Da denkste einmal nicht dran …

Ich halte mein Wechselgeld nach wie vor niedrig. Meist hab ich aber privat und gut versteckt noch ein paar Scheinchen extra dabei. Auch keine Unsumme, aber schnelle Aushilfe, wenn man mal nicht zum Wechseln kommt.

Hatte ich gestern nicht. Hab erst nicht dran gedacht – und als es mir eingefallen ist, hab ich’s verdrängt.

„Fährst ja so oder so nicht lange raus.“

Außerdem ist es nicht die erste Woche nach dem ersten oder fünfzehnten des Monats gewesen, die großen Scheine sollten also seltener sein als sonst. Und auch sonst klappt’s ja …

Erste Fahrt, 13,20 € und der Fahrgast gibt mir einen Hunderter. Nee, is‘ klar …
Ich hab ’nen Alibiblick in mein Portemonnaie geworfen, aber das hätte nie geklappt. Also ja: Vielleicht, wenn ich bis zu den 50-Cent-Stücken runtergegangen wäre. Der Kunde war nicht unbedingt begeistert, aber ihr kennt mich: Ich bin ja nett und freundlich und am Ende haben wir es ohne irgendwo kostenpflichtig zu wechseln geschafft. Er hat seine Freundin angerufen, die kam dann mit einem Fuffi runter. Super sieht anders aus – aber wichtig ist ja erst einmal, dass es klappt. Danach zwei kurze Winkertouren, bei denen die Fahrgäste vorher wussten, dass sie halbwegs passend zahlen können.

„Haha, seh‘ ich aus wie’n Typ, der Fuffziger bei sich hat?“,

meinte der eine sogar noch. Als ich an den Stand gefahren bin, hatte ich dann einen Haufen Münzen und genau einen Zwanziger und einen Fünfer im Geldbeutel. Gut, damit lässt sich schon einiges machen, aber mir ist das zu wenig. Also hab ich bei einem sehr netten Kollegen, mit dem ich noch nie gesprochen hatte, den braunen Schein kleingemacht.

Dann bekam ich eine Tour, die junge Dame lächelte am Ende und meinte:

„Ach, hoffentlich können Sie mir ein bisschen Geld kleinmachen …“

Und natürlich hatte ich keine Wahl, denn auch sie hatte nur noch Hunderter dabei und mir verblieb dann am Ende wieder genau ein einziger Fünfer. Da bin ich dann heimgefahren, ich war eh in der Nähe. Und ich hab aus all der diesen Monat bisher eingefahrenen Kohle nicht mehr genug Wechselgeld für die normale Portemonnaiebestückung zusammenbekommen. Von ein bisschen extra wollen wir gar nicht reden. Ganz großes Kino, dieser Abend.

Ich will ja gar nicht immer nur meckern übers Wechselgeld – aber selbst wenn man mal von der Überfallproblematik absieht: Wenn wir auf jede Fahrt 80 € rausgeben können sollen, dann müssen wir entweder ständig wechseln oder jede Schicht einen kompletten Monatslohn mit uns durch die Gegend fahren.
Und obwohl’s dort eher der Falschgeldproblematik geschuldet ist: auch der Tanke lässt man es durchgehen, dass sie keine Fünfhunderter nehmen – obwohl sie sicher etliche tausend Euro Umsatz pro Tag hat. Wie soll ein Taxifahrer mit einem Hunderter Umsatz ständig Hunnis annehmen können? Zumal wir ja auch beim Falschgeld noch schlechter kontrollieren können. Ich sehe den Kunden zuliebe selbstverständlich immer zu, dass es irgendwie geht – aber Hunderter sind einfach kein Geld fürs Taxi und ich müsste es nicht annehmen. Also nicht bei 10- oder 20-Euro-Fahrten. Und wenn’s nicht anders geht, dann doch bitte vorher fragen!

40 Kommentare bis “Da denkste einmal nicht dran …”

  1. Blogolade sagt:

    Wechselgeld ist ein ewiges Problem.

    Aber zum Prüfen fällt mir eine Taxipraktikable Lösung ein: Kennst du die Stifte, mit denen man auf einen Schein malen kann? Scheinprüferstift? Irgendwie so heißen die. Die sind handlich, funktionieren ohne Strom und sofort und sind nicht allzu teuer. gefunden!

    Zusätzlich zu den optischen und haptischen Merkmalen sind die eine feine Sache. Ansonsten tut es auch eine Schwarzlichtlampe to go.

  2. Rosa sagt:

    Das Problem ist, dass die Banken die Automaten immer mehr mit großen Scheinen bestücken. Wenn ich 200 Euro abhebe (und ja, ich hebe meistens eine so hohe Summe ab), dann bekomme ich inzwischen häufig zwei Hunderter und keine kleinen Scheine mehr. Wenn ich dran denke, dann hebe ich inzwischen 190 Euro ab, dann bekommt man gezwungenermaßen zumindest ein paar kleine Scheine.

  3. Sash sagt:

    @Blogolade:
    Ich weiß. Und auch Schwarzlichtlampen gibt’s inzwischen ja erschwinglich. Kostet trotzdem auch Zeit und Platz und ist nur ein Teil des Problems.

    @Rosa:
    Ich weiß, da kann man nicht immer was machen. Aber wie gesagt: wenigstens vorher fragen. Ich will ja auch nicht behaupten, dass kein Taxifahrer jemals einen Hunni wechseln könnte. Heute hätte es einfach schon gereicht, wenn die Kunden vorher Bescheid gesagt hätten. Den ersten hätte ich an einen Kollegen (war ja am Stand) verwiesen, bei den zweiten wäre es wenigstens nicht so überraschend gewesen und ich hätte meine Heimfahrt vorher schon planen können.

