Stundenklau!

So, kommende Nacht haben wir also wieder Zeitumstellung. Dieses inzwischen als nutzlos anerkannte Relikt früherer Zeiten. Außer Verwirrung bringt das Umstellen der Uhr nämlich offensichtlich nicht viel. Zumindest nicht im eigentlich anberaumten Sinne des Energiesparens. Aber da wir den Salat trotzdem sicher noch eine Weile haben werden, tun wir wohl gut daran, gelassen zu bleiben.

Mir persönlich hat das noch nie viel ausgemacht, da hab ich Glück im Gegensatz zu denen, denen es den Rhythmus voll zerschießt. In der kommenden Nacht werde allerdings auch ich ein wenig mehr als sonst leiden, denn dieses Mal frisst die Umstellung meine Arbeitszeit. Im Grunde hat sie das auch früher schon getan, aber an diesem Wochenende fahre ich ausnahmsweise nicht mein übliches Auto, sondern eines, das ich an der Firma hole (weil die 72 immer noch nicht ganz vom Getriebeschaden genesen ist). Und im Gegensatz zum Deal mit meinem Tagfahrer werden die Kisten an der Firma schon um 6.00, bzw. um 18.00 Uhr von Nacht- auf Tagschicht (und umgekehrt) gewechselt.

Nun fahre ich selten länger als bis 6 Uhr, aber das Auto heute Nacht zwingend um „5 Uhr“ (gefühlt) abstellen zu müssen, ist seltsam. Ehrlich gesagt: Auch heute morgen hab ich es um die Zeit abgestellt, aber da hätte ich halt locker noch überziehen und eine Tour anhängen können. Da muss ich heute Abend besser planen.

Aber wie sagt man so schön? Irgendwas ist immer …

Ich hoffe, Ihr leidet alle nicht zu sehr unter der Umstellung!

10 Kommentare bis “Stundenklau!”

  1. Blogolade sagt:

    Warum wird der Mist nicht endlich abgeschafft? Gibts da noch keine Petition für? Meinetwegen dürfte es gerne Winterzeit bleiben.

  2. Quacki sagt:

    Es gibt ne Petition dafür:

    http://www.main-netz.de/nachrichten/regionalenachrichten/bayern/art11994,2995829

    Die Zeitumstellung ist ein Riesenhaufen Kacke. Als ich zur Schule gegangen bin, musste ich wegen >1h Busanfahrt um 6 Uhr morgens aufstehen, um rechtzeitig fertig zu sein. Das ist schon Folter für Schüler. Aber dank Zeitumstellung wurde das dann im Sommer faktisch zu 5 Uhr morgens. (Nur nebenbei bemerkt: Schule ist noch in anderen Hinsichten Folter. Aber was erwartet man, wenn man Schüler um kurz vor acht im Klassenraum sitzen haben will, und diese 2 Stunden lang nicht in der Lage sind, die Augen aufzukriegen UND NICHTS DAFÜR KÖNNEN, und dann gibts dafür auch noch Strafe in Form von schlechten Noten?)

    Till Roenneberg ist Wissenschaftler auf dem Gebiet der Chronobiologie, und hat zur Zeitumstellung auch ein paar „warme“ Worte verloren:

  3. Aro sagt:

    Ich kapiere das ganze Gemeckere ja nicht. Hallo, es geht um EINE Stunde, was ist denn daran so dramatisch?

  4. Rosa sagt:

    Mich stört es dieses Jahr besonders, weil ich am Sonntag wegfahre, dafür um 5 aus dem Haus muss und das ist dann ja in meinem Zeitgefühl erst 4.

  5. Nania sagt:

    Da mein Zeitgefühl sich der Zeit anpasst, die gerade vorliegt, ist mir das ziemlich egal. Ich bin auch eher der Mensch für die Sommerzeit.
    Einzig kurzzeitig ärgert es mich, ich habe jetzt das Gefühl, wir hätten eine Stunde später. Aber im Grunde genommen hat sich das nach zwei-drei Tagen erledigt.

    Und was Schule angeht: ich hatte, da ich auf dem Land wohnte, Mitschüler, die grundsätzlich um 5.00 Uhr oder 5.30 aufstehen mussten, weil um 6:30 der Bus gekommen ist, damit sie dann um 8.00 Uhr in der Schule sein konnten. Der Bus fuhr nur stündlich und brauchte ca. 45 Minuten.

  6. Marco sagt:

    Auch wenn das das nur am Rande themenbezogen ist, aber da Sash das ja zumindest anreißt, indem er die Sommerzeit (oder den Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit?) als nutzlos charakterisiert, hier auch mein Senf:

    Ich finde (rein aus meiner persönlichen Perspektive und meinem persönlichen Geschmack betrachtet, ohne Abwägung irgendwelcher ökologischen oder volkswirtschaftlichen Folgen, von denen hab ich nämlich keine Ahnung) sowohl die Sommerzeit als auch den Wechsel zwischen Sommerzeit und Winterzeit gut. Im Sommer finde ich es nämlich toll, wenn es abends eine Stunde länger hell ist, bzw. ich nach der Arbeit noch ein bisschen die Sonne auf der Terrasse genießen kann. Dass es dafür auch eine Stunde später hell wird, ist mir egal, da es im Sommer so oder so hell ist, wenn ich aufstehe.

    Die Sommerzeit das ganze Jahr beizubehalten (ist ja auch ein Vorschlag, den es in diesem Zusammenhang gibt) würde mir dagegen nicht gefallen, weil es mir dann im Winter doch zu lange morgens dunkel wäre. Da finde ich es immer schwierig, auf Touren zu kommen.

  7. Sash sagt:

    @Marco:
    Rein gefühlsmäßig kann man das auch genießen, das stimmt schon. 🙂

  8. Unterdosis sagt:

    Ich amüsiere mich immer köstlich über diese Formulierung „Abends ist es dann eine Stunde länger hell“. Das ist wie die Behauptung, man könne ein Seil verlängern indem man vorne ein Stück abschneidet und es hinten dranpappt.

  9. Roichi sagt:

    Wie jetzt, das geht nicht?
    Und was mache ich jetzt mit den vielen Seilstücken?
    ;-D

  10. Sash sagt:

    @Unterdosis:
    Wenn man es auf die Uhrzeit bezieht, ist die Aussage doch korrekt. „Dieses Seil ragt weiter ins Wohnzimmer hinein.“ kann auch korrekt sein, wenn das andere Seil ebenso lang, aber wo anders montiert ist. Was Du schreibst, würde auf „Dann sind die Tage wieder länger.“ zutreffen, aber nicht auf den obigen Satz. 😉

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