Alaaf und Helau!

Berlin ist nicht gerade eine Karnevalshochburg. Meine ursprüngliche Heimat auch nur bedingt, aber immerhin bin ich Faschingsumzüge gewöhnt und hab die ein oder anderen Highlights durchaus im Kopf, meist in Form vager Erinnerungen an irgendwelche Familienausflüge.

Und nun hatte ich einen im Taxi.

Nein, keinen echten Jecken, sondern einen echten Berliner. Aber der war nun nach Köln gereist und hatte dort zelebriert, was alle dort zelebrieren:

„Und um ehrlich zu sein: Es war echt lustig. Da machen ja wirklich alle mit! Das ist ja auch mal was ganz eigenes! Die sind da alle kollektiv bescheuert für ein paar Tage und das macht echt Spaß!“

Ich hatte gleich meine Lieblings-„Ausrede“ parat:

„Naja, hier sind halt alle das ganze Jahr über ein bisschen verrückt – da braucht es wohl keine Extrawoche …“

Daraufhin erzählte er mir einen Witz, den er nun neu gelernt habe:

„Wenn in München alle besoffen sind und komische Klamotten tragen, dann ist klar: Oktoberfest!
Wenn in Köln alle seltsame Klamotten tragen und einen im Tee haben, dann ist klar: Es ist Karneval!
Wenn in Berlin alle blau sind und sich in bescheuertem Outfit auf die Straße trauen, dann ist klar: Es ist Wochenende!“

Ja, so ist es wohl. 🙂

6 Kommentare bis “Alaaf und Helau!”

  1. Nun fehlt der passende Witz für den Norden!

  2. ednong sagt:

    Och,
    ich glaub den Witz kann man auf jede Stadt (auch im NOrden) ausdehnen/anwenden 😉

  3. Mic ha sagt:

    Wenn in Hamburg sich alle wie Prinzessinnen mit zu viel Schminke verkleiden, ist Herberstraße.

  4. Henrik sagt:

    Am 17.2. Bin ich endlich auch mal Taxi gefahren, ganz alleine… 😀 es war kurz nach 6 Uhr morgens in einer kleineren größeren Stadt und ich stand am Bahnhof, um auf meinen Bus zu warten. Der kam aber nicht, da die Linienführung verändert war. Über Nacht. Nun, für solche NotAnlässe kann man ja nen RAL1015-Wagen für 12 Euro schonmal in Betracht ziehen, netter Fahrer und ab gehts. Hat zwar am Ende nur 9.90 gekostet, 12 hat er dann trotzdem bekommen. Sash, ich glaub, so langsam check ich das mitm Trinkgeld 😉

  5. hrururur sagt:

    Bremer: haben wir Hamburger doch. Den Schlagermove. Den kennt „auswärts“ zum Glück keine Sau, aber trotzdem drehen da eine Million Menschen in bekloppter Verkleidung mit viel Alkohol bei einem Umzug völlig frei. Ist halt jedes Jahr das gleiche Motto bei den Kostümen „Siebziger im Drogenrausch“, aber wir sind da halt sehr traditionsbewusst. Und wir brauchen kein Vierteljahr zum Vorglühen. Wir schiessen und halt einen halben Tag lang völlig weg und gehen montags ganz normal arbeiten und legen nicht die ganze Region lahm

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