  4. Max sagt:

    Ich verstehe, dass das nervig ist, aber kannst du nicht einfach an eine x-beliebige Tanke fahren und dort wechseln? Also ich sehe das regelmäßig; erst neulich war ein Taxler vor mir, der 400 Euro (8×50 Euro) in kleine Scheine wechseln ließ – dem Tankwart war das augenscheinlich sogar recht, weil es ihm am Ende das Zählen erleichtert/die Abrechnung beschleunigt. Und es muss ja nicht um so große Dimensionen gehen, aber mal eben zwei, drei Fuffis oder nen Hunni wechseln geht doch schnell und du hast wieder ne Weile Ruhe. Seh ich also das Problem nicht? 🙂

  5. Max sagt:

    P.S. Übrigens sehe ich es natürlich genauso, dass es unnötig ist, wenn Kunden eine Taxifahrt mit einem 100er bezahlen wollen, erst recht natürlich, wenn es nur um 10 bis 20 Euro geht. Ich erlebe das selbst desöfteren beim Lieferdienst (wo ich nebenbei fahre) dass die Leute eine einzelne Pizza mit nem 100 Euro Schein bezahlen wollen. Da sagen wir dann auch immer: Kein Problem, aber bitte sagen Sie es doch bei der Bestellung dazu, wenn Sie etwas Größeres als einen 50er haben! Soviel Wechselgeld können die Leute doch echt nicht standardmäßig erwarten. Das muss man aber aus meiner Sicht abgrenzen vom Wieder-Kleinwechseln solcher Scheine. Ich habs da leicht, das geht im Regelfall im Laden, aber auch sonst ist die Tankstelle eben dein/mein Freund. Deswegen meine obige Frage 🙂

  6. Hartmut sagt:

    Ich kann bei beiden Banken hier in der Straße die Stückelung wählen, bei der einen geht immerhin „gib mir nur 10er“, bei der anderen sogar „gib mir 10er und 5er“ … allerdings sind wir bei ersterer auch schon einmal auf „Betrag kann nicht ausgezahlt werden, verfügbarer Betrag: 500€. Fortsetzen: Ja/Nein?“ hereingefallen … da kam dann tatsächlich ein 500er aus dem wohl anderweitig leeren Automaten …

    Versuch den mal auf einem Sonntag klein zu bekommen … 🙁

  7. Sash sagt:

    @Max:
    Natürlich kann ich’s an der Tanke kleinwechseln – zumindest, wenn die nicht auch gerade einen Engpass haben. Aber eine Tanke ist nicht immer in Sichtweite und das bedeutet Weg und Arbeitszeit. Eigentlich gut: ich darf das auf den Kunden abwälzen und ihn die Fahrt bezahlen lassen – aber mal‘ Dir mal aus, wie begeistert der davon ist …
    Nach einer Fahrt wechseln ist wirklich kein Ding. Aber wenn es mal wirkliich nicht reicht, haben die Fahrgäste erfahrungsgemäß ungefähr null Verständnis für die Problematik.

    @Hartmut:
    Das bieten leider nicht alle Banken an. Zudem heben viele das Geld ab, ohne dabei ans Taxi zu denken. Oder noch besser, wie bei meiner zweiten Kundin heute: „Oh sorry, die kleinen Scheine hab ich alle schon ausgegeben …“
    Und ja, das ist doch auch irgendwie normal und verständlich. Deswegen schreibe ich das ja, damit dieses Problem den Leuten bewusst wird.

  8. Sash sagt:

    @Max:
    PS: Du darfst nicht vergessen, dass wir auf dem Weg zur Tanke ja auch rangewunken werden können. Und eine Tour wegen des Wechselgeldes abzulehnen, ist weder für den Fahrer noch den Fahrgast lustig.

  9. Athropos sagt:

    Alternativ darf man diese Scheine auch mit „der Rest ist Trinkgeld…“ überreichen 😉

  10. rene sagt:

    @sash du weißt aber schon, dass der Taxifahrer nur verpflichtet ist den zum Fahrpreis nächsthöheren Schein wechseln zu können. Für alles andere müsste der Kunde aufkommen. Ok, das verklicker mal dem Fahrgast und Alltagstauglich ists auch nicht. Beruhigt aber manchmal…

  11. Marco sagt:

    Da bin ich mit meiner Hausbank (die typischerweise auch meine Geldautomatenabhebbank ist) ganz zufrieden. Größere Scheine als 50er haben die überhaupt nicht in den Automaten und außerdem kann ich die Stückelung komplett frei wählen. Und da sehe ich zu, wenn ich z.B. 300 € abhebe, dass ich höchstens 3 50er dabei hab.

    Und selbst bei den 50ern sehe zu, wenn die kleineren Scheine zum Ende gehen, dass ich die 50er irgendwo anbreche, wo ich es für kein Problem halte, also nicht unbedingt Bäckerei, Bus o.ä. sondern eher Supermarkt oder Tanke.

    Und wenn ich tatsächlich mal irgendwoher einen 100er hab, dann seh ich zu, dass ich den bei der ersten Gelegenheit, bei der es mir nicht komplett unangenehm ist, klein mache.

  12. Menni sagt:

    Mal ein kleiner Tipp für alle Geldautomaten, bei denen man die Stückelung nicht wählen kann:

    Wenn gefragt wird, wieviel ihr abheben wollt, dann NICHT auf einen vorgegebenen Betrag drücken, sondern „anderer Betrag“ auswählen und dann den Betrag per Hand eintippen. Zumindest bei Sparkassen kann man dann die Stückelung wählen!

