen yt-Videos auch:

    [youtube=https://www.youtube.com/watch?v=VcBMAKQk858]

  57. Schuetteltier sagt:

    Autonome Kraftfahrzeuge wwerden zuerst im NFZ-Bereich aufkommen. Neue LKW sind praktisch schon autonom. Ein Brummifahrer in der Verwandschaft meint, er sitzt in diesen Kisten die meiste Zeit gelangweilt rum.
    Selbst einparkende Autos gibt es heute schon von Volvo, Audi, Toyota (und wohl auch von Renault).
    Versicherungstechnisch werden diese Fahrzeugeerstmal ähnlich viel kosten wie Normale, Eventuelle Schäden einer kleinen Flotte lassen sich durch die Versicherung erstmal gegenfinanzieren,
    Oma Kasubke wird sich immer noch ein Fahrzeug mit Service rufen können, wenn sie was in den 3. Stock geschleppt haben will.
    Radfahrer werden fluchen, durch das wahrscheinliche Loggen (der zumindest letzten 10 Minuten) sind sie bei selbstverschuldeten Unfällen dann dran;)
    Probleme sehe ich bei extremen Witterungen sowie der notwendigen Umgestaltung der Fahrbahnen/Straßentechnik – die Ampel wird Dir irgendwann noch erzählen, wie lange sie noch grün/rot haben wird und welche anderen Ampeln bei welcher Geschwindigkeit noch bei grün zu erwischen sind. Und die Straßenbeschilderung muß besser werden.

  58. Freddy Kruger sagt:

    Moin,
    die Antwort auf das Selbstfahrende Auto gab die Forensoftware, wenn Forum nicht will geht Youtube auch nicht 🙂
    Der Faktor Mensch stört.
    Wenn es nur noch selbst fahrende Autos gibt gehe ich einfach über die strasse, wann und wo ich will, alle werden eine Vollbremsung machen. Cooooolll 🙂
    Oder der Besoffene macht einen Stau, er laeuft einfach mitten auf der Straße.
    Oder in der Rush/Hour Alu Schnipsel von einer Brücke werfen, wie werden die Autos darauf wohl reagieren.
    Und gegen Roboter-Taxi-Fahrer helfen philosophische Gespräche oder ein Laptop um Gratis zu Fahren.

    Schiene Zukunft wünscht Freddy

  59. Sash sagt:

    @Freddy:
    Das Lustige ist, dass ich da überhaupt nix besonderes dran finden kann. Vor gerade einmal hundert Jahren hätte Dir vermutlich jeder den Vogel gezeigt, wenn Du gefordert hättest, dass man als Fußgänger nicht mehr überall über die Straße gehen darf. Staus gibt’s auch durch Unfälle mit betrunkenen Autofahrern und heute werden Fahrer ja auch schon geblendet, beworfen oder gar beschossen. Und Schwarzfahrer wird’s sicher auch mit jedem System geben – dafür aber zum Beispiel keine Überfälle mehr. So gesehen hab ich jetzt bewiesen, dass es Autofahrer nie hätte geben können, oder? 😉

  60. Ui, sind das viele interessante Aspekte und wir sind mitten drin in der Zukunft, die sich um uns entfaltet, spannend! =) Ich glaube schon, dass die Verkehrssicherheit erhöht wird, wenn die Autos selbst fahren.

    Wir dürfen aber nicht vergessen, dass das Internet schon jetzt bereits den Transport von Menschen stark beeinflusst hat. Denken wir nur an Fernbusse oder Mitfahrgelegenheiten, die zu organisieren vor 15 Jahren noch deutlich schwieriger war. Vielleicht ist dann der zukünftige Gedanke der geteilten Autos, die immer gerufen werden, wenn man sie braucht, anstatt sie vor der Haustür stehen und an Wert verlieren zu lassen, eine Legierung von Kapitalismus und Kommunismus: gemeinsamer Besitz, von allen genutzt, doch unter dem Schirm einer Firma…? 😀

    Im Übrigen ist mir der Gedanke, mich in einen Sitz zu quetschen, in dem zuvor möglicherweise ein ekliger Mensch saß, ein wenig zuwider. Klar, mit der zentralen Steuerung und Koordinierung ist es möglich nachzuvollziehen, welcher der Vornutzer oder Vornutzerinnen den Wagen unter den Pobacken hatte, doch ein eigenes Auto hat schon etwas sehr privates. Für mich ist es oft mein ganz persönlicher Raum, in den ich mich zurückziehe, fluche, singe und lache…

    liebe Grüße
    G to the lastransport

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