    Mach ich immer so, damit ich nicht so viele Fünfiziger bekomme.

  13. Daniel sagt:

    Dabei wäre die Lösung so einfach: Bargeldloses bezahlen, kein Hick Hack mehr mit Geldscheinen und Münzen. Ich handhabe das ja schon wo es nur gut – allerdings wird es einem in Deutschland schon unnötig schwer gemacht (nicht nur von Taxen).
    In Berlin wird man ja sogar (deutschlandweit einmalig) mit 1,50 Euro extra abgezockt (ich nenne das jetzt absichtlich so – habe das sonst noch bei keinem Dienstleistungsbetrieb erlebt dass man für bargeldloses zahlen extra hinlegen muß) – sofern man an einen Fahrer kommt der das überhaupt anbietet.
    Dabei würden ja auch die Fahrer profitieren – gesunkenes Sicherheitsrisiko, Zeitersparnis durch die Suche nach Wechselgeld und Fahrten zur Bank / Zentrale zum Geld abliefern…
    Bin mal gespannt ob ich es in Deutschland noch erlebe dass ich völlig ohne Bargeld aus dem Haus kann – 80% – 90% sind ja schon machbar, aber bei so Sachen wie Taxi, Bäcker, Kiosk, Döner, etc. hapert es noch.

  14. Rosa sagt:

    @Menni: Bei den Bankautomaten in meiner Umgebung kann ich auch bei „anderer Betrag“ die Stückelung nicht frei wählen. Aber bei 190 € mussen ja mindestens mal 2 Zwanziger dabei sein.

    @Sash: Ich fahr auch im Alltag selten Taxi, vor allem, weil ich meistens mit dem Rad unterwegs bin. Taxi fahr ich eigentlich nur auf Dienstreisen in unsere Hauptverwaltung, da haben wir einen Stamm-Taxifahrer, mit dem ich morgens, wenn ich mich vom Flughafen abholt, auch gleich meine Rückfahrt vereinbar und diese beiden zusammen immer an die Fünfzig Euro rankommen. Wenn der morgens kein Wechselgeld hat, dann kann er von mir aus den Fünfziger behalten und ich habe meine Abendfahrt auch schon bezahlt.

  15. hartmut sagt:

    Ich dagegen mag Bargeld … grad im Taxi. Da weiß ich das alle meine Standardstrecken incl. Standard-Trinkgeld 7Eur kosten und hab meistens das Geld schon passend in der Hand oder der Jackentasche. Da kann keine bargeldlose Lösung an Geschwindigkeit mithalten, zumindest keine der ich weiter trauen würde als ich meine Waschmaschine werfen kann …

    Und auch überall sonst wo schnelles zahlen von kleinen Beträgen trumpf ist, zB in der Sonntagsmorgensschlange beim Bäcker, stelle ich mir (sicheres) bargeldloses Zahlen lieber nicht vor …

    Dazu kommt dann noch dass ich bei meinem „funnny money“ schon gern den Überblick in physischer Form behalten möchte und auch gern mal vorab ein Limit setzen kann. Wenn ich nur zwei Zehner einstecke dann kann ich idR an dem Abend auch nicht mehr ausgeben …

  16. hartmut sagt:

    Nachtrag: das sind aber nach wie vor alles Dinge wo ich mit nur 5ern und 10ern wunderbar zurechtkomme … dass ich mal 20er dabei habe ist schon ungewöhnlich, und ein 50er ist für mich mittlerweile schon ein „OMG was mach ich denn jetzt damit?“. Und alle Scheine dadrüber … deren Existenzberechtigung ist mir, abgesehen vllt. von der als „Angeberschein“, echt ein Rätsel … ab hohen zweistelligen Beträgen zahle auch ich nur noch „mit Plastik“ …

  17. hrururur sagt:

    Bis meine Bank mir zumindest eine kleine und eine große Mischung am Automaten anbieten konnte, hab ich mein Geld sehr konsequent am Schalter geholt und immer schön die Hausfrauenmischung verlangt. Nicht wegen dem Taxi, das ich eh nur alle Jubeljahre nutz, aber mir ist es auch überall anders schlicht unangenehm mit einem größeren Schein zu zahlen. Unter dreißig Euro mag ich einfach nicht mit fünfzig bezahlen. Ich finde große Scheine sollte man nur auf Wunsch überhaupt bekommen. Für Geldgeschenke ist das halt schon praktisch oder wenn man deutlich dreistellige oder noch höhere Summen bar zahlen möchte, aber schon Hunderter finde ich im Alltag schlicht überflüssig. Sooo sperrig sind die Scheine nicht, dass man sich dran tot schleppen würde… Und wer grundlos mehrere hundert Euro in bar mit sich rumschleppt, hat andere Probleme.

    Ich arbeite ja an der Kasse, von Discounter Bus teure Computer ja schon alles und in allen Gegenden. Also mit einem recht umfangreichen Schnitt durch die Gesellschaft. Es gibt wirklich nicht wenige Menschen, die ohne Probleme ein Auto kaufen könnten, mit dem, was sie ganz selbstverständlich mit sich rumtragen. Da ist es dann auch egal, ob das Fünfziger oder Hunderter sind

  18. Roichi sagt:

    Naja, größere Scheine haben schon ihre Berechtigung.

    Wir hatten mal für eine größere Studiparty eingekauft.
    Dabei wurde auch das Pfand von der vorherigen Party und dem Semesterbetrieb entsorgt. Das waren über 500€. Und so ergab es sich, dass wir alle zum ersten Mal einen 500er in der Hand hatten.
    Wir haben diesen dann beim Real gegen einen Wagen voller Hartalk eingetauscht. Die haben auch nicht schlecht gestaunt.

  19. rene sagt:

    @roichi ganz zu schweigen von den massen an Schwarzgeld die so über die Grenze zu schaffen sind…mit 10ern nicht zu machen..

  20. MsTaxi sagt:

    @Daniel

    Die 1,50€ entstehen nach dem Verursacherprinzip. Bei anderen Dienstleistern merkst du die nicht, weil die Kosten dieses Services auf alle Preise umgelegt werden, was im Taxi bekanntermaßen nicht geht.

    Diese, ich nenne es jetzt mal freundlich „Lebenserleichterung“ des Kunden kostet schließlich erstmal Geld – and that gerade im Taxi not too knapp. Je nach Anbieter der Hard- und Software binde ich mich als Unternehmen zwischen 24 und 48 Monate mit einer entsprechenden Grundgebühr und einer Gebühr je Buchung in Höhe zwischen 0,10 und 0,30€. Dazu fallen dann bei CC-Zahlung noch einmal 2 bis 4% deiner Fahrtkosten an. Und ich sehe bei der geringen Zahl der CC-Wünsche bei uns im Bereich echt nicht ein, dass wir uns die Verwaltungskosten nicht bei den Kunden wiederholen können sollen.

    Und bitte jetzt nicht den Vergleich mit anderen Ländern: Dort sind solche Kosten so gering, dass sie kaum ins Gewicht fallen oder aber bei Geschäftskundenverträgen ohnehin schon im Preis mit drin, so dass es egal ist, ob ich als Dienstleister nun auch noch CC-Zahlung anbiete oder nicht.

    Bei Fahrern allerdings sind solche bargeldlosen Transaktionen auch nicht unbedingt gern gesehen, weil nahezu alle bargeldlos zahlenden Kunden, egal ob Maestro, CC, Krankentransport o.ä., oft auch beim allerbesten gezeigten Service das Trinkgeld nicht mehr auf dem Schirm haben. Ohne da jetzt wieder eine leidige, oft geführte Debatte aufrühren zu wollen… 🙂

  21. Senfgnu sagt:

    Ich persönlich bevorzuge es dagegen eher, an Geldautomaten große Scheine zu bekommen – seitdem ich mal ein traumatisches Erlebnis mit 20×10 EUR hatte. Dieser Haufen bläht den geldbeutel so unangenehm auf und ich hab nun wirklich schon genug Volumen da drin…

    Auf wundersame Weise bekomme ich die zu Taxifahrten aber immer wieder klein, so dass ich da keinen überfordere.
    Und als ich neulich mal ein Ordnungsgeld persönlich bei der Stadtkasse gezahlt habe, wurde da der 500er ohne Prüfung sofort akzeptiert.

  22. Max sagt:

    @Sash: „Nach einer Fahrt wechseln ist wirklich kein Ding. Aber wenn es mal wirkliich nicht reicht, haben die Fahrgäste erfahrungsgemäß ungefähr null Verständnis für die Problematik.“ – Letzteres verstehe ich, aber ich handhabe es ehrlich gesagt grundsätzlich so, dass ich VOR jeder Fahrt mein Wechselgeld kontrolliere, und wenn dies nicht mehr für alle Optionen (bis mindestens 50er – nach den ersten Fahrten reicht es dann auch für 100er) ausreicht, sorge ich für ausreichend Wechselgeld, bevor ich beim Kunde auf der Matte stehe. Etwas ähnliches würde ich ehrlich gesagt auch im Taxi „erwarten“ bzw. anders würde ich mich als Fahrer gar nicht wohl fühlen. Klar kannst du auch auf dem Weg zu einer Tanke rangewunken werden (ist das so realistisch bzw. sind die Abstände zwischen den Tanken bei euch so groß?); aber ich würde den Fahrgast dann ehrlich gesagt schon vor dem Einsteigen fragen, wie er denn zahlen möchte bzw. ihn darauf hinweisen, dass das Wechselgeld knapp ist. Dann kann man ggfs. auch unterwegs schon eine Bank mitnehmen, wo dann entweder du (Wechsel-)Geld abhebst oder der Kunde eben kleinere Scheine besorgt.

    Ich verstehe also, dass es nervig ist, große Scheine zu bekommen und dass auch beim Kunden häufig kein Verständnis dafür da ist, wenn man kein Wechselgeld hat. Aber ich verstehe es kaum, dass man als Fahrer überhaupt in die Situation kommt, da ich wie gesagt immer „vorsorge“, denn ohne Wechselgeld vor dem Kunde stehen ist einfach unangenehm. Oder hat manchmal auch andere negative Aspekte: Wenn man z.B. mangels Kleingeld auf das Trinkgeld verzichten muss 😉

  23. Menni sagt:

    @hrururur

    „Und wer grundlos mehrere hundert Euro in bar mit sich rumschleppt, hat andere Probleme.“

    Ich habe selten unter 200,- in der Tasche, meistens deutlich mehr. Magst Du mir mal sagen, welche „anderen Probleme“ ich deshalb habe?

  24. silverchaser sagt:

    Ihr habt mehr als 100 Euro auf dem Konto??? Neidisch bin … Hahahaha

    Scherz

  25. egal sagt:

    Ich habe mehrfach 100€ abheben wollen und bekam dann auch einen Hunni aus dem Automaten. Bin dann damit direkt zur Bank rein (tagsüber) und habe mir den wechseln lassen mit der Begründung, mein Brötchen für die Mittagspause lässt sich schlecht damit bezahlen. Wurde mir immer problemlos gewechselt. Inzwischen tendiere ich auch dazu 90€ oder 120€ abzuheben. Freie Wahl der Stückelung habe ich noch bei keinem Automaten erlebt und ich lebe schon in einer Großstadt und bin häufiger in Deutschland unterwegs. Mag vielleicht ein Feature der CashPool-Banken sein? Ich bin bei einer Cash Group-Bank.

  26. rene sagt:

    @all ich glaube wir haben uns vom Ursprungs etwas entfernt 😉

  27. Hartmut sagt:

    $hier geht es bei der Volksbank und der Commerzbank (dort nur einer der beiden Automaten der Filiale)

  28. rene sagt:

    Ursprungsthema, es sollte Ursprungsthema heissen…

  29. Sash sagt:

    @all:
    Ach Gottchen, dass das Thema aber auch immer wieder so zieht … 😉

    @Daniel:
    Bargeldlos zahlen ist zweifelsohne eine praktische Geschichte und hat viele Vorteile. Und ja, wäre da vielleicht eine Lösung gewesen. Ich find dieses überschwängliche Lob allerdings auch immer ein bisschen absurd. Mich nerven die Leute, die im Supermarkt ihre 9,30€-Rechnungen mit Karte begleichen, weil das dreimal so lang dauert wie Barzahlung. Außerdem ist Bargeld anonym, was auch seine Vorteile hat. Und ich dachte da weniger an Schwarzgeld, sondern eher an NSA und co.
    Ganz ohne Bargeld sollte es meiner Meinung nach einfach auch nicht laufen – und da hat man das Wechselgeldproblem dann halt trotzdem.
    Und was die Kosten angeht, hat MsTaxi die Fakten schön zusammengefasst.

    @rene:
    Die Gerichtsurteile sprechen da keine eindeutige Sprache und laut Gesetz muss ich „einen für den Taxenverkehr üblichen“ Betrag an Wechselgeld mit mir führen. Allerdings ist genau diese Entscheidung mit dem nächsthöchsten Schein ja eine ganz gute Verdeutlichung. Was sind denn die nächsthöchsten Scheine bei 13,20 € und 26 €? Hunderter, ehrlich?
    Aber nun zurück zum Ursprungs. 😀

    @Max:
    Aber genau das hab ich doch gemacht. Ich hab bei der ersten Fahrt (mindestens – in dem Fall leider ganz genau) 55 € in Scheinen mit. 1 Zwanni, 2 Zehner, 3 Fünfer. Plus Münzen, meist etwa 15 bis 20 €. Das reicht „locker“ für einen Fuffi, aber eben erst nach den ersten 2 bis 4 Fahrten für einen Hunni. Zu wenig Kleingeld passiert mir übrigens nie. Da verstehe ich die Kollegen auch nicht, die mit 3,50 € im Geldbeutel rumfahren.

  30. metro sagt:

    Hatte mal einen Funkauftrag von der Eberswalder für einen Yuppie, der mir einen 500 EUR Schein gab, an der Tanke in der Mühlenstr. 3 Flaschen Champangier (Stück 50 EUR) zu kaufen und wieder bein Ihm, in der Cantian, abzuliefern.
    Da Tanken keine 500 EUR Scheine annehmen musste ich zum Alex ins Forumhotel, dort wechseln mit warten, dann wieder nach Pankow zur Tanke usw…
    Am Ende hat der Yuppie alles mürrisch bezahlt, inklusive Fahrstrecke (25 EUR)

  31. Der Honk sagt:

    @ Sash:
    „Mich nerven die Leute, die im Supermarkt ihre 9,30€-Rechnungen mit Karte begleichen, weil das dreimal so lang dauert wie Barzahlung.“
    Das liegt aber nicht an den Leuten, sondern an der verwendeten Technik in Deutschland.
    Gerade für Beträge unter 20€ eignet sich kontaktloses Bezahlen ohne PIN hervorragend.
    Dies bietet hierzulande nur leider kaum ein Händler an…

    Ich persönlich habe ja generell nur Scheine unter 50€ bei mir. Die sind im Alltag einfach viel praktischer.
    Wann kauft man schon mal gegen Bargeld etwas für mehrere hundert Euro? Also ich so gut wie nie.
    Dank meiner praktischen Kreditkarte, mit der ich überall kostenlos Geld abheben kann, muss ich mich auch nie um Nachschub sorgen.
    Und abgehoben werden dann max. 40€, so kriege ich auch garantiert keine großen Scheine. 🙂

  32. Sash sagt:

    @Der Honk:
    Sicher, kontaktlos wäre das eine flotte Geschichte. Das will ich auch nicht abstreiten. 🙂

  33. @Daniel, @DerHonk: Eine bargeldlose Bezahlung via EC-Karte kostet den Leistungserbringer Grundgebühren zur Teilnahme am System, Miete für das Gerät und eine Gebühr pro Zahlung (0,23€ pro Vorgang, wenn mich nicht alles täuscht). Im Lastschriftverfahren liegt dann das Risiko beim Leistungserbringer, denn wenn die Bank (aus welchen Gründen auch immer) den Betrag rückbucht, kommen auch noch ca. 11€ Bearbeungsgebühren der Bank zum Verlust des Rechnungsbetrags. Bei einer PIN-Abfrage-EC-Abbuchung liegt das Risiko dann bei der Bank, dafür zahlt der Leistungserbringer aber nochmal 0,3% des Gesamtbetrags an den EC-Dienstleister abführen. Hört sich nicht viel an, läppert sich aber zusammen. Das wird natürlich dem Endverbraucher nicht erklärt von der Bank – wieso auch? Was der nicht weiß, macht ihn nicht heiß. Wenn bei mir aber mal wieder jemand eine 0,50€-Traubenzuckerrolle mit EC bezahlen will, und ich mit den Augen rolle, weil die Bank an den Geschäft mehr verdient als ich Verlust mache durch den Verkauf.

    Tankstellen haben wesentlich kleinere Abtretungssummen an die EC-Dienstleister und Banken. Das liegt daran, dass Tankstellen aktiv an der Verbreitung dieses Zahlungssystems beteiligt waren, und deshalb haben sie „bessere“ Verträge. Seit neuestem hat die Monopolkomission übrigens diese Verträge zur freien Verhandlung zwischen Händler, Dienstleister und Bank freigegeben, was in der Endkonsequenz bedeuten würde, dass JEDER Einzelhändler mit JEDER Bank einen separaten Vertrag aushandeln müßte. Das ist natürlich Quark, weswegen das im Zweifelsfall der EC-Dienstleister übernimmt, also werden die geringeren Gebühren wohl nicht dem Händler, sondern den Dienstleister zufallen. De fakto denke ich, für Händler wirds in den nächsten Jahren teurer, EC-Karten zu akzeptieren.

    Ich kann übrigens Händler verstehen, die Lastschriften nicht mehr akzeptieren und für jeden €uro die PIN haben wollen. Ich selber habe schon mehrere Hundert € mit gekaperten Karten / Trickbetrüger so verlohren. Banken weisen in so einem Fall jede Schuld von sich – schuld ist der blöde Händler selber, hätte ja die PIN-Abfrage benutzen können. Alles klar?

    Kreditkarten belasten Händler mit noch wesentlich höheren Gebühren in Deutschland. Die liegen zwischen 3% und 10% (!) der Gesamtabbuchungssumme, je nach Karte und Vertrag. Wenn ich bei einer „HUMIRA-6St.-Packung“ mit Gesamtwert 5.231,36€ gemäß Arzneimittelpreisverordnung einen Rohgewinn von 134,63 € mache (eine Spanne von 3,1%), und der Privatpatient bei mir mit MasterCard bezahlt, denen ich mal Locker 4,5% des Gesamtbetrags überlasse (235,41€), habe ich an dem Teil -100,78€ verdient. Prima. Der Staat bekommt übrigens 835,29€ MwSt.; die Krankenkasse bekommt 1,80€ Apothekenrabatt und 295,49€ Pflichrabatt des Herstellers AbbVie Deutschand.
    Nicht umsonst bekommt man Erlass beim Autohändler, wenn man bar bezahlt…

    @DerHonk: Bargeldlos, kontaktlos und ohne PIN? REALY? Ohne Bestätigung der Summe durch Dich als Käufer – und ohne Verifizierung Deiner Person? Jeder technisch mäßig begabe aber kriminell interessierte Conrad-Elektronik-Kunde wird darauf abzielen, die drahtlose Kommunikation zwischen Terminal und Bezahleinheit mitzuschneiden, um anschließend auf DEIN Konto bargeldlos, kontaktlos und OHNE PIN einzukaufen. Sorry, dieser Technik vertraue ich weniger weit, als ich meinen Dienst-Punto werfen kann. Bezahlen, in dem ich nur an der Kasse vorbei gehe? Alles vollautomatisch? Und verifiziert werde ich über Netzhautscans hochauflösender Kameras im ganzen Laden? Woher kenne ich sowas nur? Ah ja, gestern abend lief mal wieder Minority-Report im Fernsehen… Sorry, die Überwachung durch NSA, BND, GCHQ und wie sie alle heißen reicht mir schon zur genüge. Und nein, ich mache auch bei solchen Konsumenten-Überwachungs-Firmen wie PayBack und HappyDigits nicht mit.

  34. Daniel sagt:

    @Sash: Ich möchte dir in der Aussage dass eine Kartenzahlung 3x so lang dauert widersprechen – das kann ich einfach so nicht stehen lassen.
    Wenn du im Supermarkt hinter mir stehst, ich zahle die 9,30 Euro mit Karte und du in Bar, dann dauert das in etwa gleich lang.
    Setzt ein gutes Kartenlesegerät und funktionierende Technik (Referenz: ALDI und LIDL) voraus.
    Dann gibt es natürlich Faktoren die den Prozess verlangsamen (lahme Geräte, Kunden die die Karte falsch rum reinstecken, PIN vergessen, etc.), aber solche Faktoren gibt es auch bei der Barzahlung (Kunden die jede Münze einzeln rauskramen, etc.).

    Ansonsten, zu den Kommentaren von MsTaxi und gedankenknick: Klar, bei solchen Rahmenbedingung macht es wenig Sinn. Aber würden z.B. die Taxis geschlossen Kartenzahlung einführen, und eine geschlossene Verhandlung führen, währen sicher auch die Rahmenbedingungen deutlich besser die man heraushandeln könnte bei den Banken, da das Volumen ein ganz anderes wäre.
    Glaubt jemand z.B. ALDI und LIDL bezahlen die von euch angesprochen Gebühren? Oder Amazon?

    Aber ja – damit sich bargeldloses bezahlen flächendeckend durchsetzt muß sich technisch noch was tun (es muß noch schneller und einfacher gehen als die aktuelle EC / Kreditkartenzahlung), und die Rahmenbedingungen müssen so sein, dass auch ein kleiner Händler / Verkäufer damit leben kann. Davon sind wir noch ein Stück weit entfernt, ich bin mir aber sicher es wird so kommen.

    Und um wieder aufs Taxi zu kommen: Auch die Bargeldabwicklung hat ihre Kosten – da gibt es halt keinen festen % Satz. Aber bedenkt den Aufwand Wechselgeld zu beschaffen, die Einnahmen wegzubringen, das Sicherheitsrisiko, etc. Kostet euch bzw. eure Chefs auch Zeit, und damit letztendlich Geld.
    Das Sicherheitsrisiko überfallen zu werden liese sich bei bargeldloser Zahlung auf nahezu 0 senken.

  35. Der Honk sagt:

    @gedankenknick:
    Ich glaube, du bist da etwas paranoid.
    Die Unternehmen haben sich sicher auch ihre Gedanken bzgl. der Sicherheit gemacht. 😉
    Du darfst nicht vergessen, dass kontaktlose Zahlungen in anderen Teilen der Welt schon lange Standard sind.
    So unerforscht, wie es in Deutschland vielleicht wirkt, ist das Ganze also nicht.
    Du kannst dir ja mal diese Infoseite von VISA durchlesen, fand ich sehr interessant:
    http://www.visa.de/kartenprodukte/kontaktloses-bezahlen-mit-visa/haufig-gestellte-fragen

    Dass die Gebühren für Kreditkartenakzeptanz 3 – 10% betragen, kann ich nicht so recht glauben.
    Smartphone-Lösungen für jedermann bieten einem bereits 2,75% an.
    (Beispiel: https://www.izettle.com/de/pricing )
    Dass dies bei einem professionellen Anbieter höher sein soll, kann ich mir kaum vorstellen.

  36. Eloman sagt:

    Also bei uns im Dorf brauche ich nur auf max. nen Fuffi rausgeben. Hat der FG nur nen Hunni muss er kucken wie er ihn kleinbekommt. Mit laufender Uhr, versteht sich, selber schuld. Je nach Uhrzeit gebe ich aber bei guter Kasse auch auf Hunnis raus.

  37. Sash sagt:

    @Der Honk:
    Ich seh das für mich selbst auch nicht so eng, aber gedankenknick hat in gewisser Weise schon recht. Ob es jetzt die Kriminellen so einfach haben, ist die Frage. Aber eben auch eine Frage der Zeit – bislang ist noch jedes System gehackt worden. Und dass manch einer kein Interesse hat, dass all seine Zahlungen zurückverfolgbar sind, dass sollte man schon akzeptieren. Am Ende weiß man ja nicht, ob man nicht doch mal in ein komisches Raster irgendwelcher Ermittler fällt etc. pp.

  38. @Danil:
    Bisher waren EC-Karten-Gebühren nicht frei verhandelbar. Entweder hast Du als Händler akzeptiert, was die der EC-Dienstleister (und die Banken) vorgesetzt haben, oder Du hast einfach nicht mitgemacht. Die Verhandelbarkeit der Gebühren beginnt im November diesen Jahres. Siehe hier: http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=54554 In Deutschland betragen die Durchschittsgebühren für Kreditkarten 3-5%, siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kreditkarte#H.C3.A4ndler In skandinavischen Ländern beträgt die Durschnittsgebühr für Kreditkarten ca. 0,25%, habe ich mal gelesen. Der Unterschied ist mal gerade Faktor 15… 😉

    @DerHonk
    Jo, ich bin wohl ein wenig paranoid geworden. Aber erinnern wir uns mal gemeinsam:
    – Vor ca. 5 Jahren hätte ich jeden für paranoid gehalten, der mir erklärt hätte, es gibt Betrüger, die ein Folienfeld auf den Ziffernblock und ein zusätzliches Kartenlesegerät am Kartenschlitz eines Bankautomaten anbringen, um ALLE Daten einer EC-Karte incl. Pin abzugreifen.
    – Vor noch 2 Jahren hätte ich jeden für paranoid gehalten, der mir erklärt hätte, dass eine WELTWEITE und ALLUMFASSENDE Überwachung von Telefonverbindungen und eMail-Verkehr durch die NSA betrieben wird. Ein wenig Überwachung, ja sicher. Aber Metadaten ALLUMFASSEND? Sogar Millionen Gespräche täglich mit Audioverlauf? Dafür haben die doch gar nicht genug Kapazitäten…
    – Vor 1 Jahr hätte ich jeden für paranoid gehalten, der mir erklärt hätte, mit einem Laptop und einer Spezialantenne kann man ein Auto mit „kontaktlosen Schlüsselsystem“ highjacken. Dann habe ich einen Filmbericht mit einem (niederländischen) Professor gesehen. Mit Laptop im Aktenkoffer ist er an einer Person mit kontaklosen Autoschlüssel VORBEI GEGANGEN. Keine Berührung. Der Laptop hat dem Schlüssel gegenüber das Auto simuliert. Sodann ist er zu dem Auto gegangen – zack und offen. Er legte eine Spezialantenne aufs Amaturenbrett (er meinte, er kann das auch von der Rücksitzbank, aber dann muss er die Antenne größer als die verwendete CD-Hülle bauen), steckte ein Stück Plaste in den Schlüsselschlitz (um die Anwesendhet des Schlüssels zu simulieren) und startete seine selbstgebaute Software. Zack, war das Auto an, und er konnte losfahren… Aber die Autohersteller haben gegen sowas doch bestimmt Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Erst vorgestern habe ich in einer Doku gesehen, wie ein Prius von der Rücksitzbank aus mit einem Laptop gesteuert wurde. Der Fahrer konnte nicht mal mehr bremsen! Toyota hat sich damit rausgeredet, dass dazu ja ein Kabelzugang zum Auto erforderlich sei. Ja und? „Noch nie was von nem WLAN, von UMTS und LTE, von einem Remote-Desktop und von einem RasberryPi gehört???“ möchte ich da zu Toyota sagen. Aber die Autohersteller haben sicher alles für unsere Sicherheit bedacht…

    Soll ich weiter machen? BND. GHSQ. Die Stasi war lachhaft in technischer Ausstattung zu heutigen Geheimdiensten. Die Telefonanschlusszahl in der DDR war unter anderem deshalb so begrenzt, weil die Stasi einfach nicht MEHR Telefone als vorhanden überwachen konnte. Derweil frage ich mich, wo ich ein Anleitungsbuch für das Spiel „Paranoia“ herbekomme, und wo ich dann ein paar Mitspieler finde. VIEL schlimmer als die Realität ist das Teil auch nicht… siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Paranoia_%28Rollenspiel%29

  39. Der Honk sagt:

    @gedankenknick:
    Du hast absolut Recht, solche Technik ist oft anfällig für Angriffe und hat Sicherheitslücken.
    Und wenn man eine solche findet, wird sie halt gestopft. So war das schon immer.
    Nichts neues mehr zu entwickeln und nur noch Bargeld (oder manuelle Autoschlüssel) zu verwenden kann auch nicht die Lösung sein.

    Zumal man beim kontaktlosen Bezahlen wie auch beim von dir genannten Skimming durch die Bank abgesichert ist (wie das beim Autoschlüssel ist, weiß ich nicht).

  40. @DerHonk „Und wenn man eine solche findet, wird sie halt gestopft. So war das schon immer.“

    Nö. Das war einmal. Vor langer Zeit in einer weit entfernten Galaxie. Oder so. Heutzutage werden die Sicherheitslücken von der Regierung oder regierungsnahen Organisationen AKTIV eingebaut in die Systeme, sonst bekommen sie keine Freigabe. *kicher* Ich möchte nicht wissen, wie viele Lücken in Windoof, Linux, AppleOS, OS-halbe und in welchen Betriebssystemen auch immer den verschiedenen Geheimdiensten bekannt sind – und auch von diesen genutzt werden – und gar kein Interesse daran vorhanden ist, diese Lücken zu schließen. Erst wenn „die bösen Kriminellen“ diese Lücken finden und ausnutzen, ERST DANN muss etwas dagegen unternommen werden.

    Ich habe prinzipiell nichts gegen moderne Technologie. Ich habe aber etwas dagegen, als Kunde und Endverbraucher Dauer-Beta-Tester zu sein. Ich habe etwas dagegen, dass Technologien veraltet sind und durch neue ersetzt werden, bevor sie auch nur HALBWEGS zu Ende entwickelt sind. Ich habe etwas dagegen, dass ich mir eine Technologie kaufe mit Versprechen auf Updates, und ich bekomme NICHT EIN EINZIGES. Geschweige den „nachzureichenden Features“…

    „Zumal man beim kontaktlosen Bezahlen wie auch beim von dir genannten Skimming durch die Bank abgesichert ist […]“ Ist man das? Jahrzehnte lang war man als Verbraucher schuld, wenn das Konto via PIN belastet wurde – entweder hat man selbst die PIN eingegeben, oder man hat sie nicht genug beschützt aufbewahrt. Je nachdem, vor welchem Gericht man verhandelt, kann einen ein Richter dieses immer noch als Ablehnungsgrund der Klage unterjubeln. Denn, BEWEISE MAL, dass deine kontaktlose Bezahlung KONTAKTLOS GE-HIGHJACKED wurde. Viel Spaß dabei. Die Beweislastumkehr dürfte hier meines Wissens nach nur schwer durchzusetzen sein.

    „wie das beim Autoschlüssel ist, weiß ich nicht“ Jahrzehnte lang haben Versicherungen den Schaden an gestohlenen Autos abgelehnt, die eine Wegfahrsperre hatten. Erst vor ca. 3 Jahren habe ich eine Doku gesehen, wie ein passend ausgerüsteter Autodieb ein Auto mit Wegfahrsperre innerhalb Sekunden via Bordcomputerzugang „geknackt“ hat. Die Versicherung wird aber nicht bezahlen, weil „diese Autos gemäß Herstellerangaben eine unüberwindbare Wegfahrsperre haben“. Lustig. Ich selber beruhige mich immer mit dem Gedanken, dass mein Dienst-Punto wohl eher nicht auf der Auftragsliste solcher organisierten Kriminalität steht.

    Und mal im Ernst: Selbst bei Technologie, die über 10 Jahre getestet wird, bevor sie in den „offiziellen Handel“ kommt, gibt es immer wieder Probleme. Schau Dich mal bei Arzneimitteln um.

    Und wenn ich dann höre, dass via einer infizierten MP3 ein Autoradio einen Virus ins Bordsystem einschleust, welcher sich via Notruf-System des Autos weitere Schadsoftware nachläd… Dann frage ich mich, welches Genie von Entwickler so etwas konstruiert bzw. zusammenwürfelt. Ein NOTRUFSYSTEM lässt Daten von außen nach innen? Da werden Sachen lustig zusammengesteckt, zum Teil auf Anforderungen der Regierungen, die einfach nicht zusammen gehören. Spätestens wenn für die Polizei ein „Not-Fernsteuerungs-Code“ zwangsweise eingebaut wird, beantrage ich als Dienstwagen einen Lanz Bulldog – auch wenn ich bei unter -20°C dann 30min eine Lötlampe unter den Kühler stellen muss, damit er auftaut.

    Und die Banken sind keinen Deut besser. Sorry, aber das ist meine Meinung. Ich halte Bargeld nicht für unersetzlich, aber um es mit unserer Regierung zu sagen, im Augenblick für alternativlos. Und ich hoffe wir sind uns einig, dass „Ich habe ja nichts zu verbergen, deswegen darf jeder alles bei mir sehen.“ spätestens bei der PIN der EC-Karte aufhört. Wieso eigentlich? 😉

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